Thema mit 12 Beiträgen

Diversity

Der «Club» und die schwierige Frauensuche

Nur ein Viertel der Gäste in der Diskussionssendung «Club» vom Schweizer Fernsehen SRF sind Frauen. Die Redaktion findet das nicht gut, kann aber nur beschränkt etwas dagegen tun. Und das hat auch mit den Frauen zu tun. «Frauen sagen uns weitaus öfter ab als Männer», schreibt die Redaktion. Aus drei Gründen: Die immer gleichen Expertinnen werden von allen Medien angefragt und mögen dann nicht noch zum x-ten Mal auftreten. Frauen zögern eher bei einer Zusage als Männer – trotz ausgewiesener Fachkompetenz. Und schliesslich verhindert nicht selten die Kinderbetreuung einen Auftritt. Dem «Club» bleibt unter diesen Voraussetzungen nicht viel anderes, als die schwächere Frauenvertretung als Abbild der Gesellschaft zu akzeptieren. Gleichzeitig lässt die Redaktion aber nicht locker bei der Frauensuche: Man zähle «die Arbeitsstunden längst nicht mehr, die wir in die Frauensuche investieren. Denn es ist eine gute und notwendige Investition.»

Wissen ist Macht

HR Today und ciaramella & partner GmbH bieten gemeinsam DIE Lernwerkstatt und Akademie für «Digital Talent Acquisition Management» auf dem Schweizer Markt an.

Medien in Männerhand, Wirtschaft in Männerhand

Patrizia Leari kennt die Männerdominanz aus eigener Erfahrung: Auf Medienkonferenzen ist die Wirtschaftsjournalistin von SRF regelmässig die einzige Frau, woraus sie logischerweise schliesst: «Wirtschaftsjournalismus ist fest in Männerhand.» Und das habe Folgen für die Berichterstattung: «Und Männer schreiben wiederum vor allem über Männer.» Und das wiederum wirke sich auf die Wirtschaft insgesamt aus: «Die Folge dieser Medienwelt ist, dass sich auch in der Wirtschaftswelt nichts ändert. Wer unsichtbar ist, kommt nirgendwo hin.»

«Diversity kann weh tun»

Christiane Bisanzio gehört zu den weltweit einflussreichsten Diversity-Expertinnen. Nach einer internationalen HR-Karriere baut die Juristin nun für einen Headhunter die europäische HR-Expertise aus, während sich ihr Mann zu Hause um die Kinder kümmert. Ein Gespräch über Quoten, Papiertiger und Diversity-Gedöns.

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Homogene Redaktionen

Migrantinnen und Migranten oder allgemeiner, Menschen ohne Schweizer Pass, muss man im Impressum von Schweizer Medien immer noch mit der Lupe suchen. Unverständlich eigentlich, findet Anna Jikhareva: «Selbst wenn man rein ökonomisch argumentieren würde, ist es übrigens unverständlich, dass die meisten Medien so leichtfertig auf diese Stimmen verzichten. Mit grösserer Vielfalt liesse sich letztlich auch Weiterlesen …