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	<title>Medienvielfalt | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Zur Spaziergang-Serie: Das Zentrum ist überall</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/30/zur-spaziergang-serie-das-zentrum-ist-ueberall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 06:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienlandschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die MEDIENWOCHE geht spazieren. Jeden Monat begeben wir uns zu Fuss durch die Peripherie der Schweiz und lassen uns von kundiger Seite die Mechanismen der lokalen Medienlandschaft erklären. Andere reden nur von Medienvielfalt, wir zeigen sie. Alle, ja wirklich alle, sprechen über Lokaljournalismus. Niemand bestreitet, dass es überall Medien braucht. Die sollen möglichst unabhängig und <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/30/zur-spaziergang-serie-das-zentrum-ist-ueberall/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die MEDIENWOCHE geht spazieren. Jeden Monat begeben wir uns zu Fuss durch die Peripherie der Schweiz und lassen uns von kundiger Seite die Mechanismen der lokalen Medienlandschaft erklären. Andere reden nur von Medienvielfalt, wir zeigen sie.</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-96027 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Spaziergang-das-Zentrum-ist-ueberall.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Spaziergang-das-Zentrum-ist-ueberall.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Spaziergang-das-Zentrum-ist-ueberall-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Spaziergang-das-Zentrum-ist-ueberall-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Spaziergang-das-Zentrum-ist-ueberall-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Spaziergang-das-Zentrum-ist-ueberall-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<p>Alle, ja wirklich alle, sprechen über Lokaljournalismus. Niemand bestreitet, dass es überall Medien braucht. Die sollen möglichst unabhängig und lokal verankert sein: Als bekannt wurde, dass die Zürcher (!) Tamedia die «Basler Zeitung» oder den Berner «Bund» übernimmt, war die Empörung jeweils gross. Die vielen Journalist:innen in Basel und Bern sorgten für den öffentlichen Trommelwirbel, der ab und an den Eindruck erweckte, das Problem der Zentralisierung in Zürich sei ein Problem der anderen grossen Städte.<br />
</p>
<p>Mit «Nau» gibt es noch ein nationales News-Medium, das komplett in der Berner Agglo entsteht. Ringier, NZZ, TX Group, SRF, WOZ, «Beobachter», «Republik» – die Liste der schweizweiten Medien mit Zürcher Zentrale ist lang. Wenn ein Zürcher Kulturlokal wie das «Kosmos» vor der Übernahme steht, machen sich Journalist:innen in drei bis fünf nationalen und lokalen Medien an die Recherche. Nationale Medien schleppen also immer auch eine Dosis Zürcher Lokalgeschichten mit. Das ist so sehr Tatsache, dass es gar nicht nennenswert scheint. Wer Zeitungen aus Deutschland liest, erfährt auch mehr über Berlin als über Rostock oder gar Bad Krozingen.</p>
<blockquote><p>Die Schweiz ist, dafür sorgt das föderalistische System, ein Flickenteppich. So sieht auch die Medienlandschaft aus.</p></blockquote>
<p>Eine von drei wöchentlichen «Schweiz-Seiten» der «Zeit» heisst «Alles außer Zürich». Doch auch die «Zeit Schweiz»-Redaktion sitzt mittlerweile in Zürich. Das Problem der zunehmenden Zentralisierung des Journalismus in Zürich ist nicht, dass sich die Journalist:innen, die dort arbeiten, nicht für den Rest des Landes interessieren. Das Problem liegt darin, dass die Perspektive «von Zürich aus» zur Norm wird. Dass Journalismus von Zürich aus gedacht wird, von Journalist:innen, in deren privater Lebenswelt Zürcher Themen wichtiger sind als im Deutschweizer Schnitt.</p>
<p>Dabei, und das ist so wunderbar wie wichtig: Auch wenn die nationalen Medien fast alle in Zürich sitzen, gibt es in diesem kleinräumigen Land zig Perspektiven auf die Medienwelt die vom Zürich- bzw. Anti-Zürich-Fokus planiert werden. Da in der absehbaren Zukunft Medienpolitik relevanter wird, darf das nicht so bleiben. Gleichzeitig kann man es auch nicht CH Media überlassen, sich in der nationalen Debatte als Vertretung der mittelgrossen Städte und der Regionen zu positionieren. Da die regionale Titel-Vielfalt mit ähnlichem Zeitungsinhalt zwar ein erfolgreiches Geschäftsmodell ist, doch der Vielfalt insgesamt vielleicht auch abträglich ist.</p>
<p>&#8212;<br />
1. Spaziergang (März 2022): <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/30/das-zentrum-ist-ueberall-mit-priska-dellberg-im-oberwallis/">Mit Priska Dellberg im Oberwallis</a><br />
2. Spaziergang (April 2022): <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/29/das-zentrum-ist-ueberall-mit-andreas-moesli-in-winterthur/">Mit Andreas Mösli in Winterthur</a><br />
3. Spaziergang (Mai 2022): <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/25/das-zentrum-ist-ueberall-mit-florence-van-hove-in-freiburg/">In Freiburg mit Florence Van Hove</a></p>
<p>Die Schweiz ist, dafür sorgt das föderalistische System, ein Flickenteppich. Das gilt auch für die Medienlandschaft. Doch die medienpolitischen Debatten laufen ab, als gäbe es nur das Intercity-Dreieck Zürich, Basel und Bern, sowie ominöse sogenannte Randregionen.</p>

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<p>Zeit, die Perspektive umzudrehen. Als Beitrag dazu, begebe ich mich für die MEDIENWOCHE auf Spaziergänge. Mit lokalen, möglichst unabhängigen Medienkenner:innen und lokalen Fotograf:innen mache ich mich auf eine medienjournalistische Schweiz-Reise. Die jeweiligen Einheimischen wählen eine Spazierroute. Sie kann uns entlang von Schauplätzen des regionalen Journalismus führen, aber auch einfach durch Natur-, Kultur- und Wirtschaftschauplätze, die regional archetypisch sind. Wie immer beim Spazieren begegnet uns die Landschaft – und beeinflusst damit unsere Themen. Dabei gibt es aber einige Leitfragen, die uns besonders interessieren: Wie nimmt das Gegenüber den Zustand des Journalismus im Lokalen wahr, wie sehen die Perspektiven aus? Wie zufrieden ist das Publikum? Gibt es Ressourcen? Wird kritisiert, was kritikwürdig ist? War der lokale Journalismus früher besser – oder wird er immer besser? Die Antworten auf diese Fragen sind natürlich subjektiv. Und das ist auch gut so: Je authentischer eine Perspektive, desto mehr bildet sich ab, dass man mit ganz verschiedener Linse auf die Medienschweiz blicken kann.</p>
<blockquote><p>Noch immer gibt es viele Medienzentren in der Schweiz, wo der Journalismus ganz unterschiedlich spriesst. Das Zentrum ist überall.</p></blockquote>
<p>In den Spaziergängen kann grundsätzlich alles zum Thema werden. Aber je nach Ort interessieren gewisse Fragen speziell: Ganze Regionen werden geflutet von Gratis-Zeitungen von Christoph Blocher, die nur dann breiter diskutiert werden, wenn eine Kolumne polarisiert. Doch: Machen diese Blocher-Blätter ernsthaft Journalismus? Wenn ja, welchen? Wie steht es um den Lokaljournalismus in Aarau, seit Jahrzehnten Zentrum der Wanner-Medien? Ist es um die Lokalberichterstattung ruhig wie im Auge des Sturms? Wie funktioniert das zweisprachige Mediensystem in Biel? Was passiert am Arc Lémanique fernab von UNO und Kantonshauptstadt?</p>
<p>Auf den MEDIENWOCHE-Spaziergängen suche ich mehr nach Anregungen und Eindrücken als nach abschliessenden Antworten. Ein föderalistisches Land braucht eine Diskussionsgrundlage, die mehr sieht als den Gegensatz zwischen Zentrum und Peripherie. Denn noch immer gibt es viele Medienzentren, in denen der Journalismus ganz unterschiedlich lebendig ist. Das Zentrum ist überall.</p>
<p><small>Bild: <a href="https://unsplash.com/@s_antonietti" rel="noopener" target="_blank">Sandro Antonietti</a> / <a href="https://unsplash.com/s/photos/bus-switzerland?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText" rel="noopener" target="_blank">Unsplash</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/30/zur-spaziergang-serie-das-zentrum-ist-ueberall/">Zur Spaziergang-Serie: Das Zentrum ist überall</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Das Zentrum ist überall: Mit Priska Dellberg im Oberwallis</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/30/das-zentrum-ist-ueberall-mit-priska-dellberg-im-oberwallis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 06:21:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienlandschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Oberwallis gibt es nur noch eine Tageszeitung, ein Lokalradio und einen Fernsehsender. Doch die Bevölkerung nimmt deren Lokaljournalismus dafür umso stärker wahr: Von ihrem Abdeckungsgrad können Medien in anderen Regionen der Schweiz träumen. Der Zug durch den Lötschberg-Basistunnel war voll mit Wandersenior:innen. Doch im Regionalzug zurück die Lötschberg-Südrampe hoch ist das Abteil neben uns <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/30/das-zentrum-ist-ueberall-mit-priska-dellberg-im-oberwallis/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Oberwallis gibt es nur noch eine Tageszeitung, ein Lokalradio und einen Fernsehsender. Doch die Bevölkerung nimmt deren Lokaljournalismus dafür umso stärker wahr: Von ihrem Abdeckungsgrad können Medien in anderen Regionen der Schweiz träumen.</strong></p>
<p>Der Zug durch den Lötschberg-Basistunnel war voll mit Wandersenior:innen. Doch im Regionalzug zurück die Lötschberg-Südrampe hoch ist das Abteil neben uns leer. Auch unterwegs begegnen uns kaum Leute. Die goldbraunen Grasbüschel gehen dem Frühling voraus. Es ist idyllisch von Eggerberg Richtung Brigerbad. Doch so richtig eindrücklich ist die Aussicht, wenn man sich umdreht: Oh, diese Chemie! Oh, diese Industrie! Oh, dieses Visp! Das Industriegebiet inmitten der Bergwelt sieht aus wie von einem anderen Planeten.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-725.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-95949" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-725-865x1024.jpg" alt="" width="600" height="710" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-725-865x1024.jpg 865w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-725-254x300.jpg 254w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-725-768x909.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-725.jpg 1200w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Priska Dellberg sagt: «Auch ich als Einheimische finde es jedes Mal beeindruckend.» Dellberg startete vor 20 Jahren beim damals noch unabhängigen «Radio Rottu». Nach lehrreichen Jahren wechselte sie zu Radio SRF, war Produzentin, Redaktorin, Moderatorin und von 2015 bis 2021 Wallis-Korrespondentin. Vergangenen Herbst hat sie sich als Kulturmanagerin und Kommunikationsberaterin selbständig gemacht. Zu ihren Mandaten gehört auch die Produktion einer Unterhaltungssendung beim lokalen Fernsehsender «Kanal 9».</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-757.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignright wp-image-95954" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-757-1024x686.jpg" alt="" width="480" height="322" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-757-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-757-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-757-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-757-470x315.jpg 470w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-757.jpg 1456w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a>Aus der Benzinspaltanlage unten im Tal züngelt eine Flamme – sie gehört zur ehemaligen Lonza-Chemiesparte, die unter dem Namen Arxada als ein eigenes Unternehmen ausgelagert wurde. Die Gebäude, in denen der Covid-19-Impfstoff produziert wird, habe die Lonza, nunmehr ein Biotechkonzern, in «schwindelerregendem Tempo» hochgezogen, erzählt Dellberg. Lonza habe allein im vergangenen Jahr tausend Arbeitsplätze geschaffen. «Die Lonza bringt alles in Bewegung: Es gibt zu wenig Kitaplätze, knappen Wohnraum, kaum mehr Arbeitskräfte. Dazu kommen die Altlasten aus der Vergangenheit – wir haben hier die grösste Deponie der Schweiz», erzählt Priska Dellberg mit einer Verve, die vergessen lassen, dass sie gar nicht mehr als Journalistin arbeitet. Als Dellberg bei Radio SRF Wallis-Korrespondentin war, hätten sie ihre Kolleg:innen immer beneidet. «Denn hier spielen sich so viele gute Geschichten ab!» Auch Umweltereignisse und Klimawandel sorgen für einen steten Strom an Themen.</p>
<p>Diesseits des Bahnhofs von Visp ist fast alles Industrie, Industrie, Industrie. «Siehst du das Haus mit dem roten Punkt da hinten?» Näher an der Tierkadaversammelstelle als an der Lonza-Zentrale sitzt Pomona Media. Hier befindet sich das Medienzentrum des deutschsprachigen Wallis. Hier arbeiten die Redaktionen von Radio Rottu und «Walliser Bote». Und um über deren Arbeit zu sprechen, spazieren Priska Dellberg, die freie Pressefotografin Andrea Soltermann und ich von Eggerberg nach Brigerbad.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-766.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-95955" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-766-686x1024.jpg" alt="" width="480" height="716" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-766-686x1024.jpg 686w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-766-201x300.jpg 201w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-766-768x1146.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-766.jpg 976w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a>Vor der Zusammenführung mit dem Lokalradio sass der «Walliser Bote», in Brig an der Furkastrasse. Manche Ältere in der Redaktion klagten laut Priska Dellberg über den Umzug vor vier Jahren. «Wegen dem Kaffee!» ruft Andrea, bevor Priska sagt, dass man unterwegs zur Redaktion ins Visper Industriegebiet halt nicht mehr automatisch so vielen Menschen begegnet wie zuvor. «Am Ende ist es aber egal, wenn es im Juhee draussen ist – im Oberwallis sind wirklich alle mit dem Auto unterwegs.»</p>
<p>Vom Standort in der Peripherie publizieren «Walliser Bote» und Radio Rottu ins Zentrum der Debatte. Der «Walliser Bote» sei in den Cafés oft bereits am Mittag zerfleddert und in Einzelteile zerlegt. Die beiden Lokalmedien erreichen einen Abdeckungsgrad, von dem andere nur träumen können. Gemäss WEMF erreicht die gedruckte Ausgabe über 40&#8217;000 Leser:innen. Gleichzeitig läuft es online gut. «60&#8217;000 registrierte User:innen…» – «Das ist eine unglaubliche Zahl.» «Ja, die Zahl ist unglaublich.» 40&#8217;000 Print-Leser:innen bei 85&#8217;000 Deutschsprachigen im Kanton – daneben hat der Fernsehsender «Kanal 9» 31&#8217;000 Zuschauer:innen pro Tag. Radio Rottu Oberwallis RRO erreicht zwar nicht mehr 91 Prozent der Bevölkerung wie vor 30 Jahren, aber noch immer einen respektablen Anteil. «20 Minuten» gibt es im Oberwallis nicht. Ja, den «Blick» und «Tages-Anzeiger» sehe man in den Beizen auch, aber die Passion gilt der Region. In ihrer ganzen Breite.</p>
<p>Zu viele Beiträge aus dem Rest der Schweiz über das Wallis verbreiten nach Dellbergs Empfinden Klischees: Sie werden garniert mit Bildern von Walliser Politikern, Männern, die mittags schon Fendant trinken. Priska Dellberg hat genug davon. Das Wallis sei mehr als Christian Constantin, Kampfkühe und Raclette.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/?p=95981&amp;preview=true"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-96029" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Mehr-ueber-Spaziergang-Bild2-300x268.jpg" alt="" width="320" height="286" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Mehr-ueber-Spaziergang-Bild2-300x268.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Mehr-ueber-Spaziergang-Bild2-1024x914.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Mehr-ueber-Spaziergang-Bild2-768x686.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Mehr-ueber-Spaziergang-Bild2.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px" /></a>Viele, die heute hier leben, kommen von anderswo – oder haben einmal anderswo gelebt. Als sie einst in Zürich wohnte, sei am Freitag gegen 16 Uhr das Perron am Zürcher Hauptbahnhof voller «Heimwehwalliser» gewesen – und wenn der Zug bei Goppenstein aus dem Tunnel kam, konnte man das kollektive Aufatmen hören. Eine Freundin von Dellberg arbeitet in der Industrie in einem Team, in dem acht Nationalitäten zusammenkommen. Die regionalen Medien müssen auch all die Menschen mit breiterem Horizont abholen und mit ihren Geschichten aus dem Wallis ansprechen.</p>
<p>Dem «Walliser Bote» gelinge das. «Der WB ist besser geworden, viel diverser, er schreibt über mehr als nur den 50-jährigen Schäfer aus dem Saastal.» Sex im Alter, Tamponsteuer und Regenbogenfamilien seien als Themen beim «Walliser Bote» vor zehn Jahren noch nicht denkbar gewesen. «Der WB hat sich nicht auf einen Schlag geändert.» Als der Kleiderhändler Fredy Bayard vor vier Jahren das Medienunternehmen übernahm, habe er eine Öffnung gestartet. «Er sagt gern, dass der WB alle Glocken läuten lasse.» SVPler:innen und Grüne, Kulturschaffende und Hausfrauen – mangelnde Breite könne man der Zeitung nicht vorwerfen. Mit Nathalie Benelli ist beim «Walliser Boten» seit 2020 eine Frau Mitglied der Chefredaktion. Seit kurzem ist Silvia Graber Chefredaktorin von Radio Rottu. Die langjährige Fernsehjournalistin teilte sich zuvor die Radio-SRF-Korrespondentinnenstelle mit Priska Dellberg. Es sei zwar reichlich spät, aber immerhin: Es gibt nun Frauen in Führungspositionen bei Walliser Medien.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-750.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-95952 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-750.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-750.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-750-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-750-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-750-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-750-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<p>Die Strasse ist flach, die Strasse ist ruhig, wir befinden uns nun in den Halden. Mein Blick ist so fokussiert auf die Gesprächspartnerin wie in einem Interview am Tisch und trotzdem stürze ich nicht den Hang hinunter. Priska Dellberg weiss viel zu erzählen. Der «Walliser Bote» bringe einen Haufen schöne Reportagen. Man arbeite an Texten und sei ambitioniert im Redigieren. Im Moment kämen da viele gute Autor:innen zusammen. Dellberg liebt ihre Lokalzeitung. Sie gehört zu denen, die sich den «Walliser Boten» in die Ferien nachschicken lassen.</p>
<p>Doch kürzlich sei ihr fast die Kafitasse aus der Hand gefallen und ihre Mutter habe angerufen. «Auf dem Titel war das Foto eines Kriegstoten mit offener Schädeldecke.» Der «Walliser Bote» gelte momentan bei vielen «als Zeitung der grossen Lettern», boulevardesk, teilweise einseitig, aufs Provozieren aus. Sie selbst müsse ab und an leer schlucken – als Journalistin, die weiss, was man darf und was nicht und als Leserin, die ihre Lokalzeitung eigentlich mag. Ein krasses Beispiel war etwa, als in der ersten Woche des Kriegs in der Ukraine zwei im Wallis lebende «Putin-Verehrerinnen» aus der Donbas-Region ihre Sicht in einem Artikel verbreiten durften. «Da gibt man denen eine Doppelseite.» «Ohne Einordnung?» «Ohne Einordnung!» Das habe viele Kommentare und Leserbriefe ausgelöst. «Eine Frau schrieb, dass darf man so einfach nicht stehen lassen. Und solche Momente erlebte auch ich immer wieder in den letzten Monaten: Ich lese etwas und merke, dass man das so einfach nicht stehen lassen kann.» Man haue etwas raus, es wäre keine schlechte Geschichte – aber irgendeine Kontrollinstanz versagt. «Mit meiner Lokaljournalismuserfahrung denke ich da jeweils: Um unsere Arbeit zu machen, müssen die Leute uns vertrauen.» Wenn man am Vertrauen säge, säge man am eigenen Ast.</p>
<p>Die Leute im Wallis, die reagieren schnell. Als Dellberg auf Radio SRF einmal die Glutnester eines Waldbrands – natürlich, nachdem klar war, dass er unter Kontrolle ist – mit einem Weihnachtsbaum verglichen hatte, kamen bereits fünf Minuten nach der Sendung die ersten verärgerten Anrufe. Diese Aufmerksamkeit ist ein rares Gut. Sie kenne Politiker:innen, die diesem oder jenem Redaktionsmitglied des «Walliser Boten» keine Auskunft mehr erteilen. Das sei hier im Oberwallis eher die Art zu reagieren, man wende sich nicht an den Presserat, sondern reagiere direkt mit Gegendarstellungen und Anrufen auf der Redaktion.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-743-1024x686.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-95951" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-743-1024x686.jpg" alt="" width="480" height="322" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-743-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-743-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-743-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-743-470x315.jpg 470w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-743.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a>Die Fehlleistungen ärgern Dellberg gerade, weil sie das Medium schätzt. «Wegen einzelnen Artikeln wird der WB noch immer als einseitig wahrgenommen, obwohl er’s eben nicht mehr ist.» Bei einer Ausgabe «fällt dir die Kinnlade runter», doch wer über die ganze Woche hinweg liest, sieht: Andere Perspektiven kommen vor. «Du merkst, da schreiben Verschiedene in verschiedenen Tönen.»</p>
<p>Unser Weg passiert Häuser, Ställe und «Gädis». Dazwischen öffnet sich nochmals imposant das Industrietal. Die lodernde Flamme auf dem Lonza-Areal haben wir nun mitten im Blick. Wie ist eigentlich die Recherche des «Tages-Anzeigers» angekommen, die geschildert hatte, dass etwa ein Hundertstel der Schweizer Treibhausgase allein aus der Fabrik da unten stammt? Der Artikel sei wahrgenommen worden, sagt Dellberg diplomatisch. Die Lonza sei enorm wichtig für die Region, aber mit ihren 3000 Arbeitsplätzen «inzwischen halt ein Klumpenrisiko». Man mache politisch und gesellschaftlich viel, damit sie wachsen kann. «Trotzdem ist den Oberwalliserinnen und -wallisern bewusst, dass die Firma auch ihre Schattenseiten hat.» Über die früheren Umweltsünden der Firma berichten «Walliser Bote» und «Kanal 9» «recht intensiv». Man fasse die Lonza nicht mit «Samthandschuhen» an.</p>
<p>Ohnehin – darin liege vielleicht auch die lokale Hingabe zu den Medien begründet – hätten viele Oberwalliser:innen Freude am Streiten, der leidenschaftlichen Debatte. Für Politiker:innen sei das Wallis eine gute Schule, es härte ab. «Das Politisieren im Wallis ist alles andere als Nasenwasser.» Im Wallis, beiderseits der Sprachgrenze, können Politiker:innen gut für die Bundespolitik trainieren.</p>
<p>Die Sprachgrenze sei ein Fakt, aber natürlich kein Graben. Dellberg liest auch täglich «Le Nouvelliste» aus Sion, wo eher über einen Dorfladen in Troistorrents als über die Eisbahn von Saas-Grund berichtet wird. Das einzige Medium, das für beide Regionen da ist, ist der Fernsehsender «Kanal 9», respektive «Canal 9». Obwohl er erst 2009 auf Deutsch startete, hatte er sich wohl auch wegen dem Debattenfokus schnell breit lanciert. Anfangs setzte «Kanal 9» stark auf Diskussionssendungen. Einigen Politiker:innen gelang es sich mit «Kanal 9» überregional zu positionieren. Etwa der heutige Walliser CVP-Ständerat Beat Rieder, der seine Karriere als Talratspräsident im Lötschental anfing, habe «rasch erlickt», dass er es mit dem Sender schafft, «aus seinem Tal rauszukommen». «Alles, wo die Leute einander aufs Dach geben, kommt hier an.» Doch mittlerweile habe der Sender die Debattenformate praktisch gestoppt. Anders als der «Walliser Bote» mache «Kanal 9» relativ wenig von sich reden. «Weder im Guten noch im Schlechten.»</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-754.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-95953" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-754-300x201.jpg" alt="" width="480" height="322" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-754-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-754-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-754-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-754-470x315.jpg 470w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-754.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a>«Nicht, dass du über die eigenen Füsse fällst!», mahnt Dellberg, als ich das Aufnahmegerät in die Tasche packe. Wir verlassen den asphaltierten Weg, fast schon oberhalb von Lalden, und laufen auf einem Pfad, wo Stock und Stein unter den Sohlen spürbar sind. Wir kommen an hohen Eisenbahnbrücken vorbei. In den Windungen des Wegleins vergesse ich die Lonza und die Zivilisation schnell. Doch anders, als wenn ich privat wandere, bin ich nun mit zwei Ortsansässigen unterwegs. Ihre Themen, ihre Vertrautheit mit der Umgebung verschafft einen anderen Bezug zum Weg – wie, wenn ich den lokalen Zungenschlag bloss beim Kaufen der Wanderration an der Volg-Kasse höre. Apropos Dialekt: Gibt es eine Person on air im Radio oder am Fernsehen, die kein Walliserdeutsch spricht? «Ui nein. Das käme nicht gut.» Pause. «Im Gegenteil. Gerade ‹Kanal 9› zeigt die Vielfalt der Region.» Viele Dialekte «von überall aus dem Oberwallis» seien vertreten – auch eine Moderatorin aus dem Lötschental. Dellberg hat sich für den Spaziergang vorbereitet: Gespräche geführt, viele Zahlen recherchiert und Eventualitäten überlegt. Aber mit dieser Frage hatte sie nicht gerechnet.</p>
<p>Über das zweite Pomona-Medium, über Radio Rottu, sprachen wir bis dahin noch gar nicht. Ist das so ein typischer Sender, den man beim Arbeiten im Hintergrund hört? Die relativ lange Hördauer weise daraufhin, antwortet Dellberg. Ob man in Brig in einen Laden tritt oder im Sommer ins Schwimmbad geht – Radio Rottu höre man überall. «Die Leute hören ‹Radio Rottu›, weil Walliserdeutsch gesprochen wird, weil es Wunschkonzerte gibt, Unterhaltung – es ist ein Radio ‹vo iisch für ew›.» Vor Corona habe man das Aussenstudio oft an Anlässen und Ausstellungen gesehen. «Sie schafften das, obwohl sie den Laden mit so wenigen Leuten schmeissen.» Radio Rottu brachte in den letzten Jahren bloss wenige Minuten regionale Nachrichten. Jetzt stemmt die Redaktion zu sechst 20 Minuten Nachrichten mittags und 20 Minuten abends. Das ist aber nur wegen der engen Zusammenarbeit mit der Zeitungsredaktion möglich. «Für die wenigen Mittel, die sie haben, machen sie es sehr gut.» 2,3 Millionen Franken Gebührengelder erhält «Radio Rottu».</p>
<p>Wie viele spätere SRF-Journalist:innen startete Dellberg ihre Laufbahn bei «Radio Rottu», als Teil einer «Praktikantinnenhorde». «Es war damals ein total anderes Unternehmen, mit einer recht starken Redaktion. Damals gab es zwei Stimmen, die die kantonale Politik eigenständig kommentierten.» Heute stellt eine Person dem Staatsrat Fragen, die dann in Zeitung und Radio eingehen. Das sei die Schattenseite von Pomona Media. Aber Dellberg sieht die Mediensituation im Wallis nicht dunkelgrau oder schwarz. Auch, dass das Medienpaket bachab ging, verkrafte der regionale Journalismus.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-777-1024x686.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-95956" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-777-1024x686.jpg" alt="" width="600" height="402" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-777-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-777-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-777-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-777-470x315.jpg 470w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Priska-Dellberg-777.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>«Natürlich hat die Vielfalt abgenommen.» Früher seien im Oberwallis zwei unabhängige Wochenzeitungen präsent gewesen und jetzt sind sie weg. Die «Rote Anneliese» gibt es nicht mehr? «Die habe ich nicht mitgerechnet. Das ist vor allem ein Lautsprecher von Peter Bodenmann.» Das Blatt lebt heute höchstens noch vom früheren guten Ruf. Dellberg meinte aber die «Rhonezeitung», die Fredy Bayard übernommen und eingestampft hat und die «Gommer Zeitung», die «sehr lokal, solide Arbeit» gemacht habe. «Solche Dorfblätter braucht es auch. Der WB hat nämlich eine andere Flughöhe.»</p>
<p>Dass der Modeunternehmer Fredy Bayard Titel gekauft und fusioniert hat, sei insgesamt positiv. Dellberg sagt, im Wallis verdanke man dem Quereinsteiger viel. «Der Verlag wäre sonst bei CH Media oder sonstwo. Für die Walliser ist es schlimm, wenn sie Eigenständigkeit verlieren.» Es sind Medien verschwunden. Sie sind in einem Haus konzentriert. Eine lokale Monopolsituation ist entstanden. «Fredy Bayard bestreitet das gar nicht.» Die fehlende Konkurrenz habe jedenfalls nicht zu Beisshemmung geführt. Das könne man den Medien bei bestem Willen nicht vorwerfen. «Vor allem dem WB nicht.»</p>
<p>Ganz zu Ende enttäuscht die Ortskenntnis der Einheimischen: In Brigerbad warten wir am falschen Ort auf das Postauto, müssen winken und rennen. Als wären wir allesamt «Üsserschwiizer», die in Funktionskleidung in einer Altstadt-Bar sitzen und von ihrem Ausflug in die Bergwelt schwärmen.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Eggerberg-Wanderweg-ganz2.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-95948 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Eggerberg-Wanderweg-ganz2.jpg" alt="" width="1565" height="805" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Eggerberg-Wanderweg-ganz2.jpg 1565w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Eggerberg-Wanderweg-ganz2-300x154.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Eggerberg-Wanderweg-ganz2-1024x527.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Eggerberg-Wanderweg-ganz2-768x395.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/Eggerberg-Wanderweg-ganz2-1536x790.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1565px) 100vw, 1565px" /></a></p>
<p>Im Zug zurück vergleiche ich Zugriffs- oder Abozahlen von Lokalmedien anderswo mit der jeweiligen Bevölkerung. Lokaljournalismus hat ein Handicap in Zeiten von reichweitenorientiertem Online-Journalismus: Ein Skandal in einer Chemiemülldeponie interessiert landesweit, aber spätestens, wenn es um Zonenpläne geht, ist das schlicht nur lokal relevant. Redaktionen werden zusammengelegt, weil es sich sonst angeblich nicht mehr rechnet und bald werden die Zonenpläne nur noch als Einspalter angeteasert. Das Beispiel des Oberwallis zeigt, dass es auch anders ginge: Medien können wirklich eine ganze Region erreichen.</p>
<p>Dass die «Obwaldner Zeitung», die sich von ihrem Nidwaldner Pendant kaum mehr unterscheidet, nicht die Reichweite eines «Walliser Boten» erreicht, scheint klar. Doch auch unabhängige Lokalmedien mit eigenen, engagierten Redaktionen erreichen nicht annähernd den Abdeckungsgrad eines «Walliser Boten». Natürlich spielen in die Walliser Zahlen auch die Kleinräumigkeit, die starke Lokalidentität und vieles mehr mit rein – doch trotzdem wirkt dieser Medienplatz wie ein Denkzettel für den Journalismus im Rest des Landes: Das, was die erreichen, wäre auch anderswo möglich.</p>
<p>Bilder: <a href="https://www.fotografen-andenmatten-soltermann.ch/wir/" target="_blank" rel="noopener">Andrea Soltermann</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="margin: 4%; border: 1px; border-style: solid; border-color: #cccccc; padding: 4%; font-size: 16px;">
<h3>Die drei dominierenden Medien im Oberwallis</h3>
<p>Wenn sich der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Walliser_Bote" target="_blank" rel="noopener">«Walliser Bote»</a> potenziellen Inserenten als «Hauspostille der Oberwalliser Bevölkerung» anpreist, dann ist das mehr als nur ein Werbespruch. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung erreicht die in Visp erscheinende Tageszeitung im Oberwallis. Seine monopolartige Stellung zementierte das Blatt dank dem geschäftlichen und redaktionellen Verbund mit dem Lokalsender <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Rottu_Oberwallis" target="_blank" rel="noopener">«Radio Rottu Oberwallis» RRO</a>, das sein Programm ohne Konkurrenz seit 1990 in die Bergtäler sendet. Vor vier Jahren folgte eine historische Zäsur: Zuerst übernahm der frühere <a href="https://www.modebayard.ch/de/geschichte" target="_blank" rel="noopener">Bekleidungsunternehmer</a> 2018 die Aktienmehrheit der Mengis Druck- und Verlags AG, die den 1840 gegründeten «Walliser Boten» seit 1931 herausgegeben hatte. Ein Jahr später erwarb er auch noch das Lokalradio RRO.</p>
<p>Bayard, obwohl ohne Erfahrung in der Medienbranche, sollte sich schnell als gewiefter Verleger erweisen. Er unternahm wegweisende Schritte für das Unternehmen, das neu <a href="https://www.pomona-geschichte.ch/" target="_blank" rel="noopener">Pomona Media</a> heisst. Seit 2021 bezieht der «Walliser Bote» Artikel von CH Media und übernimmt am Samstag den Mantelteil der «Schweiz am Wochenende». Geschäftlich setzt Bayard ganz auf Bezahlinhalte und liess eine harte Paywall hochziehen. Das sorgte zuerst für ein Murren beim Publikum, aber als Monopolist kann man einen solchen Schritt einfacher durchsetzen, weil es keine Konkurrenz gibt, die einen mit Gratis-Inhalten bedrängt.</p>
<p>Das jüngste reichweitenstarke Lokalmedium ist «Kanal 9» aus Siders. Der Regionalsender begann ab 2009 als Ableger des französischsprachigen <a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Canal_9_(Suisse)" target="_blank" rel="noopener">«Canal 9»</a> ein Programm fürs Oberwallis auszustrahlen. Finanziert wird der von einem Verein getragene Sender massgeblich aus der Haushaltabgabe für Radio und Fernsehen.</p>
<p><em><small>Nick Lüthi</small></em>
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		<title>Wie können wir das Mediensterben noch stoppen?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/19/wie-koennen-wir-das-mediensterben-noch-stoppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Feb 2022 09:52:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>54.6 Prozent des Stimmvolkes haben am Sonntag das Massnahmenpaket Medien abgelehnt. Die Vorlage sah vor, dass Medien jährlich über 100 Millionen Unterstützungsgelder erhalten. Der Bund wollte damit dem Zeitungssterben, insbesondere von lokalen- und regionalen Medien, entgegenwirken und die Medienvielfalt stärken. Nach dem Nein an der Urne müssen die Medien nun ohne diese Gelder auskommen. Der <a href="https://www.srf.ch/news/abstimmungen-13-februar-2022/massnahmenpaket-medien/nach-schlappe-zum-medienpaket-wie-koennen-wir-das-mediensterben-noch-stoppen">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>54.6 Prozent des Stimmvolkes haben am Sonntag das Massnahmenpaket Medien abgelehnt. Die Vorlage sah vor, dass Medien jährlich über 100 Millionen Unterstützungsgelder erhalten. Der Bund wollte damit dem Zeitungssterben, insbesondere von lokalen- und regionalen Medien, entgegenwirken und die Medienvielfalt stärken. Nach dem Nein an der Urne müssen die Medien nun ohne diese Gelder auskommen. Der Medienforscher Linards Udris hält alternative Unterstützungsmassnahmen für möglich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/19/wie-koennen-wir-das-mediensterben-noch-stoppen/">Wie können wir das Mediensterben noch stoppen?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Mehr Covid-Infektionen in US-Gebieten ohne lokale Medien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/10/mehr-covid-infektionen-in-us-gebieten-ohne-lokale-medien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2021 16:10:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Orte ohne Lokalmedien sind abgeschnitten von wichtiger Information und demokratischer Debatte. Das hat Folgen. Brasilien sieht einen leicht positiven Trend.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/10/mehr-covid-infektionen-in-us-gebieten-ohne-lokale-medien/">Mehr Covid-Infektionen in US-Gebieten ohne lokale Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Orte ohne Lokalmedien sind abgeschnitten von wichtiger Information und demokratischer Debatte. Das hat Folgen. Brasilien sieht einen leicht positiven Trend.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/10/mehr-covid-infektionen-in-us-gebieten-ohne-lokale-medien/">Mehr Covid-Infektionen in US-Gebieten ohne lokale Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Schweiz ist vielstimmig, die Medien werden es auch</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/12/22/die-schweiz-ist-vielstimmig-die-medien-werden-es-auch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 16:03:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie können Medien eine multiethnische Demokratie angemessen abbilden? Die Entwicklung von Ethnomedien in der Schweiz könnte eine Antwort darauf geben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/die-schweiz-ist-vielstimmig-die-medien-werden-es-auch/">Die Schweiz ist vielstimmig, die Medien werden es auch</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie können Medien eine multiethnische Demokratie angemessen abbilden? Die Entwicklung von Ethnomedien in der Schweiz könnte eine Antwort darauf geben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/die-schweiz-ist-vielstimmig-die-medien-werden-es-auch/">Die Schweiz ist vielstimmig, die Medien werden es auch</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Medienvielfalt in Europa nimmt ab</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/09/14/die-medienvielfalt-in-europa-nimmt-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2020 08:33:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die europäischen Medien sind nicht in bestem Zustand, zeigt eine Studie. Dafür gibt es generelle und einige spezielle Gründe.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die europäischen Medien sind nicht in bestem Zustand, zeigt eine Studie. Dafür gibt es generelle und einige spezielle Gründe.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/14/die-medienvielfalt-in-europa-nimmt-ab/">Die Medienvielfalt in Europa nimmt ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Verblühte Presselandschaften in Ostdeutschland</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/10/02/verbluehte-presselandschaften-in-ostdeutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2019 15:46:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hunderttausende demonstrierten in der DDR für Reise-, Meinungs- und Pressefreiheit. Die Wiedervereinigung kam, die hiesige Presselandschaft blühte auf &#8211; bis die Westverlage kamen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/02/verbluehte-presselandschaften-in-ostdeutschland/">Verblühte Presselandschaften in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hunderttausende demonstrierten in der DDR für Reise-, Meinungs- und Pressefreiheit. Die Wiedervereinigung kam, die hiesige Presselandschaft blühte auf &#8211; bis die Westverlage kamen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/02/verbluehte-presselandschaften-in-ostdeutschland/">Verblühte Presselandschaften in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Das ist eine grosse Aufgabe»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/05/28/das-ist-eine-grosse-aufgabe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2018 07:30:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In absehbarer Zeit werden die Regionalzeitungen der NZZ-Mediengruppe und der AZ-Medien unter einem gemeinsamen Mantel erscheinen. Das müsse nicht in einen Einheitsbrei münden, wie viele Kritiker befürchten, argumentiert Pascal Hollenstein, der die publizistische Verantwortung für das Joint Venture tragen wird. Bedingung dafür sei es aber, dass der spezifische regionale Blickwinkel der einzelnen Blätter erhalten bleibt: «Ein Mantel ist immer nur so gut, wie die Zeitung auch Regionales transportiert, und zwar im weiteren Sinn. Der spezifisch regionale Blick auch auf die Bundespolitik, auf die nationale Wirtschaft, auf Kultur und Sport muss erhalten, ja gestärkt werden.» Das sei aber eine grosse Aufgabe, so Hollenstein weiter. In der Tat. Und genau daran wird das Publikum den Erfolg des Zeitungszusammenschlusses messen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In absehbarer Zeit werden die Regionalzeitungen der NZZ-Mediengruppe und der AZ-Medien unter einem gemeinsamen Mantel erscheinen. Das müsse nicht in einen Einheitsbrei münden, wie viele Kritiker befürchten, argumentiert Pascal Hollenstein, der die publizistische Verantwortung für das Joint Venture tragen wird. Bedingung dafür sei es aber, dass der spezifische regionale Blickwinkel der einzelnen Blätter erhalten bleibt: «Ein Mantel ist immer nur so gut, wie die Zeitung auch Regionales transportiert, und zwar im weiteren Sinn. Der spezifisch regionale Blick auch auf die Bundespolitik, auf die nationale Wirtschaft, auf Kultur und Sport muss erhalten, ja gestärkt werden.» Das sei aber eine grosse Aufgabe, so Hollenstein weiter. In der Tat. Und genau daran wird das Publikum den Erfolg des Zeitungszusammenschlusses messen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/05/28/das-ist-eine-grosse-aufgabe/">«Das ist eine grosse Aufgabe»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Tamedia-Zeitungen: «Einheitsbrei» lässt sich kaum kaschieren</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/02/26/tamedia-zeitungen-einheitsbrei-laesst-sich-kaum-kaschieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2018 10:17:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch befindet sich der Grossumbau der Tamedia-Zeitungen in vollem Gange. Doch die Folgen davon sind schon jetzt sichtbar: Es gibt mehr vom Gleichen in allen Blättern. Was aber nicht heisst, dass die einzelne Leserin eine schlechtere Zeitung erhält. Es ist kein schöner Anblick. Doch das Bild scheint nur zu bestätigen, wovor manche gewarnt haben: Die <a href="https://medienwoche.ch/2018/02/26/tamedia-zeitungen-einheitsbrei-laesst-sich-kaum-kaschieren/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch befindet sich der Grossumbau der Tamedia-Zeitungen in vollem Gange. Doch die Folgen davon sind schon jetzt sichtbar: Es gibt mehr vom Gleichen in allen Blättern. Was aber nicht heisst, dass die einzelne Leserin eine schlechtere Zeitung erhält.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/02/MW-Tamedia-Einheitsbrei_20180226.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-54038" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/02/MW-Tamedia-Einheitsbrei_20180226.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/02/MW-Tamedia-Einheitsbrei_20180226-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/02/MW-Tamedia-Einheitsbrei_20180226-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/02/MW-Tamedia-Einheitsbrei_20180226-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/02/MW-Tamedia-Einheitsbrei_20180226-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Es ist kein schöner Anblick. Doch das Bild scheint nur zu bestätigen, wovor manche gewarnt haben: Die grosse Redaktionsfusion aller Tamedia-Tageszeitungen schadet der Medienvielfalt. Und tatsächlich: Inzwischen kann es vorkommen, dass «Berner Zeitung», «Bund» und «Tages-Anzeiger», die drei grössten Deutschschweizer Tamedia-Titel, mit ein und derselben Titelgeschichte aufmachen. So auch am 16. Februar als auf den Frontseiten der drei Blätter stand: «Post liess heiklen Bereich gar nicht überprüfen». Und tags davor konnte man drei Mal das gleiche Tagesthema lesen in Form eines Porträts von Lehrplan-21-Gegner Alain Pichard.</p>
<p>Identische Frontaufmacher seien die Ausnahme, erklärt Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage. In der Regel platziere die «Berner Zeitung» lokale Themen auf Seite 1, «Der Bund» und der Tages-Anzeiger häufiger überregionale. Verhindern lassen sich Doubletten und Tripleten mit dieser Faustregel aber nicht, wie die beiden aktuellen Beispiele zeigen. Der Postauto-Skandal ist ein nationales Thema mit starker lokaler Verankerung in Bern als Sitz des Unternehmens. Pichard wiederum kommt aus Biel. Seine Herkunft ist für Berner Zeitungen genauso ein Kriterium für eine prominente Gewichtung, wie in Zürich Pichards nationales Engagement.</p>
<p>Der lokale Aspekt sei denn auch der Grund gewesen, so Peter Jost, Chefredaktor der «Berner Zeitung», warum Post und Pichard so prominent ins Blatt kamen. Dass man damit gleich entschieden habe wie die Schwesterblätter, lasse sich nicht immer verhindern. Ihm sei auf jeden Fall lieber, dass sich «per Zufall mal so eine Situation ergibt, als dass wir beginnen, uns abzusprechen.» Für ihn, teilt der BZ-Chef auf Anfrage mit, sei darum «sakrosankt», dass er sich nicht mit dem «Bund» über die Front-Gestaltung abspreche.</p>
<p>Was der Chefredaktor verteidigt, sieht man auf den Redaktionen kritischer. Sowohl bei «Bund» als auch «Berner Zeitung» halten Mitarbeitende eine identische Aufmachung wie die lokale Konkurrenz für «ein schlechtes Signal». Einer Koordination gegenüber wären sie nicht abgeneigt, respektive sie gingen davon aus, dass eine solche auf Ebene Chefredaktion bereits stattfindet, um sichtbaren «Einheitsbrei» zu vermeiden. Schliesslich soll der Schein der Unabhängigkeit so weit als möglich trotz Konzern-Korsett gewahrt bleiben. Bei allen Kontakten zur Konkurrenz hält Jost an der Maxime fest, die «Storys auch weiterhin so zu platzieren, wie wir Blattmacher das richtig finden.»</p>
<p>Eine einzelne Leserin, die nur eine dieser drei Zeitungen abonniert hat, wie dies die überwiegende Mehrheit der zahlenden Kunden tut, kriegt von Doubletten und «Einheitsbrei» nichts nichts mit. Sie erhält im Fall der «Berner Zeitung» sogar ein Blatt, das mit der Redaktionsfusion attraktiver geworden ist. Ein Effekt, den man bereits 2009 beobachten konnte, als Tamedia den «Der Bund» zur Berner Ausgabe des Tages-Anzeiger umgebaut hatte und fortan ein attraktiveres Blatt herausbrachte.</p>
<p>Auslandberichte in der neuen «Berner Zeitung» stammen aus dem Korrespondentennetz von Tages-Anzeiger und Süddeutscher Zeitung und sind um einiges besser als das Angebot, das die BZ zuvor allein gestemmt hatte. Das gilt für den gesamten Mantelteil. Auch Inland und Wirtschaft kommen heute breiter und vielfältiger daher. Das muss auch so sein. Denn über Wohl und Weh der Zeitungen entscheiden bald nur noch die zahlenden Abonnenten. Für sie spielt es keine Rolle, ob sie das Gleiche serviert erhalten wie ein Abonnent des Schwesterblatts. Hauptsache, sie kriegen ein Produkt, für das sie bereit sind, 500 und mehr Franken pro Jahr zu zahlen.</p>
<p>Sind also identische Titel und Themen in mehreren Zeitungen nur ein virtuelles Problem? Keineswegs. Hier zeigt sich die problematische Dimension des Abbaus, den die Konzernleitung so gerne zum Ausbau umdeutet. Für das Geschäft ist der Erhalt einer redaktionellen Vielfalt keine Notwendigkeit, vielmehr ein Hindernis. Doch Mehrfachleser, etwa Führungspersonen, Entscheidungsträgerinnen oder Politiker, erkennen sehr wohl den befürchteten «Einheitsbrei» und können ihre Meinungsbildung nicht mehr so breit abstützen wie zuvor. Unterschiedliche Perspektiven aus den Kantonen und Regionen auf die nationale Politik gehen verloren oder werden zumindest stark reduziert. Damit beraubt sich ein Medienunternehmen, nach eigener Bekundung den Journalismus weiterhin hochhält, eines politisch-publizistischen Gestaltungselements und schwächt so seine Rolle als Teil der Vierten Gewalt.</p>
<p>In Zukunft wird sich die Situation eher noch verschärfen. Wenn erst einmal der Soll-Personalbestand erreicht ist und Dutzende Redaktionsstellen verschwunden sind, gibt es noch weniger Auswahl aus dem Textpool für die einzelnen Blätter. Immerhin zeigt sich Online das Problem in einem geringeren Ausmass. Anders als bei der gedruckten Zeitung kann hier unmittelbar auf die Konkurrenz reagiert und ein Aufmacher ausgewechselt werden. So lässt sich immerhin Vielfalt simulieren und den Imageverlust qua Einheitsbreivorwurf etwas abmildern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/02/26/tamedia-zeitungen-einheitsbrei-laesst-sich-kaum-kaschieren/">Tamedia-Zeitungen: «Einheitsbrei» lässt sich kaum kaschieren</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Schweizer Online-Medien: bunte Vielfalt im Netz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/01/13/schweizer-online-medien-bunte-vielfalt-im-netz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 12:59:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Start des Online-Magazins «Republik» bietet die NZZ einen Überblick zu den bereits existierenden reinen Netz-Publikationen. Rund 70 davon finden sich in der Zusammenstellung von Boas Ruh, darunter so unterschiedliche Anbieter wie die Kolosse Swisscom mit Bluewin oder die SRG mit Swissinfo, daneben Nischenplayer wie das junge Stadtmagazin «Hello Zurich» oder das Frauenfussball-Magazin. Auf dem Markt der Online-Medien herrscht ein Kommen und Gehen. Vor allem kleinere Organe verschwinden zum Teil so schnell, wie sie aufgetaucht waren. Knackpunkt sind meist die Finanzen. Dass es da auch kreative Lösungen gibt, zeigt etwa das Banken-Blog «Inside Paradeplatz», das sich unter anderem mit einem Online-Shop für Weine finanziert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Start des Online-Magazins «Republik» bietet die NZZ einen Überblick zu den bereits existierenden reinen Netz-Publikationen. Rund 70 davon finden sich in der Zusammenstellung von Boas Ruh, darunter so unterschiedliche Anbieter wie die Kolosse Swisscom mit Bluewin oder die SRG mit Swissinfo, daneben Nischenplayer wie das junge Stadtmagazin «Hello Zurich» oder das Frauenfussball-Magazin. Auf dem Markt der Online-Medien herrscht ein Kommen und Gehen. Vor allem kleinere Organe verschwinden zum Teil so schnell, wie sie aufgetaucht waren. Knackpunkt sind meist die Finanzen. Dass es da auch kreative Lösungen gibt, zeigt etwa das Banken-Blog «Inside Paradeplatz», das sich unter anderem mit einem Online-Shop für Weine finanziert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/01/13/schweizer-online-medien-bunte-vielfalt-im-netz/">Schweizer Online-Medien: bunte Vielfalt im Netz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grosse, aber prekäre Medienvielfalt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/01/13/grosse-aber-prekaere-medienvielfalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 10:43:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Publizistische Kleinunternehmer schaffen im Internet eine neue, pluralistische Öffentlichkeit. Sie leben prekär, geniessen dafür mehr Freiheit.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Publizistische Kleinunternehmer schaffen im Internet eine neue, pluralistische Öffentlichkeit. Sie leben prekär, geniessen dafür mehr Freiheit.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/01/13/grosse-aber-prekaere-medienvielfalt/">Grosse, aber prekäre Medienvielfalt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Das Problem ist, dass einige Leser journalistische Vielfalt nicht zu schätzen wissen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/23/das-problem-ist-dass-einige-leser-journalistische-vielfalt-nicht-zu-schaetzen-wissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2017 18:36:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tamedia organisiert ihre Redaktionen neu. Publizistikwissenschaftler Otfried Jarren bedauert dies. Er spricht im Interview mit watson von einem Verlust der publizistischen Vielfalt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tamedia organisiert ihre Redaktionen neu. Publizistikwissenschaftler Otfried Jarren bedauert dies. Er spricht im Interview mit watson von einem Verlust der publizistischen Vielfalt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/23/das-problem-ist-dass-einige-leser-journalistische-vielfalt-nicht-zu-schaetzen-wissen/">«Das Problem ist, dass einige Leser journalistische Vielfalt nicht zu schätzen wissen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das nächste Schrittchen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/06/18/das-naechste-schrittchen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2012 14:36:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalrat]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Ständerat]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bundesrat anerkennt die schwierige Lage der Medien, findet aber, diese sollen ihre Probleme vorerst selber lösen. Nun setzt das Parlament Druck auf und fordert vom Bundesrat eine «Gesamtschau» und ein «Förderkonzept». Die Unabhängigkeit der Presse ist damit nicht in Gefahr, denn mehrheitsfähig dürften eh nur indirekte Massnahmen sein, wie etwa die finanzielle Unterstüztung der <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/18/das-naechste-schrittchen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/18/das-naechste-schrittchen/">Das nächste Schrittchen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesrat anerkennt die schwierige Lage der Medien, findet aber, diese sollen ihre Probleme vorerst selber lösen. Nun setzt das Parlament Druck auf und fordert vom Bundesrat eine «Gesamtschau» und ein «Förderkonzept». Die Unabhängigkeit der Presse ist damit nicht in Gefahr, denn mehrheitsfähig dürften eh nur indirekte Massnahmen sein, wie etwa die finanzielle Unterstüztung der Journalistenausbildung.<br />
<span id="more-30496"></span><br />
Die Terminologie lässt erahnen, dass schon bald wieder viel Papier produziert wird: Der Bundesrat soll umgehend «eine Gesamtschau der schweizerischen Medienlandschaft aus regionalmedienpolitischer und gesamtmedienpolitischer Optik» erstellen. Und danach «ein Förderkonzept zur Stärkung der staats- und demokratiepolitischen Bedeutung der Medien». Den Auftrag dazu hat die Regierung letzte Woche vom Parlament erhalten, nachdem auch der Ständerat einer <a href="http://www.parlament.ch/D/Suche/Seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20123004" target="_blank">Motion der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats</a> <a href="http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/s/4904/383503/d_s_4904_383503_383718.htm" target="_blank">zugestimmt hat</a>.</p>
<p>Der Vorstoss verlangt, dass der Bundesrat handelt und nicht nur beobachtet. Die Regierung hätte es bevorzugt, das bestehende Modell der indirekten Presseförderung mittels verbilligter Posttaxen weiterzuführen und in den übrigen Bereichen abzuwarten, wie sich die Branche entwickelt. Bis spätestens in drei Jahren hätte dann «erneut eine Standortbestimmung» vorgenommen werden können, schreibt der Bundesrat.</p>
<p>Diese Zurückhaltung war eine von drei Handlungsmöglichkeiten, die der Bundesrat als Erkenntnis aus 700 Seiten <a href="http://www.ipmsg.ch/~wp_esociety/?p=1221" target="_blank">wissenschaftlicher Studien</a> vor einem Jahr <a href="http://www.bakom.admin.ch/themen/radio_tv/00509/01188/03754/index.html?lang=de" target="_blank">gezogen hatte</a>. Zwei andere, aktionistischere Optionen verwarf er, weil er es in erster Linie als die Aufgabe der Branche betrachtet, Antworten auf dies Herausforderungen des Medienwandels zu finden. Nicht staatliches Handeln, sondern Eigenverantwortung und Selbstregulierung Medien sei angezeigt.</p>
<p>Das Parlament macht nun also Druck und verlangt «umgehend» eine Gesamtschau und ein darauf basierendes Förderkonzept. Sonst könnte es dann zu spät sein, mahnte der Urner Ständerat Markus Stadler (GLP). Der Zeitfaktor dürfe nicht unterschätzt werden, denn «vielen Zeitungen dürfte eine weitere Krisenwelle bevorstehen.» Nur: Weder Gesamtschau noch Förderkonzept werden eine allfällige nächste Krise abzumildern helfen.</p>
<p>Zum einen müsste für eine direkte finanzielle Unterstützung einzelner Medienprodukte, respektive Presseverlage, die Verfassung angepasst werden. Zum anderen hat der Ständerat in der Motion just jenen Punkt gestrichen, der vom Bundesrat verlangt hätte, bis in zwei Jahren einen Entwurf für rechtliche Grundlagen zur indirekten und direkten Medienförderung vorzulegen. Mittelfristig geht es also nur um indirekte Massnahmen, wie sie bereits heute existieren in Form ermässigter Post- und Transporttarife sowie einem reduzierten Mehrwertsteuersatz.</p>
<p>Zusätzlich vorstellbar wäre ein stärkeres Engagement des Bundes bei der Finanzierung von Aus- und Weiterbildungsangeboten für Medienschaffende. Im Bericht des Bundesrats, auf dessen Grundlage das Parlament nun konkrete Massnahmen fordert, wird die Unterstützung der Journalistenausbildung als am wenigsten heikle Medienförderung betrachtet mit Blick auf die unerwünschte staatliche Lenkung des Meinungsbildungsprozesses.</p>
<p>Obwohl es hier und heute in keiner Weise darum geht, die Subventionsschleusen zu öffnen und die Schweizer Medien an den staatlichen Tropf zu hängen, herrscht mancherorts bereits Alarmstimmung. So auch letzte Woche in der <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/06/f201206_nlz_20120612_0_0_1lzhp.pdf">Neuen Luzerner Zeitung</a>. Für Uneingeweihte las sich der Frontseitenkommentar, als wolle der Staat die Pressefreiheit beerdigen, weil er über Medienförderung nachdenkt. Nun ist es wichtig und richtig, wenn sich Medien gegen staatliche Einflussnahme wehren und Druckversuche transparent machen. Nur würde man gerne im gleich scharfen Ton auch lesen, wie heikel die Abhängigkeit der Presse von kommerziellen Inserenten sein kann – und diese ist um Einiges grösser als der staatliche Einfluss; selbst dann, wenn die jetzt angedachten Fördermassnahmen umgesetzt werden sollten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/18/das-naechste-schrittchen/">Das nächste Schrittchen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Blochers Garantie war entscheidend»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/12/20/blochers-garantie-war-entscheidend/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 10:42:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Georges Bindschedler]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt Holding AG]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tito Tettamanti]]></category>
		<category><![CDATA[BAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Monat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Tito Tettamanti ist Georges Bindschedler (58) der zweitgrösste Aktionär der Medienvielfalt Holding AG. Der Verwaltungsrat der neuen Eigentümer der Basler Zeitung ist kein Unbekannter im Mediengeschäft: Bis 2003 war Bindschedler Verwaltungsrat der Berner Espace Media und der Berner Zeitung. Ausserdem engagiert er sich finanziell und als Autor für den «Schweizer Monat». Im Gespräch mit <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/20/blochers-garantie-war-entscheidend/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/12/logo_baz.jpg" alt="" width="120" height="123" /> Nach Tito Tettamanti ist Georges Bindschedler (58) der zweitgrösste Aktionär der Medienvielfalt Holding AG. Der Verwaltungsrat der neuen Eigentümer der Basler Zeitung ist kein Unbekannter im Mediengeschäft: Bis 2003 war Bindschedler Verwaltungsrat der Berner Espace Media und der Berner Zeitung. Ausserdem engagiert er sich finanziell und als Autor für den «Schweizer Monat». Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE äussert sich der Berner Rechtsanwalt zur Zukunft der BaZ, zur Rolle von Christoph Blocher und sagt, was es mit der Mission der Medienvielfalt Holding auf sich hat.<br />
<span id="more-28959"></span><br />
<strong>Medienwoche: Wann haben Sie erfahren, dass eine neue Trägerschaft für die Basler Zeitung aufgebaut werden soll?</strong><br />
Bindschedler: Das war etwa dann, als Moritz Suter bekanntgegeben hatte, dass er seine Aktien zurückverkaufen werde. Also vor rund zwei Wochen.</p>
<p><strong>Wer hat Sie angefragt, ob Sie als Aktionär einsteigen möchten?</strong><br />
Tito Tettamanti. Mit ihm war ich schon längere Zeit im Gespräch, auch im Zusammenhang mit der Medienvielfalt Holding AG, aber nicht konkret zur Basler Zeitung. Wir kennen uns auch über den «Schweizer Monat» und aus dem Verein Zivilgesellschaft, den Tettamanti bis vor einem Jahr geleitet hatte. Da pflegten wir einen Gedankenaustausch.</p>
<p><strong>War diese Entwicklung für Sie absehbar?</strong><br />
Nein, das kam für mich überraschend, denn ich habe mich mit den Ereignissen in Basel nicht eingehend befasst. Das ging ein bisschen an mir vorbei. Ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich mich an der neuen Trägerschaft für die Basler Zeitung beteiligen könnte.</p>
<p><strong>Sie sind nach Tito Tettamanti die Nummer zwei in der Medienvielfalt Holding AG mit fünf Millionen investierten Franken und 12,5 Prozent der Aktien. Haben Sie auch entsprechend viel zu sagen? </strong><br />
Das hoffe ich doch, dass ich mich auf der strategischen Ebene einbringen kann. Ich glaube auch, dass Herr Tettamanti das so wünscht, weil er schätzt, was ich für den «Schweizer Monat» getan habe. Natürlich hat Tettamanti das Sagen, er trägt auch die Hauptverantwortung. Aufs Operative habe ich keinen Einfluss. Das ist Sache von Filippo Leutenegger, der als Delegierter des Verwaltungsrats und CEO die Basler Zeitung führen wird.</p>
<p><strong>Christoph Blocher spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei der Basler Zeitung. Er trägt das finanzielle Risiko des Druckgeschäfts. Wären Sie ohne die Garantie Blochers auch eingestiegen?</strong><br />
Vermutlich nicht. Man muss schon sehen: Diese Garantie ist der Ersatz für die Buchprüfung. Dank Christoph Blocher konnten wir auf eine Due Diligence verzichten. Wenn es nicht möglich ist, die Geschäftsbücher vor einer Übernahme eingehend zu prüfen, weiss man nicht, worauf man sich einlässt.</p>
<p><strong>Die absehbaren Sanierungsmassnahmen im Druckgeschäft der Basler Zeitung dürften wohl für weitere Unruhe sorgen.</strong><br />
Das gehört halt dazu. Aber ich will Filippo Leutenegger nicht ins Handwerk pfuschen. Er ist dort in erster Linie gefordert und sein Verwaltungsrat der BaZ Holding. Erst in zweiter Linie müssen wir uns damit befassen. Ich habe das volle Vertrauen, dass Leutenegger die richtige Lösung finden wird. Er hat dafür die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen.</p>
<p><strong>Weshalb engagieren Sie sich in der Medienvielfalt Holding?</strong><br />
Es ist die Freude an den Medien und ein gewisses Verpflichtungsgefühl. Ich will einen Beitrag dazu leisten, dass Medien in der Schweiz überleben können und unabhängig bleiben. Es soll möglichst viele Medien geben mit unterschiedlichen Trägerschaften. Nur das ermöglicht eine Meinungsvielfalt. Die Konzentration fördert den Eintopf. Medien werden heute viel zu oft nur noch als Produkt angeschaut. Das ist eine Überzeugung, die ich mit Tito Tettamanti teile.</p>
<p><strong>Innerhalb der neuen BaZ-Trägerschaft ist es aber nicht gerade weit her mit der Meinungsvielfalt. Verwaltungsrat und Aktionariat sind mehrheitlich im national-liberalen Spektrum zu verorten.</strong><br />
Es ist die Überzeugung aller Beteiligten, dass es wichtig ist, zu verhindern, dass alle Medien im gleichen Topf landen. Unter den Aktionären findet man durchaus unterschiedliche Meinungen und Ansichten. So homogen, wie Sie das darstellen, sind wir dann doch nicht. Klar stehen wir alle auf der liberalen Seite. Das verbindet uns auch. Damit enden aber die Gemeinsamkeiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass es zu konkreten Fragen unterschiedliche Meinungen gibt. Aber in der Grundüberzeugung, ein unabhängiges Medium zu erhalten, darin sind wir uns alle einig.</p>
<p><strong>Die neue Trägerschaft der BaZ heisst Medienvielfalt Holding, jene der neugegründeten Tageswoche in Basel heisst Stiftung für Medienvielfalt. Da kann kein Zufall sein.</strong><br />
Wir haben die Ähnlichkeit der Namen zu spät bemerkt und konnten nicht mehr reagieren. Unser Name stand auch schon längere Zeit fest. Aber ich hoffe, dass es nicht zu Problemen führen wird.</p>
<p><strong>Die Turbulenzen um die BaZ rühren im Wesentlichen daher, dass Christoph Blocher mit verdeckten Karten gespielt und auch gelogen hat, was sein Engagement anging. Was sagen Sie dazu?</strong><br />
Ich habe mich nicht näher damit beschäftigt. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Damals nicht und auch jetzt nicht. Es interessiert mich auch nicht. Aber ich gehe davon aus, dass wir mit der nun geschaffenen Transparenz über die Eigentumsverhältnisse etwas Ruhe hinkriegen und diese Probleme lösen können.</p>
<p><strong>Das glaube ich Ihnen nicht.</strong><br />
Wissen Sie, das ist jetzt Geschichte. Ich will in die Zukunft schauen, nicht zurück. Wie können wir unsere Mission erfüllen? Das interessiert mich.</p>
<p><strong>Worum geht es bei dieser Mission?</strong><br />
Wir wollen dort aktiv werden, wo wir der Meinung sind, dass die Meinungsvielfalt gefährdet ist. Dazu brauchen wir aber nicht um jeden Preis neue Beteiligungen. Es kann auch sein, dass wir uns nur an der BaZ beteiligen. Dafür unterstützen wir noch andere Projekte, die unserer Mission entsprechen. Etwa die geplante Nachrichtenplattform Les Observateurs von Uli Windisch in der Westschweiz. Oder es ist auch vorstellbar, dass wir als Medienvielfalt Holding eine wissenschaftliche Untersuchung finanzieren, um zu sehen, wie stark die liberale Musik in den Schweizer Medien spielt.</p>
<p><strong>Spielt denn diese «liberale Musik» zu leise?</strong><br />
So direkt würde ich das nicht sagen. Sagen wir es so: Ich habe das Gefühl, dass wir zu viel Mainstream haben in den Medien, zu viel Gleiches auf allen Kanälen. Die Medien transportieren oft kritiklos schemenhafte Haltungen.</p>
<p><strong>Zum Beispiel?</strong><br />
Die Berichterstattung zu den Bundesratswahlen hat in den Medien ein völliges Übergewicht erhalten. Ständig die Spekulationen, wer wird gewählt, wer wird abgewählt. Dabei sind das nicht die wesentlichen Probleme, vor denen die Schweiz steht. Ich denke da an das Gesundheitswesen.  Was zum Beispiel Managed Care genau bedeutet, verstehen die Wenigsten und wohl auch nur wenige Journalisten. Also können Sie es auch dem Publikum nicht erklären.</p>
<p><strong>Das hat oft auch mit mangelnden Ressourcen in den Redaktionen zu tun. Das können Sie ja nun ändern bei der BaZ.</strong><br />
Das werden wir auf jeden Fall versuchen zu tun. Neben den fehlenden Ressourcen liegt es aber auch am Fokus der Medien. Vielleicht sollte eine Redaktion halt nicht alle Kapazitäten dafür aufwenden, über die Bundesratswahlen zu berichten, sondern auch die wichtigeren Dinge nicht aus dem Auge verlieren.</p>
<p><strong>Sie sind ja nicht nur wegen dieser Mission eingestiegen, sondern auch wegen dem Geschäft. Was erwarten Sie da?</strong><br />
Da sollte schon etwas herausschauen. Ein Medienunternehmen muss rentieren, damit es überlebensfähig ist. Wenn es nicht rentiert, findet man auch keine Investoren, die das Unternehmen halten. Die braucht es halt schon irgendwann. Für mich ist die NZZ ein gutes Beispiel. Dort soll ein breites Aktionariat die Unabhängigkeit gewährleisten. Allzu breit darf es aber auch nicht werden, weil sonst das Risiko zunimmt, dass man das Aktionariat nicht mehr unter Kontrolle hat.</p>
<p><strong>Wie geht es nun weiter mit der Medienvielfalt Holding?</strong><br />
Wir treffen uns im Januar zu unserer ersten Verwaltungsratssitzung. Dort wird es darum gehen, dass alle Mitglieder auf dem gleichen Wissensstand sind. Wahrscheinlich liegt der Schwerpunkt bei der Berichterstattung. Und dann müssen wir uns finden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/20/blochers-garantie-war-entscheidend/">«Blochers Garantie war entscheidend»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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