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Mediennutzung

Über die Angst, sein Leben online zu vergeuden

«Ich hasse dieses Internet» – so heisst ein Buch des amerikanischen Schriftstellers Jarett Kobek, das 2016 erschienen ist. Und ich muss zugeben, ich habe es nicht gelesen. Ich habe keine Zeit mehr, um Bücher zu lesen, schliesslich vergeude ich meine Zeit im Internet.

Art Director (w/m, 80–100%)

Du bist konzeptionsstark, strategisch denkend, digital fit und ein Teamplayer. Und du gehst zum Lachen nicht in den Keller. Wir bieten dir spannende Projekte, eine coole Location, jede Menge tolle Menschen und täglich eine frische Bodenseebrise.

Wer braucht noch TV-Sender?

Zwischen «Game of Thrones» und der RTL-Serie «Der Lehrer» liegen Welten: Die TV-Sender verlieren die Jugend. Jetzt rennen sie Streamingdiensten wie Netflix hinterher.

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Lest mehr Sachbücher und konsumiert weniger News!

Der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert wirft die – nicht ganz neue – Frage auf, ob wir dank der schieren Fülle an Nachrichtenquellen, die uns heute zur Verfügung stehen, denn auch besser informiert sind; er findet eher nicht. Vielmehr neigten wir dazu, «unsere Zeit mit Scheindebatten und Pseudoproblemen zu verschwenden.» Denn: «In Wirklichkeit regen wir uns nicht deswegen auf, weil irgendetwas gefährlich ist, sondern wir denken, irgendetwas ist gefährlich, weil wir uns aufregen. Am Ende glauben wird nicht das, was wissenschaftlich erwiesen ist, sondern das, was wir überall massenhaft gehört, gelesen oder gesehen haben.» Ebert empfiehlt darum: «Wenn Sie weniger News und dafür mehr Sachbücher und Fachartikel lesen, werden Sie merken, dass die Probleme, die bei uns so hysterisch diskutiert werden, oft gar nicht so dramatisch sind wie gedacht.»

Medienfasten oder Exodus aus der Erregungsspirale

Der Zukunftsforscher Matthias Horx beschreibt, wie er sich seit einem Jahr regelmässig einer Mediendiät verschreibt; er nennt das «Exodus aus der Erregungsspirale». Während eines Monats konsumiert er nur Medien, die weder alarmistisch, sensationell noch «clickbaiting»-verseucht sind, sondern auch das Schöne zeigen, «ohne Negatives zu leugnen». Horx nennt vier Titel, die er während seiner Medienfastenzeit nutzt: Zuerst «Monocle», die Medienplattform um das Monatsmagazin von Tyler Brûlé. Horx begründet die Wahl so: «Monocle-Lektüre macht immer Lust auf Menschen, Berührung, Wirklichkeit – und Verbesserung.» Dann liest er «Perspective Daily», Deutschlands einzige Website für Konstruktiven Journalismus. «Die Plattform bringt einmal am Tag einen locker geschriebenen Text darüber, dass nicht alles schlechter wird, auch wenn es oft so scheint.» Weiter liest Horx während seiner Diät das Wirtschaftsmagazin «Brand Eins», weil hier alles «echt» und «authentisch» sei, «und wenn man sich hineinliest, das Gegenteil von sterbenslangweilig.» Als Viertes und Letztes vertraut er der Neue Zürcher Zeitung. Was Horx an der NZZ schätzt: Sie «glaubt kaum eine der apokalyptischen Übertreibungen, die die Debatten- und Politikteile der deutschen Medien füllen.»