AlgorithmWatch: LinkedIn diskriminiert Job-Bewerber aus anderen EU-Staaten
LinkedIn stuft Menschen, die sich für einen Job in einem anderen EU-Land interessieren, über den Dienst «Recruiter» teils automatisch als ungeeignet ein.
LinkedIn stuft Menschen, die sich für einen Job in einem anderen EU-Land interessieren, über den Dienst «Recruiter» teils automatisch als ungeeignet ein.
Das Thema «Diskriminierung» in all ihren Formen spielt auch ohne Gender-Sternchen eine grosse Rolle in der Personalgewinnung. Beispielsweise in dieser Stellenanzeige.
Mithilfe von Big Data und Machine Learning haben Wissenschaftler der ETH Zürich untersucht, ob es auf Online-Stellenbörsen zu Diskriminierung kommt. Sie zeigen, dass die Benachteiligung von ausländischen Bewerbenden unter anderem von der Tageszeit beeinflusst wird. Und dass sowohl Männer als auch Frauen diskriminiert werden.
Ein Experiment von AlgorithmWatch zeigt, dass Online-Plattformen Anzeigenschaltungen auf diskriminierende Weise optimieren. Werbetreibende verstoßen mit deren Verwendung eventuell gegen das Gesetz.
Diversity ist das Schlagwort der Stunde – ausser beim Alter, wie unsere Debattierenden festgestellt haben. Sollen Arbeitnehmende deshalb ihr Alter in Bewerbungsunterlagen verheimlichen?
Wird eine Person bei der Anstellung aufgrund spezieller Eigenschaften wie des Geschlechts, der Religion oder des Alters nicht angestellt, ist das mit Ausnahme der geschlechtsspezifischen Diskriminierung in der Schweiz gesetzlich nicht geregelt.
Ein ausländisch klingender Name oder ein Alter jenseits der 50 und schon sinkt die Chance, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Obwohl sie hervorragend qualifiziert sind, haben es manche Menschen sehr schwer, einen Job zu finden oder überhaupt als Kandidatin in Frage zu kommen.