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	<title>Aargau | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Medienförderung im Aargau: Regierung will auf Bundesbern warten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/06/medienfoerderung-im-aargau-regierung-will-auf-bundesbern-warten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 12:49:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Nein zum Mediengesetz fordern mehr als 50 Grossrätinnen und Grossräte eine kantonale Vorlage. Der Regierungsrat will das Anliegen nur als unverbindliches Postulat entgegennehmen – zu viel sei in Bundesbern noch unklar.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/06/medienfoerderung-im-aargau-regierung-will-auf-bundesbern-warten/">Medienförderung im Aargau: Regierung will auf Bundesbern warten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Nein zum Mediengesetz fordern mehr als 50 Grossrätinnen und Grossräte eine kantonale Vorlage. Der Regierungsrat will das Anliegen nur als unverbindliches Postulat entgegennehmen – zu viel sei in Bundesbern noch unklar.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/06/medienfoerderung-im-aargau-regierung-will-auf-bundesbern-warten/">Medienförderung im Aargau: Regierung will auf Bundesbern warten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>So lief der PR-Gau für Regierungsrätin Hochuli ab</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 08:39:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausgerechnet in einer SRF-Sendung plauderte die Grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli freimütig aus, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Das war erst der Anfang einer Serie von Kommunikationspannen, wie unser Kolumnist während der Recherche erlebte. Letzten Dienstagmorgen tat ich das, was wir zumindest während der Sessionen gemeinhin als «wandeln» bezeichnen. Ich ging durch die Wandelhalle des <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgerechnet in einer SRF-Sendung plauderte die Grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli freimütig aus, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Das war erst der Anfang einer Serie von Kommunikationspannen, wie unser Kolumnist während der Recherche erlebte.<br />
<span id="more-21189"></span><br />
Letzten Dienstagmorgen tat ich das, was wir zumindest während der Sessionen gemeinhin als «wandeln» bezeichnen. Ich ging durch die Wandelhalle des Bundeshauses und sprach mit verschiedenen Parlamentariern. Thema: Die Revision des Radio- und TV-Gesetzes, bei der sich die Räte nach zahlreichen Wendungen schliesslich doch einigen konnten. Ich versuchte auszuloten, ob das Gesetz in der Schlussabstimmung durchkommen wird und wie wahrscheinlich ein Referendum ist.</p>
<p>Der Zufall wollte es, dass die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli just am Abend zuvor auf SRF 3 freimütig ausplauderte, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Schliesslich schaue sie ja weder fern, noch höre sie Radio. Auf den Hinweis des Moderators, dass sie mehrere empfangsfähige Geräte besitze und deshalb abgabepflichtig ist, sagte sie: «Wenn ich etwas nicht brauche, zahle ich auch nicht.» Rebellisch sei dies nicht.</p>
<p>Während ich also am Dienstagmorgen mit Natalie Rickli, Kurt Fluri und Jürg Grossen über die RTVG-Revision sprach, wusste ich zuerst noch nichts von Hochulis Äusserungen. Ich erfuhr es über unseren Blattmacher und sprach in der Folge auch die Parlamentarier darauf an. Je länger, je mehr kristallisierte sich heraus, dass eher Hochulis Verhalten und weniger das drohende RTVG-Referendum Gegenstand meines Artikels werden würden.</p>
<p>Obwohl ich es mir von einer ehemaligen SRG-Mitarbeiterin schlecht vorstellen konnte, ging ich zuerst davon aus, dass Hochuli schlicht nicht wusste, aufgrund ihrer zahlreichen Geräte und trotz TV- und Radio-Abstinenz Billag-Gebühren bezahlen zu müssen (ob das sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man sich streiten – aber das ist nicht Gegenstand dieser Kolumne). Also rief ich ihren Pressesprecher an, der mir von einem «Abkommen» zwischen der Billag und ihr erzählte. Es kam mir spanisch vor, zu eindeutig schien mir die Faktenlage. Ein Abkommen zugunsten einer Regierungsrätin? Wenn das stimmte, wäre der Skandal erst recht perfekt gewesen.</p>
<p>In der Absicht, seine Chefin zu entlasten, sandte mir der Pressesprecher Screenshots des vermeintlichen Abkommens. Der geschickteste Schachzug war das nicht – er belastete Hochuli nämlich zusätzlich. Im zugeschickten Schreiben wies die Billag die Politikerin darauf hin, dass sie aufgrund ihrer Abmeldung «folglich alle Empfangsgeräte ausser Betrieb setzen» müsse. Dass dazu auch Handys, Computer oder ein Autoradio zählen – Hochuli selbst machte nie einen Hehl daraus, solche Geräte zu besitzen –, wurde im Schreiben explizit erwähnt.</p>
<p>Was tun, wenn die Fakten derart gegen einen sprechen? Fehler eingestehen, Besserung geloben, nach vorne schauen – so könnte man meinen. In der Kommunikationsmaschinerie Hochulis schien diese Sichtweise noch nicht vorzuherrschen. Zwar liess ihr Sprecher ausrichten, dass es ihr «leid tue, falls sie etwas getan haben sollte, das trotz Billag-Absolution nicht in Ordnung sein sollte». Am Tag darauf, als der Artikel also längst erschienen war, schrieb der gleiche Sprecher: Frau Hochuli werde künftig die Gebühren entrichten, «falls sie dazu verpflichtet ist». Einsicht tönt anders.</p>
<p>Das deutet darauf hin, dass es Hochuli eben doch in erster Linie ums Rebellentum geht. Sie schien gar richtiggehend stolz auf ihren «zivilen Ungehorsam», sonst hätte sie gegenüber dem SRF-Moderator ihre Billag-Verweigerung kaum bereits im Vorgespräch erwähnt. Weshalb für etwas bezahlen, das man nicht konsumiert? Ich kann dieser Sichtweise durchaus etwas abgewinnen – nur greift sie zu kurz.</p>
<p>Gerade als hochrangige Behördenvertreterin muss die Aargauer Politikerin ein vitales Interesse daran haben, dass die demokratisch legitimierten Gesetze eingehalten werden. Da muss sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen, so wenig sie die entsprechenden Paragraphen gutheisst. Sonst leistet sie genau jenen Kräften Vorschub, die sich um demokratische Spielregeln foutieren, weil «die da oben» ja ohnehin machten, was sie wollten.</p>
<p>Mit der Gebührenverweigerung macht Susanne Hochuli zudem unfreiwillig Werbung für die neue Medienabgabe, die ab 2018 alle Haushalte zahlen sollen &#8211; unabhängig von der konkreten Mediennutzung und den vorhandenen Empfangsgeräten. Kontrollen, wer mit welchen Geräten welche Programme konsumiert, werden damit obsolet. Es ist die Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet eine Billag-Verweigerin das beste Argument für eine flächendeckende Abgabepflicht liefert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/">So lief der PR-Gau für Regierungsrätin Hochuli ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein heilsamer Schock</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/06/06/ein-heilsamer-schock/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 09:36:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für das linke Basel war der Besitzerwechsel der Basler Zeitung ein Schock; wie sich nun zeigt ein heilsamer. Als Reaktion auf den publizistischen Kurswechsel entstand das Projekt zur Gründung einer neuen Wochenzeitung mit tagesaktueller Online-Ausgabe. Und die Konkurrenz aus dem Aargau schläft auch nicht und intensiviert die Berichterstattung. Traumhafte Verhältnisse im kleinen Basel: Statt einer <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/06/ein-heilsamer-schock/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für das linke Basel war der Besitzerwechsel der Basler Zeitung ein Schock; wie sich nun zeigt ein heilsamer. Als Reaktion auf den publizistischen Kurswechsel entstand das Projekt zur Gründung einer neuen Wochenzeitung mit tagesaktueller Online-Ausgabe. Und die <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/" target="_blank">Konkurrenz aus dem Aargau</a> schläft auch nicht und intensiviert die Berichterstattung. Traumhafte Verhältnisse im kleinen Basel: Statt einer langweiligen stehen dem Publikum bald zwei Tageszeitungen und eine Sonntagszeitung zur Auswahl. Doch ist die BaZ wirklich ein «SVP-Kampfblatt», wie es sogar <a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=fl&amp;dig=2010%2F09%2F09%2Fa0139&amp;cHash=0e6da50ebe" target="_blank">in der Berliner «taz»</a> zu lesen war? Ein Blick in die Zeitung zeigt Überraschendes.<br />
<span id="more-28850"></span><br />
Schweizer Medien berichten nicht oft über Medien oder über die Kreise, die hinter Zeitungen stehen. Es sei denn, es geht um Publikationen, die explizit nicht links sind. Dann überbieten sie sich mit Artikeln. Die «NZZ am Sonntag» hat mit <a href="http://www.nzz.ch/_impressum_benini_francesco_1.468.html?independent=true">Francesco Benini</a> sogar eigens einen Journalisten dafür. Sobald sich etwas bewegt in der Medienszene und Roger Köppel, Markus Somm oder Christoph Blocher daran beteiligt sind, schreibt er Artikel, die nicht nur viel beachtet, sondern auch, wichtig für die Sonntagszeitungen, viel zitiert werden. Fast ebenso fleissig beobachtet die Lage der «Tages-Anzeiger» mit <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/stichwort/autor/maurice-thiriet/s.html">Maurice Thiriet</a>. Die Online-Portale greifen die Recherchen dann begierig auf und machen sie gerne grösser, als sie wichtig sind.</p>
<p>Heftig waren die Reaktionen, als die BaZ verkauft wurde. <a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=fl&amp;dig=2010%2F09%2F09%2Fa0139&amp;cHash=0e6da50ebe">«Noch ein SVP-Kampfblatt»</a>, stöhnte die deutsche «taz». Martin Lüchinger, SP-Präsident Basel-Stadt, war <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Basels-Linke-entsetzt-ueber-den-neuen-BaZChefredaktor-Markus-Somm/story/28138404">«entsetzt»</a>. Und der Basler Regierungsrat Christoph Brutschin (SP) warnte davor, die Ansprüche des Basler Bürgertums zu unterschätzen und prophezeite mit einem <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Redaktion-der-Basler-Zeitung-wagt-Machtprobe-mit-den-Verlegern-/story/15803171">«einseitig rechtskonservativen Kurs»</a> schon mal einen Einbruch bei den «Abonnenten und wohl auch Inserenten». <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/baz-eigner_tettamanti_mag_nicht_nach_basel_reisen_1.8451619.html">Ausserdem</a> wurde die Auslieferung der Zeitung sabotiert und Investor Tito Tettamanti verkaufte seine Anteile, nachdem das linke Bündnis BastA! dazu aufgerufen hatte, ihn bei einem Vortrag mit Trillerpfeifen zu empfangen.</p>
<p>Was steht da denn in diesem angeblichen «SVP-Kampfblatt», zum Beispiel am Freitag, 3. Juni? Den Titel und die Seiten 2 und 3 füllt einer, mit dem sich Psychologiestudentinnen beschäftigen müssen: C.G. Jung (seine Beziehung zu Basel, war er ein Antisemit?). Dann kommen je zwei Seiten Schweizer Politik, internationale Politik, Meinung und Wirtschaft. Über fünf Seiten dagegen werden dem Sport, dem Lokalen und Kultur/Wissen eingeräumt. Das Team Politik, Meinung und Wirtschaft verliert also mit 8:15 Seiten gegen das Team Basel, Sport und Kultur. Darüber mag jetzt jeder selbst nachdenken.</p>
<p>Was ist mit den Inhalten? Die Basler Zeitung war mal bis weit in den deutschen Raum hinein für ihr herausragendes Feuilleton bekannt. Heute kann sie daran wohl nur noch an einzelnen Tagen anknüpfen, in der Regel geht es nun im Kulturteil um lokale Ereignisse (am 3.6. um eine Skulptur in der Heuwaage und einen Pianisten im Basler Musiksaal, immerhin zwei Spalten werden einer Performance in Zürich! eingeräumt). Ein deutliches Zeichen für eine Hinwendung zur Populärkultur ist der Bericht über das «Schätzeli der Nation», Francine Jordi, die den Mann gewechselt hat. Was sich abschreckend anhört und auch eher was für den Klatschteil ist, liest sich dann gar nicht so uninteressant, hat doch Journalistin Andrea Fopp tatsächlich Mitglieder des Jodlerklubs und des Eurovision-Fanclubs dazu befragt. Auch wenn es viele Kulturredakteure nicht wahrhaben wollen: Das sind die Texte, die gelesen werden.</p>
<p>Von der Wahl zum Fifa-Chef berichtet (am 1. Juni) der Blatter-kritische, freie Sportjournalist <a href="http://www.jensweinreich.de/">Jens Weinreich</a>. Anders als die Weltwoche: Dort empfing Sepp Blatter seinen späteren PR-Mann Walter De Gregorio (siehe <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/20/das-bewerbungschreiben/">MEDIENWOCHE vom 20. April</a>) zusammen mit Roger Köppel zu einem Interview, das man je nach Standpunkt als Schwimmen gegen den Mainstream oder Gefälligkeit auslegen kann.</p>
<p>Ein Glanzstück sind die beiden Meinungsseiten. Links unten kommen die Leser zu Wort, rechts in der Mitte prangt die «Carte Blanche», wo sich kluge Leute, die schreiben können, obwohl sie keine Redaktoren sind, zu einem selbstgewählten Thema äussern können. Warum bloss liest man in Schweizer Printprodukten so wenige Texte von Branchenfremden? So oft sind es diese Texte, die neue Denkanstösse geben. Auch Politiker kommen in der BaZ regelmässig zu Wort &#8211; gerade bei Fachthemen sind diese viel lesenswerter als das, was ein Redaktor mit Zeitmangel sich kurz mal angelesen hat.</p>
<p>Die sich wandelnde BaZ hat nicht nur die stockkonservative Lokalelite aus ihrem isolationistischen Tiefschlaf geweckt, sie hat sie auch dazu ermuntert, <a href="http://www.bachmannmedien.ch/newsroom/medieninfo/projektbasel.html">selbst eine Zeitung anzukündigen</a>, hinter der sie auch wirklich stehen kann. Wie das Publikum auf die beiden Produkte in Zukunft reagiert, wird sich weisen. Vielleicht wird der Markt einer von beiden den Tod bescheren &#8211; schöner wäre es, für das Publikum und die Journalisten, wenn die neue publizistische Auswahl erhalten bleibt.</p>
<p>Die alte, zum Einschlafen langweilige BaZ ist auf jeden Fall Geschichte. Gut so. Die Medienlandschaft braucht nicht nur ein Basel, sie braucht viele Basel. Weil profilierte Produkte nur im Wettbewerb entstehen. Und Selbstzufriedenheit nur Langeweile schafft.</p>
<p><small>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/paytonc/5331789788/">Flickr/paytonc</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY-Lizenz</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/06/ein-heilsamer-schock/">Ein heilsamer Schock</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Vom Aargau über Liestal an den Rhein</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 22:39:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die AZ Medien dringen weiter nordwärts vor. Mit der «Sonntag»-Ausgabe für beide Basel und dem Ausbau der wochentäglichen Berichterstattung der Basellandschaftlichen Zeitung für das untere Baselbiet treten die AZ Medien nicht nur auf dem Lesermarkt in direkte Konkurrenz zur BaZ, sondern schaffen auch attraktive Arbeitsplätze für wechselwillige BaZ-Journalisten. Damit öffnet sich das nächste Kapitel in <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/">Vom Aargau über Liestal an den Rhein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/06/azmedien.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" /> Die AZ Medien dringen weiter nordwärts vor. Mit der «Sonntag»-Ausgabe für beide Basel und dem Ausbau der wochentäglichen Berichterstattung der Basellandschaftlichen Zeitung für das untere Baselbiet treten die AZ Medien nicht nur auf dem Lesermarkt in direkte Konkurrenz zur BaZ, sondern schaffen auch attraktive Arbeitsplätze für wechselwillige BaZ-Journalisten. Damit öffnet sich das nächste Kapitel in der schwierigen Beziehung zwischen Aarau und Basel.<br />
<span id="more-28846"></span><br />
Zuerst verliess der stellvertretende Chefredaktor Urs Buess die BaZ und nun geht auch der erst vor kurzem als Leiter der aufgestockten Bundeshausredaktion eingesetzte Christian Mensch. Beide übernehmen tragende Rollen bei neuen Medienprojekten, die als direkte Konkurrenz zur BaZ aufgebaut werden: Buess wird <a href="http://www.bachmannmedien.ch/newsroom/medieninfo/projektbasel.html" target="_blank">Chefredaktor</a> einer <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/15/wer-hats-erfunden/" target="_self">neuen Wochenzeitung</a> in Basel und <a href="http://azmedien.ch/_medien/archiv_medienmitteilungen/2011/2011-05-27_MM_Christian-Mensch_Der-Sonntag_Ausgabe-beider-Basel.pdf" target="_self">Mensch übernimmt die Leitung</a> der «Sonntag»-Ausgabe der basellandschaftlichen Zeitung, die ab August auch über das Kerngebiet der BaZ, die Stadt Basel berichten wird. Für BaZ-Chefredaktor Markus Somm ist die Welt trotz dieser prominenten Abgänge in Ordnung. Als Erzliberaler findet Somm die neue Situation auf dem Medienplatz Basel mit den beiden Konkurrenten in spe «irrsinnig gut», wie er gegenüber <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/regionaljournal-basel-baselland-wochengast/117398.sh10180741.html" target="_blank">dem Regionaljournal DRS sagte</a>. Denn «Konkurrenz belebt, Konkurrenz ist gut, wir müssen uns mehr anstrengen. Das ist nur positiv.» Doch Konkurrenz und freier Markt heisst auch: Es gibt Sieger und Verlierer. Noch weiss niemand, wie sich der Medienplatz Basel und insbesondere der Zeitungsmarkt mit dem Auftritt der neuen Akteure entwickeln wird.</p>
<p>Klar ist indes, dass die AZ Medien noch weiter ins Stammrevier von Platzhirsch Basler Zeitung vordringen, nachdem sie bereits vor vier Jahren einen grossen Schritt nordwärts gemacht haben mit der Integration der Basellandschaftlichen Zeitung bz ins AZ-Kopfblattsystem; überhaupt nicht zur Freude der Basler Zeitung. Vom <a href="http://archiv.onlinereports.ch/2006/BZkooperationAZ.htm" target="_blank">«Auftakt eines Zeitungskriegs»</a> sprach der damalige BaZ-Verleger Matthias Hagemann. Ähnlich martialische Töne vernimmt man heute keine mehr aus Basel, obwohl die jüngsten Schritte der AZ Medien von ähnlicher Tragweite sind, wie damals die Partnerschaft mit der bz. Auch in Aarau hält man den Ball flach und will nichts wissen von einem Powerplay, um der BaZ das Leben schwerzumachen. «Wir verfolgen eine bestehende, grundsätzliche Strategie und intensivieren die Marktbearbeitung in einer Region, in der wir Auflagenpotenzial sehen», teilt Christoph Bauer, CEO der AZ Medien, auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Im vergangenen Jahr suchten der damalige BaZ-Verleger Martin Wagner und AZ-Verleger Peter Wanner nach <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=90075" target="_blank">Kooperationsmöglichkeiten</a> der beiden Medienunternehmen. Um einen Zusammenschluss der beiden Verlagshäuser sei es dabei aber nie gegangen, sagte Wagner im letzten August. Mit dem jüngsten Schritt der Aargauer stehen die Zeichen wieder stärker auf Konkurrenz als auf Kooperation. Doch mit Tamedia steht der BaZ weiterhin eine starke Partnerin an der Seite, die nicht nur Inhalte liefert in Form von «Magazin» und Newsnetz, sondern auch für Werbeeinnahmen sorgt über die Anzeigenkombination <a href="http://www.mytamedia.ch/mediadaten/zeitungen/kombinationen/metropool/profil.html" target="_blank">«Metropool»</a>.</p>
<p>Ob es für die BaZ mit der neuen Konkurrenz ungemütlich wird, hängt nicht zuletzt von ihr selbst ab. Solange nicht klar ist, ob der <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/16/die-baz-und-ihr-trojanisches-pferd/" target="_self">unbekannte Investor</a> vor allem an einer politischen Dividende interessiert ist, die er mit den Kommentaren von Chefredaktor Markus Somm regelmässig ausbezahlt erhält, oder ob er auch ein gutes Geschäft machen will, lassen sich in der Akte BaZ entscheidende Fragen nicht beantworten. Das könnte sich bald ändern: <a href="http://www.onlinereports.ch/News.117+M5e9b4c52ce4.0.html" target="_blank">Gemäss onlinereports.ch</a> will Moritz Suter, VR-Präsident der Basler Zeitung Medien, Transparenz schaffen und einen Investor präsentieren, der mit offenen Karten spielt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/">Vom Aargau über Liestal an den Rhein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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