DOSSIER mit 25 Beiträgen

Weltwoche

JOURNALISMUS

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Instinktmensch Köppel

Eine aufschlussreiche Korrespondenz zwischen Roger Köppel und Nikolaus Wyss, Sohn von Schriftstellerin und «Magazin»-Gründerin Laure Wyss. Der Weltwoche-Chef und SVP-Nationalrat wollte von Wyss eigentlich nur wissen, ob er der Sohn von Laure Wyss sei. Daraufhin entspinnt sich ein Dialog, der viel über Köppels politisches und publizistisches Selbstverständnis aussagt. So gesteht der streitbare Journalist, dass er sich als instinktiven Menschen verstehe und weniger strategisch und politisch. Wyss, der bis 1991 selber als Journalist gearbeitet hatte, tut sein Unbehagen kund über die Wirkung der Weltwoche und Köppels Politik. «Ich halte die Schweiz für eine feinziselierte soziale Skulptur, die durch grobes Handeln und durch mangelnde Solidarität durchaus ihrer grossen Vorteile verlustig gehen kann.» Wyss kann Köppels Antwort leider nicht im Wortlaut dokumentieren, da dieser seine Aussagen nicht im Wortlaut zur Veröffentlichung auf Wyss’ Blog freigab. Nur so viel: Auch Köppel sieht die feinziselierte Schweiz in Gefahr, weshalb er eben in die Politik gestiegen sei. Sicher hätte er sich zuweilen unnötig drastisch ausgedrückt. Keiner sei schliesslich perfekt.

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«Weltwoche Daily»: ein Studiorundgang

Seit Montag bietet Roger Köppel mit seiner Weltwoche auch ein tägliches Web-TV-Format. Das neue Onlinegefäss «Weltwoche Daily» zeige bereits, wie ein postmoderner TV-Sender aussehen könnte, schreibt Philippe Zweifel auf tagesanzeiger.ch und analysiert das Studiosetting. Im Bücherregel aus Massivholz hinter Köppel glaubt Zweifel das Handbuch «Youtuber in 10 Minuten» zu erkennen. Die Kaffeetasse auf dem Pult diene Wohl dazu, Assoziationen mit Larry King zu wecken – falls dazu nicht bereits das überdimensionierte Mikrofon taugt. Und schliesslich die finale Beobachtung beim «Studiorundgang»: Köppel könne «seine TV-Ambitionen offenbar selber noch nicht ganz ernst nehmen. Jedenfalls schmunzelt er während der Moderation immer wieder.»

Das Bewerbungsschreiben

Walter de Gregorio kehrt dem Journalismus den Rücken und wird Wahlhelfer von Fifa-Präsident Sepp Blatter. Das berichtet die WoZ in ihrer morgigen Ausgabe. De Gregorios Ambitionen Gott näher zu kommen, waren bereits in seinem letzten Interview mit Blatter nicht zu überlesen. Das Gespräch in der Weltwoche vom vergangenen Dezember liest sich wie ein Bewerbungsschreiben. Entsprechend sorgte es nach Weiterlesen …