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Digitalabo

Wird Google vom «Frenemy» zum Friend der Medien?

Während sich Facebook als Partner für Medienunternehmen zunehmend unmöglich macht und auch explizit signalisiert, dass es nicht seine Aufgabe sei, «Verlage glücklich zu machen», versucht Google genau das zu tun. Obwohl der Suchgigant das Gros der digitalen Werbung absorbiert und den Medienhäusern nur ein paar Brosamen übrig bleiben, macht Google immerhin gute Miene zum bösen Spiel – oder vielleicht sogar mehr. Die Signale der letzten Tage und Wochen weisen in eine klare Richtung: Wo es nur geht, greift Google den gebeutelten Verlagen unter die Arme. Zuletzt mit der Ankündigung den Verkauf von Digitalabos zu unterstützen. Dabei sollen die Verlage die Kontrolle über die Kundendaten behalten können. Google verlangt lediglich eine Provision, die aber deutlich unter den 30% liegen soll, wie sie etwa Apple verlangt. Wandelt sich hier gerade ein «Frenemy», wie das Kunstwort für Freund und Feind ein einem heisst, zu einem richtigen Freund und Partner?

Schwedische Zeitungen verkaufen Rekordzahl an Digitalabos

Nutzer wollen nicht für digitalen Journalismus zahlen? In Schweden schon. Und das gleich massenweise. Das Boulevardblatt Aftonbladet zählt inzwischen 250’000 Digitalabos – und das in einem Land mit 10 Millionen Einwohnern. Für einen Abopreis zwischen umgerechnet sieben und 20 Franken erhalten die Kunden Zugriff auf sämtliche Artikel. Für die höheren Tarife gibt es Zusatzangebote wie Podcasts oder Spielfilme auf einer Streamingplattform. Dass der Erfolg von Aftonbladet keine Ausnahme ist, zeigen auch die Zahlen der Qualiätszeitung Dagens Nyheter, die in nur zwei Jahren 100’000 Digitalabos verkaufen konnte.

Wer verdient wieviel mit Digitalabos?

Digitaler Paid Content hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Lange Zeit galten Bezahl-Inhalte als unmodern, dann wurden sie als alleiniger Heilsbringer für Medienhäuser in der Werbekrise gehypt. Mittlerweile gehören Paid Content-Modelle weltweit zum medialen Alltag. MEEDIA hat die gängigsten Bezahlmodelle im Netz angeschaut, zeigt Beispiele und sagt, wer von Paid Content am meisten profitieren kann Weiterlesen …