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	<title>Urs Buess | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Im Sekundenstundenschlaf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 06:38:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Buess]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Tageswoche findet die Revolution bisher vor allem in den Konzepten statt. Nun soll mit dem neuen Chefredaktor Dani Winter ein Onliner neuen Schwung bringen. Doch das interne Sesselrücken liefert kaum Anzeichen auf weniger Halbherzigkeit. Die Pressemitteilung über die Personalrochade bei der Tageswoche wurde am späten Freitagabend vor dem langen Pfingstwochenende publik. Wer um <a href="https://medienwoche.ch/2013/05/27/im-sekundenstundenschlaf/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Tageswoche findet die Revolution bisher vor allem in den Konzepten statt. Nun soll mit dem neuen Chefredaktor Dani Winter ein Onliner neuen Schwung bringen. Doch das interne Sesselrücken liefert kaum Anzeichen auf weniger Halbherzigkeit.<br />
<span id="more-14222"></span><br />
Die <a href="http://www.tageswoche.ch/de/2013_20/basel/543173/die-tageswoche-baut-ihr-digitales-angebot-aus.htm">Pressemitteilung</a> über die Personalrochade bei der Tageswoche wurde am späten Freitagabend vor dem langen Pfingstwochenende publik. Wer um diese Zeit eine Meldung rausschickt, wünscht sich meistens, sie möge ungelesen in den Papierkorb wandern.</p>
<p>Allerdings ist der Wechsel einigermassen brisant: Die bisherige Doppel-Chefredaktion, im Amt seit dem Start des Mediums im Oktober 2011, wurde aufgelöst. Neu verantwortlich ist mit Dani Winter ein echter Onliner, der mit dem Blog <a href="http://infam.antville.org/">«infamy»</a> ausreichend Erfahrungen im Netz sammeln konnte. Urs Buess wurde in einen neu gegründeten Verlegerausschuss wegbefördert, wo er zusammen mit den Delegierten des Stiftungsrats (Nicolas Ryhiner) und des Verwaltungsrats (Michael Theurillat) grundsätzliche Gedanken wälzen wird. Remo Leupin erhält mit «Leiter Print» einen neuen Titel, bleibt gemäss <a href="https://www.tageswoche.ch/de/pages/about/3917/impressum.htm">Impressum</a> in der Chefredaktion. Tatsächlich sind nun beide Winter unterstellt, was in der sehr flachen Organisation keine allzu grosse Rolle zu spielen scheint.</p>
<p>Die Tageswoche war bisher für viele eine Enttäuschung. Weder liefert sie unverzichtbaren Lokaljournalismus, noch glaubt man etwas zu verpassen, wenn man sie mal einen Monat komplett vergisst. Bahnbrechende Recherchen oder Gedankenanstösse, die nationale Aufmerksamkeit erzeugen? Bislang mehrheitlich Fehlanzeige. Gemessen am Budget müsste sie Grossbetriebe wie die Basler Zeitung herausfordern, Kleinbetriebe wie die <a href="http://onlinereports.ch/">Onlinereports</a> von Peter Knechtli dagegen publizistisch weit überragen.</p>
<p>Auch die anfängliche Begeisterung über die Möglichkeiten der Community ist dem Alltagstrott gewichen. Nach wie vor möchte man die Themenplaung der Redaktion ihr gegenüber öffnen. «Unsere ersten Schritte in diesem Bereich haben nicht funktioniert. Jetzt wollen wir das neu versuchen», sagt Dani Winter. «Wir träumen von Townhall-Meetings. Wir haben Grosses vor im Bereich Community.» Weiterhin also.</p>
<p>Viele Mitarbeiter scheinen die Tageswoche vor allem als Brötchengeber wahrzunehmen. Man gibt sich Mühe, die Sache recht zu machen, doch Enthusiasmus und Emotionen sind nur selten zu spüren. Das auf Jahre hinweg gesicherte Geld hat eine Arbeitshaltung ausgelöst, wie sie auch bei öffentlich-rechtlichen Medien oder in Stiftungen zu beobachten ist. Die Website ist zwar dicht bestückt, aber ein guter Teil der Meldungen kommt direkt von Agenturen wie SDA oder SI. Titelgeschichten sind <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/07/wer-kann-zieht-hier-hin/">mal überholt</a>, mal hat man sie woanders schon besser gelesen.</p>
<p>Wäre die Schweizer Medienlandschaft eine Fussballliga, dann verhält sich die Tageswoche wie ein Abstiegskandidat. Der bisherige Nachwuchstrainer ist nun der neue Chef, das bisherige Trainerteam bekleidet neu geschaffene Posten. Ob man so neues Leben in das Team bringt und den Abstieg verhindert? Einer der bekannteren Spieler, Peter Sennhauser, zuvor sehr aktiv beim Startup <a href="http://www.blogwerk.com/">Blogwerk</a>, hat den Verein bereits verlassen und ist nun vorerst frei tätig. Auf Anfrage schreibt er: «Ich habe im Dezember gekündigt, weil ich der Meinung war, dass das ursprüngliche Konzept nicht umgesetzt wurde. Vergleicht man die ursprünglichen Pressemitteilungen und die Aussagen der Co-Chefredaktoren am Anfang mit der jetzigen Pressemitteilung, dann wird das klar.» Klar wird, dass sich die Ansprüche und Ideen nicht verändert haben. Nur die aufsehenerregende Umsetzung lässt auf sich warten. Das will Winter nun angehen, er spricht von einer «Rückbesinnung auf das Konzept»: «Die Priorisierung wurde bisher auf den Print gelegt. Wir wollen vollständiger werden online, die Tageswoche soll in unserem Einzugsbereich Erstmedium werden.» Ausserdem räumt er auf mit einem bösen Vorurteil: «Wir werden wahrgenommen als das Hobby von Beatrice Oeri, aber dem ist nicht so.» Der Verlegerausschuss will sich nun dieser Frage annehmen.</p>
<p>David Bauer, «Onlinestratege» des Teams, freut sich auf den neuen Chef und hält ihn für den richtigen Mann. Dieser Meinung ist sogar die Konkurrenz. Matthias Zehnder, Chefredaktor von «bz Basel», schreibt auf Anfrage: «Die Tageswoche ist als Onlineprojekt mit Printverlängerung an den Start gegangen. Herausgekommen ist bis jetzt das Umgekehrte. Wenn jemand das drehen kann, dann Dani Winter. Er ist nicht nur ein profilierter Journalist, sondern hat mit seiner Infamy-Blog-Vergangenheit auch schon früh Online-Journalismus-Erfahrung gesammelt. Allerdings muss er sich durchsetzen. Die Tageswoche ist kooperativ und partizipativ geführt und aufgestellt. In einem solchen Umfeld einen Turnaround durchzuziehen, ist nicht ganz einfach.» Besonderen Druck von der Gerbergasse scheint Zehnder aber keinen zu verspüren, das Konkurrenzprodukt gelte in Basel als «sympathisch, aber nice to have».</p>
<p>Die Tageswoche hat einen verunglückten Namen (wird gerne auch mal «Sekundenstunde» genannt), ein verunglücktes Logo (Grün im Dreieck) und eine Printausgabe, die zufällig wirkt und oft so langweilig und linkskonservativ daherkommt wie die kürzlich insolvent gewordene Frankfurter Rundschau. Es ist aber nicht alles schlecht: Mit der Website ist man der Konkurrenz in vielen Belangen voraus, mitunter produziert man <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/16/die-groessten-sind-die-besten/">preiswürdigen</a> <a href="http://storify.com/tageswoche/wahlberichterstattung-the-citizens-agenda-bei-der">Lokaljournalismus</a>. Finanziell hat man noch eine Weile lang ein schönes Polster. Und die Tageswoche verfügt über einige Mitarbeiter mit grossem Potential. Doch wird es einem Internen wie Dani Winter gelingen, diesem zur Geburt zu verhelfen? Man darf gespannt sein, ob und wenn ja, wie er sein Team umbauen wird. Wenn Winter nichts unternimmt, so besteht die Gefahr, dass die bahnbrechenden Online-Ideen noch einen Winter überwintern. Findet er keine Unterstützung in der bisher printlastigen Redaktion, könnte es an der Spitze einsam werden. Frische Kräfte, die das Internet nicht als notwendiges Übel betrachten, wie das leider in so vielen Zeitungsredaktionen der Fall ist, dürften dagegen zur Umsetzung beitragen.</p>
<p>Noch im Mai wird ein Newsdesk eingerichtet und dafür 1 Multimedia-Entwickler, 1 Software-Entwickler und 1 Community-Manager eingestellt. Das wird die Website mutmasslich besser machen, aber publizistisch keinen Schwung bringen. Die Redaktion hat das Problem vieler Schweizer Redaktionen: Sie neigt zu Routine und Harmonie, kann darum kaum überraschen oder polarisieren. Wenn nicht publizistisch mehr Drive in den Laden kommt, werden die Leser auf lange Frist fern bleiben &#8211; nur aus Solidarität liest niemand.</p>
<p>Ein Fazit lässt sich jetzt schon ziehen: Wer ein Projekt plant, das im Netz durchstarten soll, sollte damit keine Printleute beauftragen. Denn die machen im Zweifelsfall, was sie schon immer gemacht haben: Eine Zeitung. Das Internet ist viel mehr als eine Zeitung.</p>
<p><small>Bisher erschienen zur <a href="https://medienwoche.ch/tag/tageswoche/">Tageswoche</a>:<br />
<a href="https://medienwoche.ch/2011/08/31/%C2%ABwir-mussen-auf-dem-markt-bestehen%C2%BB/">«Wir müssen auf dem Markt bestehen»</a> (Nick Lüthi, 31. August 2011)<br />
<a href="https://medienwoche.ch/2011/10/31/ein-hybrid-auf-identitatssuche/">Ein Hybrid auf Identitätssuche</a> (Nick Lüthi, 31. Oktober 2011)<br />
<a href="https://medienwoche.ch/2012/10/30/etwas-brav-aber-entwicklungsfaehig/">Noch etwas brav, aber entwicklungsfähig</a> (Fabian Baumann, 30. Oktober 2012)</p>
<p>Offenlegung: Ronnie Grob und Peter Sennhauser haben von 2006 bis 2009 zusammen bei Blogwerk gearbeitet. Für diesen Artikel haben sie aber nicht mehr als zwei kurze E-Mails gewechselt.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/05/27/im-sekundenstundenschlaf/">Im Sekundenstundenschlaf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Vom Aargau über Liestal an den Rhein</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 22:39:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die AZ Medien dringen weiter nordwärts vor. Mit der «Sonntag»-Ausgabe für beide Basel und dem Ausbau der wochentäglichen Berichterstattung der Basellandschaftlichen Zeitung für das untere Baselbiet treten die AZ Medien nicht nur auf dem Lesermarkt in direkte Konkurrenz zur BaZ, sondern schaffen auch attraktive Arbeitsplätze für wechselwillige BaZ-Journalisten. Damit öffnet sich das nächste Kapitel in <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/06/azmedien.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" /> Die AZ Medien dringen weiter nordwärts vor. Mit der «Sonntag»-Ausgabe für beide Basel und dem Ausbau der wochentäglichen Berichterstattung der Basellandschaftlichen Zeitung für das untere Baselbiet treten die AZ Medien nicht nur auf dem Lesermarkt in direkte Konkurrenz zur BaZ, sondern schaffen auch attraktive Arbeitsplätze für wechselwillige BaZ-Journalisten. Damit öffnet sich das nächste Kapitel in der schwierigen Beziehung zwischen Aarau und Basel.<br />
<span id="more-28846"></span><br />
Zuerst verliess der stellvertretende Chefredaktor Urs Buess die BaZ und nun geht auch der erst vor kurzem als Leiter der aufgestockten Bundeshausredaktion eingesetzte Christian Mensch. Beide übernehmen tragende Rollen bei neuen Medienprojekten, die als direkte Konkurrenz zur BaZ aufgebaut werden: Buess wird <a href="http://www.bachmannmedien.ch/newsroom/medieninfo/projektbasel.html" target="_blank">Chefredaktor</a> einer <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/15/wer-hats-erfunden/" target="_self">neuen Wochenzeitung</a> in Basel und <a href="http://azmedien.ch/_medien/archiv_medienmitteilungen/2011/2011-05-27_MM_Christian-Mensch_Der-Sonntag_Ausgabe-beider-Basel.pdf" target="_self">Mensch übernimmt die Leitung</a> der «Sonntag»-Ausgabe der basellandschaftlichen Zeitung, die ab August auch über das Kerngebiet der BaZ, die Stadt Basel berichten wird. Für BaZ-Chefredaktor Markus Somm ist die Welt trotz dieser prominenten Abgänge in Ordnung. Als Erzliberaler findet Somm die neue Situation auf dem Medienplatz Basel mit den beiden Konkurrenten in spe «irrsinnig gut», wie er gegenüber <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/regionaljournal-basel-baselland-wochengast/117398.sh10180741.html" target="_blank">dem Regionaljournal DRS sagte</a>. Denn «Konkurrenz belebt, Konkurrenz ist gut, wir müssen uns mehr anstrengen. Das ist nur positiv.» Doch Konkurrenz und freier Markt heisst auch: Es gibt Sieger und Verlierer. Noch weiss niemand, wie sich der Medienplatz Basel und insbesondere der Zeitungsmarkt mit dem Auftritt der neuen Akteure entwickeln wird.</p>
<p>Klar ist indes, dass die AZ Medien noch weiter ins Stammrevier von Platzhirsch Basler Zeitung vordringen, nachdem sie bereits vor vier Jahren einen grossen Schritt nordwärts gemacht haben mit der Integration der Basellandschaftlichen Zeitung bz ins AZ-Kopfblattsystem; überhaupt nicht zur Freude der Basler Zeitung. Vom <a href="http://archiv.onlinereports.ch/2006/BZkooperationAZ.htm" target="_blank">«Auftakt eines Zeitungskriegs»</a> sprach der damalige BaZ-Verleger Matthias Hagemann. Ähnlich martialische Töne vernimmt man heute keine mehr aus Basel, obwohl die jüngsten Schritte der AZ Medien von ähnlicher Tragweite sind, wie damals die Partnerschaft mit der bz. Auch in Aarau hält man den Ball flach und will nichts wissen von einem Powerplay, um der BaZ das Leben schwerzumachen. «Wir verfolgen eine bestehende, grundsätzliche Strategie und intensivieren die Marktbearbeitung in einer Region, in der wir Auflagenpotenzial sehen», teilt Christoph Bauer, CEO der AZ Medien, auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Im vergangenen Jahr suchten der damalige BaZ-Verleger Martin Wagner und AZ-Verleger Peter Wanner nach <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=90075" target="_blank">Kooperationsmöglichkeiten</a> der beiden Medienunternehmen. Um einen Zusammenschluss der beiden Verlagshäuser sei es dabei aber nie gegangen, sagte Wagner im letzten August. Mit dem jüngsten Schritt der Aargauer stehen die Zeichen wieder stärker auf Konkurrenz als auf Kooperation. Doch mit Tamedia steht der BaZ weiterhin eine starke Partnerin an der Seite, die nicht nur Inhalte liefert in Form von «Magazin» und Newsnetz, sondern auch für Werbeeinnahmen sorgt über die Anzeigenkombination <a href="http://www.mytamedia.ch/mediadaten/zeitungen/kombinationen/metropool/profil.html" target="_blank">«Metropool»</a>.</p>
<p>Ob es für die BaZ mit der neuen Konkurrenz ungemütlich wird, hängt nicht zuletzt von ihr selbst ab. Solange nicht klar ist, ob der <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/16/die-baz-und-ihr-trojanisches-pferd/" target="_self">unbekannte Investor</a> vor allem an einer politischen Dividende interessiert ist, die er mit den Kommentaren von Chefredaktor Markus Somm regelmässig ausbezahlt erhält, oder ob er auch ein gutes Geschäft machen will, lassen sich in der Akte BaZ entscheidende Fragen nicht beantworten. Das könnte sich bald ändern: <a href="http://www.onlinereports.ch/News.117+M5e9b4c52ce4.0.html" target="_blank">Gemäss onlinereports.ch</a> will Moritz Suter, VR-Präsident der Basler Zeitung Medien, Transparenz schaffen und einen Investor präsentieren, der mit offenen Karten spielt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/">Vom Aargau über Liestal an den Rhein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wer hat&#039;s erfunden?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/04/15/wer-hats-erfunden-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 10:16:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Basler Zeitung, die noch in diesem Jahr als Alternative zur BaZ erscheinen soll, hat einen grossen Startvorteil: Finanziert wird das Projekt von einer millionenschweren Stiftung. Wird es nun eng für onlinereports.ch, die seit 13 Jahren eine publizistische Ergänzung zur Monopolzeitung BaZ bieten? Basel war die erste grössere Schweizer Stadt, in der zwei Traditionsblätter <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/15/wer-hats-erfunden-2/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/15/wer-hats-erfunden-2/">Wer hat's erfunden?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Basler Zeitung, die noch in diesem Jahr als Alternative zur BaZ erscheinen soll, hat einen grossen Startvorteil: Finanziert wird das Projekt von einer millionenschweren Stiftung. Wird es nun eng für <a href="http://www.onlinereports.ch" target="_blank">onlinereports.ch</a>, die seit 13 Jahren eine publizistische Ergänzung zur Monopolzeitung BaZ bieten?<br />
<span id="more-28790"></span><br />
Basel war die erste grössere Schweizer Stadt, in der zwei Traditionsblätter zu einer Monopolzeitung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Basler_Zeitung#Die_erste_grosse_Zeitungsfusion_der_Schweiz" target="_blank">fusioniert wurden</a>. Das war 1977 als aus National-Zeitung und Basler Nachrichten die Basler Zeitung BaZ entstand. Ebenfalls in Basel bietet der Journalist Peter Knechtli seit 1998 mit seinen Online Reports eine Alternative zum Platzhirsch BaZ. Eine Pionierleistung in der schweizerischen Medienlandschaft. Als Einmannbetrieb schafft es Knechtli, das lokale Geschehen am Rheinknie nahezu umfassend abzubilden. Doch das Bild von der übermächtigen Monopolzeitung verdeckte bisweilen den Blick auf diese valable Alternative zur BaZ.</p>
<p>Jetzt wird Online Reports die Rolle als BaZ-Ergänung und -Korrektiv strittig gemacht. Dem <a href="http://rettet-basel.ch/" target="_blank">Bürgerportest</a>, der sich formierte, nachdem bekannt geworden war, dass Christoph Blocher als Berater für den BaZ-Verlag Basler Zeitung Medien arbeiten sollte, folgen nun Taten. Gegen Ende Jahr soll eine <a href="http://www.bachmannmedien.ch/newsroom/medieninfo/projektbasel.html" target="_blank">Wochenzeitung mit tagesaktueller Online-Ausgabe</a> erstmals erscheinen. Als Herausgeberin tritt die AG Neue Medien Basel auf mit Verwaltungsrat Ivo Bachmann. Der frühere BaZ-Chefredaktor hat mit seiner Firma auch das Konzept der neuen Online-Zeitung erarbeitet. Als Redaktionsleiter sind Urs Buess, bis vor kurzem <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/regional/basel-baselland/256818.urs-buess-erklaert-der-baz-redaktion-seinen-abgang.html" target="_blank">stellvertretender BaZ-Chefredaktor</a> und Remo Leupin («Beobachter») vorgesehen.</p>
<p>Weder vor diesen Personalien noch vor der geplanten 30-köpfigen Redaktion fürchtet sich Peter Knechtli mit seinen Online Reports: «Wir haben einen vorzüglichen Ruf in der Region Basel, wachsen jährlich im zweistelligen Bereich, auch als Werbeplattform wird Online Reports immer attraktiver, der Recherchierfonds entwickelt sich nach zögerlichem Start erfreulich. Was wollen wir mehr?», schreibt der Journalist aus Basel auf unsere Anfrage. Seine Nische in der Basler Medienlandschaft habe er auch «ohne millionenschwere Fremd-Finanzierung» gefunden, fährt Knechtli fort. Womit er indirekt die neue Konkurrenz anspricht. Denn die hat Millionen.</p>
<p>Die Neue Medien Basel AG wird getragen von der Stiftung für Medienvielfalt in Basel, die ihrerseits alimentiert ist durch die Stiftung Levedo von Roche-Erbin Beatrice Oeri. Projektleiter Ivo Bachmann bestätigt gegenüber der Medienwoche, dass die Stiftungsgelder «auf längere Zeit gesichert» seien. Es dürfte sich also um mehr handeln, als nur um eine Anschubfinanzierung. Doch auch von der finanziellen Potenz seines baldigen Konkurrenten lässt sich Pionier Knechtli nicht beeindrucken. Er habe sich schon immer für Medienwettbewerb ausgesprochen und dies nicht nur als Plattitüde verstanden. Unter dem Vorbehalt, dass die neue Basler Zeitung sein Überleben nicht gefährdet, begrüsst Knechtli das Projekt: «Wenn das neue Projekt mit seiner speziellen Finanzierungsform zu einer Medien- und Meinungsvielfalt beiträgt und nicht andere Medien &#8218;wegsubventioniert&#8216;, ist sowohl die Print- wie auch die Online-Ausgabe sehr zu begrüssen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/15/wer-hats-erfunden-2/">Wer hat's erfunden?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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