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	<title>Romandie | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 21 May 2022 11:57:54 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Geld für die Vielfalt: Romandie setzt auf kantonale Medienförderung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/05/geld-fuer-die-vielfalt-romandie-setzt-auf-kantonale-medienfoerderung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Hirschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2022 15:41:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nahezu alle Westschweizer Kantone haben Massnahmen zur Medienförderungen ergriffen oder aufgegleist. Jetzt stellt sich die Frage: Braucht es eine kantonsübergreifende Koordination? Betroffene und Fachleute sind sich nicht einig. Mit insgesamt 6,2 Millionen Franken will der Kanton Waadt in den nächsten fünf Jahren die Medien unterstützen. Damit ist der grösste Westschweizer Kanton ein Vorreiter in Sachen <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/05/geld-fuer-die-vielfalt-romandie-setzt-auf-kantonale-medienfoerderung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nahezu alle Westschweizer Kantone haben Massnahmen zur Medienförderungen ergriffen oder aufgegleist. Jetzt stellt sich die Frage: Braucht es eine kantonsübergreifende Koordination? Betroffene und Fachleute sind sich nicht einig.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Medienfoerderung-Romandie-20220505b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-96994" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Medienfoerderung-Romandie-20220505b.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Medienfoerderung-Romandie-20220505b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Medienfoerderung-Romandie-20220505b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Medienfoerderung-Romandie-20220505b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Medienfoerderung-Romandie-20220505b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Medienfoerderung-Romandie-20220505b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Mit insgesamt 6,2 Millionen Franken will der Kanton Waadt in den nächsten fünf Jahren die Medien unterstützen. Damit ist der grösste Westschweizer Kanton ein Vorreiter in Sachen <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/abstimmung-nach-dem-scheitern-des-medienpakets-so-wollen-westschweizer-kantone-ihre-zeitungen-retten-ld.2251104" target="_blank" rel="noopener">kantonale Medienförderung</a>. Nach dem Nein zum Medienpaket suchen nun vermehrt Kantone nach Fördermöglichkeiten. Dass Medien staatliche Hilfe brauchen, ist in der Romandie weitgehend unbestritten. Überhaupt scheinen hierzu die Sensibilitäten grösser zu sein als in der Deutschschweiz. So haben alle Westschweizer Kantone (mit Ausnahme des Wallis) das Eidgenössische Medienpaket angenommen.<br />
</p>
<p>Indirekte Fördermassnahmen wie etwa durch den Kauf von Inseraten oder mittels vergünstigter oder kostenloser Zeitungsabos für Jugendliche gehören zu den meistdiskutierten Förderformen. Der Kanton Waadt hat sie bereits umgesetzt. Auch von kantonalen Stiftungen für die Verteilung von Geldern an Medien ist die Rede. Die Krux: Die Kantonsgrenzen entsprechen nicht unbedingt den Einzugsgebieten der Medien. So wird die Freiburger Tageszeitung «La Liberté» auch im waadtländischen Payerne gelesen, die Genfer Zeitung «Le Temps» auch im Rest der Westschweiz. Es drängt sich also die Frage auf: Braucht es allenfalls ein Medienpaket für die gesamte Romandie?</p>
<blockquote><p>«Cinéforom hat sich bewährt, warum also nicht ein analoges Modell für den Journalismus?»<br />
<small>Frédéric Gonseth, Journalist und Filmemacher</small></p></blockquote>
<p>Erfahrung mit einer überregionalen Förderung hat die Westschweiz im Filmbereich. Die <a href="https://www.cineforom.ch/kurzportrait-cineforom" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Cinéforom</a> (Fondation romande pour le cinéma) haben 2011 die Kantone Genf, Waadt, Wallis, Freiburg, Neuenburg und Jura sowie die Städte Genf und Lausanne gemeinsam gegründet. Das jährliche Budget von rund 10 Millionen Franken finanzieren zu zwei Dritteln die öffentliche Hand und zu einem Drittel die Loterie Romande. Ein Teil dieser Gelder fliesst direkt in Filmprojekte. Über deren Verwendung entscheiden Kommissionen bestehend aus Fachleuten (und ohne die Geldgeber). So bleibt diese Form der Filmförderung trotz Kantonsgeldern unabhängig.</p>
<p>Wäre die Westschweizer Filmförderung ein mögliches Vorbild für die Medienförderung? Ja, findet <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Gonseth" target="_blank" rel="noopener">Frédéric Gonseth</a>. Der Journalist und Filmemacher hat Cinéforom ins Leben gerufen und engagiert sich auch im Medienbereich. So hat Gonseth etwa den Verein «Médias pour tous» (Medien für alle) gegründet und ist in verschiedenen Vereinen für die Förderung von Medien aktiv.</p>
<p>«Cinéforom hat sich bewährt, warum also nicht ein analoges Modell für den Journalismus?», sagt er auf Anfrage der MEDIENWOCHE. So könnten Gelder vom Kanton und allenfalls von Gemeinden in eine unabhängige Stiftung fliessen und so verteilt werden. «Damit besteht auch kein Risiko der Einflussnahme auf die Medien.»</p>
<blockquote><p>Der Bericht «Aider la presse» stellt fünf Mechanismen vor, die bereits in der einen oder anderen Form bestehen, und die ausgebaut werden könnten.</p></blockquote>
<p>Mit möglichen Fördermodellen hat sich Gilles Labarthe, Journalist und Medienforscher, im Rahmen einer <a href="https://www.impressum.ch/fileadmin/user_upload/Dateien/News/Rapport-aider_la_presse_2021_mandat_NP.pdf" target="_blank" rel="noopener">wissenschaftlichen Studie</a> auseinandergesetzt. Zusammen mit Denis Gay und Daniel Beck der Universität Freiburg ist er im Auftrag des Vereins <a href="https://nouvelle-presse.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Association Nouvelle Presse»</a> der Frage nachgegangen, welche Mechanismen notwendig sind, um Medien in der Romandie zu unterstützen.</p>
<p>«Wir haben zuerst eine Bestandsaufnahme gemacht und realisiert: Im europäischen Vergleich hinkt die Schweiz hinterher, teilweise mit einer Verspätung von bis zu 20 Jahren. In zahlreichen Ländern – von Skandinavien bis zu den Nachbarländern – sind staatliche Medienförderungen bereits seit Jahren Teil der Finanzierung von Journalismus», sagt Labarthe im Gespräch mit der MEDIENWOCHE.</p>
<p>Mittels Gesprächen und Fragebögen hat das Forscherteam mit über 70 Expertinnen, Journalisten und anderen Medienakteuren über bereits bestehende oder schnell umsetzbare Mechanismen gesprochen, um deren Potential zu evaluieren. Der Bericht «Aider la presse», erschienen im Juni 2021, stellt insbesondere fünf Mechanismen vor, die bereits in der einen oder anderen Form bestehen, und die ausgebaut werden könnten:</p>
<p><strong>• Recherche</strong>: Schaffung eines neuen Fonds oder Nutzung von Synergien bestehender Fonds (wie Recherche-Fonds von investigativ.ch oder JournaFONDS)<br />
<strong>• </strong><strong>Ausbildung</strong>: Förderung der Medienausbildung (wie im Kanton Waadt)<br />
<strong>• </strong><strong>Zugang</strong>: Online-Kiosk für verschiedene Medientitel (wie My Press in Genf, das jedoch nicht umgesetzt wurde) oder vergünstigter Zugang zu Medien für Jugendliche (wie in einigen Waadtländer und Genfer Gemeinden sowie neu im Kanton Waadt)<br />
<strong>• </strong><strong>Neue Projekte</strong>: punktuelle Unterstützung neuer digitaler Medien (wie der Aufbau von «Heidi.news» oder der Kauf von «Le Temps» / «Heidi.news» durch die Stiftung Aventinus)<br />
<strong>• </strong><strong>Infrastruktur</strong>: gemeinsam nutzbare digitale Tools für Publikation und Distribution etc. (Apps, Websites) über die Grenzen von Redaktionen und Verlagen hinweg (wie <a href="https://wepublish.ch/" target="_blank" rel="noopener">We.Publish</a> oder <a href="https://www.persoenlich.com/digital/soziales-netzwerk-fur-news-in-den-startlochern?ref=refind" target="_blank" rel="noopener">Polaris</a>)</p>
<p>Die Schlussfolgerung von Gilles Labarthe: «Es gibt Massnahmen, die man bereits umsetzen kann oder bereits umgesetzt werden. Längerfristig könnte eine kantonsübergreifende Koordination von Vorteil sein; zurzeit geht es aber mehr um das Experimentieren. Schliesslich ist die Situation nicht in allen Kantonen dieselbe, deshalb ist es so schwierig, eine Einigung zu finden.»</p>

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<p>Eine Möglichkeit, die in den meisten Kantonen diskutiert wird und die auch gemäss der Studie viel Potenzial hat: eine Stiftung zur Verteilung der öffentlichen Gelder. «Noch stellt die Definition der Kriterien das grösste Hindernis dar», sagt Labarthe. In Genf scheiterte ein Versuch schliesslich an der Umsetzung: Das Kantonsparlament versenkte 2021 den Vorschlag, weil die Förderkriterien viel zu komplex und restriktiv waren. «Schlussendlich hätte wohl nur die Tageszeitung ‹Le Courrier› von Geldern profitieren können. Da hat man am Ziel vorbeigeschossen», sagt Labarthe.</p>
<blockquote><p>Ganz neu ist das Stiftungsmodell in der Romandie nicht: 2019 wurde in Genf die Stiftung Aventinus gegründet, die zum Ziel hat, den Qualitätsjournalismus zu fördern.</p></blockquote>
<p>«So schwierig wäre es aber nicht», so Labarthe weiter. Einfachere Kriterien zur Definition förderungswürdigen Medien gäbe es durchaus, haben die Forscher bei der Analyse von 12 Ländern der OECD herausgefunden – Länder, die sogar direkte Presseförderung betreiben, indem sie Gelder für die Berichterstattung bereitstellen. Demnach werden Inhalte gefördert, die von allgemeinem Interesse sind und überwiegend selbst produziert und regelmässig aktualisiert werden, von Medien mit einer Mindestauflage und einer bestimmten Anzahl festangestellter Journalisten, die berufsethische Normen einhalten und den Presserat respektieren. «So ein Modell könnte in der Schweiz auch funktionieren», ist Labarthe überzeugt. Die Mehrheit der für die Studie befragten Schweizer Personen zeigten sich der Idee einer Stiftung gegenüber wohlgesinnt.</p>
<p>Ganz neu ist das Stiftungsmodell in der Romandie nicht: 2019 wurde in Genf die <a href="https://aventinusfondation.ch/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Aventinus</a> gegründet, die zum Ziel hat, den Qualitätsjournalismus zu fördern. Aufmerksamkeit erhielt Aventinus vor allem mit der Übernahme der Tageszeitung «Le Temps» im Jahr 2020. Doch auch andere Medienprojekte hat die Stiftung unterstützt – etwa insbesondere die Startphase von «Heidi.news». Aventinus hat ihr Kapital von verschiedenen Westschweizer Stiftungen und Mäzenen, unter anderem von der Hans-Wilsdorf-Stiftung, der die Uhrenmarke Rolex gehört.</p>
<p>Anne-Catherine Lyon, Mitglied des Stiftungsrats, zieht eine positive Bilanz der bisher finanzierten Projekte von Aventinus. Zahlen kommuniziert die Stiftung zwar keine, aber es hätten sehr unterschiedliche Projekte unterstützt werden können, sagt Lyon. Könnte also Aventinus die Rolle einer Dachstiftung für die Medienförderung in der Romandie übernehmen?</p>
<p>Nein, sagt Lyon: «Unsere Statuten schreiben vor, dass wir nur in den Kantonen Genf und Waadt den Journalismus unterstützen dürfen.» Mit Blick auf die Förderung durch Cinéforom findet sie die Idee einer neuen Stiftung für die gesamte Romandie jedoch durchaus interessant: «Ich bin überzeugt: Einigkeit macht stark.»</p>
<p>Doch es gibt auch Vorbehalte. Serge Gumy, Verleger der <a href="https://www.st-paul.ch/" target="_blank" rel="noopener">St.-Paul-Gruppe in Freiburg</a> (zu der die Zeitungen «La Liberté», «La Gruyère», «La Broye Hebdo» und «Le Messager» gehören), findet: «Die Debatte rund um die Medienförderung ist nicht in allen Kantonen gleich weit. Zuerst braucht es eine Lösung auf kantonaler Ebene, bevor man sich mit einem Modell für die ganze Westschweiz befassen kann.»</p>
<blockquote><p>«Doch auch eine rein kantonale Lösung wird nicht reichen, um die Medien zu retten.»<br />
<small>Serge Gumy, Verleger Freiburg</small></p></blockquote>
<p>Tatsächlich ist noch nicht klar, ob und wie die Kantone ihre Pläne umsetzen werden. Erst im Kanton Waadt ist die Medienförderung beschlossene Sache. Auch dürfte die Unterstützung für die Medien in den anderen finanziell schwächeren Kantonen bedeutend tiefer ausfallen.</p>
<p>Verleger Gumy befürchtet, dass es eine überregionale Lösung schwer hätte: «Die Kantone möchten ihre jeweiligen Regional- und Lokalmedien fördern – und nicht ein gemeinsames Kulturgut auf Ebene der gesamten Romandie.» Die eingestellten «Le Matin» und «L’Hebdo» seien Medien gewesen, die als Kitt für die ganze Romandie funktioniert hätten. Heute sei die Westschweizer Medienlandschaft viel mehr zerstückelt, die Interessen stärker regional geprägt. «Doch auch eine rein kantonale Lösung wird nicht reichen, um die Medien zu retten. Es braucht weitere Finanzierungsquellen», sagt Gumy. Womit er auch den – vorerst gescheiterten – Ausbau der Fördermassnahmen auf Bundesebene meinen dürfte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/05/geld-fuer-die-vielfalt-romandie-setzt-auf-kantonale-medienfoerderung/">Geld für die Vielfalt: Romandie setzt auf kantonale Medienförderung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie junge Medien in der Westschweiz überleben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/09/wie-junge-medien-in-der-westschweiz-ueberleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Mar 2019 10:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Romandie verschwindet die traditionelle Presse zusehends, dafür gibt es auf dem kleinen Markt erstaunlich viele originelle Neugründungen. Zu Besuch in drei Redaktionen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/09/wie-junge-medien-in-der-westschweiz-ueberleben/">Wie junge Medien in der Westschweiz überleben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Romandie verschwindet die traditionelle Presse zusehends, dafür gibt es auf dem kleinen Markt erstaunlich viele originelle Neugründungen. Zu Besuch in drei Redaktionen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/09/wie-junge-medien-in-der-westschweiz-ueberleben/">Wie junge Medien in der Westschweiz überleben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Folgen der Medienkonzentration</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/09/29/die-folgen-der-medienkonzentration/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2018 18:52:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Medien-Qualitätsrating 2018 kommt zum Schluss: Die Medienkonzentration in der Schweiz hinterlässt Spuren. Bei mehreren Titeln ging die Qualität im Zeitraum 2016-2018 spürbar zurück &#8211; gerade auch in der Romandie.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Medien-Qualitätsrating 2018 kommt zum Schluss: Die Medienkonzentration in der Schweiz hinterlässt Spuren. Bei mehreren Titeln ging die Qualität im Zeitraum 2016-2018 spürbar zurück &#8211; gerade auch in der Romandie.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/09/29/die-folgen-der-medienkonzentration/">Die Folgen der Medienkonzentration</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Wir erleben eine Provinzialisierung der Romandie»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/07/13/wir-erleben-eine-provinzialisierung-der-romandie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 06:56:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Ankündigung des Tamedia-Konzerns, «Le Matin» einzustellen, ist die Medienvielfalt in der Westschweiz auf dem Tiefpunkt angelangt. Ein Gespräch mit Jacques Pilet, einem der prägendsten Westschweizer JournalistInnen der letzten Jahrzehnte.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/13/wir-erleben-eine-provinzialisierung-der-romandie/">«Wir erleben eine Provinzialisierung der Romandie»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Ankündigung des Tamedia-Konzerns, «Le Matin» einzustellen, ist die Medienvielfalt in der Westschweiz auf dem Tiefpunkt angelangt. Ein Gespräch mit Jacques Pilet, einem der prägendsten Westschweizer JournalistInnen der letzten Jahrzehnte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/13/wir-erleben-eine-provinzialisierung-der-romandie/">«Wir erleben eine Provinzialisierung der Romandie»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom Niedergang der Presse in der Romandie</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/07/03/vom-niedergang-der-presse-in-der-romandie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 11:16:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«In weniger als dreissig Jahren hat die Westschweiz alle ihre Titel mit überregionalen Ambitionen verloren», schreibt Ludovic Rocchi in der «Republik». Der 53-jährige Redaktor des Westschweizer Radios RTS hat den Niedergang der Presse in der Romandie selbst hautnah erlebt. Er begann seine Laufbahn bei der längst verblichenen «La Suisse» in Genf und verbrachte lange Jahre beim «Le Matin», der demnächst aus Kiosken und Bars in der Westschweiz verschwinden wird. «Verantwortlich für dieses Massaker sind zum Teil die Enge des französischsprachigen Marktes und die globale Medienkrise. Aber nicht nur. Schuld sind auch die Westschweizer Verlage, die nicht durchhielten und sich ebenso wenig verständigen konnten. Sie haben sich gegenseitig umgebracht, dann verkaufte der letzte im Ring, Pierre Lamunière, alles an die Deutschschweizer.»</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/03/vom-niedergang-der-presse-in-der-romandie/">Vom Niedergang der Presse in der Romandie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>«In weniger als dreissig Jahren hat die Westschweiz alle ihre Titel mit überregionalen Ambitionen verloren», schreibt Ludovic Rocchi in der «Republik». Der 53-jährige Redaktor des Westschweizer Radios RTS hat den Niedergang der Presse in der Romandie selbst hautnah erlebt. Er begann seine Laufbahn bei der längst verblichenen «La Suisse» in Genf und verbrachte lange Jahre beim «Le Matin», der demnächst aus Kiosken und Bars in der Westschweiz verschwinden wird. «Verantwortlich für dieses Massaker sind zum Teil die Enge des französischsprachigen Marktes und die globale Medienkrise. Aber nicht nur. Schuld sind auch die Westschweizer Verlage, die nicht durchhielten und sich ebenso wenig verständigen konnten. Sie haben sich gegenseitig umgebracht, dann verkaufte der letzte im Ring, Pierre Lamunière, alles an die Deutschschweizer.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/03/vom-niedergang-der-presse-in-der-romandie/">Vom Niedergang der Presse in der Romandie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blocher-Ängste in der Romandie</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/04/19/blocher-aengste-in-der-romandie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2018 08:27:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während in Teilen Basels Erleichterung zu vernehmen ist ob des Verkaufs der Blocher-BaZ an Tamedia, macht sich in der Westschweiz Blocher-Angst breit. In dem Tauschhandel mit Tamedia erhielt Christoph Blocher unter anderem auch zwei grössere Westschweizer Gratisanzeiger. Pascal Dufour beschreibt in «Le Temps», was er von der Ankunft der Blocher-Presse in der Westschweiz erwartet; er zeichnet ein düsteres Bild. Letztlich gehe es um die Spaltung der Gesellschaft. Hier die Eliten mit ihren Medien, wie NZZ, Tagi und Le Temps, dort Blochers Gratisblättchen für das gemeine Volk. «So wollen sie [die Populisten] zweifellos die Polarisierung der Schweiz vollenden», schliesst Dufour.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/04/19/blocher-aengste-in-der-romandie/">Blocher-Ängste in der Romandie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während in Teilen Basels Erleichterung zu vernehmen ist ob des Verkaufs der Blocher-BaZ an Tamedia, macht sich in der Westschweiz Blocher-Angst breit. In dem Tauschhandel mit Tamedia erhielt Christoph Blocher unter anderem auch zwei grössere Westschweizer Gratisanzeiger. Pascal Dufour beschreibt in «Le Temps», was er von der Ankunft der Blocher-Presse in der Westschweiz erwartet; er zeichnet ein düsteres Bild. Letztlich gehe es um die Spaltung der Gesellschaft. Hier die Eliten mit ihren Medien, wie NZZ, Tagi und Le Temps, dort Blochers Gratisblättchen für das gemeine Volk. «So wollen sie [die Populisten] zweifellos die Polarisierung der Schweiz vollenden», schliesst Dufour.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/04/19/blocher-aengste-in-der-romandie/">Blocher-Ängste in der Romandie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Genf und Waadt ohne eigene Zeitung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/01/08/genf-und-waadt-ohne-eigene-zeitungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 19:17:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ab diesem Jahr hat die Stadt Genf als zweitgrösste Stadt des Landes keine eigenständige grosse Tageszeitung mehr. Weitere Westschweizer Zeitungen sind bedroht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab diesem Jahr hat die Stadt Genf als zweitgrösste Stadt des Landes keine eigenständige grosse Tageszeitung mehr. Weitere Westschweizer Zeitungen sind bedroht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/01/08/genf-und-waadt-ohne-eigene-zeitungen/">Genf und Waadt ohne eigene Zeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein bluttes Füdli – ist das gut für den Kopf? Blattkritik «Bon pour la tête»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/06/22/ein-bluttes-fuedli-ist-das-gut-fuer-den-kopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Rothenbühler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2017 08:31:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[L'Hebdo]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Pilet]]></category>
		<category><![CDATA[Bon pour la tete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neue Westschweizer Online-Magazin «Bon pour la tête» startet verhalten. In der Blattkritik von Peter Rothenbühler schneidet das «widerspenstige» Medium noch zu brav ab, zu beliebig und zu berechenbar. Da hilft auch die Prise Sex nichts, die zur Première eingestreut wurde.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das neue Westschweizer <a href="https://bonpourlatete.com/" target="_blank" rel="noopener">Online-Magazin «Bon pour la tête»</a> startet verhalten. In der Blattkritik von Peter Rothenbühler schneidet das «widerspenstige» Medium noch zu brav ab, zu beliebig und zu berechenbar. Da hilft auch die Prise Sex nichts, die zur Première eingestreut wurde.</strong></p>

<a href="https://de.123rf.com/profile_kladyk" title="So etwas wie der Phönix aus der Asche von L’Hebdo und nicht weniger als «Der Frühling des Journalismus» Bild: Montage, Urheber: kladyk / 123RF Lizenzfreie Bilder" data-rl_title="So etwas wie der Phönix aus der Asche von L’Hebdo und nicht weniger als «Der Frühling des Journalismus» Bild: Montage, Urheber: kladyk / 123RF Lizenzfreie Bilder" class="rl-gallery-link set-target no-lightbox" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery" target="_blank"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-Bon-pour-la-tete_20170622_1200x800px.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-Bon-pour-la-tete_20170622_1200x800px.jpg 1200w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-Bon-pour-la-tete_20170622_1200x800px-300x200.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-Bon-pour-la-tete_20170622_1200x800px-768x512.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-Bon-pour-la-tete_20170622_1200x800px-1024x683.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-Bon-pour-la-tete_20170622_1200x800px-728x485.jpg 728w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a>

<p>«Bon pour la tête» heisst das jüngste Medium der Westschweiz, exakt so wie der alte Werbeslogan für «L’Hebdo», das Anfang 2017 eingestellte Wochenmagazin des Ringier Verlags. Der Name ist Programm: eine Gruppe von rund dreissig Hebdo-Nostalgikern rund um Hebdo-Gründer Jacques Pilet, hat am 21. Juni die Nullnummer einer Online-Zeitung präsentiert, die «gut für den Kopf» sein soll, so etwas wie der Phönix aus der Asche von L’Hebdo und nicht weniger als «Der Frühling des Journalismus», wie der Film heisst, den der welsche Regisseur Frédéric Gonseth Ende Jahr vorstellen will. (Hoffentlich gibt’s dann die Internetzeitung noch.) «Bon pour la tête» oder kurz BPLT, will täglich mit neuen Storys überraschen und kann für acht Franken im Monat abonniert werden.</p>
<blockquote><p>Die überwältigende Summe reicht sicher für ein Trinkgeld für die rund dreissig freiwillig mitarbeitenden Journalisten.</p></blockquote>
<p>Wer davon ausgeht, dass sich Sex im Kopf abspielt, versteht auch, dass ausgerechnet ein wohlgeformtes nacktes Füdli auf dem ersten Bild des neuen Mediums zu sehen ist – und auch, warum sich gleich drei von zwölf Geschichten zum Start um Sex drehen. Vielleicht hängt es mit dem zweiten Frühling der durchschnittlich doch etwas älteren Mannschaft zusammen? Jedenfalls soll das Medium «indocile» sein, sagen seine Gründer. Man kann «indocile» mit unbrav, undiszipliniert oder gar rebellisch übersetzen. Und sie jubeln ganz optimistisch, dass in nur fünf Wochen ganze 230’000 Franken Startkapital per Crowdfunding zusammengekommen sind, «ein Rekord für die Westschweiz», wie sie stolz verkünden. Die überwältigende Summe reicht sicher für ein Trinkgeld für die rund dreissig freiwillig mitarbeitenden Journalisten, würde ich mal sagen.</p>
<p>Dessen ungeachtet verspricht Jacques Pilet, Mitgründer von L’Hebdo und späteres Ringier-Direktionsmitglied auf allen Kanälen frohgemut, dass diese Internet-Zeitung mit ihren Reportagen, Kolumnen und Analysen einen originellen, überraschenden Ort der Debatte, der neuen Ideen schaffen werde, wie es ihn seit dem Untergang von L’Hebdo im Welschland leider nicht mehr gebe. Und wie es von einer ungeduldigen, inspirierenden Leserschaft sehnlichst erwartet werde. Mal sehen.</p>
<blockquote><p>Die ersten veröffentlichten Beiträge enttäuschen punkto Originalität und Themenwahl.</p></blockquote>
<p>Eine derart ambitiöse Sache hat nur eine Chance, einen ersten Eindruck zu machen: man muss hoffen, dass sich das Trüppchen um Doyen Pilet noch steigern kann. Sie erinnern an eine dieser beliebigen, mässig interessanten, vorproduzierten Hintergrundseiten bestehender Titel, die nicht wirklich von Belang sind.</p>
<p>Da wird zum Beispiel über die 40 Prozent Boote in 70 Häfen des Lac Léman geschrieben, die nie ausfahren (!), oder die schäbigen Tricks gewisser Anbieter von Online-Dating (stand vorher schon in «20 Minutes»). Über offene Fragen nach der Moutier-Abstimmung wird gerätselt, wie das alle Kommentatoren der Westschweiz schon drei Tagen zuvor taten. Man erfährt vom schönen Brauch, in gewissen Cafés der Rhonestadt für ein Kaffee noch ein zweites zu bezahlen, für den mittellosen Gast. Das Schweizer Krankenkassen-Wesen wird als einmalig in Europa geoutet.</p>
<p>Im Bereich Lifestyle stellt eine ältere Journalistin eine junge Modeschöpferin vor, die Kleider für ältere Damen herstellt mit so originellen Aufdrucken wie «Old is the new black». Drohnenaufnahmen von einem riesigen Friedhof im Irak und das Bild einer Moderatorin des nordkoreanischen Fernsehens runden das Bild ab. Wie gesagt, nichts Bewegendes. Nichts zum Abschreiben.</p>
<blockquote><p>«Bon pour la tête» muss mit der durchwegs gouvernementalen, auf Harmonie bedachten Haltung der Regionalzeitungen brechen.</p></blockquote>
<p>Wenn das sehr erfolgreiche Medienportal «Médiapart» in Frankreich das Vorbild sein sollte, muss sich «Bon pour la tête» sogleich daran machen, gewisse Dinge aufzudecken, die die andern Medien zwingen, den neuen Fisch im Karpfenteich zu zitieren. Und es muss seine Unabhängigkeit vom Verleger-Establishment beweisen, in dem es beispielsweise mit der durchwegs gouvernementalen, auf Harmonie bedachten Haltung der Regionalzeitungen bricht, Missstände aufdeckt, die Politiker kritisiert, wo ss nötig ist, regelmässig in der Westschweiz eine öffentliche Debatte anreisst, aneckt – «indocile» eben.</p>
<p>Vorläufig schwimmen die Alt-Hebdoler noch im gleichen Wasser wie das von ihnen sehr betrauerte ehemalige Magazin in den letzten Jahren: Man bringt ein bisschen dies und ein bisschen das und geht langsam aber sicher in Selbstgefälligkeit unter.</p>
<p>Man ist nur bisschen witzig, nur ein bisschen klug, nur ein bisschen unbrav. Aber leider auch ein bisschen unnötig. Aber vielleicht täuscht ja dieser erste Eindruck und es wird noch alles ganz anders, viel besser. Lassen wir uns überraschen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/22/ein-bluttes-fuedli-ist-das-gut-fuer-den-kopf/">Ein bluttes Füdli – ist das gut für den Kopf? Blattkritik «Bon pour la tête»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kampf gegen «Lügenmedien» in der Romandie</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/01/kampf-gegen-luegenmedien-in-der-romandie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2016 15:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Romandie sei weltoffen und etwas links, sagt das Klischee. Doch genau besehen existiert eine lebhafte Szene rechter Blogger und alternativer Medien. Die Grenze zur etablierten Politik ist durchlässig, ebenso wie zu radikalen Islam- und Judenhassern, wie der aktuelle Fall eines Zeichners zeigt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Romandie sei weltoffen und etwas links, sagt das Klischee. Doch genau besehen existiert eine lebhafte Szene rechter Blogger und alternativer Medien. Die Grenze zur etablierten Politik ist durchlässig, ebenso wie zu radikalen Islam- und Judenhassern, wie der aktuelle Fall eines Zeichners zeigt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/01/kampf-gegen-luegenmedien-in-der-romandie/">Kampf gegen «Lügenmedien» in der Romandie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Weniger Klischees als erwartet</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/03/11/weniger-klischees-als-erwartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lea Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2014 11:42:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[L'Hebdo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=18598</guid>

					<description><![CDATA[<p>Westschweizer Leitmedien betonen stärker Trennendes als Verbindendes in ihrer Berichterstattung über die Deutschschweiz. Die Autorin hat Artikel des Nachrichtenmagazins L&#8217;Hebdo aus den Jahren 2010 bis 2012 untersucht. Die Romands waren gekränkt. Von einem Eselstritt, einem «inakzeptablen Affront» sprach die Westschweizer Tageszeitung Le Temps. Und selbst Bundespräsident Didier Burkhalter fühlte sich verpflichtet, an einer Medienkonferenz der Regierung <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/11/weniger-klischees-als-erwartet/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Westschweizer Leitmedien betonen stärker Trennendes als Verbindendes in ihrer Berichterstattung über die Deutschschweiz. Die Autorin hat Artikel des Nachrichtenmagazins L&#8217;Hebdo aus den Jahren 2010 bis 2012 untersucht.</strong></p>
<p>Die Romands waren gekränkt. Von einem Eselstritt, einem <a href="http://www.letemps.ch/Page/Uuid/9ff7f8e2-9413-11e3-a206-e58afd97da78/Laffront_de_Christoph_Blocher_aux_mauvais_patriotes_romands" target="_blank">«inakzeptablen Affront»</a> sprach die Westschweizer Tageszeitung Le Temps. Und selbst Bundespräsident Didier Burkhalter fühlte sich verpflichtet, an einer Medienkonferenz der Regierung gegen die unliebsame Deutschschweiz zu sticheln.</p>
<p>Auslöser der heftigen Reaktionen war ein einziger Satz, gar nur einige Worte – gesprochen vom Übervater der Schweizerischen Volkspartei (SVP), Christoph Blocher. Nach dem hauchdünnen Volks-Ja zur von seiner Partei lancierten Masseneinwanderungs-Initiative bezeichnete er die Landesgenossen aus dem französischsprachigen Teil der Schweiz als Personen mit einem «schwächeren Bewusstsein für die Schweiz». Als «Schweizer zweiter Klasse», so die Interpretation der Betroffenen.</p>
<p>Denn die Westschweizer Kantone hatten die Volksinitiative am 9. Februar geschlossen abgelehnt. Im Gegensatz zu der Mehrheit der Deutschschweizer Kantone, welche schliesslich – nicht zum ersten Mal – mit einem Ja einer Abstimmung zum Sieg verhalfen.</p>
<p>Die Reaktionen spiegeln die in der Schweiz als «Röstigraben» bezeichnete Differenz zwischen den französisch- und deutschsprachigen Landesteilen; eine Beziehung, die von Spannung, gegenseitiger Abneigung und Unwissenheit geprägt ist. Letztere äussert sich nicht selten in weit verbreiteten Klischees über den jeweils anderen. Doch wie gehen die Medien mit solch stereotypen Bildern um? <a href="http://www.linguistik.zhaw.ch/fileadmin/user_upload/linguistik/_Institute_und_Zentren/IAM/PDFS/Ueber_Uns/Auszeichnungen/2013/zhaw_iam_ba_jo_2013_LeaHartmann.pdf" target="_blank">Eine Studie hat untersucht</a>, inwiefern sich der Röstigraben in der medialen Berichterstattung französischsprachiger Schweizer Medien wiederfindet – und so die öffentliche Wahrnehmung der Deutschschweiz und ihrer Bewohner prägt.</p>
<h3 style="text-align: center;">Welche Stereotypen werden angesprochen?</h3>
<p>Als zu untersuchendes Medium wurde exemplarisch das Nachrichtenmagazin L’Hebdo gewählt. Es gehört Ringier, dem in der Westschweiz auch noch die Hälfte der Tageszeitung Le Temps gehört. Seit der Gründung im Jahr 1981 sieht sich L&#8217;Hebdo laut Chefredaktor Alain Jeannet als «Debattenplattform für die Romandie», der langjährige Westschweiz-Korrespondent der NZZ, Christophe Büchi, bezeichnet die wöchentlich erscheinende Zeitschrift gar als «Stimme der Romandie schlechthin».</p>
<p>Anhand einer Inhaltsanalyse sowie einer Textanalyse wurde untersucht, in welchem Rahmen und in welchem Ton L’Hebdo über die Deutschschweiz und ihre Bewohner berichtet. Die rund 200 analysierten Artikel stammen aus den Jahren 2010 bis 2012. Sie wurden einerseits dahingehend analysiert, welche Stereotype angesprochen werden, andererseits wurden Charakterisierung und Konnotation der Deutschschweiz und Deutschschweizer sowie des Verhältnisses zwischen den Landesteilen untersucht.</p>
<p>Angesichts der Tatsache, dass Stereotypen häufig dann auftreten, wenn Wissen und insbesondere persönlicher Kontakt zu einer bestimmten Gruppe von Menschen fehlt, könnte man davon ausgehen, dass die Berichterstattung stark stereotyp geprägt ist. Was die Konnotation betrifft, wurde die Hypothese formuliert, dass diese eher negativ ausfällt. Denn die sozialwissenschaftliche Theorie der «sozialen Identität» besagt unter anderem, dass die «Anderen» eher negativ betrachtet werden, um im gleichen Zug ein positiveres Selbstbild zu generieren.</p>
<h3 style="text-align: center;">Differenzierter als angenommen</h3>
<p>Doch weit gefehlt. Das Bild der Westschweiz von der Deutschschweiz ist differenzierter als angenommen. Die Verwendung von expliziten Stereotypen kann an einer Hand abgezählt werden. Nur selten wird die Deutschschweiz als Kollektiv mit klischeehaften Eigenschaften umrissen. Geht es jedoch nicht um den Landesteil als Ganzes, sondern um die einzelnen Deutschschweizer Akteure, fällt die Charakterisierung dann doch auffallend stereotyp aus.</p>
<p>Ob es an einer bewussten Auswahl der Personen liegt oder schlicht auf Zufall beruht: Die Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer werden in den Artikeln – sei es Porträt, Interview oder Bericht – überdurchschnittlich häufig mit Eigenschaften wie Fleiss, Pragmatismus und Ehrgeiz charakterisiert. Ausserdem wird durch die Erzählweise das stereotype Bild der Deutschschweizer zementiert – zum Beispiel durch einen Texteinstieg, der beschreibt, wie überpünktlich eine Versammlung der Grünliberalen der Sektion Zürich vonstattenging.</p>
<p>Auch die Konnotation fällt weit weniger negativ aus als angenommen. Meist wird relativ neutral über die Deutschschweiz geschrieben; Personen aus der deutschsprachigen Schweiz werden sogar in einer deutlichen Mehrzahl positiv assoziiert. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass es ganz auf den Themenbereich ankommt, dem eine Person angehört. Akteure der Politik werden häufiger negativ dargestellt, Akteure der Kultur jedoch überwiegend positiv.</p>
<h3 style="text-align: center;">Ungleichgewicht wird betont</h3>
<p>Lässt die Berichterstattung also darauf schliessen, dass der Röstigraben also nur Einbildung, das Verhältnis zwischen den Landesteilen gar nicht so zerrüttet ist, wie dies gemeinhin angenommen wird? Nein. Betrachtet man, wie L’Hebdo die Beziehung zwischen der Romandie und der Deutschschweiz charakterisiert, wird deutlich: Wäre die Deutschschweiz ein souveräner Staat, wären Ihre Bewohner vielleicht ganz sympathisch. In Beziehung zur Romandie stehend, kann von Freundschaft jedoch nicht die Rede sein. Ausgesprochen häufig wird das Ungleichgewicht zwischen den Landesteilen angesprochen, ebenso die Unterschiede zwischen den Deutsch- und Französischsprachigen, das Minoritäts- beziehungsweise Majoritäts-Verhältnis sowie das Desinteresse der Deutschschweiz an der Romandie.</p>
<p>Nur sehr selten werden Gemeinsamkeiten der deutschen und französischen Schweiz thematisiert. Stattdessen werden zur Beschreibung der Beziehung nicht selten Formulierungen aus der Kriegsmetaphorik verwendet. Die Deutschschweizer würden gegen die Romands «kämpfen, es herrsche «Krieg» und «erbitterte Schlachten» würden geführt. Eine deutliche Mehrheit der Verhältnis-Charakterisierungen lässt wenig Gutes an der Deutschschweiz.</p>
<p>Dies zeigt sich auch in der aktuellen Berichterstattung der französischsprachigen Medien über die zu Beginn angesprochene Masseneinwanderungs-Initiative der SVP. Angesichts des Abstimmungsresultats schreibt  Le Temps von einer «Niederlage» für die Romandie. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen betonte Bundespräsident Didier Burkhalter wenige Tage nach der Abstimmung, dass zum jetzigen Zeitpunkt besonders eines zentral sei: nationale Einheit. Und mahnte: Wenn man jedoch gewisse «Schweizer als schweizerischer betrachtet als andere», könne man dies nur schwerlich erreichen.</p>
<p><small>Dieser Artikel wurde zuerst auf der Plattform ejo-online.eu des European Journalism Observatory veröffentlicht.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/11/weniger-klischees-als-erwartet/">Weniger Klischees als erwartet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Eine Chance für die NZZ</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2013 08:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Le Temps]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» steht zum Verkauf. Das haben gestern ihre beiden Besitzer Ringier und Tamedia bekanntgegeben. Als Käufer kommt eigentlich nur die NZZ infrage, die mit «Le Temps» seit zehn Jahren ein Anzeigenkombi unterhält. Wenn Verlage ankündigen, eine ihrer Zeitungen verkaufen zu wollen, zieht normalerweise innert Kürze ein Proteststurm auf. Gewerkschaften und besorgte <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/">Eine Chance für die NZZ</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» steht zum Verkauf. Das haben gestern ihre beiden Besitzer Ringier und Tamedia bekanntgegeben. Als Käufer kommt eigentlich nur die NZZ infrage, die mit «Le Temps» seit zehn Jahren ein Anzeigenkombi unterhält.<br />
<span id="more-16280"></span><br />
Wenn Verlage ankündigen, eine ihrer Zeitungen verkaufen zu wollen, zieht normalerweise innert Kürze ein Proteststurm auf. Gewerkschaften und besorgte Politiker ermahnen die Eigentümer, eine nachhaltige Lösung für das Verkaufsobjekt zu suchen und den Titel nicht an den erstbesten Käufer zu verscherbeln.</p>
<p>Gestern Abend blieb es erstaunlich ruhig, nachdem <a href="http://www.tamedia.ch/de/pressekontakt/medienmitteilungen/2013/pressrelease/ringier_und_tamedia_planen_verkauf_ihrer_beteiligung_an_der_tageszeitung_le_temps/" target="_blank">Tamedia</a> und <a href="http://www.ringier.com/de/medien/medienmitteilungen/ringier-und-tamedia-planen-verkauf-ihrer-beteiligung-der" target="_blank">Ringier</a> um 17 Uhr ihre Verkaufsabsichten für «Le Temps» kundgetan haben. (Mit Verspätung folgte <a href="http://www.impressum.ch/web/impressum-de/service/Presse/letempsenvente.html" target="_blank">die obligate Protestnote</a> doch noch). Genauso sind aber Stimmen zu vernehmen, die von einer «guten Nachricht» reden im Zusammenhang mit den Verkaufsplänen für «Le Temps». <a href="http://www.rts.ch/info/economie/5277211-le-journal-le-temps-est-a-vendre.html" target="_blank">Isidore Raposo</a>, Chefredaktor von <a href="http://www.laregion.ch/" target="_blank">La Région Nord vaudois</a>, erhofft sich von einer neuen, einheitlichen Eigentümerschaft, dass sie der Zeitung eine strategische Unabhängigkeit ermögliche. Heute sind die beiden Zürcher Medienunternehmen Ringier und Tamedia mit je 46,2 Prozent an «Le Temps» beteiligt. Der Rest verteilt sich auf die Mitarbeiter, einen Genfer Bankier und die französische Tageszeitung Le Monde.</p>
<p>Als Grund für ihre Verkaufsabsichten nennen Tamedia und Ringier in der gemeinsamen Mitteilung indirekt die Schwerfälligkeit der geteilten Verantwortung. Sie schreiben: «Mit einem starken Mehrheitsaktionär würden angesichts der strukturellen Herausforderungen der Medienbranche die besten Voraussetzungen für den Fortbestand und die Weiterentwicklung von Le Temps geschaffen.» Und nicht der erstbeste oder der meistbietende soll den Zuschlag erhalten, sondern nur ein Unternehmen, das sich der Bedeutung der Zeitung für die Westschweiz bewusst ist, sowie den Mitarbeitenden eine Perspektive bieten kann. Findet sich bis Mitte 2014 kein valabler Käufer, erwägen Tamedia und Ringier den Anteil des Anderen zu übernehmen und «Le Temps» im Alleinbesitz weiterzuführen. Auch so würde dem Ziel einer schlankeren strategischen Führung Rechnung getragen.</p>
<p>Der Kreis möglicher Käufer ist einigermassen klein. Eigentlich kommt bei einer einheimischen Lösung nur die Neue Zürcher Zeitung NZZ in Frage als neue Eigentümerin von «Le Temps». Aus folgenden Gründen:</p>
<ul>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Was die NZZ in der Deutschschweiz, ist «Le Temps» in der Westschweiz: ein Qualitätstitel von Weltblattformat (oder zumindest mit diesem Anspruch). Das hat jüngst auch wieder das Jahrbuch «Qualität der Medien» bestätigt: «Le Temps» bilde in der Westschweiz «als einziges Medium» die Spitze der Qualitätspyramide.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Die beiden Titel kooperieren bereits seit zehn Jahren auf dem Werbemarkt mit dem <a href="http://www.ringier.com/de/medien/medienmitteilungen/ringier-und-tamedia-planen-verkauf-ihrer-beteiligung-der" target="_blank">«BusinessCombi»</a>. Die Inseratekombination der beiden Titel zielt auf sogenannte Top-Leader gemäss MACH-Typologie.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">NZZ und «Le Temps» haben eine im Branchenvergleich erfolgreiche Digitalstrategie eingeschlagen und erzielen bereits beträchtliche Absatzzahlen beim <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/die-presse-wird-digitaler-1.18159777" target="_blank">Verkauf von E-Paper-Ausgaben</a>.  «Le Temps» setzt, gemessen an der gesamten verkauften Auflage, mit 13 Prozent sogar einen wesentlichen höheren Anteil E-Paper ab als die NZZ (8 Prozent).</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Die NZZ als Eigentümerin von «Le Temps» würde ein Stück Medien(eigentümer)vielfalt in die <a href="https://twitter.com/nick_luethi/status/383524358892707840/photo/1" target="_blank">von Tamedia dominierte</a> Presselandschaft in der Westschweiz zurückbringen.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">«Le Temps» ist ein vergleichsweise schlankes Unternehmen, das zum Beispiel über keine eigene Druckerei verfügt. Die Zeitung wird bei Edipresse/Tamedia in Lausanne gedruckt. Ebenso schreibe die</span><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;"> Zeitung «keinen Verlust», hielt gestern Christoph Zimmer, Sprecher von Tamedia fest.  «Le Temps» hat </span><a style="font-size: 13px; line-height: 19px;" href="http://www.werbewoche.ch/weniger-entlassungen-bei-le-temps-als-angekuendigt" target="_blank">eine grössere Sparrunde</a><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;"> mit zahlreichen Entlassungen hinter sich.</span></li>
</ul>
<p>Damit zusammenfindet, was zusammengehört, muss die NZZ beim Verhandlungsgeschick aber einen Zacken zulegen. In den letzten Jahren zog die Zürcher Zeitung mehrmals den Kürzeren. So <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-NZZ-verliert-den-Kampf-um-die-Basler-Zeitung/story/20550169?track" target="_blank">beim Kauf der Basler Zeitung</a>, die man so gut wie gekauft hatte, als in letzter Minute Investor Tito Tettamanti der NZZ die BaZ vor der Nase wegschnappte. Auch am Winterthurer Landboten war die NZZ-Gruppe interessiert, ging aber schliesslich <a href="http://www.landbote.ch/index.php?id=18&amp;tx_vsarticle_pi1[article]=244449" target="_blank">auch dort leer aus</a>, weil Tamedia von ihrem Vorkaufsrecht gebrauch machte. Bei «Le Temps» stünde keine Tamedia im Weg – schliesslich ist sie die Verkäuferin. Ausserdem gab es in der Zwischenzeit einen Wechsel an der Spitze der NZZ-Gruppe. War bei den gescheiterten Übernahmen in Basel und Winterthur noch <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/dynamischer-geworden-ohne-die-tradition-zu-verraten/" target="_blank">Albert P. Stäheli</a> am Ruder, hat jetzt <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/veit-dengler-wird-neuer-ceo-der-nzz-mediengruppe-1.18101099" target="_blank">Veit Dengler als CEO übernommen</a>. Eine schnelle Akquisition von «Le Temps» könnte sein Gesellenstück werden. Dengler äussert sich auf Anfrage vorerst unverbindlich zu einem allfälligen Engagement der NZZ in der Westschweiz:</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p><a href="https://twitter.com/nick_luethi">@nick_luethi</a> NZZ-MG offen für Titel, die zu unserer Positionierung passen. Prüfen in solchen Fällen, ob Angebot Voraussetzungen erfüllt</p>
<p>— Veit Dengler (@veitdengler) <a href="https://twitter.com/veitdengler/statuses/388025300165996544">October 9, 2013</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js"></script></p>
<p>Doch selbst wenn sich die NZZ ernsthaft für einen Kauf interessieren sollte, müsste sie mit Konkurrenz rechnen. Auch bei «Le Temps» ist mit dem Interesse von ausländischen Unternehmen oder finanzkräftigen, branchenfremden Kreisen zu rechnen. So könnte die in der Romandie bereits stark verankerte französische <a href="http://www.eshmedias.ch/de/" target="_blank">Hérsant-Gruppe </a>ein gutes Geschäft als Ergänzung zu ihren Regionalzeitungen wittern. Und schliesslich muss immer mit Investoren gerechnet werden, die <a href="https://twitter.com/kurtwzimmermann/status/387846687823110144" target="_blank">aus weltanschaulichen Gründen</a> eine Zeitung kaufen wollen. Am Ende entscheiden Tamedia und Ringier. Und vielleicht heisst dann der Käufer – Ringier oder Tamedia.</p>
<p>Nachtrag I (10.10.2013): Stellungnahme von NZZ-CEO Veit Dengler, siehe Tweet oben.</p>
<p>Nachtrag II (10.10.2013): Inwzwischen hat die Westschweizer <a href="http://agefi.com/" target="_blank">Wirtschaftszeitung L&#8217;Agefi</a> ihr Interesse an einem Kauf von «Le Temps» angemeldet. Gemäss einem <a href="http://www.tdg.ch/geneve/actu-genevoise/L-Agefi-veut-racheter-Le-Temps/story/23441937" target="_blank">Bericht der Tribune de Genève</a> wären die Eigentümer von L&#8217;Agefi sogar bereit, dafür ihr eigenes Blatt aufzugeben, respektive in «Le Temps» zu integrieren. Geld für den Kauf sollte ausreichend vorhanden sein. Hinter der Wirtschaftszeitung steht die im Klinik- und Gesundheitsbereich tätige <a href="http://www.aevis.com/websites/aevis/German/1/home.html?newsID=" target="_blank">Aevis Holding</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/09/eine-chance-fuer-die-nzz/">Eine Chance für die NZZ</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wer schwächelt, wird fit getrimmt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/03/27/wer-schwaechelt-wird-fit-getrimmt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 12:29:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[24 Heures]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Tonini]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Zimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Tribune de Genève]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Pietro Supino]]></category>
		<category><![CDATA[Le Matin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den nächsten drei Jahren will das Zürcher Medienhaus Tamedia 34 Millionen Franken an Kosten einsparen. Geprüft würden «alle Optionen». Besonders bei den Zeitungen in der Westschweiz sorgt das neuerliche Sparpaket für rote Köpfe. Als am vergangenen Donnerstag Tamedia die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr bekannt gab, liess sich bereits erahnen, dass bald ein nächstes <a href="https://medienwoche.ch/2013/03/27/wer-schwaechelt-wird-fit-getrimmt/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In den nächsten drei Jahren will das Zürcher Medienhaus Tamedia 34 Millionen Franken an Kosten einsparen. Geprüft würden «alle Optionen». Besonders bei den Zeitungen in der Westschweiz sorgt das neuerliche Sparpaket für rote Köpfe.<br />
<span id="more-13327"></span><br />
Als am vergangenen Donnerstag Tamedia die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr <a href="https://medienwoche.ch/2013/03/21/ansprechendes-ergebnis-aber-nicht-fuer-zeitungen/" target="_self">bekannt gab</a>, liess sich bereits erahnen, dass bald ein nächstes Sparprogramm folgen würde; von «negativer Entwicklung», «Umsatzrückgang» und – ausblickend – «Kostensenkungsmassnahmen» war die Rede. Konkrete Zahlen nannten aber Tamedia-Präsident Pietro Supino und CEO Christoph Tonini keine. Inzwischen ist die Summe bekannt: Eine Sparkur <a href="https://www.dropbox.com/s/mpccsf07g0bsjx1/20130326-interne-mitteilung.pdf" target="_blank">im Umfang von 34 Millionen Franken</a>, verteilt über die nächsten drei Jahre, steht dem Unternehmen bevor. Hauptbetroffene sind die kostenpflichtigen Zeitungen. Diese erbringen zwar weiterhin mehr als die Hälfte des Betriebsertrags, verlieren aber unwiederbringlich an Ertragskraft. 18 Millionen sollen deshalb <a href="http://www.tamedia.ch/de/medien/zeitungen/media/24_heures" target="_blank">die vier</a> <a href="http://www.tamedia.ch/de/medien/zeitungen/media/tribune_de_geneve" target="_blank">Tageszeitungen</a> <a href="http://www.tamedia.ch/de/medien/zeitungen/media/le_matin" target="_blank">in der</a> <a href="http://www.tamedia.ch/de/medien/zeitungen/media/le_temps" target="_blank">Westschweiz</a> einsparen, 16 die Deutschschweizer Titel.</p>
<p>Seit diese Zahlen und insbesondere die Verteilung zwischen den Sprachregionen intern bekannt wurden, ist bei den Redaktionen in Lausanne und Genf Feuer im Dach. Über das <a href="http://www.rts.ch/info/economie/4770020-le-groupe-de-presse-tamedia-veut-economiser-34-millions-de-francs.html" target="_blank">Westschweizer Radio und Fernsehen</a> schlugen sie Alarm: Bis zu 100 Redaktionsstellen seien in Gefahr, «Le Matin» drohe gar die Einstellung. Politikerinnen und <a href="http://www.rts.ch/video/info/journal-19h30/4770190-tamedia-le-groupe-de-presse-zurichois-tamedia-a-l-intention-d-economiser-34-millions-de-francs.html" target="_blank">Politiker</a>, <a href="http://www.syndicom.ch/de/newsaktivitaeten/news/news-detailansicht/news/unverantwortliches-und-skandaloeses-sparprogramm-bei-tamedia.html" target="_blank">sowie die</a> <a href="http://www.impressum.ch/web/impressum-de/service/Presse/Tamedia-Publications-romandes.html" target="_blank">Berufsverbände</a> protestieren gegen die Ankündigung und bekunden bereits ihre Solidarität und versprachen den Zeitungen ihre Unterstützung im Bemühen darum, eine vielfältige Presselandschaft in der Westschweiz zu erhalten.</p>
<p>Die Chefredaktoren sahen sich vor den Kopf gestossen und vermuteten hinter den für sie überraschenden Sparmassnahmen eine Machtdemonstration der Konzernzentrale in Zürich. Dort hält man die Aufregung für «nicht berechtigt» und versucht die Wogen zu glätten. Ausser dem Umfang des Sparpakets sei noch gar nichts beschlossen. Man habe bereits in den vergangenen Jahren immer wieder Sparmassnahmen ergriffen, viele davon ohne direkte Folgen für das Medienangebot, zeigt sich Unternehmenssprecher Christoph Zimmer zuversichtlich.</p>
<p>Die Vergangenheit hat auch gezeigt, dass Tamedia wenig Federlesen macht, wenn das Ziel einmal feststeht: Wer schwächelt, wird ohne Rücksicht auf Verluste fit getrimmt. Die unternehmensweit angestrebte Ergebnismarge von 15 Prozent ist der Massstab, an dem sich alle Produkte messen lassen müssen. <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/bei-tamedia-sind-keine-geldgierigen-verleger-am-werk-305312#.UVLkDFtYT3E" target="_blank">Nicht Geldgier</a>, sondern das Ziel langfristig handlungsfähig zu bleiben, rechtfertigten diesen Wert. «Wir wollen weiter in neue Geschäftsfelder investieren», sagt Unternehmenssprecher Zimmer. In den letzten zwölf Jahren habe Tamedia bereits rund 1.5 Milliarden Franken investiert. Dies sei ohne gute Ergebnisse nicht möglich.</p>
<p>Dass es beim aktuellen Sparpaket die Westschweiz stärker treffen soll als die Deutschschweiz, erklärt man bei Tamedia mit den grösseren strukturellen Schwierigkeiten der französischsprachigen Zeitungen und den geringeren Aussichten auf Besserung. Insbesondere der Boulevard-Titel «Le Matin» bereitet dem Unternehmen Sorge. Im letzten Jahr, so steht es im Kurzbericht zum Geschäftsjahr 2012, konnte die überregionale Tageszeitung «die gesetzten Ziele nicht erreichen». Trotz Kostensenkung sei es nicht gelungen, die seit Jahren bestehenden Verluste abzubauen.</p>
<p>Es soll aber nicht nur gespart. Auch neue Einnahmequellen will Tamedia erschliessen. So hat «Le Matin» mit dem Ringier-Blatt «Blick» zusammengespannt, um mit Glücksspielangeboten für die Leser Geld zu verdienen. Aber auch mit neuen publizistischen Projekten versucht Tamedia die Ertragslage verbessern, etwa mit dem <a href="http://www.tamedia.ch/de/medien/media/encore" target="_blank">Lifestyle-Magazin «Encore»</a>, das «Le Matin Dimanche» und Sonntagszeitung beigelegt wird.</p>
<p>Auch wenn der Fokus nun auf der Westschweiz liegt, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die Zeitungen in der Deutschschweiz von den Sparmassnahmen betroffen sein werden. Konkrete Massnahmen seien aber auch hier noch keine beschlossen, heisst es bei Tamedia. Ein mögliches Sparprojekt, von dem in den letzten Monaten intern verschiedentlich die Rede war, ist eine engere Kooperation der Deutschschweizer Regionalzeitungen. So könnte die Berner Zeitung auch den Mantel für die Zürcher Landzeitungen liefern. Ein solcher Schritt wäre mit dem Abbau von Journalistenstellen verbunden. Bis jetzt gab es von Tamedia kein Bekenntnis dazu, bei den kommenden Sparmassnahmen das historische Kerngeschäft, den Journalismus, möglichst unangetastet zu lassen. Gut ist für das Unternehmen, was rentiert. Der Journalismus, zumal jener in gedruckten Zeitungen, hat dabei immer schlechtere Karten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/03/27/wer-schwaechelt-wird-fit-getrimmt/">Wer schwächelt, wird fit getrimmt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Grösser! Schneller! Newsnetz!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/15/grosser-schneller-newsnetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 14:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[bernerzeitung.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[Edipresse]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann L. Gremliza]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Gärtner]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tamedia baut sein Newsnetz aus. Ab dem kommenden Jahr werden die Online-Ausgaben der drei Tageszeitungen von Edipresse in die Nachrichtenplattform integriert. Damit soll «das reichweitenstärkste Nachrichtennetzwerk der Schweiz» entstehen, schreibt Tamedia. Den «schnellsten Qualitätsjournalismus im Netz» hat man sich schon bisher auf die Fahne geschrieben. Wobei die Betonunng stärker auf «schnell» und weniger auf «Qualität» <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/15/grosser-schneller-newsnetz/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/logo_newsnetz.jpg" class="alignleft" width="120" height="115" /> Tamedia baut sein Newsnetz aus. Ab dem kommenden Jahr werden die Online-Ausgaben der drei Tageszeitungen von Edipresse in die Nachrichtenplattform integriert. Damit soll «das reichweitenstärkste Nachrichtennetzwerk der Schweiz» entstehen, schreibt Tamedia. Den  «schnellsten Qualitätsjournalismus im Netz» hat man sich schon bisher auf die Fahne geschrieben. Wobei die Betonunng stärker auf «schnell» und weniger auf «Qualität» liegt. Dem Geschäft ist das nicht abträglich. Im Gegenteil.<br />
<span id="more-28893"></span><br />
Sieben Schweizer Tageszeitungen werden ab Anfang 2012 ihre Online-Aktivitäten unter dem Dach des Newsnetz von Tamedia gemeinsam bestreiten. <a href="http://www.tamedia.ch/de/mediencorner/medienmitteilungen/Seiten/Newsnetz%20wird%20national%20Nachrichtennetzwerk%20ab%202012%20mit%2024heures%20tdg%20und%20lematin%20auch%20in%20der%20Romandie.aspx" target="_blank">Das Newsnetz wird national</a>, teilte Tamedia gestern mit. Neben den vier Gründungstiteln Tages-Anzeiger, Bund, Berner Zeitung und Basler Zeitung stossen neu die französischsprachigen Zeitungen Tribune de Genève, 24 Heures und Le Matin dazu. Im Laufe des nächsten halben Jahres werden die drei Edipresse-Titel die Plattform des Newsnetz übernehmen.</p>
<p>Auf der Basis der Juni-Zahlen von <a href="http://netreport.net-metrix.ch/suche_alpha.html" target="_blank">Net Metrix</a> wird dieser Verbund mit 3.2 Millionen Unique Clients pro Monat zur rechweitenstärksten Nachrichtenplattform. Eine Zahl, die vor allem Werbekunden interessieren dürfte. Mit dem vergrösserten Newsnetz schafft Tamedia bereits die zweite Online-Plattform mit einer nationalen Abdeckung. 20 Minuten ist seit fünf Jahren in Deutsch- und Westschweiz präsent und wird mit der kürzlich angekündigten Expansion ins Tessin als erste Medienmarke drei Sprachregionen der Schweiz abdecken. Kein anderes Schweizer Medienunternehmen kann online Werbefläche in vergleichbarem Ausmass anbieten. Kein Zweifel: Kommerziell hat Tamedia die Nase vorn.</p>
<p>Mit der Expansion des Newsnetz gibt es auch Veränderungen bei den redaktionellen Abläufen. Wie Tamedia gestern mitteilte, arbeiten die Bundeshaus-Korrespondenten der sieben Newsnetz-Titel künftig an einem gemeinsamen Newsdesk und die Mantelredaktion in Zürich wird die neu dazugestossenen Westschweizer Zeitungen mit Nachrichten beliefern. Ausserdem werden die Online-Redaktionen personell verstärkt. Ein vergleichbarer Ausbau (Tamedia will in den nächsten Jahren 200 neue Stellen für seine Online-Medien schaffen) der Zeitungsredaktionen steht nicht an. Damit nehmen die Leserinnen und Leser die Traditionsmarken der Zeitungen immer stärker über ihre Ableger im Newsnetz wahr: tagesanzeiger.ch gleich Tages-Anzeiger, bernerzeitung.ch gleich Berner Zeitung und bald gilt das ebenso für die Zeitungen in der Romandie. Was auch heisst: der schnellere, lautere, knalligere und bisweilen auch flüchtigere Online-Journalismus wird zum Nennwert dessen, was das Publikum als Journalismus versteht. In der Eigenwerbung spricht Tamedia vom «schnellsten Qualitätsjournalismus im Netz», den das Newsnetz biete. Dem «schnellsten» mag man gerne zustimmen, der behaupteten Qualität dann doch eher weniger. Häufig zielen tagesanzeiger.ch &amp; Co. <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Die-kann-ja-reinbeissen/story/12333937" target="_blank">unter die Gürtellinie</a> (wenn auch <a href="http://www.tagesanzeiger.ch//community/rating/?ratingid=126" target="_blank">dezenter</a> als der <a href="http://www.blick.ch/people/royals/auch-pippa-hat-problemzonen-176821" target="_blank">traditionelle Boulevard</a>), <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/tagesanzeiger.ch-Screenshot.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">bedienen Voyeurismus</a>, oder <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Das-explosive-Papier-der-CVP/story/20348189" target="_blank">forcieren Reizthemen</a>, im Wissen darum, dass diese Art der Berichterstattung Publikumskommentare en masse und damit kommerziell verwertbare Zugriffe generiert.</p>
<p>Weshalb das mit der Qualität im Netz nicht so recht will (und auch gar nicht muss), analysierte unlängst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_G%C3%A4rtner" target="_blank">Stefan Gärtner</a> für einmal ganz unsatirisch <a href="http://www.titanic-magazin.de/stefan-gaertner-leitmedium.html" target="_blank">in der Titanic</a>: «Denn Netzjournalismus, sofern er aus wirtschaftlichen Gründen und mit Blick auf Breitestwirkung betrieben wird, ist nicht irgendein Abfallprodukt für die Generation Smartphone, für das ihn der soignierte Qualitätszeitungsleser immer noch halten mag: Er ist, ganz im Gegenteil, Destillat, die Essenz von Journalismus als Geschäft, dessen Prinzip Hermann L. Gremliza vor dreissig Jahren so beschrieben hat: &#8218;Der Wettbewerb um die Gunst der Konsumenten zwingt die privatwirtschaftlichen Medien, alles zu unterlassen, was die Instinkte und Vorurteile der Leser, Hörer und Seher stören könnte.&#8217;» Vor dreissig Jahren war das auf Zeitungen gemünzt, heute trifft es genauso auf Online-Medien zu.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/15/grosser-schneller-newsnetz/">Grösser! Schneller! Newsnetz!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Peinliche Folklore</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Roger De Weck]]></category>
		<category><![CDATA[Radio DRS]]></category>
		<category><![CDATA[Chez les Welsch]]></category>
		<category><![CDATA[DRS 3]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
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		<category><![CDATA[TSR]]></category>
		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Chez les Welsch» hiess es bis am letzten Freitag während rund zwei Wochen auf DRS 3. Die angekündigte Entdeckung einer «unbekannten Welt» blieb jedoch aus. Hitparadenmoderator und wenig sensibler Vielschwätzer Nik Thomi und seine Begleiterin Carole blieben angesichts der spannenden Herausforderung erschreckend belanglos. Klischees und Sozialfolklore waren Thomi wie auch Produzent Stephan Lütolf wichtiger als <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Peinliche Folklore</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/logo_welsch.jpg" alt="" width="120" height="136" /> «Chez les Welsch» hiess es bis am letzten Freitag während rund zwei Wochen auf DRS 3. Die angekündigte Entdeckung einer «unbekannten Welt» blieb jedoch aus. Hitparadenmoderator und wenig sensibler Vielschwätzer Nik Thomi und seine Begleiterin Carole blieben angesichts der spannenden Herausforderung erschreckend belanglos. Klischees und Sozialfolklore waren Thomi wie auch Produzent Stephan Lütolf wichtiger als das, was die Romands tatsächlich bewegt.<br />
<span id="more-28884"></span><br />
Wenn die SRG mit den beiden Wochen <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/themen/panorama/272008.chez-les-welsch.html" target="_blank">«Chez les Welsch»</a> dazu beitragen könne, dass sich die Eidgenossen besser kennenlernten, dann erfülle sich damit eine wichtige Aufgabe des Service Public, meinte SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/focus/2655.sh10182617.html" target="_blank">Talksendung «Focus»</a> auf DRS 3 zum vielversprechenden Auftakt von «Chez les Welsch». Zwei Wochen später müsste De Weck zur Einsicht gelangt sein, dass sein Herzensanliegen bei diesem Versuch nicht erfüllt wurde, weil DRS 3 das Thema schlicht nicht ernst genommen hat.</p>
<p>Das Vorhaben war ehrgeizig und der Anspruch kein geringerer, als die «unbekannte Welt» jenseits des Röstigrabens zu «entdecken». Doch die unbekannte Welt entpuppte sich unter den zum Teil linkischen Aktionen von Hitparadenmoderator Thomi und seiner Begleiterin, einer nach Zürich emigrierten Romande, als die sattsam bekannte, die aus den ewig gestrigen Klischees besteht. Ob die Romands bereits um 11 Uhr vormittags zum Apéritif greifen, geriet zu einer zentralen Frage über Mentalitätsunterschiede, zu der sich etwa Michel Bron aus Chenaux, ein «kerniger Winzer» mit «Charakterkopf» äussern musste. Die Strassenumfrage <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/live-aus-lausanne/275708.280919.audioslideshow-sprechen-sie-deutsch.html" target="_blank">«Sprechen Sie Deutsch?»</a> in Lausannes Altstadt (in Oliver Pocher-Überrumpelungsmanier) gipfelte im Fazit, dass die Romands kein Deutsch und umgekehrt die Deutschschweizer auch kein Französisch können und ergo eine Pattsituation besteht.</p>
<p>Die meisten der Stationen (etwa der Besuch bei den Eltern von Thomis Begleiterin in Palézieux, beim Radiosender Couleur 3, an der Fête de la Cité Lausanne, beim Ostschweizer Daniel Meienberger, alias designierter Gemeindepräsident von Echichens oder die morgendlichen Liveschaltungen des Moderatorenduos aus einem Lausanner Café-Tabac) sind auf der DRS Website nachzulesen oder als Bilderstrecken mit Ton oder teilweise nichts sagenden und peinlichen Bildlegenden nachgestellt. Auch die Gestaltung der Site ist missglückt. Den Romand schlechthin hat der Zeichner nämlich als stoppelbärtigen Säufer dargestellt. Da kommt einem als Radiohörer (und Webuser) eine Realität entgegen, die man mühelos in beliebigen Souvenirläden an gut frequentierten Passagen entlang des Genfersees überprüfen kann. Da helfen De Wecks filigrane Analysen im Interview nicht darüber hinweg; auch nicht die erhellenden Exkurse von Historiker Georg Kreis, dem Leiter des Europainstitutes an der Uni Basel, noch die stellenweise bemerkenswerten Reportagen der Input-Redaktion über das Verhältnis von Romands und Deutschschweizern, die ebenfalls Bestandteil der beiden Wochen über die Westschweizer Terra incognita waren.</p>
<p>Das Westschweizer Fernsehen hat denn auch bereits nach wenigen Tagen die Aktion der Deutschschweizer Kollegen verrissen. Im Verlauf der verschiedenen Begegnungen seien die Sorgen der Romands kaum thematisiert und beispielsweise über das Phänomen des Wirtschaftsbooms sei nicht gesprochen worden. «Die moderne und aktive Romandie hat es immer noch schwer, den Röstigraben zu überwinden», lautet das <a href="http://www.tsr.ch/video/info/journal-19h30/3235490-une-equipe-de-la-radio-alemanique-est-a-lausanne-pour-partir-a-la-decouverte-des-suisses-romands.html#id=3235490" target="_blank">Fazit der TSR-Journalisten</a>.</p>
<p>Diesen Brückenschlag hat SRG-Generaldirektor de Weck dem öffentlichen Radio und Fernsehen der Schweiz ins Stammbuch geschrieben. «Die Weltsicht der beiden Kulturen ist unglaublich unterschiedlich. Wenn sie sich verstehen, dann nur dank dem Willen zum Zusammenleben und dank gescheiten Institutionen. Das ist einer der grossen Lebensinhalte von mir.» Wenn es de Weck ernst meint mit seinem Anliegen, dann dürfen Projekte in der Art von «Chez les Welsch» in Zukunft nicht mehr im Seichten versanden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Peinliche Folklore</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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