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	<title>Verlage | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 Jun 2022 08:05:07 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wie Schweizer Medien in den Nachwuchs investieren</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/16/wie-schweizer-medien-in-den-nachwuchs-investieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2022 08:05:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer in den Journalismus einsteigen will, hat in der Schweiz verschiedene Möglichkeiten. Rund 40 Volontariate laufen aktuell bei CH Media, Tamedia, 20 Minuten, Ringier und NZZ. Schlechter bezahlte Praktika sind mehr als doppelt so viele besetzt. Ein Vergleich der Konditionen für den Nachwuchs.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in den Journalismus einsteigen will, hat in der Schweiz verschiedene Möglichkeiten. Rund 40 Volontariate laufen aktuell bei CH Media, Tamedia, 20 Minuten, Ringier und NZZ. Schlechter bezahlte Praktika sind mehr als doppelt so viele besetzt. Ein Vergleich der Konditionen für den Nachwuchs.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/16/wie-schweizer-medien-in-den-nachwuchs-investieren/">Wie Schweizer Medien in den Nachwuchs investieren</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Verlage und Leistungsschutzrecht: Verschluckt euch nicht!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/10/04/verlage-und-leistungsschutzrecht-verschluckt-euch-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2019 13:15:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Europäische Verlage wollen von Google für Textschnipsel in den Suchergebnissen bezahlt werden. Der Konzern zeigt ihnen den Mittelfinger.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Europäische Verlage wollen von Google für Textschnipsel in den Suchergebnissen bezahlt werden. Der Konzern zeigt ihnen den Mittelfinger.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/04/verlage-und-leistungsschutzrecht-verschluckt-euch-nicht/">Verlage und Leistungsschutzrecht: Verschluckt euch nicht!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EuGH erklärt deutsches Leistungsschutzrecht für «nicht anwendbar»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/09/12/eugh-erklaert-deutsches-leistungsschutzrecht-fuer-nicht-anwendbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2019 07:39:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[EuGH]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutsche Verlage haben im Streit mit Google um das Leistungsschutzrecht eine Niederlage erlitten. Dem Europäischen Gerichtshof zufolge sei das 2013 eingeführte deutsche Leistungsschutzrecht rechtlich «nicht anwendbar». Die damalige Bundesregierung habe versäumt, das Gesetz der EU-Kommission vorzulegen und notifizieren zu lassen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Verlage haben im Streit mit Google um das Leistungsschutzrecht eine Niederlage erlitten. Dem Europäischen Gerichtshof zufolge sei das 2013 eingeführte deutsche Leistungsschutzrecht rechtlich «nicht anwendbar». Die damalige Bundesregierung habe versäumt, das Gesetz der EU-Kommission vorzulegen und notifizieren zu lassen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/09/12/eugh-erklaert-deutsches-leistungsschutzrecht-fuer-nicht-anwendbar/">EuGH erklärt deutsches Leistungsschutzrecht für «nicht anwendbar»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Facebook-Managerin: «Mein Job besteht nicht darin, Verlage glücklich zu machen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/02/13/facebook-managerin-mein-job-besteht-nicht-darin-verlage-gluecklich-zu-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Feb 2018 22:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Verhältnis mit den Medien ist unwiederbringlich zerrüttet, nun lässt Facebook die Muskeln spielen. Nachdem das weltgrösste Social Network zu Jahresbeginn die Sichtbarkeit von Verlagsinhalten im Newfeed bereits algorithmisch herunterstufte, folgt nun die verbale Watsche. Auf einer Konferenz des Techportals re/code erklärte die Managerin für Medienpartnerschaften des Internetkonzerns: «Menschen kommen nicht wegen der Nachrichten zu Facebook.»</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhältnis mit den Medien ist unwiederbringlich zerrüttet, nun lässt Facebook die Muskeln spielen. Nachdem das weltgrösste Social Network zu Jahresbeginn die Sichtbarkeit von Verlagsinhalten im Newfeed bereits algorithmisch herunterstufte, folgt nun die verbale Watsche. Auf einer Konferenz des Techportals re/code erklärte die Managerin für Medienpartnerschaften des Internetkonzerns: «Menschen kommen nicht wegen der Nachrichten zu Facebook.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/02/13/facebook-managerin-mein-job-besteht-nicht-darin-verlage-gluecklich-zu-machen/">Facebook-Managerin: «Mein Job besteht nicht darin, Verlage glücklich zu machen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Zeitungen Podcasts machen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/02/13/wie-zeitungen-podcasts-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Feb 2018 12:46:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im vergangenen Jahr haben hierzulande viele große Verlage eigene Podcasts herausgebracht. Der journalist zeigt, wer wann welches Format gestartet hat, worüber dort geredet wird – und wie sich das anhört.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im vergangenen Jahr haben hierzulande viele große Verlage eigene Podcasts herausgebracht. Der journalist zeigt, wer wann welches Format gestartet hat, worüber dort geredet wird – und wie sich das anhört.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/02/13/wie-zeitungen-podcasts-machen/">Wie Zeitungen Podcasts machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Almosen und Abhängigkeiten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/09/13/von-almosen-und-abhaengigkeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2017 14:31:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Facebook und Google wollen Medienhäusern unter die Arme greifen und ihnen beim Verkauf von Abonnements und kostenpflichtigen Inhalten helfen. Unter dem Strich geht die Rechnung aber nicht auf; der Stärkere bestimmt immer die Spielregeln. Darum versuchen Verlage die Abhängigkeiten zu reduzieren und Kunden direkt anzusprechen. Eine harmonische Partnerschaft sieht anders aus. Deutsche Verlage und Google <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/13/von-almosen-und-abhaengigkeiten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/13/von-almosen-und-abhaengigkeiten/">Von Almosen und Abhängigkeiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Facebook und Google wollen Medienhäusern unter die Arme greifen und ihnen beim Verkauf von Abonnements und kostenpflichtigen Inhalten helfen. Unter dem Strich geht die Rechnung aber nicht auf; der Stärkere bestimmt immer die Spielregeln. Darum versuchen Verlage die Abhängigkeiten zu reduzieren und Kunden direkt anzusprechen.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Almosen-aendern-nichts_20170913.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-47307" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Almosen-aendern-nichts_20170913.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Almosen-aendern-nichts_20170913-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Almosen-aendern-nichts_20170913-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Almosen-aendern-nichts_20170913-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Almosen-aendern-nichts_20170913-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Eine harmonische Partnerschaft sieht anders aus. Deutsche Verlage und Google sind sich schon lange ziemlich uneins darüber, was die Suchmaschine mit Medieninhalten aus dem Web alles anstellen darf. Inzwischen befasst sich der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/leistungsschutzrecht-kommt-vor-eugh-a-1146827.html" target="_blank">Europäische Gerichtshof</a> mit der Frage. Medienhäuser wie Axel Springer AG, die Handelsblatt-Gruppe oder die Funke- und Dumont-Gruppe, fordern von Google Schadensersatz, weil sich der Internet-Konzern weigert, für die Darstellung von Textausrissen und Vorschaubildern in der Google-Suche zu bezahlen. Zwar versucht Google die Wogen zu glätten mit der «Digital News Initiative», die 150 Millionen Euro bereitstellt für journalistische Innovationsvorhaben. Aber auch diese Almosen ändern nichts an der Tatsache, dass sich die Werbung von den klassischen Medien abwendet. Google und Facebook teilen sich den wachsenden Werbemarkt im Netz zunehmend unter sich auf. Gerade Google sieht sich seit Jahren der Kritik von Medienhäusern ausgesetzt, mit fremden Inhalten gutes Geld zu verdienen.</p>
<blockquote><p>Ab Oktober will Facebook in Deutschland eine Bezahlschranke für bestimmte Artikel einführen. Verlage können künftig ausgewählte Inhalte kostenpflichtig anbieten.</p></blockquote>
<p>Dass an dieser Kritik was dran ist, wissen auch Google und Facebook. Darum halten sie die Verlage bei Laune und greifen ihnen hie und da ein bisschen unter die Arme. Nun scheint wieder einmal der Moment dafür gekommen. Ab Oktober will Facebook in Deutschland eine Bezahlschranke für bestimmte Artikel einführen. Verlage können künftig ausgewählte Inhalte kostenpflichtig anbieten. Die Bezahlschranke wird bei den sogenannten «Instant Articles» eingebaut. Seit 2015 bietet Facebook damit den Medien die Möglichkeit, direkt auf der Facebook-Plattform zu publizieren und so ein besseres Leseerlebnis zu ermöglichen. Die Werbeeinnahmen teilten sich Verlage und Facbook. Doch die Erlöse daraus waren für viele Publisher nicht zufriedenstellend. Grosse Verlagshäuser wie die «New York Times», der «Guardian» und auch die Springer-Tochter «WeltN24» sind aus dem Kooperationsmodell <a href="http://meedia.de/2017/06/20/monetarisierung-nicht-zufriedenstellend-weltn24-steigt-als-erstes-deutsches-medium-offiziell-bei-facebooks-instant-articles-aus/" target="_blank">ausgestiegen</a>. Nun sollen die Instant Articles mit einer Bezahlmöglichkeit wiederbelebt werden. Dem Vernehmen nach soll es sich um ein Metered Content Modell handeln, das heisst, eine Anzahl Artikel ist gratis, danach wird man zur Kasse gebeten. Für Publisher bietet dies den Vorteil, dass sie direkt auf der Plattform von Facebook Abonnenten gewinnen können.</p>
<p>Auch Google will die Verlage bei der Vermarktung ihrer kostenpflichtigen Inhalte <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-08-18/google-like-facebook-unfurls-subscription-tool-for-publishers" target="_blank">unterstützen</a>. Das Hilfspaket besteht aus drei Bausteinen. Der erste ist eine Neuauflage des «First Click Free»-Programms (erster Klick gratis), bei dem Google-News-Nutzer den ersten Artikel bezahlpflichtiger Inhalte ohne Abo kostenlos aufrufen können (Google hat die Option bereits mit abopflichtigen Pressediensten eingeführt). Die zwei weiteren Elemente umfassen eine Ausarbeitung der Bezahlmodelle sowie ein Targeting-Instrument, mit dem Abonnenten gezielt angesprochen werden können. In einem Testbetrieb kooperiert die Suchmaschine mit der «New York Times» und «Financial Times».</p>
<blockquote><p>Die Abhängigkeit ist nicht allein monetärer, sondern von ganz grundsätzlicher Natur: Wie funktioniert unabhängige Berichterstattung, wenn profitorientierte Internet-Konzerne die Verbreitungswege kontrollieren?</p></blockquote>
<p>Das «Wall Street Journal» erklärte seinerseits den Ausstieg aus Googles «First Click Free»-Programm, nachdem die Zeitung bereits seit Februar Nutzer die von Google her kommen, keinen Gratiszugang mehr auf die Artikel gewährte. Das Verlagshaus, das zu Rupert Murdochs Medienimperium News Corp. gehört, kritisierte, dass Bezahlseiten gegenüber frei zugänglichen Seiten diskriminiert würden. Der Schritt erwies sich jedoch als zweischneidiges Schwert: Zwar konnten die zahlenden Nutzer vervierfacht werden. Der Traffic von Google brach jedoch um 44 Prozent ein. Darin zeigt sich die Ambivalenz dieser Kooperationsmodelle: Einerseits kann mit Facebook und Google die Reichweite signifikant gesteigert werden. Andererseits begeben sich Verlage dadurch in grosse Abhängigkeiten. Die Abhängigkeit ist nicht allein monetärer, sondern von ganz grundsätzlicher Natur: Wie funktioniert unabhängige Berichterstattung, wenn profitorientierte Internet-Konzerne die Verbreitungswege kontrollieren?</p>
<p>Google-News Direktor Richard Gingras <a href="https://www.poynter.org/news/googles-gingras-future-journalism-can-and-will-be-better-its-past" target="_blank">frohlockte 2012</a> auf einer Journalismus-Konferenz in Chicago: «Die Zukunft des Journalismus kann und wird besser als in der Vergangenheit sein.» Gingras feierte das Internet als eine Art Katalysator der Pressefreiheit. «Es gibt keine Barrieren mehr fürs Publishing – jeder hat eine Druckerpresse. Es gibt keine Gatekeeper. (…) Wir haben mehr teilnehmende Stimmen als je zuvor. Wir haben mehr Publishing als je zuvor.» Wieviel Google eine unabhängige Berichterstattung wert ist, zeigt sich am besten bei Kritik am Unternehmen. Nachdem die von Google finanzierte New America Foundation auf ihrer Webseite einen Beitrag über Googles Marktmacht publizierte, übte Google Druck auf die Stiftung aus. Alphabet-CEO Eric Schmidt, bis 2016 Vorsitzender der Stiftung, bekundete gegenüber der Stiftungspräsidentin Anne-Marie Slaughter sein Missfallen. In der Denkfabrik, die 200 Mitarbeiter beschäftigt und seit ihrer Gründung mehr als 21 Millionen US-Dollar von Google erhielt, ging die Sorge um, dass der Konzern die Zahlungen einstellen könnte. Auf Drängen des Konzerns trennte sich die Stiftung von ihrem langjährigen Mitarbeiter Barry Lynn, der Gründer des «Open Market Program» der Denkfabrik und bekannt für seine Kritik an Googles Monopolstellung ist. Neben Lynn muss sein gesamtes zehnköpfiges Mitarbeiterteam gehen. Wenn es um das eigene Geschäftsmodell geht, hört bei Google die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit auf. </p>
<blockquote><p>«Die Zeitungen wollen dasselbe, was die Plattformen wollen: eine direkte, andauernde Beziehung mit ihren Kunden, den Lesern.» Jeff Jarvis, Medienexperte</p></blockquote>
<p>Das Argument der Abhängigkeit will der US-Medienexperte und «Google-Versteher» Jeff Jarvis dennoch nicht gelten lassen. Auf eine E-Mail-Anfrage der MEDIENWOCHE teilt er mit: «Die Verlage haben doch bei Google und Facebook gebettelt, ihnen bei den Abo-Verkäufen zu helfen, und jetzt, wo Google und Facebook das tun, was die Verlage von ihnen fordern, fragt man, ob das ihre Abhängigkeit erhöht.» Der Medienexperte Ken Doctor vom Nieman Journalism Lab stösst in dasselbe Horn. «Facebook und Google antworten auf die Wünsche der Verlage», schreibt er auf Anfrage. «Die Zeitungen wollen dasselbe, was die Plattformen wollen: eine direkte, andauernde Beziehung mit ihren Kunden, den Lesern.» In diesem Sinne sei die Kooperation zwischen Plattformen und Publishern «falsch ausgerichtet». Nur wenn die Plattformen sich zurückziehen und die Friktionen im Abonnement-Prozess abmildern, würden die Publisher zufrieden sein. Ein doch sehr unwahrscheinlicher Vorgang angesichts des prosperierenden Geschäftsgangs von Google und Facebook.</p>
<blockquote><p>«Wir wollen die Nutzer zu uns auf die Seite holen und zu regelmässigen Besuchern machen.» Christoph Zimmer, Tamedia</p></blockquote>
<p>Die Verlage sehen die Entwicklung durchaus kritisch – und versuchen, den Tech-Giganten das Wasser abzugraben, indem sie Leser direkt adressieren. Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer teilt auf Anfrage mit: «Die meisten Nutzer wissen im Nachhinein nicht mehr, welche Medienmarke hinter einem journalistischen Text auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken stand. Das zeigt unter anderem eine kürzlich publizierte Studie des Reuters Institute. Wir wollen die Nutzer deshalb zu uns auf die Seite holen und zu regelmässigen Besuchern machen.» Das funktioniere über Facebook und Google kaum. Tamedia habe beispielsweise Tests mit Facebook Instant Articles durchgeführt. «Die Tests zeigten, dass es zwar gelingt, neue Nutzer anzusprechen, aber kaum, sie vom Abschluss eines Abos zu überzeugen», weiss Zimmer. «Wir nutzen Facebook und andere Plattformen deshalb gezielt, um neue Nutzer anzusprechen aber mit dem Ziel, sie auf unsere Newssites zu holen.» Google und Facebook gehörten in der Schweiz bereits zu den grössten Werbeunternehmen und profitieren am stärksten vom Wachstum des digitalen Werbemarktes. Es sei für die Schweizer Medien «entscheidend, die bezahlenden Nutzer wenn möglich direkt anzusprechen». Das schliesse Tests nicht aus, so der Tamedia-Sprecher. «Wenn immer möglich wollen wir aber einen direkten Kundenkontakt herstellen, damit wir unsere Kunden kennen und keine Abgaben an Vermittler abgeben müssen, die keinen publizistischen Mehrwert schaffen.»</p>
<p><strong>Update 15. September:</strong> Gemäss einem Bericht des Wall Street Journal plant Google, sein First-Click-Free-Programm zu beenden, weil damit die Bezahlschranken unterlaufen und das Geschäftsmodell der Publisher untergraben wurde.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/13/von-almosen-und-abhaengigkeiten/">Von Almosen und Abhängigkeiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blocker und Keule</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/11/07/blocker-und-keule/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2016/11/07/blocker-und-keule/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anne-Friederike Heinrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 14:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Financial Times]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie bringt man den mit Kostenlosmedien verwöhnten Nutzern bei, dass Journalismus etwas kostet? Mit sanftem Druck oder mit dem Holzhammer? Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass die freundliche Aufforderung, doch bitte den Adblocker ausschalten durchaus auf offene Ohren stossen. Wer mit einem Adblocker surft, ist nicht bei allen beliebt – und ähnelt darin Eltern kleiner <a href="https://medienwoche.ch/2016/11/07/blocker-und-keule/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/11/07/blocker-und-keule/">Blocker und Keule</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bringt man den mit Kostenlosmedien verwöhnten Nutzern bei, dass Journalismus etwas kostet? Mit sanftem Druck oder mit dem Holzhammer? Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass die freundliche Aufforderung, doch bitte den Adblocker ausschalten durchaus auf offene Ohren stossen.<br />
<span id="more-28378"></span><br />
Wer mit einem Adblocker surft, ist nicht bei allen beliebt – und ähnelt darin Eltern kleiner Kinder und Hundehaltern. Vor allem Medienhäuser haben Probleme mit Adblocker-Nutzern – finanzieren sie ihr journalistisches Angebot doch zu einem Grossteil durch Werbung. Wenn sie diese nicht an potenzielle Konsumenten ausspielen können, sind bald auch die letzten Werbeeinnahmen perdu.</p>
<p>Während man um Familien mit Kleinkindern und Hund mit Herrchen einen grossen Bogen machen kann, ist der Umgang mit Adblocker-Usern für Medienhäuser schwierig: Zwar gibt es fast so lange, wie es Software zur Unterdrückung von Onlinewerbung gibt, auch technische Gegenmassnahmen, um Adblocker-Nutzer von Angeboten auszusperren. Doch wer möchte seine Kunden, seine Leser schon gern so behandeln? Noch schätzen <a href="http://www.schweizermedien.ch/artikel/news/ad-blocker-eine-grosse-herausforderung-fur-die-publisher" target="_blank">IAB Schweiz und Adello</a> die Situation in der Schweiz als unproblematisch ein. Aber wenn Leser sich weiter benehmen wie Kinder, die im Supermarkt Süssigkeiten aus den Regalen direkt in den Mund befördern, ohne einen Gedanken daran, dass man diese erst einmal bezahlen muss, könnte sich das schnell ändern.</p>
<p>Seit vergangener Woche setzt die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Webseite eine Anti-Adblock-Massnahme ein: Wer auf <a href="https://netzpolitik.org/2016/sueddeutsche-zeitung-fuehrt-adblock-verbot-ein/" target="_blank">Sueddeutsche.de</a> einen Artikel lesen möchte, kann entweder seinen Adblocker ausschalten, ein Abonnement abschliessen oder einen kostenlosen Account anlegen; wer sich kostenlos registriert, kann die Internetseite mit eingeschaltetem Adblocker benutzen – öffnet damit aber vermutlich die Tür für Marketingmassnahmen. Auch Bild.de und Gruner + Jahr, Europas zweitgrösstes Druck- und Verlagshaus mit Publikationen wie Geo, Stern und Brigitte sowie Eltern (!) und Dogs (!), haben bereits ein Adblock-Verbot eingeführt. Doch das Blocker-Geblocke verbreitet schlechte Stimmung zwischen Lesestoffproduzenten und Lesern. Geht es nicht anders?</p>
<p>Die <a href="http://derstandard.at/2000046399639/Financial-Times-Mit-drei-Strategien-gegen-Adblocker" target="_blank">Financial Times</a> hat im Sommer einen Schulterschluss mit ihren Lesern mit Werbeantipathie versucht. Dafür teilte die Wirtschaftszeitung ihre registrierten Nutzer in drei Gruppen auf: Bei einer Gruppe von Adblocker-Nutzern wurden in den Texten einzelne Wörter weggelassen, um zu verdeutlichen, wie wichtig die Werbeerlöse für die Produktion eines vollständigen journalistischen Angebots sind. Die zweite Gruppe wurde auf die Bedeutung der Werbung für die Finanzierung hingewiesen, konnte die Website aber weiter ohne Einschränkung nutzen. Die Adblocker-Nutzer in der dritten Gruppe wurden komplett ausgesperrt und bekamen einen Hinweis angezeigt, der das Vorgehen erklärte.</p>
<p>Die Ergebnisse des Experiments sind erstaunlich und ermutigend: 47 Prozent der Nutzer, bei denen einzelne Wörter in Artikeln fehlten, setzten die «Financial Times»-Website auf ihre Whitelist. 40 Prozent der Nutzer, die das Angebot zwar ohne Einschränkungen nutzen konnten, aber einen Appell zu lesen bekamen, deaktivierten ihren Adblocker. Und von den Nutzern, die komplett ausgesperrt wurden, deaktivierten stolze 69 Prozent ihren Adblocker. Auch bei Bild.de war die Bilanz der Adblocker-Blockade positiv. Zwei Drittel der betroffenen Nutzer hätten ihre Adblocker ausgeschaltet und seien damit wieder für Werbung auf Bild.de erreichbar, sagte Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner bei einer Pressekonferenz.</p>
<p>Also doch die Keule? Das muss jedes Medium, jedes Verlagshaus zunächst für sich selbst entscheiden: Was passt zum Produkt? Was ist unser Stil? Was können wir uns leisten? Was können wir finanzieren? Ist die eigene Linie klar, sollten Medienanbieter kooperieren: in Vertrieb, Vermarktung, Marketing, Marktforschung und Technologie.</p>
<p>Wichtig ist die Einsicht, dass wir unsere Leser ins Boot holen müssen; wir müssen ihnen die Bedeutung von Abonnements und Werbung für den Stoff, den sie gerne lesen möchten, plausibel machen. Wer bisher alles kostenlos bekam, muss das Zahlen erst wieder lernen. Und wer nichts bezahlt, kann auch keine rundum zufriedenstellende Leistung erwarten. Das ist nicht nur im Journalismus so.</p>
<p><small>Dieser Text erschien zuerst als Editorial in der Werbewoche 18/2016 vom 4.11.2016</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/11/07/blocker-und-keule/">Blocker und Keule</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Blätter fallen, Blüten spriessen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/09/29/blaetter-fallen-blueten-spriessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2016 09:34:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=28088</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gleich dutzendfach werden derzeit Redaktionsstellen gestrichen. Den herbstlichen Abbaureigen eröffneten die AZ Medien, dann folgte Tamedia mit dem Schnitt in der Westschweiz, ebendort dürfte Ringier demnächst Journalisten entlassen. Die negative Personalentwicklung folgt damit dem wirtschaftlichen Niedergang der gedruckten Presse. Einen Aufschwung erleben dagegen Digitalplattformen für ein junges Publikum, die vermehrt auf Journalismus setzen. Mit Blick <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/29/blaetter-fallen-blueten-spriessen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich dutzendfach werden derzeit Redaktionsstellen gestrichen. Den herbstlichen Abbaureigen eröffneten die AZ Medien, dann folgte Tamedia mit dem Schnitt in der Westschweiz, ebendort dürfte Ringier demnächst Journalisten entlassen. Die negative Personalentwicklung folgt damit dem wirtschaftlichen Niedergang der gedruckten Presse. Einen Aufschwung erleben dagegen Digitalplattformen für ein junges Publikum, die vermehrt auf Journalismus setzen.<br />
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Mit Blick auf die negative Entwicklung des Inserategeschäfts und die sinkenden Abozahlen kann es nicht überraschen, wenn Medienkonzerne zum Rotstift greifen; erst recht nicht, wenn sie an ambitionierten Renditezielen festhalten. Im Fall der beiden Westschweizer Regionalzeitungen von Tamedia, 24 Heures und Tribune de Genève, führte das zu einem Abbau von 24 Personen. Auf den einzelnen Titel umgerechnet, macht das rund einen Zehntel des Redaktionsbestands aus.</p>
<p>Während Personal und Gewerkschaften protestieren und mit dem Hinweis auf den exzellenten Geschäftsgang Tamedia auffordern, auf Entlassungen zu verzichten, üben sich die Chefredaktoren in einem fatalistischen Zweckoptimismus. «Wir müssen uns anpassen», lässt sich Pierre Ruetschi, Chefredaktor der Tribune de Genève, in der offiziellen Mitteilung zitieren. Mit stärkerer Gewichtung und Vertiefung der Informationen, die für das lokal Publikum «wirklich zählen», will Ruetschi mit weniger Personal die gleiche Qualität bieten wie bisher. Kollege Thierry Meyer von 24 Heures klingt ähnlich. Auch er will irgendwie die Quadratur des Kreises schaffen – wohlwissend, dass dies nicht die letzte Entlassungsrunde gewesen war. Wie sagte doch Tamedia-Präsident Pietro Supino kürzlich: «Das Schlimmste liegt nicht hinter uns.»</p>
<p>Einen Stellenabbau vor sich haben auch die Westschweizer Tageszeitung Le Temps und das Wochenmagazin L’Hebdo, beide von Ringier-Axel-Springer herausgegeben. Man spricht von zehn Stellen im gemeinsamen Newsroom der beiden Titel. Offiziell wird das nicht bestätigt. Bereits vor eineinhalb Jahren wurden bei Le Temps zehn Stellen abgebaut, damals als «Eintrittspreis» in die neue Redaktionsstruktur nach dem Umzug von Genf nach Lausanne.</p>
<p>Den herbstlichen Sparreigen eröffneten die AZ Medien Mitte September mit der Ankündigung, unternehmensweit 26 Stellen zu streichen als «Massnahme zur Ergebnissicherung» aufgrund verminderter Werbeeinnahmen. Von den sechs Stellen, die mittels Kündigung abgebaut werden, betreffen drei das Korrektorat der Aargauer Zeitung – ein Leistungsabbau mit Auswirkungen auf die Qualität. Immerhin verzichtete man bei den AZ Medien auf die andernorts übliche Floskel, wonach mit weniger Personal das Gleiche wie zuvor geboten werden könne.</p>
<p>Letztlich geht es in allen Fällen um einen Wettlauf gegen die Zeit: Schaffen es die Verlage, ihre Zeitungen den Anforderungen des digitalen Markts anzupassen, bevor sie so weit ausgezehrt sind, dass ihnen für die Transformation keine Kraft mehr bleibt? Derzeit sieht es nicht danach aus. Vielmehr meint man einen Tod auf Raten zu beobachten. Zwar entwickeln sich sowohl der digitale Leser-, als auch der Werbemarkt bei Regionalzeitungen positiv, aber eben längst nicht in dem Mass wie der Printmarkt einbricht.</p>
<p>Einfacher haben es da jene, die auf der grünen Wiese gestartet sind und nicht den Ballast eines todgeweihten Geschäftsmodells mit sich herumschleppen müssen. So vernimmt man neben den Abbaunachrichten aus dem Blätterwald derzeit auch das Gegenteil: «VICE Switzerland baut Redaktion weiter aus», hiess es Anfang September. «LikeMag baut Schweizer News-Redaktion auf», lautet eine andere aktuelle Mitteilung.</p>
<p>In beiden Fällen handelt es sich um digitale Medienplattformen, die ein junges Publikum ansprechen – also jene, die den Zeitungen zunehmend fernbleiben. In beiden Fällen handelt es sich zudem um Medien, die ein Geschäftsmodell entwickelt haben, das digitalen Journalismus zu finanzieren vermag. Sowohl Vice als auch LikeMag verdienen ihr Geld inzwischen zu wesentlichen Teilen als digitale Agenturen und ermöglichen so neben der Werbefinanzierung eine interne Quersubventionierung ihrer redaktionellen Aktivitäten.</p>
<p>Während Vice seit seiner Gründung als Jugendmagazin in Kanada ein journalistisches Projekt ist, das in den letzten Jahren global und multimedial expandierte und auch in der Schweiz Fuss fasste, kommt die Entwicklung von LikeMag doch überraschender. Bisher zeichnete sich die Plattform vor allem durch leichte und seichte Unterhaltung zum Zeitvertrieb aus (Katzenbilder). Seit ein paar Wochen setzt das 2012 gegründete Unternehmen auch auf News, «um noch mehr User zu gewinnen». Demnächst soll eine News-App folgen.</p>
<p>Der redaktionelle Ausbau zeigt auch, dass die junge Generation nicht einfach verloren ist für journalistische Angebote. Natürlich verbietet sich ein Vergleich von LikeMag und Vice mit den darbenden Regionalzeitungen, die ihr Selbstverständnis von ihrem Beitrag zu einem funktionierenden Staatswesen ableiten und entsprechend pflichtbewusst und aufwändig berichten. Davon könnten, ja müssten sich die Jungen Wilden eine Tranche abschneiden, wenn sie ihren Journalismus nicht nur als Nice-to-have verstanden wissen wollen. Genauso müssten sich aber die alten, schwächelnden Medien in Ton und Auftritt an der erfolgreichen neuen Konkurrenz orientieren, wenn sie ihre Überlebenschance wahren wollen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/29/blaetter-fallen-blueten-spriessen/">Blätter fallen, Blüten spriessen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Hansi Voigt: Wacht auf, liebe Leser!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/08/22/journalismus-wacht-auf-liebe-leser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2016 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ihr weiterhin guten Journalismus wollt, müsst ihr euch den etwas kosten lassen. Für die Schweizer Verleger lohnt sich das Geschäft nämlich schon heute kaum mehr.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ihr weiterhin guten Journalismus wollt, müsst ihr euch den etwas kosten lassen. Für die Schweizer Verleger lohnt sich das Geschäft nämlich schon heute kaum mehr.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/08/22/journalismus-wacht-auf-liebe-leser/">Hansi Voigt: Wacht auf, liebe Leser!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>«Diese lethargisch gewordene, angstgetriebene Schnarchnasen-Branche»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/12/08/diese-lethargisch-gewordene-angstgetriebene-schnarchnasen-branche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2015 14:28:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Turi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Peter Böhling, Werber, Fachjournalist, Verleger des Medienmagazin “Clap” und Branchenkarikaturist (Bulo), streitet mit Peter Turi darüber, ob es kreativer macht, als Verleger von der Hand in den Mund zu leben. Böhling greift darin die Verlagsszene als “lethargisch gewordene, angstgetriebene Schnarchnasen-Branche” an.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Peter Böhling, Werber, Fachjournalist, Verleger des Medienmagazin “Clap” und Branchenkarikaturist (Bulo), streitet mit Peter Turi darüber, ob es kreativer macht, als Verleger von der Hand in den Mund zu leben. Böhling greift darin die Verlagsszene als “lethargisch gewordene, angstgetriebene Schnarchnasen-Branche” an.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/12/08/diese-lethargisch-gewordene-angstgetriebene-schnarchnasen-branche/">«Diese lethargisch gewordene, angstgetriebene Schnarchnasen-Branche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Nach Ringier-Austritt, vor GAV-Gesprächen und mitten in der Service-public-Debatte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/10/22/nach-ringier-austritt-vor-gav-gespraechen-und-mitten-in-der-service-public-debatte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2015 12:23:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Lebrument]]></category>
		<category><![CDATA[GAV]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpartnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit eineinhalb Jahren leitet Verena Vonarburg den Verband Schweizer Medien. Die langjährigen Politik-Journalistin (SRF, Tages-Anzeiger) ist angetreten, um den Verlegerverband zu modernisieren und das politische Lobbying zu stärken. Mit dem Verbandsaustritt von Ringier, den angekündigten GAV-Gesprächen und der Service-public-Debatte bieten sich dazu gleich mehrere Bewährungsproben. MEDIENWOCHE: Der Verband Schweizer Medien hat zuletzt von sich Reden <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/22/nach-ringier-austritt-vor-gav-gespraechen-und-mitten-in-der-service-public-debatte/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit eineinhalb Jahren leitet Verena Vonarburg den Verband Schweizer Medien. Die langjährigen Politik-Journalistin (SRF, Tages-Anzeiger) ist angetreten, um den Verlegerverband zu modernisieren und das politische Lobbying zu stärken. Mit dem Verbandsaustritt von Ringier, den angekündigten GAV-Gesprächen und der Service-public-Debatte bieten sich dazu gleich mehrere Bewährungsproben.<br />
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<strong>MEDIENWOCHE: Der Verband Schweizer Medien hat zuletzt von sich Reden gemacht wegen dem Austritt von Ringier. Was heisst das für den Verband?</strong><br />
Verena Vonarburg: Dieser Schritt von Ringier schmerzt uns. Bis dahin waren wir ein schlagkräftiger Verband, weil wir alle relevanten Kräfte unter einem Dach vereint hatten. Genau das fehlt ja etlichen anderen Verbänden und nun leider ein wenig auch uns. Aber ein Blick in die Geschichte zeigt: Bis jetzt sind alle wieder in den Verband zurückgekehrt.</p>
<p><strong>Hat man mit einem Austritt von Ringier gerechnet?</strong><br />
Nein, wirklich niemand. Das kam aus heiterem Himmel. Zumindest seit ich dabei bin, hat man im Präsidium, in welchem auch Marc Walder von Ringier sass, trotz unterschiedlichster Interessen immer sehr effizient und konstruktiv zusammengearbeitet. Es gab dort keine grundlegenden Meinungsverschiedenheiten, nicht einmal bei der Frage zum Umgang mit der SRG. Auch Ringier hat die Verbandspositionen mitgetragen. Innerhalb einer Woche kam es zum Umschwung und dann zur Explosion. Ringier hätte wegen der Zusammenarbeit mit SRG und Swisscom den Verband nicht verlassen müssen. Wir bedauern diesen Austritt sehr.</p>
<p><strong>Muss der Verband nun sparen, wenn die Ringier-Beiträge wegfallen?</strong><br />
Ich habe schon mal meine Sekretärin eingespart, respektive nicht ersetzt. Auch sonst schauen wir an allen Ecken und Enden, wo wir sparen können. Nur: Für all die Aufgaben, die wir für unsere Mitglieder erfüllen, sind wir bereits sehr schlank aufgestellt.</p>
<p><strong>Einen Austritt könnte man mit Neumitgliedern kompensieren.</strong><br />
Wir haben rund hundert Mitglieder, das sind praktisch alle Medienunternehmen der Schweiz. Wir könnten theoretisch auch Google aufnehmen. Zu Google hat sich ja das Verhältnis entkrampft. Mittlerweile arbeiten viele Verlage mit ihnen zusammen. Insofern wäre das gar nicht so absurd. Aber das politische Profil des Verbands würde an Schärfe verlieren, wenn man die Mitgliedschaften in diese Richtung ausweiten würde, das müsste man sich sehr gut überlegen.</p>
<p><strong>Es gab ja nicht nur Negativschlagzeilen, sondern auch die – vor allem für die Journalistinnen und Journalisten – erfreuliche Meldung, dass die Verleger zu Gesprächen über einen Gesamtarbeitsvertrag bereit sind. Ist an diesem Entscheid auch Ihre Handschrift als langjährige Journalistin abzulesen?</strong><br />
Für meine Tätigkeit ist es extrem hilfreich, dass ich aus dem Journalismus komme. Ich weiss, was es heisst, auf einer Redaktion zu arbeiten und kenne die Arbeitsbedingungen. Deshalb habe ich mich in diesen Prozess eingebracht.</p>
<p><strong>Wann sitzen Verleger und Berufsverbände zusammen am Verhandlungstisch?</strong><br />
Wir haben nun eine interne Arbeitsgruppe gebildet und werden dort unsere Eckpfeiler definieren, eng koordiniert mit den zuständigen Stellen der einzelnen Medienhäuser, damit wir einen branchenweit tragfähigen Vorschlag hinbekommen. Danach geht das Ergebnis der Arbeitsgruppe ins Präsidium und dieses entscheidet über ein Verhandlungsmandat. Wie schnell das geht, dafür möchte ich überhaupt keine Prognose abgeben. Der Verband hat einen ersten Schritt gemacht.</p>
<p><strong>Sie sind beim Verlegerverband auch angetreten, um das Image der Organisation aufzupolieren. Zum Teil ist das schon sichtbar in einer moderneren Kommunikation. Wie weit ist dieser Umbauprozess fortgeschritten?</strong><br />
Wir befindenden uns auf sehr guten Wegen, wenn man die Geschichte mit Ringier mal ausklammert. Unser Branchenmarketing kommt viel moderner daher, der Medienkongress ist wieder attraktiv, unser Lobbying ist professionell, wir treten in Bundesbern regelmässig mit Veranstaltungen auf, die sehr gut besucht sind, und das Medieninstitut richtet sein Angebot neu und nah am Markt aus. Das Problem in der Vergangenheit war auch, dass die Geschäftsstelle, ohne die geleistete Arbeit gering schätzen zu wollen, weiterhin so funktionierte wie zur Hochblüte des Zeitungsgeschäfts, obwohl rund herum längst alles im Umbruch war. Die ganze Digitalisierung steckte noch ziemlich in den Kinderschuhen, als ich die Stelle antrat. Die Korridore am Verbandssitz waren gesäumt von schwarzen Ordnern und die Einzahlungen erledigte man noch mit dem gelben Büchlein am Postschalter. Die Geschäftsstelle ist nun eine moderne Dienstleistungsstelle und keine graue Funktionärszentrale mehr.</p>
<p><strong>Sie arbeiten meist in reinen Männergremien. Wie begegnen Ihnen die Herren Verleger?</strong><br />
Ich arbeite sehr gerne mit Männern zusammen, nur gelegentlich fühle ich mich im reinen Männerpräsidium des Verbands etwas exotisch, vor allem wenn es um Machtspiele geht. Da lehne ich mich zurück und beobachte (lacht). Es ist schon so, dass gewisse weibliche Perspektiven fehlen, wenn nur Männer unter sich sind. Aber ich würde nie Quoten fordern, noch würde ich behaupten, Frauen würden irgendetwas besser machen. Es ist übrigens durchaus auch ein Vorteil als einzige Frau. Man wird manchmal etwas sanfter angefasst und man kann Charme spielen lassen.</p>
<p><strong>Sie arbeiten unter dem ewigen Präsidenten Hanspeter Lebrument. Niemand weiss, wann er aufhört. Ist das Chance oder Hypothek?</strong><br />
Hanspeter Lebrument engagiert sich enorm für den VSM, weit mehr, als es ein ehrenamtlicher Präsident tun müsste, und wir tauschen uns oft aus. Seine Erfahrung ist Gold wert. Auf jeden Fall braucht es eine integrative Figur als Präsidenten. Und das ist Hanspeter Lebrument. Er ist auch etwas altersmilde geworden (lacht).</p>
<p><strong>Journalistenvertreter sehen das definitiv anders.</strong><br />
Gegen innen wirkt er sehr stark integrativ und hält die Grossen und Kleinen zusammen. Er hat den Vorteil, dass er derzeit, soviel ich weiss, mit seinem «Somedia»-Verlagshaus keinem Grossverlag in die Quere kommt. Daher bin ich froh, dass Lebrument weiter den Verband präsidiert. In seinem Wirken nach aussen übernimmt er einfach eine andere Rolle. Und auch diese füllt er sehr gut aus.</p>
<p><strong>Die Verleger haben sich seit einiger Zeit auf die SRG als Lieblingsgegner eingeschossen. Ist es schwierig diese Position mitzutragen, wenn man, wie Sie, lange fürs Schweizer Fernehen gearbeitet hat?</strong><br />
Ich habe persönlich überhaupt kein Problem mit der SRG und ich bin auch nicht im Groll gegangen. Fernsehmachen finde ich weiterhin total cool! Und ich schätze die Rolle der SRG als Service-public-Anbieterin für die Schweiz und anerkenne die grosse journalistische Leistung, die täglich erbracht wird. Man kann und soll die SRG nicht demontieren oder zerstören.</p>
<p><strong>Nun folgt sicher noch ein grosses «Aber».</strong><br />
Es gibt wirklich ein «Aber»: Gegen die Grossmachtpolitik der SRG der letzten Jahren braucht es starke Verleger als Gegengewicht und auch einen entsprechend starken Verband, sowie einen Regulator auf der Staatsseite, der seine Aufgaben ernst nimmt. Es geht beispielsweise nicht, wenn die SRG über das geplante Joint Venture mit der Swisscom und Ringier, die Daten ihrer Kunden kommerzialisiert und sich digitale Werbemöglichkeiten erschliessen will. Die Medienwelt hat sich nun mal verändert und die SRG wildert heute teils im Revier der Verleger. Deshalb müssen ihr Grenzen gesetzt werden.</p>
<p><strong>Welche SRG wollen die Verleger?</strong><br />
Bei der SRG muss insbesondere die Ertragssituation kritisch angeschaut werden. Wir halten Werbebeschränkungen, wie sie heute bereits für Radio und Online gelten, für den richtigen Weg. Weniger Kommerz bei der SRG. Das Problem ist die immer grösser werdende Kluft in der Ertragslage zwischen dem gebührenfinanzierten Rundfunk und den privaten Verlagen, die mit sinkenden Abo- und Werbeeinnahmen kämpfen. Was die SRG heute an Programm macht, ist zu breit. Es braucht keine Formate wie «Voice of Switzerland», für die sich auch Privatsender interessiert hatten, aber von der SRG überboten wurden. Mit weniger Geld wäre die Versuchung der SRG automatisch kleiner, sich in private Bereiche auszudehnen.</p>
<p><strong>Wäre das zu verhindern mit einer engeren Service-public-Definition?</strong><br />
Den verfassungsrechtlichen Rahmen halten wir weiterhin für tauglich, daran muss man nichts ändern. Aber in der SRG-Konzession, die ja erneuert werden muss, sollte Etliches präzisiert werden. Wie schon heute der Kulturbegriff in der Konzession präzis und ausführlich definiert wird, so sollte auch die Unterhaltung genauer gefasst werden. Heute heisst es in der Konzession lediglich: «Die SRG trägt bei zur Unterhaltung». Punkt. So geht es natürlich nicht. Es ist nun die Aufgabe der Politik, das genauer zu definieren. Und da wirken wir mit.</p>
<p><strong>Teilen Sie die Hoffnung mancher Verleger, dass es ihnen besser ginge, wenn man den Spielraum der SRG einschränkte?</strong><br />
Es geht um ein faires Nebeneinander. Hierbei verweise ich immer auf die Bundesverfassung, wo klar festgehalten ist, dass die SRG auf die privaten Medien Rücksicht nehmen soll. Das muss gewährleistet sein. Was die Werbung angeht, räumen übrigens auch viele Fernsehleute off-the-record ein, sie empfänden es sogar als einen Wettbewerbsvorteil, wenn ab acht Uhr am Schweizer Fernsehen keine Werbung mehr ausgestrahlt würde.</p>
<p><strong>SRG-Generaldirektor Roger de Weck plädiert für den nationalen Schulterschluss: SRG und Verleger sollten sich gemeinsam gegen die übermächtige internationale Konkurrenz wehren. Ist das kein Weg?</strong><br />
Natürlich sind Google, Facebook und Amazon übermächtige Konkurrenten, die viel Geld aus dem heimischen Markt abziehen. Aber da bringe ich als Fussballfan gerne den Vergleich: Nur weil es eine Champions League gibt, in der ein Schweizer Vertreter gern mitspielen würde, kann man doch in der Super League nicht auf alle Regeln verzichten und den FC Basel immer gewinnen lassen!</p>
<p><small>Das Interview ist eine gekürzte und redigierte Abschrift des «Journitalk», den der Autor am 16. Oktober mit Verena Vonarburg im Polit-Forum Käfigturm in Bern geführt hat.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/22/nach-ringier-austritt-vor-gav-gespraechen-und-mitten-in-der-service-public-debatte/">Nach Ringier-Austritt, vor GAV-Gesprächen und mitten in der Service-public-Debatte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer verdient wieviel mit Digitalabos?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/11/wer-verdient-wieviel-mit-digitalabos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2015 12:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalabo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Digitaler Paid Content hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Lange Zeit galten Bezahl-Inhalte als unmodern, dann wurden sie als alleiniger Heilsbringer für Medienhäuser in der Werbekrise gehypt. Mittlerweile gehören Paid Content-Modelle weltweit zum medialen Alltag. MEEDIA hat die gängigsten Bezahlmodelle im Netz angeschaut, zeigt Beispiele und sagt, wer von Paid Content am meisten profitieren kann <a href="http://meedia.de/2015/09/11/der-grosse-paid-content-vergleich-von-new-york-times-bis-taz-wer-verdient-wieviel-mit-digitalabos/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitaler Paid Content hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Lange Zeit galten Bezahl-Inhalte als unmodern, dann wurden sie als alleiniger Heilsbringer für Medienhäuser in der Werbekrise gehypt. Mittlerweile gehören Paid Content-Modelle weltweit zum medialen Alltag. MEEDIA hat die gängigsten Bezahlmodelle im Netz angeschaut, zeigt Beispiele und sagt, wer von Paid Content am meisten profitieren kann und wer nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/11/wer-verdient-wieviel-mit-digitalabos/">Wer verdient wieviel mit Digitalabos?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bücher mit Persönlichkeit und Charakter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/08/buecher-mit-persoenlichkeit-und-charakter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2015 13:39:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Hermann Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Buchverlage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5886</guid>

					<description><![CDATA[<p>«Verlegen ist mehr als Veröffentlichen: Es ist das liebevolle Schleifen eines Rohdiamanten  zu einem Buchbrillanten, der Ihre Augen zum Leuchten bringt.» Es ist einer dieser bemerkenswerten Sätze, die die Philosophie des Verlags Hermann Schmidt Mainz kennzeichnen. Und genauso bemerkenswert wie aufschlussreich sind die Ansichten der Verleger Karin und Bertram Schmidt-Friderichs.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>«Verlegen ist mehr als Veröffentlichen: Es ist das liebevolle Schleifen eines Rohdiamanten  zu einem Buchbrillanten, der Ihre Augen zum Leuchten bringt.» Es ist einer dieser bemerkenswerten Sätze, die die Philosophie des Verlags Hermann Schmidt Mainz kennzeichnen. Und genauso bemerkenswert wie aufschlussreich sind die Ansichten der Verleger Karin und Bertram Schmidt-Friderichs.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/08/buecher-mit-persoenlichkeit-und-charakter/">Bücher mit Persönlichkeit und Charakter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Facebook will das Internet für sich allein</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/28/facebook-will-das-internet-fuer-sich-allein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2015 10:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4252</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zeitungsredakteure sollen exklusiv für Mark Zuckerbergs Netzwerk Artikel schreiben. Er gewinnt für Facebook Leser, die der Presse verlorengehen. Wieso lassen sich Medien darauf ein?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitungsredakteure sollen exklusiv für Mark Zuckerbergs Netzwerk Artikel schreiben. Er gewinnt für Facebook Leser, die der Presse verlorengehen. Wieso lassen sich Medien darauf ein?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/28/facebook-will-das-internet-fuer-sich-allein/">Facebook will das Internet für sich allein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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	</channel>
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