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	<title>Basler Zeitung | MEDIENWOCHE</title>
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	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 06 Dec 2022 12:41:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>«Basler Zeitung» stellt Grossauflage ein</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/06/basler-zeitung-stellt-grossauflage-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 12:41:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Grossauflage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>194 Zustellerinnen und Zusteller der Post sind von Arbeitszeitreduktionen betroffen. Ein Konsultationsverfahren ist eingeleitet.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>194 Zustellerinnen und Zusteller der Post sind von Arbeitszeitreduktionen betroffen. Ein Konsultationsverfahren ist eingeleitet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/06/basler-zeitung-stellt-grossauflage-ein/">«Basler Zeitung» stellt Grossauflage ein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kultur in Basel – und keine*r schreibt drüber?!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/01/kultur-in-basel-und-keiner-schreibt-drueber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2022 16:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[bz Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer rezensiert noch die Premieren in Basels Theatern, wer kritisiert die Ausstellungen und nimmt sich Zeit für aufstrebende Musiker*innen, wenn an der Kulturberichterstattung immer mehr gespart wird? In Basel zeigt sich, wo der Journalismus Federn lässt. – <a href="https://bajour.ch/a/clb3ufp6d29480954fn2lnkvtzv/replik-kulturjournalismus?ref=refind" rel="noopener" target="_blank">Eine Replik von bz-Kulturchefin Mélanie Honegger.</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer rezensiert noch die Premieren in Basels Theatern, wer kritisiert die Ausstellungen und nimmt sich Zeit für aufstrebende Musiker*innen, wenn an der Kulturberichterstattung immer mehr gespart wird? In Basel zeigt sich, wo der Journalismus Federn lässt. – <a href="https://bajour.ch/a/clb3ufp6d29480954fn2lnkvtzv/replik-kulturjournalismus?ref=refind" rel="noopener" target="_blank">Eine Replik von bz-Kulturchefin Mélanie Honegger.</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/01/kultur-in-basel-und-keiner-schreibt-drueber/">Kultur in Basel – und keine*r schreibt drüber?!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 07:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[10 vor 10]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Bitte um Entschuldigung Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97325" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Bitte um Entschuldigung</h3>
<p>Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt zu haben. Vergangene Woche, rund zweieinhalb Jahre später, kam der Fall zur Ruhe: Die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/verfahren-eingestellt-angeblicher-ritueller-missbrauch-eines-maedchens-fall-nathalie-kracht-in-sich-zusammen-vater-vollstaendig-entlastet-ld.2293050" target="_blank" rel="noopener">Staatsanwaltschaft</a> stellte das Verfahren gegen den Vater ein, der Tatverdacht habe sich in keiner Weise erhärtet.</p>
<p>Nun bittet die «Basler Zeitung» BaZ am Freitagmorgen öffentlich <a href="https://www.bazonline.ch/die-baz-entschuldigt-sich-315267023391?utm_source=Bajour&amp;utm_campaign=dd4d0c910a-2020-12-08+Basel+Briefing_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_bed6b33c61-dd4d0c910a-359722609" target="_blank" rel="noopener">um Entschuldigung</a> für ihre fehlerhafte Berichterstattung. Die Zeitung war eines der federführenden Medien im «Fall Nathalie». Chefredaktor Marcel Rohr (Bild) schreibt, man habe die eigenen Qualitätsstandards «nicht immer eingehalten» und auch die «Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen» hätten nicht immer funktioniert.</p>
<p>Für einen Grossteil der Artikel zum «Fall Nathalie» verantwortlich war der damalige Chefreporter <a href="https://www.persoenlich.com/medien/daniel-wahl-muss-gehen" target="_blank" rel="noopener">Daniel Wahl</a>, der unter anderem Tonaufnahmen des Gesprächs zwischen Nathalie und der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland veröffentlicht hatte, in welchem das Mädchen den angeblichen Missbrauch schilderte. Der <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">Presserat</a> rügte damals die BaZ, diese Veröffentlichung sei «ein krasser Verstoss gegen die Prinzipien journalistischer Ethik». Die Bitte um Entschuldigung ist also mehr als angebracht.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unvollständige Recherchen</h3>
<p>Am vergangenen Sonntag wies Fabian Eberhard im <a href="https://www.blick.ch/ausland/jung-hip-und-rechtsextrem-nemesis-feministinnen-stammen-aus-der-neonazi-szene-id17488986.html" target="_blank" rel="noopener">«Sonntagsblick»</a> auf die Neonazi-Verbindungen des Westschweizer Frauenkollektivs «Nemesis» hin. Anlass zu dem Artikel gab ein Beitrag von SRF. In der Sendung <a href="https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/nemesis-prangert-gewalt-gegen-frauen-durch-einwanderer-an?urn=urn:srf:video:2a98e77e-c85f-4159-a50f-ff3827d8ded0" target="_blank" rel="noopener">«10 vor 10»</a> durfte Anfang Mai eine Aktivistin von «Nemesis» prominent sexuelle Übergriffe durch Migranten auf pauschalisierende und xenophobe Weise anprangern. Über den rechtsextremen Hintergrund erfuhr man nichts am Fernsehen. Eine Unterlassung, die Eberhard mit seiner Recherche nachholte. Der Journalist unterliess es aber, bei SRF nachzufragen, weshalb sie die Neonazi-Verbindungen nicht thematisiert hatten.</p>
<p>Bei Ringier teilt Mediensprecher Daniel Riedel dazu auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit: «Beim ‹Sonntagsblick›-Artikel ging es darum, die Hintergründe der Gruppe und ihre Verbindungen zum Rechtsextremismus aufzuzeigen. SRF wurde dabei eingangs benannt, weil die Gruppierung wenige Tage zuvor auch in einem ‹10vor10›-Bericht thematisiert wurde.» Im Artikel selbst werde SRF aber kein Vorwurf gemacht, sondern es würden nur weitere Fakten zur Gruppe aufgeführt, die im SRF-Beitrag nicht erwähnt wurden. Und SRF gestand via Twitter ein, dass es angebracht gewesen wäre, «die Verbingung zur Neonazi-Szene zu erwähnen». Besser hätten SRF und «Sonntagsblick» von Anfang an alle wichtigen Fragen gestellt und vollständig berichtet.</p>

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<h3>The Ugly – Abgelaufene Konserve</h3>
<p>Jan «Monchi» Gorkow ist Sänger der deutschen Politpunkband «Feine Sahne Fischfilet» und war am Montag in der <a href="https://www.srf.ch/audio/focus/monchi-musiker-meine-droge-gibt-es-ueberall?id=12190353" target="_blank" rel="noopener">SRF-Sendung «Focus»</a> zu hören. Wobei, so ganz stimmt das nicht: «Monchi» ist nicht bloss Sänger, sondern steht momentan vor allem im Fokus von anonymen Vorwürfen wegen sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauchs. Gorkow war ausserdem auch gar nicht am letzten Montag zu Gast bei SRF. Das Gespräch wurde lange im Voraus, bereits am 5. Mai, aufgezeichnet.</p>
<p>Das Interview über «Monchis» neues Buch und seine exzessive Vergangenheit steht nun etwas schräg in der Landschaft. Immerhin: Auf der Website weist SRF das transparent aus und verspricht, dass man bei «Focus» die «Entwicklungen der Vorwürfe» aufmerksam verfolgt. Alexander Blunschi, Leiter Radio SRF 3, schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Die Vorwürfe sind aktuell noch sehr vage und stammen von einem anonymen Social-Media-Account. Es gilt also derzeit die Unschuldsvermutung.» Deshalb habe die Leitung von SRF 3 entschieden, die Sendung auszustrahlen «und einen entsprechenden Hinweis anzubringen, weshalb die aktuellen Vorwürfe im Gespräch nicht thematisiert wurden. Dies war aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten schlicht nicht möglich».</p>
<p>Eine mögliche Lösung wäre weniger Radio aus der Konserve. Und: Die Vorwürfe waren bereits <a href="https://www.musikexpress.de/feine-sahne-fischfilet-vorwuerfe-keiner-muss-taeter-sein-2146297/" target="_blank" rel="noopener">vier Tage vor dem Ausstrahlungstermin</a> der «Focus»-Sendung bekannt. SRF 3 hätte also genügend Zeit gehabt, das Interview zu kippen und mit jemand anderem zu reden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nach neun Presserat-Rügen: BaZ will sich von Daniel Wahl trennen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/13/baz-will-sich-von-daniel-wahl-trennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2022 13:15:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Reporter hat schon 9 Mal den Pressekodex verletzt. Jetzt ist es dem Chefredaktor offenbar zu viel geworden.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/13/baz-will-sich-von-daniel-wahl-trennen/">Nach neun Presserat-Rügen: BaZ will sich von Daniel Wahl trennen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Reporter hat schon 9 Mal den Pressekodex verletzt. Jetzt ist es dem Chefredaktor offenbar zu viel geworden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/13/baz-will-sich-von-daniel-wahl-trennen/">Nach neun Presserat-Rügen: BaZ will sich von Daniel Wahl trennen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Punktuell scheint bei der BaZ die Qualitätskontrolle nicht zu funktionieren»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/19/punktuell-scheint-bei-der-baz-die-qualitaetskontrolle-nicht-zu-funktionieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2021 07:45:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92838</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was denkt ein Chefredaktor, wenn einer seiner Journalisten zum neunten mal vom Presserat gerügt worden ist? Das hätten wir gerne BaZ-Chefredaktor Marcel Rohr gefragt. Er wollte kein Interview geben. Die Antworten hätten auch das Schweizer Branchenaufsichtsorgan interessiert.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/19/punktuell-scheint-bei-der-baz-die-qualitaetskontrolle-nicht-zu-funktionieren/">«Punktuell scheint bei der BaZ die Qualitätskontrolle nicht zu funktionieren»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was denkt ein Chefredaktor, wenn einer seiner Journalisten zum neunten mal vom Presserat gerügt worden ist? Das hätten wir gerne BaZ-Chefredaktor Marcel Rohr gefragt. Er wollte kein Interview geben. Die Antworten hätten auch das Schweizer Branchenaufsichtsorgan interessiert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/19/punktuell-scheint-bei-der-baz-die-qualitaetskontrolle-nicht-zu-funktionieren/">«Punktuell scheint bei der BaZ die Qualitätskontrolle nicht zu funktionieren»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr als eine Ohrfeige für die «Basler Zeitung»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/29/mehr-als-eine-ohrfeige-fuer-die-basler-zeitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Oct 2021 14:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[UWG]]></category>
		<category><![CDATA[Joël Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92294</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dem jüngst veröffentlichten Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts ging einer der spektakulärsten Medienrechts-Prozesse der Schweiz voraus. Die «Basler Zeitung» und ihr damaliger Lokalredaktor Joël Hoffmann wurden für schuldig erklärt, in zahlreichen Fällen unlauteren Wettbewerb betrieben und die Wirtschaftskammer Baselland herabgesetzt zu haben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/29/mehr-als-eine-ohrfeige-fuer-die-basler-zeitung/">Mehr als eine Ohrfeige für die «Basler Zeitung»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dem jüngst veröffentlichten Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts ging einer der spektakulärsten Medienrechts-Prozesse der Schweiz voraus. Die «Basler Zeitung» und ihr damaliger Lokalredaktor Joël Hoffmann wurden für schuldig erklärt, in zahlreichen Fällen unlauteren Wettbewerb betrieben und die Wirtschaftskammer Baselland herabgesetzt zu haben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/29/mehr-als-eine-ohrfeige-fuer-die-basler-zeitung/">Mehr als eine Ohrfeige für die «Basler Zeitung»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>elleXX, Basler&#160;Zeitung, 20&#160;Minuten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/23/ellexx-basler-zeitung-20-minuten/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2021/10/23/ellexx-basler-zeitung-20-minuten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Oct 2021 10:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[elleXX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92074</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – elleXX verbindet Fintech mit Journalismus Blickfang der neuen Plattform «elleXX» ist die Laufschrift «Close the Gaps», schliesst die Lücken. Obwohl es sich um ein Finanzmedium handelt, sind auf der Seite kaum Geschäftszahlen, sondern vor allem solche zur Geschlechterungleichheit: Frauen erhalten global 23 Prozent weniger Lohn, Unternehmerinnen nur 2 Prozent des Risikokapitals – <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/23/ellexx-basler-zeitung-20-minuten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/23/ellexx-basler-zeitung-20-minuten/">elleXX, Basler Zeitung, 20 Minuten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92076" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211023b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211023b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211023b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211023b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211023b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – elleXX verbindet Fintech mit Journalismus</h3>
<p>Blickfang der neuen Plattform <a href="https://ellexx.com/de/" target="_blank" rel="noopener">«elleXX»</a> ist die Laufschrift «Close the Gaps», schliesst die Lücken. Obwohl es sich um ein Finanzmedium handelt, sind auf der Seite kaum Geschäftszahlen, sondern vor allem solche zur Geschlechterungleichheit: Frauen erhalten global 23 Prozent weniger Lohn, Unternehmerinnen nur 2 Prozent des Risikokapitals – und die Frauenrenten in der Schweiz sind im Schnitt 20’000 Franken tiefer pro Jahr.</p>
<p>«Es gibt Fintech-Unternehmen, es gibt Medien. Beides zu verbinden, ist eine Weltneuheit», sagt Mitgründerin und Wirtschaftsjournalistin Patrizia Laeri auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Ob Journalismus oder eigene Finanzprodukte im Vordergrund stehen, ist auf «elleXX» gar nicht so klar: Zu «elleXX» gehört nämlich auch ein handverlesenes Aktienprodukt aus «frauenfreundlichen und nachhaltigen Firmen» in Kooperation mit der Migros-Bank. Die Gebühren tragen zur Finanzierung des Mediums bei, redaktionelle Berichterstattung und Finanzangebote sind laut Laeri aber strikt getrennt.</p>
<p>Es gehe nicht ums Spekulieren, sondern darum, Frauen mit langfristigen Investitionen finanzielle Unabhängigkeit zu ermöglichen. «Mit Arbeiten allein kommst du auf keinen grünen Zweig», sagt Laeri. «Wir schauen aber das ganze wirtschaftliche Leben der Frauen an.» Auch Vorlagen für Ehe- und Konkubinatsverträge seien geplant. Die Schwelle beim «elleXX»-Anlageprodukt sei so angelegt, dass man bereits mit 50 Franken pro Monat einsteigen könne.</p>
<p>Wenn «elleXX» um Anleger:innen wirbt, spricht die Plattform also keine wohlhabenderen Milieus an als Medien, die um Abonnent:innen werben: Ein Kombi-Abo von NZZ und NZZ am Sonntag, print und digital, kostet 69 Franken pro Monat.</p>
<h3>The Bad – Klagen der Wirtschaftskammer</h3>
<p>Der «wohl grösste Medienrechts-Prozess im Kanton» (<a href="https://www.onlinereports.ch/News.109+M5e0f75ef7a2.0.html" target="_blank" rel="noopener">«Onlinereports»</a>) fand diese Woche in Liestal statt. Die Wirtschaftskammer Baselland ist das lokale Pendant zum Gewerbeverband und gilt als klagefreudig. So sagte der stellvertretende Chefredaktor der «bz Basel» unlängst der «Schweizer Journalist:in»: «Beim Schreiben über die Wika hat man jederzeit die Konsequenzen im Kopf, die ein Beitrag nach sich ziehen könnte.»</p>
<p>Im Liestaler Prozess klagt die Wirtschaftskammer wegen unlauteren Wettbewerbs gegen eine Reihe von Artikeln des ehemaligen «Basler Zeitung»-Redaktor Joël Hoffmann. Das Urteil wird für kommende Woche erwartet. Die «bz Basel» war bei der Verhandlung und <a href="https://www.bzbasel.ch/basel/baselland/ungewoehnlicher-medienprozess-baz-anwalt-zum-vorwurf-der-wirtschaftskammer-begriffe-wie-mafioese-struktur-finden-sich-in-den-berichten-nicht-ld.2203315" target="_blank" rel="noopener">protokollierte</a> unter anderem das doppelt bemerkenswerte Statement des Wirtschaftskammer-Anwalts: «Ja, wir haben auf den Mann gespielt, aber Herr Hoffmann macht das ständig und lässt seine Opfer zerzaust zurück. Jetzt muss eben er auch mal einstecken.» Der «BaZ»-Journalist sei hier zudem deutlich weiter gegangen als andere Wirtschaftskammer-kritische Journalisten in der Region.</p>
<p>Einerseits ist die Aussage bemerkenswert, weil es vor Gericht eigentlich um die Frage ging, ob der Journalist eine Kampagne gegen die Wirtschaftskammer geführt hat – nicht umgekehrt. Andererseits, weil die Wirtschaftskammer eben auch gegen «andere Wirtschaftskammer-kritische Journalisten» bis vors Bundesgericht klagt. Unlängst erhielt die Berichterstattung des «SRF Regionaljournal» einen «Freispruch mit Pauken und Trompeten» (<a href="https://bajour.ch/a/Yyk2VTr2vcabHjEF/wirtschaftskammer-geht-hart-gegen-journalisten-vor" target="_blank" rel="noopener">«Bajour»</a>) vor dem Handelsgericht und geht mit einer Beschwerde vors Bundesgericht.</p>
<h3>The Ugly – Über die Strasse geschossen</h3>
<p>20 Seiten dünn war die gedruckte Ausgabe «20 Minuten» an diesem Mittwoch – inklusive Werbung. Wenn seit Wochen über Zeitungspapiermangel geklagt wird, sollte man meinen, das alles, was noch gedruckt wird, tatsächlich relevant ist. Doch dem ist nicht so.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/Seite_1_Region_Zürich_2021-10-20.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Schiesstand hat Strasse im Visier»</a> hiess die Mittwoch-Coverschlagzeile mit dem Foto einer befahrenen Strasse. Im Artikel geht es darum, dass der britische Youtuber Tom Scott ein fünfminütiges Video über eine Schiessanlage in der Schweiz veröffentlicht hat. Scott ist von Beruf Komiker – kein Journalist. Aber der Komiker titelt exakter als «20 Minuten»: <a href="https://youtu.be/2h1s6S4kotE" target="_blank" rel="noopener">«The shooting range where you fire over a busy road»</a>, der Schiessstand, bei dem man <em>über</em> eine befahrene Strasse schiessst, so der Titel des Videos. Damit ist auch klar, dass niemand «die Strasse im Visier» hat. Wer das Video schaut, erfährt, dass man in Schiessposition die Strasse nicht mal sieht.</p>
<p>Lässt man die irreführende Schlagzeile weg, bleibt von der «20 Minuten»-Story wenig übrig: Ein Youtuber hat ein Video gemacht, das innert eines Tages 1,5 Millionen Mal geschaut worden ist. «20 Minuten» erreicht drei Millionen Nutzer:innen täglich.</p>
<p>Doch man muss fast dankbar sein, wenn «20 Minuten» diese drei Millionen mit harmlosen Nicht-Storys lockt. Denn die Relevanzkriterien bei aufgeladenen Themen sind kaum besser: Die Seite 3-Geschichte der Mittwochausgabe war «Zertifikatgegner reden von Manipulation bei Abstimmung». Einen Monat vor der Abstimmung. Auf Telegram. Ohne Belege.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/23/ellexx-basler-zeitung-20-minuten/">elleXX, Basler Zeitung, 20 Minuten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>…wer ist der schlechteste Journalist im ganzen Land?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/12/22/wer-ist-der-schlechteste-journalist-im-ganzen-land/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 16:06:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Besten zu loben, ist eine schöne Tradition. Sollte man auch die Schlechtesten küren? Es gibt einen klaren Spitzenkandidaten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Besten zu loben, ist eine schöne Tradition. Sollte man auch die Schlechtesten küren? Es gibt einen klaren Spitzenkandidaten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/wer-ist-der-schlechteste-journalist-im-ganzen-land/">…wer ist der schlechteste Journalist im ganzen Land?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Fredy Bayard, SRG-Ombudsstelle, Basler Zeitung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/12/05/fredy-bayard-srg-ombudsstelle-basler-zeitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2020 08:27:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Ombudsstelle]]></category>
		<category><![CDATA[Fredy Bayard]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Der Zeitungsretter aus dem Kleiderladen Gute Nachrichten aus dem Berner Seeland. Wie gestern bekannt wurde, übernimmt Fredy Bayard, Verleger des Walliser Boten, die Gassmann-Gruppe mit den Tageszeitungen «Bieler Tagblatt» und «Journal du Jura». Gute Nachrichten sind das deshalb, weil die Käuferin nicht CH Media oder TX Group heisst. Beide Medienhäuser haben die <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/05/fredy-bayard-srg-ombudsstelle-basler-zeitung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-84026" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201205b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201205b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201205b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201205b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201205b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Der Zeitungsretter aus dem Kleiderladen</h3>
<p>Gute Nachrichten aus dem Berner Seeland. Wie gestern <a href="https://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/biel/von-gassmann-zu-bayard" target="_blank" rel="noopener">bekannt wurde</a>, übernimmt Fredy Bayard, Verleger des Walliser Boten, die Gassmann-Gruppe mit den Tageszeitungen «Bieler Tagblatt» und «Journal du Jura». Gute Nachrichten sind das deshalb, weil die Käuferin nicht CH Media oder TX Group heisst. Beide Medienhäuser haben die kleine, aber regional gut verankerte Gassmann-Gruppe immer wieder umworben.</p>
<p>Es schien in der Branche ausgemacht, dass das Bieler Tagblatt seine Eigenständigkeit irgendwann verlieren und in einem Grossunternehmen aufgeht. «Die Frage ist nicht ob, sondern wann das ‹Bieler Tagblatt› eine Regionalausgabe der ‹Berner Zeitung› sein wird», schrieb Christian Mensch schon vor 20 Jahren in der Weltwoche.</p>
<p>Doch die Entwicklung ging in die entgegengesetzte Richtung. Vor zwei Jahren löste sich die Regionalzeitung aus der langjährigen Kooperation mit der «Berner Zeitung» und setzte fortan auf eine Zusammenarbeit mit zahlreichen Medien von WOZ bis «Zeit» für die Bestückung des überregionalen Mantelteils. Wenn nun der frühere <a href="https://www.modebayard.ch/" target="_blank" rel="noopener">Bekleidungsunternehmer</a> und Neu-Verleger Fredy Bayard – seit drei Jahren führt er <a href="https://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/bayard-uebernimmt/" target="_blank" rel="noopener">Mengis-Medien in Visp</a> – das Zepter in Biel übernimmt, ändert das zwar nichts an der grundsätzlich schwierigen Lage eines mittelgrossen Medienunternehmens. Es kann sogar zu weiterem Abbau führen, wenn die beiden Medienhäuser, die Bayard nun führt, Synergien nutzen. Aber medienpolitisch und langfristig betrachtet, ist diese Lösung die beste aller möglichen. (<em>Nick Lüthi</em>)</p>
<h3>The Bad – Was ist, was darf SRG-Satire?</h3>
<p>In der Woche, in der trotz Pandemie im Bundeshaus musiziert wird, möchte die Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz einen Grundsatzentscheid: Was ist, was darf Satire? Noch bevor die Ombudsleute ihren Schlussbericht veröffentlichten, riefen Esther Girsberger und Kurt Schöbi in einem Gastbeitrag in den CH-Media-Zeitungen dazu auf, den Fall mittels Unterschriftensammlung an die nächsthöhere Instanz zu bringen. So soll die Unabhängige Beschwerdeinstanz UBI einen «wünschenswerten Entscheid» über Regeln für «Satiren» am Ende von Abstimmungskämpfen fällen. Deville habe in einer Weise über die Konzernverantwortungsinitiative gesprochen, die «auch satireerprobte Zuschauende» als Information wahrnahmen. Die 14 Beanstander*innen erhielten den Schlussbericht zeitgleich mit dem CH-Media-Artikel. Online ging er erst am Tag danach. Die Ombudsleute <a href="https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2020/11/30/die-srg-ombudsleute-nach-kritik-an-late-night-show-diese-deville-sendung-war-mehr-als-satire/" target="_blank" rel="noopener">heissen die Beanstandungen gut</a>.</p>
<p>Unter Satiriker*innen sorgt das Vorgehen für <a href="https://twitter.com/gabrielvetter/status/1334772822460297218" target="_blank" rel="noopener">Fragezeichen</a> auf Twitter. Dort machte auch der Jungpolitiker Leroy Bächtold seinem Ärger über «Deville» Luft. Er hat eine der Beanstandungen eingereicht und ist im Vorstand der FDP Zürich Kreis 7 + 8. In dieser Sektion ist Esther Girsberger Mitglied. Zudem ist die SRG-Ombudsfrau Inhaberin der Redner*innenvermittlungsfirma speakers.ch, zu deren Referenzen viele Unternehmen gehören, die an der «Kovi» wenig Freude hatten. Überlegte sich Girsberger <a href="https://steigerlegal.ch/2020/12/05/esther-girsberger-srg-ombudsfrau/" rel="noopener" target="_blank">in den Ausstand zu treten</a>? «Esther Girsberger kennt Leroy Bächtold nicht», so die Ombudsstelle. Sie sei Mitglied der Schulbehörde und sonst nicht in der FDP aktiv. speakers.ch liege ohnehin seit März 2020 brach. Bühnenauftritte gibt es anscheinend nur noch im Bundeshaus. Was ist Satire? Das Parlament leider nicht. (<em>Benjamin von Wyl</em>)</p>
<h3>The Ugly – Stichwortgeber für rassistische Hetze</h3>
<p>Der Titel nennt die <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/baz_70prozent.jpeg" target="_blank" rel="noopener" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">Zahl als Fakt</a>: «70 Prozent Migranten im Corona-Spitalbett». Wer den Artikel dazu in der «Basler Zeitung» las, stellte fest, dass die Bettenbelegung nach Nationalität gar nicht erhoben wird. Die 70 Prozent sind ein reiner Schätzwert.</p>
<p>Dass Menschen mit Migrationshintergrund in Berufen mit höherem Ansteckungsrisiko arbeiten – kein Wort dazu. Stattdessen zeichnet die Zeitung das Bild einer eingeschleppten Krankheit: Ausländer bringen Corona in die Schweiz und beanspruchen dann unsere Spitalbetten. Die einzige Absicht, die sich herauslesen lässt: Skandalisierung und Stimmungsmache.</p>
<p>Und das ist der BaZ gelungen. SVP-Nationalrat Thomas Aeschi <a href="https://twitter.com/thomas_aeschi/status/1333880232596688904" target="_blank" rel="noopener">nimmt den Ball auf</a> und bringt das Thema ins Bundeshaus. Er fordert höhere Tarife für nicht-schweizerische Corona-Patienten. Willige Helfer für die Verbreitung seines faktenfreien Furors findet Aeschi bei den beiden Gratis-Portalen «20min.ch» und «Nau.ch». Skandal schafft Reichweite. In der Zwischenzeit ist es der «Basler Zeitung» selbst mit den 70 Prozent nicht mehr so wohl. Sie sind <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/baz_korrigiert.jpeg" target="_blank" rel="noopener" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">aus dem Titel verschwunden</a>. (<em>Nick Lüthi</em>)</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/05/fredy-bayard-srg-ombudsstelle-basler-zeitung/">Fredy Bayard, SRG-Ombudsstelle, Basler Zeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Basler Zeitung, SRF, Mario Fehr</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/10/basler-zeitung-srf-mario-fehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2020 06:22:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Ein Sieg für die Pressefreiheit Vor acht Jahren veröffentlichte die Journalistin Nina Jecker in der «Basler Zeitung» einen Artikel über einen Kantonsangestellten, der im Nebenjob seit über zehn Jahren Cannabis und Haschisch verkauft hatte. Daraufhin interessierte sich die Basler Staatsanwaltschaft für den Namen des Dealers. Die BaZ-Journalistin stützte sich auf den Quellenschutz <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/10/basler-zeitung-srf-mario-fehr/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-GBU-Fehr-20201010b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-82102" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-GBU-Fehr-20201010b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-GBU-Fehr-20201010b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-GBU-Fehr-20201010b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-GBU-Fehr-20201010b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Ein Sieg für die Pressefreiheit</h3>
<p>Vor acht Jahren veröffentlichte die Journalistin Nina Jecker in der «Basler Zeitung» einen Artikel über einen Kantonsangestellten, der im Nebenjob seit über zehn Jahren Cannabis und Haschisch verkauft hatte.</p>
<p>Daraufhin interessierte sich die Basler Staatsanwaltschaft für den Namen des Dealers. Die BaZ-Journalistin stützte sich auf den Quellenschutz und weigerte sich, seine Identität preiszugeben. Doch das <a href="https://tageswoche.ch/allgemein/baz-autorin-muss-dealer-verpfeifen/" rel="noopener" target="_blank">Bundesgericht</a> verurteilte die Journalistin wegen Zeugnisverweigerung.</p>
<p>Die «Basler Zeitung» berief sich auf die Pressefreiheit und rekurrierte dagegen beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Am Dienstag folgte dann das Urteil: Jecker bekam Recht, Strassburg gewichtet die Pressefreiheit höher als die Interessen der Basler Staatsanwaltschaft.</p>
<p>Es ist ein wichtiger Sieg für die Medienfreiheit. Gerade in einer Zeit, in der Behörden zunehmend versuchen, die Arbeit von Journalist*innen zu beschneiden – erst kürzlich behinderten Kantonspolizist*innen in Bern einen «Watson»-Reporter bei der Arbeit.</p>
<p>Das Urteil macht hoffentlich auch Jana Avanzini Mut: Die freie Reporterin besuchte 2016 für «Zentralplus» ein besetztes Haus in Luzern. Der Besitzer klagte wegen Hausfriedensbruch, das Luzerner Kantonsgericht gab ihm Recht. Die Journalistin will das Urteil weiterziehen vor <a href="https://www.zentralplus.ch/kampf-um-die-medienfreiheit-nun-entscheidet-das-bundesgericht-1910635/" rel="noopener" target="_blank">Bundesgericht</a>.</p>
<h3>The Bad – Wohin gehts, SRF?</h3>
<p>Am Dienstag stellte SRF-Direktorin Nathalie Wappler im Rahmen des Transformationsprojekts «SRF 2024» ein umfassendes Sparprogramm vor: Neben Entlassungen und Umschulungen werden verschiedene Formate gekippt – darunter die prestigeträchtige Radiosendung «52 beste Bücher».</p>
<p>Der Aufschrei der Kulturszene war gross und gipfelte in einem <a href="https://www.tagblatt.ch/kultur/liebe-nathalie-wappler-ein-offener-brief-an-die-srf-direktorin-zur-einstellung-der-kultur-sendung-52-buecher-ld.1265378" target="_blank" rel="noopener">offenen Brief</a>, initiiert von Schriftsteller Alain Claude Sulzer. 20 namhafte Autor*innen, darunter Sibylle Berg, Martin Suter und Peter Stamm, forderten die SRF-Direktorin auf, «ihre Entscheidung zu überdenken oder allenfalls adäquate Sendeplätze zu schaffen, auf denen Literatur den Platz bekommt, den sie braucht».</p>
<p>Am Donnerstag antwortete <a href="https://www.persoenlich.com/medien/nathalie-wappler-antwortet-topautoren" target="_blank" rel="noopener">Wappler</a> den Autor*innen. Sie schreibt, das Angebot solle an die neue Mediennutzung angepasst werden. Die Fachredaktion Literatur habe den Auftrag, ihr Angebot ganzheitlich neu aufzugleisen. Konkrete Ideen wurden nicht kommuniziert.</p>
<p>Warum wird die Sendung zum Beispiel nicht als Podcast lanciert? Es scheint, SRF wisse selber nicht, wo die Reise hingehen soll. Eine derart prestigeträchtige Sendung ohne neue Vorschläge zu kippen, steht Wappler nicht gut an. Immerhin begleitet die Kultur sie schon ihre gesamte journalistische Karriere, von der Redaktorin und Chefin vom Dienst bei der 3Sat-Sendung «Kulturzeit» bis zur späteren Abteilungsleiterin Kultur bei SRF.</p>
<p>Nirgendwo sonst kommen Autor*innen derart hintergründig zu Wort wie bei «52 Beste Bücher». Trotz Spardruck muss SRF ein würdiges Nachfolgeformat bieten.</p>
<h3>The Ugly – Medienmitteilung from Hell</h3>
<p>Am Mittwoch stürzten zwei abgewiesene Asylbewerber aus dem Fenster des ehemaligen Pflegezentrums Erlenhof in Zürich und verletzten sich. Polizei und Sanität mussten ausrücken. Ob die beiden Männer absichtlich sprangen, ist unklar.</p>
<p>Gemäss <a href="https://www.20min.ch/story/zwei-personen-stuerzen-aus-fenster-polizei-ermittelt-393036826453" target="_blank" rel="noopener">«20 Minuten</a>» wollten sie fliehen, um der Verlegung in den Asylbunker in Urdorf zu entgehen – die Zustände dort seien ein «Horrorszenario». Klar ist dafür: Die Zürcher Sicherheitsdirektion unter dem Sozialdemokraten Mario Fehr findet für den Vorfall menschenverachtende Worte.</p>
<p>In ihrer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt sie, bei den Bewohnern handle es sich um abgewiesene straffällige Asylbewerber, die sich «an keine Regeln halten» und denen es «offensichtlich egal» sei, «sich selber und andere in Gefahr zu bringen und im schlimmsten Fall auch Unbeteiligte anzustecken». Die Quarantänebestimmungen in der Schweiz gelten für alle, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Stimmt, was Corona-Massnahmen angeht sind wir in der Schweiz streng – <a href="https://www.blick.ch/politik/gegen-alle-corona-regeln-politiker-feierten-an-session-illegale-party-id15879072.html" target="_blank" rel="noopener">naja gut, bei fast allen</a>.</p>
<p>Medienmitteilungen sind kein Journalismus. Aber sie beeinflussen, wie Journalist*innen ihre Berichterstattung gewichten, welche Worte sie wählen und welche Perspektive sie einnehmen – jedenfalls bei <a href="https://www.20min.ch/story/zwei-personen-stuerzen-aus-fenster-polizei-ermittelt-393036826453" target="_blank" rel="noopener">«20 Minuten»</a>, wo man den Wortlaut der Medienmitteilung prominent zitiert hat in Titel und Zwischentitel.</p>
<p>Auch für Schreibende von Medienmitteilungen sei daher in Erinnerung gerufen: Worte steuern unser Handeln — das müsste gerade einem Sozialdemokraten bewusst sein. Oder wie die <a href="https://www.republik.ch/2020/10/08/nieder-niederer-mario-fehr" target="_blank" rel="noopener">«Republik»</a> treffend schrieb: «Niemand tritt auf Leute ein, die verletzt am Boden liegen. Ausser Feiglinge. Und Mario Fehr.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/10/basler-zeitung-srf-mario-fehr/">Basler Zeitung, SRF, Mario Fehr</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Baudepartement Basel zieht wegen BaZ-Artikel bis vor Bundesgericht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/06/02/baudepartement-basel-zieht-wegen-baz-artikel-bis-vor-bundesgericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2020 22:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=79034</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements Basel, Hans-Peter Wessels, bemüht ein prozessrechtliches Verfahren, um die «Basler Zeitung» wegen Rassendiskriminierung juristisch zu verfolgen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/02/baudepartement-basel-zieht-wegen-baz-artikel-bis-vor-bundesgericht/">Baudepartement Basel zieht wegen BaZ-Artikel bis vor Bundesgericht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements Basel, Hans-Peter Wessels, bemüht ein prozessrechtliches Verfahren, um die «Basler Zeitung» wegen Rassendiskriminierung juristisch zu verfolgen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/02/baudepartement-basel-zieht-wegen-baz-artikel-bis-vor-bundesgericht/">Baudepartement Basel zieht wegen BaZ-Artikel bis vor Bundesgericht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist die «Basler Zeitung» am Ende?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/04/14/ist-die-basler-zeitung-am-ende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 21:20:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=77805</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die «Basler Zeitung» zeigt exemplarisch, dass der Schweizer Verlagsjournalismus keine Zukunft hat. Corona gibt ihm höchstens noch den Rest. Eine Einordnung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/14/ist-die-basler-zeitung-am-ende/">Ist die «Basler Zeitung» am Ende?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die «Basler Zeitung» zeigt exemplarisch, dass der Schweizer Verlagsjournalismus keine Zukunft hat. Corona gibt ihm höchstens noch den Rest. Eine Einordnung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/14/ist-die-basler-zeitung-am-ende/">Ist die «Basler Zeitung» am Ende?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die BaZ-Lokalredaktion wehrt sich für einen entlassenen Kollegen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/03/31/die-baz-lokalredaktion-wehrt-sich-fuer-einen-entlassenen-kollegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 13:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=77504</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unruhe in der Lokalredaktion der «Basler Zeitung» BaZ: Mitten in der Corona-Krise wird der Lokalredaktor Serkan Abrecht entlassen. Seine Redaktionskollegen, von Kurzarbeit betroffen, wehren sich in einer Resolution gegen den Personalentscheid. Doch das Problem der Redaktion ist an der Spitze zu suchen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unruhe in der Lokalredaktion der «Basler Zeitung» BaZ: Mitten in der Corona-Krise wird der Lokalredaktor Serkan Abrecht entlassen. Seine Redaktionskollegen, von Kurzarbeit betroffen, wehren sich in einer Resolution gegen den Personalentscheid. Doch das Problem der Redaktion ist an der Spitze zu suchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/03/31/die-baz-lokalredaktion-wehrt-sich-fuer-einen-entlassenen-kollegen/">Die BaZ-Lokalredaktion wehrt sich für einen entlassenen Kollegen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Neuen im Schatten des Alten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2020 19:30:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Rohr]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Marcolli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter Marcel Rohr macht die «Basler Zeitung» im Stil von Markus Somm weiter. Allerdings nicht mehr als politisches Projekt, sondern als irrlichternder Selbstläufer. Die Konkurrenz, allen voran die bz, die sich bisher als Alternative zur BaZ positioniert hat, muss sich neu orientieren. bz-Chefredaktor Patrick Marcolli versucht das ohne Vision. Basel war die erste Schweizer Stadt <a href="https://medienwoche.ch/2020/03/03/die-neuen-im-schatten-des-alten/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter Marcel Rohr macht die «Basler Zeitung» im Stil von Markus Somm weiter. Allerdings nicht mehr als politisches Projekt, sondern als irrlichternder Selbstläufer. Die Konkurrenz, allen voran die bz, die sich bisher als Alternative zur BaZ positioniert hat, muss sich neu orientieren. bz-Chefredaktor Patrick Marcolli versucht das ohne Vision.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-76821" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/03/MW-BAZ-bz-Rohr-Marcolli_20200303.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/03/MW-BAZ-bz-Rohr-Marcolli_20200303.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/03/MW-BAZ-bz-Rohr-Marcolli_20200303-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/03/MW-BAZ-bz-Rohr-Marcolli_20200303-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/03/MW-BAZ-bz-Rohr-Marcolli_20200303-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/03/MW-BAZ-bz-Rohr-Marcolli_20200303-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Basel war die erste Schweizer Stadt mit nur noch einer Tageszeitung. Seit Ende 2018 ist sie die erste und einzige, in der sich Tamedia und CH Media gegenüberstehen.</p>
<p>Davor war Basel ein anderer Sonderfall: Während acht Jahren versuchte Markus Somm die Blocher-BaZ als rechtsbürgerliche Zeitung mit nationaler und internationaler Ausstrahlung zu positionieren. Das Ziel: eine rechte Gegenöffentlichkeit. Dieses Ziel wurde spätestens dann obsolet, als im Frühjahr 2018 Blochers Verkauf an Tamedia öffentlich wurde. Im Herbst wurde dann bekannt, dass Patrick Marcolli bz-Chefredaktor wird und somit derjenige ist, der CH Media für die Konkurrenz gegen eine Tamedia-BaZ wappnen soll. Wenige Wochen später folgte die Nachricht, dass die BaZ künftig von Marcel Rohr, dem ehemaligen Sportchef, geleitet wird.</p>
<p>Beide Ernennungen haben in Basel alle überrascht. Der Chefwechsel bei der bz hat anfangs redaktionsintern für Unmut gesorgt. Bei der BaZ überlagerte der Verkauf und die damit einhergehenden Ängste die Personalie des Somm-Nachfolgers. Nun ist Markus Somm schon seit über einem Jahr weg aus der Stadt, in der er nie gewohnt hat.</p>
<blockquote><p>Seit 2010 prägte die «Basler Zeitung» als politisch-publizistisches Projekt die Entwicklung der Medien am Rheinknie.</p></blockquote>
<p>Marcel Rohr habe seinen Job unbedingt gewollt – obwohl er sich zuvor nie ausserhalb des Sport-Ressorts bewegt hat. Er wolle die Zeitung «ein Stück weit entpolitisieren» versicherte Rohr den Abonnent*innen in einem Schreiben nach Stellenantritt. Ein paar Monate später behauptete er in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Z0UeiLSRRHg">Interview</a> gar, Markus Somm sei in Basel kein Thema mehr.</p>
<p>Nun mag das insofern stimmen, als dass Tamedia als neue Besitzerin natürlich nicht dasselbe Ziel verfolgt wie zuvor Christoph Blocher, der eine rechtsbürgerliche Gegenöffentlichkeit schaffen wollte. Unter Tamedia sollte die BaZ eine regionale Forumszeitung sein. Doch die Vergangenheit bleibt Gegenwart: Schaut man sich Stil, Mittel und Fehlleistungen der Tamedia-BaZ an, gibt es kaum etwas, was nicht von Somm vorgespurt scheint.<br />
<br />
Seit 2010 prägte die «Basler Zeitung» als politisch-publizistisches Projekt die Entwicklung der Medien am Rheinknie: Peter Wanner hat die «bz Basel» als verlässliche und nüchterne Alternative zur ideologisierten BaZ gestartet; die Dynamik, aus der die «TagesWoche» hervorgegangen ist, war eine Protestbewegung gegen die Blocher-BaZ. 2018 hat sich der Medienplatz Basel dann nochmals neu sortiert. In den Monaten zwischen Blochers Verkaufsankündigung und Somms Abgang hat die Stiftung für Medienvielfalt der «TagesWoche» überraschend den Geldhahn zugedreht, der frühere BaZ-Lokalchef Christian Keller spürte Morgenluft für ein bürgerliches (und manchmal populistisches) Portal mit soliden Recherchemethoden. Und bz-Verleger Peter Wanner soll den damals amtierenden Chefredaktor David Sieber unter anderem darum geschasst haben, weil er zu links sei und «zu ländlich» denke. Wenn die BaZ nicht mehr Blochers Sturmgeschütz ist, wirkt das logisch.</p>
<blockquote><p>Bei der BaZ wirken dieselben Kräfte weiter, die Somm von der Leine gelassen hat. Sie tun es einfach zielloser.</p></blockquote>
<p>Viele erwarteten, dass Tamedia der BaZ nun Professionalität und Qualität bringt. Plötzlich schienen in Basel zwei Tageszeitungen mit ähnlicher Ausrichtung um die Leserschaft zu ringen. Ob Wanners Adjektive auf Sieber zutreffen, ist mindestens zu bezweifeln. Offensichtlich falsch eingeschätzt hat Wanner die Loyalitäten in der Redaktion. Zahlreiche Redaktor*innen verliessen die bz in den folgenden Monaten.</p>
<p>Und bei der Tamedia-BaZ wirken dieselben Kräfte weiter, die Somm einst von der Leine gelassen hat. Sie tun es einfach zielloser. Zwar kommt ein Grossteil des ersten Zeitungsbundes aus der Zentralredaktion in Zürich, aber die BaZ scheint deshalb nicht von Zürcher Qualitätsrichtlinien geprägt.</p>
<p>Der neue Chefredaktor Rohr sagte kurz nach Stellenantritt, er halte es für schwierig «Meinung zu machen». Aber es gibt wohl keine andere Tageszeitung in der Schweiz, die reinen Meinungstexten so viel und so prominent Platz einräumt: Die ganze Seite 2 besteht aus Kolumnen. 26 Kolumnist*innen zählt die BaZ gemäss Impressum. Demgegenüber stehen 21 Lokalredaktor*innen, die täglich fünf Seiten im Lokalteil füllen. Politiker*innen kommt die offene Carte Blanche-Politik der BaZ gelegen: Wer sich über einen Artikel ärgert oder sich sonst inszenieren will, dem wird dafür in der BaZ meist Platz eingeräumt. Unlängst bestätigte Rohr gegenüber «Onlinereports» aber, dass er die Meinungsseite bis April umstrukturieren wolle.</p>
<blockquote><p>«Im Hochofen des Greta-Textes wird mir nicht heiss. Dreissig Jahre Berufserfahrung und das Bewusstsein, in einer funktionierenden Demokratie knifflige Debatten führen zu müssen, halten das problemlos aus.»<br />
<small>Marcel Rohr, Chefredaktor BaZ</small></p></blockquote>
<p>Meinung prägt aber auch den redaktionellen Teil. Anfang 2020 startete die BaZ die Serie «Mein Klimawandel». Redaktoren schreiben darüber, wie sie den Klimawandel erleben. Keiner der Texte leugnet den Klimawandel; meist kritisieren sie «Zeigefinger» oder Alarmismus; immer geht es um – wie es der Titel schon andeutet – persönliche Befindlichkeiten. «Der Klimawandel, die ‹grösste Herausforderung der Menschheit› – echt jetzt? Was würde wohl der Soldat dazu sagen, der 1944 in der Normandie an Land ging, um die Menschheit vor Nazi-Deutschland zu retten?», schreibt etwa Redaktor Alex Reichmuth. Daneben gibt es Dystopien über das Jahr 2050 ohne Atomenergie und Individualverkehr, Selbstkasteiungen als «Umweltsau», Ärger über Kritik der Klimabewegung an den Basler Behörden. Der ich-bezogenste Beitrag der egozentrischen Serie steht Greta Thunberg allerdings positiv gegenüber: Chefredaktor Marcel Rohr schreibt darüber, wie er mit den Reaktionen auf einen Leitartikel zu Greta Thunberg umgegangen ist. Sein früherer Sekundarlehrer habe ihm lobend geschrieben, aber manche Rückmeldung aus der Leserschaft sei auch kritisch gewesen. Ihn störe das nicht weiter: «Im Hochofen des Greta-Textes wird mir nicht heiss. Dreissig Jahre Berufserfahrung und das Bewusstsein, in einer funktionierenden Demokratie knifflige Debatten führen zu müssen, halten das problemlos aus.» Bemerkenswert ist weniger Rohrs Durchhaltevermögen, als vielmehr die Verkündigung seines journalistischen Auftrags: «Für die ‹Basler Zeitung› ist es Pflicht, den weiteren Weg von Greta genau zu verfolgen und über die Klimajugend zu berichten.» Wieso ist es «Pflicht» einer Lokalzeitung, über internationales Geschehen zu berichten?</p>
<p>Die Frage kann der MEDIENWOCHE bei der BaZ niemand beantworten. Es bleibt offen, ob die Ursache dieser in der BaZ verbreiteten Überzeugung, eine lokalpatriotische Kränkung ist oder das Überbleibsel des Somm&#8217;schen Plans einer Gegenöffentlichkeit ist. Denn eine Gegenöffentlichkeit darf sich weder durch Ressort- noch durch Landesgrenzen einschränken lassen.</p>
<p>Einer, der gerne Ausflüge in die grosse weite Welt unternimmt, ist Serkan Abrecht. Der U30er ist in seinem journalistischen Schaffen anscheinend nachhaltig vom Welterklärer Somm geprägt worden. Als Lokalredaktor hat Abrecht im letzten Jahr über 40 Artikel ohne Bezug zur Region Basel geschrieben. In etwas mehr als der Hälfte der Texte berichtet er aus dem Offiziersalltag. In der Serie «Kasernenhof und Schützengraben» kann sich Abrecht recht schrankenlos austoben: Ende Oktober veröffentlicht er einen subjektiven Bericht über die Proteste gegen eine Militärparade in Winterthur. Winterthur liegt nicht im Einzugsgebiet der BaZ, Abrecht hat an der Parade als Offizier teilgenommen – und das Defilee fand Wochen vor der Veröffentlichung von Abrechts Artikel statt. Wenn man den Artikel liest, versteht man nicht mal direkt, auf welches Ereignis er sich bezieht.</p>
<blockquote><p>Ende Januar berichtete der Lokalredaktor gar als Sonderkorrespondent aus London mit einer Brexit-Reportage.</p></blockquote>
<p>Dass Offizier Abrecht immer wieder über Verteidigungspolitik auf Bundesebene schreibt, ist noch naheliegend. Aber Abrecht wildert in allen nationalen und internationalen Aufregerthemen. Scheinbar kann er über alles schreiben, was er will: Petra Gössis FDP-Kurs («Freisinn macht Unsinn»), NZZ-Deutschlandstrategie, Europaparlamentswahlen oder Lobpreisungen von Boris Johnson und des Brexits. Auch das Ende von Evo Morales Präsidentschaft in Bolivien hat Abrecht kommentiert («Nach 14 Jahren ist der sozialistische Spuk in Bolivien vorbei. Bei anderen sozialistischen Diktaturen macht sich Angst breit»). Abrecht hat viel Meinung, aber weder Bezug zu Lateinamerika noch Expertise – letzteres im Gegensatz zu Markus Somm. Ende Januar berichtete der Lokalredaktor gar als Sonderkorrespondent aus London mit einer Reportage über Brit*innen, die den Brexit feiern. Obwohl der Text keinen Bezug zu Basel hat, übernahm die Zeitung auch die Reisespesen, wie sowohl Abrecht als auch sein Chef Marcel Rohr gegenüber der MEDIENWOCHE bestätigen.</p>
<p>An Texten zum Brexit würde es der BaZ eigentlich nicht mangeln. Tamedia verfügt über ein Auslandressort, das auch die BaZ beliefert. Aus allen Zeitungsredaktionen hört man Klagen über zu wenige Ressourcen – also wieso zahlt man dem Lokalredaktor eine London-Reise? Marcel Rohr erklärt gegenüber der MEDIENWOCHE, die Reise habe in Abrechts Freizeit stattgefunden. Generell bremse er ungern.</p>
<p>Das ist wohl auch der Grund, weshalb Sebastian Briellmann im letzten Jahr noch aus dem Sportressort heraus immer wieder Texte verfasst hat, die oft in AfD-Kreisen geteilt worden sind, darunter ein Artikel nach den Anschlägen in Sri Lanka. Briellmann forderte darin empört von Muslim*innen auf der ganzen Welt, dass sie sich von den Attentätern distanzieren. Der Facebook-Zähler von «Dröhnendes Schweigen» ist bei knapp 6500 Shares und Likes angelangt.</p>
<p>Dafür, dass man Briellmanns und Abrechts textlichen Exkursionen ins Ausland und die Bundespolitik kritisch hinterfragt, zeigen andere BaZ-Redaktor*innen im Gespräch mit der MEDIENWOCHE zwar wenig Verständnis. Sie weisen aber auch darauf hin, dass alle diese Artikel in der Freizeit entstünden. In der redaktionsinternen Logik erscheinen Abrechts Exkursionen als eine Art Engagement, das man dankbar entgegennehmen sollte oder zumindest nicht stoppen darf.</p>
<blockquote><p>«An manchen Tagen haben wir ausreichend Ressourcen und Lust, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen.»<br />
<small>Marcel Rohr</small></p></blockquote>
<p>Auch beim Chef klingt es, als würde er das Vorgehen und die Interessen der Redaktor*innen vor allem beobachten. Daran, dass in der BaZ so viele Artikel von Lokalredaktoren ohne Lokalbezug erscheinen, erkennt er nichts Bemerkenswertes. «Es gibt Redaktoren, die manchmal Lust haben, zu einem Thema, das ausserhalb von Basel stattfindet, eine Meinung zu platzieren. Sie kippen deswegen keine relevante Lokalgeschichte, sondern schreiben diese Texte freiwillig zwischendurch. Alle Titel von Tamedia haben absolute Kommentarfreiheit», sagt Rohr. Er bremse eben ungern.</p>
<p>Aber ist es nicht branchenweiter Konsens, dass sich eine erfolgreiche Regionalzeitung komplett der Region verschreiben muss? «Das tun wir auch. Serkan Abrecht hat wichtige Lokalgeschichten, etwa zum Historischen Museum, gemacht. Aber an manchen Tagen haben wir ausreichend Ressourcen und Lust, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen.»</p>
<p>Neben eher auffälligen Figuren wie Abrecht gibt es – und gab es schon zu Zeiten von Markus Somm – bei der BaZ auch Journalist*innen wie Nina Jecker, Dina Sambar oder Thomas Dähler, die ungeachtet aller Wirren konstant soliden und guten Lokaljournalismus machen. Früher hat Somm einfach jene Redaktoren, die heikle Eskapaden und welterklärerische Exkursionen wagten, aktiv gefördert. Nun liegt es wahrscheinlich gerade an den begrenzten Ressourcen, dass die BaZ Abrechts Blicke über den Tellerrand gerne druckt und auch Dähler, seit vergangenem Sommer Lokalchef, ihnen keinen Riegel vorgeschoben hat. Man muss jeden Tag eine Zeitung füllen – und da ist auch ein Sermon über die NZZ-Deutschlandstrategie oder Abrechts Two Cents zu Bolivien willkommen. Meinungen zu Aufregerthemen sind verhältnismässig schnell verfasst – schneller als Reportagen und Recherchen aus der Region.</p>
<p>Folgt man Rohrs Aussage, deckt die BaZ also alles Berichtenswerte in Basel ab – und hat darüber hinaus noch freie Ressourcen. Anders tönt es bei der Konkurrenz. «Wir haben kein Redaktionssekretariat und sehr beschränkte Mittel. Wir laufen Spitz auf Knopf. Wenn zwei krank sind und jemand kompensiert, wird es schwierig», sagt Marcolli im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Der Lokalteil der bz umfasst täglich sechs Seiten; jener der BaZ fünf. In der bz soll der Lokalbezug eines Themas so stark wie möglich herausgerarbeitet werden. Externe Gastbeiträge gibt es fast keine mehr, seit Patrick Marcolli Chefredaktor ist.</p>
<blockquote><p>Marcollis Start als bz-Chefredaktor Ende 2018 war wenig souverän und von einem redaktionellem Exodus begleitet.</p></blockquote>
<p>Insbesondere seit die bz Anfang 2020 mit Silvana Schreier, Kelly Spielmann und Lea Meister endlich den Frauenanteil (wieder) erhöht hat, sorgen Recherchen und Reportagen ausserhalb der Einöde von Parlamentsberichterstattung immer wieder für stadtweite Aufregung. Aber Marcollis Start Ende 2018 war wenig souverän und von einem redaktionellen Exodus begleitet. Das ist nicht allein seine Schuld. Er hatte es nicht einfach – das beschreiben bz-Redaktor*innen so, das beschreibt auch Marcolli so: «Ich bin der dritte Chefredaktor innert relativ kurzer Zeit. In einer Redaktion, wo ich dir nicht sagen könnte, wer einmal in welcher Position war.»</p>
<p>Marcolli wurde von CH Media-Verleger Peter Wanner einen Monat, bevor man wusste, dass Rohr BaZ-Chef wird, zur bz geholt. Laut «TagesWoche» veranstaltete Wanner <a href="https://tageswoche.ch/stadtleben/ein-abschied-in-schimpf-und-schande/" target="_blank" rel="noopener">eine «Abrechnung»</a> vor der ganzen Redaktion und in Beisein von Noch-bz-Chefredaktor David Sieber. «Zu links» und «zu ländlich» sei Siebers Kurs gewesen. Nach Marcollis Antritt soll der neue Chef die Redaktion, die miterlebt hat, wie sein Vorgänger abgekanzelt worden ist, dafür gescholten haben, dass die Umstände über Siebers Abgang an die Öffentlichkeit gesickert sind.</p>
<blockquote><p>«Als ich für die Stelle zugesagt habe, war ich mir der Vorgeschichte bewusst»<br />
<small>Patrick Marcolli, Chefredaktor bz</small></p></blockquote>
<p>In der nächsten Zeit wirkte es, als würden die Ratten ein sinkendes Schiff verlassen. In Marcollis ersten 14 Monaten sind folgende Personen gegangen, in alphabetischer Reihenfolge: Daniel Ballmer, Nicolas Drechsler, Naomi Gregoris, Mélanie Honegger, Samuel Hufschmid, Kulturchef Marc Krebs und Martina Rutschmann. Allesamt Leute, die in der Stadt-Redaktion beheimatet waren. Das Liestaler Büro war demgegenüber erstaunlich stabil.</p>
<p>«Als ich für die Stelle zugesagt habe, war ich mir der Vorgeschichte bewusst», sagt Marcolli heute. Der Chefredaktorenposten bei der bz gilt vielen in Basel mittlerweile als Schleudersitz: Nach knapp drei Jahren wurde Matthias Zehnder 2015 ebenso überraschend geschasst wie 2018 David Sieber. Marcolli sagt, er sei ohne Vision oder langfristiges Konzept gestartet. Er sei Optimist, aber angesichts der Umwälzungen in der Branche sei es womöglich auch der falsche Zeitpunkt für grosse Visionen.</p>
<p>Ähnliches sagte er bereits zum Jahresanfang vor grossem Publikum. Was für ein Publikumsaufmarsch! Die Leute standen bis ins Vorzimmer, als das «Basler Stadtbuch», die Chronik der Christoph Merian-Stiftung, zum Medientalk in den SRF-Neubau beim Bahnhof geladen hat. Alle sassen sie vorne auf der Bühne: bz-Chefredaktor Patrick Marcolli, Dieter Kohler, Leiter SRF Regionaljournal, Bajour-Redaktorin Andrea Fopp und Peter Knechtli von Onlinereports. Alle nutzten ihre Sprechzeit, um die Vorzüge des eigenen Mediums hervorzuheben. Kritik an der Arbeit der Anderen gab es kaum. Die BaZ war eingeladen, aber hat niemanden geschickt.</p>
<blockquote><p>Stimmen aus der BaZ-Redaktion sagen, Chefredaktor Rohr wolle eigentlich nichts Anderes als gemocht werden.</p></blockquote>
<p>Die Somm-BaZ war oft nicht eingeladen, wenn über den Medienplatz Basel diskutiert wurde. Eine Ausgrenzung, die der Somm-BaZ wohl nicht nur ungelegen kam: Wer eine Gegenöffentlichkeit schaffen will, dem sind ausbleibende Einladungen vom sogenannten Juste Milieu gerade recht. Aber Rohr will keine Gegenöffentlichkeit. Stimmen aus der Redaktion sagen, er wolle eigentlich nichts anderes als gemocht werden: Öffentlichkeit statt Gegenöffentlichkeit.</p>
<p>Auf ihre journalistische Arbeit lassen BaZ-Redaktor*innen nichts kommen, aber über den Chef äussern sie sich gegenüber der MEDIENWOCHE durchaus kritisch: Er wirke zuweilen überfordert, könne sich nicht immer durchsetzen und sei sehr darum bekümmert, dass er in der Stadt gemocht werde. Unabhängig voneinander schildern mehrere Redaktor*innen einen harmlosen Vorgang, den sie für exemplarisch halten: Einer jener Texte, in denen Serkan Abrecht über die Stadt Basel schreibt, befasst sich mit dem Neujahrsempfang der Handelskammer, «eine harmlose Klatschgeschichte». Vor dem Mittag habe Rohr den Text in den höchsten Tönen gelobt. Am Nachmittag fand er ihn plötzlich schlecht. Was dazwischen passiert ist? Rohr sei mit der Präsidentin der Handelskammer mittagessen gewesen. Rohr bestreitet, dass diese Darstellung zutrifft.</p>
<p>Der Schilderung, dass er vor allem auf Aussenwirkung bedacht sei, entgegnet er: «Der Internetpranger ist das beste Beispiel dafür, dass es mir nicht nur um die Aussenwirkung geht.» Mit dem Titel «Krawallbrüder am Pranger» zeigte die BaZ Ende November die unverpixelten Fotos von 23 Männern, nach denen die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mit einem öffentlichen Pranger gefahndet hat. War sich Rohr denn bewusst, was er mit dem Abdruck des staatsanwaltschaftlichen Prangers lostritt? «Ich bin seit 30 Jahren in der Branche und bin mir durchaus bewusst, was mein publizistisches Handeln auslöst.»</p>
<blockquote><p>«Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, hat in einem Rechtsstaat auch nichts zu befürchten.»<br />
<small>Marcel Rohr</small></p></blockquote>
<p>In Rohrs begleitendem Kommentar hiess es: «Wir reden hier nicht von Falschparkern. Sondern von potenziellen Gewaltverbrechern, die niedrige Triebe befriedigen wollen.» Für einmal gelang Marcel Rohr das Meinungmachen, obwohl der letzte Satz in seiner Plattheit bereits fast wie Satire wirkt: «Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, hat in einem Rechtsstaat auch nichts zu befürchten.»</p>
<p>Medienjuristen und ein Mitglied des Presserats <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/internetpranger-nach-krawallen-basler-zeitung-zeigt-unverpixelte-bilder-von-verdaechtigen" target="_blank" rel="noopener">kritisierten die Veröffentlichung</a> der Bilder wegen der Unschuldsvermutung und dem damit einhergehenden Verstoss gegen die Persönlichkeitsrechte. Res Strehle, Projektleiter Qualitätsmanagement bei Tamedia und damit auch für die BaZ zuständig, schreibt auf Anfrage, dass er die Veröffentlichung des Prangers aus «persönlichkeitsrechtlichen Gründen wie auch aufgrund der zwingenden Unschuldsvermutung für sehr problematisch» halte. «Meines Wissens wurden die Fotos im BaZ-Archiv gelöscht.»</p>
<p>Dem ist nicht so. Der BaZ-Pranger steht weiterhin im E-Paper-Archiv und der Schweizerischen Mediendatenbank SMD. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE – Mitte Februar – weiss das Marcel Rohr nicht einmal, obwohl er gleichzeitig sagt, dass er den Artikel im «Schweizer Journalist» gesehen hat, der genau das thematisiert. Rohr steht bis heute zur Entscheidung, die Fotos in der Zeitung zu veröffentlichen und sagt: «Ich habe nie eine Aufforderung der Staatsanwaltschaft bekommen, dass man das entfernen sollte.» Das zeugt von einem eigentümlichen Journalismusverständnis. Auch Ende Februar, nach dem Gespräch mit der MEDIENWOCHE, sind die Fahndungsbilder online im E-Paper und via SMD zugänglich.</p>
<blockquote><p>«Selbstverständlich machen auch wir Fehler und so mussten wir ein, zwei Mal ein Korrigendum machen.»<br />
<small>Marcel Rohr</small></p></blockquote>
<p>Vor seinem Stellenantritt als BaZ-Chefredaktor gab Rohr an, er habe in <a href="https://tageswoche.ch/form/interview/ideologien-sind-mir-ein-graeuel-der-neue-baz-chef-marcel-rohr-ueber-seine-plaene/" target="_blank" rel="noopener">30 Jahren als Journalist</a> nie mit dem Presserat zu tun gehabt. Das hat sich mit dem Wechsel vom Sport-Ressort in den Chefsessel geändert. «2019 gab es die eine oder andere Presseratsbeschwerde. Selbstverständlich machen auch wir Fehler und so mussten wir ein, zwei Mal ein Korrigendum machen.» Eines der Korrigenda war eine Entschuldigung dafür, dass ein Leitartikel – über den Klimanotstand in Basel – online versehentlich den Titel «Die Juden hassen» trug. <a href="https://www.bazonline.ch/basel/stadt/korrigendum-und-entschuldigungder-basler-zeitung/story/31426044" target="_blank" rel="noopener">Gemäss Korrigendum</a> war es «eine technische Panne».</p>
<p>Jemand, der mit einer gewissen Regelmässigkeit für Fehlleistungen verantwortlich ist, die sich nicht als technische Panne abtun lassen, ist Redaktor Daniel Wahl. Fünf Mal ist Wahl in den letzten zehn Jahren vom Presserat gerügt worden. 2019 nahm er in einem Text über einen Sorgerechtsstreit <a href="https://presserat.ch/?s=Daniel+Wahl&amp;complaint-year=&amp;complaint-newspaper=&amp;post_type=complaint&amp;lang=de" target="_blank" rel="noopener">einseitig die Position der Mutter ein</a>.</p>
<p>Daniel Wahl mache einen sehr guten Job, sagt Rohr. Und auch bei Tamedia scheint man sich über die Arbeit des Redaktors zu freuen: Kurz vor der neuen Rüge hat Daniel Wahl 2019 einen Preis gewonnen. Wie bei allen Tamedia-Zeitungen hat im Dezember auch die BaZ erstmals den internen «Abo +»-Award verliehen. Ausgezeichnet wird Masse, die sich hat in Geld umwandeln lassen: Die Artikel der Gewinner*innen haben am meisten Leser*innen zum Kauf von (Tages-)Abos motiviert.</p>
<p>Wie alle Tamedia-Zeitungen befindet sich die BaZ mitten in der Umstellung zu Mobile First. Wie das Personal aller Tamedia-Zeitungen ist auch das der BaZ zu einmonatigen Weiterbildungen an die Columbia Journalism School in New York geschickt worden. In anderen Belangen bleibt Basel einzigartig: Lokalredaktor*innen anderer Tamedia-Zeitungen geben an, bei ihnen werde niemand ins Ausland geschickt, wenn es keinen Lokalbezug gebe. Ohnehin kommentiere niemand aus dem Lokalressort die Weltpolitik.</p>
<blockquote><p>Eine Tamedia-BaZ haben auch manche in Basel als rheinisches Gegenstück zum «Tages-Anzeiger» imaginiert.</p></blockquote>
<p>«Ich bin ein passionierter Spiegel-Leser», sagt Marcel Rohr. Er lese auch ganz viel anderes. «Es gibt sehr viele gute Autoren, die ich gerne lese.» So viele seien es, dass er keinen nenne. Aber in Basel ist der Fall klar: «Was meiner Meinung nach das beste Medium in Basel ist? Selbstverständlich die ‹Basler Zeitung›.» Aber er respektiere auch die Konkurrenz. Die Konkurrenz ist Fleisch vom Fleische der BaZ: Ob beim linksliberalen «Bajour» oder dem rechtsbürgerlichen «Prime News» – überall arbeiten Menschen, die die Somm-BaZ von innen erlebt haben. Auch der bz-Chefredaktor Marcolli war anfangs unter Markus Somm noch Lokalchef der BaZ. Klar also, dass diese Journalist*innen geprägt sind von der BaZ – umso mehr, wenn sie die Umbauarbeiten der Lokalzeitung hin zu Blochers Sturmgeschütz miterlebt haben.</p>
<p>Eine Tamedia-BaZ haben auch manche in Basel als rheinisches Gegenstück zum «Tages-Anzeiger» imaginiert. So wie es aussieht, schert sich Tamedia aber nur wenig um die Qualität und kaum um den Kurs der BaZ. Wenn man von einem Kurs sprechen kann: Heute irrlichtert die BaZ mit denselben Methoden, die früher das Ziel einer rechten Gegenöffentlichkeit verfolgt haben. «Der Wettbewerb – vor allem, wenn es um News geht, tut uns gut», sagt Marcolli. Aber: «Auf vielen Ebenen lassen sich die Zeitungen kaum mehr vergleichen.» Es bleibt zu hoffen, dass auch Peter Wanner das weiss.</p>
<p>Marcollis Vor-Vorgänger Matthias Zehnder sollte die «bz Basel» als Stadtzeitung etablieren. David Sieber sagt, er habe ein schriftliches, langfristiges und vom Verleger abgesegnetes Konzept verfolgt: «Ich arbeitete von Anfang an sehr zielgerichtet – und mit etlichen Rückschlägen auf den Claim «Für die ganze Region» hin: Dass man die bz als Klammer für den ganzen Lebensraum versteht, also Stadt, Agglo, Land aber auch Elsass und Deutschland zusammendenkt und kritisch begleitet.» Auf etwa 70 Prozent der Strecke sei er gefeuert worden. Die Zusammenführung von «bz Basel» und «Basellendschaftlicher Zeitung» und die neue Bezeichnung «Zeitung für die Region Basel» sei da bereits fix eingeplant gewesen.</p>
<p>Bemerkenswert: Patrick Marcolli, der das neue Produkt verantwortet und öffentlich vertreten hat, gibt im Gespräch mit der MEDIENWOCHE an, er habe nicht gewusst, dass es bereits von seinem Vorgänger vorangetrieben wurde. Marcolli, der ebenfalls begeistert vom «Lebensraum Basel» spricht, ist ohne verschriftlichtes Konzept und ohne Vision angetreten, aber empfindet das nicht als Mangel und sieht seine Rolle anders: «Ich sehe mich intern als Korrektiv und Moderator: Eine Redaktion besteht aus eigenwilligen Leuten, nicht aus Herdentieren.»</p>
<p>Nun hofft der bz-Chefredaktor auf «ruhigeres Fahrwasser». Er fühlt sich angekommen in seiner Position. Das neue Team sei zusammengewachsen; die internen Funktionswechsel wurden weniger. bz-Redaktor*innen, die geblieben sind, schätzen das ähnlich ein.</p>
<p>So bedauernswert es ist, dass es in Basel während Somms BaZ-Chefredaktion keinem Medium gelungen ist, sich anders als im Verhältnis zur BaZ zu definieren: Da nun der BaZ eine Mission fehlt, wäre es umso bedauernswerter, würden sich die übrigen Medien auf dem Platz Basel weiterhin im Kontrast zu ihr definieren. Wenn nirgends Visionen in Sicht sind, kann man nur auf Beständigkeit hoffen. «Das Wichtigste aus Sicht der Redaktion wäre, dass der Chefredaktor nun ein paar Jahre derselbe bleibt», sagt ein bz-Redaktionsmitglied.</p>
<p><small>Offenlegung: Der Autor schreibt gelegentlich als freier Journalist für die bz.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/03/03/die-neuen-im-schatten-des-alten/">Die Neuen im Schatten des Alten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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