Thema mit 41 Beiträgen

Propaganda

Syrienkrieg: Experte oder Propagandist?

Das «Mittagsmagazin» der ARD befragte einen Prof. Dr. Günter Meyer zu den jüngsten Giftgasangriffen in Syrien. Meyer erzählte die Geschichte so, wie man sie sonst nur von russischen Staatsmedien vernimmt und ihren Schwesterpublikationen im Geiste westlicher Provenienz: Das Ganze sehe nach einer weiteren Inszenierung der vom Westen finanzierten Rettungsorganisation der «Weisshelme» aus. Eine zumindest umstrittene These, gibt es doch zahlreiche Indizien, die dagegen sprechen. Es ist das eine, einen Experten von zweifelhaftem Ruf einzuladen, aber dann nicht einmal nachzufragen, wirft ein äusserst schlechtes Licht auf den ARD-Journalismus.

Burma: Wenn der Algorithmus die Medienfreiheit unterläuft

Nach Jahrzehnten der Zensur unter dem Militärregime kennt Burma nun freie Medien. Dazu gehört auch, dass sich die Leute informieren können, wie und wo sie wollen. Am liebsten tun sie das auf Facebook. 30 der gut 50 Millionen Einwohner des Landes nutzen das soziale Netzwerk. Und dort kriegen sie wenig mit von dem, was international für Schlagzeilen sorgt: die Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingya durch die buddhistische Mehrheitsbevölkerung im Norden des Landes. «Was Burmesen in Rangun auf Facebook sehen, ist eine Parallelwelt. In ihrem Newsfeed finden keine Säuberungen statt. Stattdessen beschützt die angeblich heldenhafte Armee das Land vor islamistische Terroristen», beschreibt Lukas Messmer die Wirkung von Facebook in Burma im SRF-Magazin «10 vor 10».

Dr. Ganser wendet dieselben Methoden an, die er kritisiert

Renato Beck hat für die Tageswoche einen Vortrag von Daniele Ganser besucht. Der streitbare Historiker trat zusammen mit einem Hypnotiseur auf und referierte über «Manipulation durch die Medien – verdeckte Kriegspropaganda durch unbemerkte mediale Gehirnwäsche». Entspannt vor dem Fernseher seien wir Menschen besonders empfänglich für manipulative Botschaften, ähnlich einer Hypnose-Session. Doch die Kritik fällt auf Weiterlesen …

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Schweizer Internetkrieger in St. Petersburg

Marcel Sardo ist ein sogenannter «Internet-Troll», der sich selbst als «Pro-Russia Media-Sniper» bezeichnet. Der Schweizer setzt sich einseitig, polemisch und unermüdlich auf Twitter für Russland ein und erreicht damit Zehntausende. Nun ist Sardo nach Russland gezogen. Ein russisches Unternehmen hat ihm eine Arbeitsstelle angeboten. Ein Treffen in St. Petersburg.

«Propaganda wird verharmlost oder ignoriert»

Der Medienwissenschaftler Stephan Russ-Mohl wundert sich, wie selten deutschsprachige Medien politische Propaganda autokratischer Regimes thematisierten und problematisierten: «Viel zu selten gerät ins Blickfeld, wie systematisch Autokraten, aber auch linke und rechte Populisten das Geschäft der Desinformation betreiben.» So werde etwa der Einfluss und das Potenzial sogenannter Social Bots, also ferngesteuerter Textautomaten, erst allmählich erkannt. Russ-Mohl Weiterlesen …