DOSSIER mit 105 Beiträgen

Politischer Journalismus

Gegen den «Sowohl, als auch»-Journalismus

Viele Journalisten halten sich gerne in der politische Mitte auf. Sie finden das den idealen Standort, um ausgewogen und objektiv zu berichten. Das sei aber ein Problem, findet «Republik»-Autor Daniel Binswanger. «De facto wird ‹Ausgewogenheit› jedoch häufig zum Freibrief für Oberflächlichkeit, ja Unsachlichkeit.» Binswanger sieht darin die Ursache für eine Verluderung der politischen Kultur, da es nicht mehr um die Qualität der Argumente geht, sondern lediglich darum, dass «beide Seiten» in der Debatte vertreten sind.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

SRF bei Assad: «Wir machten vorher politischen Smalltalk»

Das ist noch keinem Schweizer Journalisten gelungen: Sandro Brotz traf am Dienstagabend Syriens Präsident Bashar al-Assad in Damaskus. Gegenüber persoenlich.com sagt der «Rundschau»-Moderator, dass das «off the record»-Vorgespräch mindestens so interessant gewesen war, wie das eigentliche Interview.

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Der Bruno vom Obersee – ein Möchtegern-Wallraff

Rund 300 Seiten umfasst eine Klage, die gegen die «Obersee Nachrichten» in Rapperswil-Jona läuft. Gegenstand sind die Kampagnen des Verlegers Bruno Hug gegen die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb). Der Millionär vergleicht sich dabei mit Günter Wallraff.

Debattenkultur anno dazumal: Moskau einfach

Wer sich über die SVP und ihre Blätter aufregt, vergisst: Früher ging man in den Medien noch heftiger aufeinander los. Die früheren Journalisten und Chefredaktoren Karl Lüönd, Helmut Hubacher und Hugo Bütler erinnern sich.

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Der heilige Glarner und die Flüchtlingsbabys

Der SVP-Asylverantwortliche Andreas Glarner herzt in Griechenland Babys und schwört in kuscheligen Homestorys seine Liebe zur Frau im Allgemeinen. Ist jetzt endlich alles wieder gut?