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	<title>SRF 2024 | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>SRF-Baustellen: Wo es auf dem ersten Kanal inhaltlich am meisten hapert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/30/srf-baustellen-wo-es-auf-dem-ersten-kanal-inhaltlich-am-meisten-hapert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2021 09:41:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Technische Probleme, Sparzwang und unzufriedene Belegschaft sind das eine. Auch inhaltlich muss sich das SRF Kritik gefallen lassen. SonntagsBlick hat das SRF1-Programm unter die Lupe genommen, Tag für Tag.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/30/srf-baustellen-wo-es-auf-dem-ersten-kanal-inhaltlich-am-meisten-hapert/">SRF-Baustellen: Wo es auf dem ersten Kanal inhaltlich am meisten hapert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Technische Probleme, Sparzwang und unzufriedene Belegschaft sind das eine. Auch inhaltlich muss sich das SRF Kritik gefallen lassen. SonntagsBlick hat das SRF1-Programm unter die Lupe genommen, Tag für Tag.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/30/srf-baustellen-wo-es-auf-dem-ersten-kanal-inhaltlich-am-meisten-hapert/">SRF-Baustellen: Wo es auf dem ersten Kanal inhaltlich am meisten hapert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Nau.ch, Streaming, SRF</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Nov 2021 09:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming-Dienste]]></category>
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		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Ein Deal für Qualität Bettelt jemand bei uns per E-Mail um Berichterstattung, bedeutet das in der Regel: Papierkorb. Dieser Fall liegt etwas anders. Was das Nachrichtenportal «Nau.ch» am Mittwoch mitteilte und als «Good» der Woche vorschlug, passt durchaus in diese Rubrik (und wäre auch ohne Bettelei berichterstattungswürdig gewesen). Mit der Beförderung der <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Nau.ch, Streaming, SRF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92655" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Ein Deal für Qualität</h3>
<p>Bettelt jemand bei uns per E-Mail um Berichterstattung, bedeutet das in der Regel: Papierkorb. Dieser Fall liegt etwas anders. Was das Nachrichtenportal «Nau.ch» am Mittwoch mitteilte und als «Good» der Woche vorschlug, passt durchaus in diese Rubrik (und wäre auch ohne Bettelei berichterstattungswürdig gewesen).</p>
<p>Mit der Beförderung der internen Ausbildungschefin erreicht die achtköpfige Redaktionsleitung von «Nau.ch» die <a href="https://www.nau.ch/news/schweiz/nauch-redaktionsleitung-besteht-zur-halfte-aus-frauen-66041308" target="_blank" rel="noopener">Geschlechterparität</a>. Ein Frauenanteil von mindestens 50 Prozent sei ihnen «wichtig, zeitgemäss und verbessert das Niveau der Diskussionen», wird Chefredaktor Micha Zbinden (Bild) zitiert. Weiter sitzt neu auch fix ein Personalvertreter im Gremium. Damit sei die Start-up-Phase abgeschlossen.</p>
<p>«Nau.ch» ist nun offiziell erwachsen. Ob sich das auch in der journalistischen Qualität niederschlägt, steht auf einem anderen Blatt. Anlass zur Hoffnung gibt ein Deal, auf den sich «Nau.ch» mit uns eingelassen hat: Weil wir «Nau.ch» für einmal als «Good» aufführen, will das Newsportal im Gegenzug keinen Anlass mehr bieten, dass wir es in der <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">«Ugly»-Rubrik</a> erwähnen müssen. «Wir geben uns die grösste Mühe, diese – obwohl sicherlich gut gelesene – Rubrik zu meiden», verspricht «Nau.ch».</p>
<h3>The Bad – Dann waren es schon drei</h3>
<p>Wie im Grossen, so im Kleinen: Als ob die Qual der Wahl zwischen Netflix, Amazon Prime und Disney+ nicht schon reichte, muss man sich nun auch für den Genuss von Schweizer Produktionen zwischen drei Streaming-Diensten entscheiden. Nach <a href="https://www.playsuisse.ch/" target="_blank" rel="noopener">Play Suisse (SRG)</a> und <a href="https://www.bluewin.ch/de/entertainment/tv-film/blue-play-938824.html" target="_blank" rel="noopener">Blue Play (Swisscom)</a> geht am kommenden Dienstag auch noch <a href="https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/streamingdienst-zuschauer-in-der-schweiz-moegen-das-fiese-nicht-darum-lanciert-der-chef-von-3-tv24-und-co-einen-streamingdienst-ld.2211707" target="_blank" rel="noopener">Oneplus (CH Media)</a> an den Start. Konkurrenz belebt hier wohl weniger den Markt, als dass sie das potenzielle Publikum weiter verwirrt. Die drei Anbieter werben für das heimische Filmschaffen mit austauschbaren Slogans: «Top Auswahl an Schweizer Spielfilmen», «Hier finden Sie die besten Schweizer Filme, Serien und Dokumentarfilme», «Geniessen Sie eine grosse Auswahl bekannter Schweizer Filme».</p>
<p>Auf Streaming-Diensten hatte der Schweizer Film bisher einen schweren Stand: Das Angebot ist klein und die Nutzung gering, wie kürzlich veröffentlichte Zahlen des <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/kein-mensch-schaut-schweizer-filme-auf-netflix-180143321356" target="_blank" rel="noopener">Bundesamts für Statistik</a> zeigen. Schweizer Filme schaut das Schweizer Publikum lieber am Fernsehen oder im Kino. Dass sich dies nun ändert, weil die neuen Plattformen mehr oder gar ausschliesslich heimische Film- und TV-Produktionen zeigen, wäre ein etwas gewagter Schluss. Streaming reimt sich weiterhin auf Netflix und nicht auf Playsuisseblueplayoneplus.</p>
<h3>The Ugly – Tiefrotes Warnsignal</h3>
<p>Bis jetzt waren es meist einzelne Stimmen, die anonym aus dem Inneren des Unternehmens ihre Besorgnis äusserten über die Entwicklung von Schweizer Radio und Fernsehen. Jetzt bestätigen die Ergebnisse einer <a href="https://medien.srf.ch/-/umsetzung-stellenabbau-und-ergebnisse-personalbefragung?redirect=%2F" target="_blank" rel="noopener">Personalbefragung</a> in erschreckender Deutlichkeit diese Eindrücke. Symptomatisch dafür steht der Anteil jener Angestellten, die SRF im Bekanntenkreis als Arbeitgeber weiterempfehlen würden: das sind nur magere 29 Prozent. Mehr als ein Drittel würden sogar davon abraten, bei SRF zu arbeiten – kein Wunder, wenn weniger als die Hälfte (43 Prozent) mit ihrer Führungskraft zufrieden sind. Ein Blick auf die Ergebnisse der Personalbefragungen zwischen 2006 und 2015 lässt erahnen, dass dieser Wert damals fast doppelt so hoch gewesen sein muss. Ein genauer Vergleich mit den aktuellen Zahlen ist leider nicht möglich, weil SRF die Befragungsmethode geändert hat.</p>
<p>Wenig erbaulich sind auch die Werte rund um das Transformationsprojekt SRF 2024. Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmenden äussert grosse Skepsis, ob mit dem eingeschlagenen Weg auch wirklich ein jüngeres Publikum erreicht werden kann. Noch skeptischer ist man gegenüber dem Versprechen der Führung, flachere Hierarchien einführen zu wollen. Beides sind zentrale Postulate von SRF 2024.</p>
<p>So deutlich die Ergebnisse der Umfrage daherkommen, so diffus erscheinen die von SRF nun angekündigten Reaktionen auf die offensichtlichen Missstände: Die Vorgesetzten sollen bessere Vorbilder sein, das Gemeinschaftsgefühl will man stärken und die Feedbackkultur verbessern. Als ob das reichen würde. Wer ein tiefrotes Warnsignal übersieht, rast ins Verderben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Nau.ch, Streaming, SRF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Morgenplauderei, die einem die Musik vergällt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/08/morgenplauderei-die-einem-die-musik-vergaellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Nov 2021 22:06:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2 Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturradio]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Überlebenskampf greift das Kulturradio zunehmend zu Methoden, die Bindung der Hörerschaft mit salopper Nähe zu erschleichen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/08/morgenplauderei-die-einem-die-musik-vergaellt/">Morgenplauderei, die einem die Musik vergällt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Überlebenskampf greift das Kulturradio zunehmend zu Methoden, die Bindung der Hörerschaft mit salopper Nähe zu erschleichen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/08/morgenplauderei-die-einem-die-musik-vergaellt/">Morgenplauderei, die einem die Musik vergällt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zukunft SRF/SRG: Niedergang oder Auferstehung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/05/zukunft-srf-srg-niedergang-oder-auferstehung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 14:21:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine grosse Recherche der «NZZ am Sonntag» zeichnete jüngst ein deplorables Bild vom Zustand des Schweizer Radios und Fernsehens SRF. Wie geht es weiter? Gibt es noch Hoffnung? Drei Szenarien. Nach 35&#8217;000 Zeichen, verteilt auf zwei Artikel, endet der Text mit der wenig hoffnungsfrohen Aussage eines früheren Kulturchefs des Schweizer Fernsehens: «SRF sucht und irrt <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/05/zukunft-srf-srg-niedergang-oder-auferstehung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/05/zukunft-srf-srg-niedergang-oder-auferstehung/">Zukunft SRF/SRG: Niedergang oder Auferstehung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine grosse Recherche der «NZZ am Sonntag» zeichnete jüngst ein deplorables Bild vom Zustand des Schweizer Radios und Fernsehens SRF. Wie geht es weiter? Gibt es noch Hoffnung? Drei Szenarien.</strong><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92474" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-SRG-Niedergang-Auferstehung-20211105-Layout.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-SRG-Niedergang-Auferstehung-20211105-Layout.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-SRG-Niedergang-Auferstehung-20211105-Layout-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-SRG-Niedergang-Auferstehung-20211105-Layout-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-SRG-Niedergang-Auferstehung-20211105-Layout-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-SRG-Niedergang-Auferstehung-20211105-Layout-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Nach 35&#8217;000 Zeichen, <a href="https://nzzas.nzz.ch/hintergrund/schweizer-radio-und-fernsehen-wie-srf-seine-sender-beschaedigt-ld.1651811" target="_blank" rel="noopener">verteilt</a> auf <a href="https://nzzas.nzz.ch/hintergrund/srf-schlingert-schlechte-lobby-und-schwierige-digitalisierung-ld.1652868" target="_blank" rel="noopener">zwei Artikel</a>, endet der Text mit der wenig hoffnungsfrohen Aussage eines früheren Kulturchefs des Schweizer Fernsehens: «SRF sucht und irrt umher, ohne sich einzu­gestehen, dass es ohne radikales Umdenken nicht weitergeht. Was jetzt geschieht, ist ein Verwalten der eigenen Bedeutungslosigkeit.» Die «NZZ am Sonntag» recherchierte ein halbes Jahr lang und berichtet ausführlich über «eine Neuausrichtung, die nicht vom Fleck kommt».<br />
</p>
<p>Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF und seine Muttergesellschaft SRG stehen gleich mehrfach unter Druck: unter Spardruck, unter politischem Druck und unter Innovationsdruck. Glaubt man dem Führungspersonal, dann gibt es einen Plan, wie sich das Unternehmen und seine zahlreichen Tochtergesellschaften neu erfinden wollen.</p>
<p>Bei SRF heisst das Transformationsprojekt «SRF 2024». Der Veränderungsprozess verläuft bisher eher harzig. Es entsteht viel Reibungsverlust. Das Alte verschwindet, Sendungen werden gestrichen, Personal verlässt das Unternehmen. Mit den neu lancierten Formaten umgarnt SRF vor allem ein jüngeres Publikum. Ob die Summe dieser neuen Einzelteile je wieder ein Ganzes ergibt, ob ein digitaler Service public entsteht, lässt sich heute noch nicht erkennen; überhaupt liegt vieles im Unklaren.</p>
							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px">Drei Szenarien für die nächsten Jahre: </h3>
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									Schrecken ohne Ende								</span>
							</a>
						  </h4>
						</div>
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						  <div class="wpsm_panel-body">
							<p><strong>Weiter wie bisher. Der schleichende Bedeutungsverlust ist nicht aufzuhalten.</strong></p> 

<p>Der gegenwärtige Reformprozess mit all seinen negativen Begleiterscheinungen droht sich in die Länge zu ziehen, ja, er könnte sich schlimmstenfalls als neuer Normalzustand etablieren. Eigentlich wäre vorgesehen, dass sich Schweizer Radio und Fernsehen bis in drei Jahren neu erfunden hat. Aber der Druck wird auch nach 2024 nicht nachlassen: Werbeerträge werden weiter sinken und neue Plattformen die Aufmerksamkeit des (jüngeren) Publikums absorbieren. Und auch nach 2024 werden Politik und private Medienunternehmen fordern, den Spielraum des öffentlichen Rundfunks einzuschränken. Auf die Reform folgt die Reform der Reform. Die Unruhe bleibt, das Unternehmen kann sich nicht stabilisieren. An allen Ecken und Enden schnippelt SRF mit der Sparschere. Hier eine beliebte Sendung weg. Das gibt Ärger mit dem Publikum. Dort zusätzliche Aufgaben für ausgedünnte Redaktionen. Das gibt Ärger mit dem Personal. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, das Publikum zu erreichen. Die unter 45-Jährigen, auf die SRF sein Online-Angebot massgeblich ausgerichtet hat, schaut nur punktuell und sporadisch vorbei. Gleichzeitig nimmt die Nutzung von Radio und Fernsehen weiter ab. SRF gerät zwischen Stuhl und Bank. Das Alte    schwindet und das Neue kommt nicht zum Fliegen. Die anhaltende Sinnkrise bleibt natürlich auch der Politik nicht verborgen. Während die einen den Moment gekommen sehen, um den ungeliebten Service public weiter abzuwracken, dienen sich die anderen als Retter an. Bekanntlich kommt es selten gut, wenn sich die Politik einmischt. Und irgendwann muss man nicht einmal mehr die eigene Bedeutungslosigkeit verwalten.</p>						  </div>
						</div>
					</div>
					<!-- Inner panel End -->
					
								
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									Der Plan geht auf								</span>
							</a>
						  </h4>
						</div>
						<div id="ac_92455_collapse2" class="wpsm_panel-collapse collapse "  >
						  <div class="wpsm_panel-body">
							<p><strong>SRF 2024 wird zu einem vollen Erfolg. Schweizer Radio und Fernsehen blüht digital neu auf.</strong></p>

<p>Neben der pessimistischen Verlängerung des Status Quo in die Zukunft, wie in Szenario 1 dargestellt, gibt es natürlich auch die optimistische Sicht. Die SRF-Führung hat einen Plan und ein Projekt für die Zukunft. Und glaubt man den Verantwortlichen, dann befindet sich das Unternehmen auf Kurs; die Weichen in die digitale Zukunft sind gestellt. Aus Radio und Fernsehen wird Audio und Video. Eine neue Organisationsstruktur spiegelt die veränderten Anforderungen an eine Medienproduktion, die sich nicht mehr an Sendern und Sendezeiten orientiert, sondern an Plattformen und Communitys. Dass eine derart grundlegende Transformation nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne geht, liegt in der Natur der Sache. Die öffentliche Aufregung über abgesetzte Sendungen ist aber schnell vergessen, wenn erst einmal die neuen Formate erscheinen. Das gleiche gilt für das Bedauern über die prominenten Abgänge von langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. SRF brauchte die Blutauffrischung. Nur Personal, das selbst mit Online-Medien sozialisiert wurde, bewegt sich glaubwürdig darin. Ab 2022 zahlen sich die Investitionen in die neuen Online-Formate aus. Ob die neue News-App als zentrale Anlaufstelle für Informationshungrige oder Fussballländerspiele der Frauennationalmannschaft live auf Tiktok: SRF spielt gekonnt mit den eigenen und Drittplattformen. Irgendwann im Herbst 2024, fünf Jahre nach dem Start des Transformationsprojekts, wird sich Nathalie Wappler in den SRF-Newsroom am Leutschenbach vor das Personal stellen und verkünden: «Mission accomplished!»</p>						  </div>
						</div>
					</div>
					<!-- Inner panel End -->
					
								
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									Mit halbem Budget								</span>
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						  </h4>
						</div>
						<div id="ac_92455_collapse3" class="wpsm_panel-collapse collapse "  >
						  <div class="wpsm_panel-body">
							<p><strong>Zwangsverkleinerung als Chance? Wohl kaum.</strong></p>

<p>Seit Jahren geistert der Vorschlag als Drohkulisse herum und vielleicht bleibt das auch so. Aber genauso gut ist es möglich, dass die SVP und ihr zugeneigte Kreise in nächster Zeit ernst machen und die «Halbierungsinitiative» tatsächlich lancieren. Sie sagen zumindest, dass sie es jetzt <a href="https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/schweiz/bloody-serious-thomas-matter-ist-es-ernst-mit-einer-volksinitiative-gegen-srf/ar-AAKQSSI" rel="noopener" target="_blank">ernst meinten</a>. Mit diesem Vorschlag würde die Haushaltsabgabe auf 200 Franken reduziert und damit das Budget der SRG mehr als halbiert. Es blieben noch gut 700 Millionen Franken pro Jahr für ein Medienangebot, das weiterhin dem Anspruch eines Service public gerecht werden müsste. Heute sind es gut 1,5 Milliarden, davon gut 200 Millionen aus der Werbung. Damit dürfte nicht mehr zu rechnen sein. Ein Fernsehangebot, wie es heute ein Umfeld für TV-Werbung bietet, liesse sich kaum mehr betreiben. Unter diesen Voraussetzungen müsste sich die SRG neu erfinden. Zwingend erhalten blieben wohl Information und Kultur, also das, was schon heute den Kern des Service public ausmacht und was die privaten Medien immer weniger zu leisten vermögen. Unterhaltung und Sport könnten dagegen weg, schliesslich gibt es dafür ein grosses Angebot der kommerziellen Medien. So reizvoll das Szenario erscheinen mag, den Service public komplett neu zu erfinden: Mit Blick auf die aktuelle Befindlichkeit von SRG und SRF wäre der Neuanfang auf der grünen Wiese ein hochriskantes Unterfangen und nicht die zukunftsträchtige Option, als die sich ein Neustart auf dem Reissbrett präsentieren mag.</p>						  </div>
						</div>
					</div>
					<!-- Inner panel End -->
					
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<p>Natürlich wird keines der drei Szenarien genau so eintreffen wie hier beschrieben. Stand heute dürfte Szenario 1 das realistischste sein. Das sehen auch mehrere aktuelle und ehemalige SRF-Angestellte so, mit denen die MEDIENWOCHE diese Szenarien diskutiert hat. Dass schliesslich doch noch alles gut kommt, wie in Szenario 2 beschrieben, und die aktuellen Misstöne nur ein vorübergehendes Knirschen im Gebälk sind, glaubt man nicht mehr.</p>
<p>Szenario 3, und das überrascht doch einigermassen, sehen SRF-Mitarbeitende als reizvolle Perspektive. Hinter vorgehaltener Hand heisst es sogar, dass wohl auch SRF-Personal für die «Halbierungsinitiative» stimmen würden. Was auch heisst: Das Vertrauen in den laufenden Veränderungsprozess ist offenbar so schwach, dass man für einen (radikalen) Neuanfang sogar grosse bis existenzielle Risiken in Kauf zu nehmen bereit wäre.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/05/zukunft-srf-srg-niedergang-oder-auferstehung/">Zukunft SRF/SRG: Niedergang oder Auferstehung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SRF bremst Umbauprojekt ab</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/26/srf-bremst-umbauprojekt-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2021 08:49:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nathalie Wappler]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92145</guid>

					<description><![CDATA[<p>Prominente Abgänge, miese Stimmung und sinkende Qualität: Beim Schweizer Radio und Fernsehen häufen sich die schlechten Nachrichten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Prominente Abgänge, miese Stimmung und sinkende Qualität: Beim Schweizer Radio und Fernsehen häufen sich die schlechten Nachrichten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/26/srf-bremst-umbauprojekt-ab/">SRF bremst Umbauprojekt ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SRF-Direktorin Nathalie Wappler: Angreifen kann sie</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/05/srf-direktorin-nathalie-wappler-angreifen-kann-sie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2021 07:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nathalie Wappler]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit zwei Jahren ist Nathalie Wappler SRF-Direktorin. Schlagzeilen macht sie vor allem wegen Sparmassnahmen. Annäherung an eine Frau, die nur ein Ziel hat: das Schweizer Radio und Fernsehen vor der Bedeutungslosigkeit zu bewahren.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/05/srf-direktorin-nathalie-wappler-angreifen-kann-sie/">SRF-Direktorin Nathalie Wappler: Angreifen kann sie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zwei Jahren ist Nathalie Wappler SRF-Direktorin. Schlagzeilen macht sie vor allem wegen Sparmassnahmen. Annäherung an eine Frau, die nur ein Ziel hat: das Schweizer Radio und Fernsehen vor der Bedeutungslosigkeit zu bewahren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/05/srf-direktorin-nathalie-wappler-angreifen-kann-sie/">SRF-Direktorin Nathalie Wappler: Angreifen kann sie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nathalie Wapplers neue Sparmassnahme: Bei Radio SRF 4 News sitzt nur noch bis am Mittag ein Moderator am Mikrofon</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/26/nathalie-wapplers-neue-sparmassnahme-bei-radio-srf-4-news-sitzt-nur-noch-bis-am-mittag-ein-moderator-am-mikrofon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 08:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 4 News]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=86292</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer Radio SRF 4 News einstellt, erwartet Nachrichten &#8211; so verspricht es der Name des Senders. Nun werden aber in der zweiten Tageshälfte vor allem Magazinbeiträge ausgestrahlt, die bereits auf anderen Sendern liefen. Das Mikrofon von SRF 4 News ist dann verwaist.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/26/nathalie-wapplers-neue-sparmassnahme-bei-radio-srf-4-news-sitzt-nur-noch-bis-am-mittag-ein-moderator-am-mikrofon/">Nathalie Wapplers neue Sparmassnahme: Bei Radio SRF 4 News sitzt nur noch bis am Mittag ein Moderator am Mikrofon</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Radio SRF 4 News einstellt, erwartet Nachrichten &#8211; so verspricht es der Name des Senders. Nun werden aber in der zweiten Tageshälfte vor allem Magazinbeiträge ausgestrahlt, die bereits auf anderen Sendern liefen. Das Mikrofon von SRF 4 News ist dann verwaist.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/26/nathalie-wapplers-neue-sparmassnahme-bei-radio-srf-4-news-sitzt-nur-noch-bis-am-mittag-ein-moderator-am-mikrofon/">Nathalie Wapplers neue Sparmassnahme: Bei Radio SRF 4 News sitzt nur noch bis am Mittag ein Moderator am Mikrofon</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«SRF 2024» – Gesellschaftspolitik ohne Mandat</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/11/srf-2024-gesellschaftspolitik-ohne-mandat/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2021/02/11/srf-2024-gesellschaftspolitik-ohne-mandat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heinrich Anker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 17:05:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=85893</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schweizer Radio und Fernsehen SRF verfolgt seine «Digital first»-Strategie mit technokratischem Enthusiasmus, ohne sich mit den Folgen für Gesellschaft, Kultur und Politik unseres Landes zu befassen. Das ist ein Problem. Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit zählen gemeinhin zu den ersten Attributen, mit denen die Berichterstattung von Schweizer Radio und Fernsehen SRF in Verbindung gebracht wird. Bei der <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/11/srf-2024-gesellschaftspolitik-ohne-mandat/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/11/srf-2024-gesellschaftspolitik-ohne-mandat/">«SRF 2024» – Gesellschaftspolitik ohne Mandat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweizer Radio und Fernsehen SRF verfolgt seine «Digital first»-Strategie mit technokratischem Enthusiasmus, ohne sich mit den Folgen für Gesellschaft, Kultur und Politik unseres Landes zu befassen. Das ist ein Problem.</strong><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-85894" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-SRF-2014-Strategie20210211a.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-SRF-2014-Strategie20210211a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-SRF-2014-Strategie20210211a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-SRF-2014-Strategie20210211a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-SRF-2014-Strategie20210211a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-SRF-2014-Strategie20210211a-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit zählen gemeinhin zu den ersten Attributen, mit denen die Berichterstattung von Schweizer Radio und Fernsehen SRF in Verbindung gebracht wird. Bei der Kommunikation in eigener Sache nimmt man es damit aber nicht immer so genau. In der Broschüre <a href="https://www.srf.ch/unternehmen/content/download/15650257/file/Medientrends_2018_small.pdf" target="_blank" rel="noopener">«SRF Medientrends Deutschschweiz 2018»</a> stellt SRF dem Nachrichtenflaggschiff «Tagesschau» mit 607‘000 ZuschauerInnen das «Echo der Zeit» mit 142‘000 HörerInnen gegenüber. In Tat und Wahrheit erreicht das «Echo» aber 422‘000 HörerInnen. Das weiss auch SRF. <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/05/das-vertrauen-ist-hin-die-gegensaetze-bei-srf-brechen-auf/">Aber:</a> «Die Forderung, die Fehlleistung vom Netz zu nehmen, wurde (…) abgelehnt. Dies würde zu viel Aufsehen erregen. Und die Studie sei zu gross und zu wichtig.» Und tatsächlich: Noch heute steht die Studie mit den falschen Radiozahlen im Netz.<br />
</p>
<p>Offenbar unterschätzt SRF das Medium Radio in seiner publizistischen Bedeutung. Wie sonst lässt sich die mittlerweile unüberhörbare Schwächung der Radioinformation aus dem Studio Bern erklären, oder der <a href="https://www.tagblatt.ch/meinung/kommentare/analyse-zum-srf-sparhammer-finger-weg-von-der-kultur-ld.2100788" target="_blank" rel="noopener">Aderlass am Kultur-Standort Basel</a>, der vornehmlich das Radio betrifft? Auch die geplante Streichung etablierter Sendungen wie «52 Beste Bücher» und die <a href="https://www.tagblatt.ch/kultur/kindersendung-zambo-weg-srf-auf-irrwegen-ld.1256003" target="_blank" rel="noopener">Verdrängung von «Zambo»</a> – der einzigen valablen Mehrgenerationen-Sendung im Land – aus dem Radioprogramm. Fehlt der SRF-Spitze der nötige Sachverstand, dass das Medium Radio im Rahmen des Strategieprojekts <a href="https://medienwoche.ch/tag/srf-2024/">«SRF 2024»</a> derart geschwächt wird?</p>
<p>Nicht nur bei SRF stellen sich Fragen zur Verlässlichkeit der Daten und Prognosen, auf deren Grundlage das Unternehmen die Digitalisierung radikal vorwärts treiben: Auch die Generaldirektion der SRG liess <a href="https://medienwoche.ch/2019/11/26/unser-auftrag-ist-es-die-digitalen-moeglichkeiten-zu-nutzen-um-den-leistungsauftrag-zu-erfuellen-und-dabei-das-gesamte-publikum-zu-erreichen/">sinngemäss verlauten</a>, in den nächsten Jahren werde sich bei der Nutzung der elektronischen Medien – Radio und Fernsehen einerseits und Internet-Plattformen andererseits – ein Verhältnis von rund 50 zu 50 herausbilden. Was heisst: Die Hälfte des Angebots findet online statt. Den linearen Programmen bliebe die andere Hälfte. Aber entspricht das der tatsächlichen Nutzung oder prescht SRF hier präventiv in digitale Gefilde vor?</p>
<blockquote><p>«Generell bleibt die Nutzung von Fernsehen, Radio und Kino erstaunlich stabil und auf hohem Niveau.»<br />
<small>Studie SRF 2018</small></p></blockquote>
<p>Noch 2018 hielt SRF <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/studie-zum-medienkonsum-die-schweiz-ein-netflix-land" target="_blank" rel="noopener">in einer Studie</a> fest: «Trotzdem bleibt das TV-Gerät die erste Wahl um fernzusehen. Generell bleibt die Nutzung von Fernsehen, Radio und Kino erstaunlich stabil und auf hohem Niveau.» Das hat auch Netflix begriffen: In Frankreich lanciert die Videoplattform ein <a href="https://www.wuv.de/medien/netflix_startet_linearen_sender_international" target="_blank" rel="noopener">lineares (!) Programm</a> – und taucht aus dem Online-Ozean auf in dem Moment, wo die SRG darin abtaucht.</p>
<p>Nun sieht sich der Service public gerne als Garant einer funktionierenden Demokratie. In einer Demokratie kommen als Subjekte nur die BürgerInnen als freie und verantwortliche Glieder der Gesellschaft in Frage. Es steckt jedoch seit Jahrzehnten (auch) in den Genen der Service-public-Medien, die Menschen nicht primär als mündige BürgerInnen zu betrachten und anzusprechen, sondern als KonsumentInnen, die mittels Emotionalisierung zum Medien-Konsum zu verführen sind. Diese Vorstellung reicht selbst bis tief in die wichtigsten Informationssendungen: Beim Themensetting und der Gewichtung der «Tagesschau»-Beiträge schlagen immer wieder «Infotainment» und «Infomotion» durch: Es kommt also immer wieder vor, dass die Verfügbarkeit von Filmmaterial über die Berichterstattung entscheidet und nicht die Wichtigkeit von Ereignissen; (Sport-)Unfälle werden beinahe voyeuristisch abgespielt, Soft News scheinen immer wieder ein unverzichtbares «Must» zu sein.</p>
<blockquote><p>Nachrichten werden mit einem Musikteppich unterlegt; ein Kniff aus dem Privatradio, mit der die «Durchhörbarkeit» erhöht werden soll.</p></blockquote>
<p>Es herrscht offenbar die Meinung vor, man müsse die Menschen mittels der Geschmacksverstärker «Unterhaltung» und «Emotionalisierung» zum Konsum von Nachrichten und Informationen überlisten, freiwillig würden sie diese nicht verfolgen. Auch die Informationssendungen des Radios sind vor diesem Missverständnis nicht gefeit: Nachrichten werden mit einem Musikteppich unterlegt; ein Kniff aus dem Privatradio, mit der die «Durchhörbarkeit» erhöht werden soll. Und selbst auf SRF 4 News werden neuerdings die HörerInnen geduzt. Gegenüber mündigen BürgerInnen ist das respektlos.</p>
<p>Dieses auf das Emotionale und Hedonistische verengte Bild des Menschen hat erhebliche Auswirkungen auf die Programmgestaltung: Zwecks Absatzsteigerung befragt man das Publikum mittels Umfragen und Gruppendiskussionen mehr oder weniger direkt, was es wünscht, oder versucht dies aus der Analyse von Big Data zu ergründen, und versorgt es mit dem entsprechenden «Content». Diese vordergründige Erhebung der Publikumswünsche ist jedoch oft «Fake», eingewickelt in das Allerweltsschlagwort von der «KonsumentInnen-Souveränität».</p>
<blockquote><p>Wenn SRF die örtlich und zeitlich unabhängige Nutzung als «KonsumentInnen-Souveräntität» verkauft, zeugt das von einem Selbstverständnis, das die Menschen bloss als Marketing-Objekte sieht.</p></blockquote>
<p>Fragt man das Publikum direkt, was es will, kann es bloss mit dem antworten, was es bereits kennt. Auf dieser Grundlage konzipierte Programme rennen bloss Moden, Strömungen und Hypes nach, die gerade im Schwange sind (wobei sich die Medien noch gegenseitig kopieren und hochschaukeln). KonsumentInnen-orientierte Medien sind Follower-Medien – dasselbe in Grün auf allen Kanälen. Das Resultat: Déjà-vus, Überdruss und gähnende Langeweile. Wenn SRF die örtlich und zeitlich unabhängige Nutzung als «KonsumentInnen-Souveräntität» verkauft, zeugt das von einem Selbstverständnis, das die Menschen bloss als Marketing-Objekte, d.h. als KonsumentInnen sieht, und nicht aus einer publizistischen Haltung heraus als BürgerInnen.</p>
<p>Privatwirtschaftliche Medien sind frei in der Wahl, wie sie die Menschen ansprechen; der gebührenfinanzierte Service public hat jedoch nur eine Option: die BürgerInnen als Glieder unserer demokratischen Gesellschaft anzusehen – schliesslich ist die wichtigste Aufgabe des medialen Service public, zu deren Zusammenhalt beizutragen.</p>
<p>Wie begegnet man den BürgerInnen aus einer publizistischen Haltung heraus? Man pfercht nicht 150 JournalistInnen in das Räderwerk eines zentralen Medienturms, sondern lässt sie ausschwärmen, ins pralle Leben eintauchen, lässt sie den Menschen zuhören, lässt sie im Dialog auf die Menschen eingehen, lässt die ReporterInnen zu verstehen versuchen, welche Anforderungen und Aufgaben des Lebens die BürgerInnen dieses Landes zu bewältigen haben und wie ihnen die Medien dabei helfen – dienen! – können. Was gibt es Spannenderes als das Leben selber? Was wäre innovativer, als ins Wurzelwerk der Gesellschaft einzutauchen, zu verstehen, was die Menschen beschäftigt und dies in den Medien aufzunehmen? Damit werden die Medien zu einem lebendigen Organismus, zu sensiblen Seismographen und Frühwarnern der Gesellschaft; dies macht sie lebensnah, spannend, interessant, lebendig, innovativ – und relevant. Solche Publizistik hat es nicht nötig, die Menschen via Emotionen zu instrumentalisieren – die Emotionen kommen ganz von alleine. Aber wie könnte man dickere und höhere Mauern zum wahren Leben bauen, als wenn man als SRF-ReporterIn die eigenen Beiträge zunächst durch das Nadelöhr des «Decision Desks» im neuen Newsroom hindurchprügeln und dann auch noch den Segen der internen Marktforschung der neu geschaffenen Abteilung «Audience» einholen muss?</p>
<blockquote><p>Ohne einen tiefgreifenden internen Kulturwandel bleibt «SRF 2024» bloss alter Wein in neuen digitalen Schläuchen.</p></blockquote>
<p>Mit <a href="https://www.srf.ch/unternehmen/unternehmen/publikationen/medienmitteilungen/srf-2024-aufbruch-in-die-digitale-zukunft" target="_blank" rel="noopener">«SRF 2024»</a> droht sich das Deutschschweizer Radio und Fernsehen von den Menschen als BürgerInnen zu entkoppeln, denn für einen ehrlichen Dialog reichen Publikumsforschung, technische Vorkehrungen wie Kommentarforen, Chats, Call-ins und Communities bei weitem nicht – für einen profunden Austausch gibt es dabei viel zu viele selektive Zugangshürden. Und an diejenigen Milieus, die sich vollständig von Staat, Wissenschaft, Gesellschaft und teilweise auch von der Demokratie verabschiedet haben, kommt man auf diesem Wege sowieso nicht heran. <a href="https://www.srgssr.ch/de/was-wir-tun/demokratie" target="_blank" rel="noopener">«Demokratie für alle»</a>? Wunschdenken!</p>
<p>Will SRF wirklich den BürgerInnen des Landes dienen und die Menschen nicht bloss als KonsumentInnen zwecks «Quote» instrumentalisieren, muss es konsequent den BürgerInnen als zur Verantwortung und zur Freiheit fähigen Menschen begegnen, die aktiv an der demokratischen Gesellschaft partizipieren. Aber schon nur die heutige unreflektierte inflationäre Verwendung des Begriffs «UserInnen» – Synonym für eine gesichtslose, blutleere Verbrauchermasse – zur Bezeichnung des Publikums zeigt, dass im Prinzip immer noch das alte Marketing- und Verkaufsdenken herrscht. Ohne einen tiefgreifenden internen Kulturwandel bleibt «SRF 2024» bloss alter Wein in neuen digitalen Schläuchen.</p>
<blockquote><p>Je individualisierter, isolierter der Medienkonsum, desto heterogener unser gemeinsames Wissen und unsere Werthaltungen, desto schwächer der gesellschaftliche Zusammenhalt.</p></blockquote>
<p>Demokratie heisst Selbstbestimmung. Auf den Plattformen von Facebook, Instagram und Youtube gibt SRF die Kontrolle über ihre Programminhalte ab: Die übermächtigen globalen Intermediäre verfolgen mit grösster Kälte wirtschaftliche und ideelle Eigeninteressen, denen sich die NutzerInnen ihrer Dienste unterwerfen müssen: Ihre Herrschaftsinstrumente sind Big Data, Algorithmen und neuerdings ganz offen Zensur, sprich: Willkür.</p>
<p>Social Media normiert und steuert unsere Gesellschaft in eine ganz bestimmte Richtung und beeinflusst ihren Zusammenhalt tiefgreifend: Je individualisierter, isolierter der Medienkonsum, desto heterogener unser gemeinsames Wissen und unsere Werthaltungen, desto schwächer der gesellschaftliche Zusammenhalt und desto schwieriger die demokratische Meinungsbildung. Sieht man dies bei SRF? Hat «SRF 2024» Antworten darauf? Zumal die Drittplattformen, die SRF exzessiv nutzt, alle US-amerikanischer Herkunft und Botschafter einer Gesellschaft sind, einer Kultur und eines Mediensystems, deren Versagen am 6. Januar 2021 beim Sturm aufs Capitol brutal manifest geworden ist.</p>
<blockquote><p>Der Zwang, zur Nutzung von SRG-Inhalten auf Drittplattformen meine Daten preiszugeben, ist ein Eingriff in die Freiheitsrechte.</p></blockquote>
<p>In ebendiese Welt zwingt uns SRF mit seiner radikalen Digital-first-Strategie. Was aber, wenn ich meine persönlichen Daten nicht preisgeben möchte? Dann komme ich an die SRF-Produktionen auf Facebook, Youtube und Instagram gar nicht heran. Dies widerspricht dem Kerngedanken des Service public diametral: Freier Zugang zu den von der Allgemeinheit finanzierten Inhalten für alle zwecks gesellschaftlichen Zusammenhalts. Entweder beuge ich mich dem Diktat der Plattformen und der SRF-Strategie und opfere meine Privatsphäre, oder ich bekomme für eine volle Medienabgabe nur die Hälfte der Leistung. Ist das dieser «Value for Money», den SRF dauernd propagiert? Wohl kaum: Der Zwang, zur Nutzung von SRG-Inhalten auf Drittplattformen meine Daten preiszugeben, ist ein Eingriff in die Freiheitsrechte und erst noch eine indirekte Gebührenerhöhung. Die Nutzung dieser Plattformen ist gratis; im Gegenzug verhilft die SRG den Plattformbetreibern zu unseren persönlichen Daten, welche für diese Geldwert haben. Nimmt SRF dies bewusst in Kauf? Oder hat man dies in der Euphorie schlicht nicht bedacht?</p>
<p>Der neue <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/05/vom-verschwinden-des-autors-in-der-informationsfabrik/">SRF-Newsroom</a> im Studio Leutschenbach soll angeblich noch schnellere und vertieftere Information bieten. Echte Vertiefung setzt jedoch voraus, dass es entsprechende Gefässe gibt, die Vertiefung und Hintergrund ermöglichen. Sie sind nicht nur für das Publikum wichtig, sondern ebenso für die Programmschaffenden: Solche Formate ermöglichen es ihnen, sich selber weiterzubilden, neue Kontakte zu knüpfen, neue Perspektiven zu gewinnen und zu vermitteln. Zu solchen Gefässen beitragen zu dürfen, ist zudem für die JournalistInnen ein motivierendes Zeichen der Wertschätzung.</p>
<blockquote><p>Unter den Bedingungen von «digital first» ist es nicht mehr möglich, die dramaturgischen Stärken der Medien Radio und TV auszuschöpfen.</p></blockquote>
<p>Auch auf Qualität und Professionalität wirkt sich der neue Newsroom negativ aus: Redaktionsteams werden aufgelöst, obwohl sie eine wichtige Plattform des professionellen Erfahrungsaustauschs sind. Demgegenüber erfordert das Newsroom-Konzept neue Hierarchien und Koordinationsaufwand – Ressourcen, die für Substanz und Qualität des Programms fehlen.</p>
<p>«Digital first» verlangt von den Medienschaffenden, ihre Beiträge zunächst für die kürzere und schnellere Online-Publikation zu produzieren. Das reduziert ihre Ressourcen für die Erstellung der aufwändigeren Radio- und TV-Beiträge. Unter diesen Bedingungen ist es nicht mehr möglich, die dramaturgischen Stärken der Medien Radio und TV auszuschöpfen. Die totale Konvergenz von Online, Radio und TV ebnet die auditive und audiovisuelle Kultur ein und reduziert sie auf ein Mittelmass.</p>
<p>«SRF 2024» will das junge Publikum mit Kurzfutter auf den Social-Media-Plattformen für sich gewinnen. Das ist das althergebrachte Marketing-Denken der «Content»-Versorgung von KonsumentInnen und wird dem Service public keine Rosen bringen. Die Ansprache der Jungen kann nur aus einer publizistischen Haltung heraus gelingen: Also indem ihre Anliegen in den etablierten Radio- und TV-Informations- und Meinungsbildungsgefässen systematisch aufgegriffen und vertieft werden. Auf diese Weise bringen die Medien die Anliegen der Jungen in die Öffentlichkeit und die Jungen vor die Medien. Bisher mussten die Jungen viel zu oft Rabatz machen, damit sie die Medien – inklusive Service public – wahrnahmen und über sie berichteten. Auf diese Weise liefern sie die Jungen bloss ans Messer derjenigen, welche sich von ihren Aktionen provoziert fühlen, tun aber damit nichts für das Verständnis ihrer Anliegen.</p>
<blockquote><p>Nur auf der Grundlage einer partizipativen Kultur bei SRF ist es möglich, in einen Austausch auf Augenhöhe mit den Jungen zu treten.</p></blockquote>
<p>Wäre SRF nicht bloss an KonsumentInnen-, sondern an BürgerInnen-Nachwuchs interessiert, würde es den Jungen statt Goodies auf Facebook &amp; Co. eine Internet-Plattform <em>von</em> und <em>für</em> Junge bereitstellen; RSI verfolgt diesbezüglich einen <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/06/mit-spam-flex-wetube-wie-die-srg-im-tessin-das-junge-publikum-erreicht/" target="_blank" rel="noopener">interessanten Ansatz</a>. Aber vor dem «Content» wollen die Jungen etwas viel Wichtigeres: Sie wollen als gleichwertige BürgerInnen respektiert und nicht bloss als (Medien-)KonsumentInnen angesprochen werden. Dies ist das partizipatorische Anliegen der heutigen und kommenden Generationen. Damit sind wir wieder bei der Betriebskultur: Nur auf der Grundlage einer partizipativen Kultur bei SRF ist es möglich, in einen Austausch auf Augenhöhe mit den Jungen zu treten und ihr Vertrauen zu gewinnen. Andernfalls bleibt SRF bloss ein Content-Lieferant unter vielen.</p>
<p>Die Menschen in der Schweiz und in skandinavischen Ländern zählen sich zu den glücklichsten Menschen auf diesem Planeten. Dies hat viel mit den gesellschaftlich-politischen Verhältnissen zu tun, und diese sind wiederum eng mit einem bis dato einigermassen gemeinschafts- und gesellschaftsstiftenden medialen Service public verbunden. Die Eruptionen in den USA, welche die Wiege der Demokratie beinahe zum Kippen gebracht hätten, sind untrennbar mit dem dortigen Mediensystem verbunden – einen starken, gemeinschaftsstiftenden Service public gibt es nicht. Will heissen: Mediensysteme sind aufs Engste mit Kultur – Grundstoff jeder Gesellschaft –, mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eines Landes verbunden.</p>
<p>Ziehen wir vor diesem Hintergrund Bilanz:</p>
<ul>
<li>Die Digital-first-Strategie von «SRF 2024» wirft uns in den Strom von Social Media und Drittplattformen und lässt uns von diesem mitreissen. Aber schon aufgrund der Vereinzelung der Menschen – «SRF 2024» wirbt ja mit dem Versprechen der totalen KonsumentInnen-Souveränität – haben sie negative Konsequenzen für den Zusammenhalt der Gesellschaft und für das, was man eine demokratische Öffentlichkeit nennt. In deren Schoss müss(t)en ein faktenbasierter politischer Diskurs und eine Meinungsbildung stattfinden können, die ihrerseits mittels Abstimmungen und Wahlen zu allgemeinverbindlichen Beschlüssen führen. Diesbezüglich sind Social Media dysfunktional.</li>
<li>Die grossen Social-Media-Plattformen befinden sich in den Händen von US-Konzernen. Diese verfolgen ihre eigene, amerikanisch geprägte wirtschaftliche und politische Agenda. Diese ist nicht wertfrei, sondern dem Zusammenhalt in unserem Land in vielem wesensfremd.</li>
<li>Die mit diesen Sozialen Medien verknüpfte Digital-Strategie «SRF 2024» widerspricht in wichtigen Punkten den eigenen Ansprüchen «Demokratie für alle», «Glaubwürdigkeit» und «Professionalität».</li>
</ul>
<p>«Soziale Netzwerke sind ein systemisches Risiko für die Demokratie», <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/margrethe-vestager-soziale-netzwerke-sind-ein-systemisches-risiko-fuer-die-demokratie-a-88df56db-a167-46ea-a1b5-9058a6406d8d" target="_blank" rel="noopener">warnt Margrethe Vestager</a>, Vizepräsidentin der EU-Kommission im Zusammenhang mit geplanten <a href="https://www.heise.de/news/Wie-die-EU-Kommission-Facebook-Google-Co-baendigen-will-4997511.html" target="_blank" rel="noopener">Regulierungsmassnahmen</a> gegen die US-Internetkonzerne. «SRF 2024» greift weit über das hinaus, was dem Service public an Programmautonomie zusteht: Das von der Allgemeinheit finanzierte Medienunternehmen betreibt in einem tiefgreifenden Sinne Gesellschaftspolitik. Das führt an eine Weggabelung: Wollen wir gemäss «SRF 2024» den Pfad Richtung totale KonsumentInnen-Souveränität einschlagen – zum Preis der Abhängigkeit von kommerziellen Konzerninteressen und einer möglichen Schädigung der Demokratie? Oder wollen wir einen Service public im Dienste von uns BürgerInnen, unserer gesellschaftlichen und kulturellen Identität und politischen Autonomie? Die Öffentlichkeit muss sich zu «SRF 2024» und «Digital first» äussern können, zumal die Leitung von Schweizer Radio und Fernsehen und der SRG weit weniger politisch legitimiert ist und sich (anders als die Mitglieder der demokratischen Instanzen) auch nicht einer Wiederwahl stellen muss.</p>
<p>Der digitale Wandel bedeutet nicht nur eine vermeintlich wertfreie technologische, sondern zugleich eine ausgeprägt gesellschaftlich-kulturelle Disruption: Er ist auch Ausdruck des Anspruchs der BürgerInnen auf Partizipation in allen Lebensbereichen. Um diesem Anspruch zu genügen, muss ihn die SRG auch in ihrer Unternehmensphilosophie und -kultur verankern und sich von ihrem hierarchisch-kontrollierenden Zentralismus verabschieden. Sonst wird sie ihrer Mission – Dienst an BürgerInnen und Gesellschaft – immer weniger gerecht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/11/srf-2024-gesellschaftspolitik-ohne-mandat/">«SRF 2024» – Gesellschaftspolitik ohne Mandat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Kulturkrämpfe der SRG haben Tradition</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/10/die-kulturkraempfe-der-srg-haben-tradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2021 16:29:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die SRG baut den Kulturbereich um und ab. Das Milieu protestiert. Das ist kein Zufall.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/10/die-kulturkraempfe-der-srg-haben-tradition/">Die Kulturkrämpfe der SRG haben Tradition</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SRG baut den Kulturbereich um und ab. Das Milieu protestiert. Das ist kein Zufall.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/10/die-kulturkraempfe-der-srg-haben-tradition/">Die Kulturkrämpfe der SRG haben Tradition</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wir brauchen Literaturkritik!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/08/wir-brauchen-literaturkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 21:18:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der WDR will Buchrezensionen aus seiner Morgensendung streichen [und Schweizer Radio SRF die Literatursendung «52 beste Bücher» abschaffen», Anm. d. Red.]. Viele sind empört. Michael Maar macht sich ein paar grundlegende Gedanken.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der WDR will Buchrezensionen aus seiner Morgensendung streichen [und Schweizer Radio SRF die Literatursendung «52 beste Bücher» abschaffen», Anm. d. Red.]. Viele sind empört. Michael Maar macht sich ein paar grundlegende Gedanken.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/08/wir-brauchen-literaturkritik/">Wir brauchen Literaturkritik!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Kahlschlag beim Kulturradio</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/06/kahlschlag-beim-kulturradio/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2021 08:20:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die SRG wrackt die Substanz von SRF 2 Kultur ab &#8211; unter Missachtung des verfassungsmässigen Kulturauftrags.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SRG wrackt die Substanz von SRF 2 Kultur ab &#8211; unter Missachtung des verfassungsmässigen Kulturauftrags.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/06/kahlschlag-beim-kulturradio/">Kahlschlag beim Kulturradio</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Der grosse Personalaustausch: SRF im Reformtaumel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/01/22/der-grosse-austausch-srf-im-reformtaumel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 10:31:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=85208</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF findet derzeit die grösste Personalumschichtung in der Geschichte des Unternehmens statt. Wohin das führen soll, ist vielen Angestellten nicht klar. Momentaufnahme eines Monsterprojekts. Als Anfang Dezember zwei SRF-Angestellte einen Brief aufsetzten, wussten sie zwar, dass sie nicht alleine sind mit ihren Fragen an die Chefinnen und Chefs. Dass aber <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/22/der-grosse-austausch-srf-im-reformtaumel/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/22/der-grosse-austausch-srf-im-reformtaumel/">Der grosse Personalaustausch: SRF im Reformtaumel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF findet derzeit die grösste Personalumschichtung in der Geschichte des Unternehmens statt. Wohin das führen soll, ist vielen Angestellten nicht klar. Momentaufnahme eines Monsterprojekts.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-85209" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-SRF-der-grosse-Austausch-20210121.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-SRF-der-grosse-Austausch-20210121.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-SRF-der-grosse-Austausch-20210121-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-SRF-der-grosse-Austausch-20210121-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-SRF-der-grosse-Austausch-20210121-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/01/MW-SRF-der-grosse-Austausch-20210121-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Als Anfang Dezember zwei SRF-Angestellte einen Brief aufsetzten, wussten sie zwar, dass sie nicht alleine sind mit ihren Fragen an die Chefinnen und Chefs. Dass aber am Ende über 460 Kolleginnen und Kollegen das Schreiben mitunterzeichnen würden, kam dann doch etwas überraschend. Wenn fast ein Fünftel des gesamten SRF-Personals «dringend mehr Transparenz und ehrliche Kommunikation» fordert, dann läuft etwas nicht rund. Dabei sollten gerade jetzt die Zahnräder ineinandergreifen.<br />
</p>
<p>Schweizer Radio und Fernsehen befindet sich mitten in einem tiefgreifenden <a href="https://medienwoche.ch/2020/08/26/total-digital-srf-will-sich-in-drei-jahren-neu-erfinden/">Reformprozess</a>. Bis 2024 will sich das Medienunternehmen neu aufstellen und seine Arbeit den veränderten Nutzungsgewohnheiten anpassen: mehr Internet, weniger Radio und Fernsehen. Das erfordert neue Abläufe und neues Personal. Im Gegenzug streicht SRF Sendungen aus dem Programm und baut Stellen ab. Die Transformation werde «ambitioniert angegangen», lässt sich SRF-Direktorin Nathalie Wappler im Intranet zitieren.</p>
<p>Aber: «Wohin geht die Transformation?» Das fragen 466 Angestellte in ihrem Brief. Anders als Aussenstehende vielleicht vermuten würden, versteht auch ein Grossteil des SRF-Personals bisher getroffene Entscheidungen nicht. «Warum schafft ihr Sendungen ab mit Marken-Charakter (…)?» Etwa die Literatursendung «52 beste Bücher» oder das Wirtschaftsmagazin «Eco». Das wirft die nächste Grundsatzfrage auf: «Wie sollen wir mitdenken und mitreden können, wenn wir eure Überlegungen nicht verstehen?»</p>
<blockquote><p>«Mir war bewusst, dass die Kommunikation anspruchsvoll werden würde.»<br />
<small>Andrea Hemmi, Leiterin Kommunikation SRF</small></p></blockquote>
<p>Direkt angesprochen fühlt sich Andrea Hemmi. Die Leiterin Kommunikation von SRF sagt: «Mir war bewusst, dass die Kommunikation anspruchsvoll werden würde. Corona und Homeoffice machen es auch nicht einfacher.» Etwas ratlos sei sie aber schon gewesen, als sie den Brief gesehen hatte. Schliesslich betrifft die Kritik ihre Arbeit sehr direkt. «Wir haben versucht, mit verschiedenen Kommunikationsformen die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse zu befriedigen», erklärt Hemmi. Offenbar mit bisher beschränktem Erfolg. Vielleicht sei es aber auch zu viel Information. Sie habe aber weiterhin den Anspruch, alle mitzunehmen. Wobei das eine heikle Botschaft ist, wenn – im wörtlichen Sinn – klar ist, dass nicht alle mitgenommen werden können. Wie viele Personen bis Ende Jahr tatsächlich entlassen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich darum heute noch nicht beziffern.</p>
<p>Klar ist heute so viel: Ende Jahr soll der Personalbestand von SRF 115 Vollzeitstellen weniger zählen und so das Budget entlasten. Schliesslich handelt SRF auch unter Spardruck. Der erste Abbauschritt erfolgt in diesen Tagen, ein zweiter im Herbst. In der ersten Welle entlässt SRF weniger Leute als ursprünglich angenommen – aber nur deshalb, weil mehr als doppelt so viele Mitarbeitende sich für einen freiwilligen Abgang entschieden haben. Das sei «inmitten einer Medienkrise nicht gerade ein Ruhmesblatt für den öffentlich-rechtlichen Sender», kommentiert die Mediengewerkschaft SSM, die das SRF-Personal unterstützt. Andere werden gegangen, wie jener langjährige Literaturredaktor, dem quasi Knall auf Fall laufende Aufträge entzogen wurden, weil «Pensionierte gemäss Beschluss der Geschäftsleitung grundsätzlich keine Aufträge mehr bekämen», wie der Journalist auf Facebook schreibt. SRF bestätigt diese Regelung auf Anfrage.</p>
<blockquote><p>Abgebaut werden Stellen bei der klassischen Inhalte-Produktion, also bei Kultur, Unterhaltung und den Redaktionen von Radio und Fernsehen.</p></blockquote>
<p>Die schiere Dimension des Reformvorhabens, das SRF noch über Jahre beschäftigen wird, lässt sich heute erst an seinen äusseren Konturen erkennen. So will SRF seine Inhalte künftig aktiver bewirtschaften und gezielter auf den passenden Plattformen zu den zuvor identifizierten Zielpublika bringen. Für die damit verbundenen Aufgaben werden mehrere Dutzend neuer Stellen geschaffen. Zusätzliche Fachleute braucht es zudem in den Bereichen Technologie und Online-News. Abgebaut werden Stellen bei der klassischen Inhalte-Produktion, also bei Kultur, Unterhaltung und den Redaktionen von Radio und Fernsehen. SRF wird demnach künftig weniger Inhalte auf mehr Kanälen und Plattformen verteilen.</p>
<p>Inzwischen hat der Aufschrei der 466 Angestellten auch die Chefetage erreicht. Die Geschäftsleitung von SRF traf sich am 12. Januar mit dem Initianten und der Initiantin des Briefs zu einer Video-Konferenz. Der Austausch verlief aus Personalsicht positiv. Sie hätten den Eindruck, «dass sie unser Anliegen ernst nehmen», schreiben die beiden SRF-Angestellten in einer Mail an die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Briefs. Zu konkreten Massnahmen mochten sich die Chefinnen und Chefs allerdings nicht durchringen. So steht weiterhin die unerfüllte Forderung im Raum, dass ein Mitglied der Personaldelegation an den Sitzungen der Geschäftsleitung teilnehmen und dort mitreden könnte. Auch die geforderte Transparenz über die Projektkosten gibt es bisher nicht.</p>
<blockquote><p>Was sich nicht vermitteln lässt, muss vielleicht noch einmal überdacht werden.</p></blockquote>
<p>Die gestörte Verhältnis zwischen einem grossen Teil des Personals und der SRF-Spitze bietet keine idealen Voraussetzungen für den weiteren Verlauf des Reformprojekts. Den Grund dafür muss man aber nicht nur bei der Kommunikation suchen, sondern auch beim Projekt an sich. Was sich nicht vermitteln lässt, sollte vielleicht noch einmal überdacht werden.</p>
<p>Dass Grossprojekte ungeplante und unerfreuliche Wendungen nehmen können, weiss SRF nur allzu gut. Die Um- und Ausbauten am Studiostandort Leutschenbach und die Einführung eines neuen Schnittsystems für die Fernsehproduktion stehen unter keinem guten Stern. Aber das sind andere Baustellen.</p>
<p><small>Bild: <a href="https://unsplash.com/@yogidan2012?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Daniele Levis Pelusi</a> auf <a href="https://unsplash.com/s/photos/chaos?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/22/der-grosse-austausch-srf-im-reformtaumel/">Der grosse Personalaustausch: SRF im Reformtaumel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Nathalie Wappler: «Ziel ist, die Kündigungen möglichst tief zu halten»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/12/14/nathalie-wappler-ziel-ist-die-kuendigungen-moeglichst-tief-zu-halten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2020 14:08:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nathalie Wappler]]></category>
		<category><![CDATA[Entlassungen]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Karacho geht der Ab- und Umbau beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) voran. Im Januar werden 66 Stellen gestrichen und 89 neue geschaffen. Und im Herbst 2021 sollen nochmals 145 Stellen den Transformations- und Sparplänen zum Opfer fallen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/14/nathalie-wappler-ziel-ist-die-kuendigungen-moeglichst-tief-zu-halten/">Nathalie Wappler: «Ziel ist, die Kündigungen möglichst tief zu halten»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Karacho geht der Ab- und Umbau beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) voran. Im Januar werden 66 Stellen gestrichen und 89 neue geschaffen. Und im Herbst 2021 sollen nochmals 145 Stellen den Transformations- und Sparplänen zum Opfer fallen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/14/nathalie-wappler-ziel-ist-die-kuendigungen-moeglichst-tief-zu-halten/">Nathalie Wappler: «Ziel ist, die Kündigungen möglichst tief zu halten»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Exodus bei SRF? Zum Stellenwert von Religion, Literatur und Kultur im Service public</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/30/exodus-bei-srf-zum-stellenwert-von-religion-literatur-und-kultur-im-service-public/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 20:50:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=83889</guid>

					<description><![CDATA[<p>Über 8000 Menschen haben die Unterschriftensammlung gegen die Einstellung von «52 Beste Bücher» unterschrieben. Über 2800 Menschen protestieren gegen die Streichung der SRF-Religionssendungen. Seit Bekanntwerden der Sparmassnahmen und dem öffentlichen Protest haben viele Gespräche stattgefunden – auch mit den Kirchen. Wie sehen die Ergebnisse aus? Darum ging es an einer Podiumsdiskussion der Paulus Akademie. Erstmals <a href="https://youtu.be/KjqqTN3L6NE">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/30/exodus-bei-srf-zum-stellenwert-von-religion-literatur-und-kultur-im-service-public/">Exodus bei SRF? Zum Stellenwert von Religion, Literatur und Kultur im Service public</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über 8000 Menschen haben die Unterschriftensammlung gegen die Einstellung von «52 Beste Bücher» unterschrieben. Über 2800 Menschen protestieren gegen die Streichung der SRF-Religionssendungen. Seit Bekanntwerden der Sparmassnahmen und dem öffentlichen Protest haben viele Gespräche stattgefunden – auch mit den Kirchen. Wie sehen die Ergebnisse aus? Darum ging es an einer Podiumsdiskussion der Paulus Akademie. Erstmals hat SRF-Kulturchefin Susanne Wille an einer öffentlichen Veranstaltung Stellung genommen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/30/exodus-bei-srf-zum-stellenwert-von-religion-literatur-und-kultur-im-service-public/">Exodus bei SRF? Zum Stellenwert von Religion, Literatur und Kultur im Service public</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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