Die verrückte Geschichte hinter der «SwissCovid»-App, die nun weltweit für Furore sorgt
Die Pilotphase für die «SwissCovid»-App hat offiziell begonnen. Was in den letzten Wochen passiert ist, kann man als historisch einzigartig bezeichnen.
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Die Pilotphase für die «SwissCovid»-App hat offiziell begonnen. Was in den letzten Wochen passiert ist, kann man als historisch einzigartig bezeichnen.
Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen und Infektionsketten zu durchbrechen und nachzuverfolgen, wird das Bundesamt für Gesundheit eine App herausgeben. Das Wichtigste im Überblick.
“Contact Tracing” (Kontaktverfolgung) gilt seit einigen Wochen als zentrale Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie. Ob “old school”-manuell durch Gesundheitsbeamte oder digital per App: Keine Kontaktverfolgung ohne Sammlung von Personendaten. Zweifel an der Geeignetheit und Erforderlichkeit der Datensammlung bleiben. Allein der Zweck einer “Kontaktverfolgung” kann nicht jede Datensammlung legitimieren.
Politiker wie Axel Voss fordern „Anreize“ für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Der Pilot und ein öffentlicher Pentest sollen allfällige Mängel aufdecken, bevor die App für alle freigegeben wird.
Der Chef der Gesellschaft für Informatik sorgt sich, dass die Bürger zu viel von der geplanten Corona-Warn-App erwarten und sich ans Tracking gewöhnen.
Der Bund will Corona-Infektionsketten mit einer Contact-Tracing-App für die Bevölkerung überwachen. Die App wahre die Privatsphäre der Anwender und sei sicher, sagt das Bundesamt für Gesundheit. Wer sie nutzen will, tue dies freiwillig – aber Sicherheitsexperten und Datenschützer hegen ihre Zweifel.