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SOCIAL MEDIA

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Zweifel an Manipulationsmethoden von Cambridge Analytica

Es ist die Story der Stunde: Die britisch-amerikanische Datenanalysefirma Cambridge Analytica CA soll sich illegal Millionen von persönlichen Daten von Facebook-Nutzern beschafft haben. «Basierend auf diesen Daten hat die Firma eine Software entwickelt, die darauf abzielte, Wähler mit personalisierter politischer Werbung zu beeinflussen», schreibt die NZZ. Zu den Kunden von CA gehörte neben anderen auch die Präsidentschaftskampagne von Donald Trump. So bedenklich diese Vorgänge, so wenig klar scheint indes, wie wirksam die gewählte Methode zur Beeinflussung der Wähler funktioniert. Zweifel äussert etwa Jürgen Hermes: «Es ist natürlich eine tolle Story und wir tendieren dazu, das Unerklärbare dunklen Mächten und Verschwörer|inne|n in die Schuhe zu schieben», schreibt Hermes, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Digital Humanities an der Uni Köln arbeitet. Die Behauptung, CA habe quasi mit dem Präzisionsgewehr individuelle Wähler beeinflusst, hält Hermes für unwahrscheinlich. Er hält mit der Behauptung dagegen: «Eine Schrotflinte voll Fake-News-Gülle aus dem FoxNews/Breitbart/Infowars-Stall hat ausgereicht. Und dabei war CA nur einer von mehreren Schützen.»

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Online-Redaktor/in – Social-Media-Spezialist/in (80%)

Ihr Kompetenzbereich: Redaktion: News-Artikel, Webzine, Medienmitteilungen, Marketing- und Werbetexte – Social-Media-Management: Konzept- und Inhaltserstellung sowie Schulung und Monitoring der Social-Media-Kanäle der Universität (Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn) – Erstellen und Versenden von Newslettern…

Wie stark kann uns Facebook wirklich manipulieren?

Seit den Enthüllungen um die Aktivitäten der Datenanalytiker von Cambridge Analytica mit Millionen von Facebook-Daten steht die These im Raum: Facebook kann Wahlen entscheiden. Dem hält Daniel Jörg, Digitalstratege bei der Agentur Farner, entgegen, dass dies Werbung – und sei sie digital und zielgerichtet – schlicht nicht leisten könne: «Es ist nicht so, dass wir Facebook-Werbung für Trump sehen und ihn dann wählen, obwohl wir eigentlich für Hillary Clinton wählen wollten. Das ist schlicht nicht die Realität.» Genau dieses Bild habe aber die Medienberichterstattung der letzten Wochen über den Datenskandal suggeriert.

Facebook und der Journalismus: Eine Geschichte voller Missverständnisse

Europas Nachrichtenseiten sind voll vom Datenskandal um Cambridge Analytica. Beim buntesten Journalismuskongress in Europa fiel der Name der Datenfirma aber praktisch nicht, obwohl stundenlang über Facebook debattiert wurde. Denn aus Sicht der Medienhäuser ist nicht die Preisgabe von Nutzerdaten das Problem mit Facebook – sondern bloß ihr geringer Einfluss auf den Internetgiganten.

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Wir armen Facebook-Opfer

Die Angst vor dem Ende der Privatsphäre geistert seit dem jüngsten Skandal um Facebook wieder herum. Die Internetnutzer tragen zu einem guten Teil selber die Verantwortung.

Fake-News gehören zur Politik

Im Zuge des Facebook-Skandals wird der Ruf nach staatlicher Regulierung der sozialen Netzwerke immer lauter. Mehr Datenschutz ist ein berechtigtes Anliegen. Doch die Demokratie braucht kein staatliches Siegel für zulässige Informationen.