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	<title>Miriam Suter | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 26 Nov 2022 09:39:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Edition Moderne, Dominic Deville, Markus&#160;Somm</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Nov 2022 09:04:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
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		<category><![CDATA[Dominic Deville]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Gelebte Sozialpartnerschaft Wenn es schon die grossen Verlage nicht schaffen, dann wenigstens ein kleiner. Die Gewerkschaft Syndicom und der renommierte Comicverlag Edition Moderne haben sich gemeinsamen auf einen sogenannten Basisvertrag für die selbständigen Zeichner:innen und Illustrator:innen geeinigt. Diese Lösung komme einem Gesamtarbeitsvertrag gleich und zeige, dass tarifvertragsähnliche Lösungen auch für Selbständige möglich <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-101030" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Gelebte Sozialpartnerschaft</h3>
<p>Wenn es schon die grossen Verlage nicht schaffen, dann wenigstens ein kleiner. Die Gewerkschaft Syndicom und der renommierte Comicverlag <a href="https://www.editionmoderne.ch/" target="_blank" rel="noopener">Edition Moderne</a> haben sich gemeinsamen auf einen sogenannten <a href="https://syndicom.ch/aktuell/artikel/ein-gesamtarbeitsvertrag-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noopener">Basisvertrag</a> für die selbständigen Zeichner:innen und Illustrator:innen geeinigt. Diese Lösung komme einem Gesamtarbeitsvertrag gleich und zeige, dass tarifvertragsähnliche Lösungen auch für Selbständige möglich sind.</p>
<p>«Es ist ein starkes Zeichen und ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Branche, dass sich auch Selbständigerwerbende zusammenschliessen, um kollektiv zu verhandeln», so Rina Jost, Illustratorin und Mitglied der Verhandlungsdelegation. Somit hat Syndicom mit der Edition Moderne erreicht, was mit den grossen Medienunternehmen <a href="https://www.nzz.ch/article9RK12-ld.1167922" target="_blank" rel="noopener">seit 18 Jahren</a> hängig ist; aber immerhin spricht man miteinander. «Der Verlegerverband ist aktuell in Gesprächen mit den Arbeitnehmerorganisationen über einen GAV für Journalistinnen und Journalisten. Inwieweit hierbei auch selbständige Mitarbeiter berücksichtigt wären, ist Gegenstand der laufenden Diskussionen», schreibt Geschäftsführer Stefan Wabel auf Anfrage.<br />
</p>
<h3>The Bad – Dominic Deville hört auf</h3>
<p>Der ehemalige Kindergärtner und Punkmusiker Dominic Deville stand an einem <a href="https://www.srf.ch/play/tv/deville/video/auftakt-der-neuen-comedy-late-night?urn=urn:srf:video:d1e83147-a3f6-486b-841d-3a53f19adeb2" target="_blank" rel="noopener">Sonntagabend Ende Mai 2016</a> mit der nach ihm benannten Late-Night-Show zum ersten Mal vor der SRF-Kamera. Seitdem blicken er und sein Team mit Ironie auf das politische Geschehen in der Schweiz. Erst vor wenigen Wochen wurde der 47-Jährige mit dem <a href="https://www.watson.ch/schweiz/tv/942975172-dominic-deville-erhaelt-den-salzburger-stier" target="_blank" rel="noopener">Salzburger Stier</a> ausgezeichnet, dem renommiertesten Kabarettpreis im deutschsprachigen Raum.</p>
<p>Es ist das verflixte siebte Jahr für die Crew: Deville will sich nun vermehrt <a href="https://medien.srf.ch/-/letzte-staffel-%C2%ABdeville%C2%BB-im-fr%C3%BChjahr%C2%A02023?redirect=https%3A%2F%2Fmedien.srf.ch%2F%2323921252" target="_blank" rel="noopener">um eigene Projekte kümmern</a>. Das Format wird mit der Frühlingsstaffel 2023 nach über 150 Folgen beendet. Nach einer Pandemie, vier Jahren Trump und gefühlt 38 Bundesratsmitgliedern sei es an der Zeit, «das scharfe Schwert der Satire sinken zu lassen». Zumindest bei SRF: «Aber es gibt noch so viel zu tun abseits der Fernsehkameras, das ich ab Sommer 2023 angehen möchte und für das bisher schlicht die Zeit fehlte. Darauf freue ich mich sehr. Und darauf, irgendwann wieder unverhofft aufzutauchen. Seien Sie also gewarnt!», wird Deville im SRF-Medienportal zitiert. Eines der prägendsten und stärksten Satire-Formate im Schweizer Fernsehen wird also beendet – ein herber Verlust. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt; und die Suche dürfte sich schwierig gestalten bei solch grossen Fussstapfen.</p>
<h3>The Ugly – Markus Somm und die (Real)satire</h3>
<p>Der sonst wenig auskunftsfreudige Markus Somm gewährte persoenlich.com <a href="https://www.persoenlich.com/medien/der-umbau-der-website-ist-eine-grobere-ubung?ref=refind" target="_blank" rel="noopener">ein ausführliches Interview</a> zum 20-monatigen Bestehen von nebelspalter.ch. Zwar erkannte Somm im Gespräch endlich, dass der Nebelspalter eigentlich eine grossartige Satire-Marke wäre – er räumt aber auch ein, dass es für ein Rebranding nun ein bisschen zu spät sei. Bemerkenswert ist aber vor allem, was Markus Somm zum Schweizer Presserat zu sagen hat. Kontext: Daniel Wahl, ehemaliger BaZ-Reporter, stösst neu zum Nebelspalter. Wahl wurde rekordverdächtige neunmal <a href="https://presserat.ch/?s=%22Daniel+Wahl%22&amp;lang=de" target="_blank" rel="noopener">vom Presserat gerügt</a>, unter anderem weil er Tonaufnahmen eines 8-jährigen missbrauchten Mädchens <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">veröffentlicht hatte</a>.</p>
<p>Auf die Frage, ob dies kein Hinderungsgrund gewesen sei, jemanden wie Wahl anzustellen, antwortet Somm: «Den Presserat nehme ich überhaupt nicht ernst. Es ist eine einseitige, gewerkschaftsnahe linke Organisation, die nichts anderes macht, als alle Medien, die nicht ihrem ideologischen Vorurteil entsprechen, zu bekämpfen.» Der Presserat sei überflüssig. Wenn also Daniel Wahl viele Beschwerden beim Presserat habe, spreche das nicht gegen ihn: «Er war einer der besten Lokalreporter bei der Basler Zeitung – er ist eine grosse Nummer. Daniel Wahl passt als ehemaliger Lehrer bei uns sehr gut ins Dossier ‹Bildung›.»</p>
<p>Heisst das also: Für ein Rebranding zum Satire-Medium ist es doch nicht zu spät?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/">Edition Moderne, Dominic Deville, Markus Somm</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«20 Minuten»-Chefin, NZZ-Aktivisten, SP-Bundesrätin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/12/20-minuten-chefin-nzz-aktivisten-sp-bundesraetin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 10:19:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Erste Chefredaktorin für «20 Minuten» Per 1. Februar 2023 tauschen Gaudenz Looser und Desirée Pomper die Rollen: Looser amtet aktuell noch als Chefredaktor von «20 Minuten», Pomper ist seit Frühjahr 2021 seine Stellvertreterin. Die 38-Jährige arbeitet seit 13 Jahren bei der Gratiszeitung. 2009 begann sie als Inlandredaktorin. Danach war sie unter anderem <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/12/20-minuten-chefin-nzz-aktivisten-sp-bundesraetin/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221112b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignnone wp-image-100718 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221112b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221112b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221112b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221112b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221112b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Erste Chefredaktorin für «20 Minuten»</h3>
<p>Per 1. Februar 2023 tauschen Gaudenz Looser und Desirée Pomper die Rollen: Looser amtet aktuell noch als Chefredaktor von «20 Minuten», Pomper ist seit Frühjahr 2021 seine Stellvertreterin.</p>
<p>Die 38-Jährige arbeitet seit 13 Jahren bei der Gratiszeitung. 2009 begann sie als Inlandredaktorin. Danach war sie unter anderem Leiterin der Ressorts Politik, Reporter und Gesellschaft. Zuletzt gründete sie das Ressort Video/Story, wo sie mehrere Videoformate entwickelte. Ende 2021 lancierte sie eine Social-Media-First-Strategie, <a href="https://www.persoenlich.com/medien/social-media-first-starkt-die-demokratie" target="_blank" rel="noopener">um die «Demokratie zu stärken»</a>.</p>
<p>Desirée Pomper hat wesentlich dazu beigetragen, dass «20 Minuten» vermehrt auch inhaltlich tiefergehende Formate veröffentlicht. So vermochte ihr Beitrag zur Rasta-Diskussion im vergangenen Sommer «20 Minuten» ein bisschen aus dem peinlichen Sumpf zu heben, wo man sich zuvor <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/24/fairmedia-radiostudios-srf-news/">selber hineinmanövriert hatte</a>. Die Journalistin arbeitet selbst auch immer wieder an aufwändigeren Geschichten. Besonders hervorgestochen ist zuletzt ihre <a href="https://www.20min.ch/video/so-leben-die-frauen-in-den-sklavenzimmern-von-herzog-de-meuron-423844430853" target="_blank" rel="noopener">Reportage aus Beirut</a> über Hausangestellte, die in den von Herzog &amp; de Meuron entworfenen Luxushäusern arbeiten.</p>
<p>Der Führungswechsel erfolgte auf Initiative von Gaudenz Looser, erzählt der scheidende Chefredaktor <a href="https://www.persoenlich.com/medien/das-resultat-einer-fordernden-personalpolitik" target="_blank" rel="noopener">im Interview mit persoenlich.com</a>. Die Zeit sei reif. Das kann man nur unterschreiben.<br />
</p>
<h3>The Bad – Aktivisten sind immer die anderen</h3>
<p>Im Klimajournalismus grassiere der Aktivismus, <a href="https://www.nzz.ch/meinung/klimawandel-journalisten-praktizieren-aktivismus-ld.1708965?reduced=true" target="_blank" rel="noopener">kritisierte die NZZ</a> letzte Woche. In ihrem Kommentar beschreibt die Autorin ein Zusammentreffen eines «Spiegel»-Journalisten mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer und wirft ihm vor, der Text erinnere eher an ein «Meet and Greet» mit seinem Idol. Kritische Fragen fehlten dem Interview gänzlich. So weit, so fair. Die Vermischung von Aktivismus und Journalismus ist ein Thema, das die Branche schon seit längerem beschäftigt und man kann diese Entwicklung durchaus kritisch sehen.</p>
<p>Doch am selben Tag, an dem der kritische Kommentar zum Klimajournalismus erschienen ist, veröffentlichte die NZZ einen regelrechten <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/woke-identitaetspolitik-die-denkfabrik-r21-blaest-zum-kulturkampf-ld.1710978?reduced=true" target="_blank" rel="noopener">Lobgesang auf die neue Denkfabrik Republik 21</a>, eine «Ideenschmiede für neue, bürgerliche Politik» – bei dem NZZ-Chefredaktor Eric Gujer und NZZ-Berlin-Redaktorin Susanne Gaschke im Beirat sitzen. Das wird zwar in einem Halbsatz erwähnt (Gujer, Gaschke nicht). Das Beispiel zeigt aber trotzdem: Bei der Vermischung von Aktivismus und Journalismus misst man bei der NZZ offenbar mit unterschiedlichen Ellen.</p>
<h3>The Ugly – Geht das? Gehts noch!</h3>
<p>Man kann es als Zirkus bezeichnen, was die Medien rund um die Nachfolge der zurücktretenden Bundesrätin Simonetta Sommaruga veranstalten: In der Mitte eine Manege, in der einige ein Spektakel aufführen, andere rufen von der Seite ab und zu etwas hinein. Und manchmal wird auch jemand in die Manege gezerrt, der gar nichts mit alledem zu tun haben will. Die SP-Spitze möchte sicher eine Frau und gerne eine junge Mutter. Das gibt zu reden, denn selbstverständlich passt das erstens nicht allen und zweitens scheint es noch immer ein Aufreger zu sein, wenn die SP fordert, wofür sie seit jeher einsteht.</p>
<p><a href="https://www.tagesanzeiger.ch/eine-bundesraetin-mit-kleinen-kindern-geht-das-801569484452" target="_blank" rel="noopener">«Eine Bundesrätin mit kleinen Kindern, geht das?»</a>, titelte der Tages-Anzeiger. Der Artikel selber war zwar ausgewogen und zeigte aber auch, dass in Italien Frauen problemloser als in der Schweiz in wichtige politische Ämter kommen. Dass diese Frage 2022 tatsächlich noch immer ein Thema ist, oder vielmehr: zum Thema gemacht wird, langweilt eigentlich nur noch. Die Basler SP-Ständerätin Eva Herzog, die für Sommarugas Nachfolge kandidiert, <a href="https://www.blick.ch/politik/basleri-staenderaetin-tritt-vor-medien-nun-duerfte-auch-sp-herzog-ins-bundesratsrennen-einsteigen-id18039838.html" target="_blank" rel="noopener">brachte es auf den Punkt</a>: «Männer fragt man nie nach ihren Kindern und ihrem Alter».</p>
<p>Als Alain Berset 2011 für den Bundesrat kandidierte, war er 39 und hatte drei Kinder im schulpflichtigen Alter. Damals führten die Medien keine Grundsatzdebatte über die Verträglichkeit von Elternschaft und Regierungsamt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/12/20-minuten-chefin-nzz-aktivisten-sp-bundesraetin/">«20 Minuten»-Chefin, NZZ-Aktivisten, SP-Bundesrätin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Puls Check, Teuerung, swiss-cath.ch</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/15/puls-check-teuerung-swiss-cath-ch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2022 08:10:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Löhne]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Puls Check]]></category>
		<category><![CDATA[Anian Liebrand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – SRF-Gesundheitformat mit Medizin-Studis Die 35 Sekunden Einführung zum Video «Alk im Körper – auch wenig schadet deinen Organen» wirken noch ein klein wenig holprig. Doch danach machen die beiden Medizinstudenten Willi Balandies und Afreed Ashraf (Bild) einen super Job: In der ersten Folge des neuen Gesundheitsformats «Puls Check» von SRF Wissen erklären <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/15/puls-check-teuerung-swiss-cath-ch/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221015b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221015b.jpg" alt="" width="1456" height="486" class="aligncenter size-full wp-image-100102" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221015b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221015b-300x100.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221015b-1024x342.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221015b-768x256.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – SRF-Gesundheitformat mit Medizin-Studis</h3>
<p>Die 35 Sekunden Einführung zum Video «Alk im Körper – auch wenig schadet deinen Organen» wirken noch ein klein wenig holprig. Doch danach machen die beiden Medizinstudenten Willi Balandies und Afreed Ashraf (Bild) einen super Job: In der ersten Folge des neuen <a href="https://youtu.be/bbHEvBZ6aG8" rel="noopener" target="_blank">Gesundheitsformats «Puls Check»</a> von SRF Wissen erklären die beiden, welche Auswirkungen Alkoholkonsum auf die Organe und den ganzen Organismus hat. Dabei sprechen Balandies und Ashraf nicht einfach nur in die Kamera (dies übrigens mit charmanter Präsenz) das Video wird auch mit auflockernden Elementen wie Strassenumfragen («Welche Alkohol-Mythen kennst du?») oder zugänglich aufbereiteten Darstellungen von chemischen Abläufen im Körper angereichert. Stand Freitagmorgen hat die erste Folge auf Youtube bereits knapp 8000 Aufrufe. Alle zwei Wochen gibts eine neue Folge, acht bis zwölf Minuten lang, auf ein junges Publikum ausgerichtet. Eine gekürzte Version der Youtube-Videos ist jeweils auch im linearen SRF-Format «Puls» zu sehen. In der nächsten Folge gehts übrigens um Opiate und Matetee. Die Kommentare unter dem ersten Video sind jedenfalls erfolgversprechend: «Spannenda Faktacheck», «Mega spannend! Fröi mi uf meh vo eu!». Wir freuen uns auch!<br />
</p>
<h3>The Bad – Medienunternehmen knausern beim Lohn</h3>
<p>Anfang Oktober verschickte der Berufsverband Impressum <a href="https://www.impressum.ch/details/teuerung-impressum-fordert-lohnanpassungen-in-der-medienbranche" rel="noopener" target="_blank">einen offenen Brief</a> an 150 Medienunternehmen in der Schweiz. Die Forderung: Mehr Lohn für Journalist:innen im Jahr 2023, inklusive Teuerungsausgleich von 3 bis 3.5 Prozent. Würde diese Forderung nicht erfüllt, käme das faktisch einer Lohnkürzung gleich, schrieb Impressum in der Medienmitteilung. Denn seit Herbst 2021 steigt die Teuerung in der Schweiz stetig an. Der offene Brief passt perfekt zu den Forderungen, die sich Personalkommissionen auf die Fahne geschrieben haben. Die Pekos wandten sich vergangene Woche an die entsprechenden Unternehmensleitungen. Auch sie fordern einen Teuerungsausgleich, spezifisch im Hinblick auf die Produktionsgewinne und den gleichzeitigen Stellenabbau, unter anderem bei Tamedia. Die MEDIENWOCHE hat nachgefragt, ob es Lohnerhöhungen geben wird. Die Antworten sind schwammig. Bei Keystone SDA heisst es: «Sowohl eine allgemeine als auch eine individuelle Lohnanpassung sind bei uns ein Thema. Wir sind daran, eine praktikable Lösung zu finden. Viel mehr kann ich Ihnen im Moment nicht mitteilen.». Seitens CH Media – von der die Peko übrigens bereits im vergangenen Sommer eine Lohnerhöhung von vier Prozent forderte – beruft man sich auf den Budgetprozess Herbst/Winter 2022, das Thema habe man noch nicht abschliessend behandelt und man könne daher auch nichts zu den laufenden Prozessen sagen. Es bleibt also zu hoffen, dass sich die Verlage dies hinter die Ohren schreiben: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.</p>
<h3>The Ugly – Verurteilter SVPler startet swiss-cath.ch</h3>
<p>Am Montag nahm die Website <a href="https://archive.ph/GDmRi" rel="noopener" target="_blank">swiss-cath.ch</a> ihren Betrieb auf. Das Portal für Katholik:innen versteht sich als konservative Alternative zum liberalen <a href="https://www.kath.ch/" rel="noopener" target="_blank">kath.ch</a>, den Machern begegne man eher am «Marsch fürs Läbe» als an der Pride, schreibt das St. Galler Tagblatt. Hinter swiss-cath.ch steckt Anian Liebrand. Der ehemalige Präsident der Jungen SVP Schweiz ist kein unbeschriebenes Blatt. Hier ein paar Müsterli: 2014 lancierte Liebrand eine Webseite, auf der Schüler:innen ihre <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/verschiedenes/schuler-sollen-svp-kritiker-melden-ld.1621355" rel="noopener" target="_blank">Lehrpersonen melden</a> konnten, wenn sie sich von ihnen «einseitig politisch beeinflusst» fühlten. Aus Liebrands Perspektive dürfte das wohl heissen: zu links. 2015 verurteilte ihn das Kantonsgericht Luzern <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/ex-praesident-der-jungen-svp-rief-zu-selbstjustiz-auf-761538927170" rel="noopener" target="_blank">wegen übler Nachrede</a>. Er hatte damals Bilder von Personen, die an einer Demo teilgenommen hatten, im Internet veröffentlicht und dazu geschrieben: «Wer kennt diese Chaoten?» Vier Personen reichten darauf Strafanzeigen ein. Liebrand ist zudem gegen Sexualkundeunterricht im Kindergarten, sieht Abtreibungsgegner:innen als «Lebensschützer» und leitete die Geschäfte der Abstimmungskampagne für das Verhüllungsverbot. swiss-cath.ch-Redaktionsleiter Niklaus Herzog übrigens passt dazu: Der 71-jährige Theologe und Jurist ist gegen die «Ehe für alle». Da haben sich zwei gefunden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/15/puls-check-teuerung-swiss-cath-ch/">Puls Check, Teuerung, swiss-cath.ch</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Fairmedia, Radiostudios, SRF News</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/24/fairmedia-radiostudios-srf-news/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2022 08:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Radiostudio Bern]]></category>
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		<category><![CDATA[SRF News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Wichtige Medienkritik Es ist bereits einige Wochen her, dass die Medien Kopf standen, weil eine Reggae-Band ihr Konzert wegen der Dreadlocks ihres Sängers abbrechen musste. Und inmitten dieser medialen Aufregung musste sich das Komiker:innen-Duo Ursus &#038; Nadeschkin aus dem gleichen Grund rechtfertigen: kulturelle Aneignung. Die Dreadlocks von Nadeschkin, die sie seit dreissig <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/24/fairmedia-radiostudios-srf-news/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/24/fairmedia-radiostudios-srf-news/">Fairmedia, Radiostudios, SRF News</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220924b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220924b.jpg" alt="" width="1456" height="487" class="aligncenter size-full wp-image-99669" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220924b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220924b-300x100.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220924b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220924b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Wichtige Medienkritik</h3>
<p>Es ist bereits einige Wochen her, dass die Medien Kopf standen, weil eine Reggae-Band ihr Konzert wegen der Dreadlocks ihres Sängers abbrechen musste. Und inmitten dieser medialen Aufregung musste sich das Komiker:innen-Duo Ursus &#038; Nadeschkin aus dem gleichen Grund rechtfertigen: kulturelle Aneignung. Die Dreadlocks von Nadeschkin, die sie seit dreissig Jahren trägt, seien nicht «lustig und wild», sondern politisch inkorrekt.</p>
<p>Das ganze mediale Theater in all seinen Akten hat <a href="https://fairmedia.ch/2022/09/20/viel-aufregung-um-ein-bisschen-haar-nl/" rel="noopener" target="_blank">Fairmedia</a> nun unaufgeregt und sorgfältig aufgeschrieben. Im ersten Akt spielte eine E-Mail eine Rolle, die eigentlich an das Duo gerichtet war und irgendwie in der «20 Minuten»-Redaktion landete. Eigentlich hätte die Geschichte hier zu Ende sein können. «20 Minuten» titelte: «‹Perücke ist problematisch› – Nadeschkin wird kulturelle Aneignung vorgeworfen». Naja: «Ehrlicherweise hätte der Titel jedoch lauten müssen: ‹Anonyme Einzelperson wirft Nadeschkin kulturelle Aneignung vor›», schreibt Fairmedia. Die Organisation für fairen Journalismus hat mit Ursus &#038; Nadeschkin gesprochen und liess sie ihrerseits einige «Missverständnisse» – oder eher: falsch abgedruckte Zitate – richtigstellen.</p>
<p>Fairmedia liess den Fall zudem von Medienprofessor Vinzenz Wyss einordnen: «Es darf vermutet werden, dass die ‹20 Minuten›-Redaktion mit diesem Artikel die Debatte über kulturelle Aneignung ins Lächerliche ziehen wollte.» Die Rolle von «20 Minuten» entspreche nicht einem angemessenen journalistischen Diskurs, sagt Wyss. Der Job von Fairmedia tut dies dafür umso mehr.<br />
</p>
<h3>The Bad – Ehemaliges Radiostudio</h3>
<p>Seit dieser Woche arbeitet die Redaktion «SWI swissinfo.ch» <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/swi-swissinfoch-und-srf-in-bern-neu-unter-einem-dach" rel="noopener" target="_blank">neu an der Berner Schwarztorstrasse</a>. Der zehnsprachige Onlinedienst der SRG zog mit rund 100 Mitarbeitenden bei den verbleibenden Teilen der Inforedaktion von Radio SRF ein. Der gemeinsame Standort soll die Zusammenarbeit bereichern, heisst es.</p>
<p>Mit dem Umzug von «Swissinfo» schlägt die SRG den letzten Sargnagel für seine früheren Deutschschweizer Radiostudios ein: Nach dem Bruderholz in Basel und dem <a href="https://www.blick.ch/schweiz/radiostudio-srf-wird-schulhaus-nach-fast-90-jahren-ist-schluss-im-radiostudio-zuerich-id17804720.html" rel="noopener" target="_blank">Brunnenhof in Zürich</a> verschwindet auch das dritte und letzte der grossen Studios; SRF nennt seinen Berner Standort <a href="https://www.srf.ch/unternehmen/standorte/studio-bern/mitten-in-der-bundesstadt-studio-bern" rel="noopener" target="_blank">offiziell nur noch «ehemaliges Radiostudio»</a>.</p>
<p>Nur: In Bern produziert SRF weiterhin zahlreiche News-Sendungen, mit dem «Echo der Zeit» und dem «Rendez-vous» sogar zwei der Flaggschiffe des Schweizer Radios. Was heisst da also «ehemaliges Radiostudio»?</p>
<p>Wer weiss: Wenn auch noch die letzten Berner Radioleute nach Zürich verschoben sind und «Swissinfo» irgendwann mal weiterzieht, blüht dem «ehemaligen Radiostudio» vielleicht eine fancy Zukunft als Wohnliegenschaft, wie es <a href="https://www.wohnenradiobasel.ch/" rel="noopener" target="_blank">auf dem Basler Bruderholz</a> mit dem ehemaligen Radiostudio schon geschehen ist.</p>
<h3>The Ugly – Falsche Ausgewogenheit</h3>
<p>Ihr Name dürfte derjenige sein, der einem auf Social Media dieser Tage am häufigsten begegnet: Mahsa Amini. Ihre Tötung durch die iranische Sittenpolizei führte zu Protesten im ganzen Land. Die 22-Jährige starb in Polizeigewahrsam, nachdem sie festgenommen worden war, weil sie ihr Kopftuch nicht nach Vorschrift trug.</p>
<p>SRF News fasste den Fall zusammen und <a href="https://archive.ph/ym98Q" rel="noopener" target="_blank">schrieb</a>: «Die Familie behauptet, die junge Frau sei durch Schläge der Polizei gestorben. Laut Polizei hat die 22-Jährige einen Herzinfarkt erlitten.» Nun könnte man sagen: Journalistische Ausgewogenheit ist wichtig. Beide Seiten zu beleuchten gehört zu den Kernaufgaben unseres Jobs. Aber: Die Polizei im Iran funktioniert anders als die Polizei in der Schweiz. Im Auftrag des Staates setzt sie die Scharia-Vorschriften bezüglich religiösen Verhaltens durch. Unter der Scharia haben Frauen so gut wie keine Rechte. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Frau öffentlich von der Sittenpolizei geschlagen wird, wie unzählige Videoaufnahmen zeigen. Diese Polizei als relevante «Gegenstimme» für ausgewogene Berichterstattung zu zitieren, ist gelinde gesagt etwas naiv. In den Tagen darauf folgte bei SRF eine substanziellere Hintergrundberichterstattung. Aber es ist halt immer auch der erste Eindruck, der zählt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/24/fairmedia-radiostudios-srf-news/">Fairmedia, Radiostudios, SRF News</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Schweizer Journalist:in, Medien zum Krieg, Stapo Uster</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/16/schweizer-journalistin-medien-zum-krieg-stapo-uster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2022 08:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[fög]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Journalist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – «Schweizer Journalist:in»: Auf die nächsten 100! Letzte Woche ist die 100. Ausgabe der «Schweizer Journalist:in» erschienen, es ist gleichzeitig die letzte Ausgabe unter der Co-Chefredaktion von Samantha Zaugg und Charlotte Theile. Die beiden Journalistinnen geben das Amt nach etwas über einem Jahr wieder ab. Zur Jubiläumsausgabe kann man aber dennoch gratulieren: Sie <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/16/schweizer-journalistin-medien-zum-krieg-stapo-uster/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-98581" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – «Schweizer Journalist:in»: Auf die nächsten 100!</h3>
<p>Letzte Woche ist die 100. Ausgabe der «Schweizer Journalist:in» erschienen, es ist gleichzeitig die letzte Ausgabe unter der Co-Chefredaktion von Samantha Zaugg und Charlotte Theile. Die beiden Journalistinnen geben das Amt nach etwas über einem Jahr wieder ab. </p>
<p>Zur Jubiläumsausgabe kann man aber dennoch gratulieren: Sie ist ein entzückender Rückblick auf die vergangenen 16 Jahre des Branchenmagazins inklusive einer Analyse der früheren Titelbilder. Die schienen damals ein bisschen frecher daherzukommen: Eine Ausgabe von 2016 etwa zierte eine nicht gerade vorteilhafte Nahaufnahme von Hanspeter Lebrument, den Text dazu lieferte die Reporterin Margrit Sprecher. Sie ist seit der Gründung Mitherausgeberin des Magazins. Lange hielten Männer die Zügel in der Hand: Auf Gründungschefredaktor Markus Wiegand folgten Kurt W. Zimmermann und David Sieber.</p>
<p>Das Magazin hat sich über die Jahre stark gewandelt, mit frischeren, abwechslungsreicheren Geschichten und dem – bis jetzt – finalen Paukenschlag, als der Titel gegendert wurde: Aus «Schweizer Journalist» wurde «Schweizer Journalist:in». Mit dem Abgang von Zaugg und Theile wird sich zwangsläufig auch die Handschrift des Magazins verändern. Hoffen wir, dass wir auch dem neuen Chefredaktor Marcus Hebein zu einem nächsten Jubiläum gratulieren dürfen.<br />
</p>
<h3>The Bad – Medien zum Ukraine-Krieg: durchzogene Qualität</h3>
<p>Am Donnerstag veröffentlichte das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft fög der Universität Zürich <a href="https://www.foeg.uzh.ch/de/News2/2022/Ukraine-Studie.html" rel="noopener" target="_blank">eine Studie zur Berichterstattung über den Ukraine-Krieg</a>. Das fög hat 13 Onlinemedien aus der Deutschschweiz und der Romandie zwischen Januar und Mai 2022 analysiert. Insgesamt zieht die Studie eine positive Bilanz. </p>
<p>Blinde Flecken zeigten sich bei der geografischen Abdeckung der Berichterstattung: Neben der Ukraine und Russland spielten vor allem westliche Länder eine wichtige Rolle. Dass aber auch Länder im globalen Süden von den Auswirkungen des Kriegs betroffen sind, blieb weitgehend unbeleuchtet. Zudem seien viele Medien von Nachrichtenagenturen und anderen externen Quellen wie etwa Twitter abhängig, schreiben die Autor:innen. So beruhten 62 Prozent der Auslandsberichterstattung von Boulevard- und Pendlermedien auf Agenturmeldungen. Im Gegensatz zu Abonnementsmedien und dem öffentlichen Rundfunk haben diese Medien oft kein eigenes Korrespondent:innennetzwerk im Ausland. Des Weiteren wurden in 31 Prozent der Beiträge staatlich-militärische Quellen genutzt. «Gerade durch die Abhängigkeit von solchen externen Quellen besteht das Risiko, dass Narrative von Kriegsparteien unkritisch übernommen werden», wird Studienleiter Linards Udris in einer Mitteilung zitiert.</p>

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<h3>The Ugly – Stapo Uster: geschmacklose Tweets</h3>
<p>Am Montag berichtete die <a href="https://twitter.com/StapoUster" rel="noopener" target="_blank">Stadtpolizei Uster auf Twitter</a> über ihren Arbeitsalltag: «Während 12h twittern wir über Einsätze, Aufgaben &#038; Eindrücke aus allen Bereichen der Stapo. Zeitnah &#038; transparent», hiess es in der Ankündigung. Der Arbeitstag beginnt für die Polizist:innen um sechs Uhr morgens. Gut eine Stunde später haben sie geschafft, was sich Influencer:innen zum Ziel setzen: Maximale Zugriffszahlen wenige Stunden nach dem ersten Tweet. Die Ustermer Polizei dürfte sich das jedoch weder vorgenommen noch mit einem Shitstorm gerechnet haben. Eine Patrouille tweetete über einen Einsatz für das Betreibungsamt, man habe «einen Vorführbefehl vollstrecken und den Schuldner auf das Amt bringen» können. Besonders keck fragten die beiden Beamt:innen zum Schluss: «Wer freut sich schon nicht über einen frühmorgendlichen Besuch vom bewaffneten Briefträger?» Naja, wohl niemand, und dieser Meinung war auch die Twitter-Gemeinde: Witze auf Kosten mutmasslich armutsbetroffener Menschen seien «erbärmlich» und «ekelhaft», die Stapo Uster sollte sich schämen. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, ausser: Die Beamt:innen könnten sich eine Scheibe abschneiden, etwa von den Kolleg:innen der <a href="https://twitter.com/StadtpolizeiZH" rel="noopener" target="_blank">Stapo Zürich</a> oder <a href="https://twitter.com/StapoWinterthur" rel="noopener" target="_blank">Winterthur</a>. Die berichten auf Twitter neutral und nüchtern über aktuelle Einsätze – und treten nicht nach unten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/16/schweizer-journalistin-medien-zum-krieg-stapo-uster/">Schweizer Journalist:in, Medien zum Krieg, Stapo Uster</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Geldspritze, Vertrauensverlust, Nachwuchsproblem</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/18/geldspritze-vertrauensverlust-nachwuchsproblem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 08:03:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
		<category><![CDATA[Digital News Report]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Presserat erhält 100‘000 Franken «Die Finanzlage ist wirklich sehr schwierig. Wir haben lange versucht zu überbrücken – in der Hoffnung, dass die Unterstützung vom Bund kommt», sagte Presserats-Präsidentin Martina Fehr im April. Nachdem das Mediengesetz im Februar abgelehnt wurde und der Nationalrat kürzlich eine abgespeckte Version ebenfalls bachab schickte, befand sich der <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/18/geldspritze-vertrauensverlust-nachwuchsproblem/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/18/geldspritze-vertrauensverlust-nachwuchsproblem/">Geldspritze, Vertrauensverlust, Nachwuchsproblem</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220618b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220618b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-97970" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220618b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220618b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220618b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220618b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Presserat erhält 100‘000 Franken</h3>
<p>«Die Finanzlage ist wirklich sehr schwierig. Wir haben lange versucht zu überbrücken – in der Hoffnung, dass die Unterstützung vom Bund kommt», sagte Presserats-Präsidentin Martina Fehr <a href="https://www.persoenlich.com/medien/wir-brauchen-zusagen-fur-100-000-franken-bis-ende-mai" rel="noopener" target="_blank">im April</a>. Nachdem das Mediengesetz im Februar abgelehnt wurde und der Nationalrat kürzlich eine abgespeckte Version ebenfalls bachab schickte, befand sich der Presserat endgültig in akuter Geldnot. Das ist nun vorbei, zumindest vorerst: Dank einmaliger 100’000 Franken von den sechs Trägerorganisationen hat der Presserat bis 2023 Zeit, kurz durchzuschnaufen und Lösungen für eine längerfristige Finanzierung zu finden. Die ist auch nötig: Ausgelegt ist das Organ auf 80 Beschwerden pro Jahr, seit 2017 kommen aber jeweils fast doppelt so viele rein. Den bisherigen Rekord mit 197 Beschwerden pro Jahr verzeichnete der Presserat 2021. Gemäss Presserat haben der Verlegerverband Schweizer Medien und SRG SSR eine entscheidende Rolle im Prozess des Finanzierungszuschusses gespielt. Das ist begrüssenswert, hat der Verlegerverband doch 2016 noch angegeben, man könne sich eine finanzielle Unterstützung des Presserats nicht leisten – die Schuld <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/weiterungen-des-konflikts-mit-der-srg-verleger-stoppen-beitraege-fuer-den-presserat-ld.113006?reduced=true" rel="noopener" target="_blank">schob man damals</a> der SRG zu.<br />
</p>
<h3>The Bad – Vertrauen in die Medien sinkt</h3>
<p>Das Reuters Institute der University of Oxford veröffentlichte am vergangenen Mittwoch den <a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/digital-news-report/2022" rel="noopener" target="_blank">Digital News Report 2022</a>. Der Bericht untersucht einmal im Jahr die Newsnutzung in 46 Ländern, eine Befragung von 2000 Personen pro Land findet jeweils Anfang Jahr statt. Vor allem ein <a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/digital-news-report/2022/switzerland" rel="noopener" target="_blank">Befund für die Schweiz</a> stimmt besorgt: Nur noch 46 Prozent der Befragten gaben an, den Medien im Allgemeinen zu vertrauen. Das sind 5 Prozentpunkte weniger als noch 2016. Die Autoren führen diesen Verlust unter anderem auf die Covid-Pandemie zurück. Das grösste Vertrauen geniessen die Angebote der SRG, gefolgt von lokalen Zeitungen – also genau diejenigen, die entweder unter politischem Beschuss stehen oder zusammengespart werden. Zwar liegt die Schweiz beim Medienvertrauen im internationalen Vergleich leicht vorne, aber auch hier nimmt der Wert Jahr für Jahr ab. Kleine Lichtblicke gibt es aber auch: In der Schweiz nimmt die Bereitschaft, für News zu bezahlen, weiter zu. Inzwischen geben 18 Prozent der Befragten an, im vergangenen Jahr für Nachrichten bezahlt zu haben. Das ist ein Anstieg um sieben Prozentpunkte seit 2019.</p>

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<h3>The Ugly – Mehr Praktika als Volontariate</h3>
<p>Wer heute in den Journalismus einsteigen will, hat weniger Möglichkeiten als noch vor ein paar Jahren: SRF hat die interne journalistische Grundausbildung für den Moment <a href="https://www.persoenlich.com/medien/jetzt-wird-auch-beim-nachwuchs-gespart" rel="noopener" target="_blank">auf Eis gelegt</a>, Tamedia übernimmt seit mehreren Jahren nicht mehr alle Kosten für die teure Diplomausbildung an der Schweizer Journalistenschule MAZ. Nun berichtete <a href="https://www.persoenlich.com/medien/wie-medien-in-den-nachwuchs-investieren" rel="noopener" target="_blank">persoenlich.com</a>, dass derzeit zwar noch 40 Volontariate mit begleitender und teilweise oder voll bezahlten Ausbildung in Deutschschweizer Medien angeboten werden. Von den schlechter bezahlte Praktika, bei denen eine spätere Anstellung seltener garantiert ist als bei Volontariaten, bieten Redaktionen aber mehr als doppelt so viele an. Das ist insofern problematisch, als dass der Journalismus momentan sowieso schon ein Nachwuchsproblem hat: Anfang Jahr sagte Pascal Scheiber, Präsident des Verbands Junge Journalist:innen Schweiz, <a href="https://www.persoenlich.com/medien/wir-legen-den-finger-auf-die-wunden-der-branche" rel="noopener" target="_blank">in einem Interview</a>: «Wir hören von immer weniger Anmeldungen bei den Ausbildungsstätten. Von den Redaktionen hört man, dass es schwierig ist, eine Praktikumsstelle mit geeigneten Personen zu besetzen.» </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/18/geldspritze-vertrauensverlust-nachwuchsproblem/">Geldspritze, Vertrauensverlust, Nachwuchsproblem</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 07:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[10 vor 10]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97323</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Bitte um Entschuldigung Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97325" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Bitte um Entschuldigung</h3>
<p>Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt zu haben. Vergangene Woche, rund zweieinhalb Jahre später, kam der Fall zur Ruhe: Die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/verfahren-eingestellt-angeblicher-ritueller-missbrauch-eines-maedchens-fall-nathalie-kracht-in-sich-zusammen-vater-vollstaendig-entlastet-ld.2293050" target="_blank" rel="noopener">Staatsanwaltschaft</a> stellte das Verfahren gegen den Vater ein, der Tatverdacht habe sich in keiner Weise erhärtet.</p>
<p>Nun bittet die «Basler Zeitung» BaZ am Freitagmorgen öffentlich <a href="https://www.bazonline.ch/die-baz-entschuldigt-sich-315267023391?utm_source=Bajour&amp;utm_campaign=dd4d0c910a-2020-12-08+Basel+Briefing_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_bed6b33c61-dd4d0c910a-359722609" target="_blank" rel="noopener">um Entschuldigung</a> für ihre fehlerhafte Berichterstattung. Die Zeitung war eines der federführenden Medien im «Fall Nathalie». Chefredaktor Marcel Rohr (Bild) schreibt, man habe die eigenen Qualitätsstandards «nicht immer eingehalten» und auch die «Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen» hätten nicht immer funktioniert.</p>
<p>Für einen Grossteil der Artikel zum «Fall Nathalie» verantwortlich war der damalige Chefreporter <a href="https://www.persoenlich.com/medien/daniel-wahl-muss-gehen" target="_blank" rel="noopener">Daniel Wahl</a>, der unter anderem Tonaufnahmen des Gesprächs zwischen Nathalie und der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland veröffentlicht hatte, in welchem das Mädchen den angeblichen Missbrauch schilderte. Der <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">Presserat</a> rügte damals die BaZ, diese Veröffentlichung sei «ein krasser Verstoss gegen die Prinzipien journalistischer Ethik». Die Bitte um Entschuldigung ist also mehr als angebracht.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unvollständige Recherchen</h3>
<p>Am vergangenen Sonntag wies Fabian Eberhard im <a href="https://www.blick.ch/ausland/jung-hip-und-rechtsextrem-nemesis-feministinnen-stammen-aus-der-neonazi-szene-id17488986.html" target="_blank" rel="noopener">«Sonntagsblick»</a> auf die Neonazi-Verbindungen des Westschweizer Frauenkollektivs «Nemesis» hin. Anlass zu dem Artikel gab ein Beitrag von SRF. In der Sendung <a href="https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/nemesis-prangert-gewalt-gegen-frauen-durch-einwanderer-an?urn=urn:srf:video:2a98e77e-c85f-4159-a50f-ff3827d8ded0" target="_blank" rel="noopener">«10 vor 10»</a> durfte Anfang Mai eine Aktivistin von «Nemesis» prominent sexuelle Übergriffe durch Migranten auf pauschalisierende und xenophobe Weise anprangern. Über den rechtsextremen Hintergrund erfuhr man nichts am Fernsehen. Eine Unterlassung, die Eberhard mit seiner Recherche nachholte. Der Journalist unterliess es aber, bei SRF nachzufragen, weshalb sie die Neonazi-Verbindungen nicht thematisiert hatten.</p>
<p>Bei Ringier teilt Mediensprecher Daniel Riedel dazu auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit: «Beim ‹Sonntagsblick›-Artikel ging es darum, die Hintergründe der Gruppe und ihre Verbindungen zum Rechtsextremismus aufzuzeigen. SRF wurde dabei eingangs benannt, weil die Gruppierung wenige Tage zuvor auch in einem ‹10vor10›-Bericht thematisiert wurde.» Im Artikel selbst werde SRF aber kein Vorwurf gemacht, sondern es würden nur weitere Fakten zur Gruppe aufgeführt, die im SRF-Beitrag nicht erwähnt wurden. Und SRF gestand via Twitter ein, dass es angebracht gewesen wäre, «die Verbingung zur Neonazi-Szene zu erwähnen». Besser hätten SRF und «Sonntagsblick» von Anfang an alle wichtigen Fragen gestellt und vollständig berichtet.</p>

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<h3>The Ugly – Abgelaufene Konserve</h3>
<p>Jan «Monchi» Gorkow ist Sänger der deutschen Politpunkband «Feine Sahne Fischfilet» und war am Montag in der <a href="https://www.srf.ch/audio/focus/monchi-musiker-meine-droge-gibt-es-ueberall?id=12190353" target="_blank" rel="noopener">SRF-Sendung «Focus»</a> zu hören. Wobei, so ganz stimmt das nicht: «Monchi» ist nicht bloss Sänger, sondern steht momentan vor allem im Fokus von anonymen Vorwürfen wegen sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauchs. Gorkow war ausserdem auch gar nicht am letzten Montag zu Gast bei SRF. Das Gespräch wurde lange im Voraus, bereits am 5. Mai, aufgezeichnet.</p>
<p>Das Interview über «Monchis» neues Buch und seine exzessive Vergangenheit steht nun etwas schräg in der Landschaft. Immerhin: Auf der Website weist SRF das transparent aus und verspricht, dass man bei «Focus» die «Entwicklungen der Vorwürfe» aufmerksam verfolgt. Alexander Blunschi, Leiter Radio SRF 3, schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Die Vorwürfe sind aktuell noch sehr vage und stammen von einem anonymen Social-Media-Account. Es gilt also derzeit die Unschuldsvermutung.» Deshalb habe die Leitung von SRF 3 entschieden, die Sendung auszustrahlen «und einen entsprechenden Hinweis anzubringen, weshalb die aktuellen Vorwürfe im Gespräch nicht thematisiert wurden. Dies war aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten schlicht nicht möglich».</p>
<p>Eine mögliche Lösung wäre weniger Radio aus der Konserve. Und: Die Vorwürfe waren bereits <a href="https://www.musikexpress.de/feine-sahne-fischfilet-vorwuerfe-keiner-muss-taeter-sein-2146297/" target="_blank" rel="noopener">vier Tage vor dem Ausstrahlungstermin</a> der «Focus»-Sendung bekannt. SRF 3 hätte also genügend Zeit gehabt, das Interview zu kippen und mit jemand anderem zu reden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rundschau/Watson, Swiss&#160;Press&#160;Award, Sonntagszeitung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/23/rundschau-watson-swiss-press-award-sonntagszeitung/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/04/23/rundschau-watson-swiss-press-award-sonntagszeitung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Apr 2022 08:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Rundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Swiss Press Award]]></category>
		<category><![CDATA[Alice Schwarzer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96659</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Gelungene Kooperation Eine gemeinsame Recherche von «Rundschau» und «Watson» widmete sich vergangene Woche einem Femizid von Oktober 2021. Fulya Demi ist mutmasslich von ihrem Ehemann erstochen worden. Die beiden Journalistinnen Sarah Serafini und Samira Zingaro (Bild) begannen die Recherche kurz nach der Tat. Sie besuchten Demis Eltern in der Türkei, sprachen mit <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/23/rundschau-watson-swiss-press-award-sonntagszeitung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/23/rundschau-watson-swiss-press-award-sonntagszeitung/">Rundschau/Watson, Swiss Press Award, Sonntagszeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220423b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-96661" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220423b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220423b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220423b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220423b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220423b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Gelungene Kooperation</h3>
<p>Eine gemeinsame Recherche von <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/femizid-von-altstetten-die-geschichte-von-fulya-demir-getoetet-vor-ihrem-haus" target="_blank" rel="noopener">«Rundschau»</a> und <a href="https://www.watson.ch/schweiz/feminismus/487403445-femizid-in-altstetten-zuerich-die-geschichte-der-getoeteten-fulya-demir" target="_blank" rel="noopener">«Watson»</a> widmete sich vergangene Woche einem Femizid von Oktober 2021. Fulya Demi ist mutmasslich von ihrem Ehemann erstochen worden.</p>
<p>Die beiden Journalistinnen Sarah Serafini und Samira Zingaro (Bild) begannen die Recherche kurz nach der Tat. Sie besuchten Demis Eltern in der Türkei, sprachen mit der Nachbarin in Altstetten: «Uns war wichtig, dass wir unsere Protagonist:innen nicht ‹überfallen›», sagt Serafini zur MEDIENWOCHE. Mit viel Gesprächen, Zeit und Einfühlungsvermögen haben die beiden Journalistinnen nach und nach ein Vertrauensverhältnis geschaffen, das ihnen erlaubte, in die Welt von Demi einzutauchen. «Bevor wir im Februar zu den Eltern und der Schwester in die Türkei reisten, standen wir bereits drei Monate lang in regem Kontakt.» Wie berichtet man über ein Thema, das einen als Frau selber betreffen könnte? Die Recherche sei teilweise aufwühlend gewesen, sagt Serafini: «Vor allem Gespräche mit Menschen, die Fulya gut gekannt hatten, waren manchmal schwer zu ertragen. Ich fand es richtig und wichtig, dass auch wir geweint haben, wenn uns danach war.» Entstanden ist ein starkes Stück Journalismus und das auf mehreren Ebenen: gemeinsam statt konkurrenzierend, empathisch und trotzdem reflektiert.<br />
</p>
<h3>The Bad – «Keine Statistik nach Geschlechtern»</h3>
<p>Am 27. April werden die Gewinner*innen des diesjährigen Swiss Press Award geehrt, vergangene Woche wurden die <a href="https://swisspressaward.ch/de/nominierte-swiss-press-award-2022/" target="_blank" rel="noopener">Nominationen</a> bekanntgegeben: Unter den 30 Nominierten finden sich gerade einmal sechs Frauen.</p>
<p>«Wir führen keine Statistik nach Geschlechtern», sagt Mitorganisator Michael von Graffenried auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Und er verweist auf den Swiss Press Photo Award, dort stehen die Gewinner*innen nämlich bereits fest: Der 2. Preis in der Kategorie Porträt ging an das <a href="https://50-50-50.ch/" target="_blank" rel="noopener">Kollektiv «50-50-50»</a>, das im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Frauenstimmrechts 50 Frauen fotografiert hat.</p>
<p>Die Fotografinnen haben ihre Frauenporträts alle einzeln eingeschickt. Für von Graffenried bedeutet das, dass der Swiss Press Award «noch nie so viele Preisträgerinnen in einem Jahrgang gehabt hat». Auf der Webseite ist allerdings <a href="https://swisspressaward.ch/de/gewinner/" target="_blank" rel="noopener">nur eine der 50 Fotografinnen</a> als Gewinnerin aufgeführt. Von Graffenried sagt, dass leider noch immer zu wenig Frauen an den Ausschreibungen mitmachen – dass es aber jedes Jahr «ein wenig besser» werde. Immerhin sind die Frauen in den sechs verschiedenen Jurys in der Mehrheit: 18 Frauen und 15 Männer.</p>

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<h3>The Ugly – Unwidersprochen stehen gelassen</h3>
<p>Die Journalistin Alice Schwarzer hat ein neues Buch geschrieben und wurde in der letzten «Sonntagszeitung» dazu <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/die-trans-ideologie-ist-in-wahrheit-rueckschrittlich-467980207060" target="_blank" rel="noopener">interviewt</a>. Die Altfeministin wird unter anderem gefragt, ob es ein Jugendtrend sei, dass sich vor allem die Generation Z «mit LGBT-Themen auseinandersetzt», es gehe um «subjektive Geschlechter», dem das biologische «notfalls angepasst wird» und darum, ob Mütter die «Treiber der Entwicklung» seien, «weil ihre Kinder und deren Wünsche für sie das Mass aller Dinge sind».</p>
<p>Schwarzer stellt in ihren Antworten die These von «echten Transsexuellen» auf und sagt, dass trans Buben (die sie allerdings fälschlicherweise als Mädchen gendert) «in den meisten Fällen nur ein Unbehagen an der Frauenrolle verspüren». Hanna Jannsen ist im Vorstand des queeren Vereins <a href="https://milchjugend.ch/" target="_blank" rel="noopener">Milchjugend</a> und sagt zur MEDIENWOCHE: «Als erstes finde ich es problematisch, das Ganze als ‹trans Debatte› oder ‹trans Ideologie› darzustellen. Es geht hier um Menschen und deren Rechte nicht um irgendeine ‹Debatte›.» Trans Menschen sind Menschen, die die gleichen Rechte und Chancen verdient haben wie alle anderen Menschen auch, so Janssen: «Ich finde metaphysische Fragen wie ‹Was ist eine Frau? Was ist ein Mann?› nicht produktiv.» Dass jungen trans Menschen in vielen Fällen nicht geglaubt wird, oder dass ihr Outing als «Phase» abgetan ist, gehört zum bekannten Inventar der Transfeindlichkeit, die mit solchen Aussagen wie denjenigen von Schwarzer zementiert wird – und sie bleiben im Interview unwidersprochen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/23/rundschau-watson-swiss-press-award-sonntagszeitung/">Rundschau/Watson, Swiss Press Award, Sonntagszeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Soforthilfe, Geldsegen, Sandkasten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/25/spendengeld-riesengewinn-sandkasten/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/03/25/spendengeld-riesengewinn-sandkasten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Mar 2022 21:07:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Arena]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95892</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Spenden für Kolleg:innen in der Ukraine Vor zwei Tagen mussten die beiden AP-Reporter Mstyslav Chernov und Evgeniy Maloletka unter dem Schutz von ukrainischen Soldaten aus Mariupol fliehen. Die Stadt steht aktuell im Zentrum des Ukraine-Kriegs, Chernov und Maloletka gehörten zu den letzten verbleibenden Journalist:innen, die vor Ort berichteten. Offenbar machte die russische <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/25/spendengeld-riesengewinn-sandkasten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/25/spendengeld-riesengewinn-sandkasten/">Soforthilfe, Geldsegen, Sandkasten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220326b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220326b-300x101.jpg" alt="" width="300" height="101" class="alignnone size-medium wp-image-95894" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220326b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220326b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220326b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220326b.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>The Good – Spenden für Kolleg:innen in der Ukraine</h3>
<p>Vor zwei Tagen mussten die beiden AP-Reporter Mstyslav Chernov und Evgeniy Maloletka unter dem Schutz von ukrainischen Soldaten aus Mariupol fliehen. Die Stadt steht aktuell im Zentrum des Ukraine-Kriegs, Chernov und Maloletka gehörten zu den letzten verbleibenden Journalist:innen, die vor Ort berichteten.</p>
<p>Offenbar machte die russische Armee gezielt <a href="https://www.bazonline.ch/wie-den-letzten-journalisten-die-flucht-aus-mariupol-gelang-635777455901" rel="noopener" target="_blank">Jagd auf Medienschaffende</a>. Nicht nur für Chernov und Maloletka wird ihr Job zur täglichen Hölle: Journalist:innen in der Ukraine berichten aktuell über den Untergang ihrer eigenen Heimat, viele von ihnen haben Angehörige oder Kolleg:innen verloren oder wurden verletzt. Und trotzdem gilt: Weiterarbeiten. «Von ukrainischen KollegInnen wird scheinbar Übermenschliches verlangt. Sie können alle unsere Unterstützung gebrauchen», schreibt die SRF-Journalistin Luzia Tschirky (Bild) in ihrem <a href="https://www.impressum.ch/details/ukraine-luzia-tschirky-ruft-zu-spenden-fuer-journalistinnen-und-journalisten-auf" rel="noopener" target="_blank">Spendenaufruf</a> mit dem Berufsverband impressum. </p>
<p>Sie unterstützt die <a href="https://donorbox.org/ukraine-impressum-hilft" rel="noopener" target="_blank">Sammelaktion</a>, das Geld wird vom Safety Fund der European Federation of Journalists und der International Federation of Journalists zusammen mit der National Union of Journalists of Ukraine (NUJU) und der Independent Media Trade Union of Ukraine (IMTUU) direkt eingesetzt. Etwa für Sicherheitsausrüstungen, humanitäre Soforthilfe, medizinische Güter oder allenfalls Notfallmassnahmen wie Rückreisen aus der Ukraine. </p>
<p>Aktuell sind bereits 6830 Franken zusammengekommen, der Berufsverband selbst hat 5550 Franken gespendet. Der Betrag geht schrittweise hoch und die Spenden kommen vornehmlich von impressum-Mitgliedern, schreibt Geschäftsführer Urs Thalmann auf Anfrage der MEDIENWOCHE.<br />
</p>
<h3>The Bad – Eat the rich</h3>
<p>Gut eineinhalb Monate nachdem eine Ausweitung der Medienförderung in der Abstimmung abgelehnt wurde, verzeichnen die grössten Unternehmen der Branche fette Gewinne für das Geschäftsjahr 2021: CH Media hat den Gewinn um die Hälfte gesteigert auf 23 Millionen Franken, die NZZ schrieb im letzten Jahr 24 Millionen und die TX Group weist gar (dank Sondereffekten) einen Riesengewinn von 833 Millionen Franken auf. Schön. Bloss: Es waren genau diese grossen Verlage, die beim Schnüren des Medienpakets 70 Millionen Franken Medienförderung für die eigenen Unternehmen dazulobbyiert hatten. Davon hätten mehrheitlich die reichen Verlage und ihre Eigentümer profitiert: Peter Wanner von CH Media, Pietro Supino von der TX Group, dessen Familie ein Vermögen von über einer Milliarde Franken besitzt, die Ringier-Familie mit einem geschätzten Vermögen von ebenfalls rund einer Milliarde. Sie befeuerten mit ihren Forderungen nach noch mehr Fördergeldern das zentrale Argument der Gegenkampagne «Keine Steuermilliarden für Medienmillionäre», das die Stimmberechtigen letztlich zu überzeugen schien. Es muss schön weich und bequem sein, von derart gut gepolsterter Perspektive her weiterhin auf die Kleinen herabzublicken, denen die Medienförderung tatsächlich geholfen hätte und die nun leer ausgehen.</p>

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<h3>The Ugly – Journalist:innen im Sandkasten</h3>
<p>Alles fing damit an, dass Sandro Brotz den SVP-Politiker Thomas Aeschi in seine «Arena»-Sendung eingeladen hatte – und zwar schon bevor dieser in der Nationalratsdebatte <a href="https://www.blick.ch/politik/vergewaltigen-ukrainerinnen-svp-aeschi-hetzt-gegen-iraker-id17323461.html" rel="noopener" target="_blank">davon sprach</a>, dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen Ukrainerinnen vergewaltigen. </p>
<p>Brotz konfrontierte den Politiker in seiner Sendung wortreich und entschieden damit, dass diese Aussage rassistisch sei. Woraufhin die «Tages-Anzeiger»-Journalistin Michèle Binswanger in ihrer <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/moderator-auf-abwegen-449141804466" rel="noopener" target="_blank">Kritik zur Sendung</a> schrieb, Brotz habe mit seinem Auftritt «jedes Anti-SRG-Klischee bestätigt: dass SRF nämlich von linken, parteiischen und selbstverliebten und eitlen Gesellen bevölkert werde». Binswangers Redaktionskollege Sandro Benini konterte in seinem <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/sandro-brotz-hat-alles-richtig-gemacht-956659855995" rel="noopener" target="_blank">Kommentar</a>, Brotz habe alles richtig gemacht. </p>
<p>Die SVP ist jetzt beleidigt und will fortan <a href="https://www.persoenlich.com/medien/svp-will-nicht-mehr-an-arena-teilnehmen" rel="noopener" target="_blank">die «Arena» boykottieren</a>, auf Twitter folgte zudem eine Schlammschlacht, in denen sich alle Beteiligten und die Zaungäste aus der restlichen Medienszene Saures gaben. Es war ein bisschen wie im Sandkasten früher auf dem Spielplatz. Bloss: Ausserhalb dieses Sandkastens tobt ein Krieg, wütet noch immer eine Pandemie, entwickelt sich das Leben also in derart chaotischen Bahnen wie schon lange nicht mehr. </p>
<p>Es wäre an der Zeit, die Plastikschaufeln beiseite zu legen und einfach wieder den Job als Journalist:in zu machen: Über den Sandkastenrand hinausschauen, berichten, einordnen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/25/spendengeld-riesengewinn-sandkasten/">Soforthilfe, Geldsegen, Sandkasten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Bundeshaus, Sprache im Krieg, Weltwoche</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/26/bundeshaus-sprache-im-krieg-weltwoche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 2022 08:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Hubert Mooser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Gemeinsam gegen Behördenschwurbel Am Donnerstag wollte der Bundesrat sein Sanktionsregime nach Putins Angriff auf die Ukraine erklären. Also eigentlich sprach Bundespräsident und EDA-Vorsteher Ignazio Cassis etwas über sieben Minuten hilflos lang davon, dass der Bundesrat zwar die militärische Invasion «aufs Schärfste» verurteile und man Putin auffordere, seine Truppen zurückzuziehen, doch konkrete Massnahmen <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/26/bundeshaus-sprache-im-krieg-weltwoche/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/26/bundeshaus-sprache-im-krieg-weltwoche/">Bundeshaus, Sprache im Krieg, Weltwoche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220226b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220226b-300x101.jpg" alt="" width="300" height="101" class="alignnone size-medium wp-image-95123" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220226b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220226b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220226b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220226b.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>The Good – Gemeinsam gegen Behördenschwurbel</h3>
<p>Am Donnerstag wollte der Bundesrat sein Sanktionsregime nach Putins Angriff auf die Ukraine erklären. Also eigentlich sprach Bundespräsident und EDA-Vorsteher Ignazio Cassis etwas über sieben Minuten hilflos lang davon, dass der Bundesrat zwar die militärische Invasion «aufs Schärfste» verurteile und man Putin auffordere, seine Truppen zurückzuziehen, doch konkrete Massnahmen präsentierte er nicht. Wirtschaftsminister Parmelin, der für Sanktionen zuständig wäre, war gar nicht erst vor Ort.</p>
<p>Cassis’ Staatssekretärin Livia Leu und Botschafter Erwin Bollinger <a href="https://youtu.be/OmcnFfhZE9k" rel="noopener" target="_blank">stellten sich den Fragen</a> der Journalist:innen. Und die kam zahlreich, fast eine Stunde lang folgte Frage auf Frage: Die NZZ wollte etwa wissen, wie die Schweiz ihre bewaffnete Neutralität interpretiert, ein Tages-Anzeiger-Journalist fragte, warum die Schweiz die Sanktionen der USA und der EU nicht übernehme. Immer wieder verlangten die Medien nach Begründungen und Erklärungen, sie Bundeshausjournalist:innen löcherten die Behördenvertreter:innen. Doch diese formulierten das bereits Gesagte nur mit anderen Worten.</p>
<p>Viel Brauchbares kam bei dem «konfusen Medienauftritt» («Tages-Anzeiger») bis zum Ende nicht heraus. Das lag definitiv nicht an der fehlenden Beharrlichkeit der Bundeshausjournalist:innen, sondern an einem zaudernden Bundesrat und der Unfähigkeit seines Personals, das (Nicht-)Handeln der Schweiz zu erklären.</p>
<h3>The Bad – Wie man nicht über Krieg berichtet</h3>
<p>Mit welchen Worten und Bildern berichten wir über Krieg? Hier eine unvollständige Auswahl schlechter Beispiele:<br />
    • Von einem <a href="https://www.blick.ch/sport/fussball/championsleague/ceferin-beruft-sondersitzung-ein-uefa-schlaegt-wegen-ukraine-konflikt-alarm-id17265817.html" rel="noopener" target="_blank">«Ukraine-Konflikt»</a> schreiben. Der <a href="https://www.nau.ch/news/europa/ukraine-konflikt-deshalb-kam-es-zum-krieg-66115948" rel="noopener" target="_blank">Ausdruck «Konflikt»</a> verharmlost, was gerade geschieht. Er suggeriert, dass zwei Seiten auf Augenhöhe involviert sind: Bei einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konflikt" rel="noopener" target="_blank">Konflikt</a> treffen unterschiedliche Wertvorstellungen oder Erwartungen aufeinander. Aber jetzt findet gerade eine Invasion statt und es herrscht Krieg. Bei einem <a href="https://www.cash.ch/news/top-news/ukraine-konflikt-von-sanktionen-bis-atomkriegsgefahr-die-heimlichen-sorgen-der-banker-1915036" rel="noopener" target="_blank">Konflikt</a> rollen keine Panzer über Landesgrenzen.<br />
    • Putins Entscheidung, mutmasslich Völker- und Kriegsrecht zu brechen, als <a href="https://www.srf.ch/news/international/krieg-in-der-ukraine-so-reagiert-die-welt-auf-russlands-angriff" rel="noopener" target="_blank">«Russlands Angriff»</a> oder <a href="https://www.nzz.ch/visuals/ukraine-die-invasion-russlands-in-karten-und-grafiken-ld.1671603" rel="noopener" target="_blank">«die Invasion Russlands»</a> formulieren. Der Entscheid, einen militärischen Angriff zu starten, hat Russlands Präsident Vladimir Putin getroffen. Dass die russische Bevölkerung damit nicht einverstanden ist, zeigten die Proteste in russischen Grossstädten in den letzten Tagen, ungeachtet der massiven Drohungen Putins.<br />
    • Wenn uns Journalist:innen die letzten zwei Jahre etwas gelehrt haben sollten, dann das: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Horse-Race-Berichterstattung" rel="noopener" target="_blank">Horse-Race-Berichterstattung</a> hilft niemandem. Es ist nicht nötig, auf seiner Startseite ein Video im Endlosloop zu zeigen, in dem <a href="https://www.watson.ch/videos/international/868622225-russland-hat-kiew-unter-heftigen-beschuss-genommen-die-bilder" rel="noopener" target="_blank">Bomben auf Wohnhäuser</a> fliegen.</p>
<h3>The Ugly – Häme von der «Weltwoche»</h3>
<p>Die SRF-Russland-Korrespondentin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Luzia_Tschirky" rel="noopener" target="_blank">Luzia Tschirky</a> berichtete am Donnerstag vom Angriff auf die Ukraine und trug dabei eine schusssichere Weste. «Weltwoche»-Bundeshausredaktor Hubert Mooser (Bild) sah darin <a href="https://archive.ph/wdsOa" rel="noopener" target="_blank">eine «Inszenierung»</a>, denn zu diesem Zeitpunkt sei «in Kiew», an dessen Autobahnausfahrt sich Tschirky während der Übertragung befand, wohl «keineswegs schon geschossen worden». Dabei ignoriert Mooser, dass sich die Journalistin ziemlich genau zwischen zwei Flugplätzen befand, die zu den prominenten Zielen der russischen Armee zählten und zum Teil schon unter Beschuss standen.</p>
<p>Tschirky ist eine gestandene Reporterin, erfahrene Russland-Expertin, wurde 2021 zur Journalistin des Jahres gewählt und im gleichen Jahr in Belarus wegen ihrer Arbeit verhaftet. Wie und wann sie sich schützt, liegt in ihrem Ermessen. Moosers journalistische Tätigkeiten gehen nicht über die Landesgrenze hinaus. Doch 2004 erwähnte er in einem Porträt in der Rhonezeitung Oberwallis, dass der Beruf des Kriegsreporters sein «Bubentraum» gewesen sei. Der Verdacht liegt daher nahe, dass in den unqualifizierten Äusserungen dieses frustrierten älteren Herren auch Neid mitschwingt.</p>
<p>Ob derart widerlichem Auftreten fehlen einem die Worte. Die richtigen gefunden hat Watson-Journalist Petar Marjanović, der zu Moosers Artikel eine fundiert begründete <a href="https://docs.google.com/document/d/1v2KBorAWgF0VZxU0K3CzZbS_m93G-xWJPcAY1bYJXHQ/edit?usp=sharing" rel="noopener" target="_blank">Beschwerde beim Presserat</a> eingereicht hat. Über 300 Personen haben die Beschwerde innerhalb von weniger als 24 Stunden unterschrieben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/26/bundeshaus-sprache-im-krieg-weltwoche/">Bundeshaus, Sprache im Krieg, Weltwoche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Sonntagsblick, Watson, Tages-Anzeiger</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/29/sonntagsblick-watson-tages-anzeiger/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jan 2022 09:53:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – «Sonntagsblick» mit neuer Recherche-Power Fabian Eberhard ist ein derart hartnäckiger Rechercheur, dass er immer wieder bedroht wird: von Neonazis oder Erdogan-Fans zum Beispiel. Journalistisch fällt Eberhard mit grossen Enthüllungen auf, jüngst etwa mit seiner Recherche über Gianni Infantinos heimlichen Umzug nach Katar. 2019 wurde seine Recherche-Serie über Schweizer Waffen in Kriegsgebieten mit <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/29/sonntagsblick-watson-tages-anzeiger/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/29/sonntagsblick-watson-tages-anzeiger/">Sonntagsblick, Watson, Tages-Anzeiger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-300x101.jpg" alt="" width="300" height="101" class="alignnone size-medium wp-image-94416" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>The Good – «Sonntagsblick» mit neuer Recherche-Power</h3>
<p>Fabian Eberhard ist ein derart hartnäckiger Rechercheur, dass er immer wieder bedroht wird: von Neonazis oder Erdogan-Fans zum Beispiel. Journalistisch fällt Eberhard mit grossen Enthüllungen auf, jüngst etwa mit seiner Recherche über Gianni Infantinos heimlichen <a href="https://www.blick.ch/schweiz/heimlicher-umzug-fifa-chef-infantino-wohnt-jetzt-in-katar-id17149816.html" rel="noopener" target="_blank">Umzug nach Katar</a>. 2019 wurde seine Recherche-Serie über Schweizer Waffen in Kriegsgebieten mit dem <a href="https://www.blick.ch/politik/ausgezeichnet-fuer-recherche-ueber-schweizer-waffen-in-kriegsgebieten-sonntagsblick-reporter-fabian-eberhard-erhaelt-zuercher-journalistenpreis-id15322700.html" rel="noopener" target="_blank">Zürcher Journalistenpreis</a> ausgezeichnet. </p>
<p>Nun wurde der 38-Jährige per Februar zum Recherche-Chef des «Sonntagsblick» ernannt, wo er seit 2017 als Reporter arbeitet. Eberhard betreibt einen Journalismus abseits vom klassischen Boulevard. Seine Ernennung steht auch für einen Wandel, für (noch) mehr Recherche beim «Sonntagsblick» und für einen politisch und gesellschaftlich relevanten Journalismus. Das lässt hoffen, dass das auch auf den «Blick» abfärbt. Dem Blatt täte das auf jeden Fall gut, das sich aktuell mit einem <a href="https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/zug/zuger-kantonsgericht-spiess-hegglin-kaempft-vor-gericht-gegen-ringier-um-gewinnherausgabe-ich-will-ein-urteil-denn-sonst-wiederholt-es-sich-ld.2240215" rel="noopener" target="_blank">Riesenprozess</a> wegen frauenfeindlicher Berichterstattung herumschlagen muss.</p>
<h3>The Bad – «Watson» im Tabak-Dilemma</h3>
<p>Am 13. Februar 2021 sind Abstimmungen und wer etwas mit Medien zu tun hat, spricht, tweetet und streitet nur noch über das Medienpaket. Alle? Nicht ganz. Beim werbefinanzierten News- und Unterhaltungsportal «Watson» befasst man sich auch mit der Initiative «Kinder ohne Tabak», die ein strenges Werbeverbot für Tabakprodukte fordert. </p>
<p>Watson-Vermarktungschef <a href="https://www.persoenlich.com/kategorie-werbung/ein-werbeverbot-ist-ein-illiberaler-wirtschaftstod" rel="noopener" target="_blank">Tarkan Özküp</a> erklärte diese Woche in einem Interview mit «persoenlich.com», dass bei einer Annahme der Initiative Werbeeinnahmen wegfallen würden, mit denen man eigentlich rechnet. Die Einnahmen bewegen sich laut Özküp im einstelligen Prozentbereich des Gesamtumsatzes – der Wegfall würde schmerzen, existenziell sei er aber nicht. Es sei eine Haltungsfrage, wie man der Initiative gegenüberstehe, findet Özküp. Sie sei zu extrem und öffne die Tür für andere Werbeverbote. Watson verdient Geld mit Werbung – auch für Tabakprodukte wie Snus oder E-Zigaretten.</p>
<p>Die Redaktion dagegen hat wenig fürs Rauchen übrig: Die frühere Sexkolumnistin Emma Amour <a href="https://www.watson.ch/leben/blogs/367500668-emma-amour-hat-aufgehoert-zu-rauchen-und-24-stunden-in-der-hoelle-erlebt" rel="noopener" target="_blank">hörte auf zu rauchen</a>, die Redaktion <a href="https://www.watson.ch/leben/gesundheit/852132536-rauchfrei-in-6-wochen-wie-ein-kurs-mich-von-den-zigis-wegbringen-soll" rel="noopener" target="_blank">probiert Rauchstopp-Kurse</a> aus und auch der <a href="https://www.watson.ch/gesundheit/panorama/980539458-10-andere-wirklich-gute-gruende-mit-dem-rauchen-aufzuhoeren" rel="noopener" target="_blank">Nichtrauchertag</a> wird abgefeiert. Eigentlich löblich, diese Haltung müsste sich aber konsequenterweise auch dann widerspiegeln, wenn es um die Initiative – und ums Geld – geht.</p>
<h3>The Ugly – Antisemitismus im «Tages-Anzeiger»</h3>
<p>Am Montag erschien im «Tages-Anzeiger» ein Porträt der Zürcher FDP-Stadtratskandidatin Sonja Rueff-Frenkel. Es schlug die ganze Woche lang so hohe Wellen, wie schon lange kein «Tagi»-Text mehr – allerdings nicht, weil er so gut war. Autor Kevin Brühlmann sprach im Interview mit Rueff-Frenkel nicht nur ihr politisches Engagement für eine jüdisch-orthodoxe Mädchenschule an, sondern wollte in diesem Zusammenhang wissen, inwiefern die «unterdrückte Sexualität» von «unreinen» orthodoxen Frauen mit Gleichstellung zusammenpasse. Dass Rueff-Frenkel selber jüdischen Glaubens ist, rechtfertigt diese Frage nicht. Der Text enthielt zudem weitere klassische antisemitische Stereotypen.</p>
<p>Es folgte ein Shitstorm auf Twitter, <a href="https://twitter.com/bruehlmania/status/1486440647108472832" rel="noopener" target="_blank">Autor Brühlmann entschuldigte sich</a> und zwei Tage später entschuldigte sich <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/wir-entschuldigen-uns-596562489688" rel="noopener" target="_blank">auch die Chefredaktion</a> öffentlich. Weder Antisemitismus noch die «unfaire Behandlung von Frauen» hätten im «Tages-Anzeiger» etwas zu suchen. Bloss: Beides fand seinen Platz im Text – und steht «aus Transparenzgründen» <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/die-frau-mit-dem-spinnennetz-424451075417" rel="noopener" target="_blank">weiterhin online</a>.</p>
<p>Dieser Text hätte so nicht erscheinen dürfen. Brühlmann hat den Artikel ja nicht im Alleingang auf einem privaten Blog veröffentlicht. Dass mit dem Text antisemitische und frauenfeindliche Stereotypen reproduziert werden, hätte mindestens einer anderen Person auf der Redaktion auffallen müssen. </p>
<p>Aber niemandem ist etwas aufgefallen. Auf Anfrage der MEDIENWOCHE schreibt Mario Stäuble, der Co-Chefredaktor des «Tages-Anzeigers»: «Der Text durchlief wie jeder Text eine Reihe von Kontrollinstanzen. Ich verweise auf unseren Kommentar zum Fall: ‹In diesem Fall haben wir unsere Qualitätsstandards nicht eingehalten, und die Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen, haben nicht funktioniert. Wir ziehen daraus unsere Lehren, damit das ein Einzelfall bleibt.›»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/29/sonntagsblick-watson-tages-anzeiger/">Sonntagsblick, Watson, Tages-Anzeiger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Dec 2021 09:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Stoll]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Vonarburg]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Feusi]]></category>
		<category><![CDATA[Tilman Renz]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Ständerat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93282</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Wichtiger Schritt zu mehr Transparenz Am Mittwoch die grosse Erlösung: Der Ständerat hat die Vorlage zur Gebührenbefreiung im Öffentlichkeitsgesetz angenommen. Mehr als 600 Medienschaffende, darunter 50 Chefredaktor:innen, haben sich in einem offenen Brief ans Parlament dafür eingesetzt. Dass sich der Ständerat nun mit 25 gegen 18 Stimmen für einen gebührenlosen Zugang zu <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-93298" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Wichtiger Schritt zu mehr Transparenz</h3>
<p>Am Mittwoch die grosse Erlösung: Der Ständerat hat die Vorlage zur Gebührenbefreiung im Öffentlichkeitsgesetz angenommen. Mehr als 600 Medienschaffende, darunter 50 Chefredaktor:innen, haben sich in einem <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/2021/05/transparenzkosten-lasst-uns-unsere-arbeit-machen/" rel="noopener" target="_blank">offenen Brief</a> ans Parlament dafür eingesetzt. Dass sich der Ständerat nun mit 25 gegen 18 Stimmen für einen gebührenlosen Zugang zu Dokumenten der Bundesverwaltung ausspricht, ist eine Überraschung: Schon zweimal hatte die Staatspolitische Kommission des Ständerates empfohlen, nicht einzutreten auf eine parlamentarische Initiative, welche die Gebührenbefreiung forderte. Der Ständerat folgte der Empfehlung zuerst – nun hat er sich doch noch anders entschieden. </p>
<p>Martin Stoll, Geschäftsführer des Vereins Öffentlichkeitsgesetz.ch, sagt auf Anfrage der MEDIENWOCHE, für die Bundesverwaltung sei der Entscheid des Ständerats auch eine Chance: «Sie kann ihr Handeln gegenüber der Öffentlichkeit glaubhaft und gestützt auf Fakten darlegen. Aber nur ein gebührenfreier Zugang ermöglicht es Medien, ihre Watchdog-Rolle gegenüber der Verwaltung wahrzunehmen». Der Entscheid betrifft nur Dokumente aus der Bundesverwaltung. Aber auch aus den Kantonen gibt es Signale in Richtung Gebührenbefreiung. Im Kanton Zürich ist etwas eine parlamentarische Initiative «Weniger Hürden beim Öffentlichkeitsprinzip» hängig. Bereits einen kostenlosen Zugang gibt es im Kanton Freiburg, und in den Kantonen Genf und Uri herrscht eine «liberale Kostenregelung», ist in einer Zusammenstellung <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/2020/02/parlamentkommission-will-keine-gebuhren-hurden-mehr/" rel="noopener" target="_blank">auf Öffentlichkeitsgesetz.ch</a> nachzulesen.</p>
<h3>The Bad – Wo bleibt die Solidarität?</h3>
<p>Die Mediengewerkschaft Syndicom schlitterte letztes Wochenende offenbar knapp an einer Eskalation vorbei, <a href="https://www.woz.ch/2148/gewerkschaft-syndicom/doch-keine-wueste-scheidung" rel="noopener" target="_blank">wie die WOZ berichtet</a>. Eine vorläufige Einigung konnte den Eklat verhindern. Der Sektor Medien, in dem Journalist:innen organisiert sind, soll nun doch nicht existenzbedrohlich geschwächt werden. Auch sieht Syndicom vorerst von einer strategischen Neuausrichtung der Abteilung ab. Auch will die Gewerkschaft ihre Medienschaffenden nicht dazu drängen, endlich einen Gesamtarbeitsvertrag mit den Verlegern abzuschliessen, um so mehr Geld in die Syndicom-Kasse zu schaffen. Aber damit der Sektor Medien eine sichere Zukunft hat, braucht es grosse Anstrengungen. Der Syndicom-Zentralvorstand überstimmte den Sektor zuerst, daraufhin stimmten die Medienschaffenden geschlossen und ohne Enthaltung gegen den Antrag und drohten, aus der Gewerkschaft auszutreten. Nun will man bis zur Delegiertenversammlung 2023 eine einvernehmliche Lösung finden für eine gemeinsame Zukunft aller Syndicom-Sektoren. Fest steht aber: Dass sich ein ganzer Sektor mit Austrittsdrohungen gegen seine Schwächung wehren muss, zeugt von mangelnder interner Solidarität. Bei Syndicom will man aber auch das Positive sehen. Vizepräsidentin Stephanie Vonarburg schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Der Entscheid des Kongresses, auf die Anliegen des Sektors Medien und seiner 30 Delegierten einzugehen, ist sehr erfreulich. Es unterstreicht die innergewerkschaftliche Solidarität aller Branchen von Syndicom. Dass die Mehrheit des Zentralvorstand damit überstimmt wurde, kann als basisdemokratisches Korrektiv verstanden werden.»</p>
<h3>The Ugly – Der erfundene Bruder</h3>
<p>Man könne auch in der Schweiz eine «unappetitliche Nähe zwischen Medien und Behörden» beobachten, heisst es in der neuen Folge des «Nebelspalter»-Podcasts «Bern einfach» von Markus Somm und Dominik Feusi. Ausgehend von einem Beispiel aus New York sprechen die beiden über konkrete Fälle aus der Schweiz: «Das gibt es bei uns auch, es gibt einen Journalisten, Fabian Renz, dessen Bruder in der Kommunikationsabteilung von Ignazio Cassis arbeitet», erzählt Feusi. Später ergänzt Somm, dass Tamedia-Redaktor Renz viel über das EDA und Europapolitik schreibe – «das sollte er auf keinen Fall, das darf man nicht». </p>
<p>Doch, Renz darf das. Den Bruder, der für Cassis arbeitet, gibt es nämlich nicht, wie der Bundeshauschef der Redaktion Tamedia <a href="https://twitter.com/renzfabian01/status/1466099184881315844" rel="noopener" target="_blank">auf Twitter</a> klarstellte. Die Information über den vermeintlichen Bruder habe er von «Kollegen aus der Tamedia» vernommen, teilt Dominik Feusi auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Der «Nebelspalter»-Bundeshauschef bat auf Twitter <a href="https://twitter.com/feusl/status/1466099419850420229" rel="noopener" target="_blank">um Entschuldigung</a>. Und inzwischen hat er zwar die Falschinformation im Begleittext zur Podcastfolge korrigiert («Tilman Renz, Kommunikation des EDA, ist nicht der Bruder von Fabian Renz, Tamedia. Wir entschuligen [sic!] uns für die Verwechslung»). Aber in der Podcast-Folge selbst ist die Falschaussage weiterhin zu hören. Wer wortreich die schwindende Glaubwürdigkeit des Journalismus beklagt, sollte zuerst seine eigenen Hausaufgaben ein bisschen gründlicher machen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>20 Minuten, Ringier, Nebelspalter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/06/20-minuten-ringier-nebelspalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2021 10:02:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Warhol]]></category>
		<category><![CDATA[Interview Magazine]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – «20 Minuten» goes English Ab sofort können auf «20min.ch» eingeloggte Nutzer:innen alle Artikel automatisiert übersetzt auf Englisch lesen. Das Promovideo gibt sich zwar wie der Trailer für eine Neuverfilmung des Watergate-Skandals, aber Journalismus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist allemal ein löbliches Vorhaben. Weitere Sprachen wie Portugiesisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch und <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/20-minuten-ringier-nebelspalter/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92489" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – «20 Minuten» goes English</h3>
<p>Ab sofort können auf «20min.ch» eingeloggte Nutzer:innen alle Artikel automatisiert übersetzt <a href="https://www.20min.ch/story/jetzt-kannst-du-20-minuten-auch-auf-englisch-lesen-356215711213" target="_blank" rel="noopener">auf Englisch lesen</a>. Das Promovideo gibt sich zwar wie der Trailer für eine Neuverfilmung des Watergate-Skandals, aber Journalismus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist allemal ein löbliches Vorhaben. Weitere Sprachen wie Portugiesisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch und Spanisch sollen folgen. Für die englische Version nutzt «20 Minuten» den Übersetzungsdienst Deepl, der mit künstlicher Intelligenz arbeitet: «Für den Service entrichten wir die üblichen, öffentlich publizierten Lizenzgebühren», so Mediensprecherin Eliane Loum-Gräser. Für die Übersetzung der weiteren geplanten Sprachen werde derjenige Übersetzungsdienst zum Einsatz kommen, «der in der jeweiligen Sprache die beste Qualität bietet».</p>
<p>Die <a href="https://neuemedienmacherinnen.ch/" target="_blank" rel="noopener">Neuen Medienmacher*innen</a> begrüssen diese Entwicklung grundsätzlich. «Aus unserer Sicht reicht es allerdings sicherlich nicht aus, die eigenen Inhalte einfach in die gängigsten Sprachen der migrantischen Bevölkerung zu übersetzen, was technisch ja keine grosse Sache ist, um sich dann das Label ‹Diversität› auf die Fahne schreiben zu können», schreibt Co-Präsidentin Anna Jikhareva auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Zwingend sei eine inhaltliche journalistische Auseinandersetzung mit der gelebten Realität in der Schweiz und eine antirassistische Berichterstattung.</p>
<h3>The Bad – Ringier ignoriert Warhol</h3>
<p>Am 12. November erscheint ein neues Printmagazin aus dem Hause Ringier. Darin interviewen mehrheitlich Promimänner andere Promimänner. In der Erstausgabe, die am Donnerstag in Zürich vorgestellt wurde, befragt Bundesrat Alain Berset den Sänger Stephan Eicher und Verleger Michael Ringier spricht mit Künstler Urs Fischer.</p>
<p>Diese Idee ist abgekupfert. Und zwar vom legendären <a href="https://www.interviewmagazine.com/" target="_blank" rel="noopener">«Interview»-Magazin</a>, 1969 gegründet vom Pop-Art-Künstler Andy Warhol, das bis heute erscheint. Von 2012 bis 2020 (?) gab es eine deutschsprachige Lizenzausgabe.</p>
<p><a href="https://www.ringier.ch/de/press-releases/ein-neues-magazin-fur-die-schweiz-interview-ringier" target="_blank" rel="noopener">«Interview by Ringier»</a> heisst nun das Interview-Magazin von Ringier. Die Chefredaktion teilen Werner De Schepper und Susanne Walder, beide ex-«Schweizer Illustrierte». Walder ist die Ehefrau von Ringier-CEO Marc Walder. Für die Gestaltung zuständig ist Beda Achermann. Dieser zeichnete 2017 für das Redesign der deutschsprachigen Ausgabe des <a href="https://bellevue.nzz.ch/mode-beauty/relaunch-der-zeitschriften-marke-das-neue-interview-ist-rau-und-ungeschliffen-ld.147559" target="_blank" rel="noopener">Warhol-«Interview»</a> verantwortlich.</p>
<p>Konzept, Name und Grafik: Die Parallelen sind offensichtlich, aber Ringier erwähnt Andy Warhols «Interview» nirgends. Von Verleger und Kunstsammler Michael Ringier, für den das Magazin eine <a href="https://www.blick.ch/people-tv/schweiz/ringier-lanciert-interview-exklusive-gespraeche-mit-aussergewoehnlichen-persoenlichkeiten-blaettern-statt-scrollen-wie-erfrischend-id16962203.html" target="_blank" rel="noopener">«Herzensangelegenheit»</a> ist, würde man so viel Warhol-Kenntnis erwarten.</p>
<p>Auf Anfrage der MEDIENWOCHE sagt Ringier-Sprecherin Johanna Walser, das Magazin sei weder als Hommage und schon gar nicht als Kopie von Warhols Version zu verstehen, sondern als komplett eigenständiges Projekt – daher habe sich auch niemand zu den Parallelen geäussert.</p>
<h3>The Ugly – Holocaust-Mahnmal beim Nebelspalter</h3>
<p>«Nebelspalter»-Autor Stefan Millius bebilderte einen Artikel über Betonblöcke, anlässlich der Abriegelung des Restaurants «Walliserkanne» in Zermatt, mit einem Foto des Holocaust-Mahnmals in Berlin. Nach einem Shitstorm auf Twitter hat er das Foto auf der Webseite ausgewechselt.</p>
<p>Auf Anfrage der MEDIENWOCHE schreibt Millius, es handle sich hier nicht um eine Fehlleistung des Nebelspalters, sondern um seine persönliche. Eine <a href="https://pixabay.com/images/search/betonbl%C3%B6cke/" target="_blank" rel="noopener">Bildsuche nach Betonblöcken</a> habe nur wenige brauchbare Treffer ergeben: «Ich habe unter Zeitdruck zu wenig auf Details geachtet und ohne Nachzudenken das Bild genommen, das fürs Auge am meisten hergab, ohne mir in dem Moment bewusst zu sein, was es zeigte». Natürlich kenne er das Mahnmal. Weil auf dem Foto aber nur ein Ausschnitt zu sehen ist, habe er den Zusammenhang nicht gemacht. Das Bild sei so nicht nur deplatziert, sondern habe von seiner Bedeutung her im Artikel auch nichts zu suchen – «und ich bedauere die Nachlässigkeit». Dass das Titelbild das Holocaust-Mahnmal zeigt, sei also vor den Hinweisen auf Twitter niemandem aufgefallen. Wer soll das glauben?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/20-minuten-ringier-nebelspalter/">20 Minuten, Ringier, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Republik, NetzCourage, SRF&#160;Sport</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/09/republik-netzcourage-srf-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Oct 2021 08:32:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Jolanda Spiess-Hegglin]]></category>
		<category><![CDATA[Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Red Bull]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Netzcourge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Die Republik ist da, um zu bleiben Bereits im letzten Sommer war die Republik ein selbsttragendes Unternehmen, im Juni 2021 konnte es das Geschäftsjahr sogar mit einem Überschuss von 1,1 Millionen abschliessen. Aktuell verzeichnet das Onlinemagazin mit dem exakt richtigen Mass an Pathos rund 29’000 Abonennt*innen und Mitgliedschaften – 2000 mehr als <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/09/republik-netzcourage-srf-sport/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/09/republik-netzcourage-srf-sport/">Republik, NetzCourage, SRF Sport</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211009b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-91755" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211009b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211009b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211009b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211009b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Die Republik ist da, um zu bleiben</h3>
<p>Bereits im letzten Sommer war die Republik ein selbsttragendes Unternehmen, im Juni 2021 konnte es das Geschäftsjahr sogar mit einem <a href="https://www.republik.ch/2021/10/08/republik-finanziert-sich-erstes-volles-jahr-komplett-aus-lesermarkt" rel="noopener" target="_blank">Überschuss von 1,1 Millionen</a> abschliessen. Aktuell verzeichnet das Onlinemagazin mit dem exakt richtigen Mass an Pathos rund 29’000 Abonennt*innen und Mitgliedschaften – 2000 mehr als nötig.</p>
<p>Dass die Republik solche Zahlen schreibt – in einer Zeit, in der andere Medien immer mehr mit Leser*innenschwund kämpfen und sich im Boxring der Medienförderung zu einem grossen Teil lieber gegenseitig aufs Dach geben, statt sich um ihren Journalismus zu kümmern –, dürfte nicht zuletzt am <a href="https://www.republik.ch/format/covid-19-uhr-newsletter" rel="noopener" target="_blank">«Covid-19-Uhr-Newsletter»</a> liegen, den die Redaktion kurz nach dem Start der Pandemie ins Leben gerufen hat: Die Journalist*innen lieferten in diesem kostenlosen Format jeden Tag unaufgeregt Tipps, schrieben persönliche Essays und führten immer wieder kurze Interviews mit Expert*innen. Nach einem halben Jahr Pause hiess es dann Mitte September, nachdem man damit gerechnet hatte, den Newsletter definitiv eingestellt zu haben: «Da sind wir wieder, verdammt.» Seither wird der Covid-Newsletter wieder jeden Montag verschickt. </p>
<h3>The Bad – NetzCourage verliert Promi-Präsidium</h3>
<p>Am Freitag kurz nach dem Mittag gab der Verein Netzcourage per <a href="https://archive.ph/HTRkd" rel="noopener" target="_blank">Medienmitteilung</a> bekannt, dass sich sowohl die SP-Politikerin Tamara Funiciello als auch Greta Gysin von den Grünen im gegenseitigen Einverständnis mit der Geschäftsleiterin Jolanda Spiess-Hegglin als Co-Präsidentinnen zurückziehen. Die Gründe dafür werden nicht konkret genannt: «​​Ihre Vorstellungen über die Ausrichtung des Vereins decken sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit den Vorstellungen der Geschäftsführerin», steht in der Mitteilung. Das lässt zumindest vermuten, dass den beiden Rücktritten persönliche Differenzen zugrunde liegen. </p>
<p>Das kann natürlich passieren und wäre an sich nicht weiter schlimm, jedoch: Wenn sich gleich zwei Parlamentarierinnen aus vielleicht persönlichen Gründen ihre Engagements zurückziehen, verliert der Verein, der sich gegen Hass im Netz und für die Betroffenen einsetzt, einen Grossteil seiner politischen Unterstützung. Ausser die Unterstützung der SVP – die hatte er nie. Und die Partei weibelt schon seit längerem dafür, dem Verein Gelder zu streichen. Nun könnte es in Bezug auf die erst kürzlich erhaltenen Bundesunterstützungsgelder in Zukunft aber tatsächlich klamm werden. Es bleibt zu hoffen, dass das «Bad» diese Woche ein scheuer Blick in eine dystopische Zukunft bleibt – denn, immerhin, Funiciello selbst sagte <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/strategische-differenzen-gysin-und-funiciello-verlassen-verein-netzcourage-443310681618" rel="noopener" target="_blank">zum Tages-Anzeiger</a>: «NetzCourage hat massgeblich dazu beigetragen, dass ich heute noch Politik mache.»</p>
<h3>The Ugly – SRF übernimmt PR-Video von Red Bull</h3>
<p>In einem Steinbruch im deutschen Oetelshofen kämpften am Wochenende rund 400 Teilnehmende eines Mountainbike-Rennens um den Sieg. Die Stimmung ist aufgeheizt, das Adrenalin kocht hoch – und dann folgt der Kameraschwenk auf den grossen Schluck eines Teilnehmers aus einer Dose Red Bull, dem Hauptsponsor des Rennens. Der Getränkehersteller hat das <a href="https://www.redbull.com/ch-de/videos/red-bull-radical-video-recap" rel="noopener" target="_blank">PR-Video</a> vergangene Woche auf seiner Website veröffentlicht. So weit, so normal. </p>
<p>Bloss: Die gleichen Szenen folgten kurze Zeit später in einem <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sport-clip/video/ueber-lkw-reifen-holzstaemme-und-durch-schlamm-moderner-hindernislauf-auf-2-raedern?urn=urn:srf:video:bc25a5d9-de2d-45ad-a0aa-42070509742f&#038;aspectRatio=16_9" rel="noopener" target="_blank">Beitrag von SRF-Sport</a>, die Redaktion schien sich nicht einmal die Mühe zu machen, die Szene mit der offensichtlichen Red-Bull-Werbung herauszuschneiden. Wie bitte? Warum wird ein Video, das klar als PR für Red Bull gedreht wurde, nicht als solches gekennzeichnet und unbearbeitet in einem journalistischen Beitrag verwendet? </p>
<p>Auf Anfrage der MEDIENWOCHE sagt Susan Schwaller (Bild oben), Chefredaktorin von SRF Sport: «Das Bildmaterial wurde SRF Sport via Video-Agentur lizenz- und kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es bestanden keine Verpflichtungen bezüglich Bildnachweis gegenüber dem Urheber des Bildmaterials». Seitens der Agentur vielleicht nicht, seitens Verantwortung gegenüber dem SRF-Publikum und den journalistischen Leitlinien aber auf alle Fälle.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/09/republik-netzcourage-srf-sport/">Republik, NetzCourage, SRF Sport</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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