DOSSIER mit 75 Beiträgen

Fernsehen/Video

MEDIEN

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Projekte und Ideen gegen die Netflix-Dominanz

Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime haben die Art und Weise, wie wir Filme und Serien schauen, radikal verändert. Von diesem neuen Nutzungsverhalten möchten auch herkömmliche TV-Sender profitieren. Darum versuchen sie, vergleichbare Angebote auf den Markt zu bringen wie die erfolgreichen Plattformen aus den USA. «Die ganze Branche, so scheint es, schmiedet Pläne, um den US-Konzernen Konkurrenz zu machen – oder machen sie am Ende vor allem einander Konkurrenz? Wer arbeitet eigentlich an was?», fragt Karoline Meta Beisel in der Süddeutschen Zeitung und bietet einen Überblick der aktuellen Projekte und Ideen.

Aktion für Medienvielfalt / 30.08.2018 / Bundesplatz

Zuerst Bund und BZ, dann die SDA, jetzt das Radiostudio SRF…
Wir haben genug und protestieren am 30. August 2018 um 19 Uhr auf dem Bundesplatz für die Medienvielfalt! Mehr Infos: www.proradiostudio.be und @ProRadiostudioBern

Vier stimmen zum Ende von «Viva»

Nach 25 Jahren ist Schluss. Zwar kam der einstige Musiksender, 1993 als deutsche Antwort auf MTV gegründet, schon länger nur noch als Schatten seiner selbst daher, aber die Nachricht vom endgültigen Aus weckt dann doch bei den einen oder anderen Nostalgiegefühle und Wehmut. Auf «Spiegel Online» erinnern sich vier ZeitgenossInnen an die Hochblüte von Viva und der Epoche des Musikfernsehens, die Youtube schon längst abgelöst hat.

Hochkantiger Angriff auf Youtube und TV

Web und Video reimte sich bisher auf Youtube. Mit Instagram und seiner Milliarde aktiver Nutzer steht aber ein mächtiger Konkurrent bereit, diese Vorreiterrolle zu übernehmen, zumal Bewegtbild schon heute einen beträchtlichen Anteil der Instagram-Nutzung ausmacht. Nun forciert die Facebook-Tochter die Videoaktivitäten mit einer eigenen Plattform. Instagram TV, kurz IGTV, bietet die Möglichkeit, Filme von bis zu einer Stunde Dauer hochzuladen. Anders als bei Youtube können auf der neuen Plattform die Videos ausschliesslich im Hochformat publiziert werden. «IGTV will damit vor allem junge Nutzer ansprechen, also Millennials, die keine Lust mehr auf lineares Fernsehen in 16:9 haben», schreibt Daniel Berger auf Heise Online.

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Diagnose: Serien-Sucht

Offiziell gilt das exzessive Serien-Gucken nicht als Sucht. Gemessen am Abhängigkeitspotenzial und an der Verhaltensweise der Betroffenen, weist indes vieles darauf hin, dass es sich sehr wohl um eine Suchtstörung handeln könnte. Wie man das problematische Nutzungsverhalten auch immer nennen mag, Fachstellen in der Schweiz sehen sich vermehrt mit einer Klientschaft konfrontiert, die ihren Serienkonsum nicht mehr im Griff hat, schreibt Camille Kündig auf «Watson». Was tun? Experten sehen die Verantwortung auch bei den Anbietern der TV-Serien. Eine mögliche Präventionsmassnahme könnte darin bestehen, nach dem Ende einer Episode einer Serie nicht automatisch zur nächsten überzuleiten und die Zuseher auf ihr Verhalten hinzuweisen. Aber daran haben Plattformen wie Netflix natürlich kein Interesse; sie leben von der Nutzunsgzeit – je mehr, desto besser, weil lukrativer.