DOSSIER mit 100 Beiträgen

Zeitungskrise

JOURNALISMUS

Die Lesetipps dieses Themenbereichs werden kuratiert von Nick Lüthi. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

 

Altpapier als Kunst

Der Berliner Künstler Robert Schmitt sammelt Zeitungen. Jeden Tag kauft er fünf und bewahrt sie auf. Die Tonnen von Papier, die sich in den letzten Jahren so angesammelt haben, stehen nun als Kunstwerk in einer Berliner Gallerie; «I Paid For Content And I’m Proud Of» heisst die Installation. Im Gespräch mit dem Kunstmagazin «Monopol» spricht Weiterlesen …

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Zeitung lesen mit Herrn Schibli

Auch wenn Mediennutzer sich zunehmend online informieren, schwört eine Mehrheit noch auf Papier. Ein Treffen mit einem leidenschaftlichen Zeitungsleser in seiner Stammbeiz.

Wer hat Angst vor dem grossen Mantel?

Die schweizerische Wettbewerbskommission Weko hat eben grünes Licht gegeben für den Zusammenschluss der Regionalzeitungen von AZ Medien und NZZ Mediengruppe. Diese Blätter werden fortan unter einem gemeinsamen Mantel erscheinen. Sprich: Ein Grossteil ihrer Inhalte wird identisch sein. Kritiker erkennen darin – naheliegenderweise – einen Verlust an Meinungsvielfalt. Die Verlage selbst sehen in der Bündelung der Kräfte gerade das Gegenteil, nämlich ein Stärkung der Vielfalt. Das sagt auch Lars Haider, Chefredaktor des «Hamburger Abendblatt», das seine Berichterstattung aus Berlin mit anderen Zeitungen der Funke-Mediengruppe teilt. Früher hätten zwar alle diese Zeitungen ihre eigenen Korrespondenten in der Hauptstadt beschäftigt, doch seien die gar nicht an die Politiker herangekommen und begnügten sich daher oft mit der Verarbeitung von Agenturmeldungen. «Wenn es auf einmal fünf, sechs, sieben grössere Zentralredaktionen gibt, ist das schon eine Verbesserung», sagt Haider gegenüber dem Medienamgazin ZAPP des NDR. Für ihn sei die neue Situation mit dem gemeinsamen Mantel «auf jeden Fall mehr Vielfalt als es früher war».

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Brutale zehn Jahre

Im Jahr 2012 hat der deutsche Journalistik-Professor Klaus Meier eine einfach Projektion durchgerechnet: Wenn sich die Auflagen-Entwicklung von Tageszeitungen so fortsetzt wie in den letzten Jahrzehnten – wann würde dann die letzte gedruckte Tageszeitung in Deutschland erscheinen? Und er kam auf das Jahr 2034.

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«Wir erleben eine Provinzialisierung der Romandie»

Mit der Ankündigung des Tamedia-Konzerns, «Le Matin» einzustellen, ist die Medienvielfalt in der Westschweiz auf dem Tiefpunkt angelangt. Ein Gespräch mit Jacques Pilet, einem der prägendsten Westschweizer JournalistInnen der letzten Jahrzehnte.