<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>SRG | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/srg/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 10 Dec 2022 09:14:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>
	<item>
		<title>Untertitel, Arbeitszeiterfassung, Schwarznasenschafe</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/10/untertitel-arbeitszeiterfassung-schwarznasenschafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2022 09:14:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeiterfassung]]></category>
		<category><![CDATA[impressum]]></category>
		<category><![CDATA[Untertitel]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Baume-Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=101333</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Mehr Fernsehen für Hörbehinderte Barriere weg! Bis 2027 sollen auch Menschen mit Hörbehinderung Zugang zu allen TV-Programmen der SRG haben: Die Sendungen sollen dann untertitelt sein. Das hat der Schweizerische Gehörlosenbund (SGB) bekanntgegeben. «Wir und andere Verbände von Menschen mit Sinnesbehinderungen treffen uns jeweils mit der Geschäftsleitung der SRG SSR», sagt SGB-Sprecherin <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/10/untertitel-arbeitszeiterfassung-schwarznasenschafe/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/10/untertitel-arbeitszeiterfassung-schwarznasenschafe/">Untertitel, Arbeitszeiterfassung, Schwarznasenschafe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b.jpg" alt="" width="1456" height="486" class="alignright size-full wp-image-101340" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b-300x100.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b-1024x342.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b-768x256.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Mehr Fernsehen für Hörbehinderte</h3>
<p>Barriere weg! Bis 2027 sollen auch Menschen mit Hörbehinderung Zugang zu allen TV-Programmen der SRG haben: Die Sendungen sollen dann untertitelt sein. Das hat der Schweizerische Gehörlosenbund (SGB) bekanntgegeben. «Wir und andere Verbände von Menschen mit Sinnesbehinderungen treffen uns jeweils mit der Geschäftsleitung der SRG SSR», sagt SGB-Sprecherin Sandrine Burger. Dabei würden jeweils <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/verbesserter-zugang-fuer-menschen-mit-sinnesbehinderung" rel="noopener" target="_blank">Vereinbarungen</a> für fünf Jahre getroffen. Der SGB, so Burger, begrüsse die neuste Vereinbarung: «Sie sieht vor, dass bis 2027 schrittweise mehr Sendungen in Gebärdensprache gedolmetscht werden und, vor allem, dass die Programme des linearen Fernsehens vollständig untertitelt werden. Schliesslich bezahlen Hörbehinderte genau wie Hörende die Serafe-Abgabe.»</p>
<p>Computerprogramme, die gesprochenen Text in geschriebenen Text umwandeln und mittlerweile auch mit Schweizerdeutsch umgehen können, vereinfachen diesen Fortschritt. So wird plötzlich auch denkbar, dass Hörbehinderte Radiosendungen in transkribierter Form lesen könnten. «Über das Thema Radio haben wir auch im Verband noch nicht gesprochen», sagt Burger. Sie weist aber auf Radio RTS La 1ère hin: «Im März dieses Jahres gab es dort eine <a href="https://www.rts.ch/la-1ere/programmes/vacarme/12922212-surdite-du-deni-a-la-fierte-.html" rel="noopener" target="_blank">Spezialwoche</a> mit verschiedenen Sendungen zum Thema Gehörlosigkeit. Sie wurden alle von RTS in einer Transkription veröffentlicht, weil man sich gesagt hat: Wenn Gehörlose das Thema sind, dann sollen sie die Sendungen auch verfolgen können.»</p>
<p>Radio online lesen? Fragt sich bloss, ob diejenigen Kreise, die das Online-Text-Angebot der SRG-Sender einschränken und reduzieren wollen, auch in diesem Fall mit «Njet» reagieren würden.<br />
</p>
<h3>The Bad – Wenn die Zeiterfassung Zeit braucht</h3>
<p>Ab Neujahr gibt es bei der NZZ ein neues Arbeitszeiterfassungssystem. Wurde auch Zeit. Denn Ende 2020 hat der Vorstand des Berufsverbands Impressum beschlossen, die NZZ beim Arbeitsinspektorat anzuzeigen, «weil wir Gründe für die Annahme hatten, dass die Arbeitszeiterfassung vor-ausgefüllt ist und deshalb nicht den Tatsachen entspricht», wie Impressum-Geschäftsführer Urs Thalmann sagt. </p>
<p>Die alte Zeiterfassung war quasi automatisch auf eine Normarbeitszeit eingestellt – fünf Tage pro Woche, acht Stunden pro Tag. Neue seien auf die Zeiterfassung hingewiesen worden, sagt eine NZZ-Mitarbeitende, und darauf, dass man sie individuell ausfüllen könne, «aber es hiess auch: Man kann, aber man muss nicht». Ab Anfang 2023 muss man nun. «Das neue System ist sicher besser als das alte», sagt Thalmann. «Wie gut, wird sich zeigen.»</p>
<p>Die NZZ wurde von Impressum über die Anzeige beim Arbeitsinspektorat informiert. Dann blieb es lange still. Weshalb dauerte es so lange bis zum neuen System? Befürchtete die NZZ, dass damit mehr Überstunden registriert würden? Was meint die NZZ dazu? «Aktuell sind wir mitten in der Überarbeitung des Themas Arbeitszeit für das gesamte Haus», so Karin Heim, Leiterin Unternehmenskommunikation. Es gebe ein neues Arbeitszeitreglement und ein neues Zeiterfassungssystem, das die effiziente Dokumentation der geleisteten Arbeitszeit und Abwesenheiten erlaube und die rechtlichen Vorgaben erfülle. Und: «Weitere Angaben in diesem Zusammenhang machen wir nicht.»</p>
<p>Arbeitgeber:innen seien verpflichtet zu verhindern, dass ihre Arbeitnehmer:innen zu viel arbeiten, so Thalmann, aber Mehrarbeit scheine oft zu einem Teil des Geschäftsmodells zu werden. Journalist:innen neigten dazu, sich selbst auszubeuten, «das darf nicht missbraucht werden». Dass es auch anderswo Handlungsbedarf gibt, ist anzunehmen. Laut Thalmann hat Impressum, seit «Infosperber» <a href="https://www.infosperber.ch/medien/anzeige-gegen-nzz-redaktion-leistet-gratis-ueberstunden/" rel="noopener" target="_blank">über die Probleme bei der NZZ berichtet hat</a>, Hinweise auf Arbeitszeiten «weit weg von dem, was das Gesetz verlangt» aus anderen Medienhäusern erhalten: «Wir müssen uns weitere Schritte überlegen.» Impressum sei sich bewusst, so Thalmann weiter, dass die Arbeitszeiterfassung dem Berufsbild vieler Mitglieder widerspreche. «Andere fühlen sich aber ausgenutzt und leiden darunter. Sie wünschen sich eine strikte Umsetzung des Arbeitsrechts. Der impressum-Vorstand diskutiert daher jedes Vorgehen sorgfältig.»</p>
<h3>The Ugly – Jööö, Schwarznasenschafe</h3>
<p>Nur für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass es irgendjemand in diesem Land noch nicht mitgekriegt haben sollte: Die neue Bundesrätin hält Schwarznasenschafe. Ja, genau, Schwarznasenschafe.</p>
<p>Dass dies in einer «Hausbesuch»-Story von «Blick» über Elisabeth Baume-Schneider zu lesen und zu sehen war: geschenkt. Schliesslich gehören solche Dinge zum Boulevard. Tierli gehen immer gut und sind «jööö».</p>
<p>Dass die Schafe dann aber auch quer durch die anderen Medien wanderten, dass etwa die CH-Media-Zeitungen die Geschichte von den «putzigen Wollknäueln» aufnahmen, die NZZ von der «Schwarznasenschafhalterin» schrieb und Radio SRF Baume-Schneider im «Tagesgespräch» fragte: «Warum haben Sie Schwarznasenschafe?» – musste das wirklich sein?</p>
<p>Die herzigen Schafe passten offenbar ins herzige Bild der Kandidatin, das vermittelt wurde: «gmögig» sei Baume-Schneider, habe ein «fröhliches Gemüt», war zu lesen, Markus Somm attestierte ihr im «Nebelspalter» sogar «agrarischen Charme».</p>
<p>Baume-Schneider hat Wirtschaft und Politik studiert, war zwölf Jahre lang Regierungsrätin im Jura, Direktorin der Hochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit in Lausanne. Ab 2020 war sie im Ständerat und dort Präsidentin der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie, Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur und des Büros des Ständerates.</p>
<p>Kurz: Baume-Schneider ist Profi-Politikerin. Doch Politikerinnen werden in den Medien auch 2022 noch gerne mit Soft-Faktoren beschrieben. Und dann geht es eben um: Schwarznasenschafe.</p>
<p>Sogar bei der «Republik». Die ärgerte sich, weil «die Landwirtschaft die grosse Siegerin» der Bundesratswahlen sei und zählt die Bundesrät:innen auf, zu denen der Bauernverband nun direkten Zugang habe: «Winzer Parmelin, Agronom Rösti und Schwarznasenschafhalterin Baume-Schneider».</p>
<p>Kann man machen. Muss man aber nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/10/untertitel-arbeitszeiterfassung-schwarznasenschafe/">Untertitel, Arbeitszeiterfassung, Schwarznasenschafe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verleger und SRG helfen Presserat finanziell aus der Patsche</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/16/verleger-und-srg-helfen-presserat-finanziell-aus-der-patsche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2022 08:07:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97932</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hatte der Presserat auf Finanzierung durch Steuergelder gehofft. Nach dem Volksnein zum Medienpaket stand seine Zukunft auf der Kippe. Nun springen Verleger und die SRG ein.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/16/verleger-und-srg-helfen-presserat-finanziell-aus-der-patsche/">Verleger und SRG helfen Presserat finanziell aus der Patsche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte der Presserat auf Finanzierung durch Steuergelder gehofft. Nach dem Volksnein zum Medienpaket stand seine Zukunft auf der Kippe. Nun springen Verleger und die SRG ein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/16/verleger-und-srg-helfen-presserat-finanziell-aus-der-patsche/">Verleger und SRG helfen Presserat finanziell aus der Patsche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>TV-Fussball, No Future, Gängelparagraph</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 08:16:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[superprovisorische Verfügung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97177</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Der Coup mit dem Cup Der Cup gehört uns! Nein, das ist nicht die Behauptung einer fanatischen FC-St.-Gallen- oder FC-Lugano-Anhängerin vor dem Cup-Final am Sonntag. Es ist ein Jubelschrei, weil die SRG und der Schweizerische Fussballverband SFV diese Woche einen Vertrag bis 2026 abgeschlossen haben: Die SRG-Sender übertragen den Schweizer Fussball-Cup weiterhin <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/">TV-Fussball, No Future, Gängelparagraph</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97179" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Der Coup mit dem Cup</h3>
<p>Der Cup gehört uns! Nein, das ist nicht die Behauptung einer fanatischen FC-St.-Gallen- oder FC-Lugano-Anhängerin vor dem Cup-Final am Sonntag. Es ist ein Jubelschrei, weil die SRG und der Schweizerische Fussballverband SFV diese Woche einen <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/schweizer-cup-bis-2025-26-live-bei-der-srg" target="_blank" rel="noopener">Vertrag bis 2026</a> abgeschlossen haben: Die SRG-Sender übertragen den Schweizer Fussball-Cup weiterhin live ab der ersten Hauptrunde. Und wir dürfen zuschauen, ohne extra zu zahlen.</p>
<p>Fussball-Fans wissen, dass das nicht selbstverständlich ist. Bei der Schweizer Meisterschaft dürfen die SRG-Sender gerade mal ein Super-League-Spiel pro Runde live übertragen. Denn die TV-Rechte für Super League und Challenge League gehören bis 2025 «Blue» (Swisscom). Wer die Spiele schauen will, bezahlt dafür. Auch Champions- und Europa-League-Spiele kann die SRG seit letztem Jahr nicht mehr live zeigen; die Rechte dafür hat ebenfalls «Blue», die – beschränkten – Free-TV-Rechte liegen in der Deutschschweiz bei «CH Media» für «TV24» und «3+».</p>
<p>Trüb sieht es für die SRG auch beim Schweizer Eishockey aus: Die National League hat die TV-Rechte an «MySports» (Sunrise UPC) vergeben. Bisher hatte die SRG immerhin die Free-TV-Rechte inne, neu liegen diese aber bei «TV24» in der Deutsch- und «Léman Bleu» in der Westschweiz sowie «Teleticino» im Tessin. Will heissen: Die SRG wird bis 2027 keine Live-Spiele der Schweizer Eishockey-Meisterschaft zeigen können.</p>
<p>Umso mehr freuen wir uns über den SRG-Coup mit dem Fussball-Cup.<br />
</p>
<h3>The Bad – Sie gehen und gehen</h3>
<p>No future. Diesen Punk-Slogan aus den 1980ern teilen offenbar zunehmend auch Journalist*innen. «Der Schweizer Journalismus verliert weiter erfahrene, kluge, etablierte Köpfe», lautet jedenfalls das Fazit der «Republik».</p>
<p>Sie hatte 2021 erstmals anhand von Informationen unter anderem von Branchendiensten <a href="https://www.republik.ch/2021/04/29/jede-woche-eine-journalistin-weniger" target="_blank" rel="noopener">gezählt</a>, wie viele Personen zwischen 2016 und Anfang 2021 dem Journalismus den Rücken gekehrt haben – es waren rund 350. Nun hat sie diese Auszählung für 2021 und die ersten Monate von 2022 fortgesetzt, und das <a href="https://www.republik.ch/2022/05/09/update-vom-srf-zum-wwf?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=republik%2Ftemplate-newsletter-taeglich-2022-05-09" target="_blank" rel="noopener">Resultat</a> ist nicht erfreulicher: 2021 stiegen 93 Journalist*innen aus, 2022 waren es bisher 24.</p>
<p>Gemäss «Republik» haben seit 2016 Jahr für Jahr mehr Journalist*innen den Beruf verlassen. Nur 2020 ging die Zahl etwas zurück, was die Autoren Philipp Albrecht und Dennis Bühler auf die «wirtschaftliche Unsicherheit» in der Pandemie-Zeit zurückführen.</p>
<p>Natürlich gibt es in allen Berufssparten Aus- und Umsteiger*innen. Und natürlich wechseln Journalist*innen nicht nur aus Frust in andere Arbeitsgebiete, sondern auch, wenn zum Beispiel der Kommunikationsjob beim Lieblings-Fussballclub lockt.</p>
<p>Wenn aber zunehmend Journalist*innen den Beruf verlassen und gleichzeitig – wie die «Republik» letztes Jahr <a href="https://www.republik.ch/2021/04/29/einer-branche-trocknen-die-wurzeln-aus" target="_blank" rel="noopener">ebenfalls berechnet hat</a> – tendenziell weniger junge Leute in den Journalismus einsteigen, heisst das, dass die Attraktivität des Berufs sinkt: keine Lust mehr auf die Situation in den Medienhäusern (Sparrunden), zunehmende Anforderungen (Multimedia) und sinkendes Berufsprestige («Lügenpresse!»).</p>

            <div class="form-block-bg">
                <div class="form-block-wrap">
                    <div id="myDIV" class="form-block">
                        <div class="new-form">
                            <h2 class="h2">Unterstützen Sie unabhängigen und kritischen Medienjournalismus. Werden Sie jetzt Gönner/in.</h2><p>Journalismus braucht Herzblut, Zeit – und Geld. Mit einem Gönner-Abo helfen Sie, unseren unabhängigen Medienjournalismus nachhaltig zu finanzieren. Ihr Beitrag fliesst ausschliesslich in die redaktionelle und journalistische Arbeit der MEDIENWOCHE.</p>

                            <div class="buttons-row">
                                 <button class="new-form__button" type="button" onclick="window.location='https://medienwoche.ch/goenner-abo/wie-viel-ist-ihnen-unabhaengiger-journalismus-wert/'">JETZT GÖNNER/IN WERDEN</button>
                                 <button id="elem" class="new-form__button new-form__button--accent" type="button">login</button>
                                 <button id="hide" data-admin-url="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-admin/admin-ajax.php " data-post-id="97177" class="new-form__button new-form__button--accent" type="button">IM MOMENT NICHT</button>
                            </div>
                        </div>
                    </div>
                </div>
            </div>
            [rml_read_more]
<h3>The Ugly – Grüsse nach Aserbaidschan</h3>
<p>Es ging fast problemlos durch: Der <a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2022/20220510135656151194158159038_bsd122.aspx" target="_blank" rel="noopener">Nationalrat</a> folgte am Dienstag im Rahmen der Revision der Zivilprozessordnung dem <a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2021/20210616132048406194158159038_bsd103.aspx" target="_blank" rel="noopener">Ständerat</a> und hat die Bedingungen für «vorsorgliche Massnahmen» gegen Medien vereinfacht. Gegen den Willen von Bundesrat und Links-Grün liegen nun die Hürden zur Blockade missliebiger Medienberichte tiefer. Heute kann ein Gericht eine Veröffentlichung stoppen, wenn sie für die gesuchstellende Partei einen «besonders schweren Nachteil» verursachen kann, künftig reicht schon ein «schwerer Nachteil».</p>
<p>Von «Storys und Schlagzeilen ohne Rücksicht auf menschliche Verluste» war in der Debatte die Rede – von Firmen, die dubiose Geschäfte nicht publik sehen wollen, hingegen eher weniger. Einige befürwortende Parlamentarier*innen argumentierten für die Änderung, indem sie betonten, dass sich dadurch kaum etwas ändere. Der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander sagte, eine Analyse des Bundesamts für Justiz habe gezeigt, dass es auf das Wort «besonders» nicht ankomme: «Die Streichung des Worts ist eher politischer Natur und nicht juristisch. Wir könnten daraus folgern: Wenn ein Wort nicht relevant ist, dann muss es auch nicht gestrichen werden. Aber wir könnten auch folgern: Wenn ein Wort nicht relevant ist, dann macht es auch nichts, wenn es gestrichen wird.»</p>
<p>Ob die Delegation aus Aserbaidschan, die die Debatte von der Tribüne aus verfolgte und von Nationalratspräsidentin Irène Kälin <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=56922" target="_blank" rel="noopener">offiziell begrüsst wurde</a>, dieser Argumentation folgen konnte, ist nicht bekannt. Eines hätten die Delegierten auf jeden Fall lernen können: Es braucht kein autoritäres Regime wie das des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijev, um die Pressefreiheit einzuschränken.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/">TV-Fussball, No Future, Gängelparagraph</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Service public: Man weiss erst, was man hatte, wenn man es nicht mehr hat</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/05/service-public-man-weiss-erst-was-man-hatte-wenn-man-es-nicht-mehr-hat/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/05/05/service-public-man-weiss-erst-was-man-hatte-wenn-man-es-nicht-mehr-hat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2022 19:24:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97006</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Experiment in Grossbritannien zeigt: Das Angebot der BBC lernt erst so richtig schätzen, wer darauf verzichten muss. Eine wichtige Erkenntnis auch für die Mediendebatte hierzulande. Was wäre, wenn … Ja, was wäre, wenn es kein öffentliches Radio und Fernsehen gäbe, also in der Schweiz keine SRG mehr? Diese Frage stellte sich 2018 im Zusammenhang <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/05/service-public-man-weiss-erst-was-man-hatte-wenn-man-es-nicht-mehr-hat/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/05/service-public-man-weiss-erst-was-man-hatte-wenn-man-es-nicht-mehr-hat/">Service public: Man weiss erst, was man hatte, wenn man es nicht mehr hat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Experiment in Grossbritannien zeigt: Das Angebot der BBC lernt erst so richtig schätzen, wer darauf verzichten muss. Eine wichtige Erkenntnis auch für die Mediendebatte hierzulande.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-9-Tage-ohne-BBC-20220505a-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-9-Tage-ohne-BBC-20220505a-1.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-97007" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-9-Tage-ohne-BBC-20220505a-1.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-9-Tage-ohne-BBC-20220505a-1-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-9-Tage-ohne-BBC-20220505a-1-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-9-Tage-ohne-BBC-20220505a-1-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-9-Tage-ohne-BBC-20220505a-1-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Was wäre, wenn … Ja, was wäre, wenn es kein öffentliches Radio und Fernsehen gäbe, also in der Schweiz keine SRG mehr? Diese Frage stellte sich 2018 im Zusammenhang mit der «No Billag»-Initiative nicht nur hypothetisch, sondern ganz konkret. Die Folgen einer Schweiz ohne SRG blieben damals reine Spekulation. Während die eine Seite blühende Medienlandschaften vorhersagte ohne Gebührenmedien, sah man auf der anderen die Demokratie in Gefahr ohne öffentlich finanzierten Rundfunk. Bekanntlich ist keines der beiden Szenarien eingetroffen. Die Abschaffungsinitiative fand keine Mehrheit beim Stimmvolk. In abgeschwächter Form stellt sich die Frage demnächst wieder. Was wäre, wenn die SRG nur noch halb so viel Geld erhielte? Und wieder wird man hüben und drüben vorauszusagen versuchen, was wäre, wenn.</p>
<blockquote><p>Da 90 Prozent der britischen Bevölkerung die Angebote der BBC nutzen, können sie deren Bedeutung nur schwerlich einzuschätzen.</p></blockquote>
<p>Die Auswirkungen auf Gesellschaft, Medienlandschaft und Demokratie lassen sich nicht simulieren. Einfach mal drei Monate den Betrieb einstellen, um zu sehen, was dann allenfalls fehlt, geht natürlich nicht. Was sich hingegen bewerkstelligen lässt, ist der vorübergehende Entzug aller Angebote eines öffentlichen Rundfunkanbieters für einzelne Personen, respektive Haushalte. In Grossbritannien hat die BBC dieses Experiment <a href="https://www.bbc.co.uk/mediacentre/latestnews/2015/life-without-the-bbc" rel="noopener" target="_blank">nach 2015</a> kürzlich <a href="https://www.bbc.co.uk/mediacentre/2022/deprivation-study/" rel="noopener" target="_blank">zum zweiten Mal</a> durchführen lassen.</p>
<p>Und das ging so: 80 Haushalte durften während neun Tagen keine einzige Radio- oder TV-Sendung, keine Online-Angebote und auch keine Social-Media-Dienste der BBC nutzen. Solche Deprivationsstudien dienen dazu, den Nutzen von Produkten und Dienstleistungen aufzudecken, die Menschen gewohnheitsmässig verwenden, ohne sich über ihren Wert bewusst zu sein. Da 90 Prozent der britischen Bevölkerung die Angebote der BBC in der einen oder anderen Form nutzen und weil die BBC für die überwiegende Mehrheit schon immer da war, können sie deren Bedeutung nur schwerlich einzuschätzen. Die Studie soll hierzu Erkenntnisse liefern.</p>
<p>Der Zeitpunkt kommt natürlich nicht zufällig. Wie in vielen Ländern Europas sieht sich in Grossbritannien der öffentliche Rundfunk <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/13/wie-sich-die-bbc-in-die-ecke-draengen-laesst/">unter politischem Druck</a>. Im Fokus steht – wie auch in der Schweiz – die Finanzierung über gesetzlich verordnete Gebühren oder Abgaben.</p>
<p>Das Experiment zeigt nun, dass jene Haushalte, welche die Rundfunkgebühr abschaffen oder senken wollten, ihre Haltung revidieren. 42 der 60 gebührenkritischen Haushalte (70 Prozent) zeigten sich nach neun Tagen BBC-Entzug bereit, die volle Gebühr oder sogar mehr zu zahlen, um weiterhin BBC-Inhalte und -Dienste zu erhalten. Dieses Ergebnis deckt sich mit jenem einer identischen Studie von 2015. Man weiss also erst, was man hatte, wenn man es nicht mehr hat.</p>
<blockquote><p>Wenn die Leute eine Dienstleistung erst dann schätzen, wenn man sie ihnen entzieht, dann heisst das auch, dass etwas mit der Markenpflege nicht stimmt.</p></blockquote>
<p>Eine wichtige Rolle beim Gesinnungswandel spielte das Radioangebot der BBC. Zum einen realisierten viele Haushalte erst beim Entzug, wie intensiv sie diese Sender eigentlich nutzen. Zum anderen störte sie die Werbung in den privaten Programmen, die sie während des Experiments nutzen mussten. Ähnlich verhielt es sich mit den Online-Diensten der BBC, die im Alltag vieler Britinnen und Briten eine wichtige Rolle spielen, sei das für die Wettervorhersage oder Sportresultate.</p>
<p>Für die BBC mag das Ergebnis auf den ersten Blick erfreulich erscheinen. Aber es weist auch auf ein Problem hin, das alle öffentlichen Rundfunkanbieter betrifft, die ihr Angebot inzwischen auf den unterschiedlichsten Kanälen und Plattformen verbreiten. Wenn die Leute eine Dienstleistung erst dann schätzen, wenn man sie ihnen entzieht, dann heisst das auch, dass etwas mit der Markenpflege nicht stimmt. So lässt sich auch erklären, dass jene Haushalte mit dem geringsten Wissen über das BBC-Angebot ausserhalb des Fernsehens – einschliesslich Radio und BBC-Online – am ehesten für eine Abschaffung der Gebühr sind. Ganz generell hängt die Haltung zur Rundfunkgebühr in erster Linie davon ab, wie zufrieden die Menschen mit dem Fernsehangebot der BBC sind. In der Schweiz dürfte das kaum anders sein. Auch hier steht das Fernsehen in der öffentlichen Diskussion stellvertretend für die ganze SRG.</p>
<blockquote><p>Eine vergleichbare Studie in der Schweiz könnte wertvolle Daten für die Servie-public-Debatte liefern.</p></blockquote>
<p>Ob auch Schweizer Haushalte, welche die Medienabgabe am liebsten abschaffen würden, ihre Haltung änderten, wenn sie erst merkten, was die SRG alles bietet, fände man natürlich erst mit einer eigenen Studie heraus. Mit Blick auf die anstehende <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/01/srg-initiative-diesmal-geht-es-nicht-ohne-einen-plan-b/">Halbierungsinitiative</a> wäre das sicher keine dumme Investition – eine solche Studie könnte wertvolle Daten für die Servie-public-Debatte liefern. Und während in Grossbritannien dem Experiment der Makel der Auftragsforschung anhaftet, könnte die Forschung in der Schweiz ganz ohne SRG-Auftrag ans Werk gehen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/05/service-public-man-weiss-erst-was-man-hatte-wenn-man-es-nicht-mehr-hat/">Service public: Man weiss erst, was man hatte, wenn man es nicht mehr hat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2022/05/05/service-public-man-weiss-erst-was-man-hatte-wenn-man-es-nicht-mehr-hat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vier Zerwürfnisse und ein Ziel: Wie die SVP die Halbierungsinitiative voranpeitscht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/26/vier-zerwuerfnisse-und-ein-ziel-wie-die-svp-die-halbierungsinitiative-voranpeitscht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2022 06:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Arena]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95908</guid>

					<description><![CDATA[<p>Parteimitglieder der SVP wird man bis auf Weiteres nicht mehr in der SRF-«Arena» sehen. Ein weiterer Schachzug im Kampf gegen die SRG – und Stimmungsmache für die Halbierungsinitiative.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/26/vier-zerwuerfnisse-und-ein-ziel-wie-die-svp-die-halbierungsinitiative-voranpeitscht/">Vier Zerwürfnisse und ein Ziel: Wie die SVP die Halbierungsinitiative voranpeitscht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Parteimitglieder der SVP wird man bis auf Weiteres nicht mehr in der SRF-«Arena» sehen. Ein weiterer Schachzug im Kampf gegen die SRG – und Stimmungsmache für die Halbierungsinitiative.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/26/vier-zerwuerfnisse-und-ein-ziel-wie-die-svp-die-halbierungsinitiative-voranpeitscht/">Vier Zerwürfnisse und ein Ziel: Wie die SVP die Halbierungsinitiative voranpeitscht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Linke SRG-Journalisten»: lange Wirkung einer alten Schlagzeile</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/03/linke-srg-journalisten-lange-wirkung-einer-alten-schlagzeile/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 14:54:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[ZHAW]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95259</guid>

					<description><![CDATA[<p>SRG-Kritiker zitieren gerne eine Umfrage über die politische Einstellung von Journalisten. Und überschätzen die Resultate.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/03/linke-srg-journalisten-lange-wirkung-einer-alten-schlagzeile/">«Linke SRG-Journalisten»: lange Wirkung einer alten Schlagzeile</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>SRG-Kritiker zitieren gerne eine Umfrage über die politische Einstellung von Journalisten. Und überschätzen die Resultate.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/03/linke-srg-journalisten-lange-wirkung-einer-alten-schlagzeile/">«Linke SRG-Journalisten»: lange Wirkung einer alten Schlagzeile</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«So geht es nicht!»: Roger Schawinski outet sich als Gegner des Medienpakets</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/01/so-geht-es-nicht-roger-schawinski-outet-sich-als-gegner-des-medienpakets/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2022 10:59:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Schawinski]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=94484</guid>

					<description><![CDATA[<p>Roger Schawinski ist zurück am TV – und betritt jetzt auch die politische Bühne: Im Interview nimmt er Stellung gegen das Medienpaket, über das am 13. Februar abgestimmt wird. Er greift nicht nur «Grossverlage» wie Tamedia an, sondern auch das Schweizer Fernsehen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/01/so-geht-es-nicht-roger-schawinski-outet-sich-als-gegner-des-medienpakets/">«So geht es nicht!»: Roger Schawinski outet sich als Gegner des Medienpakets</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Roger Schawinski ist zurück am TV – und betritt jetzt auch die politische Bühne: Im Interview nimmt er Stellung gegen das Medienpaket, über das am 13. Februar abgestimmt wird. Er greift nicht nur «Grossverlage» wie Tamedia an, sondern auch das Schweizer Fernsehen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/01/so-geht-es-nicht-roger-schawinski-outet-sich-als-gegner-des-medienpakets/">«So geht es nicht!»: Roger Schawinski outet sich als Gegner des Medienpakets</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blick, Gender Gap, RTS</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/07/03/blick-gender-gap-rts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jul 2021 09:19:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[fög]]></category>
		<category><![CDATA[RTS]]></category>
		<category><![CDATA[Pascal Crittin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=89886</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – «Blick» verzichtet auf Erotik-Inserate Beim «Blick» gibts seit vergangener Woche noch weniger Sex: Nachdem die Sex-Ratgeber-Kolumne nach mehr als 40 Jahren eingestellt wurde, gab Ringier letzten Mittwoch bekannt, dass auch die Seite mit Erotik-Inseraten aus der Boulevardzeitung verschwinden wird – auf blick.ch sind schon länger keine derartigen Inserate mehr zu finden. Das <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/03/blick-gender-gap-rts/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/03/blick-gender-gap-rts/">Blick, Gender Gap, RTS</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210703b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-89890" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210703b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210703b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210703b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210703b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – «Blick» verzichtet auf Erotik-Inserate</h3>
<p>Beim «Blick» gibts seit vergangener Woche noch weniger Sex: Nachdem die Sex-Ratgeber-Kolumne nach mehr als 40 Jahren eingestellt wurde, gab Ringier letzten Mittwoch bekannt, dass auch die Seite mit Erotik-Inseraten aus der Boulevardzeitung verschwinden wird – auf blick.ch sind schon länger keine derartigen Inserate mehr zu finden. Das habe mit der inhaltlichen Neuausrichtung des «Blick» zu tun, sagte Kommunikationschefin Johanna Walser gegenüber <a href="https://www.persoenlich.com/medien/blick-verzichtet-auf-erotik-inserate" rel="noopener" target="_blank">persoenlich.com</a>. Man wolle die Zielgruppe erweitern und vor allem vermehrt Frauen ansprechen. Und laut Katia Murmann, Mit-Initiantin des Projekts «Equal Voice» bei Ringer, passen solche Inserate einfach nicht mehr zum «Blick» im 2021. Way to go, Ringier! Ganz allgemein scheint sich der «Blick» im Wandel zu befinden: Es wird beispielsweise vermehrt über Femizide statt über «Familiendramen» berichtet. Nun gilt es, weiterhin ernst zu machen. Wäre schön, wenn man in Zukunft etwa von «sexualisierter Gewalt» statt von <a href="https://archive.ph/nxuiw" rel="noopener" target="_blank">«Sex-Verbrechen»</a> läse. Oder von «Die Villa, in der Vergewaltigungen stattfanden» statt von <a href="https://archive.ph/oz9jd" rel="noopener" target="_blank">«Sex-Zorro-Ranch»</a>. Man wird ja wohl noch hoffen dürfen.</p>
<h3>The Bad – Gender Gap in den Medien bleibt bestehen</h3>
<p>Nur jede vierte Person, über die Schweizer Medien berichten, ist eine Frau. Das zeigte eine <a href="https://www.foeg.uzh.ch/de/news/Frauen-in-Schweizer-Medien.html" rel="noopener" target="_blank">Studie</a>, die das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft fög der Universität Zürich letzte Woche veröffentlicht hat. Somit blieb der so genannte Gender Gap seit 2015 bis heute praktisch unverändert. Studienleiterin Lisa Schwaiger sagt, das könne auch an den Redaktionsstrukturen liegen – obwohl diese in der Studie nicht untersucht wurden. Es sei aber davon auszugehen, dass etwa ein höherer Frauenanteil in der Chefetage oder mehr Frauen im Hard-News-Bereich zu einer entsprechenden Sensibilisierung führen könnten. Sicher, eine diversere Branche würde zu diverserem Journalismus führen und es ist wichtig, dass nicht mehrheitlich Männer Geschichten erzählen. Bloss: Das mit der Diversität wird weiterhin schwierig bleiben. Denn spätestens seit dem grossen Frauenstreik 2019, an dem sich auch viele <a href="https://journalistinnen.ch/" rel="noopener" target="_blank">Journalist:innen beteiligt haben</a>, ist klar: Auch in unserer Branche herrscht Handlungsbedarf. Auf vielen Redaktionen herrscht noch immer ein patriarchales Klima. Wer langfristig weiter oder nach oben kommen will, hat sich anzupassen. Und noch immer hört man hinter vorgehaltener Hand von Fällen, in denen Schwangeren gekündigt wird. Von Chefs, die den Frauenstreik belächeln. Und ganz generell von massiven Anforderungen, die unmenschlich scheinen. Es ist kein Geheimnis, dass die Medienbranche krankt, das setzt selbst die <a href="https://www.jjs.ch/mental-health" rel="noopener" target="_blank">Jungen unter Druck</a> und drängt sie im schlimmsten Fall ganz aus dem Journalismus. Der Gender Gap ist ein schwerwiegendes, aber leider nicht das einzige Problem in unserer Branche.</p>
<h3>The Ugly – Neue Missbrauchsfälle bei RTS</h3>
<p>Nachdem die SRG-Spitze bereits <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/17/republik-20-minuten-srg/">im April</a> über den aktuellen Stand der Aufklärung der Missbrauchsvorfälle bei RTS informiert hatte, folgte Ende letzte Woche der Abschlussbericht. So abschliessend liest sich der allerdings nicht: Die von RTS beauftragte Advokatur <a href="http://www.collectif-de-defense.ch/" rel="noopener" target="_blank">«Collectif de Défense»</a> legte am Donnerstag eine Analyse von über 220 Zeug:innenaussagen vor, danach wurden neue Untersuchungen eröffnet, diesmal gegen zwei aktuelle RTS-Mitarbeiter. Des Weiteren schreibt das Kollektiv von unangebrachtem Verhalten von neun pensionierten oder ausgetretenen Mitarbeitern. Im April wurden die Ergebnisse noch öffentlich verkündet, beim Abschlussbericht hielt man sich bei der SRG zurück und präsentierte die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen nur intern an einer offenbar sehr emotional verlaufenen <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/rts-hat-ein-gravierendes-seximus-problem-540485307349" rel="noopener" target="_blank">Infoveranstaltung</a>. Derweil wird der Verwaltungsrat nicht müde, mit Floskeln um sich zu werfen: Einmal mehr verspricht er, sich für die viel beschworene «Null-Toleranz» einzusetzen. Der damalige RTS-Direktor Marchand bleibt aber weiterhin unangetastet: Zwar wurden mögliche Szenarien für dessen <a href="https://www.watson.ch/schweiz/medien/844586793-angriff-auf-gilles-marchand-der-srg-chef-stand-vor-der-absetzung" rel="noopener" target="_blank">Absetzung</a> geprüft, dann liess man es aber doch bleiben. Laut RTS-Direktor Crittin sei die SRG allenfalls bereit, weitere Abklärungen zu machen, wenn es «gesicherte Fakten» gebe, die dies verlangen würden. 220 Zeug:innenaussagen. Eine über mehrere Monate andauernde Analyse eines Anwaltskollektivs. Und zwei neu eröffnete Untersuchungen. Die Frage lautet: Wie viele gesicherte Fakten braucht es noch?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/03/blick-gender-gap-rts/">Blick, Gender Gap, RTS</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Magazin, Sonntagszeitung, SRG</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/08/das-magazin-sonntagszeitung-srg/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2021/05/08/das-magazin-sonntagszeitung-srg/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 May 2021 07:25:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=88354</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Lenz zum Tagi-Magi Man vernimmt auch erfreuliche Meldungen aus dem Hause Tamedia. Aktuell gibt eine interne Transfermeldung Anlass zur Freude: Christoph Lenz wechselt von «Tages-Anzeiger» &#38; Co. zum «Magazin», wie diese Woche bekannt wurde. Was von Lenz zu erwarten ist, zeigte der Reporter im letzten Herbst mit der Recherche «Die Klimaschande von <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/08/das-magazin-sonntagszeitung-srg/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/08/das-magazin-sonntagszeitung-srg/">Das Magazin, Sonntagszeitung, SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-88371" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210508b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210508b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210508b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210508b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210508b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Lenz zum Tagi-Magi</h3>
<p>Man vernimmt auch erfreuliche Meldungen aus dem Hause Tamedia. Aktuell gibt eine interne Transfermeldung Anlass zur Freude: Christoph Lenz <a href="https://twitter.com/lenzchristoph/status/1389138647199461380?s=20" target="_blank" rel="noopener">wechselt</a> von «Tages-Anzeiger» &amp; Co. zum «Magazin», wie diese Woche bekannt wurde. Was von Lenz zu erwarten ist, zeigte der Reporter im letzten Herbst mit der Recherche <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/downloads/geschichten/artikel/2020-10-24-Das-Magazin-Visp-Emissionen.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Die Klimaschande von Visp»</a>, die er bereits im «Magazin» veröffentlichen durfte. Auf sechs Heftseiten konnte der 37-jährige Journalist nachweisen, dass der Chemiekonzern Lonza in Visp über Jahre unbehelligt tonnenweise klimaschädliches Lachgas entweichen liess, auch wegen einer Gesetzeslücke. Mit der Lonza-Enthüllung ist Lenz nun für den <a href="https://www.persoenlich.com/medien/journalist-christoph-lenz-ist-nominiert" target="_blank" rel="noopener">European Press Prize</a> nominiert. Das war vor ihm noch niemand aus der Schweiz. Beim <a href="https://swisspressaward.ch/de/user/a00004700/showcase/cy3/" target="_blank" rel="noopener">Swiss Press Award</a> belegte er jüngst den zweiten Platz mit der Lonza-Recherche. Wenn das Gesellenstück der Massstab ist für die kommenden Artikel, dann dürfen wir uns auf anregende Lektürestunden freuen.<br />
<small><em>Nick Lüthi</em></small></p>
<h3>The Bad – Der Fall Sara Macy</h3>
<p>Menschen erzählen sich Geschichten, um zu leben. Und die letzte <a href="https://www.bernerzeitung.ch/heute-habe-ich-panik-vor-jedem-corona-test-832541513292" target="_blank" rel="noopener">«Sonntagszeitung»</a> erzählte eine Geschichte, die in Journalist*innenkreisen für Stirnrunzeln sorgte: das Porträt der Flugbegleiterin Sara Macy, die sich aufgrund ihres Jobs angeblich so häufig auf Corona testen lassen musste, dass ihre Nase «dauerhaft geschädigt» ist. Im Porträt darf Macy unwidersprochen Thesen verbreiten, die entweder falsch sind oder im Artikel nicht belegt werden. Ein kurzer Faktencheck:</p>
<p>1. Macy erzählt, sie habe sich die Verletzung am Flughafen Keflavik in Island zugezogen. Zwar bleibt ihr Arbeitgeber im Porträt anonym, eine kurze Recherche später ist aber klar: Die Fluggesellschaft, bei der Macy arbeitet, bietet gar keine Flüge nach Island an. Laut internen Quellen hätte Macy beruflich nur auf einem sogenannten Turnaround-Flug in Island Zwischenstopp machen können – und auf solchen sind keine Coronatests nötig.</p>
<p>2. Viele Fluggesellschaften in Europa befinden sich seit einem Jahr in Kurzarbeit. So viele Coronatests, dass man aufgrund der Häufigkeit Schäden davontragen könnte, finden also kaum statt. Fragt man etwa bei Mitarbeitenden der Swiss nach, heisst es: «Seit Beginn der Pandemie fliegt man nur noch sehr wenig und es wird darauf geachtet, dass man nicht oft Destinationen anfliegt, die PCR-Tests verlangen – wie zum Beispiel China.» Auf praktisch allen anderen Destinationen würden heute gar keine Nasenabstriche mehr durchgeführt, sondern Rachenabstriche.</p>
<p>3. Der Text verpasst leider, Macy entsprechend einzuordnen: Ihr mittlerweile gelöschtes Facebook-Profil machte klar, dass die junge Frau QAnon-Theorien zumindest nicht abgeneigt ist. Offenbar wusste man bei der Sonntagszeitung darüber Bescheid – das habe aber «absolut nichts mit dem Artikel zu tun», schrieb eine Tamedia-Sprecherin.<br />
<small><em>Miriam Suter</em></small></p>
<h3>The Ugly – SRG-Propaganda zeigt Wirkung</h3>
<p>Ende April erhielten die Journalist*innen Sylvia Revello, Boris Busslinger und Célia Héron von «Le Temps» den <a href="https://swisspressaward.ch/de/user/c00029948/showcase/dpb/" target="_blank" rel="noopener">Swiss Press Award</a> für ihre <a href="https://www.letemps.ch/suisse/rts-darius-rochebin-loi-silence" target="_blank" rel="noopener">Recherche</a> über Belästigung, übergriffiges Verhalten und Machtmissbrauch beim Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Das stiess verschiedentlich auf Unverständnis und Kritik.</p>
<p>«Persönlich»-Verleger Matthias Ackeret schreibt: «Dass nun ausgerechnet diese Story, die sich zumindest im Fall von Rochebin als falsch erwiesen hat, mit dem höchsten Schweizer Journalistenpreis ausgezeichnet wird, mutet eigenwillig an.» Rochebin, der heute beim französischen Sender LCI eine Talksendung führt, habe eine «Rehabilitation ersten Grades» erfahren. Und auch Medienkolumnist Kurt W. Zimmermann schlug in die gleiche Kerbe. In der «Weltwoche» schreibt er zum preisgekrönten Stück: «Nichts davon war wahr. Eine externe Untersuchung, im Auftrag der SRG, wusch Rochebin weiss wie Schnee.»</p>
<p>Die SRG-Propaganda entfaltet also ihre volle Wirkung: Anfang April informierte die Spitze des Unternehmens, Rochebin könne man nichts vorwerfen. Doch die Erkenntnisse der SRG zu den Vorgängen in der Westschweiz sind zumindest unvollständig: Die Quellen der Vorwürfe gegen Rochebin, auf die sich «Le Temps» stützt, hat die SRG in ihrer Untersuchung <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/um-den-kronzeugen-kuemmert-sich-niemand-833563805446" target="_blank" rel="noopener">gar nicht berücksichtigt</a>. Ein Abschlussbericht soll im Juni folgen und der könnte noch ein paar Überraschungen enthalten: Es scheint noch weitere Fälle zu geben, wie <a href="https://www.watson.ch/schweiz/medien/406915857-sexuelle-belaestigung-bei-rts-es-ist-alles-noch-schlimmer" target="_blank" rel="noopener">Watson Romandie</a> schreibt. Diese Suppe ist noch nicht ausgelöffelt.<br />
<small><em>Miriam Suter</em></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/08/das-magazin-sonntagszeitung-srg/">Das Magazin, Sonntagszeitung, SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2021/05/08/das-magazin-sonntagszeitung-srg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Republik, 20 Minuten, SRG</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/04/17/republik-20-minuten-srg/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2021/04/17/republik-20-minuten-srg/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2021 07:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Republik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87772</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Mit Gratis-Newsletter zum Geschäftserfolg Bereits seit letztem Sommer ist das Online-Magazin «Republik» mit 25’000 Verleger*innen finanziell selbsttragend. Heikel wurde es aber zum Jahresbeginn 2021: In den ersten drei Monaten laufen die meisten Abonnements ab. In diesem Frühjahr erreichte die «Republik» eine rekordverdächtige Erneuerungsquote von 82 Prozent und zählt jetzt über 28’000 Abonennt*innen. <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/17/republik-20-minuten-srg/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/17/republik-20-minuten-srg/">Republik, 20 Minuten, SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Good-Bad-Ugly-20210417b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-87774" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Good-Bad-Ugly-20210417b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Good-Bad-Ugly-20210417b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Good-Bad-Ugly-20210417b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Good-Bad-Ugly-20210417b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Mit Gratis-Newsletter zum Geschäftserfolg</h3>
<p>Bereits seit letztem Sommer ist das Online-Magazin «Republik» mit 25’000 Verleger*innen finanziell selbsttragend. Heikel wurde es aber zum Jahresbeginn 2021: In den ersten drei Monaten laufen die meisten Abonnements ab. In diesem Frühjahr erreichte die «Republik» eine rekordverdächtige Erneuerungsquote von 82 Prozent und zählt jetzt über 28’000 Abonennt*innen. Zum ersten Mal seit der Gründung 2018 schliesst das junge Magazin ein Geschäftsjahr <a href="https://project-r.construction/newsletter/2021-04-12-nicht-stehen-bleiben" rel="noopener" target="_blank">mit schwarzen Zahlen</a> ab. Der Covid19-Newsletter, den die Redaktion seit letztem März ein Jahr lang täglich gratis verschickte, hat einen guten Teil zum Erfolg beigetragen: Rund 3500 Newsletterabonnent*innen entschieden sich, ein Abo bei der Republik abzuschliessen. Die No-Bullshit-Strategie der Redaktion,scheint also aufzugehen: Der Businessplan ging von sieben Jahren aus, bis die Gewinnschwelle erreicht wird. Die Republik hat es in vier geschafft.</p>
<h3>The Bad – Hass und Rassismus gegen Reporterin</h3>
<p>Vergangenes Wochenende versammelten sich hunderte Gegner*innen der Coronamassnahmen- in Altdorf zu einer unbewilligten Demonstration. Die Reporterin Dafina Eshrefi berichtete für «20 Minuten» live vor Ort – oder versuchte es zumindest. In einem <a href="https://www.20min.ch/story/schaemen-solltet-ihr-euch-alles-was-ihr-schreibt-ist-gelogen-246043472401" rel="noopener" target="_blank">Erlebnisbericht</a> beschreibt sie, wie es ihr erging, als sie versuchte, ihren Job zu machen. Der Plan war, ein paar Stimmen von Demonstrant*innen einzufangen. Sie beschreibt, wie sie schon zu Beginn als «Lügenpresse» beschimpft wird: «Alles, was ihr schreibt, ist gelogen», schrie ihr ein Demonstrant entgegen, später wirft jemand mit einem Stein nach dem Kameramann, der sie begleitete. </p>
<p>Für Journalist*innen ist die Berichterstattung seit der Coronakrise weltweit unangenehmer geworden, Angriffe häufen sich. Gemäss «Reporter ohne Grenzen» RSF habe das Misstrauen und der Hass gegenüber Medienschaffenden auch in der Schweiz zugenommen. Das sei eigentlich eher untypisch für unser Land, lässt sich Bettina Büsser von RSF im Erlebnisbericht zitieren. Man höre vermehrt von verbalen und physischen Angriffen auf Journalist*innen. Bei Eshrefi entschuldigte sich zwar ein Mann dafür, dass er ihr den Stinkefinger gezeigt hat. Eine Demonstrantin aber erkundigte sich, ob Eshrefi Albanerin sei. Nachdem diese die Frage bejahte, rief sie der Reporterin nach: «Passt lieber auf, sonst droht euch das Gleiche wie den Albanern im Kosovo-Krieg!»</p>
<h3>The Ugly – Zu gutes Zeugnis für die SRG</h3>
<p>Am Freitagmorgen informierte die SRG-Spitze über die Ergebnisse der Untersuchungen der <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/belaestigungsvorwuerfe-berichte-der-externen-untersuchungen-liegen-vor-die-srg-setzt-massnahmen-um" rel="noopener" target="_blank">Belästigungsvorwürfe</a> beim Westschweizer RTS. Die Vorwürfe gegen drei leitende und prominente Mitarbeiter, die «Le Temps» letztes Jahr publik machte, wurden von externen und unabhängigen Stellen geprüft. Ergebnis: ein «gravierendes Fehlverhalten» habe man seitens der verantwortlichen Stellen nicht feststellen können. Obwohl SRG-Präsident Jean-Michel Cina vor laufender Kamera bestätigte, dass SRG-Direktor Gilles Marchand seine «sekundäre Aufsichtsverantwortung zu wenig wahrgenommen» hat. </p>
<p>Marchand und RTS-Direktor Pascal Crittin bleiben also im Unternehmen. Und sie wurden nicht müde, zu betonen, wie leid ihnen das alles tue, was passiert sei und dass man bei der SRG eine strikte «Nulltoleranz bezüglich Belästigungen in jeglicher Form» pflege. Ein Blick in den Untersuchungsbericht zeigt: Man hatte damit gerechnet, dass sich etwa 30 Personen bei den externen Stellen melden – am Ende waren es 230. Und das, obwohl die SRG eigentlich seit Jahren über interne Organe verfügt, wo man Belästigungen und Mobbing melden kann. </p>
<p>Darin liege die eigentliche Erkenntnis des Untersuchungsberichts, schreiben die Verantwortlichen: Es scheine ein «tiefes Unbehagen unter den Mitarbeitenden» zu geben. Weiter wird ein Fall beschrieben, in dem eine «vorgesetzte Person» über Jahre hinweg von ihren Mitarbeitenden immer wieder Beschwerden über das Verhalten einer bestimmten Person erhalten habe – aber in keiner Form darauf einging. Das stelle allerdings ebenfalls kein «schwerwiegendes Fehlverhalten» dar: </p>
<p>Jahrelange Meldungen der eigenen Mitarbeitenden schlichtweg zu ignorieren ist das eine und an sich schon skandalös genug. Dann aber öffentlich von einer «Nulltoleranz» zu sprechen, ist blanker Hohn. Für die SRG ist die Sache noch längst nicht ausgestanden. Ein weiterer Untersuchungsbericht wird im Juni folgen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/17/republik-20-minuten-srg/">Republik, 20 Minuten, SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2021/04/17/republik-20-minuten-srg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tamedia-Buch, SRG-Sparprogramm,  Abstimmungskommentare</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/03/tamedia-buch-srg-spraprogramm-abstimmungskommentare/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2020/10/03/tamedia-buch-srg-spraprogramm-abstimmungskommentare/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2020 08:13:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=81875</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Umfassende Corona-Recherche Wenn bereits der Titel eine Fehlinformation enthält, gibt es oft wenig Grund anzunehmen, dass es besser weitergeht. Einen «Lockdown» gab es in der Schweiz nie als Massnahme gegen die Covid-19-Pandemie. Die «ausserordentliche Lage», wie sie der Bundesrat nannte, war wenn schon ein teilweiser Shutdown. Im Fall der aktuellen Buchpublikation «Lockdown <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/03/tamedia-buch-srg-spraprogramm-abstimmungskommentare/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/03/tamedia-buch-srg-spraprogramm-abstimmungskommentare/">Tamedia-Buch,<br> SRG-Sparprogramm, <br> Abstimmungskommentare</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-81874" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Good-Bad-Ugly-Tell-mit-Maske-20201002b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Good-Bad-Ugly-Tell-mit-Maske-20201002b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Good-Bad-Ugly-Tell-mit-Maske-20201002b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Good-Bad-Ugly-Tell-mit-Maske-20201002b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Good-Bad-Ugly-Tell-mit-Maske-20201002b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Umfassende Corona-Recherche</h3>
<p>Wenn bereits der Titel eine Fehlinformation enthält, gibt es oft wenig Grund anzunehmen, dass es besser weitergeht. Einen «Lockdown» gab es in der Schweiz nie als Massnahme gegen die Covid-19-Pandemie. Die «ausserordentliche Lage», wie sie der Bundesrat nannte, war wenn schon ein <a href="https://www.srf.ch/play/radio/100-sekunden-wissen/audio/lockdown-und-shutdown?id=d0626898-a7e4-47ba-b728-fc946c841471" target="_blank" rel="noopener">teilweiser Shutdown</a>.</p>
<p>Im Fall der aktuellen <a href="https://www.woerterseh.ch/produkt/lockdown/" target="_blank" rel="noopener">Buchpublikation</a> «Lockdown – Wie Corona die Schweiz zum Stillstand brachte – Schicksale, Heldinnen und ein Bundesrat im Krisenmodus» darf man grosszügig über den bewussten (?) Missgriff zu PR-Zwecken hinwegsehen. Was die 14 Autorinnen und Autoren vom Tamedia-Recherchedesk nur wenige Monate nach den einschneidenden Wochen im vergangenen Frühjahr vorlegen, hat das Zeug zum Standardwerk. Das liegt nicht nur an der Breite und Tiefe der Recherche, sondern vor allem an der erzählerischen Qualität. Während die tagesaktuelle Berichterstattung zur Pandemie von Zahlen, Fachterminologie und für den Laien oft schwer einzuordnender Meinungskontroverse geprägt ist, schreiben die Tamedia-Journalistinnen und -Journalisten eine packende Geschichte, ohne bei der Präzision der Fakten Abstriche zu machen.</p>
<p>Im Zentrum steht das Krisenmanagement des Bundesrats und die Folgen davon für Gesellschaft und Wirtschaft in der Schweiz, akribisch aufgearbeitet in 200 Stunden Gesprächen mit den entscheidenden Akteuren und mit losgeeisten Protokollen der verantwortlichen Gremien. Bei aller begründeten Kritik an einzelnen Schritten und Massnahmen, kommen die Autorinnen und Autoren zum Schluss, die schweizerischen Behörden hätten «vieles richtig gemacht, indem sie unter Hochdruck meist umsichtig handelten». Etwa indem sie keinen Lockdown verhängten, wie der Titel des Buchs suggeriert.</p>
<h3>The Bad – Von Menschen und Mauern</h3>
<p>Als Schweizer Radio SRF vor zwei Jahren bekannt gab, das Studio Bern aufgeben und die Redaktionen nach Zürich verlegen zu wollen, begründete die Chefredaktorin den radikalen Schritt mit einer <a href="https://medienwoche.ch/2018/04/06/die-chefredaktorin-sieht-im-studioumzug-fast-nur-vorteile/">eingängigen Floskel</a>: Sie spare lieber bei den Mauern als bei den Menschen. Also weniger Immobilien, dafür auch weniger Abstriche beim Personal. Tatsächlich fielen dem damaligen SRG-weiten Sparprogramm im Umfang von 100 Millionen Franken «nur» 170 anstatt der angekündigten 250 Stellen zum Opfer.</p>
<p>Jetzt folgt das nächste SRG-Sparpaket in der Höhe von 50 Millionen. Und erneut sollen 250 Stellen gestrichen werden. Von Menschen und Mauern spricht niemand mehr. Dabei zeigt ein Blick in die Westschweiz, dass die SRG sehr viel Geld für Mauern ausgeben will, während sie gleichzeitig massenhaft Menschen zu entlassen ankündigt. Der geplante Campus für das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS in Lausanne sollte ursprünglich 70 Millionen Franken kosten. Inzwischen rechnet die SRG mit Erstellungskosten von <a href="https://www.presseportal.ch/de/pm/100014224/100838663" target="_blank" rel="noopener">120 Millionen</a> für das neue Produktionszentrum. Der Zufall will es, dass die Kostensteigerung genau dem Betrag des aktuellen Sparpakets entspricht.</p>
<h3>The Ugly – Männer erklären Politik</h3>
<p>Es war ein Super-Abstimmungssonntag. Fünf Vorlagen kamen an die Urne. Entsprechend gefordert waren die Redaktionen dieses Landes. Doch das journalistische Grossaufgebot zeigte einen eklatanten Mangel, den man 2020 so eigentlich nicht mehr für möglich gehalten hätte.</p>
<p>Abgesehen von ein paar Ausnahmen, die sich an einer Hand abzählen lassen, kommentierten ausschliesslich Männer die Abstimmungsergebnisse. Einzig beim «Blick» und «24 Heures» griffen insgesamt drei Redaktorinnen kommentierend in die Tasten. Bei Tamedia, NZZ und CH Media taten das je fünf Redaktoren. Schweizer Radio und Fernsehen SRF ist insofern ein Sonderfall, als dass es den klassischen Meinungskommentar nicht gibt. Aber das verwandte Format der News-Analyse blieb am Abstimmungssonntag auch bei SRF in Männerhand.</p>
<p>Selbst bei «Le Temps», erst kürzlich für seine Frauenförderung ausgezeichnet, erklärten nur Männer die Ergebnisse. Die erdrückende Männerdominanz überrascht insofern, weil sehr wohl auch Frauen zur Abstimmungsberichterstattung beigetragen haben. Doch am Ende erklären die Männer, was Sache ist und stellen sich mit ihrer Meinung ins Rampenlicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/03/tamedia-buch-srg-spraprogramm-abstimmungskommentare/">Tamedia-Buch,<br> SRG-Sparprogramm, <br> Abstimmungskommentare</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2020/10/03/tamedia-buch-srg-spraprogramm-abstimmungskommentare/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>25 Jahre TV in der Schweiz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/08/04/25-jahre-tv-in-der-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2020 08:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsender]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=80306</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie sich das Fernsehen in der Schweiz entwickelt hat, wird mit dieser Präsentation auf verschiedenen Ebenen erklärt: Die Macher, die Programme, die Entwicklung der SRG und der Privaten und ihre Konkurrenz zwischen ihnen, die Zuschauererfolge und Misserfolge, die Gebühren- und Werbegelder und die Skandale. Die Präsentation erstellte ich für die Einführung in das Thema, verwendete <a href="https://aldrovandi.net/2020/08/01/25-jahre-tv-in-der-schweiz/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/08/04/25-jahre-tv-in-der-schweiz/">25 Jahre TV in der Schweiz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich das Fernsehen in der Schweiz entwickelt hat, wird mit dieser Präsentation auf verschiedenen Ebenen erklärt: Die Macher, die Programme, die Entwicklung der SRG und der Privaten und ihre Konkurrenz zwischen ihnen, die Zuschauererfolge und Misserfolge, die Gebühren- und Werbegelder und die Skandale. Die Präsentation erstellte ich für die Einführung in das Thema, verwendete und aktualisierte sie in den letzten zehn Jahren. Zum Abschluss meiner Ausbildungstätigkeit stelle ich sie allen Lesern von aldrovandi.net zur Verfügung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/08/04/25-jahre-tv-in-der-schweiz/">25 Jahre TV in der Schweiz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Baustelle Kulturjournalismus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/04/19/baustelle-kulturjournalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2020 08:52:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=77915</guid>

					<description><![CDATA[<p>Umbau bei RTS. Abbau in den Printmedien. Aufbau im Netz. Eine Baustellenbesichtigung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/19/baustelle-kulturjournalismus/">Baustelle Kulturjournalismus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Umbau bei RTS. Abbau in den Printmedien. Aufbau im Netz. Eine Baustellenbesichtigung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/19/baustelle-kulturjournalismus/">Baustelle Kulturjournalismus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bieterstreit um Champions-League-Finale: Das darf nicht mehr passieren</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/05/04/bieterstreit-um-champions-league-finale-das-darf-nicht-mehr-passieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2019 20:58:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Swisscom]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=68901</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein gebührenfinanzierter Sender und ein Staatsbetrieb streiten sich um Fernsehrechte. In die Röhre schaut der Zuschauer. Das darf nicht mehr passieren.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/04/bieterstreit-um-champions-league-finale-das-darf-nicht-mehr-passieren/">Bieterstreit um Champions-League-Finale: Das darf nicht mehr passieren</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gebührenfinanzierter Sender und ein Staatsbetrieb streiten sich um Fernsehrechte. In die Röhre schaut der Zuschauer. Das darf nicht mehr passieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/04/bieterstreit-um-champions-league-finale-das-darf-nicht-mehr-passieren/">Bieterstreit um Champions-League-Finale: Das darf nicht mehr passieren</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
