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Romandie

Die Folgen der Medienkonzentration

Das Medien-Qualitätsrating 2018 kommt zum Schluss: Die Medienkonzentration in der Schweiz hinterlässt Spuren. Bei mehreren Titeln ging die Qualität im Zeitraum 2016-2018 spürbar zurück – gerade auch in der Romandie.

Ombudsfrau/Ombudsmann je 30-40%, ortsunabhängig (ausserhalb der SRG SSR)

Als Ombudsfrau/Ombudsmann der SRG Deutschschweiz nehmen Sie Beanstandungen zu ausgestrahlten Sendungen sowie dem übrigen publizistischen Angebot von Schweizer Radio und Fernsehen SRF entgegen und vermitteln. Sie stellen einen Austausch zwischen den Parteien sicher, fordern von den SRF-Verantwortlichen vollständige Stellungnahmen im Sinne der…

«Wir erleben eine Provinzialisierung der Romandie»

Mit der Ankündigung des Tamedia-Konzerns, «Le Matin» einzustellen, ist die Medienvielfalt in der Westschweiz auf dem Tiefpunkt angelangt. Ein Gespräch mit Jacques Pilet, einem der prägendsten Westschweizer JournalistInnen der letzten Jahrzehnte.

Vom Niedergang der Presse in der Romandie

«In weniger als dreissig Jahren hat die Westschweiz alle ihre Titel mit überregionalen Ambitionen verloren», schreibt Ludovic Rocchi in der «Republik». Der 53-jährige Redaktor des Westschweizer Radios RTS hat den Niedergang der Presse in der Romandie selbst hautnah erlebt. Er begann seine Laufbahn bei der längst verblichenen «La Suisse» in Genf und verbrachte lange Jahre beim «Le Matin», der demnächst aus Kiosken und Bars in der Westschweiz verschwinden wird. «Verantwortlich für dieses Massaker sind zum Teil die Enge des französischsprachigen Marktes und die globale Medienkrise. Aber nicht nur. Schuld sind auch die Westschweizer Verlage, die nicht durchhielten und sich ebenso wenig verständigen konnten. Sie haben sich gegenseitig umgebracht, dann verkaufte der letzte im Ring, Pierre Lamunière, alles an die Deutschschweizer.»

Blocher-Ängste in der Romandie

Während in Teilen Basels Erleichterung zu vernehmen ist ob des Verkaufs der Blocher-BaZ an Tamedia, macht sich in der Westschweiz Blocher-Angst breit. In dem Tauschhandel mit Tamedia erhielt Christoph Blocher unter anderem auch zwei grössere Westschweizer Gratisanzeiger. Pascal Dufour beschreibt in «Le Temps», was er von der Ankunft der Blocher-Presse in der Westschweiz erwartet; er zeichnet ein düsteres Bild. Letztlich gehe es um die Spaltung der Gesellschaft. Hier die Eliten mit ihren Medien, wie NZZ, Tagi und Le Temps, dort Blochers Gratisblättchen für das gemeine Volk. «So wollen sie [die Populisten] zweifellos die Polarisierung der Schweiz vollenden», schliesst Dufour.

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