<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Casper Selg | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/casper-selg/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Mon, 03 Jul 2017 17:48:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Casper Selg und Otfried Jarren: Gespräch zum Medienwandel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/06/19/casper-selg-und-otfried-jarren-zum-medienwandel-zeitungen-werden-nicht-ueberleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Otfried Jarren]]></category>
		<category><![CDATA[Casper Selg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/wp_website/2017/06/19/casper-selg-und-otfried-jarren-zum-medienwandel-zeitungen-werden-nicht-ueberleben-2/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Klassische Massenmedien werden verschwinden, ist Otfried Jarren, Professor für Publizistik an der Universität Zürich (UZH) überzeugt. Wenn diese Prognose stimme, ergänzt der Journalist Casper Selg, werde eine Medien-Institution wie die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) immer wichtiger.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/19/casper-selg-und-otfried-jarren-zum-medienwandel-zeitungen-werden-nicht-ueberleben/">Casper Selg und Otfried Jarren: Gespräch zum Medienwandel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Klassische Massenmedien werden verschwinden, ist Otfried Jarren, Professor für Publizistik an der Universität Zürich (UZH) überzeugt. Wenn diese Prognose stimme, ergänzt der Journalist Casper Selg, werde eine Medien-Institution wie die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) immer wichtiger.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/19/casper-selg-und-otfried-jarren-zum-medienwandel-zeitungen-werden-nicht-ueberleben/">Casper Selg und Otfried Jarren: Gespräch zum Medienwandel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Früher war Radiomachen Hand-Werk»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/06/30/frueher-war-radiomachen-hand-werk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2015 11:58:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Casper Selg]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5682</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mehr als 30 Jahre lang hat Casper Selg als herausragender Journalist die Informationen auf Radio DRS und SRF geprägt. Im LINK-Interview blickt er zurück und erklärt, weshalb journalistische Qualität für eine funktionierende Demokratie unverzichtbar ist.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/30/frueher-war-radiomachen-hand-werk/">«Früher war Radiomachen Hand-Werk»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 30 Jahre lang hat Casper Selg als herausragender Journalist die Informationen auf Radio DRS und SRF geprägt. Im LINK-Interview blickt er zurück und erklärt, weshalb journalistische Qualität für eine funktionierende Demokratie unverzichtbar ist.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/30/frueher-war-radiomachen-hand-werk/">«Früher war Radiomachen Hand-Werk»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grössere Meinungsvielfalt, kritischere Fragen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/04/25/groessere-meinungsvielfalt-und-kritischere-fragen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/04/25/groessere-meinungsvielfalt-und-kritischere-fragen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 15:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Echo der Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Casper Selg]]></category>
		<category><![CDATA[Isabelle Jacobi]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Mugglin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=13770</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit einem halben Jahr leitet Isabelle Jacobi (44) das «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF. Die Nachrichtensendung zählt zwar immer noch den meistgehörten, verliert aber kontinuierlich Hörerinnen und Hörer. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, versucht Jacobi mit monothematischen Sendungen ein jüngeres Publikum anzusprechen. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE erklärt die Journalistin zudem, dass das «Echo» <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/25/groessere-meinungsvielfalt-und-kritischere-fragen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/25/groessere-meinungsvielfalt-und-kritischere-fragen/">Grössere Meinungsvielfalt, kritischere Fragen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einem halben Jahr leitet Isabelle Jacobi (44) das «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF. Die Nachrichtensendung zählt zwar immer noch den meistgehörten, verliert aber kontinuierlich Hörerinnen und Hörer. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, versucht Jacobi mit monothematischen Sendungen ein jüngeres Publikum anzusprechen. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE erklärt die Journalistin zudem, dass das «Echo» ein grössere Meinungsvielfalt bei den Experten in der Sendung anstrebt und sie kritischer befragen will.<br />
<span id="more-13770"></span><br />
<strong>MEDIENWOCHE: Sie leiten eine der <a href="http://www.srf.ch/player/radio/sendung/echo-der-zeit?id=28549e81-c453-4671-92ad-cb28796d06a8" target="_blank">wichtigsten Nachrichtensendungen</a> der Schweiz. Dennoch kennt man Sie selbst in Medienkreisen kaum. Suche Sie die Öffentlichkeit bewusst nicht?</strong><br />
Isabelle Jacobi: Ich erlebe die momentan geringe öffentliche Präsenz nicht als Nachteil. Hinter den Kulissen nehme ich massgeblich Einfluss als Redaktionsleiterin. Ausserdem produziere ich weiterhin selbst Ausgaben vom «Echo der Zeit» und bin so ins journalistische Tagesgeschäft eingebunden.</p>
<p><strong>Sie arbeiten, mit Unterbrüchen, seit 1996 bei Radio DRS, heute SRF. War die Redaktionsleitung vom «Echo der Zeit» ein Traumjob?</strong><br />
Radiojournalistin an und für sich ist für mich ein Traumjob. Da kommen verschiedene Sachen zusammen, wo ich mich leidenschaftlich eingeben kann. Ich liebe die politische Analyse und ebenso das Radiohandwerk. Das Gestalterische und die Dramaturgie liegen mir beim «Echo» sehr am Herzen, obwohl im hektischen Informationsjournalismus dafür nicht so viel Zeit bleibt, wie etwa bei DRS 2, wo ich aus dem Vollen schöpfen konnte.</p>
<p><strong>Wo erkennt man im «Echo» Ihre Handschrift?</strong><br />
Ich muss die wichtigen Richtungen vorgeben. Da bin relativ entscheidungsfreudig. Während des Tages tragen dann die Produzenten die Verantwortung. Ich muss nicht jede Minute kontrollieren, was sie tun, sondern Freiräume schaffen, wo sie ihre Kreativität ausleben können. Ausserdem bin ich überhaupt nicht stur und lasse mich gerne beraten. Am Ende habe schon ich das letzte Wort. Das nutze ich aber eher als eine Art Vetorecht.</p>
<p><strong>Das «Echo» ist auf Zuträgerdienste angewiesen der verschiedenen Redaktionen, von Ausland bis Wirtschaft, sowie auf der Korrespondenten im In- und Ausland. Wie gestaltet sich diese Zusammenarbeit?</strong><br />
Das läuft nicht immer reibungslos. Wir sind zum Beispiel dafür bekannt, dass wir die Beiträge ausführlich redigieren, wir korrigieren nicht nur fehlerhafte Grammatik, sondern schauen auch, wie eine Geschichte erzählt wird. Da gibt es manchmal Konflikte. Aber die dienen letztlich dem Programm. Es gibt auch Tage, da liegt bei Sendungsbeginn noch kein einziger Beitrag vor. Da wird man schon nervös. Aber Stress gehört zum Radiogeschäft, das wissen alle im Haus.</p>
<p><strong>Sie sind in grosse Fussstapfen getreten. Ihre beiden Vorgänger, Casper Selg und Markus Mugglin, sind prominente Radiofiguren. War das eine Starthypothek?</strong><br />
Ich kenne und schätzte die beiden als Arbeitskollegen sehr. Wir korrespondieren auch mental. Deshalb gibt es eine grosse Kontinuität. Ich leide aber nicht darunter, dass ich weniger bekannt bin.</p>
<p><strong>Worin unterscheiden Sie sich von den Vorgängern?</strong><br />
Im Unterschied zu meinen Vorgängern interessiere ich mich vielleicht etwas stärker für die Teamdynamik und sehe mich nicht nur als publizistische Leiterin.</p>
<p><strong>Ein Markenzeichen des «Echo» sind die Expertengespräche. Wie gross ist die Versuchung, mit der Auswahl der Experten, eine politische Tendenz einzubringen?</strong><br />
Das ist eine gute Frage. Die Experten versuchen wir natürlich möglichst sachgerecht auszuwählen. Wir wählen Leute, die eine grosse Kenntnis vom Thema haben. Um verschiedene Perspektiven einzubringen, arbeiten wir auch mit unterschiedlichen Experten zusammen.</p>
<p><strong>Eine Zeit lang waren Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP aus Berlin Stammgäste im «Echo». Als Hörer hat man nie erfahren, dass die SWP eine regierungsnahe Organisation ist.</strong><br />
SWP-Experten – die meistens fundierte Kenner ihrer Region sind – kommen bei uns heute eher weniger zu Wort als früher. Denn wir arbeiten daran, die Vielfalt der Experten zu erhöhen und die Qualität der Gespräche zu steigern. Unsere Expertengespräche, eines unserer Markenzeichen, sind zwar gut, aber sie können noch besser werden. Wir müssen uns deshalb besser überlegen, mit wem wir weshalb worüber sprechen, und die Experten auch kritischer befragen.</p>
<p><strong>Unterstellt das Publikum dem «Echo» eine politische Tendenz?</strong><br />
Interessanterweise erhalten wir aus sehr verschiedenen politischen Ecken Rückmeldungen. Für mich ist das ein gutes Zeichen, weil wir offenbar nicht auf die eine oder andere Seite neigen.</p>
<p><strong>Wie gehen Sie mit diesen Reaktionen um?</strong><br />
Ich nehme sie sehr ernst und versuche sie angemessen und seriös zu beantworten. Denn die kritischen Fragen, die unsere Hörer stellen, sind nicht dumm, einfach manchmal etwas aggressiv formuliert. Da stehe ich hin und argumentiere.</p>
<p><strong>Viele Leute informieren sich heute während des Tages ausführlich über das Nachrichtengeschehen. Das «Echo» wird am Abend ausgestrahlt. Wird das zunehmend zum Nachteil?</strong><br />
Da hat sich in den letzten Jahren schon etwas verändert. Jahrzehntelang hatte das «Echo» eine einzigartige Stellung. Das ist heute nicht mehr so. Aber publizistisch finde ich das kein Problem. Im Gegenteil. Am Abend haben wir die Übersicht über die Ereignisse des Tages und können bereits fundiert analysieren. Unser Anspruch ist es, Tagesaktualität einzuordnen.</p>
<p><strong>Das «Echo» verliert kontinuierlich Zuhörer. Was unternehmen Sie dagegen?</strong><br />
Eine konkrete Massnahme sind monothematische Sendungen, die wir nun eingeführt haben. Im letzten Herbst machten wir eine Sendung über «Twitter und Politik» oder eine über «Die Deutschen und wir». Über solche Ereignisse können wir uns besser verkaufen. So auch in den letzten Tagen wieder mit dem «Echo-Forum», das wir in Zusammenarbeit mit unserer Schwestersendung «Forum» von RTS realisiert haben. Für den Herbst planen wir eine Bildungstrilogie, bei der wir an je einem Tag an eine Universität, eine Fachhochschule und an eine Gewerbeschule gehen, klar auch mit dem Ziel, ein jüngeres Publikum anzusprechen. Grundsätzlich werde ich aber das «Echo» weiterführen, wie es ist, weil es eine Sendung mit einer sehr hohen Akzeptanz und Glaubwürdigkeit ist.</p>
<p><small>Das Interview ist eine gekürzte und redigierte Fassung des «Journitalk» vom Montag 22. April mit Isabelle Jacobi im Berner Käfitgturm unter der Leitung des Autors.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/25/groessere-meinungsvielfalt-und-kritischere-fragen/">Grössere Meinungsvielfalt, kritischere Fragen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2013/04/25/groessere-meinungsvielfalt-und-kritischere-fragen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Stimme zum Znacht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/09/16/die-stimme-zum-znacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 07:38:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Casper Selg]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Widmer]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[DRS]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[DRS 1]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[DRS 2]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Radio]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>
		<category><![CDATA[Echo der Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[9/11]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4750</guid>

					<description><![CDATA[<p>Casper Selg ist eine der bekanntesten Schweizer Radiostimmen. Nach Jahren als Leiter des «Echo der Zeit» hat der 61-Jährige für die letzten Jahre seines Berufslebens als Korrespondent nach Berlin gewechselt. Die «Medienwoche» hat Selg an seinem neuen Arbeitsort besucht und mit dem Deutschland-Korrespondenten von Radio DRS einen Sonntagnachmmitag lang über Radiojournalismus, Reportagereisen und die Konvergenz <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/16/die-stimme-zum-znacht/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/16/die-stimme-zum-znacht/">Die Stimme zum Znacht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Casper Selg ist eine der bekanntesten Schweizer Radiostimmen. Nach Jahren als Leiter des «Echo der Zeit» hat der 61-Jährige für die letzten Jahre seines Berufslebens als Korrespondent nach Berlin gewechselt. Die «Medienwoche» hat Selg an seinem neuen Arbeitsort besucht und mit dem Deutschland-Korrespondenten von Radio DRS einen Sonntagnachmmitag lang über Radiojournalismus, Reportagereisen und die Konvergenz bei der SRG gesprochen. Ausserdem erklärt Selg, wie der «Blick»-Test und der Glossen-Test funktionieren.<br />
<span id="more-28919"></span><br />
Ein schöner Septembersonntagmorgen, 11 Uhr, Casper Selg betritt das Café «Zimt + Zucker», den neuen «Spiegel», im Rest des Landes erst am Montag erhältlich, bereits in der Hand. Noch ahnt niemand, dass wir nicht eine, nicht zwei, nicht drei, nicht vier, sondern fünf Stunden über Journalismus sprechen werden, über Bern und Berlin, über 9/11 und die SRG. Tatsächlich vergeht die Zeit wie im Flug: Casper Selg, nach eigenen Angaben ein «Schnorri», erzählt, ohne zu langweilen. Probleme mit der Ausdauer bei diesem Kaffeehausmarathon haben allenfalls wir Besucher; gegen Schluss kommen sogar Bedenken auf, man könnte das Flugzeug zurück nach Zürich verpassen.</p>
<p>Den ganzen Nachmittag lang denke ich nicht daran, doch kaum höre ich zwei Sekunden der ersten<a href="http://www.drs1.ch/www/de/drs1/themen/zehn-jahre-nach-dem-11-september-2001/289131.292074.chronologie-der-11-september-2001-zum-nachhoeren.html"> Sondernachrichten vom 11. September 2001 um 15:30 Uhr</a>, wird mir sofort wieder bewusst, dass es sich bei Casper Selg um eine der bekanntesten Radiostimmen des Landes handelt. Nach langen Jahren als Redaktionsleiter ist er nun seit rund einem Jahr in Berlin, er wohnt ganz in der Nähe seines Büros an der Reinhardtstrasse, das er mit <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/02/guttenberg-rucktritt-live/">Stefan Reinhart</a> teilt. <a href="http://www.drs4news.ch/www/de/drs4/ueber-uns/team/87706.casper-selg-information.html">Seit 1979</a> ist er als Moderator/Redaktor beim «Echo der Zeit» tätig, über die vielen Reorganisationen der letzten Jahre beim Schweizer Radio und Fernsehen kann er nur schmunzeln. Es sei erstaunlich, wie Altes neu gefeiert werde: «Die Konvergenz ist nichts wirklich Neues. Wenn die wüssten, wie eng wir Fernseh- und Radiokorrespondenten draussen auf den Aussenstationen seit vielen Jahren schon zusammenarbeiten, hätten die alle paar Tage eine Pressemitteilung dazu herausgeben können. Auch hier in Berlin arbeiten Stefan Reinhart und ich sehr eng zusammen.»</p>
<p>Das Entdecken neuer Kieze der Stadt ist der «Begleitauftrag» seiner Frau &#8211; erkundet werden die dann gemeinsam. Selg beeindruckt, wie Berlin an schwierige, gerade geschichtliche Themen mit Stil und Subtilität herangeht und spricht die erfolgreiche Renovation des Reichstags und der Museumsinsel an. Geradezu phänomenal sei, was Deutschland aus dem Osten gemacht habe. Aufgenommen fühlt er sich in Deutschland gut: «Ich dachte, man würde als Schweizer mehr beargwöhnt, aber eigentlich ist man sehr wohlgelitten. Die Schweiz hat bei allen Missetaten, also zum Beispiel beim Bankgeheimnis oder bei Abseitsstehen von der EU, sehr wenig Ressentiments hinterlassen.» Den Vortag verbrachte er an einer Veranstaltung der Berliner Partei «Die Freiheit», an der Oskar Freysinger ein Gedicht vortrug: «Es war im Wesentlichen langweilig.»</p>
<p>Nun ist er aber nicht Berlin-, sondern Deutschland-Korrespondent. Auf Reisen geht er beispielsweise, wenn die DRS-Informationssendungen von ausserordentlichen Ereignissen wie Fukushima zugestellt sind. Für ein <a href="http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/echo-der-zeit/2646.bt10192178.html">fast zehnminütiges Feature</a> über das mehrheitlich von Rechtsradikalen bewohnte Dorf <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Jamel_%28G%C3%A4gelow%29">Jamel</a> nimmt er schon mal mehrfache Reisen durch Mecklenburg-Vorpommern auf sich.</p>
<p>Sein Credo ist, dass man auch mit Respekt sehr kritisch sein kann. Um so mehr ärgert ihn die von Leitmedien angefeuerte Empörungsmaschine: «Jeder Artikel in Deutschland muss anklagen. Bis hin zur Beleidigung. Ich kann diese Artikel und Kommentare bald nicht mehr lesen. Die Fakten sind oft noch nicht klar, schon kommt der vernichtende Kommentar. Es wird nur angeprangert, oder hochgejubelt. Dazwischen ist wenig zu sehen. Für mein Empfinden ist das ein Missverständnis, kein kritischer Journalismus.» Die Kultur des Nur-Anklagens komme auch in die Schweiz, allerdings nicht in der gleichen Schärfe. «Die Aufgabe des Journalismus, erst mal Fakten und Einordnung, Veständnishilfe zu bieten, wird vernachlässigt.»</p>
<p>Wenn er zuhört, senkt Selg seinen Kopf und starrt konzentriert auf die Tischplatte. Er ist ein grosser, schlanker Mann mit langen Fingern, sandfarbenem, angegrautem Haar, Brille und Basler Dialekt. Nach etwa einer Stunde Diskussion dreht er auf, unterstützt seine Worte mit Gesten, parodiert ehemalige Gesprächspartner. Es kommt ein Vollblutjournalist zum Vorschein, der alles andere ist als ein grauer oder langweiliger Gesprächspartner. Schnell zeigt sich die rhetorische Erfahrung des langjährigen Radiomanns: er beherrscht die Debatte mühelos und kommt auch noch Minuten später auf zu kurz gekommene Seitenaspekte der Diskussion zurück. Ich sitze ihm gegenüber, und immer, wenn er etwas sagt, was er nicht publiziert haben möchte, tippt er auf meinen geöffneten Laptop, was öfters vorkommt. Als das Gespräch auf die neuen Medien dreht, vertritt er eine Haltung, die sich als gemeinsames Verständnis unter Menschen fortgeschrittenen Alters etabliert zu haben scheint. «Ich nutze das Netz seit vielen Jahren intensiv, doch ich fange sehr unwillig an, mich mit Sozialen Medien auseinanderzusetzen. Das dort übliche Mass an Selbstdarstellung stört mich. Ich gehe davon aus, dass eine Stimme, wenn sie etwas Relevantes beizutragen hat, irgendwann auch in anderen Medien zu hören ist. Aber mir ist klar, dass das heute eine ungenügende Position ist.»</p>
<p>Ich konfrontiere ihn mit einem «Weltwoche»-Artikel von 2006 über das «Echo» mit dem vielsagenden Titel «Geistige Funkstille». Nach einem Hörtest glaubte Thomas Widmer «einen intellektuell bescheidenen, expertenfixierten, brav-bieder linken Kurs» des Formats zu erkennen. Selg winkt ab, der Text dieses Wandervogels habe ihn damals als Echo-Chef zwar genervt &#8211; aber er habe seinerzeit bewusst nicht reagiert, «weil der offenbar nichts von Radio versteht». Das dort kritisierte Korrespondentengespräch (Widmer: «eine Vervielfältigung ein und derselben Internperspektive») sei keineswegs eitle Selbstbezogenheit, sondern eines der wesentlichen Radio-Formate. «Unsere Inlandredaktion ist absolut nicht links. Die SVP hat bei uns in fast jedem Beitrag ihren Platz, egal, selbst wenn man ihre jeweilige These für plump hält.» Beim Widmer-Satz «Als Stammgäste sind Experten Weltbildbestätiger» räumt Selg dann aber doch ein, diese Gefahr bestehe durchaus. Die Auswahl der Gesprächspartner werde von der «Echo»-Redaktion aber stets sorgfältig vorgenommen: «Wir fragten uns bei jedem Experten, ob er wirklich auch Experte ist. Wir achteten in diesem Sinne stets sehr darauf, wen wir nehmen.»</p>
<p>Wer Selg Engagement vorwirft, muss auch den klaren, nüchternen Denker anerkennen, der gerne empirisch vorgeht. So führt er bei strittigen Entscheidungen Tests durch. «Kann ich mir dieses Vorgehen als öffentlich-rechtlicher Journalist erlauben, wenn ich damit auf der Blick-Titelseite lande?» fragt zum Beispiel der «Blick»-Test, der als simple Richtlinie für heikle Entscheidungen dient. Denn man müsse sich, in allem, was man mache, immer bewusst sein, dass man dem Gebührenzahler verpflichtet sei. Auch die Entscheidung, ob eine Glosse publiziert wird oder nicht, muss durch einen Test: «Vier Leute hören zu, mindestens drei müssen regelmässig schmunzeln. Wenn das nicht so ist, fällt der Beitrag raus.» Bestanden hat diesen Test zum Beispiel <a href="http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/echo-der-zeit/2646.bt10189740.html">diese Glosse</a> zum Kuhschweizer Tatort oder <a href="http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/echo-der-zeit/2646.bt10064102.html">diese</a> über das Branding von Alpiq.</p>
<p>Bei wie vielen Znachts Schweizer Familien hat er zu Schinken, Käse, Tee und Brot auf DRS1 (um 18 Uhr) oder DRS2 (um 19 Uhr) halblaut im Hintergrund wichtige Hintergrundinformationen zum Weltgeschehen erzählt? Man kann es ausrechnen: Eine sehr aufmerksame Familie, die rituell «Echo der Zeit» einschaltet, hat der Sendung in 32 Jahren 375 volle Tage zugehört (325 Minuten pro Woche x 52 Wochen x 32 Jahre = 540.800 Minuten). «Echo der Zeit» wird seit dem 17. September 1945 ausgestrahlt, gegen 600.000 Menschen sollen die Sendungen täglich verfolgen.</p>
<p>Casper Selg ist sich bewusst, dass er als DRS-Mitarbeiter im Vergleich zu anderen Journalisten unter vergleichsweise komfortablen Bedingungen arbeitet. Man merkt, dass ihm das Öffentlich-Rechtliche am Herzen liegt &#8211; bei der Diskussion um die SRG ist er darum auf Konsens bedacht, einen Kampf mit der Politik will er vermeiden: «Eine Fokussierung auf die Kernaufgabe wäre angebracht. Beim Verzicht auf populäre Formate muss man dann aber – schlimmstenfalls – auch geringere Quoten in Kauf nehmen.»</p>
<p><small>Das Gespräch mit Casper Selg fand am 4. September 2011 in Berlin statt. Mit am Tisch sassen René Worni, Nick Lüthi, Thomas Paszti und Edith Hollenstein.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/16/die-stimme-zum-znacht/">Die Stimme zum Znacht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dank, wem Dank gebührt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/08/31/dank-wem-dank-gebuhrt/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/08/31/dank-wem-dank-gebuhrt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 12:10:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[mitreden.ch]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Hartmann]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Casper Selg]]></category>
		<category><![CDATA[Steffi Buchli]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Gebührenzahler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4610</guid>

					<description><![CDATA[<p>SRG-Mitarbeiter bedanken sich in TV- und Radiospots bei der Trägerschaft von Schweizer Radio und Fernsehen, «ohne die vieles nicht möglich wäre.» Das stimmt so natürlich nur bedingt. Denn das Geld, das vieles möglich macht, erhält die SRG von den Gebührenzahlern. Ihnen wird nicht gedankt. Eine verpasste Chance. Nik Hartmann, Steffi Buchli oder Casper Selg: Prominente <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/31/dank-wem-dank-gebuhrt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/31/dank-wem-dank-gebuhrt/">Dank, wem Dank gebührt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/srg_logo_120.jpg" alt="" width="120" height="78" /> SRG-Mitarbeiter bedanken sich in TV- und Radiospots bei der Trägerschaft von Schweizer Radio und Fernsehen, «ohne die vieles nicht möglich wäre.» Das stimmt so natürlich nur bedingt. Denn das Geld, das vieles möglich macht, erhält die SRG von den Gebührenzahlern. Ihnen wird nicht gedankt. Eine verpasste Chance.<br />
<span id="more-28912"></span><br />
Nik Hartmann, Steffi Buchli oder Casper Selg: Prominente Stimmen und Gesichter von Schweizer Radio und Fernsehen hört und sieht man derzeit in ungewohntem Kontext. Für einmal berichten sie nicht über Land und Leute, Sport und deutsche Politik, stattdessen <a href="http://www.srgd.ch/mitgliedschaft/" target="_blank">bedanken sie sich</a> bei ihrem «Fanclub», wie sie die Trägerschaft der SRG Deutschschweiz nennen.</p>
<p>Doch wer ist diese Trägerschaft? Da die SRG als <a href="http://www.srgd.ch/ueber-uns/verein-srg-deutschschweiz/" target="_blank">Verband von Vereinen</a> organisiert ist, können interessierte Personen Mitglied in einem lokalen SRG-Verein werden. Zusammen bilden diese Vereine die Trägerschaft des Rundfunkunternehmens SRG. Der Einfluss des einzelnen SRG-Mitglieds auf die Geschäfts- und Sendetätigkeit von Radio und Fernsehen bleibt aber marginal. Er beschränkt sich auf die Wahl von Gremien, wie Regional- oder Publikumsrat und auf den privilegierten Zugang zu Informationen aus der SRG.</p>
<p>Für dieses Engagement zu danken, ist sicher nicht falsch. Nur stellt sich die Frage nach der Relevanz dieser Kampagne. Die Trägerschaft verfügt über eigene Medien, wo sie die Wertschätzung ihren Mitgliedern gegenüber ebenso gut ausdrücken könnte. Dass die Spots nun auf Radio DRS und SF laufen, hat vor allem damit zu tun, dass die SRG neue Mitglieder gewinnen will. Es sind also Werbespots in eigener Sache, verpackt als Dankesbotschaft.</p>
<p>Doch Dank gebührt in erster Linie den Gebührenzahlern. Verglichen mit der Bedeutung der Trägerschaft ist ihr Beitrag ungleich wichtiger für die Existenz der SRG. Es mutet daher etwas seltsam an, wenn in Zeiten, wo die Finanzierung des Service public von einem Teil der Gebührenzahler <a href="http://www.gebuehrenmonster.ch/" target="_blank">infrage gestellt wird</a>, nur denjenigen gedankt wird, die mit ihrer Mitgliedschaft im «Fanclub» sowieso schon ein Bekenntnis zum Service public abgelegt haben.</p>
<p>Dass es auch anders geht, zeigt der öffentliche Rundfunk in Schweden. Mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hJmwIWdTpdI" target="_blank">witzigen</a>, teils <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nYn8xaQaS9I" target="_blank">personalierbaren</a> TV- und Webvideo-Spots, wurde im skandinavischen Land dem Gebührenzahler für seinen Beitrag zu einem unabhängigen Radio und Fernsehen gedankt. Dank, wem Dank gebührt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/31/dank-wem-dank-gebuhrt/">Dank, wem Dank gebührt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/08/31/dank-wem-dank-gebuhrt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
