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	<title>Infografik | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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	<item>
		<title>Darum ist E-Mail Marketing auch 2021 noch relevant</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/31/darum-ist-e-mail-marketing-auch-2021-noch-relevant/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2021 07:37:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail-Marketing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Social Media, Video oder über die Google-Suche – es gibt viele Wege, potentielle Kundinnen und Kunden für ein Unternehmen zu begeistern. Die E-Mail nimmt dabei heute immer noch einen besonders effektiven Platz ein. Eine neue Infografik zeigt, wieso.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/31/darum-ist-e-mail-marketing-auch-2021-noch-relevant/">Darum ist E-Mail Marketing auch 2021 noch relevant</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="article-detailed--bold-text">Social Media, Video oder über die Google-Suche – es gibt viele Wege, potentielle Kundinnen und Kunden für ein Unternehmen zu begeistern. Die E-Mail nimmt dabei heute immer noch einen besonders effektiven Platz ein. Eine neue Infografik zeigt, wieso.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/31/darum-ist-e-mail-marketing-auch-2021-noch-relevant/">Darum ist E-Mail Marketing auch 2021 noch relevant</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Warum Infografiken gerade so beliebt sind</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/04/07/warum-infografiken-gerade-so-beliebt-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 06:19:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Infografiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Derzeit verfolgen alle gebannt die Zahlen und Statistiken zur Ausbreitung des Coronavirus. Flacht die Kurve ab? Wann gibt es erste Prognosen? Wie steht die Schweiz da im internationalen Vergleich? Die Hauptrolle spielen dabei Infografiken – gut gemacht haben sie in der Kommunikation das Potenzial, die Leser*innen langfristig an den eigenen Content zu binden.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/07/warum-infografiken-gerade-so-beliebt-sind/">Warum Infografiken gerade so beliebt sind</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="note blog-note">Derzeit verfolgen alle gebannt die Zahlen und Statistiken zur Ausbreitung des Coronavirus. Flacht die Kurve ab? Wann gibt es erste Prognosen? Wie steht die Schweiz da im internationalen Vergleich? Die Hauptrolle spielen dabei Infografiken – gut gemacht haben sie in der Kommunikation das Potenzial, die Leser*innen langfristig an den eigenen Content zu binden.</div><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/07/warum-infografiken-gerade-so-beliebt-sind/">Warum Infografiken gerade so beliebt sind</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Süddeutsche Zeitung klaut systematisch von «Katapult»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/02/18/die-sueddeutsche-zeitung-klaut-systematisch-von-katapult/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 08:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Katapult]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Süddeutsche Zeitung kopiert Inhalte von «Katapult», gibt es offen zu und macht dann ein selbstgefälliges Angebot. Der Chef rastet aus!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Süddeutsche Zeitung kopiert Inhalte von «Katapult», gibt es offen zu und macht dann ein selbstgefälliges Angebot. Der Chef rastet aus! </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/18/die-sueddeutsche-zeitung-klaut-systematisch-von-katapult/">Die Süddeutsche Zeitung klaut systematisch von «Katapult»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Mit Karten, Grafiken und Humor die Welt ein bisschen verständlicher machen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/27/mit-karten-grafiken-und-humor-die-welt-ein-bisschen-verstaendlicher-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 11:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus dem «journalistischen Ödland» in Deutschlands Nordosten schreibt «Katapult» seine kleine Erfolgsgeschichte: Mit sozialwissenschaftlicher Expertise und grafischem Geschick erklärt das Magazin wenig bekannte Zusammenhänge. Damit trifft «Katapult» einen Nerv. Haben Sie gewusst, dass 2018 in Deutschland 66 Wölfe überfahren worden sind? Haben Sie gewusst, dass China für die Herstellung von Medizin so viele Eselhäute aus <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/27/mit-karten-grafiken-und-humor-die-welt-ein-bisschen-verstaendlicher-machen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus dem «journalistischen Ödland» in Deutschlands Nordosten schreibt «Katapult» seine kleine Erfolgsgeschichte: Mit sozialwissenschaftlicher Expertise und grafischem Geschick erklärt das Magazin wenig bekannte Zusammenhänge. Damit trifft <a href="https://katapult-magazin.de/index.php?id=2" target="_blank" rel="noopener">«Katapult»</a> einen Nerv.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-71890 alignnone" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Katapult-Magazin_20190826.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Katapult-Magazin_20190826.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Katapult-Magazin_20190826-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Katapult-Magazin_20190826-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Katapult-Magazin_20190826-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Katapult-Magazin_20190826-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Haben Sie gewusst, dass 2018 in Deutschland 66 Wölfe überfahren worden sind? Haben Sie gewusst, dass China für die Herstellung von Medizin so viele Eselhäute aus Botswana importiert, dass sich viele botswanische Bauern keinen Esel mehr leisten können? Haben Sie gewusst, dass Utrecht 28-mal so viel in Radwege investiert wie Berlin? Oder dass Menschen mit Schlafmangel weniger wahrscheinlich wählen gehen? Das sind einige der Themen in Ausgabe 14 des «Katapult»-Magazins. Das sieht oft nach unnützem Faktenwissen aus, aber «Katapult» macht klar, weshalb diese Daten relevant sind. Bei sämtlichen Erkenntnissen und Daten verweist die Redaktion auf die Studien und Statistiken, auf denen sie beruhen. Und vor allem erscheinen sie wunderschön visualisiert als Grafiken und Landkarten.</p>
<p>Der Antrieb hinter dem «Magazin für <s>Eis</s>, Kartografik und Sozialwissenschaft» ist die Verbreitung von Wissenschaft, das Mittel zur Verbreitung ist die Kartografik. Das durchgestrichene «Eis» in der Unterzeile soll bloss dafür sorgen, dass man das Magazin als erfolgreiches Start-up-Projekt in Erinnerung behält. «Niemand liest gerne Tabellen», sagt Sebastian Haupt, Chefredaktor Sonderhefte bei «Katapult», «Bei uns lesen die Leute eigentlich fast nur Tabellen, aber sie bemerken es nicht.» Das ist das publizistische Erfolgsmodell.</p>
<p>Auf die Karten sei man aus pragmatischen Gründen gekommen: Das Gründerteam hat sich populärwissenschaftliche Magazine wie «Spektrum der Wissenschaft» angeschaut und festgestellt: Natur funktioniert auf Fotos. Aber wie will man sozialwissenschaftliche Phänomene wie etwa «strukturelle Benachteiligung» in einem Bild darstellen? Fotografische Kenntnisse hätten gefehlt, ebenso die finanziellen Mittel für Bildhonorare. Umso stärker war vor über vier Jahren der Wille, sozialwissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bibliotheken zu holen, erzählt Haupt die viereinhalbjährige Magazingeschichte um Gründer und Chefredaktor Benjamin Fredrich. Fredrich doktoriert bis heute parallel zur «Theorie der Radikalen Demokratie». Die ganze Redaktion hat einen wissenschaftlichen Hintergrund: Auch Haupt, der 2017 als Dritter zum Team stiess, hat Politik studiert und ist bei «Katapult» der Experte für Geoinformationssysteme.</p>
<p></p>
<p>Die gedruckte «Katapult»-Ausgabe liest sich tatsächlich wie eine sozialwissenschaftliche Taschenbibliothek mit den Karten in grellem Grün, Magenta und Orange. Mit grossem Gespür dafür, wo man zuspitzen darf. In der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe geht es um die <a href="https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/vom-fahrradalbtraum-zur-autofreien-innenstadt/?fbclid=IwAR2qWR7ZjiQS0Joxsif_k_I-kYY_Vn6VwbTyQ_OfCqXassyUlneDZR1JdVw" target="_blank" rel="noopener">Fahrradpolitik von Grossstädten in Europa und und USA</a>. Auf dem Cover eine weisse Europakarte, schwarz die Radwege, auf giftgrünem Hintergrund. Nur die Benelux-Staaten sind schwarz mit wenigen weissen Punkten, ein riesiges Rad-Highway-Paradies. Noch sachlicher als das normale Print-Magazin kommt das zum Poster ausfaltbare Sonderheft daher. Sowohl in den Themen – deutsche Militärpräsenz, Rohstoffhandel, Medienkonzentration, Strukturentwicklung in Ostdeutschland – wie im Inhalt erinnert es an den kritischen <a href="https://monde-diplomatique.de/index.php?cPath=80" target="_blank" rel="noopener">Weltatlas von Le Monde Diplomatique</a>. Alle Artikel aus dem Heft werden nach und nach online gestellt. Zusätzlich veröffentlichen sie exklusive Online-Artikel zu aktuellen Ereignissen, auch zu <a href="https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/putschist-besiegt-putschisten-in-demokratischen-wahlen/" target="_blank" rel="noopener">Wahlen auf Fidschi</a>.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/BzTRBYEDC1O/" data-instgrm-version="12">
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<p>&nbsp;</p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script><br />
Und dann gibt es noch das andere Gesicht von «Katapult»: die Memes – Text-Bild-Kombinationen, die auf Social Media häufig geteilt werden (sollen). Obwohl die publizistischen Autodidakt*innen von «Katapult» fast alle aus der Wissenschaft kommen, wissen sie, was auf Social Media gut funktioniert: unnützes Faktenwissen wie: «Länder, die auf Erika enden» oder reine Witzgrafiken wie die «Bevölkerung pro Kopf» oder der «Stromverbrauch im Jahr 1507». Manchmal vermischt sich das gar mit Eigenwerbung, etwa bei den satirischen «6 Wegen um Mecklenburg-Vorpommern aufzuteilen»: Einer der Wege ist die <a href="https://www.facebook.com/KatapultM/photos/a.1598478810368866/2276812769202130/?type=3&amp;theater" target="_blank" rel="noopener">Aufteilung des Bundeslandes</a> in einerseits «journalistisches Ödland» und andererseits Greifswald.</p>
<p>Dort gibt es «Tippi Toppi Qualitätsjournalismus (im Sinne von 1A)». In der Studentenstadt an der Ostsee nämlich sitzt das «Katapult»-Magazin, das Erfolg nach Erfolg feiert. Nach 14 Ausgaben hat das unabhängige und gemeinnützige Medienprojekt fast 20&#8217;000 Abonnent*innen und produziert eine Druckauflage von 50&#8217;000.</p>
<p>Haupt ist überzeugt, dass «Katapult» weiterwachsen wird und es gibt keine Gründe, das zu bezweifeln. «Wir sind jetzt zehn Leute», so Haupt. Wie viel mehr es im September sein werden, kann er Mitte Juli noch nicht sagen. «Unsere Rechnung ist konservativ: Wir vergrössern unsere Redaktion dann, wenn wir mehr Abos verkaufen.» Pro 5000 neue Abos steigt auch der Einheitslohn der Redaktion um 250 Euro – aktuell liegt er bei 2250 brutto. Sebastian Haupt redet bedächtig, verwendet keine Start-up-Signalwörter, triumphiert nicht. Aber was er beschreibt tönt so ungewohnt positiv, dass man es kaum glauben kann: «Unser Trend nach oben ist aber enorm. Als nächstes wollen wir Cicero einholen – in einem Jahr könnte es schon soweit sein.» Die verkaufte Auflage des rechtskonservativen Magazins Cicero bewegt sich gegenwärtig zwischen 60&#8217;000 und 70&#8217;000 Exemplaren.</p>
<p>190&#8217;000 folgen der Seite auf Facebook, 80&#8217;000 auf Instagram. Und wenn die Likes auf Social Media mehr werden, verkauft «Katapult» auch mehr Abos. Von den letzten 500 Neuabonnent*innen hat knapp mehr als die Hälfte angegeben, dass sie auf Social Media auf das Magazin aufmerksam geworden seien. Zudem betreibt das Magazin noch einen Gemischtwarenladen für kartografische Produkte: ein Klolektüre-Buch, Postkarten, Poster, ein Kartenspiel.</p>
<p>An der Lauterkeit der vorgestellten Studien, der ausführlichen Quellenhinweise in den Fussnoten besteht kein Zweifel. Ebenso ist es lobenswert, dass Fehler und Unsauberkeiten aus der jeweils letzten Ausgabe transparent korrigiert werden. Neben der Redaktion schreiben regelmässig arrivierte Forscher*innen, auch Professor*innen, für «Katapult». Sie vertrauen dem Medium nicht nur inhaltlich, sondern lassen sich ihre Texte von den Redaktor*innen auch breitentauglich redigieren.</p>
<p>Gleichzeitig finden sich im gedruckten Magazin auch satirische Elemente, etwa die Rubrik mit beleidigenden Kommentaren aus dem Internet. Rechte wie Linke werfen der «Katapult»-Redaktion schlechte Recherche vor. «Danke für die Halbwahrheiten», heisst es da etwa. Viele der in dieser Rubrik abgedruckten Kommentare stammen von Rechtskonservativen. «Katapult» druckt sie wohl auch, weil man die Kritik aus diesem Lager geniesst.</p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Während diesem Gespräch habe ich die ganze Zeit die Postkarte «Energieverbrauch in Europa 1507» im Blick. Die bietet ja keinen inhaltlichen Mehrwert.</p>
</div><div class="answer"><h4>Sebastian Haupt:</h4> <p>In dem Fall geht es vor allem um Humor. Aber natürlich kann man mit Karten den Blick auf die Welt prägen. Es gibt ein ganze Geschichtsschreibung, die man unter die Überschrift «Lügen mit Karten» fassen könnte. Während dem Kalten Krieg wurden oft Projektionen gewählt, auf denen die Sowjetunion besonders gross erschien, damit die Bedrohung betont worden ist. Auch das Einfärben von Karten ist heikel bei der Verarbeitung und Interpretation von Daten. Deshalb muss man sehr sauber arbeiten und sich auch bewusst sein, dass Manipulationsversuche möglich sind.</p>
</div><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Dann kommen Sie und verbinden satirische Beiträge mit Wissenschaft.</p>
</div><div class="answer"><h4>Sebastian Haupt:</h4> <p>Im Print geht es schon vor allem darum, aus der Wissenschaft zu berichten.</p>
</div><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Aber wo setzen Sie bei solchen Zuspitzungen die Grenze?</p>
</div><div class="answer"><h4>Sebastian Haupt:</h4> <p>Die harte Grenze sind Falschinformationen. Witze auf Social Media sollen den Zugang erleichtern. Im Magazin übersetzen und verbreiten wir Wissenschaft journalistisch – und dementsprechend sind auch unsere Standards. Aber Wissenschaft ist nicht werturteilsfrei. Linke, Liberale und Konservative können bei uns sowohl als Leser wie als Autoren ein gemeinsames Zuhause finden. Gegen Rechtsaussen lassen wir aber nichts zu. Rechtspopulismus hat selten was mit Wissenschaft zu tun. Vom linken Spektrum bis konservativ ist alles denkbar.</p>
</div></p>
<p>Das Magazin «Cicero» habe sich «Katapult» auch deshalb als Messlatte genommen, weil es seine Rolle als echtes Debattenmagazin aufgegeben habe, sondern «häufig die Narrative der Neuen Rechten» bediene, und sich «nicht scheut vor Populismus und Stimmungsmache», so Haupt.</p>
<p>Mit all den Heften und Büchern, die sich da stapeln, wirkt die «Katapult»-Redaktion wie ein kleines Logistikzentrum. In der Raummitte türmen sich Magazine, Bücher und Poster auf Europapaletten. Ein Lastenheber und eine Leiter in der Ecke. In Regalen stehen schachtelweise Postkarten, bei der Kaffeemaschine das Verpackungsmaterial und eine Liste der Portokosten.</p>
<p>«Man muss drauf achten, dass man keine blutigen Magazine verschickt», witzelt Redaktorin Stefanie Schuldt auf die Frage hin, wie sich die Tage anfühlen, an denen verschickt wird. Noch immer verpacken und verschicken alle «Katapult»-Angestellten gemeinsam die Hefte an ihre fast 20&#8217;000 Abonnent*innen. Man schneide sich am Papier die Hände auf, spüre es im Rücken, in den Armen: Anderthalb Tage gemeinsames Krafttraining.</p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script><br />
Beim Besuch der MEDIENWOCHE sitzen zwischen den Magazintürmen zwei Frauen und vier Männer konzentriert am Computer. Jemand bastelt im Adobe Illustrator ein Kreisdiagramm auf einer Union-Jack-Flagge; jemand anders befüllt die Wahlresultate aus der Ukraine in eine «Katapult»-Statistik. Auf fast allen Bildschirmen ist ein Gestaltungsprogramm offen.</p>
<p>Während in den meisten Redaktionen ein paar wenige wissen, wie man eine Grafik erstellt, müssen beim «Katapult»-Magazin alle den Umgang mit dem Illustrator-Programm erlernen. Die visuelle Aufbereitung ist entscheidend; der Deadline-Stress fokussiert sich fast gänzlich auf die Landkarten: In den letzten Wochen vor Druck seien alle Texte bereits geschrieben und haben zwei Redigierschleifen durchlaufen. In dieser Phase arbeite man bloss noch an der Kartenrecherche und -gestaltung. Da komme es auch mal zu Überstunden, sagt Haupt. An manchen Karten arbeite eine Person zwei Wochen Vollzeit, wenn es etwa darum geht, die Geschichte von 120 ehemaligen DDR-Betrieben in eine Karte zu bringen oder die Werte von mehreren tausend Kraftwerken zu überprüfen und zu visualisieren. Haupt ist nicht nur GIS-Experte, sondern mache auch «relativ viel Buchhaltung» und ist vor allem Chefredaktor der Sonderhefte «Knicker», der aufwändigen A1-Mammutkarten zu jeweils einem einzigen Thema. «Wenn wir mehr Leute werden, wird sich das alles ausdifferenzieren.» Dann soll auch der Frauenanteil in der Redaktion mindestens 50 Prozent betragen und als elfte oder zwölfte Redakteurin auch jemand mit einem klassischen journalistischen Werdegang einsteigen.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B0DQTNRDlo2/" data-instgrm-version="12">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/B0DQTNRDlo2/" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Katapult Magazin (@katapultmagazin)</a> am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2019-07-18T08:08:54+00:00">Jul 18, 2019 um 1:08 PDT</time></p>
</div>
</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script><br />
Der Arbeitsort Greifswald klingt nicht sehr attraktiv. Doch der Grosssteil der Redaktion kam aus ganz Deutschland wegen «Katapult» in die Hansestadt im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern. Sebastian Haupt ist aus Berlin nach Greifswald gezogen. Die deutsche Hauptstadt liegt eine dreistündige Zugfahrt voller Funklöcher und vorbei an Rechtsextremen-Hochburgen entfernt. Hier in Greifswald, wo knapp jede*r Fünft*e studiert, gefällt es Haupt und auch aus professioneller Warte habe die Kleinstadt Vorteile: Niemand erwartet die Leute von «Katapult» an Medienapéros und Branchentreffen &#8211; und trotzdem kommen Kooperationen mit anderen Medien zustande, etwa ein regelmässiger <a href="https://feedpress.me/detektorfm_karte-der-woche" target="_blank" rel="noopener">Podcast mit detektor.fm</a>. Networking ausserhalb des digitalen Raums findet zwei Mal pro Jahr statt, an den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig. Dort verteilt das «Magazin für Eis, Kartografik und Sozialwissenschaft» dann tatsächlich Eis aus der redaktionseigenen Softeismaschine.</p>
<p>Je länger man die unternehmerische Erfolgsstory von «Katapult» analysiert, desto eigenwilliger erscheint sie: ein Start-up-Printerfolg in einer Randregion von Social Media-versierten Wissenschaftler*innen ohne Branchenerfahrung. Mindestens so spannend wie die Unternehmensgeschichte ist aber die journalistische Haltung, die Kartografik mit sich bringt: Seit je berechnen und gestalten die Mächtigen das zweidimensionale Abbild der Welt. Für kritischen Journalismus besteht noch viel Potenzial sich an diesen Abbildern abzuarbeiten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/27/mit-karten-grafiken-und-humor-die-welt-ein-bisschen-verstaendlicher-machen/">Mit Karten, Grafiken und Humor die Welt ein bisschen verständlicher machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>New York Times visualisiert Schweizer Kombi-Medaillen an Olympia</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/02/22/new-york-times-visualisiert-schweizer-kombi-medaillen-an-olympia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2018 12:15:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=53964</guid>

					<description><![CDATA[<p>Den Text kann man getrost überfliegen und gleich zur Grafik runter scrollen: Die New York Times hat die Rennläufe von Michelle Gisin und Wendy Holdener in der alpinen Kombination, die sie zu Olympie-Gold und -Bronze führten, mit einer animierten Grafik visualisiert. Sämtliche Läuferinnen sind gleichzeitig im Bild zu sehen, so dass ein virtueller Direktvergleich möglich wird. Die Grafik zeigt eine unsichtbare Dimension des Wettkampfs, wie sie Text allein nicht vermitteln könnte.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/02/22/new-york-times-visualisiert-schweizer-kombi-medaillen-an-olympia/">New York Times visualisiert Schweizer Kombi-Medaillen an Olympia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Text kann man getrost überfliegen und gleich zur Grafik runter scrollen: Die New York Times hat die Rennläufe von Michelle Gisin und Wendy Holdener in der alpinen Kombination, die sie zu Olympie-Gold und -Bronze führten, mit einer animierten Grafik visualisiert. Sämtliche Läuferinnen sind gleichzeitig im Bild zu sehen, so dass ein virtueller Direktvergleich möglich wird. Die Grafik zeigt eine unsichtbare Dimension des Wettkampfs, wie sie Text allein nicht vermitteln könnte. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/02/22/new-york-times-visualisiert-schweizer-kombi-medaillen-an-olympia/">New York Times visualisiert Schweizer Kombi-Medaillen an Olympia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Was Marketingentscheider wirklich denken</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/09/15/was-marketingentscheider-wirklich-denken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2016 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Fuel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/wp_website/2016/09/15/was-marketingentscheider-wirklich-denken/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rocket Fuel hat 324 Marketingexperten aus ganz Europa zu ihrer Sicht auf die Branche befragt. Eine Infografik zeigt die Resultate.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/15/was-marketingentscheider-wirklich-denken/">Was Marketingentscheider wirklich denken</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rocket Fuel hat 324 Marketingexperten aus ganz Europa zu ihrer Sicht auf die Branche befragt. Eine Infografik zeigt die Resultate.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/15/was-marketingentscheider-wirklich-denken/">Was Marketingentscheider wirklich denken</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Illustrator: Seilziehen für Fortgeschrittene</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/10/06/illustrator-seilziehen-fuer-fortgeschrittene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 15:45:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Vektorgrafiken]]></category>
		<category><![CDATA[Illustrator]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=6268</guid>

					<description><![CDATA[<p>Illustrator kennt seit vielen Versionen fünf Pinselarten. Der aufwendigste, aber auch eindrücklichste ist der Musterpinsel. Dieser wiederholt ein Musterelement entlang eines Pfads. Das Zeichnen eines Seils zeigt die Vorgehensweise.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Illustrator kennt seit vielen Versionen fünf Pinselarten. Der aufwendigste, aber auch eindrücklichste ist der Musterpinsel. Dieser wiederholt ein Musterelement entlang eines Pfads. Das Zeichnen eines Seils zeigt die Vorgehensweise.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/06/illustrator-seilziehen-fuer-fortgeschrittene/">Illustrator: Seilziehen für Fortgeschrittene</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum alle über Content Marketing reden [Infografik]</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/27/warum-alle-ueber-content-marketing-reden-infografik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Vontobel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2015 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Content Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/wp_website/2015/08/27/warum-alle-ueber-content-marketing-reden-infografik/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Content Marketing ist weit mehr als nur ein Buzzword. Die Infografik von Expresswriters liefert einen Überblick und gute Tipps.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/27/warum-alle-ueber-content-marketing-reden-infografik/">Warum alle über Content Marketing reden [Infografik]</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Content Marketing ist weit mehr als nur ein Buzzword. Die Infografik von Expresswriters liefert einen Überblick und gute Tipps.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/27/warum-alle-ueber-content-marketing-reden-infografik/">Warum alle über Content Marketing reden [Infografik]</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Social Media: die Entwicklung seit 1979 bis heute</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/06/10/social-media-die-entwicklung-seit-1979-bis-heute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2015 08:38:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[70er Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Simplify360]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5217</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die rasante Entwicklung des Social Webs begann viel früher, als man im ersten Moment meint. Eine Infografik von Simplify360 veranschaulicht die Entwicklung der Social Media von den Anfängen in den späten 70er Jahren bis heute.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/10/social-media-die-entwicklung-seit-1979-bis-heute/">Social Media: die Entwicklung seit 1979 bis heute</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die rasante Entwicklung des Social Webs begann viel früher, als man im ersten Moment meint. Eine Infografik von Simplify360 veranschaulicht die Entwicklung der Social Media von den Anfängen in den späten 70er Jahren bis heute.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/10/social-media-die-entwicklung-seit-1979-bis-heute/">Social Media: die Entwicklung seit 1979 bis heute</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Social Media: Wer welche Plattformen nutzt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/06/03/social-media-wer-welche-plattformen-nutzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2015 12:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Demographische Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Akquise]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5074</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die digitale Marketing-Agentur Sprout Social hat die demographischen Daten der Nutzenden auf verschiedenen Social Media Plattformen untersucht. Die Infografik zeigt, wo sich potenzielle Kundinnen und Kunden aufhalten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/03/social-media-wer-welche-plattformen-nutzt/">Social Media: Wer welche Plattformen nutzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die digitale Marketing-Agentur Sprout Social hat die demographischen Daten der Nutzenden auf verschiedenen Social Media Plattformen untersucht. Die Infografik zeigt, wo sich potenzielle Kundinnen und Kunden aufhalten. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/03/social-media-wer-welche-plattformen-nutzt/">Social Media: Wer welche Plattformen nutzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alles gecheckt in 7 Sekunden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/04/23/alles-gecheckt-in-7-sekunden/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2014/04/23/alles-gecheckt-in-7-sekunden/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Apr 2014 09:34:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Iwan Städler]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Nowak]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Newsnet]]></category>
		<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sotomo]]></category>
		<category><![CDATA[Datenblog]]></category>
		<category><![CDATA[Webgrafik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=19174</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine animierte Grafik aus dem Datenblog des Tages-Anzeigers, die Erkenntnisse über Verschiebungen in der politischen Schweiz verspricht, erlangt hohe Aufmerksamkeit. Aber ist sie diese wert? Eine Kurzanalyse. Iwan Städler, Redaktor beim Tages-Anzeiger, twitterte am Tag nach dem Ostermontag: 30 Jahre Schweizer Politik komprimiert in 7 Sekunden: http://t.co/nNbe8R6h3K Berechnung und Regie: @mhermann_ und @mnowak_ch &#8212; Iwan <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/23/alles-gecheckt-in-7-sekunden/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/23/alles-gecheckt-in-7-sekunden/">Alles gecheckt in 7 Sekunden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine animierte Grafik aus dem Datenblog des Tages-Anzeigers, die Erkenntnisse über Verschiebungen in der politischen Schweiz verspricht, erlangt hohe Aufmerksamkeit. Aber ist sie diese wert? Eine Kurzanalyse.<br />
<span id="more-19174"></span><br />
Iwan Städler, Redaktor beim Tages-Anzeiger, twitterte am Tag nach dem Ostermontag:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>30 Jahre Schweizer Politik komprimiert in 7 Sekunden: <a href="http://t.co/nNbe8R6h3K">http://t.co/nNbe8R6h3K</a> Berechnung und Regie: <a href="https://twitter.com/mhermann_">@mhermann_</a> und <a href="https://twitter.com/mnowak_ch">@mnowak_ch</a></p>
<p>&mdash; Iwan Städler (@Iwan_Staedler) <a href="https://twitter.com/Iwan_Staedler/statuses/458498042359189504">April 22, 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>7 Sekunden, um 30 Jahre Schweizer Politik zu verstehen, genial!</p>
<p>Menschen mit rascher Auffassungsgabe nehmen in 7 Sekunden vielleicht wahr, dass die SVP sich abgesetzt hat von den anderen bürgerlichen Parteien und nun dort politisiert, wo bisher Parteien wie die Eidgenössisch-Demokratische Union, die Schweizer Demokraten oder die Freiheitspartei politisiert hatten. Nicht sehr überraschend wurden der Tweet und die Story <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/1791/wie-sich-die-svp-aus-dem-buergerblock-verabschiedet-hat">«Wie sich die SVP aus dem Bürgerblock verabschiedet hat»</a> intensiv und oft zustimmend geteilt. Nicht sehr überraschend ist es aber nicht so einfach.</p>
<p>Zunächst mal mussten die Macher des Datenblogs durch mehrere den Beitrag kommentierende Leser überzeugt werden, tatsächlich auch Daten zu liefern und nicht nur Ergebnisse, die gar nicht nachzuvollziehen sind. Am Dienstagnachmittag dann wurde der am Montagabend online gestellte Beitrag mit <a href="https://docs.google.com/spreadsheets/d/1YV1QiCGKkoffrydb9zeYNIFVAzVAPD5ggzC24Iw7-4w/pubhtml">Rohdaten</a> ergänzt.</p>
<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2014/04/abstimmungsparolen.gif" alt="" title="Die fragliche, animierte Grafik des TA-Datenblogs, erstellt von Mario Nowak und Michael Hermann." width="450" height="450" class="alignleft size-full wp-image-19193" /><br />
<small>Die betreffende Datenblog-Grafik, erstellt von Mario Nowak und Michael Hermann.</small></p>
<p>Es lohnt sich, die wunderschön animierte Grafik und die zugrundeliegenden Daten genau zu studieren. Aber auch schon eine oberflächliche Betrachtung gibt einiges her:</p>
<p><strong>1. Die Unschärfe der Achsen</strong><br />
Zwei Achsen durchziehen das Quadrat, horizontal geht es von links nach rechts, vertikal von konservativ (unten) nach progressiv / liberal (oben). Dass es über die Definition von links und rechts kaum einen Konsens gibt, ist bekannt. Sehr fragwürdig ist jedoch, dass der Begriff «liberal» Seite an Seite von progressiv steht, und gegenüber von konservativ. Wie die Begriffe gemeint sind, wird seit Dienstagnachmittag im Beitrag erklärt, aber natürlich ist das nur eine von vielen möglichen Auslegungsarten der Begriffe.</p>
<p><strong>2. Die Parteiparolen als Datengrundlage</strong><br />
Man muss es sich vergegenwärtigten: Grundlage der animierten Grafik sind tatsächlich die von den Parteien gefassten Parolen zu den Volksabstimmungen. Die Parolenfassung ist, wie der Beitrag aufzeigt, innerparteilich oft umstritten, nicht selten führen allerlei recht zufällige Faktoren zu skurillen Ergebnissen. Parolen werden manchmal auch gefasst, um sich abzugrenzen und zu profilieren &#8211; oder aus rein werbe- und wahltechnischen Überlegungen.</p>
<p><strong>3. Die Einstufung per «Faktorenanalyse»</strong><br />
Haben Sie letztes Jahr für die Volksinitiative <a href="http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis380t.html">Volkswahl des Bundesrates</a> gestimmt? Dann werden sie als konservativ (Wert «-1») eingestuft, so wie die Parteien SVP und EDU, die die Ja-Parole dazu herausgegeben haben. Wunderlich, ich hätte die angestrebte Neuerung für ein progressives Anliegen gehalten, gerade auch, weil schon zwei frühere Volksinitiativen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Volkswahl_des_Bundesrates#Geschichte">so die Sozialdemokraten 1939</a>, mit dem gleichen Anliegen scheiterten.</p>
<p>Gehörten Sie 2001 zu jenen 84,7 Prozent aller Stimmbürger, die dem <a href="http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/20011202/det480.html">«Bundesbeschluss für eine Schuldenbremse»</a> zustimmten, so werden Sie als rechts (Wert «+2») eingestuft, so wie jene Parteien, die dazu eine Ja-Parole gefasst haben (CSP, CVP, EDU, EVP, FDP, FPS, LPS, SD und SVP).</p>
<p>Grundlage für die interaktive Grafik sind nämlich die Einstufungen der so genannte «Faktorenanalyse» der <a href="http://www.sotomo.ch/">Forschungsstelle Sotomo</a>, die dort seit dem <a href="http://www.sotomo.ch/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=84:atlas-der-politischen-landschaften&#038;catid=35:projektarchiv&#038;Itemid=58">«Atlas der politischen Landschaften»</a> (Fertigstellung 2003) verwendet wird.</p>
<p><strong>4. Die Skala</strong><br />
Tatsächlich verfügt die Skala der animierten Grafik über keine Erklärung, was überhaupt gemessen wird. Wurde sie vergessen? Unbeschriftete Skalen sind in aller Regel ein klarer Indikator für Bullshit. Plus 20 was? Minus 40 was?<br />
<small><strong>Nachtrag</strong>, 23. April, 15:15 Uhr: Michael Hermann weist per E-Mail darauf hin, dass unter der zweiten (vergleichenden, nicht animierten) Grafik durchaus eine Skala zu lesen ist. Sie lautet: «Abweichung in Prozentpunkt vom Mittelwert der Stimmenden». Zu lesen ist das auch in den am Dienstagnachmittag nachgereichten Informationen zur Methode am Ende des Beitrags: «Die einzelnen Abstimmungen wurden so standardisiert, dass die Position der Parteien im politischen Raum ihrem Abstand in Prozentpunkten vom Mittelwert der Stimmenden (Median) entspricht.»</small></p>
<p><strong>5. Das Herrschaftswissen</strong><br />
Dass der Beitrag online gestellt wurde ohne Rohdaten, ist ein Zeichen dafür, dass sich Journalisten nach wie vor gefallen in der Gatekeeper-Rolle und das in Geheimnisse uneingeweihte Publikum gerne aussen vor halten. Wer mit Daten etwas sagen will, muss sie so präsentieren, dass keine Fragen offen bleiben. Ein Ergebnis zu präsentieren, ohne den Weg dazu zu offenbaren, lässt den Journalist immer noch etwas Zauberer sein vor einem staunendem Publikum. Schade eigentlich nur, dass immer noch ein Grossteil dieses Publikums, darunter offenbar viele unkritische Journalisten, lieber staunt als mitdenkt.</p>
<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2014/04/meistgelesen-im-tagi.jpg" alt="" title="Meistgelesen auf Tagesanzeiger.ch, Screenshot vom 22. April 2014" width="200" height="201" class="alignleft size-full wp-image-19206" /><strong>6. Die Beweise?</strong><br />
«Nicht die FDP und die CVP haben sich bewegt, sondern die SVP» &#8211; tatsächlich? Ist es nicht womöglich sogar umgekehrt? Nachweisbar scheint mir lediglich, dass die SVP in den letzten Jahren mit vielen Volksinitiativen aufgetreten ist, die als konservative Anliegen eingestuft werden können. Und dass sie sich, während die anderen Parteien im Konsens bleiben, oft eine eigene Meinung und Haltung leistet.</p>
<p>Die Strategie, den Tagi-Leser mit einer SVP-Schlagzeile zu ködern und ihn sein Urteil über diese Partei bestätigen zu lassen, ist jedenfalls mal wieder aufgegangen; der Beitrag war am Dienstag zwischenzeitlich der meistgelesene Beitrag auf Tagesanzeiger.ch.</p>
<p><strong>7. Das Fazit</strong><br />
Das Manipulationspotenzial bei Grafiken ist hoch. Der kritische Leser tut gut daran, sein Urteil nicht in sieben Sekunden zu fällen. Und der kritische Journalist tut gut daran, seine Informationen und Daten so aufzubereiten, dass beim Leser keine Rückfragen oder Unsicherheiten bestehen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Eine Analyse, die mehr über die Untersucher als über die Realität aussagt. <a href="http://t.co/ejdUYiImV0">http://t.co/ejdUYiImV0</a></p>
<p>&mdash; Roland Scheck (@RolandScheck) <a href="https://twitter.com/RolandScheck/statuses/458484017356996608">April 22, 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Diskutiert wird die Grafik auch unter dem lesenswerten Beitrag <a href="http://arslibertatis.com/datenjournalismus-oder-politische-datenmalerei/">«Datenjournalismus oder politische Datenmalerei?»</a> auf arslibertatis.com.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/23/alles-gecheckt-in-7-sekunden/">Alles gecheckt in 7 Sekunden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Zeigt her eure Zahlen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/05/05/zeigt-her-eure-zahlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2011 07:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Datablog]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Dreier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Trend geht um: Der Datenjournalismus. Allmählich entdecken Medien die Möglichkeiten der Infografik im Netz. Der Guardian in London, ein Pionier dieser neuen journalistischen Disziplin, beschäftigt ein eigenes Ressort mit der Datenaufbereitung und -darstellung. Auch andernorts setzt man auf animierte Webgrafiken zur Visualisierung zahlenbasierter Zusammenhänge; etwa das ZDF mit dem Arbeitsmarkt Scanner oder die Zeit mit der <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/05/zeigt-her-eure-zahlen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/05/zeigt-her-eure-zahlen/">Zeigt her eure Zahlen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Trend geht um: Der Datenjournalismus. Allmählich entdecken Medien die Möglichkeiten der Infografik im Netz. Der Guardian in London, ein Pionier dieser neuen journalistischen Disziplin, beschäftigt <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog" target="_blank">ein eigenes Ressort</a> mit der Datenaufbereitung und -darstellung. Auch andernorts setzt man auf animierte Webgrafiken zur Visualisierung zahlenbasierter Zusammenhänge; etwa das ZDF mit dem <a href="http://module.zdf.de/arbeitsmarkt-scanner/" target="_blank">Arbeitsmarkt Scanner</a> oder die Zeit mit der Visualisierung von <a href="http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten" target="_blank">Handy-Verbindungsdaten</a>. In der Schweiz hat die NZZ erste Gehversuche unternommen mit einer interaktiven Karte zum <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/dicht_an_dicht_im_mittelland_1.10307133.html" target="_blank">Wachstum der Siedlungsfläche</a> im Mittelland.<br />
Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE erklärt Joseph Dreier was Datenjournalismus leisten kann und soll und wo seine Grenzen liegen. Dreier arbeitet als <a href="http://dreierdesign.com/Dreier_Infografik/Samples.html" target="_blank">Informationsdesigner</a>, er ist Mitglied der <a href="http://www.snd.org/" target="_blank">Society for News Design</a> und leitet an der Journalistenschule MAZ Kurse in <a href="http://www.maz.ch/Journalismus/kurse.asp?n=013600_8090" target="_blank">Datenjournalismus</a> und <a href="http://www.maz.ch/Kommunikation/kurse.asp?n=020400_7421" target="_blank">Dataminig</a>.</p>
<p><span id="more-28814"></span><br />
<img loading="lazy" decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/05/dreier_klein.jpg" class="alignleft" width="170" height="174" /> <em>Medienwoche: Weshalb erlebt der Datenjournalismus ausgerechnet jetzt eine Blüte?</em><br />
Joseph Dreier: Weil immer mehr Daten zur freien Nutzung und Bearbeitung online zur Verfügung stehen. Genauso wie die dafür erforderliche Software. Aber so neu ist das alles eigentlich gar nicht. Beim Datenjournalismus handelt es sich um die logische Fortsetzung der Infografik im Web. Auch Datamining gibt es schon lange. Bisher war es aber der Wissenschaft – Soziologen, Psychologen, Ökonomen – vorbehalten, grosse Datensätze auszuwerten und zu interpretieren. Allmählich beginnt sich diese Arbeitsmethode auch in den Medien zu etablieren.</p>
<p><em>Welche Rolle spielten die Veröffentlichungen von Wikileaks für den Datenjournalismus?</em><br />
Ich würde das nicht überbewerten. Wikileaks trug seinen Teil dazu bei, indem auf einen Schlag grosse Datenmengen öffentlich verfügbar waren, die bearbeitet werden konnten. Wichtiger erscheinen mir die neuerdings verfügbaren umfangreichen Datensätze von Behörden, Universitäten und anderen öffentlichen Institutionen, die gerne unter dem Schlagwort <a href="http://opendata-network.org/" target="_blank">Open Data</a> zusammengefasst werden.</p>
<p><em>Wo liegen die Anfänge des Datenjournalismus?</em><br />
Das begann meiner Ansicht nach vor rund zehn Jahren mit der Aufbereitung und Darstellung von Wahlergebnissen. Schon damals haben Medien Karten ins Netz gestellt, wo Resultate interaktiv abgefragt werden konnten. Daher sehe ich den heutigen Datenjournalismus lediglich als einen neuen Begriff für bestimmte Darstellungsformen von Information, die es in ähnlicher Form früher schon gab. Aber auch der gedruckten Infografik liegt letzlich Datenjournalismus zugrunde. Damals wie heute geht es darum, Zahlen und Daten grafisch umzusetzen. Animation und Interaktivität machen den Unterschied zwischen Papier und Web aus. Man kann heute einfach mehr rausholen, weil es im Netz zusätzliche Darstellungsformen gibt.</p>
<p><em>Datenjournalismus sollte der einfacheren und transparenteren Vermittlung von Fakten dienen. Versteht das Publikum die neue Sprache?</em><br />
Ich denke sehr wohl, dass damit einem Bedürfnis entsprochen wird. Wenn man sieht, wie unattraktiv früher Daten und Zahlen dargestellt wurden, sei es mit Tabellen oder im Text eingebaut, dann sehen wir heute einen klaren Fortschritt, der vom Publikum honoriert wird.</p>
<p><em>Das Publikum soll nicht nur bunte Grafiken anschauen, sondern sich selbst einbringen. In welchem Mass ist das sinnvoll?</em><br />
Das betrachte ich eher als Spielerei. Das Publikum kann sich an der Recherche beteiligen. Das ist interessant, weil eine Redaktion damit das Feld erweitern kann. Bei der Umsetzung und der Darstellung der Ergebnisse sehe ich aber kaum Möglichkeiten, wie sich das Publikum einbringen kann. Es braucht diese redaktionelle Schleuse, wo die Daten zusammengefasst, interpretiert und veranschaulicht werden.</p>
<p><em>Wie lässt sich das Risiko des <a href="http://berlinergazette.de/datenjournalismus-populismus-transparenz-re-publica/" target="_blank">Datenpopulismus</a>, der unzulässigen Verkürzung von Fakten, vermeiden</em>?<br />
Wichtigstes Prinzip ist die Transparenz: Wie sind die Zahlen zustande gekommen, aus welchen Quellen stammen sie, wie ist die Darstellung zustande gekommen? Ganz normale journalistische Fragestellungen. Besondere Vorsicht ist angezeigt, wenn es um die Zukunft geht. Da muss man klar kennzeichnen, dass das keine gesicherten Daten sind, sondern Prognosen, Hochrechnungen und manchmal auch nur Mutmassungen.</p>
<p><em>Der Datenjournalismus im Netz ist ein junges Genre. Was sind die grössten Fehler und Mängel, die Sie beobachten?</em><br />
Schlechte Darstellungen entstehen oft, wenn Printgrafiken eins zu eins online übernommen werden. Öfters beobachte ich auch, dass Inhalt und grafische Mittel nicht miteinander korrespondieren und die Darstellung dadurch unübersichtlich wird. Sodann halte ich auch Relevanz beim Datenjournalismus für ein entscheidendes Kriterium. Wenig ergiebig war in diesem Zusammenhang jüngst die Behandlung von The Royal Wedding in London. Alles, was man auf vielen Grafiken sah, war die <a href="http://www.simplesitetutorials.org/whos-sitting-where/" target="_blank">Sitzordnung</a> in der Westminster Abbey; oder<a href="http://www.novafm.com.au/lib/images/contents/Wedding-Route-Map.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""> der Weg zum Buckingham Palace</a>. Das kann ich auch auf Google Maps nachschauen.</p>
<p><em>Wie werde ich Datenjournalist?</em><br />
Den Beruf des Datenjournalisten gibt es nicht. Das ist immer Teamwork. Datenjournalismus erfordert Rechercheure, die eine Geschichte ausgraben. Für das Storytelling braucht es Journalisten. Denn auch am Anfang eines datenjournalistischen Prozesses stehen die Fragen: Welche Geschichte will ich erzählen und welche Aussage will ich mit den Zahlen machen? Bei der Umsetzung kommen dann Grafiker und Webdesigner zum Zug, die ein Auge haben für die visuelle Inszenierung einer Geschichte. Für die Aufbereitung der Daten sind Programmierer und teilweise auch Mathematiker zuständig.</p>
<p><em>Sie unterrichten Datenjournalismus am MAZ, der Schweizer Journalistenschule. Was kann der Einzelne lernen, wenn Datenjournalismus immer im Team entsteht?</em><br />
Der schreibende Redaktor soll sich Grundbegriffe der Grafik und des Webdesigns aneignen. Zum anderen müssen Grafiker und Webdesigner journalistische Grundbegriffe lernen, wie man eine Geschichte erzählt und Sachverhalte auf den Punkt bringt. Für beide Seiten ist es sinnvoll und wichtig, sich für den anderen Bereich zu öffnen und zu interessieren. Ich versuche einen Überblick zu geben über gute und schlechte Beispiele aus der aktuellen internationalen Medienlandschaft. Gemeinsam erarbeiten wir Kriterien der Beurteilung und diskutieren verschiedene Webtools und spezielle Software für die Datenaufbereitung und -präsentation. In kleinen Übungen geht es um erste Schritte in der Praxis.</p>
<p><em>Wie wird sich der Datenjournalismus weiterentwickeln?</em><br />
Momentan wird noch viel Buntes gezeigt. Mit der Zeit wird sich der Datenjournalismus konsolidieren und zu einer klareren grafischen Sprache finden. Das ging auch bei der gedruckten Infografik so. Im Kern wird es immer darum gehen, wie ich meine Story so erzählen kann, damit sie von den Betrachtern schnell erfasst und verstanden werden kann. Womit auch klar ist, dass der Journalismus nicht ausstirbt. Denn gerade bei der Aufbereitung von riesigen Datenmengen braucht es professionelle Journalisten mehr denn je.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/05/zeigt-her-eure-zahlen/">Zeigt her eure Zahlen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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