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Die dritte Säule des Mediensystems wird immer grösser und stärker

Noch ist es eine vergleichsweise kleine Nische, doch sie füllt sich immer mehr: Das Angebot an unabhängigen Medienangeboten, die werbefrei und von den Nutzern finanziert werden, wächst und wächst. Frederik Fischer, Mitgründer der Kuratier- und Empfehlungsplattform piqd.de, hat eine Liste mit 21 Projekten aus Deutschland zusammengestellt. Fischer nennt dieses Startups die «dritte Säule» des Mediensystems neben öffentlich-rechtlichem Rundfunk und den grossen Verlagshäusern. Auf der Liste finden sich so unterschiedliche Angebote wie das Medienmagazin Übermedien von Stefan Niggemeier oder der Empfehlungsservice Shelf, der die Online-Mediatheken der Fernsehsender durchforstet und die Perlen herauspickt. Die Zusammenstellung ist nicht vollständig. Fischer bittet darum, ihm weitere Projekte zu melden.

Rettet die Medien! Was taugen die neuen Business-Modelle im Journalismus?

Während sich die traditionellen Verlage mit dem Journalismus immer schwerer tun, wagen sich Medien-Startups vor. Sie suchen ihre Leserinnen und Leser an Tankstellen, bieten Zeitungen Gratis-Content oder versprechen gleich die Rettung der Demokratie. Aber bieten die Startups wirklich Inhalte, die die Leserinnen und Leser nicht schon in den herkömmlichen Medien verschmäht haben? Oder sind sie einfach dankbare PR-Vehikel? Und auch bei den Newcomern stellt sich die Frage: Wer soll das bezahlen? Die Startups haben unterschiedliche Antworten: Sponsoren, klassische Werbung, die Crowd. Welches Modell funktioniert wirklich? Über diese und weitere Fragen diskutieren Fachleute am Communication Summit 2019.