Den Medien brechen in der Krise die Werbeeinnahmen weg – doch der Staat will helfen
Der Bedarf nach Informationen ist gross in Zeiten des Coronavirus. Den Medien nützt das kaum, weil im Gegenzug die Inserate ausbleiben. Nun wird der Bund aktiv.
Die Lesetipps dieses Themenbereich werden kuratiert von Nick Lüthi, redaktion@medienwoche.ch.
Der Bedarf nach Informationen ist gross in Zeiten des Coronavirus. Den Medien nützt das kaum, weil im Gegenzug die Inserate ausbleiben. Nun wird der Bund aktiv.
Die Zeitungslesenden als «Marktteilnehmer»: Die Aboverlängerung ist zur Kaufentscheidung geworden. Eine Kosten-Nutzen-Überlegung.
Das «Bieler Tagblatt» (BT) baut seit einem Jahr auf ein neues Konzept. Es will eine regionale Tageszeitung mit einem regionalen Hintergrundmagazin sein. Das heisst: Montag bis Samstag erscheint das BT nur noch mit einem Bund, mit aktuellen Geschichten.
Innert Jahresfrist haben die «Neue Zürcher Zeitung», der «Blick», der «Tagesanzeiger» und «20 Minuten» viele Leserinnen und Leser verloren. Besser sieht es für die Regionalzeitungen aus, die kaum Leserinnen und Leser verlieren.
Millionäre und Milliardäre kaufen Zeitungen. Sie tun es aus gemeinnützigen Gründen, sagen sie. Eitelkeit und Eigeninteresse spielen auch mit. Wer Medien besitzt, gewinnt Glanz und Gloria.
Die neuesten, bisher nicht gross publizierten Auflagezahlen der Schweizer Zeitungstitel kennen nur eine Richtung: abwärts. Mit zwei Ausnahmen.
Die schwedische Pendlerzeitung «Metro» ist nach fast 25 Jahren eingestellt worden. Das erste Gratisblatt der Welt hatte einst die Zeitungswelt revolutioniert und seinen Nachahmerzeitungen über 18 Millionen Leserinnen und Leser rund um den Globus beschert.
Stabil im Lesermarkt, relativ stabil im Werbemarkt: Regionale und lokale Gratiszeitungen sind ein fester Wert in der Medienlandschaft. Was sind ihre Stärken? Können sie als Nischenplayer davon profitieren, wenn Bezahl-Tageszeitungen fusionieren oder im Lokalbereich sparen müssen? Sie erreichen Leute, die keine andere Zeitung lesen. Sie sind regional und lokal oft sehr verankert. Sie werden häufig Weiterlesen …