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	<title>Druck | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Zeitungsdruck: Ideenlose Grossverlage</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2015 12:41:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn sogar Schwergewichte wie die NZZ ihre Zeitungsdruckerei schliessen, dann scheint der Niedergang von Print unaufhaltsam. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch Unternehmen, die nach innovativen Lösungen suchen und ihre Druckereien digital umbauen, um ihre Anlagen für neue Printprodukte auszulegen. So etwa in Visp bei der Mengis Druck AG. Wer wissen will, <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sogar Schwergewichte wie die NZZ ihre Zeitungsdruckerei schliessen, dann scheint der Niedergang von Print unaufhaltsam. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch Unternehmen, die nach innovativen Lösungen suchen und ihre Druckereien digital umbauen, um ihre Anlagen für neue Printprodukte auszulegen. So etwa in Visp bei der Mengis Druck AG.<br />
<span id="more-23659"></span><br />
Wer wissen will, wie sich die Druckbranche verändert, muss sich unbedingt zwei aktuelle Brennpunkte des Geschehens näher anschauen. Der eine ist Schlieren, genauer gesagt die für Mitte 2015 vorgesehene Schliessung des <a href="http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/nzz-bestaetigt-schliessung-der-druckerei-in-schlieren" target="_blank">Zeitungsdruckzentrums der NZZ,</a> welche nach einem Konsultationsverfahren definitiv bestätigt wurde. Parallel dazu verkündete die Mengis Druck aus Visp, ab Sommer 2015 ihre Tageszeitung «Walliser Bote» mit einer Auflage von immerhin über 30 000 Exemplaren nicht mehr auf einer Offset-Zeitungsrotation, sondern auf einem <a href="http://www.wan-ifra.org/de/articles/2015/02/02/digitale-zeitungsproduktion-mit-mueller-martini-systemen-im-versandraum" target="_blank">digitalen Rollensystem</a> herzustellen.</p>
<p><strong>Unabhängigkeit geht vor</strong><br />
Beide Beispiele zeigen auf, dass betriebswirtschaftliche Zahlen alleine bei solch grundlegenden Richtungsentscheiden nicht das absolut entscheidende Kriterium sind. Auch wenn es und die jeweiligen Verantwortlichen mit intelligenten Worthülsen glauben machen wollen. Wäre es wirklich rein nach den Zahlen gegangen, dann hätte man sich auch in Visp vom eigenen Zeitungsdruck trennen müssen. Gemäss im Markt herumgeisternden Informationen haben grosse Zeitungsdruckereien den Wallisern Angebote vorgelegt, denen man eigentlich nicht widerstehen konnte. Doch der Familie Mengis war die eigene Unabhängigkeit im Druckbereich, und die Möglichkeit mit Digitaldruck und entsprechender Weiterverarbeitung neue Geschäftsmodelle aufzuziehen, etwas wert.</p>
<p>Der NZZ-Führungsspitze war diese Unabhängigkeit hingegen nicht (mehr) viel wert. Die detaillierte Antwort im Rahmen des Konsultationsverfahrens zeigt dies deutlich auf. In dem Bericht werden zwei Zeitungsdruckzentren, Tamedia-Bubenberg und NZZ-Schlieren, beschrieben, welche angesichts der Auflagenrückgänge suboptimal ausgelastet sind. Die Situation soll sich in den nächsten Jahren noch dramatisch zuspitzen: 2016 dürfte im Bubenberg nicht viel mehr Zeitungspapier verdruckt werden als 2014. Dies dann aber zusammen mit den Titeln der NZZ-Gruppe!</p>
<p>Angesichts solcher Aussichten ist es nachvollziehbar, warum eines der beiden grossen Zürcher Zeitungsdruckzentren geschlossen wird. Einen Beigeschmack hat es aber schon. Zwar sind die Stückkosten der Tamedia-Zeitungsdruckerei deutlich tiefer als die von Schlieren, doch der Bericht zeigt eine schlichte Wahrheit auf: Die Tamedia AG kämpfte für den Erhalt ihres Zeitungsdruckzentrums, während bei der NZZ von Anfang an auf die Exit-Lösung hin gearbeitet wurde (unter fast völliger Ausklammerung der direkt Betroffenen), weil, wie es schön beschrieben wird: «Das Kerngeschäft der NZZ ist nicht das Zeitungsdrucken, sondern das Zeitungsmachen.»</p>
<p><strong>Anpassung an einen schrumpfenden Markt</strong><br />
Visp und Schlieren zeigen aber noch was anderes auf: Die grossen Zeitungsverlage der Schweiz sind, was die Weiterentwicklung und mögliche Mehrwerte ihrer Printprodukte betrifft, ziemlich ideenlos. Hier geht es praktisch nur noch um die Anpassung an einen schrumpfenden Markt. Bei der Mengis Druck AG hingegen hat man nun den Weg der Innovation gewählt. Die Anlage, bestehend aus einer HP T400 Color-Inkjetrollenmaschine, Manroland Web Systems Fold Line und einem Alphaliner von Müller Martini, ist nicht nur eine 1:1-Ersatzinves­ti­tion für eine bestehende Zeitungsoffsetmaschine, sondern ermöglicht völlig andersartige Printprodukte und damit das Erschliessen neuer Märkte.</p>
<p>Die Investition in Visp ist, ohne pathetisch zu werden, ein Wendepunkt, eine Revolution. Die Zeitungshäuser der Welt werden mit Argusaugen ins Wallis schauen. Zu Recht. «Der Druck ist langfristig tot» oder «Lang lebe der Druck»? In diesem Spannungsfeld wird sich die printmedienverarbeitende Branche weiterentwickeln.</p>
<p><small>Dieser Artikel wurde zuerst als Editorial in der Fachzeitschrift <a href="http://www.viscomedia.ch/" target="_blank">«viscom – print &amp; communication»</a> Nr. 3/4 2015  veröffentlicht</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/">Zeitungsdruck: Ideenlose Grossverlage</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Nachhaltigkeit: Zwei Erden in Reserve?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/21/nachhaltigkeit-zwei-erden-in-reserve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2015 12:48:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Papier]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema ist in aller Munde, in fast allen Medien wird darüber berichtet, Beilagen liegen Zeitungen und Zeitschriften bei, Kongresse und Seminare beschäftigen sich mit Ökologie und die Industrie tut so, als hätte sie den Umweltschutz erfunden. Auch die Druckindustrie bemüht sich. Doch sind diese Anstrengungen auch redlich?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema ist in aller Munde, in fast allen Medien wird darüber berichtet, Beilagen liegen Zeitungen und Zeitschriften bei, Kongresse und Seminare beschäftigen sich mit Ökologie und die Industrie tut so, als hätte sie den Umweltschutz erfunden. Auch die Druckindustrie bemüht sich. Doch sind diese Anstrengungen auch redlich?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/21/nachhaltigkeit-zwei-erden-in-reserve/">Nachhaltigkeit: Zwei Erden in Reserve?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Drucker stehen unter starkem Druck</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/08/11/drucker-stehen-unter-starkem-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2014 08:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Viscom]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Gsponer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die grafische Industrie steckt in einer Krise. Der Direktor des Branchenverbands Viscom ist sich aber sicher, diese überwinden zu können – auch dank Flexibilisierung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die grafische Industrie steckt in einer Krise. Der Direktor des Branchenverbands Viscom ist sich aber sicher, diese überwinden zu können – auch dank Flexibilisierung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/11/drucker-stehen-unter-starkem-druck/">Drucker stehen unter starkem Druck</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Druckauftrag als Druckmittel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/24/druckauftrag-als-druckmittel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2012 08:54:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[HEV]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Ansgar Gmür]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Schibli]]></category>
		<category><![CDATA[Hauseigentümerverband]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der schweizerische Hauseigentümerverband HEV lässt seine Zeitung nach über 60 Jahren nicht mehr bei der NZZ-Tochter Tagblatt Medien in St. Gallen drucken und geht zu Ringier. Der Wechsel ist auch eine Reaktion auf die Berichterstattung der NZZ zur Bausparinitiative des Verbands. HEV-Direktor Ansgar Gmür will den Entscheid nicht öffentlich kommentieren. Den Worten folgen Taten: Nachdem <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/24/druckauftrag-als-druckmittel/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/24/druckauftrag-als-druckmittel/">Druckauftrag als Druckmittel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der schweizerische Hauseigentümerverband HEV lässt seine Zeitung nach über 60 Jahren nicht mehr bei der NZZ-Tochter Tagblatt Medien in St. Gallen drucken und geht zu Ringier. Der Wechsel ist auch eine Reaktion auf die Berichterstattung der NZZ zur Bausparinitiative des Verbands. HEV-Direktor Ansgar Gmür will den Entscheid nicht öffentlich kommentieren.<br />
<span id="more-30552"></span><br />
Den Worten folgen Taten: Nachdem der Hauseigentümerverband HEV und sein Direktor Ansgar Gmür verschiedentlich bei Redaktionen interveniert hatten, wenn ihnen die Berichterstattung nicht gefiel, ergreifen sie nun handfeste Massnahmen. Der Druckauftrag für den «Schweizerischen Hauseigentümer» vergibt der HEV neu an Ringier, nachdem die Zeitung seit 1950 ununterbrochen in St. Gallen bei der heutigen NZZ-Tochter Tagblatt Medien gedruckt worden war.</p>
<p>NZZ-Sprecherin Bettina Schibli bestätigt gegenüber der MEDIENWOCHE den Verlust des HEV-Auftrags: «Der Vertrag wird bis Ende Jahr regulär erfüllt und danach nicht mehr verlängert», sagt Schibli. Wie stark der Verlust schmerzt und um welchen Betrag es sich handelt, dazu will sie keine Stellung nehmen. Klar ist: 22 Ausgaben pro Jahr mit einer Auflage von 315&#8217;000 Exemplaren sind keine Kleinigkeit. Druckaufträge von diesem Umfang sind in der Schweiz dünn gesät. Ein solcher Verlust setzt die sowieso  schwach ausgelasteten Rotationsdruckereien unter zusätzlichen Druck.</p>
<p>Dass der Hauseigentümerverband zu einer anderen Druckerei wechseln würde, begann sich in den letzten Jahren allmählich abzuzeichnen. Wie der <a href="http://www.kleinreport.ch/news/der-schweizerische-hauseigentuemer-wird-neu-bei-ringier-gedruckt-72009.html" target="_blank">Kleinreport schreibt</a>, habe der HEV «mehrfach Druckereien offerieren lassen». Davon zeugt auch der Jahresbericht 2009 der NZZ-Tochter Tagblatt Medien. Dort steht: «Für den Bereich Kundenzeitungen standen besonders heikle Geschäfte im Brennpunkt.» Damit waren auch die Verhandlungen mit dem HEV gemeint. Und weiter: «Seit Jahren geht keine Neuausschreibung mehr ohne substanzielle Angebote über die Bühne.» Nun haben auch die «substanziellen Angebote» nichts mehr gebracht.</p>
<p>Auch wenn das Vertragsverhältnis nun regulär aufgelöst wird, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gründe für den Bruch nicht alleine im Geschäftlichen liegen. Seit die NZZ im Frühjahr kritisch über die Bausparinitiative der Hauseigentümer berichtet hatte, lagen <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/nachrichten/artikel-detailseiten/?newsid=209123" target="_blank">die beiden über Kreuz</a>. Es entstand <a href="http://bundesplatz.blog.nzz.ch/2012/02/22/ansgar-schwaechelt/" target="_blank">ein Kleinkrieg</a>, der vorübergehend darin gipfelte, dass der HEV seinen 304&#8217;000 Mitgliedern die Rabattmöglichkeit für ein NZZ-Abo per sofort gestrichen hatte. Das war Ende Februar. Ruhe sollte damit nicht einkehren. Im Gegenteil. Ansgar Gmür, der Direktor des Verbands und Chefredaktor der Zeitung, intervenierte mehrfach bei Redaktionen, auch bei der NZZ. «Druck ausüben gehört zu den Nahkampfmethoden von Ansgar Gmür», <a href="http://www.edito-online.ch/aktuelleausgabe/ergaenzungenzumheft/220632a0c709e1752.html" target="_blank">schrieb die Aargauer Zeitung</a>, die das medienfeindliche Gebaren des HEV-Chefs publik machte.</p>
<p>Zu den Gründen für die Kündigung des Druckauftrags bei der NZZ will Gmür nichts sagen. Seit zwei Tagen versucht die MEDIENWOCHE erfolglos, den HEV-Direktor für eine Stellungnahme zu erreichen. Auf mehrfache telefonische Anfrage und Nachfassen per E-Mail meldete er sich nicht und seine Sekretärinnen verleugneten ihn trotz seiner offensichtlichen Anwesenheit.</p>
<p>Auch wenn Gmür das so nicht sagen will, liegt es auf der Hand, weshalb er Ringier als neuen Drucker für seine Verbandszeitung gewählt hat. Im Gegensatz zur NZZ hat man ihn dort regelrecht hofiert. Etwa mit einer Homestory bei der Familie Gmür <a href="http://issuu.com/schweizer-illustrierte.ch/docs/si_2012_02" target="_blank">in der Schweizer Illustrierten</a> im letzten Januar. Kritische Berichterstattung wird abgestraft und Gefälligkeitsjournalismus mit einem Millionenauftrag honoriert.</p>
<p>Der Kurs des Direktors stösst offenbar auch intern auf Kritik. So sei man auf der Zeitungsredaktion wenig glücklich über den Druckentscheid, weil man mit St. Gallen in den letzten Jahren «äusserst gut» zusammengearbeitet habe, <a href="http://www.kleinreport.ch/news/der-schweizerische-hauseigentuemer-wird-neu-bei-ringier-gedruckt-72009.html" target="_blank">schreibt der Kleinreport</a>. Mit dem Wechsel muss nun auch die enge Verflechtung mit der Druckvorstufe  aufgelöst werden. Die Redaktion der HEV-Zeitung war eng in die Redaktionssysteme der Tagblatt Medien eingeflochten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/24/druckauftrag-als-druckmittel/">Druckauftrag als Druckmittel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Kreuz mit dem Druck</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/12/21/das-kreuz-mit-dem-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 16:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Birkhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Wanner]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
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		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
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		<category><![CDATA[Tito Tettamanti]]></category>
		<category><![CDATA[BAZ]]></category>
		<category><![CDATA[AZ Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Christoph Blocher trägt das Risiko für das defizitäre Druckgeschäft der Basler Zeitung. Ein möglicher Weg in die Gewinnzone führt über eine Kooperation. Blochers Wunschpartner wären die AZ Medien. Nun haben aber die Aargauer ihr Powerplay am Rheinknie mit einer neuen Tageszeitung verstärkt. Damit stehen die Zeichen auf Konkurrenz und nicht auf Kooperation. In Basel macht <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/21/das-kreuz-mit-dem-druck/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/12/logo_baz.jpg" alt="" width="120" height="123" /> Christoph Blocher trägt das Risiko für das defizitäre Druckgeschäft der Basler Zeitung. Ein möglicher Weg in die Gewinnzone führt über eine Kooperation. Blochers Wunschpartner wären die AZ Medien. Nun haben aber die Aargauer ihr Powerplay am Rheinknie mit einer neuen Tageszeitung verstärkt. Damit stehen die Zeichen auf Konkurrenz und nicht auf Kooperation.<br />
<span id="more-28961"></span><br />
In Basel macht man mit der Medienvielfalt ernst. Bald fühlen sich ältere Baslerinnen und Basler, die noch eine Stadt mit zwei Tageszeitungen erlebt haben, an die Zeiten vor 1977 erinnert. Damals begründete die erste Zeitungsfusion der Schweiz eine seither nie versiegte Hassliebe der Basler zum neu erstandenen Monopolblatt BaZ. Als Folge des anhaltenden Debakels um die Besitzverhältnisse der Basler Zeitung erscheint seit Ende Oktober die TagesWoche. Und jetzt nutzt auch Peter Wanner, der Verleger der Aargauer Zeitung, die Gunst der Stunde. Er lanciert im Januar am Rheinknie <a href="http://www.suedostschweiz.ch/politik/basel-erhalt-neue-zeitung-aus-dem-aargau" target="_blank">eine Basler Ausgabe der Basellandschaftlichen Zeitung bz</a>. Wanner erhöht damit <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/01/vom-aargau-uber-liestal-an-den-rhein/" target="_self">seinen Druck auf die BaZ</a> weiter: Seit September erscheint bereits eine Basler Ausgabe des «Sonntag» und seit November eine bz-Grossauflage.</p>
<p>Das Powerplay der Aargauer passt nicht ins bisherige Konzept von Christoph Blocher. Er garantiert mit seinen Millionen für den defizitären Druckbereich und hält so den neuen Eigentümern um Tito Tettamanti den Rücken frei. Ohne Blochers Zusage wäre Tettamanti nicht eingestiegen: «Ich brauchte die Garantie von Blocher. Denn ich will das Risiko für die Druckerei nicht übernehmen», sagte der Geschäftsmann vor drei Tagen im Interview des Sonntag. Blocher hatte in der Vergangenheit eine <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/news/standard/Christoph-Blochers-Plan-fuer-die-Sanierung-der-Basler-Zeitung/story/21575626" target="_blank">Kooperation mit den AZ Medien favorisiert</a>. Davon erhoffte er sich unter anderem die Lösung seines grössten Problems: Mit der Drucksparte aus den roten Zahlen zu kommen.</p>
<p>Denn ein grosser Teil des Schuldenbergs der Basler Zeitung Medien von über 100 Millionen Franken stammt von den Druckereien. Diese schrecken in der Vergangenheit potenzielle Käufer ab, weil sie als zu grosses geschäftliches Risiko galten. Auch die NZZ hatte sich 2010 für den Kauf der BaZ interessiert. Heute ist man in Zürich froh, die Basler Zeitung nicht gekauft zu haben. Doch Christoph Blocher ist überzeugt, die Drucksparte sanieren zu können. «Diese Druckerei muss wirtschaftlich geführt werden. Das muss auch gewinnmässig etwas abwerfen», sagte Blocher am letzten Montag bei Roger Schawinski am Schweizer Fernsehen. Dazu hat er bisher auf die AZ Medien und einen Teil ihrer Druckaufträge gehofft. Mit gutem Grund: Denn Wanner muss für eine seiner beiden Druckereien eine Lösung finden: Die veraltete Zeitungsrotation in Subingen bei Solothurn müsste er erneuern oder aber stilllegen und die Aufträge an andere Druckerei vergeben – zum Beispiel nach Basel.</p>
<p>2003 hatte der vormalige BaZ-Verleger Matthias Hagemann an der Hochbergerstrasse in Basel für 85 Millionen Franken ein neues Druckzentrum bauen lassen. Heute gilt es als überdimensioniert und ist nur gerade <a href="http://www.onlinereports.ch/News.117+M512a166f8b6.0.html" target="_blank">zu 60 Prozent ausgelastet</a>. Obwohl man einer Rotation zwischen 15 und 20 Betriebsjahre zugesteht, sind auch in Basel bereits Investitionen in Millionenhöhe nötig. Und die Auflage der BaZ sinkt, weil ihr die Abonnenten davonlaufen. Auch Coop, der wichtigste Auftraggeber, druckt gemäss Schätzungen von Branchenkennern nur noch einen Drittel von ursprünglich rund 1,2 Millionen Exemplaren der Coop-Zeitung in Basel. Das setzt dem Unternehmen zu. Das Druckzentrum braucht dringend Aufträge. Eine Kooperation mit Wanner käme deshalb sehr gelegen.</p>
<p>Defizitär arbeitet auch die zur BZM gehörende Druckerei Birkhäuser GBC im basellandschaftlichen Reinach. Für Branchenkenner ist sie im Gesamtpaket jedoch ein Nebenschauplatz und könnte abgestossen werden. Im Druckereizentrum an der Hochbergstrasse arbeiten gut 100 Leute. Bei der GBC sind es weitere 300. Für die Sanierung ist Nationalrat und ex Arena-Mann Filippo Leutenegger als neuer VR-Präsident der Medienvielfalt Holding AG zuständig, mit Tettamanti und Blocher schon lange vertraut. Seine Aufgabe ist keine leichte, zumal die Zeit gegen ihn spielt. «Leider ist die Firma jetzt unter Herrn Suter ein Jahr lang stillgestanden», sagte Blocher bei Schawinski.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/21/das-kreuz-mit-dem-druck/">Das Kreuz mit dem Druck</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Markt und Moral</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/12/13/markt-und-moral/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 09:44:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Snowactive]]></category>
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		<category><![CDATA[Beat Kneubühler]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Fischer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die schweizerische Druckindustrie muss nahezu machtlos zuschauen, wie immer mehr Aufträge ins Ausland abwandern. Viel mehr als moralischen Druck kann der Branchenverband Viscom nicht ausüben. Denn die Preisunterschiede sind inzwischen so gross, dass es für kleinere Unternehmen zu einer Existenzfrage wird, wo sie drucken lassen. Eigentlich macht die Migros nur das, was viele andere auch <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/13/markt-und-moral/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/12/papier.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" /> Die schweizerische Druckindustrie muss nahezu machtlos zuschauen, wie immer mehr Aufträge ins Ausland abwandern. Viel mehr als moralischen Druck kann der Branchenverband Viscom nicht ausüben. Denn die Preisunterschiede sind inzwischen so gross, dass es für kleinere Unternehmen zu einer Existenzfrage wird, wo sie drucken lassen.<br />
<span id="more-28955"></span><br />
Eigentlich macht die Migros nur das, was viele andere auch tun. Der orange Riese lässt einen Teil seiner Drucksachen in Deutschland herstellen – weil es dort weniger kostet. Nun ist die Migros nicht irgendein Unternehmen, sondern eine Institution, die für Heimatverbundenheit steht. Das erwartet die Migros in Zeiten verlockender Preisdifferenzen auch von ihren Kunden. Konzernchef Herbert Bolliger hat deshalb in letzter Zeit den Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland öffentlich angeprangert.</p>
<p>Diesen Widerspruch zwischen eigenem Handeln und den Erwartungen an die Kundschaft hat Newsnet am Freitag <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/003148.html" target="_blank">aufs Tapet gebracht</a>. Und damit bei der Migros für rote Köpfe gesorgt. Um die Situation zu beruhigen, hat Newsnet den Artikel <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/003148.html#comment-5825" target="_blank">vorübergehend vom Netz genommen</a>. Streitpunkt war das Volumen der Druckaufträge ausser Landes. Newsnet nannte, gestützt auf mehrere Quellen aus der Branche, 20 bis 30 Millionen Franken jährlich. Die Migros wollte dazu anfänglich keine Stellung nehmen, sprach dann von 3 Millionen, wobei die Zahl «auch ein bisschen höher sein könnte».</p>
<p>Die Aufregung um die Migros, die im Ausland drucken lässt, ändert nichts daran, dass auch weitere Unternehmen vor dem teuren Franken in den billigeren Euroraum flüchten werden. Dessen ist man sich auch beim Branchenverband der grafischen Industrie Viscom bewusst. Ihm bleibt nicht viel anderes, als an die Abtrünnigen und Abwanderungswilligen zu appellieren, dem Wirtschaftsstandort Schweiz die Treue zu halten. «Moralischer Druck wirkt durchaus», glaubt Paul Fischer, Branchenkenner und Chefredaktor des Fachmagazins viscom print &amp; communication. «Die Migros sieht es offenbar nicht gerne, wenn ihre Geschäfte im Ausland öffentlich thematisiert werden.»</p>
<p>Gespräche mit der Migros über eine nachhaltige Drucksachenbeschaffung, wie sie der Branchenverband angeregt hat, kamen bisher nicht zustande. «Aber wir werden selbstverständlich dran bleiben und die grossen Druckauftraggeber zu sensibilisieren versuchen», sagt Beat Kneubühler, Geschäftsleitungsmitglied von Viscom. Das tut der Verband unter anderem mit der <a href="http://viscom.ch/index.cfm?nID=1213&amp;sprache=1&amp;qID=19" target="_blank">Kampagne «Printed in Switzerland»</a>, mit der man zeigen will, dass es auch heute noch möglich sei, in der Schweiz zu drucken. Bisher mit mässigem Erfolg.</p>
<p>Im dritten Quartal 2011 ist das Auftragsvolumen der heimischen Druckindustrie gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent zurückgegangen. Anfang Jahr lag man noch im Plus. Doch mit der aufkommenden Frankenstärke kehrte die Entwicklung postwendend. Selbst Unternehmen, die sich Swissness und Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben, lassen im Ausland drucken. So etwa der schweizerische Ski-Verband.</p>
<p>Das Magazin «Snowactive», ein Kommunikationsorgan von Swiss-Ski, wird neu <a href="http://www.viscom.ch/index.cfm?nID=1195&amp;sprache=1" target="_blank">in Deutschland gedruckt</a>. «Die deutsche Firma bot die beste Qualität zum günstigsten Preis», zitiert <a href="http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Schweizer-Skimagazin-wird-neu-in-Deutschland-gedruckt/story/28863368" target="_blank">die Berner Zeitung</a> den Kommunikationschef von Swiss-Ski. Ein Argument, das allenthalben zu hören ist bei Druckauftraggebern – und eines das sticht. Auch bei <a href="http://eco-life.ch/" target="_blank">Ecolife</a>. Das «Schweizer Magazin für Nachhaltigkeit» ist – zumindest was den Druck angeht – nicht mehr länger ein Schweizer Produkt.</p>
<p>Ecolife vergab seinen Druckauftrag bereits vor zwei Jahren ins Ausland, zuerst nach Österreich, später nach Deutschland. Auch hier ging es ums Geld. «Wie sparen jährlich einen sechsstelligen Betrag im Vergleich zu den Schweizer Offerten», sagt Verlagsleiterin Karin Stich. «Das ist für unsere Verhältnisse eine Riesensumme.» Damit das eigene Geschäftsgebaren nicht ganz im Widerspruch zur publizistischen Maxime der Nachhaltigkeit steht, lässt Ecolife klimaneutral drucken und kompensiert den CO2-Ausstoss bei Druck und Transport über myClimate.</p>
<p>Wenn gross und klein, von Migros bis Ecolife, das Weite suchen und auf die Dienste der heimischen Drucker teilweise oder ganz verzichten, sind diese Aufträge auf immer verloren? Nicht unbedingt. Denn es gibt (oder: gäbe) durchaus Spielraum bei der Preisgestaltung. Zum Beispiel beim Papier, einer der zentralen Kostenfaktoren.</p>
<p>Hier besteht der Verdacht, dass aufgrund von Preisabsprachen die Schweizer Drucker gegenüber der Konkurrenz im Ausland überhöhte Preise bezahlen. Derzeit untersucht die Wettbewerbskommission Weko den Sachverhalt. Schnelle Linderung bringt das aber nicht, so denn die Weko überhaupt zu einem günstigen Entscheid für die Druckbranche kommen sollte. Zumindest kurz- und mittelfristig bleibt die Situation für die Schweizer Druckbranche angespannt und ungemütlich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/13/markt-und-moral/">Markt und Moral</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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