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Karikatur

Das Ende der komischen Kunst

Die Süddeutsche Zeitung hat jüngst ihren langjährigen Zeichner Dieter Hanitzsch geschasst, weil dieser den israelischen Premier Benjamin Netanjahu unvorteilhaft dargestellt hatte. Vorwurf: Antisemitismus. Wobei es auch prominente und politisch unverdächtige Gegenstimmen gab. In einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung «Der Freitag» nimmt der Schriftsteller und Sprachwissenschaftler Jürgen Roth den Vorgang zum Anlass, den «inquisitorischen Wahn» zu geisseln, der letztlich der politischen Karikatur den Garaus mache. «Es wütet, ausgehend von einer über ihrem Diversity-Mantra verrückt gewordenen, ungebildeten, moralpolitisch verhärteten, feindfixierten postmodernen Linken, ein regressiv-antiaufklärerischer, antiliberaler Opferkult, der die wechselseitige Infantilisierung aller forciert.» Einen Beleg für diese Tendenz sieht Roth in der Forderung eines Feuilleton-Journalisten der Süddeutschen Zeitung, Karikaturen hätten «künftig ganz auf das Stilmittel der Überzeichnung zu verzichten». Damit wäre die komische Kunst in jeglicher Spielart aus der Welt, für immer, so Roth.

Geschichten visuell vermitteln

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Karikaturisten lieben Donald Trump

Mit bitterbösem Humor kommentieren die Karikaturisten Silvan Wegmann und Felix Schaad das Tagesgeschehen. Die beiden Meisterzeichner über das Reizthema Religion, die verpönte Moralkeule und Donald Trump, zu dem sie sich bald Neues einfallen lassen müssen.