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	<title>Quote | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 May 2020 12:35:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Radioforschung: Ein halbes Jahr wird doppelt gemessen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/07/07/radioforschung-ein-halbes-jahr-wird-doppelt-gemessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2017 00:43:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[GfK]]></category>
		<category><![CDATA[Quote]]></category>
		<category><![CDATA[Radioquote]]></category>
		<category><![CDATA[Hörerzahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 1. Juli 2017 zittern die Schweizer Radiomacher, egal ob sie bei SRG- oder Privatsendern tätig sind, egal ob in Bellinzona oder Basel, in Romanshorn oder in Genf. Denn seit dem 1. Juli werden ihre Quoten doppelt gemessen: Vom bisherigen Mediapulse-Radiopanel und vom neuen, das ab 2018 die Radionutzung erheben wird. Letzteres liefert nun <a href="http://www.horizont.net/schweiz/nachrichten/Radioforschung-Ein-halbes-Jahr-doppelt-gemessen-fuer-mehr-Sicherheit-159467?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsletter%2Fswiss&#038;utm_medium=newsletter&#038;utm_campaign=nl11131">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 1. Juli 2017 zittern die Schweizer Radiomacher, egal ob sie bei SRG- oder Privatsendern tätig sind, egal ob in Bellinzona oder Basel, in Romanshorn oder in Genf. Denn seit dem 1. Juli werden ihre Quoten doppelt gemessen: Vom bisherigen Mediapulse-Radiopanel und vom neuen, das ab 2018 die Radionutzung erheben wird. Letzteres liefert nun im Parallelbetrieb tägliche Daten, die bis auf Weiteres aber nur GfK- und Mediapulse-Mitarbeitende zu sehen bekommen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/07/radioforschung-ein-halbes-jahr-wird-doppelt-gemessen/">Radioforschung: Ein halbes Jahr wird doppelt gemessen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Quelle: Internet</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/24/quelle-internet-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2015 15:34:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Journalisten verbreiten über Social Media immer wieder Inhalte ohne Quellenangabe, mitunter stellen sie sogar komplett verunglückte Beiträge online – und lassen sie stehen. Sollten nicht gerade Medienschaffende besonders sorgfältig mit Fakten und dem Urheberrecht umgehen? Am 20. März 2015 vertwitterte der Leiter Online von Radio SRF 3, Martin Oswald, ein Bild, das er irgendwo im <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/24/quelle-internet-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Journalisten verbreiten über Social Media immer wieder Inhalte ohne Quellenangabe, mitunter stellen sie sogar komplett verunglückte Beiträge online – und lassen sie stehen. Sollten nicht gerade Medienschaffende besonders sorgfältig mit Fakten und dem Urheberrecht umgehen?<br />
<span id="more-24067"></span><br />
Am 20. März 2015 vertwitterte der Leiter Online von Radio SRF 3, Martin Oswald, ein Bild, das er irgendwo im Internet gefunden hatte. Ohne Quellenangabe:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p>Großartig! <a href="https://twitter.com/hashtag/Sonnenfinsternis?src=hash">#Sonnenfinsternis</a> von der Int. Raumstation fotografiert. <a href="https://twitter.com/hashtag/eclipse?src=hash">#eclipse</a> <a href="http://t.co/1ZGv8ybVrV">pic.twitter.com/1ZGv8ybVrV</a></p>
<p>— Martin Oswald (@oswaldmartin) <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/578846689500536832">March 20, 2015</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js"></script> Der von ihm dazu verfasste Begleittext passte aber nicht. Denn das Bild ist keine Fotografie, sondern ein seit mindestens 2009 im Internet existierendes Kunstwerk des japanischen Künstlers <a href="http://a4size-ska.deviantart.com/art/Eclipse-144235675">A4size</a>, der darum bittet, ihm Leute zu melden, die sich nicht darum kümmern, dass er der Urheber des Werks ist. Wie <a href="http://www.watson.ch/!305270207">Watson.ch festhält</a>, tauchte das Bild in zahlreichen Bildergalerien der hiesigen Medien auf, der Tages-Anzeiger verschickte dazu sogar eine Push-Meldung («Ein sensationelles Bild von der ISS», «ein starkes Bild erreicht uns aus dem Weltall», «Das Bild des Tages kommt aus dem All: Die Sonnenfinsternis von der Crew der ISS fotografiert»).  Für das auf seinem Privatkonto <a href="https://twitter.com/oswaldmartin">@oswaldmartin</a> gepostete Bild erhielt der Leiter Online von Radio SRF3 551 Retweets und 783 Favorites. Obwohl er für das Bild völlig falsch beschreibt und die Rechte daran nicht besitzt, will er es das bis heute weiter geteilte Bild nicht löschen:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p>
<a href="https://twitter.com/beat_matter">@beat_matter</a> <a href="https://twitter.com/TorstenBeeck">@TorstenBeeck</a> ist und bleibt ein tolles Bild. Steht nirgends &#8222;heute/aktuell&#8220;.  — Martin Oswald (@oswaldmartin) <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/578860532201091073">March 20, 2015</a>
</p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js"></script></p>
<p>Auf Anfrage sagt Oswald: «Das Bild, egal wie es entstanden ist, finde ich genial. Die Kritik an meinem Tweet ist berechtigt, das will ich nicht schönreden: Ich bin hier einem falschen, ungeprüften Bild aufgesessen. Schlimm wäre es gewesen, den Fehler nicht zuzugeben.» Nicht gelöscht worden sei der Beitrag aus grundsätzlichen Überlegungen: «Social Media ist ein pausenloser Nachrichtenstrom, in dem es wenig Sinn macht, aufzuräumen und Inhalte zu löschen.» Tatsächlich hat Oswald schon mehrfach Bilder oder Bildausschnitte vertwittert, an denen er die Rechte nicht besitzt, und sie später auch nicht gelöscht. Die kreative Leistung, die er selbst hinzugibt, bleibt dabei bescheiden: Einem <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/576820878035591168">Bild, das Staatschefs zeigt</a>, fügt er das Hashtag #WhereIsPutin hinzu. Ein <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/567591236773892096">Bild aus einem Museum</a> ergänzt er mit den Worten «Rembrandt und die Jugend». Weiter twittert er <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/571971406935801856 ">Zeitungsausschnitte</a>, er freut sich, wenn ihm ein <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/577140623205117952">Fake-Profil</a> folgt, und er glaubt, <a href="http://www.blogrebellen.de/2015/03/22/truth-whole-truth-nothing-truth/">der Mann hier</a> sei <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/572799504287723521">ein Mexikaner</a>, der «über Europäer, die bei ihm Fixies gekauft haben», lacht.</p>
<p>Keine Frage, Nutzer von Sozialen Medien begehen Fehler, sind unachtsam und nachlässig. Aber sollten nicht Journalisten, besonders öffentlich-rechtlich finanzierte, Vorbilder sein, was den korrekten Umgang mit der Wahrheit und mit dem Urheberrecht angeht? Auch SRF-Kollege Konrad Weber twittert <a href="https://twitter.com/konradweber/status/572732532782985216">Zeitungsausschnitte ohne Angabe der Quelle</a> &#8211; selbst wenn sie ihm <a href="https://twitter.com/konradweber/status/572733028851716096">durchaus bekannt</a> ist. Woher wohl das Bild dieses Bubs kommt, das Philipp Meier von Watson <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=811479565611076">73 Facebook-Likes</a> eingebracht hat und Konrad Weber von SRF <a href="https://twitter.com/konradweber/status/576471554978131968">13 Retweets und 20 Favorites auf Twitter</a>? Na, aus dem <a href="https://www.google.de/search?safe=off&amp;sa=X&amp;biw=1010&amp;bih=610&amp;tbm=isch&amp;tbs=simg:CAQSigEahwELEKjU2AQaAggCDAsQsIynCBpgCl4IAxIo4g_12DKgE3g_1SGZAOgBjhD5oZ7wy0M5g6hDbXNagwwy_1eJoI2qjuBNhowKxB70WtIbXBq5tK13juD1esp0DE-B--n_1octMjjAV8XLgsMoctnYytrVNw3e4pmCDAsQjq7-CBoKCggIARIEXQ55jgw&amp;ei=u7kPVfeMHIXXPbGzgIgM&amp;ved=0CB4Q2A4oAQ">Internet halt</a>. Einig ist man sich allerdings, dass korrekte Quellenangaben wichtig sind: «Gebe ich immer an», <a href="https://twitter.com/konradweber/status/572734285112864769">schreibt Weber</a>. «Mache ich sonst immer», <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/579540853175259136">schreibt Oswald</a>, für den auch den Fall mit dem Sonnenfinsternis-Artwork <a href="https://twitter.com/oswaldmartin/status/579595387469717506">abgeschlossen ist</a>: «Fehler zugegeben, Quelle angegeben, Lektion gelernt &#8211; und das auch so getwittert!»</p>
<p>Ein Grund, weshalb populär gewordene Tweets partout nicht gelöscht werden wollen, könnte der Dienst <a href="https://klout.com/">Klout</a> sein, der Nutzer von Sozialen Medien mit einem Score zwischen 1 und 100 einstuft und je höher ist, je mehr Interaktionen auf einen Beitrag folgen. Konrad Weber (aktueller Score <a href="https://klout.com/#/konradweber">69</a>), Phlipp Meier (<a href="https://klout.com/#/user/metamythos">68</a>) und Martin Oswald (<a href="https://klout.com/#/user/oswaldmartin">66</a>) sind da gut dabei. Im Kuble-Ranking <a href="http://ranking.kuble.ch/kubleag/journalisten-schweiz">«Schweizer Medien und Journalisten»</a> belegen die drei die Plätze 1, 2 und 5.</p>
<p>«Klout-Score? Wer kennt den nicht?», sagt Oswald, der als Community-Manager öfters mal nachschaut, wie hoch der Score von SRF3 ist (<a href="https://klout.com/#/srf3">70</a>). Auch Meier schaut fast täglich nach, wie hoch Watson gerankt ist (<a href="https://klout.com/#/user/watson_news">74</a>): «Ich nehme den Klout-Score halb-ernst und verhalte mich selten so, dass ich ihn aktiv zu beeinflussen versuche. Aus Spass machte ich mal mit fünf Leuten einen Test: wir likten gegenseitig alles; was prompt dazu führte, dass der Score bei allen Beteiligten um ein paar Punkte anstieg.» Weber gibt an, seinen Klout-Score nicht auswendig zu kennen: «Ich gehe ihn vor allem dann anschauen, wenn mich Philipp Meier mal wieder darauf hinweist, höchstens alle 1 bis 2 Monate.»</p>
<p>«Man muss sehr aufpassen, diesen Score nicht überzubewerten», sagt Martin Oswald, und das ist mit Sicherheit ein gutes Leitwort für alle Journalisten, die in Sozialen Medien aktiv sind. Korrektheit geht vor Schnelligkeit, und wer nur mit fremden Werken Applaus erhält, sollte sich fragen, ob er denn nicht fähig ist, etwas Eigenes zu schaffen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/24/quelle-internet-2/">Quelle: Internet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Quotenmessung funktioniert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/19/die-quotenmessung-funktioniert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Ziesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2014 09:54:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
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		<category><![CDATA[Mediapulse]]></category>
		<category><![CDATA[Quote]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die tägliche Ermittlung der TV-Quote ist ein aufwändiges und komplexes Messverfahren. Dass dieses nicht ganz so einfach manipulierbar ist, wie «Medienwoche»-Kolumnist Nik Niethammer vor einer Woche beschrieben hat, erklärt Gastautor Michael Ziesmann. Sicherlich könnte man bei flüchtiger Betrachtung den Eindruck gewinnen, dass die Abbildung von 3,3 Millionen Schweizerischen Fernsehhaushalten mit 1870 Panel-Haushalten schwierig sein könnte. Tatsächlich handelt <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/19/die-quotenmessung-funktioniert/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die tägliche Ermittlung der TV-Quote ist ein aufwändiges und komplexes Messverfahren. Dass dieses nicht ganz so einfach manipulierbar ist, wie «Medienwoche»-Kolumnist <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/08/ich-bin-die-quote/" target="_self">Nik Niethammer vor einer Woche beschrieben hat</a>, erklärt Gastautor Michael Ziesmann.<br />
<span id="more-21164"></span><br />
Sicherlich könnte man bei flüchtiger Betrachtung den Eindruck gewinnen, dass die Abbildung von 3,3 Millionen Schweizerischen Fernsehhaushalten mit 1870 Panel-Haushalten schwierig sein könnte. Tatsächlich handelt es sich bei dem von Mediapulse und Kantar Media realisierten Messsystem um eines der dichtesten Messnetze für Fernsehkonsum weltweit.</p>
<p>In der Schweiz bildet ein Panel-Haushalt 1764 Fernsehhaushalte ab. In Deutschland existieren 38 Millionen Fernsehhaushalte aber nur 5640 Panel-Haushalte. Demnach steht ein Panel-Haushalt in Deutschland für 6737 Fernsehhaushalte. Auch in den USA bilden lediglich ca. 21000 Panel-Haushalte 120 Millionen Fernsehhaushalte ab. Das Schweizerische Messsystem ist demnach um ein Vielfaches dichter als in anderen Märkten. Dies ist auch nötig, um die verschiedenen Schweizerischen Sprachregionen mit sehr unterschiedlichen Sehgewohnheiten mit möglichst hohen Fallzahlen abbilden zu können.</p>
<p>Sicherlich könnte man bei flüchtiger Betrachtung auch den Eindruck gewinnen, dass die Panel-Haushalte zufällig auswählt werden. Tatsächlich folgt diese Auswahl aber einem sehr genauen Quotenplan. Darin wird die Schweizerische Bevölkerung sehr präzise abgebildet. Sei es nach Alter, Einkommen, Familienstand, Wohnort usw. Die Probanden tragen mit detaillierten Auskünften in umfangreichen Fragebögen dazu bei, dass die 1870 Panel-Haushalte eine Art Miniatur-Schweiz ergeben.</p>
<p>So kann es durchaus sein, dass ein Panel-Haushalt aus dem Messsystem ausscheidet, sobald darin eine Person verstorben ist, Kinder hinzukommen, oder nach einem Universitätsabschluss ein anderer Bildungsgrad und eine andere Einkommenskategorie erreicht werden. Aber auch wenn sich in einer Region die Demografie verändert hat, wird das durch veränderte Steuerungskriterien in Panel-Haushalten abgebildet.</p>
<p>Das sehr dichte Schweizerische Messsystem erlaubt auch bei genaueren Zielgruppendefinitionen oder regionalen Sendern in der Regel schlüssige Ergebnisse, da ausreichend hohe Fallzahlen hinter den Messergebnissen stehen. Denn selbst im Tessin sind 270 Panel-Haushalte eingerichtet.</p>
<p>Sicherlich könnte man bei flüchtiger Betrachtung auch den Eindruck gewinnen, dass bei der Datenerfassung Fehlerquellen und Manipulationsmöglichkeiten bestehen. Natürlich ist bei der Dateneingabe Sorgfalt und Ehrlichkeit gefragt – und sei es wenn der Mann des Hauses mit sieben Freunden Champions League, die Frau des Hauses mit sieben Freundinnen auf zwei Fernsehern «Desperate Housewives», und die Kinder im Kinderzimmer gleichzeitig den «SpongeBob-Marathon» sehen.</p>
<p>Ein Messsystem mit Panel-Haushalten besitzt aufwändige Plausibilitätskontrollen und interne Überprüfungen. Dazu gehören beispielsweise saldierte Auswertungen und Vergleiche mit vorherigen und anderen Messergebnissen. So wird intern durchaus bemerkt, wenn beispielsweise der Fernsehkonsum im Stunden-, Tages-, Wochen- und Monatsvergleich massiv ansteigt bzw. absinkt oder nachts stundenlang ein einziges Programm eingeschaltet ist – was auf einen eingeschlafenen Probanden hindeutet. Solche Logik-Checks zur Panel-Pflege erfolgen auch durch Ad-Hoc-Anrufe, um im Panel-Haushalt ausgewählte Sender, Empfangsquellen oder Anzahl der anwesenden Personen mit den im Messsystem zeitgleich erfassten Eingaben abzugleichen. Derartige Abweichungen werden rollierend korrigiert oder aussortiert und liegen dem Vernehmen nach bei drei bis vier Prozent der Messergebnisse – die sich jedoch gegenseitig aufheben. Einzelne Personen können nicht die Quote sein. Wir sind die Quote – da die Panel-Haushalte die Fernsehhaushalte in ihrer Grundgesamtheit präzise abdecken.</p>
<p>Natürlich besteht die Möglichkeit, dass der berühmte Gang aufs Klo nicht immer korrekt erfasst wird. Jedoch haben Fernsehwerbespots – und darum geht es im Endeffekt – auch dann noch eine hohe Werbewirkung wenn nur der Ton zu hören ist. Da der Gang aufs Klo aber nicht einen einzelnen Sender betrifft, gleicht sich selbst diese Fehlerquelle wieder aus. Eine Messung ist immer besser als eine Befragung.</p>
<p>Die Ermittlung von Reichweiten bei Printprodukten ist um ein Vielfaches ungenauer. Wüssten Sie noch, welche Zeitungen oder Zeitschriften Sie in den vergangenen sieben Tagen in der Hand gehabt, durchgeblättert oder wie lange Sie tatsächlich darin auf welcher Seite was gelesen haben? Auch die Radionutzung wird in der Schweiz elektronisch mittels Radio-Watch gemessen – die möglicherweise auch nicht immer die Radionutzung vollständig abbildet, beispielsweise morgens im Bad unter der Dusche.</p>
<p>Das Problem mit der Einführung eines neuen Messsystems in der Schweiz war es, die unterschiedlichen TV-Nutzungsarten korrekt zu erfassen und diese Daten zu konvergenten Ergebnissen und hybriden Quoten zusammenz führen – wobei aber immer noch ausreichende Fallzahlen auch für regionale Sender erreicht werden müssen. So können zwar Mediatheken von Sendern quantitativ sehr genau erfassen, wie oft welche Inhalte abgerufen wurden. Die Schwierigkeit besteht aber darin, diese konsumierten Inhalte der abrufenden Person qualitativ zuzuordnen. Dabei gilt es auch zu beachten, dass beispielsweise Pre-Roll-Ads in Schweizerischen Mediatheken weltweit angesehen werden und Reichweite aufbauen können – wofür Werbekunden bereits bezahlen – aber oft die nachfolgenden Inhalte nur in der Schweiz sichtbar sind. Abruf ist nicht gleich Abruf. Die Messung des Medienkonsums an mobilen Endgeräten folgt wiederum anderen Vorgaben, da sich das Nutzungsverhalten erheblich vom heimischen Fernseher unterscheidet.</p>
<p>Das in diesen Tagen im deutschsprachigen Raum gestartete Netflix deutet den nächsten logischen Schritt bereits an. Das veränderte Nutzungsverhalten bei Filmen und Serien wird von Netflix detailliert erfasst. So wird faktisch jeder Nutzer von Netflix zum Panel-Haushalt. Denn jeder Nutzer muss sich bei jedem Start von Netflix namentlich anmelden. Das erlaubt es Netflix nach eigener Angabe sekundengenau zu verfolgen an welchen Stellen der Vorspann der Serie «House of cards» vorgespult wird oder welche Art von Inhalten der Nutzer zu welcher Uhrzeit auf welchem Endgerät konsumiert. Ohne namentliche Anmeldung stellt Netflix keinerlei Inhalte zur Verfügung. Fernsehen über Netflix ist faktisch nur als Panel-Haushalt möglich. Verknüpfungen mit Facebook machen ein Messsystem für die werbungtreibende Wirtschaft mit qualitativen Kriterien in Echtzeit möglich, das weit über jedes herkömmliche Messsystem hinausgeht. Inwieweit dies genutzt wird, werden wir in den kommenden fünf Jahren erleben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/19/die-quotenmessung-funktioniert/">Die Quotenmessung funktioniert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ich bin die Quote</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/08/ich-bin-die-quote/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nik Niethammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Sep 2014 07:02:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Quote]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So handgestrickt entstehen die TV-Zuschauerzahlen: Unser Kolumnist war eine Zeit lang Teil des neuen Panels zur Quotenmessung. Die Manipulationsmöglichkeiten sind mannigfaltig. Die Frau am Telefon kommt gleich zur Sache: «Ihr Haushalt ist ausgewählt worden. Als Teilnehmer des Mediapulse Fernsehpanels. Zur Erhebung der Einschaltquoten.» Unser Haushalt? Ausgewählt? Ich sei Journalist, gebe ich zu bedenken, hätte viele <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/08/ich-bin-die-quote/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>So handgestrickt entstehen die TV-Zuschauerzahlen: Unser Kolumnist war eine Zeit lang Teil des neuen Panels zur Quotenmessung. Die Manipulationsmöglichkeiten sind mannigfaltig.<br />
<span id="more-21068"></span><br />
Die Frau am Telefon kommt gleich zur Sache: «Ihr Haushalt ist ausgewählt worden. Als Teilnehmer des Mediapulse Fernsehpanels. Zur Erhebung der Einschaltquoten.» Unser Haushalt? Ausgewählt? Ich sei Journalist, gebe ich zu bedenken, hätte viele Jahre fürs Fernsehen gearbeitet und würde zahlreiche Fernsehschaffende persönlich kennen. Zudem sei ich kein linearer Vielgucker. «Auch solche Leute brauchen wir für unsere Statistik, sagt die Dame vom Marktforschungsinstitut Kantar Media freundlich, «im übrigen erfolgt die Auswahl nach dem Zufallsprinzip. Also: herzlich Willkommen.»</p>
<p>Wenige Tage später installiert ein Techniker das schwarze Mediapulse-Messgerät bei unserem Fernseher. Auch mein Laptop wird «verkabelt». Der junge Mann erklärt mir etwas umständlich, wie die Messung funktioniert und erwähnt beiläufig, dass die Methode noch Kinderkrankheiten aufweise. Das ist die Untertreibung des Jahres: Im März 2013 tobt in der Schweiz ein wüster Streit um das neu eingeführte Messsystem. Die Methode – sie berücksichtigt neu auch zeitversetztes Fernsehen und TV-Konsum via Internet – wird von verschiedenen Sendern heftig kritisiert. Rückt deshalb der Techniker in den folgenden Wochen noch zweimal an, um das System zu «justieren», wie er mir erklärt.</p>
<p>Nun bin ich angehalten, unseren Fernsehkonsum peinlich genau zu erfassen. «Jede einzelne Person in Ihrem Haushalt leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Abbildung der Fernsehnutzung», schreibt das Marktforschungsinstitut Kantar Media in einem Begrüssungsbrief. «Jede einzelne Person zählt, ob sie nun schaut oder nicht, und egal was sie schaut.»</p>
<p>Das erste, was sich in unserem Haushalt ändert, ist die Zahl der Fernbedienungen. Es sind nun vier: eine für den Fernseher, eine für die Horizon-Box von UPC Cablecom, eine für den DVD-Player. Und neu einen Drücker für das Messgerät. Darauf sind alle Personen gespeichert, die in unserem Haushalt wohnen. Mein Einwand, unsere Kinder (5 und 3) dürften noch gar kein Fernsehen gucken, wird energisch entkräftet: «Jede im Haushalt lebende Person wird erfasst.»</p>
<p>Dann also los: Ich schalte den Fernseher ein, 19.30 Uhr, Tagesschau. Das Display des Messgerätes beginnt zu blinken. «Wer ist anwesend?». Auf dem schwarzen Kästchen drücke ich die Taste mit meinem Namen. Die Eingabe wird sofort bestätigt: «Hallo Nik». Kurze Zeit später werde ich gefragt, wie viele Gäste anwesend sind. Ich betätige erneut eine Taste, die Frage verschwindet, um nach wenigen Minuten erneut aufzublinken. «Zuschauer überprüfen». Das ist ziemlich gewöhnungsbedürftig und nervt auf Dauer.</p>
<p>Ab sofort bin ich also einer von 1870 Panel-Haushalten, die die 3,3 Millionen Fernsehhaushalte in der Schweiz abbilden. Ich bin die Quote, schaue repräsentativ für mehrere Tausend Menschen fern. Es wäre einfach, das System zu manipulieren, wollte ich es denn. Meine Freunde Viktor Giacobbo und Mike Müller unter Quotendruck? Kein Problem: Schnell die Tasten aller Haushaltbewohner – also auch die unserer Kinder – gedrückt, dazu vier Klicks auf «Gäste weiblich» und «Gäste männlich», und die tatsächlich zuschauende Zahl von Personen wäre sieben Mal höher. Wäre.</p>
<p>Beeinflusst das Gerät meine Art der Fernsehnutzung? Oh ja. Schnell mal hin und her zappen funktioniert zwar immer noch. Aber ich ertappe mich beim Gedanken, dass die Auswerter von Mediapulse jedes, wirklich jedes Programm sehen können, das ich ansteuere. Also halte ich mich zurück. Oder logge mich gar nicht erst ein, obwohl ich laufend dazu aufgefordert werde. Was mir prompt eine Rüge von Kantar Media einträgt. «Wir haben festgestellt, dass Sie Fernsehen schauen ohne sich angemeldet zu haben», sagt die Dame am Telefon streng. «Die Kinder haben wohl mit der Fernbedinung gespielt», gelobe ich Besserung.</p>
<p>Sendungen von Kollegen, die mir besonders am Herzen liegen, versuche ich zu erfassen, indem ich sie aufzeichne und zeitversetzt abspiele, nicht ohne die entsprechende Taste zu drücken. Nicht immer sitze ich dabei vor dem Fernseher. Das entspricht zwar nicht den Regeln. Aber der Realität. Ab und an schalte ich auch meine Frau dazu, frei nach der Devise: meine Frau würde dieses Programm ebenfalls mögen, also schaut sie im Prinzip auch mit.</p>
<p>Mein Fazit als Quotenhaushalt: Das System hat Lücken. Denn das Gerät erfasst nur, wer was guckt. Nicht aber, ob die Menschen, die den Fernseher einschalten, auch wirklich zuschauen – oder im Smartphone stöbern und sich die Fussnägel schneiden. Technisch wäre es wohl möglich, jeden Zuschauer per Gesichtserkennung zu überwachen. Aber ich bezweifle, dass dann noch jemand mitmachen würde. Und: Ich habe in den letzten Monaten viele Staffeln von «Breaking Bad», «24 Live Another Day», «House of Cards», «Homeland» oder «Orphan Black» gesehen. Die meisten auf meinem Tablet. Nicht eine Minute davon ist vom Mediapulse-System erfasst worden. Ebenso wenig die Etappen der «Tour de France» auf dem Eurosport Player, die ich mir unterwegs auf dem Smartphone gegönnt habe.</p>
<p>Mein Fernsehverhalten hat die Quote in der Schweiz mitbestimmt. Hat bei Werbekunden und in Fernsehredaktionen für Freude und manchmal für Entsetzen gesorgt. Und einige in Erklärungsnot gebracht. Oft genug habe ich als Chefredaktor von Tele Züri oder Sat 1 selbst erlebt, wie man am Morgen danach eine schlechte Quote schön redet: Das Wetter ist schuld. Die Konkurrenz. Das lausige Vorprogramm. Die schwache Crosspromotion. Dass es an der Qualität des Programms liegen könnte, wollte man sich nur selten eingestehen.</p>
<p>Übrigens: Als Würdigung meiner Arbeit als Quotenmann erhielt ich von der Kantar Media kürzlich einen Migros-Gutschein im Wert von 100 Franken.</p>
<p>Nachtrag: Als Teilnehmer am Mediapulse Panel ist man zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet. Seit Juli 2014 sind wir – aus freien Stücken – nicht mehr verkabelt. Deshalb habe ich mich entschlossen, unser Leben als Quotenfamilie aufzuschreiben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/08/ich-bin-die-quote/">Ich bin die Quote</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Vielfalt statt Frauenquote</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2013 12:32:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Simone Meier]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschlechterquoten]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es braucht eine Förderung der vielen nicht in den Redaktionen vertretenen Gruppen. Quoten sind jedoch abzulehnen: Sie führen lediglich dazu, dass nicht in erster Linie die Leistung Grund für eine Beförderung ist. Eine Diversity-Charta könnte eine Lösung sein. Markus Somm von der Basler Zeitung nennt das Ziel der Chefredaktion des Tages-Anzeigers, bis 2016 einen redaktionellen <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es braucht eine Förderung der vielen nicht in den Redaktionen vertretenen Gruppen. Quoten sind jedoch abzulehnen: Sie führen lediglich dazu, dass nicht in erster Linie die Leistung Grund für eine Beförderung ist. Eine Diversity-Charta könnte eine Lösung sein.<br />
<span id="more-15037"></span><br />
Markus Somm von der Basler Zeitung nennt das Ziel der Chefredaktion des Tages-Anzeigers, bis 2016 einen redaktionellen Frauenanteil von 30 Prozent zu erlangen (<a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/tages-anzeiger-die-m-nner-sind-den-letzten-jahren-massiv-bevorteilt-worden-307711#.UeJiYVOzDZ4">«Stauffacher-Deklaration»</a>), eine <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/frauenquote-die-f-hrung-bleibt-m-nnerhand-307786#.UeGXslOzDZ4">«schmerzfreie Symbolpolitik»</a>:</p>
<blockquote><p>Wäre es der Chefredaktion ernst, hätte sie ja längst den Tatbeweis erbringen können, indem einer der Kollegen einer Kollegin umgehend den Platz überlassen hätte. Man deklariert hochtrabend eine Quote für die Nachfolger, die einem nicht betrifft.</p></blockquote>
<p>So reagieren sie leider immer, die Herren auf den Chefsesseln der Schweizer Medienlandschaft, wenn es darum geht, Neues zuzulassen:</p>
<p>Internet? Extrem wichtig und mit Sicherheit die Zukunft! Aber bis zu meiner Pension mache ich lieber weiter mit Gedrucktem.</p>
<p>Frauen? Junge? Alte? Secondos? Ausländer? Randregiönler? Hat es definitiv zu wenig in den Redaktionen, gerade in Führungspositionen! Nach meiner Pension müssen unverzüglich welche angestellt werden.</p>
<p>Nicht-Akademiker? Ja gut, aber können die überhaupt schreiben? Also wir brauchen dann schon gebildete Leute.</p>
<p>Es war auch früher nicht anders. Niklaus Meienberg schrieb in <a href="http://netzwertig.com/2007/12/24/niklaus-meienberg-wer-will-unter-die-journalisten/">«Wer will unter die Journalisten – eine Berufsberatung 1972»</a>:</p>
<blockquote><p>Hat der Kandidat nicht «studiert», aber doch schon geschrieben, so wird ihm der abgeschlossene Akademiker vorgezogen, der noch nicht geschrieben hat. Eine normale Redaktion zieht den unbeschriebenen Akademling schon deshalb vor, weil er sich durch eigenes und eigensinniges Schreiben noch keine besondere Persönlichkeit schaffen konnte. Er ist unbeschränkt formbar und verwurstbar. Er hat auf der Uni gelernt, wie man den Mund hält und die Wut hinunterschluckt, wenn man dem Abschluss zustrebt. Er ist besser dressiert als einer, der sofort nach der Matura oder Lehre schreibt.</p></blockquote>
<p>Unter die Journalisten kommen also in aller Regel Studierte aus Akademikerhaushalten, die sich unterordnen können. Wer lange Arbeitszeiten auf sich nimmt, auch gegen den Quatsch von oben uneingeschränkt loyal ist, Wochenendschichten schiebt und mehr Präsenz zeigt als die Konkurrenz, wird irgendwann zum Chef befördert. Und dort bleibt er dann, so lange er die Minimalanforderungen solide erfüllt, manchmal bis zur Pension. Macht er etwas, das sich konkret in Werbegelder ummünzen lässt, wird er in Ruhe gelassen, was auch immer er publizistisch leistet. Aus diesen Gründen ist <a href="https://medienwoche.ch/2012/12/05/fehlende-vielfalt/">der typische Chefredaktor der Schweiz</a> oft ein weisser Mann um die 50 mit akademischer Bildung.</p>
<p>Frauen, in diesen Fragen vielleicht lebensklüger, haben oft kein Interesse an stumpfsinnigen, endlosen Arbeitszeiten, sie wünschen sich ein Leben mit Freizeit und sozialen Kontakten ausserhalb des Journalismus. Viele Menschen lehnen Führungsaufgaben ja deswegen ab, weil sie wissen, dass Lebensqualität nicht mit der Vergabe von Titeln oder der Gehaltsstufe zu tun hat. Sie sind eher interessiert daran, in Ruhe eine Arbeit zu leisten, die Sinn macht und sie erfüllt.</p>
<p>Dabei ist es ja nicht so, als hätte es im Schweizer Journalismus noch keine Frauen gegeben: Laure Wyss, Margrit Sprecher, Michèle Roten, um nur drei zu nennen, haben sich ohne Quote durchgesetzt. Und mal ehrlich: Eine Berufung aufgrund der Quote hat etwas unglaublich Peinliches. Sie ist schon deshalb abzulehnen, weil damit der Verdacht verknüpft ist, sie sei nicht aufgrund von Leistungen erfolgt.</p>
<p>Journalismus ist wie Film oder Tanz ein extrem wettbewerbsintensives Feld. Um irgendwie hineinzukommen, nehmen Journalisten tiefe (oder auch gar keine) Honorare in Kauf, fragwürdige Arbeitsbedingungen und setzen sich sogar (als Anwälte des freien Wortes) einen Maulkorb auf, was die wahren Probleme am Arbeitsplatz angeht. Dass bei dieser angespannten Wettbewerbssituation immer wieder die gleichen Typen auf dem Chefsessel landen, ist schon erstaunlich. Wer an der Macht ist, will keine Konkurrenz, schon gar nicht durch Leute, die seine Sichtweise in Frage stellen. Wie sagte es <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/die-oberste-bankenspitze-wollte-dass-wanner-unsere-ubs-berichterstattung-stoppt-286182#.UeGt-FOzDZ4">Patrik Müller 2009</a>: «Bei Ringier habe ich erlebt, dass gewisse Chefs Angst haben, bessere Leute zu engagieren, weil ihnen diese gefährlich werden könnten.»</p>
<p>Die Forderung einer Frauenquote ist ein guter Diskussionsanstoss, doch es geht um mehr. <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/frauenquote-die-f-hrung-bleibt-m-nnerhand-307786#.UeGXslOzDZ4">Lesen wir weiter</a>, warum Markus Somm «grundsätzlich gegen Quoten» ist, Vielfalt aber für wichtig hält. Es brauche «eine Art politische Diversity» in der Redaktion, aber auch Journalisten «aus unterschiedlichen Milieus» &#8211; nur so könne er möglichst viele seiner Leser ansprechen.</p>
<blockquote><p>Aber Diversity beschränkt sich nicht bloss aufs Geschlecht. Genauso entscheidend ist eine gute Mischung zwischen alten und jungen Journalisten, Schweizern und Ausländern, Secondos und Einheimischen, Akademikern und Leuten, die dem Teufel vom Karren gefallen sind.</p></blockquote>
<p>Der Frauenbeauftragten des Tages-Anzeigers, Simone Meier, <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/tages-anzeiger-die-m-nner-sind-den-letzten-jahren-massiv-bevorteilt-worden-307711#.UeGXx1OzDZ4">ist es egal</a>, wenn Männer durch eine Frauenquote benachteiligt werden, schliesslich seien Männer «in den letzten Jahren beim ‹Tagi› massiv bevorteilt worden». So eine Haltung kann man haben, auf eine erspriessliche Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern deuten solche Aussagen aber nicht hin. Besonders schwach von Meier ist es, <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/srf-auch-simone-meier-l-sst-roger-schawinski-abblitzen-307860#.UeHBVFOzDZ4">sich den Fragen von Roger Schawinski nicht stellen zu wollen</a>. Wem es egal ist, das andere Geschlecht zu diskriminieren, damit das eigene zum Zug kommt, sollte schon den Mut aufbringen, diese Argumentation zu verteidigen.</p>
<p>Dass das Anliegen bei der Tages-Anzeiger-Chefredaktion «auf total offene Türen» stösst, überrascht nicht, denn etwas anderes kann sich die politische Korrektheit anmahnende Redaktion gar nicht leisten. Aber man muss nicht reden, man muss handeln. So wie Andrea Bleicher, die nach ihrem Antritt beim «Blick» Frauen gleich scharenweise angestellt hat. Das Geplauder beim Tagi <a href="http://www.blick.ch/news/wer-schweigt-ist-selber-schuld-id2369094.html">hält sie für verzichtbar</a>:</p>
<blockquote><p>Als wäre man mit einer Zeitmaschine in die 80er-Jahre zurückgereist, wurde auch eine «Frauenbeauftragte» ernannt.<br />
Die soll sich der Frage annehmen, weshalb es beim «Tages-Anzeiger» so wenige Frauen gibt.<br />
Ganz einfach. Weil man so wenige angestellt hat. Warum gibt es so wenige Ressortleiterinnen? Noch einfacher. Weil man lieber Männer befördert hat.<br />
Nicht schwafeln! Machen! Tuts doch einfach, stellt Frauen an! Dafür braucht es keine «Deklaration».</p></blockquote>
<p>Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass es sehr viele gute Männer gibt im Journalismus und dass sich oft gar nicht so viele Frauen bewerben. Der Tagi wird derzeit von einem Mann geführt, doch Tamedia hat Chefredaktorinnen: Sandra Jean (Le Matin), Ariane Dayer (Le Matin Dimanche) und Silvia Binggeli (Annabelle). Und auch Ringier setzt Frauen an die Spitze von Redaktionen, zuletzt wurde Christine Maier die Führung des Sonntagsblick anvertraut, und vielleicht ringt man sich auch noch dazu durch, Andrea Bleicher das «ad interim», das sie schon seit über fünf Monaten im Impressum zu führen gezwungen ist, wegzunehmen.</p>
<p>Es sind die Konservativen, die der Vielfalt im Wege stehen. Sie sind es, die Frauen, Secondos, Ausländern, Jungen, Alten, Randregiönlern und Nicht-Akademikern keine Meinungsmacht geben wollen. Weil es ihre eigene Meinungsmacht beschränken würde. Ein Blick in die SMD ist aufschlussreich: Kaum eine Zeitung hat die Diskussion über die Frauenquote in den Redaktionen aufgegriffen.</p>
<p>Leute, die andere Gene und eine andere Sozialisation haben, werden die Sache nicht immer besser machen, aber mit Sicherheit etwas anders. Manchmal reicht es, in einer Diskussionsrunde eine Frau, einen Ausländer oder einen Nicht-Studierten zu haben, um eine Gewissheit der Runde umzustürzen. Solche Leute sind fähig, einem Unternehmen echt neue Inputs zu geben und sie einem Teil der Leserschaft nahe zu bringen. Damit eine Gruppe klug ist, braucht sie Diversität, also unterschiedliche Teile, die sich voneinander unabhängig eine Meinung bilden. Ein gangbarer Weg wäre vielleicht eine Diversity-Charta, die ebenso verbindlich ist wie eine Quotenregelung, aber nicht starre Zahlen vorschreibt, sondern die Verpflichtung zu einer durchmischten Redaktion festhält.</p>
<p>In vielen Redaktionen melden sich immer wieder die gleichen Meinungsführer zu Wort &#8211; solange die anderen bei den Konferenzen schweigen und Interviewanfragen ablehnen, ängstlich sind und konfrontationsscheu, wird sich an der bestehenden Lage nichts ändern. Um von der Meinungsmacht ein grösseres Stück zu erhalten, müssen die Minderheiten (Ausländer, Junge, etc.) und Mehrheiten (Frauen) aufstehen, reden, schreiben, senden, bloggen. Nur so kann es zu Vielfalt und einem echten Wettbewerb kommen. Nur so können Kartelle und Monopole zum Einsturz gebracht werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/">Vielfalt statt Frauenquote</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Excel ohne Wert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 07:38:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Teil der schweizerischen TV-Branche will nicht, dass die aktuellen Zuschauerzahlen veröffentlicht werden. Grund sind die unerklärlichen und teils enormen Verschlechterungen der neuen Zahlen gegenüber der bisherigen Quote. Nur: Ein solcher Vergleich ist sinnlos und nicht statthaft. Trotzdem wird munter weiterverglichen. Wer die Excel-Tabelle auch nur oberflächlich anschaut, sieht schnell, was es geschlagen hat: Nichts <a href="https://medienwoche.ch/2013/03/01/excel-ohne-wert/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Teil der schweizerischen TV-Branche will nicht, dass die aktuellen Zuschauerzahlen veröffentlicht werden. Grund sind die unerklärlichen und teils enormen Verschlechterungen der neuen Zahlen gegenüber der bisherigen Quote. Nur: Ein solcher Vergleich ist sinnlos und nicht statthaft. Trotzdem wird munter weiterverglichen.<br />
<span id="more-12892"></span><br />
Wer die Excel-Tabelle auch nur oberflächlich anschaut, sieht schnell, was es geschlagen hat: Nichts ist mehr, wie es einmal war, die Schweizer TV-Welt steht Kopf. Im Januar verlieren zahlreiche Sender gegenüber den Vergleichsmonaten der letzten Jahre dramatisch an Marktanteilen. Je nach Sender und Zielgruppe betragen die Verluste bis zu 70 Prozent. Zu den grossen Verlierern gehören nach dieser Rechnung die deutschen Privatsender, der Schweizer Sender 3+ und die einheimischen regionalen Stationen. Kein Wunder stellt die Branche die schlechten Zahlen und ihre Erhebungsmethode infrage und hat deshalb verhindert, dass diese <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/19/aeusserst-unguenstige-ausgangslage/" target="_self">veröffentlicht werden</a>. Genährt werden die Zweifel von einem Aussetzer Anfang Jahr, als es die Firma Mediapulse nicht geschafft hat, das neue Messsystem <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/24/risiko-bewusst-in-kauf-genommen/" target="_self">termingerecht in Betrieb</a> zu nehmen. Seither gehen die Wogen hoch.</p>
<p><a href="http://www.blick.ch/people-tv/tv/millionenkosten-zuschauer-schwund-id2215214.html" target="_blank">Die Empörung</a> ob der <a href="http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2809/" target="_blank">schlechten Zahlen</a> ist zuerst einmal nachvollziehbar. Schliesslich geht es um Werbemillionen. Die einfache Rechnung: Weniger Zuschauer heisst weniger Geld. Nur: Diesen Zuschauerrückgang, den der Vergleich suggeriert, gibt es so gar nicht. Ein Vergleich zwischen der alten und der neuen Messmethode sei «nicht statthaft», teilt Caroline Kellerhals mit. Sie ist bei der Firma Medienpulse als Leiterin Forschung mit den beiden Methoden bestens vertraut. Weiter schreibt sie auf Anfrage: «Direkte Vergleiche zwischen den beiden Panels sind zu vermeiden und seit Monaten weisen wir die Kunden darauf hin.» Mediapulse werde seine Kunden deshalb bei solchen Auswertungsversuchen nicht unterstützen.</p>
<p>Die Branche weiss das. Im Prinzip. «Aus theoretischer Sicht stimmt es natürlich, dass sich alte und neue Zahlen nicht vergleichen lassen. Dennoch kann man kaum vermeiden, dass derzeit solche Vergleiche angestellt werden», sagt Philip Hofmann, als Geschäftsleiter <a href="http://www.teleregiocombi.ch/Home.aspx" target="_blank">Tele Regio Combi</a> verantwortlich für die nationale Vermarktung von sechs Deutschschweizer Privatsendern. Ob man das andernorts auch so sieht, ist nicht bekannt. Mehrere Anfragen der MEDIENWOCHE blieben bisher unbeantwortet.</p>
<p>Das macht die Situation natürlich nicht besser. Sondern nur noch verworrener. Denn der Vergleich der Zuschauerzahlen auf der Zeitachse gehört zu den zentralen Instrumenten bei der Mediaplanung. Eine «Stunde null» gab es bisher nur einmal, 1985 bei der Umstellung von der Telefonbefragung zur Quotenerhebung auf das automatisierte Telecontrol-System. Wie damals lassen sich auch heute die neue und alte Messmethode nicht miteinander vergleichen. Zu gross sind die <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/tv-wettrennen-zurueck-an-den-start-1.17895978" target="_blank">Unterschiede zwischen den beiden Systemen</a>.</p>
<p>Deshalb müssen die neuen Zahlen aus sich heraus für plausibel erklärt werden, damit sie die Branche möglichst bald für vertrauenswürdig hält. Mit dieser Aufgabe hat Mediapulse externe Experten betraut. Für TV-Vermarkter Hofmann ist das der richtige Weg: «Wir sagen nicht, dass die Zahlen aus dem neuen Panel nicht stimmen. Wenn unsere Fragen vollständig und plausibel beantwortet werden, dann müssen wir uns mit den neuen Zahlen abfinden.» Wobei Hofmann vor allem eine Erklärung für die «offensichtlichen Abweichungen» erwartet und damit wieder den unzulässigen Vergleich bemüht. Mediapulse steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/03/01/excel-ohne-wert/">Excel ohne Wert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Im Zeichen der Zahlen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/01/11/im-zeichen-der-zahlen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 15:23:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das zweite Jahr in Folge blieb 2012 der Marktanteil des Schweizer Fernsehens unter 30 Prozent. Ein Wert vor allem für die Geschichtsbücher. Denn ab diesem Jahr werden die Quoten mit einem neuen Verfahren ermittelt. Die neuen Daten lassen sich nicht mehr mit den alten vergleichen. Seit Anfang Jahr befindet sich das Schweizer Fernsehen auf einem <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/11/im-zeichen-der-zahlen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/11/im-zeichen-der-zahlen/">Im Zeichen der Zahlen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das zweite Jahr in Folge blieb 2012 der Marktanteil des Schweizer Fernsehens unter 30 Prozent. Ein Wert vor allem für die Geschichtsbücher. Denn ab diesem Jahr werden die Quoten mit einem neuen Verfahren ermittelt. Die neuen Daten lassen sich nicht mehr mit den alten vergleichen.<br />
<span id="more-31153"></span><br />
Seit Anfang Jahr befindet sich das Schweizer Fernsehen auf einem Blindflug; zumindest was die Zuschauerzahlen angeht. Wegen «vereinzelten technischen Schwierigkeiten» konnte die neu für die Quotenerhebung zuständige Firma noch keine Zahlen liefern. SRF-Direktor Ruedi Matter nahm das gestern an der <a href="http://www.srf.ch/medien/news/jahresmedienkonferenz-srf-2013-mit-starken-programmhighlights-2012-klare-nummer-1/" target="_blank">Jahresmedienkonferenz</a> von Schweizer Radio und Fernsehen einigermassen gelassen. Er könne daran schliesslich auch nichts ändern, schlimm sei diese Lücke aber nicht. SRF-Haussatiriker Viktor Giacobbo bringt die Gelassenheit angesichts fehlender Quoten auf seine Art <a href="https://twitter.com/viktorgiacobbo/status/289671134360788992" target="_blank">auf den Punkt</a>: «Solange die Messmethode nicht funktioniert, ist bei SRF für die Quotenermittlung Hausastrologin Monica Kissling verantwortlich.» Die Quote ist nicht alles für den öffentlichen Rundfunk. Private Fernsehmacher würden nach elf Tagen ohne Zuschauerzahlen verzweifeln.</p>
<p>Ganz ohne Zahlen kam die Jahresmedienkonferenz dann doch nicht aus. Vor allem die Fernsehquote des vergangenen Jahres gab zu reden. Das zweite Jahr in Folge blieb 2012 der Marktanteil des Schweizer Fernsehens unter der magischen Grenze von 30 Prozent. Er ging sogar noch um einen halben Prozentpunkt zurück auf 29.3 Prozent im Ganztagesschnitt. Im internationalen Vergleich bedeutet das immer noch einen Rekordwert für einen öffentlichen Sender.</p>
<p>Die TV-Zahlen alleine zeigen indes nur das halbe Bild. Als konvergentes Medienunternehmen rückt für SRF die «total audience» verstärkt in den Fokus. Wie gross ist das Publikum, das SRF mit Radio, TV und Online über alle Plattformen und Nutzungsmöglichkeiten erreicht? Die <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/tv-wettrennen-zurueck-an-den-start-1.17895978" target="_blank">neue Messsmethode</a>, so sie denn mal funktioniert, macht hier einen Anfang: ab 2013 wird auch der zeitversetzte TV-Nutzung gemessen.</p>
<p>Der Zufall wollte es, dass gestern auch die <a href="http://netreport.net-metrix.ch/audit/index.php?l=de&amp;s=51421&amp;t=1&amp;from=201212" target="_blank">Net-Metrix-Daten</a> für Dezember 2012 veröffentlicht wurden. Darin sind erstmals auch die Werte für das neue Portal srf.ch enthalten. Gemessen an Unique Clients, liegt srf.ch hinter 20min.ch und blick.ch als drittplatziertes Medienunternehmen auf der Bestenliste des monatlichen Audit (total auf Rang 7). Auch bei den anderen Messgrössen liegt SRF weit vorn. Gegenüber dem Vorjahr hat die Online-Nutzung um fast 20 Prozent zugenommen. Einen etwas kleineren Sprung, aber auch ein deutliches Plus, verzeichnen die Abrufe von Podcasts und Streams.</p>
<p>Das sind zwar eindrückliche Zahlen, aber mit Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre wird die Nutzung der neuen Online-Kanäle und -Plattformen den Verlust bei den linearen Vektoren nicht auffangen können. Der Rückgang von klassischem Radio und TV in der Publikumsgunst bleibt unwiederbringlich. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass die Verluste so weit wie möglich mit Online-Angeboten kompensiert werden. Das Gebührenprivileg verpflichtet einen Sender zum Publikumserfolg. Ein «Service sans public» lässt sich nicht legitimieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/11/im-zeichen-der-zahlen/">Im Zeichen der Zahlen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>«Kommt in die Gänge!»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/03/02/kommt-in-die-gaenge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Haeffner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 10:34:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Pro Quote]]></category>
		<category><![CDATA[Quote]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In deutschen Medien machen Journalistinnen und Redaktorinnen mobil: Sie fordern eine Quote von 30 Prozent weiblichen Führungskräften in Redaktionen. Aber weshalb ausgerechnet eine Frauenquote? Es gibt zahlreiche andere gesellschaftliche Gruppen, die in den Medien auch unterrepräsentiert sind. Das Recht auf Führung erwirbt man nicht per Verordnung oder Quote. Geht es um einen verordneten Frauenanteil in <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/02/kommt-in-die-gaenge/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/02/kommt-in-die-gaenge/">«Kommt in die Gänge!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/03/pro_quote.jpg" class="alignleft" width="120" height="95" /> In deutschen Medien machen Journalistinnen und Redaktorinnen mobil: Sie fordern eine Quote von 30 Prozent weiblichen Führungskräften in Redaktionen. Aber weshalb ausgerechnet eine Frauenquote? Es gibt zahlreiche andere gesellschaftliche Gruppen, die in den Medien auch unterrepräsentiert sind. Das Recht auf Führung erwirbt man nicht per Verordnung oder Quote.<br />
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Geht es um einen verordneten Frauenanteil in Führungspositionen, sind die Meinungen schnell gemacht: Die Befürworter versprechen sich von der zwangsweisen geschlechterspezifischen Besetzung von Führungspositionen mehr Gerechtigkeit. Die Gegner von Quoten sehen in verordneter Geschlechtergerechtigkeit eine Form der Diskriminierung oder lehnen jegliche Zwänge zur Durchsetzung von vermeintlicher Gleichheit generell ab.</p>
<p>Am 26. Februar war es wieder einmal soweit: Unter dem Titel «Frauen sind kein Problem, sondern die Lösung», verkündete Katharina Riehl <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/debatte-um-frauenquote-frauen-sind-kein-problem-sondern-die-loesung-1.1293788" target="_blank">in der «Süddeutschen Zeitung»</a> kämpferisch: «In Deutschland gibt es viel zu wenig Frauen in Leitungsposten. Auch in Verlagshäusern, wie der SZ. Nun machen 350 deutsche Journalistinnen mobil – und fordern jetzt eine Frauenquote von 30 Prozent für Führungspositionen.»</p>
<p>In einem <a href="http://www.pro-quote.de/was-wir-wollen/" target="_blank">offenen Brief</a> beklagen sich die Initiatorinnen von «Pro Quote» bei ihren Vorgesetzten, dass «nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 deutschen Tages- und Wochenzeitungen Frauen» sind. Weiters monieren sie, dass von 12 Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks «lediglich drei weiblich» sind, mithin also 25 Prozent. Das Ziel der Journalistinnen ist, dass in den nächsten fünf Jahren mindestens dreissig Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen mit Frauen besetzt werden, und zwar auf allen Hierarchiestufen. «Schaffen Sie das?», fragen sie die Adressaten des Schreibens. Nichts spricht dafür.</p>
<p>Denn eine Lösung ist die Quote nicht. Hätten Frauen das Recht, Quoten im Journalismus oder in anderen Berufen durchzusetzen, dann stünde das gleiche Recht auch beispielsweise Ausländern, Christen, Muslimen etc. zu. Zumal wenn man Miriam Meckel ernst nimmt, die meint, die Quote wäre rechtens, «weil Medien täglich dazu beitragen, unsere Weltbilder zu entwerfen. Die sollten auch den Blick der Frauen enthalten». Und welche Gruppe hätte dann – frei nach Frau Meckel – nicht das Recht, ihren Blick in die Weltbilder der Leser zu projizieren?</p>
<p>Kriterium zur Beförderung auf einen Chefposten kann nicht die Zugehörigkeit zu irgendeiner Gruppierung sein: Führen kann und soll, wer in den für die jeweilige Publikation erfolgsentscheidenden Rubriken über die dafür erforderliche Qualifikation, Kompetenz und ergo Autorität verfügt.</p>
<p>Und wie steht es darum in deutschen Medien? Ein Quervergleich von führenden deutschen Tageszeitungen und Nachrichtenmagazinen ergibt – und das kann jeder selbst bei seinem Leib- und Magenblatt überprüfen: In erfolgsentscheidenden Ressorts (Innenpolitik, Internationales, Wirtschaft, Finanzen, Wissenschaft, Sport etc.) arbeiten fast ausschliesslich Männer. Frauen sind hier nur selten am Werk.</p>
<p>Sie publizieren dagegen vornehmlich Artikel von den vielen Nebenkriegsschauplätzen dieser Welt: also über Lokales, Gesellschaftsthemen, Beziehungsprobleme, die neueste Party-Location, Beauty-, Gesundheits- und Bewerbungstipps, Prominente, Mode, Lifestyle, Kultur, Literatur, TV und dergleichen mehr.</p>
<p>Wo also sollen sie denn herkommen, diese dreissig Prozent Frauen? Und warum arbeiten viel weniger Frauen als Männer in den jeweils matchentscheidenden Disziplinen?</p>
<p>Die Initiative «Pro Quote» verkennt: Das Recht auf Führung erwirbt man nicht per Verordnung oder Quote. Führen und Macht muss man wollen und die dafür in den Schlüsseldisziplinen erforderlichen Qualifikationen, Kompetenzen und Autorität muss man liefern. Haben sich Frauen einmal in den jeweiligen Schlüsseldisziplinen etabliert und beweisen sie die nötige Durchsetzungskraft, dann braucht es keine Quote. Die Journalistin Lena Ackermann skandiert auf pro-quote.de: «Kommt in die Gänge!» Das sollten sie wirklich wörtlich nehmen, die Damen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/02/kommt-in-die-gaenge/">«Kommt in die Gänge!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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