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	<title>Ringier | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Zehn Jahre nach Ankündigung: blick.ch ab 2023 mit Paywall</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2022 15:29:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Paywall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ab dem nächsten Frühjahr wird blick.ch einen Teil seiner Beiträge kostenpflichtig anbieten. Derzeit sucht Ringier nach Personal für ein «Service-Team», das die Premium-Inhalte produzieren soll. Andere grosse News-Portale wie Watson, 20min.ch oder nau.ch setzen weiterhin auf Reichweite und Werbung als Geschäftsmodell. Im Dezember 2012 sagte Ringier-Chef Marc Walder in einem Interview mit der «Sonntagszeitung»: «Wir <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/30/zehn-jahre-nach-ankuendigung-blick-ch-ab-2023-mit-paywall/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ab dem nächsten Frühjahr wird blick.ch einen Teil seiner Beiträge kostenpflichtig anbieten. Derzeit sucht Ringier nach Personal für ein «Service-Team», das die Premium-Inhalte produzieren soll. Andere grosse News-Portale wie Watson, 20min.ch oder nau.ch setzen weiterhin auf Reichweite und Werbung als Geschäftsmodell.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Paywall-Blick-20220930.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Paywall-Blick-20220930.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-99802" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Paywall-Blick-20220930.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Paywall-Blick-20220930-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Paywall-Blick-20220930-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Paywall-Blick-20220930-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Paywall-Blick-20220930-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Im Dezember 2012 sagte Ringier-Chef Marc Walder in einem <a href="https://archive.ph/dLtiR" rel="noopener" target="_blank">Interview mit der «Sonntagszeitung»</a>: «Wir werden beim ‹Blick› die Paywall spätestens im Herbst 2013 einführen.» Die Zeit ist verstrichen und die Artikel sind bis heute kostenfrei zugänglich. Das soll sich ändern. Läuft in den nächsten Monaten alles nach Plan, zieht blick.ch am 23. März 2023 eine Paywall hoch.<br />
</p>
<p>Auf Anfrage der MEDIENWOCHE bestätigt Daniel Riedel, Sprecher der «Blick»-Gruppe, dass blick.ch ab dem kommenden Frühjahr einen Teil seines Angebots kostenpflichtig anbieten werde. Dabei handele es sich in erster Linie um Beiträge mit Service-Charakter und einem hohen Nutzwert für das Publikum. Derzeit sucht Ringier Journalistinnen und Journalisten für ein neues «Service-Team». Aufgebaut und geleitet wird die neue Einheit von Benno Tuchschmid, dem aktuellen Co-Leiter Gesellschaft der «Blick»-Gruppe. Gemäss <a href="https://archive.ph/SBv0D" rel="noopener" target="_blank">aktuellen Stelleninseraten</a> gehe es darum, den «Userinnen und User in qualitativ-hochstehenden Artikeln mit hohem Nutzwert die drängendsten Fragen des täglichen Lebens» zu beantworten, beispielsweise aus den Bereichen Gesundheit oder Reisen, wo der Informationsbedarf in den letzten Jahren wegen Corona gestiegen ist.</p>
<blockquote><p>Der Grossteil der Artikel soll aber weiterhin kostenlos zugänglich bleiben. Eine konkrete Zahl will das Unternehmen nicht nennen.</p></blockquote>
<p>Die Service-Beiträge bilden den Kern der Premium-Sektion, die «Blick Plus» heissen soll. Die Redaktion kann aber auch andere Texte kostenpflichtig anbieten, von denen sie ausgeht, dass das Publikum darin einen publizistischen Mehrwert erkennt, der das Preisschild rechtfertigt. Der Grossteil der Artikel soll aber weiterhin kostenlos zugänglich bleiben. Eine konkrete Zahl will das Unternehmen nicht nennen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auf blick.ch 80 bis 90 Prozent des gesamten Angebots ohne Bezahlschranke erreichbar sein werden. Ein Wert, den Walder so auch im Interview vor zehn Jahren genannt hatte.</p>
<p>Dass es fast zehn Jahre gedauert hat, von der Ankündigung des CEO bis zur Umsetzung, die nun tatsächlich erfolgen soll, liege daran, dass Blick entschieden habe, zunächst Reichweite aufzubauen. Danach sei der strategische Fokus auf der publizistischen Vertiefung gelegen. «Heute ist blick.ch deutlich breiter, umfassender und service-orientierter als noch vor einigen Jahren ausgerichtet», führt Daniel Riedel gegenüber der MEDIENWOCHE aus. «Damit ist nun die Voraussetzung für die Einführung eines Abo-Modells gegeben.»</p>
<p>Über die Preisstruktur der Abos schweigt sich Ringier offiziell noch aus. Nur so viel erfährt man: Nicht allzu teuer sollen sie sein. Was man als Hinweis darauf verstehen könnte, dass ein blick.ch-Abo weniger kosten soll als die Angebote der direkten Konkurrenz von Tamedia oder CH Media.</p>
<blockquote><p>Eine Paywall, sagte Ringier-Chef Marc Walder schon 2012, sei «ein eminent wichtiger Schritt weg von der ‹Alles ist gratis›-Kultur».</p></blockquote>
<p>Die weiterhin kostenfrei zugänglichen Teile von blick.ch sollen wie bisher dank grosser Reichweite für reichlich Werbeerlös sorgen, während die Premium-Inhalte als zusätzliche Erlösquelle dienen sollen. Abgesehen vom finanziellen Nutzen, gibt es auch grundsätzliche Überlegungen, die für diesen Schritt sprechen. Eine Paywall, sagte Ringier-Chef Marc Walder schon 2012, sei «ein eminent wichtiger Schritt weg von der ‹Alles ist gratis›-Kultur».</p>
<p>Tatsächlich kann man den Schritt, den die «Blick»-Gruppe nun mit einiger Verzögerung vollziehen will, als Teil eines Kulturwandels der letzten Jahre sehen. Unter der Leitung von Christian Dorer (Redaktion) und Ladina Heimgartner (Verlag) bewegt sich das ehemalige Boulevard-Medium zunehmend weg vom klickgetriebenem Journalismus hin zu mehr Qualität und Relevanz.</p>
<blockquote><p>«Wir sind der Meinung, dass der Zugang zu Information so hürdenlos wie möglich zu halten ist.»<br />
<small>Maurice Thiriet, Chefredaktor Watson</small></p></blockquote>
<p>Blick.ch wird vorläufig die erste und einzige der grossen werbefinanzierten News- und Unterhaltungsplattformen im Schweizer Markt bleiben, die auch Abos verkaufen will. «Watson» spielt nicht einmal mit dem Gedanken, eine Paywall zu installieren. «Wir sind der Meinung, dass der Zugang zu Information so hürdenlos wie möglich zu halten ist», teilt Chefredaktor Maurice Thiriet auf Anfrage mit. Auch bei «Nau.ch» gibt es keinerlei Pläne für Bezahlinhalte. «Bei uns ist das langfristig kein Thema», schreibt Simon Klopfenstein, Mitglied der Geschäftsleitung von nau.ch auf Anfrage. «Wir glauben zu fest an neue, zielgenaue Werbeprodukte, welche die User nicht stören.»</p>
<p>Nicht ganz so apodiktisch wie «Watson» und nau.ch sieht man die Sache bei 20min.ch. Im Vergangenen Jahr suchten drei Studentinnen der Hamburg Media School im Auftrag der Gratisplattform <a href="https://archive.ph/8fra2" rel="noopener" target="_blank">nach «geeigneten Subscription-Modellen»</a>. Heraus kam dabei eine Skizze für «eine allumfassende Premiumwelt, die Mehrwerte mit journalistischen Inhalten verknüpft und auf die Zielgruppe abgestimmt ist.» Die Geschäftsleitung setzte sich mit dem Modell auseinander. Aber «aktuell verfolgen wir diese nicht weiter», teilt Eliane Loum-Gräser, Kommunikationsleiterin «20 Minuten» mit und ergänzt, dass man aber «laufend verschiedene Optionen prüfe, um das Unternehmen neben dem rein werbefinanzierten Reichweitenmodell breiter abzustützen.» Der Verlag von 20min.ch kann nun die Entwicklung des Bezahlexperiments von blick.ch beobachten, bevor er selbst entscheiden, ob er diesen Weg auch gehen will.</p>
<p>Bild: Unsplash/<a href="https://unsplash.com/@dikoles" rel="noopener" target="_blank">Dima Kolesnyk</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/30/zehn-jahre-nach-ankuendigung-blick-ch-ab-2023-mit-paywall/">Zehn Jahre nach Ankündigung: blick.ch ab 2023 mit Paywall</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Abschied von einem publizistischen Berserker</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/26/abschied-von-einem-publizistischen-berserker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2022 07:26:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Hauser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SonntagsBlick-Redaktor Walter «Wälä» Hauser war ein herausragender Journalist, Jurist, Buchautor und Gründer der Anna-Göldi-Stiftung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>SonntagsBlick-Redaktor Walter «Wälä» Hauser war ein herausragender Journalist, Jurist, Buchautor und Gründer der Anna-Göldi-Stiftung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/26/abschied-von-einem-publizistischen-berserker/">Abschied von einem publizistischen Berserker</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marc Walder über 1 Jahr Blick Romandie: «Blick war nie stärker als heute!»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/09/marc-walder-ueber-1-jahr-blick-romandie-blick-war-nie-staerker-als-heute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2022 07:55:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<category><![CDATA[Blick Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Juni 2021 ging Blick in der Romandie an den Start. Aus Anlass des ersten Geburtstags interviewt Chefredaktor Michel Jeanneret Ringier-CEO Marc Walder.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juni 2021 ging Blick in der Romandie an den Start. Aus Anlass des ersten Geburtstags interviewt Chefredaktor Michel Jeanneret Ringier-CEO Marc Walder.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/09/marc-walder-ueber-1-jahr-blick-romandie-blick-war-nie-staerker-als-heute/">Marc Walder über 1 Jahr Blick Romandie: «Blick war nie stärker als heute!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum nicht alles glücklich macht in der «Glückspost»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/31/warum-nicht-alles-gluecklich-macht-in-der-glueckspost/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/05/31/warum-nicht-alles-gluecklich-macht-in-der-glueckspost/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2022 14:12:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Klatsch]]></category>
		<category><![CDATA[Glückspost]]></category>
		<category><![CDATA[Yellow Press]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97570</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das einzige Klatschmagazin der Deutschschweiz tätschelt Schweizer Promis und geht mit europäischen Royals weniger zurückhaltend um. Daneben pflegt die «Glückspost» «Esoterik» als eigene Rubrik und berichtet Mitte März über Putins Horoskop. Jede Kioskauslage wirkt unvollständig, wenn das Logo mit dem vierblättrigen Kleeblatt fehlt. Vom Kiosk kennen die «Glückspost» alle in der Schweiz. Bei den meisten <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/31/warum-nicht-alles-gluecklich-macht-in-der-glueckspost/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das einzige Klatschmagazin der Deutschschweiz tätschelt Schweizer Promis und geht mit europäischen Royals weniger zurückhaltend um. Daneben pflegt die «Glückspost» «Esoterik» als eigene Rubrik und berichtet Mitte März über Putins Horoskop.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Glueckspost-20220531.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97578" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Glueckspost-20220531.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Glueckspost-20220531.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Glueckspost-20220531-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Glueckspost-20220531-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Glueckspost-20220531-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Glueckspost-20220531-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<p>Jede Kioskauslage wirkt unvollständig, wenn das Logo mit dem vierblättrigen Kleeblatt fehlt. Vom Kiosk kennen die <a href="https://www.glueckspost.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Glückspost»</a> alle in der Schweiz. Bei den meisten bleibt es aber beim Blick aufs Titelblatt. Das verspricht nicht bloss Glück: «So geht es ihm im Gefängnis» über Boris Becker. Und: «Viele Rätsel und Schicksalsgeschichten!» Wer das Magazin aufschlägt, sieht ein Inhaltsverzeichnis in ähnlichem Stil: «Königin Letizia: So sieht es bei ihr ‹darunter› aus.» Die «Glückspost» scheint auf Kontroverse und Skandal getrimmt.</p>
<p>Die «Glückspost» gehe «grundsätzlich positiv» auf Prominente zu, erfährt die MEDIENWOCHE vom stellvertretenden Chefredaktor Marco Hirt. Der Name «Glückspost» sei wörtlich zu verstehen – von negativer Klatschberichterstattung nehme man Abstand. «Es liegt uns fern, Prominente in die Pfanne zu hauen und über sie zu lästern, da dies auch von der Leserschaft nicht akzeptiert würde.»<br />
</p>
<p>Die MEDIENWOCHE hat das einzige Magazin der Schweiz, das sich überwiegend dem People-Journalismus widmet, während vier Monaten gelesen. Die Lektüre der «Glückspost» macht nostalgisch. Sie erinnert an eine Zeit, als am Samstagabend viele Menschen in der Schweiz «Benissimo» geschaut haben. An eine Zeit der Fernsehabende, in der Comedy-Karrieren nicht auf Youtube sondern auf «SF» begonnen haben. Trotz aller Nostalgie fällt die «Glückspost» nie ins Reaktionäre. Gesellschaftspolitisch ist das Unterhaltungsblatt erstaunlich progressiv – so erzählt sie etwa einfühlsam die Geschichte von einem Ehepaar mit Kindern, das glücklich und freundschaftlich zusammengeblieben ist, nachdem sie sich als lesbisch geoutet hat. Queere Themen finden unaufgeregt Platz im Unterhaltungsblatt.</p>
<blockquote><p>Schweizer Promis stellt die «Glückspost» in freundlich-respektvollen Porträts vor.</p></blockquote>
<p>Wenn die «Glückspost» zu Besuch kommt, wenn sie Zeit investiert und in die Wohnung gelassen wird, berichtet sie so gut wie immer überschwänglich. Trotzdem besteht jedes Heft zu etwa einem Viertel aus Drama. Das Drama sucht sich die «Glückspost» international: Eine Frau verliert drei Kinder. Ein Hund ist beinahe verbrannt und entspricht heute nicht mehr den Schönheitsnormen. Zwei Freundinnen haben sich hintergangen. Diese tragischen «Schicksale» spielen sich oft in Grossbritannien oder Nordamerika ab und beinhalten wenig bis keine journalistische Eigenleistung.</p>
<p>Ähnlich scheint es beim Umgang mit Promis: Wenn die «Glückspost» zu Schweizer Promis nach Hause oder mit ihnen zum Verwandtenbesuch im Altersheim darf, gibt sie den Prominenten Raum, ihre aktuellen Projekte zu bewerben – ob es eine Fernsehsendung, ein Musikalbum oder ein Theaterstück ist. Wenn ein populärer Komödiant Geburtstag hat, gibt es zwei Seiten höfliche Anerkennung – inklusive gut platziertem Werbehinweis für das aktuelle Stück im Zürcher Bernhard-Theater. Schweizer Fernsehleute, ob «Tagesschau»-Sprecher:innen oder solche aus dem Unterhaltungssektor, werden in freundlich-respektvollen Porträts vorgestellt. Und eine 90-jährige Fernsehschauspielerin erscheint im «Glückspost»-Porträt «überglücklich».</p>
<blockquote><p>Fürstin Charlène von Monaco, sowie deren Mann und Kinder, erhalten von der «Glückspost» viel Aufmerksamkeit und wenig Wohlwollen.</p></blockquote>
<p>In den Kurzbeiträgen setzt das Klatschmagazin wiederum auf Dramatik – über dieselbe 90-jährige Schauspielerin titelte die «Glückspost» auch einmal: «Ihr Wunsch: bald sterben zu können!» Doch das war ein Zusammenschrieb eines Interviews aus Deutschland. Auch Schweizer Promis erzählen in der «Glückspost» nicht immer nur von ihrem Glück – doch es scheint so, dass sie über Schweizer Promis dann berichtet, wenn diese etwas erzählen wollen. Diese Storys berichten vom Überwinden von Negativem. Die «Glückspost» recherchiert nicht in deren Umfeld oder zitiert keine anonymen Kenner:innen oder Freund:innen der Familie.</p>
<p>Anders als bei den monegassischen Royals. Mit diesen befasst sich die «Glückspost» intensiv. Fürstin Charlène von Monaco, sowie deren Mann und Kinder, erhalten viel Aufmerksamkeit und wenig Wohlwollen. Einmal spekuliert die «Glückspost», ob die an Depressionen leidende Fürstin «eine Flucht plant», bezeichnet Charlène als «immer noch labile» Fürstin und behauptet in Berufung auf eine «Bekannte», dass die kranke Fürstin weder ihren höfischen Pflichten noch der Kindererziehung nachkomme. Ein andermal bringt die «Glückspost» «das ersten Foto» von Charlène nach längerem Therapieaufenthalt – das körnige Bild von der Rollbahn eines Flugplatzes reicht für eine Titelstory. Eine weitere Titelstory von Ende Februar sorgt sich angeblich «um das Seelenwohl ihrer Kinder». Respektvoll wäre es, über eine Person, die von einer psychischen Krankheit getroffen ist, zurückhaltend zu berichten. In anderen Fällen zeigt die «Glückspost» dafür Sensibilität – gegenüber der monegassischen Fürstin nicht.</p>
<blockquote><p>«Charlene ist ein besonderer Fall – seit dem Beginn ihrer Liebe zu Fürst Albert II. ist das Interesse der Leserschaft an ihrem Schicksal enorm gross.»<br />
<small>Marco Hirt, stv. Chefredaaktor «Glückspost»</small></p></blockquote>
<p>Jedes neue Detail reicht der «Glückspost» für einen Artikel über den monegassischen Hof. «Fürstin Charlene – brisanter Vertrag: Ehe nur noch Schein!», am 12. Mai. Zwei Wochen später krittelte die «Glückspost», dass Mann und Kind ohne Fürstin im Disneyland gewesen sind. Mit überbordender Berichterstattung über das Fürstenhaus von Monaco ist die «Glückspost» nicht alleine. Weshalb nur befassen sich die People-Ressorts so intensiv mit Monaco? Womöglich weil ein Staat der Reichen und Schönen am Mittelmeer eine Projektionsfläche für viele Leser:innen bietet.</p>

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<p>Marco Hirt sieht die Berichterstattung über Fürstin Charlene in keinem negativen Licht: «Von uns aus betrachtet sehen wir da keine bösartige Berichterstattung. Charlene ist ein besonderer Fall – seit dem Beginn ihrer Liebe zu Fürst Albert II. ist das Interesse der Leserschaft an ihrem Schicksal enorm gross. Und in dieser Krankheitsphase speziell. So gehörte es für uns auch dazu, diese Phase zu verfolgen.»</p>
<p>Vor bald 20 Jahren waren es auch monegassische Royals, die sich bis vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erfolgreich gegen ins Private dringende Berichterstattung gewehrt hatten. Dieses «Caroline-Urteil», benannt nach der klagenden Caroline von Monaco, dämmte die Zügellosigkeit der Klatschpresse europaweit ein, weil es festhielt, dass auch für Promis ein gewisser Schutz der Privatsphäre gilt. 147 Einträge finden sich in der SMD zu Caroline von Monaco, zum letzten Mal berichtete die «Glückspost» vor drei Jahren grösser über «Die Tragik ihrer gescheiterten Ehe». Der Beitrag liest sich respektvoller als einige der Beiträge vor 20 Jahren, etwa über den «Hass der Schwestern».</p>
<blockquote><p>Häufig ähneln diese «Glückspost»-Artikel, die von Mitgliedern der Redaktion geschrieben worden sind, Artikeln, die etwa in «The Sun» oder «Mirror» erschienen sind.</p></blockquote>
<p>Nicht nur die Leser:innen von Klatschmagazinen interessieren sich für Royals, und auch bei anderen Medien kippt das Interesse an ihnen zuweilen in Voyeurismus. Publizistisch lässt sich die intensive Berichterstattung über die Fürstin von Monaco also eher nachvollziehen als die regelmässigen Berichte über dramatische Un- und Vorfälle von nicht-prominenten Menschen aus den USA oder Grossbritannien. Die drastischen Bilder und die Schocknachrichten, bei denen Zeit und Ort weder in Titel noch Lead vorkommen, scheinen nicht zum positivien Kurs der «Glückspost» zu passen. Häufig ähneln diese «Glückspost»-Artikel, die von Mitgliedern der Redaktion geschrieben worden sind, Artikeln, die etwa in «The Sun» oder «Mirror» erschienen sind. Gegenüber Marco Hirt nannte die MEDIENWOCHE als Beispiel die Geschichte einer Britin, die insgesamt drei Kinder verloren hatte. Die Geschichte wird drastisch erzählt: «Ich hatte das Gefühl, ich stünde an der Schwelle des Todes.» Dieses und andere Zitate finden sich exakt in dieser Form in einem Artikel des britischen «Mirror», der etwa zehn Tage vorher publiziert worden ist. Ein Verweis auf den «Mirror» fehlt in der «Glückspost». Marco Hirt antwortet dazu: «Schicksalsgeschichten sind zum Teil Einkäufe über Agenturen, wo die Ersterscheinung, wie zum Beispiel der ‹Mirror›, nicht genannt werden muss.» Wenn es sich aber um einen eingekauften Artikel handelt, erscheint es sonderbar, wenn dann trotzdem eine «Glückspost»-Redaktorin als Autorin des Beitrags auftritt.</p>
<blockquote><p>In den Kleinanzeigen bewerben viele Hellseher:innen ihre Telefondienste und auch im redaktionellen Teil gibt es «Esoterik» als eigene Rubrik.</p></blockquote>
<p>Während britische Boulevardzeitungen nicht zitiert werden, verweist die «Glückspost» in ihren Artikeln hingegen regelmässig auf «Bunte» und «Freizeit Woche», die sie zitiert oder deren Berichte als Anlass für eigene Beiträge nimmt. Anders als die «Glückspost» steht die deutsche Klatschpresse regelmässig in der Kritik und muss immer wieder Beiträge löschen. Wie positioniert sich da die «Glückspost»? Gar nicht. Zur Qualität der Klatschpresse in Deutschland «enthalten wir uns einer Wertung», so Hirt. Das Angebot in Deutschland sei «vielfältig».</p>
<p>Die «Glückspost», die unter diesem Namen seit 1977 bei Ringier erscheint, erreicht gemäss WEMF gegenwärtig eine Viertelmillion Leser:innen. Diese sind grösstenteils betagt: Über 70 Prozent haben das 55. Altersjahr hinter sich gelassen. Neben Prominews und «Schicksalen» porträtiert die «Glückspost» regelmässig «normale» Leute, bietet Rätsel, sowie Koch-, Reise- und Gesundheitstipps. In den Kleinanzeigen bewerben viele Hellseher:innen ihre Telefondienste und auch im redaktionellen Teil gibt es «Esoterik» als eigene Rubrik. Unter diesem Label finden sich etwa Beiträge zu indischer Spiritualität, lebendigem Wasser und, etwas blasphemisch, auch Artikel zu katholischer Sakralkunst aus dem Mittelalter.</p>
<blockquote><p>Astrologin Elizabeth Teissier balanciert zwischen Allgemeinplätzen und Vorhersage – und spielt dabei mit den Hoffnungen der Leser:innen auf Frieden.</p></blockquote>
<p>Ins Feld der Esoterik gehört wohl auch der erste und einzige grosse Beitrag, mit dem die «Glückspost» den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufnahm. Das Magazin erscheint immer donnerstags und hat anscheinend eine lange Produktionszeit. Am Donnerstag, 24. Februar, startete der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Auch eine Woche danach fand sich in der «Glückspost» kein Wort zum Krieg. Ein Bericht über den besonders harten Winter in Moldawien erzählt von einer Situation in Osteuropa, die da bereits überholt scheint. Erst am 10. März prangt auf dem Titel «Krieg in der Ukraine» und eine Frage, die viele Menschen umtreibt: «Wann wird es Frieden geben?» Im Editorial dieser Ausgabe freut sich Hirt darüber, dass ihm das Kundenmagazin des «Gartencenter meines Vertrauens» eine «sehr willkommene Abwechslung» in die «traurig machende Zeit wegen des Ukraine-Kriegs» biete. Doch obwohl das Editorial die Flucht ins Private, beziehungsweise in die Gartencenter-Publizistik, rühmt, verspricht die Titelgeschichte Lösungen. Diese sollen von der bekannten Astrologin Elizabeth Teissier kommen.</p>
<p>Teissier betont im Interview, dass sie keine Prognosen zu politischen Entwicklungen geben kann. Gleichzeitig tut sie dann genau das: «Wir» würden jetzt die Folgen der «sehr harten Planeten-Zyklen von 2020/21» erleben. «Erst Ende März» bestehe Hoffnung. Für Wladimir Putin «dürfte diese Krise länger dauern» – die Astrologin nennt den Zeithorizont Ende 2022 oder Anfang 2023. Putin müsse «mit mehr und mehr Protest» aus der russischen Bevölkerung rechnen. Zum Abschluss darf sie darlegen, dass Putin womöglich ein «Schreckenskönig» sei, der von Nostradamus prophezeit worden ist. Teissier balanciert zwischen Allgemeinplätzen und Vorhersage – und spielt dabei mit den Hoffnungen der Leser:innen auf Frieden. Die «Glückspost» macht mit: «Kann sie uns Hoffnung machen, dass es bald Frieden gibt?» heisst es im Lead.</p>
<blockquote><p>Ganz grundsätzlich erscheint es fragwürdig, dass ein Magazin einem realen, laufenden Krieg mit Spekulationen über einen «Schreckenskönig» begegnet.</p></blockquote>
<p>Geführt hat das Interview eine freie Journalistin, die regelmässig für die «Glückspost» berichtet. Deren Twitterprofil wurde gelöscht, kurz nachdem Ringier den Fragekatalog der MEDIENWOCHE erhalten hat. Zuvor retweetete dieses Profil in hoher Kadenz radikale Verschwörungstheorien. So erfuhren die zuletzt 3611 Follower:innen etwa vom «Great Reset», der zusammen mit der Mobiltechnologie 5G dazu führe, dass eine Dystopie Realität werde. Über die Politik in Deutschland konnte man lesen, dass die «sauer verdienten Steuern» den «politischen Herrenmenschen» Chauffeure finanzieren und die «Schafherde blökt (mit Mundschutz)».</p>
<p>Von diesen Positionen distanziert sich Ringier gegenüber der MEDIENWOCHE. Die Artikel der Journalistin seien immer «entlang unserer publizistischen Leitlinien» verlaufen und «politisch neutral» gewesen. Gegenüber Ringier habe die Journalistin auch klargestellt, dass ihr Twitterprofil gehackt worden sei. Die Journalistin selbst liess zwei MEDIENWOCHE-Anfragen unbeantwortet.</p>
<p>Ganz grundsätzlich erscheint es fragwürdig, dass ein Magazin einem realen, laufenden Krieg mit Spekulationen über einen «Schreckenskönig» begegnet. Hirt schreibt dazu, die Leser:innenschaft erwarte nicht, dass die «Glückspost» wiederholt, was bereits in der «Tagesschau etc. schon Thema» gewesen sei. «Für uns als People-Zeitschrift» sei es kaum möglich, einem Krieg gerecht zu werden. Das «Ereignis» habe man aber «nicht ignorieren wollen» und deshalb «die Aktualität aus Sicht der Astrologin einschätzen» lassen. «Damals war ja auch nicht klar, wie sich alles entwickeln würde – und wie lange der Krieg anhalten würde.» Wohl kaum jemand erwartet von der «Glückspost» die Kompetenz, über Geopolitik zu berichten. Anstelle von solch fahrlässigen Beiträgen könnte sie einfach darauf verzichten.</p>
<p>Die «Glückspost» verspricht Glück. Anscheinend vertraut man einem rein positiven Magazin aber nicht genug. Ob monegassische Royals, britische Schicksalsgeschichten oder Putins Horoskop: Kritisch oder kontrovers berichtet die «Glückspost», die sich weltoffen gibt, immer über Geschehen und Personen im Ausland. Der Kurs ist binär: Die weite Welt liefert der «Glückspost» Klatsch, Drama und Drastik. Die Schweiz ist ein Safe Space.</p>
<p>Bilder: Keystone-SDA, Montage: Marco Leisi</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/31/warum-nicht-alles-gluecklich-macht-in-der-glueckspost/">Warum nicht alles glücklich macht in der «Glückspost»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Hannes Britschgi: «Wir dürfen unseren Beruf nicht schlechtreden»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/28/hannes-britschgi-wir-duerfen-unseren-beruf-nicht-schlechtreden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 18:27:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hannes Britschgi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende dieser Woche geht die 17-jährige Zeit von Hannes Britschgi bei Ringier zu Ende. Ein Gespräch mit dem langjährigen Jouschu-Leiter über seine Höhepunkte als Journalist, die direkte Medienförderung – und den Entscheid des SRF, die Stages um drei Jahre zu verschieben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/28/hannes-britschgi-wir-duerfen-unseren-beruf-nicht-schlechtreden/">Hannes Britschgi: «Wir dürfen unseren Beruf nicht schlechtreden»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ende dieser Woche geht die 17-jährige Zeit von Hannes Britschgi bei Ringier zu Ende. Ein Gespräch mit dem langjährigen Jouschu-Leiter über seine Höhepunkte als Journalist, die direkte Medienförderung – und den Entscheid des SRF, die Stages um drei Jahre zu verschieben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/28/hannes-britschgi-wir-duerfen-unseren-beruf-nicht-schlechtreden/">Hannes Britschgi: «Wir dürfen unseren Beruf nicht schlechtreden»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wie Ringier-Chef Walder beim Schröder-Putin-Treffen half</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/11/wie-ringier-chef-walder-beim-schroeder-putin-treffen-half/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2022 17:16:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Vladimir Putin]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Schröder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerhard Schröder hat sich offenbar als Vermittler im Ukraine-Krieg eingeschaltet und ist nach Moskau gereist. Ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gab es bereits. Eine entscheidende Rolle bei der Aktion hat Marc Walder, Chef des Schweizer Medienunternehmens Ringier, gespielt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerhard Schröder hat sich offenbar als Vermittler im Ukraine-Krieg eingeschaltet und ist nach Moskau gereist. Ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gab es bereits. Eine entscheidende Rolle bei der Aktion hat Marc Walder, Chef des Schweizer Medienunternehmens Ringier, gespielt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/11/wie-ringier-chef-walder-beim-schroeder-putin-treffen-half/">Wie Ringier-Chef Walder beim Schröder-Putin-Treffen half</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ringier zaudert: Mandat von Schröder ist nur sistiert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/02/ringier-zaudert-mandat-von-schroeder-ist-nur-sistiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 11:26:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Schröder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Mitarbeiter im Büro des Altkanzlers Gerhard Schröder haben die Kündigung eingereicht. Das Medienhaus Ringier sistiert derweil das Beratermandat des Putin-Getreuen «bis auf weiteres.»</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/02/ringier-zaudert-mandat-von-schroeder-ist-nur-sistiert/">Ringier zaudert: Mandat von Schröder ist nur sistiert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Mitarbeiter im Büro des Altkanzlers Gerhard Schröder haben die Kündigung eingereicht. Das Medienhaus Ringier sistiert derweil das Beratermandat des Putin-Getreuen «bis auf weiteres.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/02/ringier-zaudert-mandat-von-schroeder-ist-nur-sistiert/">Ringier zaudert: Mandat von Schröder ist nur sistiert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Schröder berät Ringier: Wieder ein Reputationsschaden für das Schweizer Medienunternehmen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/26/schroeder-beraet-ringier-wieder-ein-reputationsschaden-fuer-das-schweizer-medienunternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 2022 09:11:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Schröder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95137</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der deutsche Altkanzler und Putin-Getreue Gerhard Schröder ist als Berater des Medienhauses Ringier tätig. Die Verantwortlichen zögern, das Mandat zu beenden. Obwohl der Ruf des Unternehmens leidet.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/26/schroeder-beraet-ringier-wieder-ein-reputationsschaden-fuer-das-schweizer-medienunternehmen/">Schröder berät Ringier: Wieder ein Reputationsschaden für das Schweizer Medienunternehmen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Altkanzler und Putin-Getreue Gerhard Schröder ist als Berater des Medienhauses Ringier tätig. Die Verantwortlichen zögern, das Mandat zu beenden. Obwohl der Ruf des Unternehmens leidet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/26/schroeder-beraet-ringier-wieder-ein-reputationsschaden-fuer-das-schweizer-medienunternehmen/">Schröder berät Ringier: Wieder ein Reputationsschaden für das Schweizer Medienunternehmen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>So fällt die Bilanz von Blick TV aus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/19/so-faellt-die-bilanz-von-blick-tv-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Feb 2022 10:19:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blick TV]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=94972</guid>

					<description><![CDATA[<p>Blick TV feiert den zweijährigen Geburtstag. Die Bilanz fällt gemischt aus. Zwar hat Blick TV seit dem Start viele Zuschauer gewonnen. Der Sender hat dabei vor allem von der Pandemie und dem damit verbundenen gesteigerten Informationsbedürfnis profitiert. Es zeigt sich aber auch, dass das Konzept eines Live-News-Senders nur bedingt aufgeht. Viele Sendungen wurden daher bereits <a href="https://www.srf.ch/play/tv/srf-news/video/so-faellt-die-bilanz-des-websenders-aus?urn=urn:srf:video:b991bccb-068c-4ddc-b5db-a473327a583a">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Blick TV feiert den zweijährigen Geburtstag. Die Bilanz fällt gemischt aus. Zwar hat Blick TV seit dem Start viele Zuschauer gewonnen. Der Sender hat dabei vor allem von der Pandemie und dem damit verbundenen gesteigerten Informationsbedürfnis profitiert. Es zeigt sich aber auch, dass das Konzept eines Live-News-Senders nur bedingt aufgeht. Viele Sendungen wurden daher bereits wieder gestrichen. Wie sich Blick TV weiterentwickelt, lässt sich nur schwer abschätzen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/19/so-faellt-die-bilanz-von-blick-tv-aus/">So fällt die Bilanz von Blick TV aus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Alle schiessen auf Ringier – und «vergessen» dabei Wichtiges</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/13/alle-schiessen-auf-ringier-und-vergessen-dabei-wichtiges/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2022 13:14:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93988</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der CEO des Medienunternehmens Ringier empfahl seinen Redaktionen, in schwierigen Covid-Zeiten die Regierungen zu unterstützen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/13/alle-schiessen-auf-ringier-und-vergessen-dabei-wichtiges/">Alle schiessen auf Ringier – und «vergessen» dabei Wichtiges</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der CEO des Medienunternehmens Ringier empfahl seinen Redaktionen, in schwierigen Covid-Zeiten die Regierungen zu unterstützen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/13/alle-schiessen-auf-ringier-und-vergessen-dabei-wichtiges/">Alle schiessen auf Ringier – und «vergessen» dabei Wichtiges</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Marc Walder: «Unsere Medien kritisieren die Regierungen, wenn es notwendig ist»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/11/marc-walder-unsere-medien-kritisieren-die-regierungen-wenn-es-notwendig-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 13:01:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im neuen ComSumCast spricht Moderator Reto Lipp mit dem Mann, um den es gerade ordentlich Wirbel gibt: Ringier-CEO und Miteigentümer Marc Walder. Natürlich gehts im Podcast auch im die umstrittenen Äusserungen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/11/marc-walder-unsere-medien-kritisieren-die-regierungen-wenn-es-notwendig-ist/">Marc Walder: «Unsere Medien kritisieren die Regierungen, wenn es notwendig ist»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im neuen ComSumCast spricht Moderator Reto Lipp mit dem Mann, um den es gerade ordentlich Wirbel gibt: Ringier-CEO und Miteigentümer Marc Walder. Natürlich gehts im Podcast auch im die umstrittenen Äusserungen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/11/marc-walder-unsere-medien-kritisieren-die-regierungen-wenn-es-notwendig-ist/">Marc Walder: «Unsere Medien kritisieren die Regierungen, wenn es notwendig ist»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Ringier-CEO Marc Walder wegen eines Satzes an den Pranger gestellt wird</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/11/wie-ringier-ceo-marc-walder-wegen-eines-satzes-an-den-pranger-gestellt-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 12:24:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93903</guid>

					<description><![CDATA[<p>Marc Walder, geschäftsführender Teilhaber des Ringier-Konzerns, liebt die Macht und die Mächtigen. Dies rächt sich nun: Den Gegnern des Medienpakets hat er eine Steilvorlage geboten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/11/wie-ringier-ceo-marc-walder-wegen-eines-satzes-an-den-pranger-gestellt-wird/">Wie Ringier-CEO Marc Walder wegen eines Satzes an den Pranger gestellt wird</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Marc Walder, geschäftsführender Teilhaber des Ringier-Konzerns, liebt die Macht und die Mächtigen. Dies rächt sich nun: Den Gegnern des Medienpakets hat er eine Steilvorlage geboten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/11/wie-ringier-ceo-marc-walder-wegen-eines-satzes-an-den-pranger-gestellt-wird/">Wie Ringier-CEO Marc Walder wegen eines Satzes an den Pranger gestellt wird</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Affäre Walder: Fahrlässige Schützenhilfe</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/07/affaere-walder-fahrlaessige-schuetzenhilfe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jan 2022 08:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalswitzerland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93830</guid>

					<description><![CDATA[<p>Er habe seine Medien angewiesen, mit ihrer Corona-Berichterstattung die Regierung zu unterstützen. Diese Aussage von Marc Walder geriet zum Skandal. Auch wenn der Ringier-CEO relativiert und die Redaktionen auf ihre Unabhängigkeit pochen, leistet Walder den Gegnern einer ausgebauten Medienförderung fahrlässigerweise Schützenhilfe. Das erinnert an einen ähnlichen Vorgang vor einem Jahr. Als Marc Walder am Swiss <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/07/affaere-walder-fahrlaessige-schuetzenhilfe/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/07/affaere-walder-fahrlaessige-schuetzenhilfe/">Affäre Walder: Fahrlässige Schützenhilfe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Er habe seine Medien angewiesen, mit ihrer Corona-Berichterstattung die Regierung zu unterstützen. Diese Aussage von Marc Walder geriet zum Skandal. Auch wenn der Ringier-CEO relativiert und die Redaktionen auf ihre Unabhängigkeit pochen, leistet Walder den Gegnern einer ausgebauten Medienförderung fahrlässigerweise Schützenhilfe. Das erinnert an einen ähnlichen Vorgang vor einem Jahr.</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Facepalm-Marc-Walder-Ringier-20220106b.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-93832" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Facepalm-Marc-Walder-Ringier-20220106b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Facepalm-Marc-Walder-Ringier-20220106b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Facepalm-Marc-Walder-Ringier-20220106b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Facepalm-Marc-Walder-Ringier-20220106b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Facepalm-Marc-Walder-Ringier-20220106b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Als Marc Walder am Swiss Media Forum im vergangenen Oktober während einer Podiumsdiskussion zu einer Standpauke ansetzte, wusste er noch nicht, dass auch er bald ins Visier geraten würde. Walder kritisierte damals mit scharfen Worten die <a href="https://vimeo.com/613599198#t=4m50s" rel="noopener" target="_blank">Ad-hominem-Attacken</a> auf die Verleger Michael Ringier, Peter Wanner und Pietro Supino im anrollenden Abstimmungskampf um das Massnahmenpaket zugunsten der Medien: «Ich schäme mich zutiefst, dass Vertreter dieser Industrie diese primitive Kampagne fahren.»</p>
<p>Die Gegner einer ausgebauten Medienförderung – selbst Journalisten und Verleger – hatten sich frühzeitig darauf eingeschossen, dass auch Grossverlage wie Ringier, Tamedia und CH Media zusätzlich von Subventionen profitieren sollten. Walder störte sich insbesondere daran, dass die privaten Wohn- und Vermögensverhältnisse der Verleger als Argumente gegen das Medienpaket herhalten sollten. «Das ist primitivster Populismus und primitivste Polemik», geisselte der Ringier-Chef die Kampagne. Seit Silvester steht Marc Walder selbst in deren Visier.<br />
</p>
<p>Vor fast einem Jahr, am 3. Februar 2021, äusserte sich Walder anlässlich eines Online-Talks der Schweizerischen Management Gesellschaft SMG zum publizistischen Rollenverständnis Ringiers während der Corona-Pandemie. Auf die Frage, wie er grundsätzlich die Aufgabe der Medien in der Pandemie sehe, antwortete Walder: «Wir hatten in allen Ländern, wo wir tätig sind – und da wäre ich froh, wenn das in diesem Kreis bleibt – auf meine Initiative hin gesagt: ‹Wir wollen die Regierung unterstützen durch unsere mediale Berichterstattung, dass wir alle gut durch die Krise kommen.›» Walders Bitte um Vertraulichkeit zeigt, dass er sich der Brisanz des Gesagten bewusst war. Und möglicherweise lieferte er mit dem Hinweis gleich selbst den Anstoss, dass seine aufgezeichnete Aussage den begrenzten Kreis der damals Zuhörenden verliess.</p>
<blockquote><p>Die Aussage Walders wäre dann ein Skandal, wenn er tatsächlich eine Stallorder herausgegeben hätte.</p></blockquote>
<p>Auf jeden Fall fand Walders heikle Einlassung den Weg zum Referendumskomitee gegen das <a href="https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/abstimmungen/20220213/bundesgesetz-ueber-ein-massnahmenpaket-zugunsten-der-medien.html" rel="noopener" target="_blank">Massnahmenpaket zugunsten der Medien</a>. An Silvester, fast elf Monate nach der SMG-Diskussionsrunde, veröffentlichte Philipp Gut die kompromittierende Videosequenz auf <a href="https://archive.ph/JOkgs" rel="noopener" target="_blank">nebelspalter.ch</a> in einem Artikel mit dem Titel: «Marc Walder zwang alle Redaktionen der Ringier-Medien weltweit auf Regierungskurs». Dass der Autor dieser Enthüllung als <a href="https://archive.ph/N7Tf2" rel="noopener" target="_blank">Geschäftsführer des Referendumskomitees</a> gegen die ausgebaute Medienförderung amtet, erfährt man nicht.</p>
<p>Nach den Verlegern, die sich mit Subventionen ihren Reichtum finanzieren, nun also ein Medienchef, der seine Redaktionen auf Regierungskurs bringt. Das Referendumskomitee und ihm Gleichgesinnte sehen in der Walder-Aussage einen Beleg für den zweiten zentralen Argumentationsstrang seiner Kampagne gegen die Medienförderung: Medien kungeln mit der Macht und Subventionen würden die Staatshörigkeit nur noch verstärken.</p>

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<p>Die Aussage Walders wäre dann ein Skandal, wenn sie dem entsprächen, was jene flugs hineininterpretierten, die schon immer gewusst haben wollten, dass die Ringier-Redaktionen von oben gelenkt werden; wenn also Walder tatsächlich eine Stallorder herausgegeben hätte, wie die Redaktionen über Corona berichten sollten und die Medienschaffenden nach seiner Anweisung handelten.</p>
<blockquote><p>Wer den «Beobachter» kennt und liest, wird leicht bestätigen können, dass sie nicht auf Geheiss von oben berichten.</p></blockquote>
<p>Dem sei nicht so, betonen nun verschiedene Ringier-Medien in Stellungnahmen, die sie in den letzten Tagen öffentlich machten. <a href="https://archive.ph/YGZaB" rel="noopener" target="_blank">Gemäss «Beobachter»</a>, ein Magazin, das Ringier mitherausgibt, «finden weder Absprachen noch Vorgaben geschweige denn Einflussnahmen von Seiten Verwaltungsrat, Management oder Verlag statt». Das hielt die Redaktion am vergangenen Dienstag in einer Hausmitteilung fest. Der «Beobachter» sei «einzig dem guten Journalismus und seinem Versprechen gegenüber den Leserinnen und Lesern verpflichtet». Wer den «Beobachter» kennt und liest, wird das leicht bestätigen können.</p>
<p>Was Walder meinte, aber nicht so gesagt hatte, erklärte er in einem <a href="https://archive.ph/CS2Dn" rel="noopener" target="_blank">Interview mit der NZZ</a>: «Die Redaktionen von Ringier stützen sinnvolle und wichtige Massnahmen wie Maskentragen, Testen und Impfen», so Walder. Das deckt sich mit dem, was die Behörden im Kampf gegen die Corona-Pandemie empfehlen.</p>
<blockquote><p>Zweimal hatte Walder selbst in die Tasten gegriffen, um die Behörden für Mängel bei der Krisenbewältigung zu schelten.</p></blockquote>
<p>Man kann diese Massnahmen natürlich auch für sinnvoll halten, unabhängig davon, was die Regierung tut und lässt. Entsprechend ist die Berichterstattung der «Blick»-Gruppe einzuordnen. In Sachen Corona lag die zwar über weite Strecken auf Regierungslinie, fiel aber regelmässig auch mit Kritik auf. «Wir haben nie verhehlt, dass wir viele der Massnahmen richtig finden und die Impfung für das wichtigste Mittel im Kampf gegen die Pandemie halten», schreibt die <a href="https://archive.ph/PrvRZ" rel="noopener" target="_blank">Chefredaktion der «Blick»-Gruppe</a> in einer öffentlichen Stellungnahme. Und ja, es treffe zu, «dass sich der Chefredaktor der Blick-Gruppe und der Ringier-CEO regelmässig austauschen. Manchmal ist man gleicher Meinung, manchmal nicht». Weil <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Walder" rel="noopener" target="_blank">Walder</a> mit «Sonntagsblick» und «Schweizer Illustrierte» früher selbst einmal zwei wichtige Ringier-Titel als Chefredaktor geleitet hatte, findet dieser Austausch quasi auf Augenhöhe statt; schliesslich bleibt man sein Leben lang Journalist. Aber heute trägt Walder die unternehmerische und verlegerische Verantwortung.</p>
<p>Zum Verhältnis zwischen Verlag und Redaktion sagte der altgediente Journalist Karl Lüönd, der Ringier sehr gut kennt, einmal treffend: Er habe in seiner langen Zeit als Medienmacher keinen Journalisten getroffen, der nicht in «vorauseilendem Gehorsam» die Interessen des Verlags vertreten habe: «Da braucht es keine Stallorder von oben», so Lüönd 2011 gegenüber der Zeitung «Sonntag».</p>
<blockquote><p>Aber wie kommt Walder überhaupt auf die Idee, Medien müssten die «Regierung unterstützen»?</p></blockquote>
<p>In ihrer Stellungnahme betont die Chefredaktion der «Blick»-Gruppe, dass sie unzählige Male Bundesrat und Kantonsregierungen kritisiert habe. Das tat auch Marc Walder selbst in den «Blick»-Medien. Zweimal hatte der Chef persönlich in die Tasten gegriffen, um die Behörden für Mängel bei der Krisenbewältigung zu schelten. Im Herbst 2020 kritisierte der Ringier-Chef mit scharfen Worten den <a href="https://archive.ph/UuzEJ" rel="noopener" target="_blank">Entscheid des Bundesrats</a>, Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen wieder zuzulassen angesichts einer stark steigenden Infektionsrate. Ein halbes Jahr später problematisierte Walder in einem Kommentar die <a href="https://archive.ph/h2z2H" rel="noopener" target="_blank">Unfähigkeit der Behörden</a> beim Einsatz digitaler Hilfsmittel zur Bewältigung der Pandemie.</p>
<p>Aber wie kommt Walder überhaupt auf die Idee, Medien müssten die «Regierung unterstützen»? Bei der Bewältigung einer anderen gesellschaftlichen Herausforderung unterstützt Walder tatsächlich die Regierung unter tatkräftiger Mithilfe der Ringier-Medien. Mit der von ihm angestossenen Initiative <a href="https://digitalswitzerland.com/de/" rel="noopener" target="_blank">«Digital Switzerland»</a> will er der Schweiz im Allgemeinen und den Behörden im Speziellen digital auf die Sprünge helfen. «Blick» &#038; Co. dienen dabei regelmässig als <a href="https://www.google.com/search?sxsrf=AOaemvIptlbRhbzSj2OMwd0zF7Hd8y9xWA:1641501785740&#038;q=%22Digitalswitzerland%22+site:blick.ch&#038;spell=1&#038;sa=X&#038;ved=2ahUKEwjZvNjW_p31AhU0RuUKHaIBDoIQBSgAegQIARA3&#038;biw=1280&#038;bih=607&#038;dpr=2" rel="noopener" target="_blank">Plattform für Berichte und Beilagen</a> im Sinne ihres CEO. Anders als die Corona-Bekämpfung polarisiert das Thema Digitalisierung nicht wirklich; alle sind irgendwie dafür. Doch vor einem Jahr lief etwas schief.</p>
<blockquote><p>Mit seiner unbedachten Äusserung goss Ringier-CEO Walder Wasser auf die Mühlen der Gegner einer ausgebauten Medienförderung.</p></blockquote>
<p>Als «Digital Switzerland» im Vorfeld der Abstimmung über das E-ID-Gesetz in den Ringier-Medien <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/12/native-advertising-nach-e-id-abstimmung-entzaubertes-wundermittel/" rel="noopener" target="_blank">mit Propagandaartikeln</a>, die als redaktionelle Beiträge getarnt waren (sogenanntes politisches Native Advertising), für eine Zustimmung warb, <a href="https://twitter.com/dani_graf/status/1350408469896179714" rel="noopener" target="_blank">hagelte</a> es <a href="https://archive.ph/paXQP" rel="noopener" target="_blank">Kritik</a>. Obwohl Walder versicherte, mit der Anzeigen-Kampagne nichts zu tun zu haben, blieb ihm nur die Flucht nach vorn. Persönlich wies er daraufhin Redaktionen und Verlag an, künftig Native Advertising klar erkennbar als bezahlte Beiträge zu bezeichnen. Die Gegner der E-ID-Vorlage versuchten aus dem Fauxpas politisches Kapital zu schlagen, etwa indem sie öffentlichkeitswirksam eine <a href="https://archive.ph/EnF9f" rel="noopener" target="_blank">Sammelbeschwerde an den Presserat</a> einreichten. Auch ohne diesen Aufreger wäre das E-ID-Gesetz deutlich abgelehnt worden. 64 Prozent der Bevölkerung stimmten <a href="https://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/themen/abstimmungen/bgeid.html" rel="noopener" target="_blank">gegen die Vorlage</a>.</p>
<p>Bei der anstehenden Abstimmung über die Medienförderung rechnen alle mit einem äusserst knappen Ausgang. Mit seiner unbedachten Äusserung goss Ringier-CEO Walder Wasser auf die Mühlen der Gegner. Sollte das Medienpaket an der Urne scheitern, wird man nach Gründen suchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/07/affaere-walder-fahrlaessige-schuetzenhilfe/">Affäre Walder: Fahrlässige Schützenhilfe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Journalismus, auf den sich Bürger verlassen können</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/06/journalismus-auf-den-sich-buerger-verlassen-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jan 2022 15:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ringier auf Bundesratslinie? Walders Aussagen irritierten – und kamen einer Salve für die ganze Medienbranche gleich.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/06/journalismus-auf-den-sich-buerger-verlassen-koennen/">Journalismus, auf den sich Bürger verlassen können</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ringier auf Bundesratslinie? Walders Aussagen irritierten – und kamen einer Salve für die ganze Medienbranche gleich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/06/journalismus-auf-den-sich-buerger-verlassen-koennen/">Journalismus, auf den sich Bürger verlassen können</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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