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Startup

Journalismus: gründet mehr Startups!

Christopher Buschow vom Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover hat zu Startup-Unternehmen im Medienbereich geforscht. Seine bisherigen Befunde waren eher skeptisch. Viele Neugründungen könnten den hohen Erwartungen nicht gerecht werden, zu häufig würden potenzielle Zielgruppen und Nutzerwünsche ausser Acht gelassen. Trotzdem deute vieles darauf hin, «dass Unternehmertum, Wagemut und Innovationsfreude notwendige Voraussetzungen für die künftige Erneuerung von Medien und Journalismus sein werden», schreibt Buschow.

Die dritte Säule des Mediensystems wird immer grösser und stärker

Noch ist es eine vergleichsweise kleine Nische, doch sie füllt sich immer mehr: Das Angebot an unabhängigen Medienangeboten, die werbefrei und von den Nutzern finanziert werden, wächst und wächst. Frederik Fischer, Mitgründer der Kuratier- und Empfehlungsplattform piqd.de, hat eine Liste mit 21 Projekten aus Deutschland zusammengestellt. Fischer nennt dieses Startups die «dritte Säule» des Mediensystems neben öffentlich-rechtlichem Rundfunk und den grossen Verlagshäusern. Auf der Liste finden sich so unterschiedliche Angebote wie das Medienmagazin Übermedien von Stefan Niggemeier oder der Empfehlungsservice Shelf, der die Online-Mediatheken der Fernsehsender durchforstet und die Perlen herauspickt. Die Zusammenstellung ist nicht vollständig. Fischer bittet darum, ihm weitere Projekte zu melden.

Wie man rosarote Luft verkauft

Das geplante Onlinemagazin «Republik» ist das Medienereignis der Stunde. Am Mittwochabend endete das Crowdfunding, das 3,45 Millionen Franken einspielte: Weltrekord. Hinter dem Erfolg steckt ein kühner Plan.

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Die «Republik» sind wir

Der vermeint­liche Gegensatz, hier die unabhängige, intelligente, recherchierende «Republik», da die müden, abhängigen, trägen Traditionsmedien, muss als Hilfskonstrukt entlarvt werden, das vor allem zur Bildung einer Fan-Community dient.