<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Westschweiz | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/westschweiz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 09 Apr 2021 12:09:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>«Heidi.news»: Nach starkem Start vor ungewisser Zukunft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/01/12/heidi-news-vor-einer-unbekannten-zukunft-zusammen-mit-le-temps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Hirschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 13:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Le Temps]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Heidi.news]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=84860</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit den «Tamedia Papers» machte «Heidi.news» Ende 2020 in der Deutschschweiz von sich reden; nicht zum ersten Mal. Nun spannt das junge Online-Magazin aus Genf mit der Tageszeitung «Le Temps» zusammen. Eine finanzkräftige Stiftung hat die beiden Medien gekauft. Es ist die umfassendste Recherche zur Geschichte des grössten Schweizer Medienhauses, die in den letzten Jahren <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/12/heidi-news-vor-einer-unbekannten-zukunft-zusammen-mit-le-temps/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/12/heidi-news-vor-einer-unbekannten-zukunft-zusammen-mit-le-temps/">«Heidi.news»: Nach starkem Start vor ungewisser Zukunft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit den «Tamedia Papers» machte «Heidi.news» Ende 2020 in der Deutschschweiz von sich reden; nicht zum ersten Mal. Nun spannt das junge Online-Magazin aus Genf mit der Tageszeitung «Le Temps» zusammen. Eine finanzkräftige Stiftung hat die beiden Medien gekauft.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-84862" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-Heidi-News-Le-Temps-20210112.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-Heidi-News-Le-Temps-20210112.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-Heidi-News-Le-Temps-20210112-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-Heidi-News-Le-Temps-20210112-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-Heidi-News-Le-Temps-20210112-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-Heidi-News-Le-Temps-20210112-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Es ist die umfassendste Recherche zur Geschichte des grössten Schweizer Medienhauses, die in den letzten Jahren publiziert wurde: Mit den <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/tamedia-papers/">«Tamedia Papers»</a> hat das unabhängige Westschweizer Online-Portal «Heidi.news» eine 12-teilige Serie über Einfluss, Macht und Geld des Zürcher Medienkonzerns Tamedia (heute TX Group) auf die Schweizer Medienlandschaft veröffentlicht. Daran mitgearbeitet hat auch das Online-Magazin «Republik», das die Serie auf Deutsch publiziert hat.<br />
</p>
<p>Viel Neues erfahren Branchenkenner in dem Bericht allerdings nicht. Viel eher trägt er ausführlich bereits vorhandenen Fakten zusammen und reichert sie durch zahlreiche Gespräche mit ehemaligen Mitarbeitenden und Brancheninsidern an. Dennoch ist es das erste Mal, dass ein Medium so offensiv ein ganzes Medienhaus an den Pranger stellt. Ausgerechnet die Westschweiz wehrt sich gegen die Zürcher Dominanz – aus gutem Grund: In der Romandie gehören 70 Prozent der grossen Nachrichtenmedien Tamedia; in der Deutschschweiz sind es 40 Prozent.</p>
<p>Eine Folge der «Tamedia Papers» sorgte für besondere Furore: Unter den angeblichen Opfern der erdrückenden Tamedia-Dampfwalze wird auch der Geschäftsmann und Milliardär Frederik Paulsen erwähnt, der sich gerichtlich gegen Artikel der Tamedia-Titel zur Wehr setzte. Der gleiche Paulsen überwies «Heidi.news» eine Spende von 250&#8217;000 Franken. «Heidi.news» wurde <a href="http://www.kleinreport.ch/news/republik-nach-artikel-uber-tamedia-bedrangnis-96096/" target="_blank" rel="noopener">Parteilichkeit vorgeworfen</a>. Die Spende ist im Artikel jedoch transparent erwähnt, das stellt auch «Heidi»-Mitbegründer Serge Michel in seiner <a href="http://www.kleinreport.ch/news/serge-michel-ich-habe-mich-vollkommen-neutral-verhalten-96134/" target="_blank" rel="noopener">Replik im «Klein Report»</a> klar. Den Vorwurf der Befangenheit weist er dezidiert zurück.</p>
<blockquote><p>Für eine achtteilige Serie zu Corona-Verschwörungstheorien musste «Heidi.news» viel Kritik einstecken.</p></blockquote>
<p>Es ist nicht die erste Recherche, mit der das erst <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/10/wir-sehen-uns-eigentlich-konkurrenzlos-unser-konzept-gibt-es-so-noch-nicht/">im Mai 2019 lancierte Online-Portal</a> «Heidi.news» von sich reden macht. Für eine <a href="https://www.heidi.news/explorations/au-coeur-de-la-complosphere" target="_blank" rel="noopener">achtteilige Serie zu Corona-Verschwörungstheorien</a> musste «Heidi.news» viel Kritik einstecken – jedoch weniger zu deren Inhalt als viel mehr zur Machart: Der Journalist Sami Zaïbi unterwanderte während zwei Monaten eine Gruppierung aus sogenannten Verschwörungstheoretikern, die gegen die SwissCovid-App mobil machte und Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen des Bundes organisierte. Während einige Stimmen die Recherche lobten, kritisierten andere unlautere Undercover-Methode.</p>
<p>Doch das war nicht alles: Zahlreiche Hassnachrichten und Bedrohungen erreichten «Heidi.news» und den Autor der Serie. Selbst «Reporter ohne Grenzen» äusserte Sorge über die <a href="https://rsf-ch.ch/de/nicht-tolerierbare-rassistische-kommentare-gegen-einen-journalisten-von-heidi-newspropos-racistes-intolerables-tenus-contre-un-journaliste-de-heidi-news/" target="_blank" rel="noopener">«nicht tolerierbaren rassistischen Kommentare»</a>. Möglich, dass die Artikelserie ein Nachspiel haben wird: Eine im Bericht prominent vorgestellte Lehrerin reichte eine Beschwerde beim Schweizer Presserat ein. Das tat ebenso der Walliser SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor, auch er ein Kämpfer gegen die SwissCovid-App. Noch ist offen, ob der Presserat auf die Beschwerden eingehen wird.</p>
<p>Gerade in Journalistenkreisen hat «Heidi.news» somit immerhin rasch an Bekanntheit gewonnen – vielleicht auch, weil in den letzten Jahren kaum von neuen Medienprojekten in der Romandie zu lesen war. Ein Projekt wie «Bon pour la tête», das nach der Einstellung von L&#8217;Hebdo gegründet, hat es nicht geschafft, grössere Aufmerksamkeit zu erlangen oder sich breit zu etablieren.</p>
<p>Anders bei «Heidi.news»: Innert 20 Monaten hat das Online-Magazin über 6’000 Abonnements verkauft, das Break-even-Ziel liegt bei 15&#8217;000 Abonnements bis Ende 2023. Zum Vergleich: Die «Republik» – ebenfalls als unabhängiges Start-up gegründetes Online-Bezahlmedium ohne Werbung – hatte nach zwei Geschäftsjahren 18&#8217;000 Mitgliedschaften und Abonnements erreicht und den Break-even von 25&#8217;000 Mitgliedern und Abos im Juni 2020 überschritten – im bedeutend grösseren Deutschschweizer Markt. «Heidi.news» schneidet also nicht schlecht ab.</p>
<blockquote><p>Insbesondere bei der Berichterstattung zur Gesundheit kann «Heidi.news» mit spezialisierten Journalistinnen und Journalisten punkten.</p></blockquote>
<p>Neben langen Recherchen überzeugt «Heidi.news» vor allem mit innovativen (kostenlosen) Newslettern aus verschiedenen Teilen der Welt sowie der Berichterstattung in ihren Schwerpunktbereichen. Anders als Tagesmedien setzt «Heidi.news» nämlich nicht auf die üblichen Ressorts, sondern hat sich auf eine Anzahl thematische Feeds («les flux») spezialisiert, zurzeit zu Gesundheit, Wissenschaft, Klima, Wirtschaft, Innovation, Kultur und Bildung.</p>
<p>Insbesondere bei der Berichterstattung zur Gesundheit, die von vielen Medien lange vernachlässigt wurde, nun aber wegen Covid-19 neuen Aufwind erhalten hat, kann «Heidi.news» mit spezialisierten Journalistinnen und Journalisten punkten. Ein pensionierter Epidemiologe sagt gegenüber der MEDIENWOCHE, «Heidi.news» liefere in der Westschweiz als einziges Medium seriöse, verifizierte Informationen zum Coronavirus – für ihn ausschlaggebend für sein Abonnement.</p>
<p>Dennoch: Während sich «Heidi.news» langsam bei einer an Qualitätsjournalismus interessierten Leserschaft mit hohem Bildungsgrad einen Namen macht, ist das Magazin bei der breiten Bevölkerung noch längst nicht angekommen. Wohl auch aus dem Grund, dass «Heidi.news» keinen News- und Tagesjournalismus bietet und stärker das grosse Ganze als kleine Lokalthemen anschaut. Trotz des Erfolgs bleibt «Heidi.news» (noch) ein Nischenprodukt. Die Zusammenarbeit mit «Le Temps» könnte das ändern.</p>
<blockquote><p>Es stellt sich die Frage, wie es mit «Heidi.news» weitergehen soll, wird doch die Redaktion mit jener von «Le Temps» zusammengelegt.</p></blockquote>
<p>Letzten November wurde bekannt, dass die <a href="https://aventinusfondation.ch/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Aventinus</a> <a href="https://www.persoenlich.com/medien/stiftung-aventinus-ubernimmt-le-temps" target="_blank" rel="noopener">sowohl die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps»</a> <a href="https://www.persoenlich.com/medien/die-stiftung-aventinus-ubernimmt-auch-heidi-news" target="_blank" rel="noopener">als auch das Online-Portal «Heidi.news»</a> kaufen wird. Finanziell bringt dies somit vorerst etwas Entspannung. Dennoch stellt sich die Frage, wie es mit «Heidi.news» weitergehen soll, werden doch die beiden Redaktionen zusammengelegt. Für das kleine Online-Portal bedeutet dies ein grösseres Risiko als für «Le Temps» – das achtzigköpfige Redaktionsteam der etablierten Tageszeitung wird kaum das Dutzend Medienschaffende von «Heidi.news» verdrängen.</p>
<p>Die Herausforderung für «Heidi.news» wird darin bestehen, eine komplementäre Funktion zu «Le Temps» zu finden. Denn die Zielgruppen sind ähnlich, im Moment sind die beiden Medien eher Konkurrenten, und «Le Temps» kann auf eine bereits vorhandene treue Leserschaft zählen. Möglich wäre eine noch stärkere Spezialisierung von «Heidi.news», etwa im Bereich der Gesundheit.</p>
<p>Wie genau die inhaltliche Ausrichtung der beiden Medien in Zukunft aussehen soll, dazu will sich noch niemand äussern. Sowohl die neue Chefredaktorin von «Le Temps», Madeleine von Holzen, als auch der Redaktionsleiter von «Heidi.news», Serge Michel (der Teil der erweiterten sechsköpfigen stellvertretenden Chefredaktion der beiden Titel wird), sagen, man warte den effektiven Kauf durch die Stiftung Aventinus ab – der voraussichtlich nicht vor April stattfindet. Die Identität der beiden Titel solle aber fortbestehen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/12/heidi-news-vor-einer-unbekannten-zukunft-zusammen-mit-le-temps/">«Heidi.news»: Nach starkem Start vor ungewisser Zukunft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Party inmitten des Sturms</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/03/17/eine-party-inmitten-des-sturms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 07:58:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=55039</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einstellung von «L&#8217;Hebdo», Restrukturierung bei Tamedia, Abbau bei der SDA – in der Westschweizer Medienlandschaft jagte jüngst eine Hiobsbotschaft die andere. In deren Schatten wachsen aber zarte Pflänzchen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/17/eine-party-inmitten-des-sturms/">Eine Party inmitten des Sturms</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einstellung von «L&#8217;Hebdo», Restrukturierung bei Tamedia, Abbau bei der SDA – in der Westschweizer Medienlandschaft jagte jüngst eine Hiobsbotschaft die andere. In deren Schatten wachsen aber zarte Pflänzchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/17/eine-party-inmitten-des-sturms/">Eine Party inmitten des Sturms</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Widersprüchliche Signale der Westschweizer Politik</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/22/zeitungskrise-widerspruechliche-signale-der-westschweizer-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2017 19:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=46415</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Westschweiz sieht sich in letzter Zeit ungleich Stärker mit dem Substanzverlust der Medien konfrontiert. Im Unterschied zur Deutschschweiz ruft jeder Abbauschritt in der Romandie die Politik auf den Plan. So auch diesmal wieder. Die grüne Nationalrätin Adèle Thorens sieht die Meinungsvielfalt und damit das Funktionieren der Demokratie «in echter Gefahr». Als Gegenmittel sieht sie <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/neuer-presseabbau-in-der-romandie-naehrt-sorge-um-demokratie-131637473">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/22/zeitungskrise-widerspruechliche-signale-der-westschweizer-politik/">Widersprüchliche Signale der Westschweizer Politik</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Westschweiz sieht sich in letzter Zeit ungleich Stärker mit dem Substanzverlust der Medien konfrontiert. Im Unterschied zur Deutschschweiz ruft jeder Abbauschritt in der Romandie die Politik auf den Plan. So auch diesmal wieder. Die grüne Nationalrätin Adèle Thorens sieht die Meinungsvielfalt und damit das Funktionieren der Demokratie «in echter Gefahr». Als Gegenmittel sieht sie staatliche Hilfe. FDP-Ratskollege Fathi Derder hält das für Gift: «Das Gefährlichste für die Demokratie ist nicht, wenn einzelne Publikationen verschwinden, sondern wenn die Politik in die Presselandschaft eingreift.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/22/zeitungskrise-widerspruechliche-signale-der-westschweizer-politik/">Widersprüchliche Signale der Westschweizer Politik</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Tiefere Gebühren dank den Romands»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/06/15/tiefere-gebuehren-dank-den-romands/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 12:57:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[RTVG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5399</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Westschweiz wird das hauchdünne Ja zum neuen Radio- und Fernsehgesetz je nach Zeitung sehr unterschiedlich beurteilt. Die meisten diagnostizieren einen Röstigraben, aber längst nicht alle.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/15/tiefere-gebuehren-dank-den-romands/">«Tiefere Gebühren dank den Romands»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Westschweiz wird das hauchdünne Ja zum neuen Radio- und Fernsehgesetz je nach Zeitung sehr unterschiedlich beurteilt. Die meisten diagnostizieren einen Röstigraben, aber längst nicht alle.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/15/tiefere-gebuehren-dank-den-romands/">«Tiefere Gebühren dank den Romands»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Chance für die NZZ</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2013 08:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Le Temps]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=16280</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» steht zum Verkauf. Das haben gestern ihre beiden Besitzer Ringier und Tamedia bekanntgegeben. Als Käufer kommt eigentlich nur die NZZ infrage, die mit «Le Temps» seit zehn Jahren ein Anzeigenkombi unterhält. Wenn Verlage ankündigen, eine ihrer Zeitungen verkaufen zu wollen, zieht normalerweise innert Kürze ein Proteststurm auf. Gewerkschaften und besorgte <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/">Eine Chance für die NZZ</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» steht zum Verkauf. Das haben gestern ihre beiden Besitzer Ringier und Tamedia bekanntgegeben. Als Käufer kommt eigentlich nur die NZZ infrage, die mit «Le Temps» seit zehn Jahren ein Anzeigenkombi unterhält.<br />
<span id="more-16280"></span><br />
Wenn Verlage ankündigen, eine ihrer Zeitungen verkaufen zu wollen, zieht normalerweise innert Kürze ein Proteststurm auf. Gewerkschaften und besorgte Politiker ermahnen die Eigentümer, eine nachhaltige Lösung für das Verkaufsobjekt zu suchen und den Titel nicht an den erstbesten Käufer zu verscherbeln.</p>
<p>Gestern Abend blieb es erstaunlich ruhig, nachdem <a href="http://www.tamedia.ch/de/pressekontakt/medienmitteilungen/2013/pressrelease/ringier_und_tamedia_planen_verkauf_ihrer_beteiligung_an_der_tageszeitung_le_temps/" target="_blank">Tamedia</a> und <a href="http://www.ringier.com/de/medien/medienmitteilungen/ringier-und-tamedia-planen-verkauf-ihrer-beteiligung-der" target="_blank">Ringier</a> um 17 Uhr ihre Verkaufsabsichten für «Le Temps» kundgetan haben. (Mit Verspätung folgte <a href="http://www.impressum.ch/web/impressum-de/service/Presse/letempsenvente.html" target="_blank">die obligate Protestnote</a> doch noch). Genauso sind aber Stimmen zu vernehmen, die von einer «guten Nachricht» reden im Zusammenhang mit den Verkaufsplänen für «Le Temps». <a href="http://www.rts.ch/info/economie/5277211-le-journal-le-temps-est-a-vendre.html" target="_blank">Isidore Raposo</a>, Chefredaktor von <a href="http://www.laregion.ch/" target="_blank">La Région Nord vaudois</a>, erhofft sich von einer neuen, einheitlichen Eigentümerschaft, dass sie der Zeitung eine strategische Unabhängigkeit ermögliche. Heute sind die beiden Zürcher Medienunternehmen Ringier und Tamedia mit je 46,2 Prozent an «Le Temps» beteiligt. Der Rest verteilt sich auf die Mitarbeiter, einen Genfer Bankier und die französische Tageszeitung Le Monde.</p>
<p>Als Grund für ihre Verkaufsabsichten nennen Tamedia und Ringier in der gemeinsamen Mitteilung indirekt die Schwerfälligkeit der geteilten Verantwortung. Sie schreiben: «Mit einem starken Mehrheitsaktionär würden angesichts der strukturellen Herausforderungen der Medienbranche die besten Voraussetzungen für den Fortbestand und die Weiterentwicklung von Le Temps geschaffen.» Und nicht der erstbeste oder der meistbietende soll den Zuschlag erhalten, sondern nur ein Unternehmen, das sich der Bedeutung der Zeitung für die Westschweiz bewusst ist, sowie den Mitarbeitenden eine Perspektive bieten kann. Findet sich bis Mitte 2014 kein valabler Käufer, erwägen Tamedia und Ringier den Anteil des Anderen zu übernehmen und «Le Temps» im Alleinbesitz weiterzuführen. Auch so würde dem Ziel einer schlankeren strategischen Führung Rechnung getragen.</p>
<p>Der Kreis möglicher Käufer ist einigermassen klein. Eigentlich kommt bei einer einheimischen Lösung nur die Neue Zürcher Zeitung NZZ in Frage als neue Eigentümerin von «Le Temps». Aus folgenden Gründen:</p>
<ul>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Was die NZZ in der Deutschschweiz, ist «Le Temps» in der Westschweiz: ein Qualitätstitel von Weltblattformat (oder zumindest mit diesem Anspruch). Das hat jüngst auch wieder das Jahrbuch «Qualität der Medien» bestätigt: «Le Temps» bilde in der Westschweiz «als einziges Medium» die Spitze der Qualitätspyramide.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Die beiden Titel kooperieren bereits seit zehn Jahren auf dem Werbemarkt mit dem <a href="http://www.ringier.com/de/medien/medienmitteilungen/ringier-und-tamedia-planen-verkauf-ihrer-beteiligung-der" target="_blank">«BusinessCombi»</a>. Die Inseratekombination der beiden Titel zielt auf sogenannte Top-Leader gemäss MACH-Typologie.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">NZZ und «Le Temps» haben eine im Branchenvergleich erfolgreiche Digitalstrategie eingeschlagen und erzielen bereits beträchtliche Absatzzahlen beim <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/die-presse-wird-digitaler-1.18159777" target="_blank">Verkauf von E-Paper-Ausgaben</a>.  «Le Temps» setzt, gemessen an der gesamten verkauften Auflage, mit 13 Prozent sogar einen wesentlichen höheren Anteil E-Paper ab als die NZZ (8 Prozent).</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Die NZZ als Eigentümerin von «Le Temps» würde ein Stück Medien(eigentümer)vielfalt in die <a href="https://twitter.com/nick_luethi/status/383524358892707840/photo/1" target="_blank">von Tamedia dominierte</a> Presselandschaft in der Westschweiz zurückbringen.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">«Le Temps» ist ein vergleichsweise schlankes Unternehmen, das zum Beispiel über keine eigene Druckerei verfügt. Die Zeitung wird bei Edipresse/Tamedia in Lausanne gedruckt. Ebenso schreibe die</span><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;"> Zeitung «keinen Verlust», hielt gestern Christoph Zimmer, Sprecher von Tamedia fest.  «Le Temps» hat </span><a style="font-size: 13px; line-height: 19px;" href="http://www.werbewoche.ch/weniger-entlassungen-bei-le-temps-als-angekuendigt" target="_blank">eine grössere Sparrunde</a><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;"> mit zahlreichen Entlassungen hinter sich.</span></li>
</ul>
<p>Damit zusammenfindet, was zusammengehört, muss die NZZ beim Verhandlungsgeschick aber einen Zacken zulegen. In den letzten Jahren zog die Zürcher Zeitung mehrmals den Kürzeren. So <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-NZZ-verliert-den-Kampf-um-die-Basler-Zeitung/story/20550169?track" target="_blank">beim Kauf der Basler Zeitung</a>, die man so gut wie gekauft hatte, als in letzter Minute Investor Tito Tettamanti der NZZ die BaZ vor der Nase wegschnappte. Auch am Winterthurer Landboten war die NZZ-Gruppe interessiert, ging aber schliesslich <a href="http://www.landbote.ch/index.php?id=18&amp;tx_vsarticle_pi1[article]=244449" target="_blank">auch dort leer aus</a>, weil Tamedia von ihrem Vorkaufsrecht gebrauch machte. Bei «Le Temps» stünde keine Tamedia im Weg – schliesslich ist sie die Verkäuferin. Ausserdem gab es in der Zwischenzeit einen Wechsel an der Spitze der NZZ-Gruppe. War bei den gescheiterten Übernahmen in Basel und Winterthur noch <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/dynamischer-geworden-ohne-die-tradition-zu-verraten/" target="_blank">Albert P. Stäheli</a> am Ruder, hat jetzt <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/veit-dengler-wird-neuer-ceo-der-nzz-mediengruppe-1.18101099" target="_blank">Veit Dengler als CEO übernommen</a>. Eine schnelle Akquisition von «Le Temps» könnte sein Gesellenstück werden. Dengler äussert sich auf Anfrage vorerst unverbindlich zu einem allfälligen Engagement der NZZ in der Westschweiz:</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p><a href="https://twitter.com/nick_luethi">@nick_luethi</a> NZZ-MG offen für Titel, die zu unserer Positionierung passen. Prüfen in solchen Fällen, ob Angebot Voraussetzungen erfüllt</p>
<p>— Veit Dengler (@veitdengler) <a href="https://twitter.com/veitdengler/statuses/388025300165996544">October 9, 2013</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js"></script></p>
<p>Doch selbst wenn sich die NZZ ernsthaft für einen Kauf interessieren sollte, müsste sie mit Konkurrenz rechnen. Auch bei «Le Temps» ist mit dem Interesse von ausländischen Unternehmen oder finanzkräftigen, branchenfremden Kreisen zu rechnen. So könnte die in der Romandie bereits stark verankerte französische <a href="http://www.eshmedias.ch/de/" target="_blank">Hérsant-Gruppe </a>ein gutes Geschäft als Ergänzung zu ihren Regionalzeitungen wittern. Und schliesslich muss immer mit Investoren gerechnet werden, die <a href="https://twitter.com/kurtwzimmermann/status/387846687823110144" target="_blank">aus weltanschaulichen Gründen</a> eine Zeitung kaufen wollen. Am Ende entscheiden Tamedia und Ringier. Und vielleicht heisst dann der Käufer – Ringier oder Tamedia.</p>
<p>Nachtrag I (10.10.2013): Stellungnahme von NZZ-CEO Veit Dengler, siehe Tweet oben.</p>
<p>Nachtrag II (10.10.2013): Inwzwischen hat die Westschweizer <a href="http://agefi.com/" target="_blank">Wirtschaftszeitung L&#8217;Agefi</a> ihr Interesse an einem Kauf von «Le Temps» angemeldet. Gemäss einem <a href="http://www.tdg.ch/geneve/actu-genevoise/L-Agefi-veut-racheter-Le-Temps/story/23441937" target="_blank">Bericht der Tribune de Genève</a> wären die Eigentümer von L&#8217;Agefi sogar bereit, dafür ihr eigenes Blatt aufzugeben, respektive in «Le Temps» zu integrieren. Geld für den Kauf sollte ausreichend vorhanden sein. Hinter der Wirtschaftszeitung steht die im Klinik- und Gesundheitsbereich tätige <a href="http://www.aevis.com/websites/aevis/German/1/home.html?newsID=" target="_blank">Aevis Holding</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/">Eine Chance für die NZZ</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Peinliche Folklore</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Radio DRS]]></category>
		<category><![CDATA[Chez les Welsch]]></category>
		<category><![CDATA[DRS 3]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Röstigraben]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[TSR]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Roger De Weck]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=3640</guid>

					<description><![CDATA[<p>«Chez les Welsch» hiess es bis am letzten Freitag während rund zwei Wochen auf DRS 3. Die angekündigte Entdeckung einer «unbekannten Welt» blieb jedoch aus. Hitparadenmoderator und wenig sensibler Vielschwätzer Nik Thomi und seine Begleiterin Carole blieben angesichts der spannenden Herausforderung erschreckend belanglos. Klischees und Sozialfolklore waren Thomi wie auch Produzent Stephan Lütolf wichtiger als <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Peinliche Folklore</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/logo_welsch.jpg" alt="" width="120" height="136" /> «Chez les Welsch» hiess es bis am letzten Freitag während rund zwei Wochen auf DRS 3. Die angekündigte Entdeckung einer «unbekannten Welt» blieb jedoch aus. Hitparadenmoderator und wenig sensibler Vielschwätzer Nik Thomi und seine Begleiterin Carole blieben angesichts der spannenden Herausforderung erschreckend belanglos. Klischees und Sozialfolklore waren Thomi wie auch Produzent Stephan Lütolf wichtiger als das, was die Romands tatsächlich bewegt.<br />
<span id="more-28884"></span><br />
Wenn die SRG mit den beiden Wochen <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/themen/panorama/272008.chez-les-welsch.html" target="_blank">«Chez les Welsch»</a> dazu beitragen könne, dass sich die Eidgenossen besser kennenlernten, dann erfülle sich damit eine wichtige Aufgabe des Service Public, meinte SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/focus/2655.sh10182617.html" target="_blank">Talksendung «Focus»</a> auf DRS 3 zum vielversprechenden Auftakt von «Chez les Welsch». Zwei Wochen später müsste De Weck zur Einsicht gelangt sein, dass sein Herzensanliegen bei diesem Versuch nicht erfüllt wurde, weil DRS 3 das Thema schlicht nicht ernst genommen hat.</p>
<p>Das Vorhaben war ehrgeizig und der Anspruch kein geringerer, als die «unbekannte Welt» jenseits des Röstigrabens zu «entdecken». Doch die unbekannte Welt entpuppte sich unter den zum Teil linkischen Aktionen von Hitparadenmoderator Thomi und seiner Begleiterin, einer nach Zürich emigrierten Romande, als die sattsam bekannte, die aus den ewig gestrigen Klischees besteht. Ob die Romands bereits um 11 Uhr vormittags zum Apéritif greifen, geriet zu einer zentralen Frage über Mentalitätsunterschiede, zu der sich etwa Michel Bron aus Chenaux, ein «kerniger Winzer» mit «Charakterkopf» äussern musste. Die Strassenumfrage <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/live-aus-lausanne/275708.280919.audioslideshow-sprechen-sie-deutsch.html" target="_blank">«Sprechen Sie Deutsch?»</a> in Lausannes Altstadt (in Oliver Pocher-Überrumpelungsmanier) gipfelte im Fazit, dass die Romands kein Deutsch und umgekehrt die Deutschschweizer auch kein Französisch können und ergo eine Pattsituation besteht.</p>
<p>Die meisten der Stationen (etwa der Besuch bei den Eltern von Thomis Begleiterin in Palézieux, beim Radiosender Couleur 3, an der Fête de la Cité Lausanne, beim Ostschweizer Daniel Meienberger, alias designierter Gemeindepräsident von Echichens oder die morgendlichen Liveschaltungen des Moderatorenduos aus einem Lausanner Café-Tabac) sind auf der DRS Website nachzulesen oder als Bilderstrecken mit Ton oder teilweise nichts sagenden und peinlichen Bildlegenden nachgestellt. Auch die Gestaltung der Site ist missglückt. Den Romand schlechthin hat der Zeichner nämlich als stoppelbärtigen Säufer dargestellt. Da kommt einem als Radiohörer (und Webuser) eine Realität entgegen, die man mühelos in beliebigen Souvenirläden an gut frequentierten Passagen entlang des Genfersees überprüfen kann. Da helfen De Wecks filigrane Analysen im Interview nicht darüber hinweg; auch nicht die erhellenden Exkurse von Historiker Georg Kreis, dem Leiter des Europainstitutes an der Uni Basel, noch die stellenweise bemerkenswerten Reportagen der Input-Redaktion über das Verhältnis von Romands und Deutschschweizern, die ebenfalls Bestandteil der beiden Wochen über die Westschweizer Terra incognita waren.</p>
<p>Das Westschweizer Fernsehen hat denn auch bereits nach wenigen Tagen die Aktion der Deutschschweizer Kollegen verrissen. Im Verlauf der verschiedenen Begegnungen seien die Sorgen der Romands kaum thematisiert und beispielsweise über das Phänomen des Wirtschaftsbooms sei nicht gesprochen worden. «Die moderne und aktive Romandie hat es immer noch schwer, den Röstigraben zu überwinden», lautet das <a href="http://www.tsr.ch/video/info/journal-19h30/3235490-une-equipe-de-la-radio-alemanique-est-a-lausanne-pour-partir-a-la-decouverte-des-suisses-romands.html#id=3235490" target="_blank">Fazit der TSR-Journalisten</a>.</p>
<p>Diesen Brückenschlag hat SRG-Generaldirektor de Weck dem öffentlichen Radio und Fernsehen der Schweiz ins Stammbuch geschrieben. «Die Weltsicht der beiden Kulturen ist unglaublich unterschiedlich. Wenn sie sich verstehen, dann nur dank dem Willen zum Zusammenleben und dank gescheiten Institutionen. Das ist einer der grossen Lebensinhalte von mir.» Wenn es de Weck ernst meint mit seinem Anliegen, dann dürfen Projekte in der Art von «Chez les Welsch» in Zukunft nicht mehr im Seichten versanden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Peinliche Folklore</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ringier macht das Rennen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/05/23/ringier-macht-das-rennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2011 10:40:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Pillard]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[TF1]]></category>
		<category><![CDATA[Werbefenster]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Werbung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2901</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jetzt ist es offiziell: Am kommenden 5. September wird der französische Sender TF1 erstmals einen Werbespot mit Schweizer Inhalt für die Zuschauer in der Romandie ausstrahlen. Für die Akquisition der Werbung wird Ringier besorgt sein. Das neue Schweizer Werbefenster von TF1 dürfte gemäss Schätzungen um die 90 Millionen Franken Bruttoumsatz generieren. Das Gerücht kursierte schon <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/23/ringier-macht-das-rennen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/23/ringier-macht-das-rennen/">Ringier macht das Rennen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es offiziell: Am kommenden 5. September wird der französische Sender TF1 erstmals einen Werbespot mit Schweizer Inhalt für die Zuschauer in der Romandie ausstrahlen. Für die Akquisition der Werbung wird Ringier besorgt sein. Das neue Schweizer Werbefenster von TF1 dürfte gemäss Schätzungen um die 90 Millionen Franken Bruttoumsatz generieren.<br />
<span id="more-28836"></span><br />
Das Gerücht kursierte schon seit Wochen (die MEDIENWOCHE <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/06/romandie-vor-einem-%C2%ABerdbeben%C2%BB/" target="_self">berichtete</a>). Heute morgen gab nun Daniel Pillard, Geschäftsführer von Ringier Romandie, gegenüber dem Magazin Comin die Partnerschaft mit dem grössten französischen Fernsehsender TF1 <a href="http://www.cominmag.ch/ringier-tf1/" target="_blank">bekannt</a>.</p>
<p>Ringier wird für das Schweizer Werbefenster von TF1 die Werbung akquirieren, das am 5. September auf Sendung geht. Gemäss <a href="http://www.cominmag.ch/ringier-tf1-2/" target="_blank">Schätzungen</a> dürfte das neue Angebot einen Umsatz von rund 90 Millionen Franken erzielen; Geld, das zumindest in Teilen anderen Medien verlustig gehen wird. Aus diesem Grund haben in letzter Zeit sowohl die SRG als auch das Privatfernsehen vor einem Markteintritt des grössten französischen Senders mit einem Schweizer Werbefenster gewarnt. Gilles Marchand, Direktor von Westschweizer Radio und Fernsehen, sprach in diesem Zusammenhang schon vor Jahren<a href="http://www.gillesmarchand.ch/2010/05/24/convergence/" target="_blank"> von einem bevorstehenden «Erbeben»</a>.</p>
<p>TF1 erzielt mit seinem Programm in der Westschweiz einen Marktanteil von aktuell 14 Prozent und liegt damit in der Publikumsgunst an zweiter Stelle hinter dem ersten Programm von TSR. Entsprechend beliebt dürfte die neue Plattform bei den Werbekunden sein.</p>
<p>Auf den ersten Blick überrascht es, dass Ringier den Zuschlag erhalten hat und nicht ein Unternehmen wie Goldbach Media, das langjährige Erfahrung in der Vermarktung von ausländischen TV-Werbefenstern mit sich bringt. Laut Pillard sei Ringier schon vor «einigen Jahren» in informellen Gesprächen mit diesem Anliegen an TF1 herangetreten.</p>
<p>UPDATE 15:32<br />
Konkrete Verhandlungen hätten aber erst vor einem Jahr begonnen, diesmal auf Initative von TF1, teilt Ringier-Sprecher Edi Estermann auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit.</p>
<p>Der Einstieg in die TV-Vermarktung ist Teil der Diversifizierungsstrategie von Ringier, die insbesondere in der Deutschschweiz deutlich erkennbar ist mit Engagemenst ausserhalb des verlegerischen Kerngeschäfts. «Die Zusammenarbeit mit TF1 ist nun auch in der Romandie ein erster  Schritt in diese Richtung», lässt Marc Walder, CEO Ringier Schweiz via Medienstelle ausrichten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/23/ringier-macht-das-rennen/">Ringier macht das Rennen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Romandie vor einem «Erdbeben»?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/05/06/romandie-vor-einem-erdbeben/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/05/06/romandie-vor-einem-erdbeben/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2011 10:38:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gilles Marchand]]></category>
		<category><![CDATA[Goldbach Media]]></category>
		<category><![CDATA[M6]]></category>
		<category><![CDATA[TF1]]></category>
		<category><![CDATA[TSR]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbefenster]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Werbung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2316</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ab September soll der französische Sender TF1 sein Programm mit einem eigenen Werbefenster für die Westschweiz ausstrahlen. Mit dem Markteintritt des grössten französischen Privatsenders stehe der Romandie ein «Erdbeben» bevor, sagt Gilles Marchand, Direktor des Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Werbegelder in zweistelliger Millionenhöhe dürften damit nach Frankreich abfliessen. Damit gerechnet hatte man schon lange, <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/06/romandie-vor-einem-erdbeben/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/06/romandie-vor-einem-erdbeben/">Romandie vor einem «Erdbeben»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab September soll der französische Sender TF1 sein Programm mit einem eigenen Werbefenster für die Westschweiz ausstrahlen. Mit dem Markteintritt des grössten französischen Privatsenders stehe der Romandie ein «Erdbeben» bevor, sagt Gilles Marchand, Direktor des Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Werbegelder in zweistelliger Millionenhöhe dürften damit nach Frankreich abfliessen.<br />
<span id="more-28816"></span><br />
Damit gerechnet hatte man schon lange, doch jetzt wird es konkret. Ab September soll der französische TV-Sender TF1 sein Programm in der Westschweiz mit einem eigenen Werbefenster ausstrahlen. TF1 ist nach dem ersten Kanal von Télévision Suisse Romande der meistgesehene Sender in der Romandie. Eine offizielle Bestätigung für den kommerziellen Grenzübertritt des grössten französischen Fernsehsenders war in Paris nicht erhältlich. Gegenüber der <a href="http://www.regardtv.net/t3967-tf1-suisse-des-le-0509-maj#41305" target="_blank">Freiburger Zeitung La Liberté</a> sagte jedoch RTS-Direktor Gilles Marchand, dass der Markteintritt von TF1 angekündigt sei und ein Projekt für ein Werbefenster auf dem Tisch liege. Auch der Genfer Kabelnetzbetreiber Naxoo bestätigt auf Anfrage der MEDIENWOCHE den geplanten Schritt der Franzosen. Der Sender sei in dieser Angelegenheit bereits auf sie zugekommen, schreibt Naxoo. Weitere Angaben, etwa zum Stand der Verhandlungen über eine Anpassung der Einspeisegebühren für das Signal, wollte man in Genf jedoch keine machen.</p>
<p>TF1 profitiert bei seiner Expansion in die Schweiz von der Pionierarbeit seines Konkurrenten M6. Der Sender der RTL-Gruppe hat bis vor Bundesgericht seine Präsenz auf dem Westschweizer Werbemarkt erfolgreich verteidigt. Auf den Markteintritt von M6 Suisse im Herbst 2001 reagierte TSR zwei Jahre später<a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=35100" target="_blank"> mit einer Klage</a> wegen vermuteter Urheberrechtsverletzung (im Zusammenhang mit der Erstausstrahlung von Serien und Filmen) sowie unlauterem Wettbewerb wegen dem Werbefenster. Nach sieben Jahren und einer Gegenklage der Franzosen endete der epische Rechtsstreit vor einem Jahr mit dem <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/m6_srg_1.4493192.html" target="_blank">höchstrichterlichen Segen</a> für die kommerziellen Aktivitäten von M6 in der Schweiz. Damit war das Terrain geebnet, auf dem nun TF1 den Westschweizer Markt betreten kann. Zu holen gibt es hier Millionen. M6 erzielt mit seinem Werbefenster einen Bruttoumsatz von rund 50 Millionen Franken jährlich und das mit weniger Zuschauer als TF1. Das Flaggschiff aus Frankreich dürfte demnach in mindestens ebensolchem Mass Werbefranken aus dem Schweizer Markt abziehen. Für die einheimische Konkurrenz eine Horrorvorstellung.</p>
<p>RTS-Direktor Gilles Marchand sprach in diesem Zusammenhang bereits vor drei Jahren von einem <a href="http://www.gillesmarchand.ch/2010/05/24/convergence/" target="_blank">«regelrechten Erdbeben»</a>, das sämtliche Medien und nicht nur Radio und Fernsehen erfassen würde. Gegenüber der MEDIENWOCHE wiederholt und präzisiert Marchand diese Aussage: Er rechne mit einer Verschiebung in der Verteilung der Werbeausgaben in der Westschweiz. «Die Presse hat unrecht, wenn sie meint, dass nur Radio und Fernsehen betroffen sei.» RTS bleibe nicht viel anderes übrig, als sich auf die Leistung seiner Programme abzustützen und jene des Werbeverkäufers Publisuisse. Einen allfälligen Markteintritt von TF1 würden auch die Privatsender in der Romandie zu spüren kriegen. Christophe Rasch, Direktor von La Télé, sieht für den Fall in erster Linie gesetzgeberischen Handlungsbedarf. «Wir wollen eine Konzessionsänderung mit einem höheren Anteil der Empfangsgebühren und einem grösseren Sendegebiet», sagte Rasch gegenüber der <a href="http://www.regardtv.net/t3967-tf1-suisse-des-le-0509-maj#41351" target="_blank">Zeitung 24 Heures</a>. Es sei an der Politik zu entscheiden, was sie wolle. Der grösste Zeitungsverlag in der Westschweiz, die Zürcher Tamedia mit ihrer Tochter Edipresse, teilt die Einschätzung, wonach alle Medien von einem TF1-Werbefenster in Mitleidenschaft gezogen würden. «Es gibt sicherlich mehr Wettbewerb auf dem Werbemarkt zulasten der bisherigen Akteure», teilt Sylvia Wuersten, Sprecherin von Edipresse, mit.</p>
<p>Ganz anders sieht man die Wirkung ausländischer Werbefenster auf den Schweizer Markt beim grössten Vermarkter von TV-Werbung für ausländische Privatsender. Zwar will sich Goldbach Media nicht zum Werbefenster von TF1 äussern, für das sie als Verkäufer infrage kämen. Aber die Auswirkungen von M6, dessen Schweizer Werbung Goldbach verkauft, hat man in Küsnacht nach dem Bundesgerichtsentscheid vor einem Jahr <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/05/Goldbach_Report_0110_DE.pdf">ausführlich kommentiert</a>. «Das Schweizer Werbefenster von M6 hat einen dynamisierenden Effekt auf die gesamte Fernsehlandschaft in der Romandie, weil es ein qualitatives Angebot und eine Alternative zu den SRG-Sendern bietet.» Goldbach verweist in diesem Zusammenhang auf einen Anstieg des Bruttoaufwands für TV-Werbung von 65 Prozent in der Romandie von 2001 bis 2008. Ob diese Entwicklung auch mit dem Markteintritt von TF1 anhalten würde, weiss zurzeit noch niemand. Allerdings darf ernsthaft bezweifelt werden, dass es nur Gewinner gibt, wie dies Goldbach im Bezug auf M6 behauptet hat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/06/romandie-vor-einem-erdbeben/">Romandie vor einem «Erdbeben»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/05/06/romandie-vor-einem-erdbeben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
