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Privatsender

«Gebührenfinanzierte Sender spielen in einer anderen Liga»

Dominik Kaiser ist mit seinen drei TV-Programmen 3+, 4+ und 5+ der erfolgreichste private Fernsehunternehmer in der Schweiz. Ein Gespräch über den eidgenössischen Fernsehmarkt, den mächtigen Konkurrenten SRG und die globale Herausforderung Netflix. Das Interview ist zuerst im Band «Weniger Staat, mehr Fernsehen» erschienen.

SRG und Privatsender – verbandeln oder entflechten?

Immer deutlicher artikulieren die Verleger ihre Forderung nach einem totalen Werbeverbot für die SRG. Eine mögliche Konsequenz daraus wäre ein «reines» duales System: Nur noch Gebühren für die SRG, Werbung und freier Markt den Privaten. Vor 15 Jahren sollte das Modell Gesetz werden. Doch so simpel und sinnvoll die Theorie, so unrealistisch erweist sich die Weiterlesen …

Weiterhin wenig attraktives Angebot

Die neuen Programme klingen altbacken, der Gerätemarkt bietet wenig Neues und die Werbung schafft es nicht, den Mehrwert von Digitalradio zu vermitteln. Für Radiohörer gibt es weiterhin wenig Grund, auf Digitalradio umzusteigen. Momentaufnahmen aus der Kampfzone.

Den Systemwechsel zu Ende denken

Die SP will die Diskussion um die Presseförderung beleben mit dem Vorschlag für eine Werbeabgabe und eine «Google-Steuer». Ein unnötig kompliziertes Unterfangen. Mit den Empfangsgebühren existiert bereits ein gut eingeführtes und breit akzeptiertes Fördersystem. Nach dem Systemwechsel zu einer Medienabgsbe, könnten neben Radio und TV auch weitere Mediengattungen unterstützt werden.

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Problematisches Privileg

Die 13 konzessionierten Regionalfernsehen der Schweiz müssen künftig nur noch 30 Prozent ihres Aufwands selbst finanzieren. Für die restlichen 70 Prozent kommt der Gebührenzahler auf. Diese Lockerung erfolgt zwar im Sinn des Gesetzgebers, ist aber medienpolitisch nicht unbedingt sinnvoll.

Ohne public, ohne Zukunft?

32 Millionen Franken erhalten 13 Regionalfernsehsender pro Jahr aus dem Gebührentopf. Neben der SRG ist dies das zweite Standbein des Service public in der Schweiz. Als Gegenleistung für die Gebühren müssen die Sender einen regionalen Service public liefern. Das tun sie ganz zur Zufriedenheit der amtlichen Qualitätsprüfer. Bei der Abstimmung mit der Fernbedienung schneiden die Weiterlesen …