DOSSIER mit 131 Beiträgen

Sportjournalismus

«Zwölf» gewinnt – ein Fussballmagazin feiert Jubiläum

Nie um eine kreative Idee verlegen – damit hat sich das Magazin «Zwölf» in der Schweizer Fussball-Publizistik seinen Stand erarbeitet. Nun ist «Zwölf» zehn geworden und wundert sich immer mal wieder darüber, warum ausgerechnet in der Fussballstadt Basel die Verbreitung zu wünschen übrig lässt.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Ein Abschiedsgeschenk von «No Sports»

Der Versuch war es wert. Mit «No Sports» wollte die Redaktion des Fussballmagazins «11 Freunde» einem Publikum, das an Sporthintergrundgeschichten interessiert ist, attraktiven Lesestoff bieten. Das ist ihr ganz gut gelungen, doch die Rechnung ging offenbar nicht auf. Nach zehn Ausgaben ist Schluss. Der Verlag hat den Stecker gezogen, weil sich zu wenig zahlende Kunden für ein solches Heft interessierten. Zum Abschied gibt es ein Best-of aus den rund 1500 produzierten Seiten – gratis als PDF zum herunterladen und lesen.

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Liebesgrüsse aus Moskau

Pünktlich zur Fussball-WM starten Russlands Auslandmedien eine Charmeoffensive. Der TV-Sender RT setzt dazu auf Prominenz aus dem Westen. Neonazis und Hooligans, nordkoreanische Zwangsarbeiter, Terrorwarnungen – das Bild, das in den westlichen Medien über Russland im Vorfeld der Fussball-WM gezeichnet wird, ist alles andere als schmeichelhaft. Nach dem Giftanschlag von Salisbury brachte der britische Aussenminister Boris Weiterlesen …

Ein berührendes Stück Sportjournalismus

Es ist eine Weltreise auf der Suche nach dem richtigen Fussballclub, denn Jason, 12 Jahre alt und Autist, will Fan eines Vereins werden. Für ihn ist das ein rationaler Prozess und kein Bauchentscheid. Bevor er sich festlegen kann, muss er alle Clubs dieser Welt kennen. Also reist er mit seinem Vater von Stadion zu Stadion, um das Profil seines Favoriten zu schärfen. Fabian Scheler, Sportredaktor der «Zeit», begleitet Jason und seinen Vater an ein Fussballspiel zu Celtic nach Glasgow. Herausgekommen ist eine berührende Reportage, die einem den oft stereotypisierend dargestellten Autismus verständlicher macht, indem wir durch die Augen des jungen Protagonisten auf den Fussball und die Fankultur blicken.

Sportler werden Medienunternehmer

Ehemalige Basketball- und Baseball-Stars habe in den USA die Online-Plattform «The Players‘ Tribune» gegründet. «Auf der Webseite des Digital-Magazins schreiben Profisportler ihre eigenen Geschichten – ohne Journalisten», schreibt Martin Gardt. Das Projekt funktiontert auch kommerziell und fand problemlos potente Investoren. Nun kommt «The Players‘ Tribune» nach Europa. Botschafter für die Expansion ist Gerard Piqué, Verteidiger des FC Barcelona. Das erste Format mit ihm heisst Piqué+: «In kurzen Videos interviewt der Fußballer Kollegen wie Neymar oder Luis Suárez – wie erkenntnisreich Gespräche zwischen zwei Sport-Millionären sind, muss dann der Nutzer entscheiden.»

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Chaschperlitheater bi de Heugümperli

Watson-Autor Alex Dutler findet die angemessene Form für das aktuelle Theater um den Grasshoppers-Club Zürich. Er inszeniert ein Kaspertheater. Mit dabei sind neben den Hauptfiguren Prinz Zaubergingg und König Gwaggelfuess auch die Schurnalischten Joggel und Toggel und der Prässemeischter Schribnidbös.

Die Ultra-Empörungsspirale: gewaltgeile Medien

Daniel Ryser über das gestörte Verhältnis zwischen Ultra-Fussballfans und Medien: «Wo Fans, die als Teil der grössten Subkultur dieses Landes in den Stadien Feuerwerk zünden, von der Justiz für ihr Handeln im Internet ausgestellt werden, und wo dieses fragwürdige Vorgehen der Behörden von den Medien meist unkritisch multipliziert wird, werden JournalistInnen nicht mehr als AufklärerInnen mit offenem Blick nach allen Seiten wahrgenommen, sondern als Teil des verhassten Systems.»