DOSSIER mit 21 Beiträgen

Lokaljournalismus

MEDIEN

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Nicht nur Klicks, sondern auch die Wirkung messen

The Journal News, eine Lokalzeitung aus dem Umland von New York, misst systematisch, welche Wirkung ihr Journalismus erzielt. Anfängli hat die Redaktion in einem Google Doc festgehalten, was die Publikation ihrer Artikel auslösten, ob ein Gesetz geändert wurde, jemand seinen Job verloren hat oder eine Untersuchung eingeleitet wurde. Inzwischen haben The Journal News den Impact Weiterlesen …

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Erfolgreicher Lokaljournalismus: keine Denkvorgaben und keine Vereinfachung

Benjamin Piel, künftiger Chefredaktor vom «Mindener Tageblatt», plädiert für einen Lokaljournalismus «mit weitem Blick». Darin sieht er eine Möglichkeit, um gegen den Vertrauensverlust anzugehen, der auch Folge eines bevormundenden Journalismus sei. «Wer Lügenpresse ruft, ruft ein dummes Wort, das womöglich aus dem nicht so dummen Eindruck berechtigt zu sein scheint, dass Journalisten statt Menschen zu qualifizierten Entscheidungen und einem erwachsenen Blick auf vielfältige Facetten zu befähigen, ihnen Entscheidungen abnehmen wollen.»

Scheiss-Journalismus

Eine Perle des Lokaljournalismmus, allein schon der Titelzeile wegen: «‹Scheisser von Heuchelheim› gefasst». Es geht nicht etwa um Hunde, sondern um Männer, die ihre Notdurft in aller Öffentlichkeit verrichten. Bis der Wiederholungstäter gefasst werden konnte, brauchte es aber schon «ein hartes Stück Ermittlungsarbeit – inklusive Fahndung im Gemeindebrief und Stuhlprobe». Doch damit ist Heuchelheim sein Scheissproblem nicht los. Bereits verkoten Nachahmungstäter den öffentlichen Raum. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung der Berichterstattung in der Hessenschau.

Die Lebensversicherung einer Lokalzeitung

Sie berichten vom unterklassigen Fussballspiel und vom Konzert der Musikgesellschaft, sie tun das für wenig Geld und mit viel Leidenschaft. Freie Mitarbeiter sind für Lokalzeitungen Gold wert. Das Mindener Tageblatt windet ihnen nun ein Kränzchen, betont, wie ohne sie eine breite Berichterstattung über das lokale Leben gar nicht möglich wäre. «Von alt bis jung, vom Experten bis zum Allrounder, vom Akademiker bis zum Arbeiter. Unsere Schreiber müssen genauso vielfältig sein wie unsere Leser», schreibt Lokalredaktorin Nadine Conti.

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Gegen Mittelmass im Lokaljournalismus

«An zu vielen Orten in Deutschland ist das, was in der Zeitung steht, irgendetwas mit Wörtern, aber kein Journalismus.» Das gilt auch und besonders für den Lokaljournalismus, weiss Benjamin Piel. Der Chefredaktor der Elbe-Jeetzel-Zeitung setzt sich mit einem fulminanten Plädoyer in der «Zeit» für einen besseren Lokaljournalismus ein. Er weiss auch, woran das Genre krankt: Weiterlesen …

Blühende Landschaften? Mit Gebührengeldern den Lokaljournalismus beleben

Der Journalist Lorenz Matzat skizziert ein Szenario für den Lokaljournalismus in Deutschland im Jahr 2030. Finanziert würde das Ganze aus den Mitteln des Zweiten Deutschen Fernsehen ZDF, das als eigenständiger Sender abgewickelt und die Ressourcen in eine neue Infrastruktur für die Berichterstattung aus den Regionen überführt würde. Dadurch erhielte «die Kommunalpolitik eine bedeutenderen Stellenwert in Weiterlesen …