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	<title>SRF | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 16 Dec 2022 13:28:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>150 Millionen für einen neuen TV-Sender: Bekommt das SRF bald Konkurrenz auf nationaler Ebene?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/15/150-millionen-fuer-einen-neuen-tv-sender-bekommt-das-srf-bald-konkurrenz-auf-nationaler-ebene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2022 15:23:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Halbierungsinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Pfister]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die SVP verlangt mit ihrer 200-Franken-Initiative, dass die SRG viel weniger Gebührengeld erhalten soll. Jetzt lanciert Mitte-Präsident Gerhard Pfister einen Gegenvorschlag.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SVP verlangt mit ihrer 200-Franken-Initiative, dass die SRG viel weniger Gebührengeld erhalten soll. Jetzt lanciert Mitte-Präsident Gerhard Pfister einen Gegenvorschlag.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/15/150-millionen-fuer-einen-neuen-tv-sender-bekommt-das-srf-bald-konkurrenz-auf-nationaler-ebene/">150 Millionen für einen neuen TV-Sender: Bekommt das SRF bald Konkurrenz auf nationaler Ebene?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Journalist:in des Jahres, Bajour-Newsletter, Schnüffel-«Reporter»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/19/journalisin-des-jahres-bajour-newsletter-schnueffel-reporter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 09:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Stalking]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist des Jahres]]></category>
		<category><![CDATA[bajour]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Wir sind Journalist:innen des Jahres! Christian Zeier hat gezählt: «Das Magazin Schweizer Journalist:in hat dieses Jahr 483 (Zählfehler vorbehalten) Personen zur Wahl der/des Schweizer Journalist:in des Jahres ‹nominiert›», schrieb der selbst schon mehrfach ausgezeichnete Reporter auf Twitter. Tatsächlich stehen in diesem Jahr so viele Journalist:innen zur Wahl wie noch nie. Allein 46 <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/19/journalisin-des-jahres-bajour-newsletter-schnueffel-reporter/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221118b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-100868 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221118b.jpg" alt="" width="1455" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221118b.jpg 1455w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221118b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221118b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221118b-768x258.jpg 768w" sizes="(max-width: 1455px) 100vw, 1455px" /></a></p>
<h3>The Good – Wir sind Journalist:innen des Jahres!</h3>
<p>Christian Zeier <a href="https://twitter.com/ch_zeier/status/1593186945936809984" target="_blank" rel="noopener">hat gezählt</a>: «Das Magazin Schweizer Journalist:in hat dieses Jahr 483 (Zählfehler vorbehalten) Personen zur Wahl der/des Schweizer Journalist:in des Jahres ‹nominiert›», schrieb der selbst schon mehrfach ausgezeichnete Reporter auf Twitter.</p>
<p>Tatsächlich stehen in diesem Jahr <a href="https://app.umfrageonline.com/s/3ibat3k&amp;id=sxpbthhpk" target="_blank" rel="noopener">so viele Journalist:innen zur Wahl wie noch nie</a>. Allein 46 Namen umfasst die Kategorie für die beste Chefredaktorin, den besten Chefredaktor. Man fragt sich verwundert: Gibt es überhaupt noch so viele Publikationen? Wahrscheinlich hat die Vorjury ihre Arbeit als Nominationsgremium nicht sauber erledigt. Anstatt einer Shortlist gibt es nun eine Ultra-Longlist.</p>
<p>Eigentlich spielt es keine Rolle, wie das Verfahren genau aussieht, solche Rankings sind immer nur eine Spielerei und dienen dem Veranstalter als Werbeinstrument. Doch diesmal zeitigt die Veranstaltung immerhin ein paar erfreuliche Effekte. So erfährt man von Kolleg:innen, deren Namen man noch nie gehört hat. Oder wüssten Sie etwa, wie die Chefredaktorin von «Blue News» heisst? Und schliesslich zeigt die breite Auswahl vor allem eines: Eigentlich sind wir alle ein bisschen Journalist:innen des Jahres.<br />
</p>
<h3>The Bad – «Bajour» und der (doch nicht ganz) Gratis-Newsletter</h3>
<p>Der Ton ist <a href="https://mailchi.mp/bajour/283-4748101?e=d7b49ae18c" target="_blank" rel="noopener">ruppig und unfreundlich</a>: «Wir haben es jetzt glaubs begriffen. Du willst nicht ‹Bajour›-Member werden. Deshalb wollen wir heute auch nicht.» So begrüsste das Basler News-Portal in seinem «Basel Briefing» diese Woche einen Teil seines Publikums. Wer den Newsletter nicht direkt in den Papierkorb beförderte und doch noch etwas weiterscrollte, erhielt die Auflösung: «Ok, kleiner Scherz.» Das tägliche Briefing bleibe natürlich gratis. Aber wer es sich leisten könne, solle doch zahlen. Verständlich. Journalismus kostet. Aber wenn ein Newsletter als <a href="https://bajour.ch/?modal=baselbriefing" target="_blank" rel="noopener">«unabhängig und kostenlos»</a> angepriesen wird, dann möchte sich nicht anpampen lassen, wer den Aussagen der Eigenwerbung vertraut. Erst recht nicht, wenn gleichzeitig bekannt wird, dass Bajour für weitere drei Jahre <a href="https://www.persoenlich.com/medien/stiftung-spricht-gelder-fur-weitere-drei-jahre" target="_blank" rel="noopener">Stiftungsgelder erhält</a>.</p>
<p>Das Beispiel von Bajour weist aber auf ein allgemeines Dilemma im Umgang mit redaktionellen Newslettern hin. In vielen Fällen dienen sie als Köder, die das Publikum an ein kostenpflichtiges Angebot heranführen sollen. Oft befriedigt aber schon der Newsletter allein das Informationsbedürfnis, so dass es keinen Grund mehr gibt, für das Kernprodukt Geld auszugeben.</p>
<h3>The Ugly – SRF irritiert mit Schnüffel-«Reporter»</h3>
<p>Die Konstellation in der <a href="https://youtu.be/KxoN4aJyyIU" target="_blank" rel="noopener">aktuellen Folge von SRF-«Reporter»</a> wirkt eigentlich sympathisch: Da porträtiert ein Sohn als Fernsehreporter seinen Vater, der seit über 30 Jahren als Privatdetektiv arbeitet (siehe Bild). Tatsächlich erhält man dank der Familienbande exklusive Einblicke in eine sonst sehr verschwiegene Branche.</p>
<p>Doch die Nähe erweist sich auch als Nachteil. Im halbstündigen Porträt geht es prominent um einen Auftrag, bei dem der professionelle Schnüffler im Auftrag eines Manns die Adresse von dessen Ex-Geliebter herausfinden soll – und das, obwohl der Mann mit einem Kontaktverbot belegt ist. Was auch heisst: Der Privatdetektiv leistet in dem Fall Beihilfe zum Stalking. Er wolle bei diesem Auftrag «schon auf der sauberen Seite» bleiben, sagt der Porträtierte und scheint nicht zu merken, dass er diese eigentlich schon mit Annahme des Auftrags verlassen hat.</p>
<p>Der Sohn verzichtet darauf, dieses übergriffige Berufsverhalten seines Vaters fachlich einzuordnen. Das irritiert umso mehr, als dass der Reporter mit mehreren Fachleuten spricht. Die äussern sich zwar zu spezifischen Überwachungstechniken und allgemein zum schlechten Ansehen von Privatdetektiven, aber ausgerechnet der heikle und prominent präsentierte Stalking-Auftrag kommt nicht zur Sprache.</p>
<p>SRF hofft nach eigenen Angaben, dass sie mit dem Film «das Thema Stalking ins Bewusstsein rücken konnten». Das ist gelungen. Aber auf eine bedenkliche Art.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/19/journalisin-des-jahres-bajour-newsletter-schnueffel-reporter/">Journalist:in des Jahres, Bajour-Newsletter, Schnüffel-«Reporter»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Süss-Podcast, Wirtschaftsformat, Strom&#160;sparen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/05/suess-podcast-wirtschaftsformat-strom-sparen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2022 09:01:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Livesystems]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Süss]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[ProSiebenSat.1 Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Theorie kann auch Praxis Der Vorwurf ist jeweils schnell zur Hand, wenn sich die Medienwissenschaften kritisch zum Journalismus äussern: Die haben noch nie eine Redaktion von innen gesehen und wissen gar nicht, wie das Handwerk geht. So falsch der Vorwurf im Allgemeinen, so falsch ist er im Speziellen. Und speziell ist der <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/05/suess-podcast-wirtschaftsformat-strom-sparen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221105b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignnone wp-image-100533 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221105b.jpg" alt="" width="1455" height="489" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221105b.jpg 1455w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221105b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221105b-1024x344.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221105b-768x258.jpg 768w" sizes="(max-width: 1455px) 100vw, 1455px" /></a></p>
<h3>The Good – Theorie kann auch Praxis</h3>
<p>Der Vorwurf ist jeweils schnell zur Hand, wenn sich die Medienwissenschaften kritisch zum Journalismus äussern: Die haben noch nie eine Redaktion von innen gesehen und wissen gar nicht, wie das Handwerk geht. So falsch der Vorwurf im Allgemeinen, so falsch ist er im Speziellen. Und speziell ist der <a href="https://podtail.com/de/podcast/60-jahre-daniel-suss/" target="_blank" rel="noopener">Podcast «60 Jahre Daniel Süss»</a> alleweil. Zum runden Geburtstag des <a href="https://www.zhaw.ch/de/ueber-uns/person/suss/" target="_blank" rel="noopener">ZHAW-Professors für Medienpsychologie</a> setzen sich Weggefährtinnen, befreundete Wissenschaftler, aber auch seine Töchter ans Mikrofon und besprechen zusammen die vielseitigen Facetten des Forschers und Menschen Daniel Süss.</p>
<p>Wer nun Personenkult vermutet, liegt falsch. Auch wenn die Person als Dreh- und Angelpunkt des Podcasts dient, steht ihr Handeln und Wirken im Zentrum. So erfährt man etwa die Geschichte der <a href="https://www.zhaw.ch/de/psychologie/forschung/medienpsychologie/mediennutzung/james/" target="_blank" rel="noopener">Jugendmedienstudie JAMES</a>, die Süss vor zwölf Jahren mitinitiiert hatte und die sich seither zu einem wichtigen zentralen Forschungsprojekt in dem Bereich entwickelt hat. In einer anderen Episode erfährt man von seinem Einsatz als Spezialoffizier, der den Chef der Schweizer Armee in kommunikativen Fragen beraten hatte. «Ein zurückhaltender, ruhiger Mensch, aber sehr pointiert in den Aussagen», erinnert sich jemand, der mit ihm in dieser Rolle zu tun hatte.</p>
<p>Insgesamt erweist sich der Podcast als originelle Hommage an diesen «Mann des gepflegten Diskurses», wie er an einer Stelle genannt wird. Und die Schweizer Medienforschung zeigt damit gleich auch noch, dass sie in zumindest in Sachen Podcast mit den von ihr beobachteten Medien durchaus mithalten kann.<br />
</p>
<h3>The Bad – Wirtschaft ohne Format</h3>
<p>Dem Spar- und Reformprogramm bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF fiel neben einer Reihe anderer Sendungen auch das Wirtschaftsmagazin ECO zum Opfer. «Mit den freiwerdenden Ressourcen stärkt SRF unter anderem die digitale Wirtschaftsberichterstattung», hiess es vor zwei Jahren. Das geschieht verstreut <a href="https://www.srf.ch/news/wirtschaft" target="_blank" rel="noopener">über alle Plattformen und Kanäle</a>, als «Teil der regelmässigen Berichterstattung», wie SRF auf Anfrage mitteilt. Ein neues, digitales Format für ein jüngeres Publikum gibt es für Wirtschaftsthemen weiterhin nicht – und wird es auch nicht geben, wie SRF auf Anfrage der MEDIENWOCHE bestätigt.</p>
<p>Wer ECO vermisst, kann sich nun bei der Konkurrenz umsehen. Diese Woche brachte SAT.1 Schweiz die erste Ausgabe des neuen <a href="https://www.sat1.ch/tv/nextin-business" target="_blank" rel="noopener">Wirtschaftsmagazins «NextIn Business»</a>. Wie das früher ECO auch gemacht hätte, nahm die Sendung den boomenden Zweig der Lebensmittelhersteller unter die Lupe, die pflanzenbasierte Fleisch- und Milchersatzprodukte herstellen.</p>
<p>Dass es Medien weiterhin für sinnvoll erachten, Wirtschaftsthemen in eigens dazu geschaffenen Gefässen gebündelt darzureichen, zeigt nicht nur SAT.1. Das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS gab kürzlich die Lancierung von gleich <a href="https://www.rts.ch/entreprise/espace-pro/communiques-de-presse/13451814-la-rts-lance-trois-nouvelles-offres-economiques-sur-tous-les-ecrans.html" target="_blank" rel="noopener">drei neuen Wirtschaftsformaten</a> in den nächsten Wochen und Monaten bekannt.</p>
<h3>The Ugly – (K)eine Selbstverständlichkeit</h3>
<p>Un train peut en cacher un autre, warnen Schilder auf Frankreichs Bahnhöfen. Wie ein Zug einen anderen verdecken kann, verbirgt sich hinter einer guten Nachricht oft eine zweite, weniger schöne Botschaft. So teilte diese Woche die auf Bildschirmwerbung im öffentlichen Raum spezialisierte Firma Livesystems mit, dass sie seit dem 1. Oktober die Mehrheit ihrer Screens in der Nacht auf Standby setze. Damit spare man 30 Prozent des Stroms. Die tun was!</p>
<p>Nur: Wenn sich die Bildschirme problemlos auf Standby setzten lassen, dann verbrauchten sie vorher unnötigerweise zu viel Strom. Eine Sprecherin präzisiert auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Die Bildschirme liefen bisher aber nicht 24/7 Stunden im Vollbetrieb.» Wenn Livesystems weiter schreibt, die Massnahmen hätten nur sehr geringe Auswirkungen auf die Werbekunden, dann fragt man sich umso mehr, warum das Unternehmen erst jetzt handelt.</p>
<p>Was für jeden Menschen seit jeher normal erscheint, dass man beim Verlassen des Büros das Licht löscht, den Computer herunterfährt und die Kaffeemaschine ausschaltet, gilt für Firmen offenbar erst dann, wenn es richtig teuer zu werden droht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/05/suess-podcast-wirtschaftsformat-strom-sparen/">Süss-Podcast, Wirtschaftsformat, Strom sparen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medienqualität, EqualVoice, Tschugger</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/17/medienqualitaet-equalvoice-tschugger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2022 06:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[MQR]]></category>
		<category><![CDATA[Sky]]></category>
		<category><![CDATA[Tschugger]]></category>
		<category><![CDATA[Equal Voice]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Tut gut: Qualitätssteigerung der Schweizer Medien Good News aus der Forschung: «Die Schweizer Medien haben an Qualität gewonnen», sagte fög-Forschungsleiter Daniel Vogler anlässlich der Präsentation des Medienqualitätsratings 2022. Mit guten Nachrichten ging es weiter: Die meisten Nachrichtensendungen in Radio und Fernsehen konnten ihre Qualität steigern. Die meisten Tageszeitungen und Online-Medien haben sich <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/17/medienqualitaet-equalvoice-tschugger/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-99516" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Tut gut: Qualitätssteigerung der Schweizer Medien</h3>
<p>Good News aus der Forschung: «Die Schweizer Medien haben an Qualität gewonnen», sagte fög-Forschungsleiter Daniel Vogler <a href="https://vimeo.com/748549777" target="_blank" rel="noopener">anlässlich der Präsentation</a> des <a href="https://www.mqr-schweiz.ch/de/startseite.html" target="_blank" rel="noopener">Medienqualitätsratings 2022</a>. Mit guten Nachrichten ging es weiter: Die meisten Nachrichtensendungen in Radio und Fernsehen konnten ihre Qualität steigern. Die meisten Tageszeitungen und Online-Medien haben sich in drei von vier Qualitätsdimensionen verbessert. Alle Sonntagszeitungen und Magazine erzielten einen höheren Qualitäts-Gesamtscore als beim Rating 2020. Und alle Boulevard- und Pendlerzeitungen konnten ihre Berichterstattungsqualität in den vergangenen beiden Jahren steigern.</p>
<p>Grund zur Freude also. Natürlich kann man sich trotzdem Fragen stellen. Wird die Medienqualität jetzt wieder schlechter, weil die Fortschritte bei den Merkmalen «Relevanz» und «Einordnungsleistung» vor allem mit der Corona-Berichterstattung zu tun hatten? Könnte die Wissenschaft auch den Qualitätsverlust durch die Medienkonzentration ausweisen? Reicht es für eine qualifizierte Aussage aus, wenn bei der Publikumsbefragung auch diejenigen die Qualität eines Mediums bewerten, die es nur «ab und zu» nutzen? Müsste die Themenvielfalt nicht auch auf regionaler anstatt nur auf nationaler Ebene betrachtet werden? Und warum war an der MQR-Medienkonferenz niemand von der NZZ da, um den ersten Preis in der Kategorie «Tages- und Onlinezeitungen» abzuholen?</p>
<p>Was solls. Geniessen wir – zusammen mit der NZZ, den anderen Kategoriengewinnern WOZ, «Watson» und «Echo der Zeit» – für einmal die guten Nachrichten über Medien und Journalismus. Die nächsten Bad News kommen bestimmt.<br />
</p>
<h3>The Bad – Tut not: Ringiers EqualVoice ohne Sponsoring</h3>
<p>Gleichstellung ist wichtig. Und die <a href="https://www.equalvoice.ch/de/" target="_blank" rel="noopener">EqualVoice-Initiative von Ringier</a> ist sicherlich eine gute Sache. Damit sollen Frauen in den Medien sichtbarer werden und häufiger in Texten vorkommen.</p>
<p>Man kann bei einem solche Anliegen aber auch stolpern. Oder sich verfahren. <a href="https://archive.ph/JnZSi" target="_blank" rel="noopener">Auf «blick.ch»</a>, «handelszeitung.ch» und in der «Handelszeitung» erschien kürzlich ein Artikel über die Architektin Tilla Theus. Er berichtete über Theus Arbeit und Erfolge, über Gleichstellung in der Architektur und passte gut zu EqualVoice. In einem Kasten wurde denn auch auf die Initiative verwiesen.</p>
<p>Bloss: Der Artikel war Sponsored Content für Land Rover, verfasst vom <a href="https://www.ringier-advertising.ch/brand-studio/" target="_blank" rel="noopener">Ringier Brand Studio</a>. Im Video zum «Blick»-Artikel sass Theus in einem Auto des Sponsors, ein Bild in der «Handelszeitung» zeigt den «neuen Range Rover» vor einem von Theus entworfenen Gebäude.</p>
<p>Ringier hat alle Gebote zum Sponsored Content eingehalten, hat alles klar ausgewiesen. Da gibt es nichts zu bemängeln. Ausser, dass die Kombination von «Wir setzen uns für Gleichstellung ein» und «Wir lassen uns dafür von einem Autohersteller bezahlen» einen Beigeschmack hat.</p>
<p>Ist es nicht heikel, sich bei EqualVoice-Aktivitäten sponsern zu lassen? «Nein», antwortet Daniel Riedel, Mediensprecher der «Blick»-Gruppe: «Denn wir stellen fest, dass sich immer mehr Kunden in Bezug auf die Gleichstellung von Frauen und Männer positionieren wollen und sich auch gezielt dafür einsetzen möchten.» Und: «Wir wählen unsere Partner nach diversen Gesichtspunkten sorgfältig aus und achten bei der Auswahl darauf, dass sie mit den Grundsätzen der EqualVoice-Initiative einhergehen.»</p>
<p>Der Beigeschmack bleibt trotzdem.</p>
<h3>The Ugly – Tut weh: länger warten auf «Tschugger 2»</h3>
<p>Er ist wieder da! Es gibt neue Geschichten über Bax, den coolsten Polizisten im Wallis – er hat immerhin einst Bernard Rappaz verhaftet! –, über «Smetterling», Pirmin, Valmira und die ganze Truppe. Seit Donnerstag läuft endlich die zweite Staffel «Tschugger» … <a href="https://show.sky.ch/de/serien/102507/tschugger" target="_blank" rel="noopener">auf dem Bezahlsender Sky Show</a>. Bei Fernsehen SRF hingegen wird <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/tschugger-2?id=268db462-bbbc-4f00-98f7-4dd60fa8e761" target="_blank" rel="noopener">«Tschugger 2» erst ab dem 18. Dezember</a> zu sehen sein, drei Monate nach der Première.</p>
<p>Warum? Es hat mit der Finanzierung zu tun: Die beiden Staffeln wurden laut Baptiste Planche, Leiter Fiktion bei SRF, mehrheitlich durch SRF finanziert, dazu kamen, Förderbeiträge, Eigenmittel der Produktionsfirma sowie eine Beteiligung von Sky: «Der Finanzierungsanteil von Sky bei Staffel zwei ist markant höher, als er bei Staffel eins war, was die dreimonatige Vorabexklusivität für Sky begründet», antwortet Baptiste Planche auf die entsprechende Frage der MEDIENWOCHE. Laut Planche kostete die Produktion der ersten Staffel rund 3 Millionen Franken, die der zweiten rund 3.4 Millionen. Wie der «markant höhere» Anteil von Sky aussah, wird nicht bekanntgegeben.</p>
<p>Die Wartezeit auf «Tschugger 2» überbrücken, indem man auf SRF nochmals «Tschugger 1» schaut, geht leider auch nicht. «Tschugger 1» ist weder bei Play SRF noch bei Play Suisse zu finden. «Beide Staffeln sind während der Vorabexklusivität exklusiv bei Sky zu sehen», heisst es bei SRF. Für Serafe-Gebühren-Zahler*innen bedeutet das bis Dezember: gar kein «Tschugger».</p>
<p>SRF hat für «Tschugger» erstmals mit einem kommerziellen Streamingdienst zusammengearbeitet. Für die nächsten Zusammenarbeits-Verhandlungen wünschen wir mehr Glück.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/17/medienqualitaet-equalvoice-tschugger/">Medienqualität, EqualVoice, Tschugger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abschied aus den Medien: Ich bin froh, dass ich raus bin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/08/12/abschied-aus-den-medien-ich-bin-froh-dass-ich-raus-bin/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/08/12/abschied-aus-den-medien-ich-bin-froh-dass-ich-raus-bin/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Janosch Tröhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2022 10:57:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[ZHAW]]></category>
		<category><![CDATA[Blick-Gruppe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Journalismus war mein Traumberuf seit ich 15 war. Jetzt, mit 31 Jahren, verlasse ich diese Branche, die mir grandiose Erfahrungen, aber auch viel Frust beschert hat. Eine ernüchternde Bilanz über fehlende Führungskultur und andere strukturelle Defizite. Prolog Wenn mich jemand vor fünf Jahren gefragt hätte, ob ich mir einen Job ausserhalb des Journalismus vorstellen könne, <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/12/abschied-aus-den-medien-ich-bin-froh-dass-ich-raus-bin/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalismus war mein Traumberuf seit ich 15 war. Jetzt, mit 31 Jahren, verlasse ich diese Branche, die mir grandiose Erfahrungen, aber auch viel Frust beschert hat. Eine ernüchternde Bilanz über fehlende Führungskultur und andere strukturelle Defizite.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/08/MW-Abscheid-Journalismus-20220812.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/08/MW-Abscheid-Journalismus-20220812.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-98753" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/08/MW-Abscheid-Journalismus-20220812.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/08/MW-Abscheid-Journalismus-20220812-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/08/MW-Abscheid-Journalismus-20220812-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/08/MW-Abscheid-Journalismus-20220812-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/08/MW-Abscheid-Journalismus-20220812-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
<strong>Prolog</strong><br />
Wenn mich jemand vor fünf Jahren gefragt hätte, ob ich mir einen Job ausserhalb des Journalismus vorstellen könne, hätte ich ohne zu zögern verneint.</p>
<p>Dabei wusste ich genau, worauf ich mich einlasse. Die Medien sind ein stressiges Berufsfeld, getrieben von Disruption und der tosenden Nachrichtenflut. Und dennoch zog mich dieser Strudel an. Ich wollte Teil der Veränderungen sein und die Zukunft des Journalismus mitprägen.<br />
</p>
<p>Nun, nach etwa zehn Jahren im Journalismus, habe ich ausgeträumt. Obwohl ich in jedem Medienunternehmen aufregende Möglichkeiten hatte, unvergessliche Momente erleben und mit faszinierenden Menschen zusammenarbeiten durfte, lege ich mit den folgenden Zeilen den Finger auf die Wunden.</p>
<p>Denn die Branche leidet unter systemischen Problemen, die vielen bewusst sind, die aber trotzdem niemand offen anspricht. . Zu gross ist die Angst, in der kleinen Medienschweiz als Nestbeschmutzer abgestempelt zu werden. Dabei wäre ein ehrlicher Dialog Grundlage für die dringend benötigte Transformation.</p>
<p><strong>Erster Akt: Aufregende Anfänge</strong><br />
Mein Einstieg in den Journalismus entspricht dem Stereotyp. Ich wusste als Teenager nicht wirklich, was einmal aus mir werden sollte. Nur das Schreiben habe ich immer geliebt. Und es dämmerte mir, als ich bei der <a href="https://www.facebook.com/kuss.kzo/" rel="noopener" target="_blank">Schülerzeitung «kuss»</a> der Kanti Wetzikon die ersten Gehversuche wagte: Journalismus ist ein Job. So hatte ich meine Berufung gefunden.</p>
<p>Gleichzeitig war ich ein fauler Teenager, flog aus dem Gymnasium und fand mit Ach und Krach eine KV-Lehrstelle. Trotzdem habe ich mein Ziel nie aus den Augen verloren: Neben der Ausbildung schrieb ich kurze Bandbiografien für einen Konzertfotografen und Kritiken als freier Reporter für Musikblogs und die Lokalzeitung. 2010 gründete ich mit meinem Bruder das <a href="https://negativewhite.com/" rel="noopener" target="_blank">Online-Magazin «Negative White»</a>.</p>
<blockquote><p>Ich wusste: Für die guten Stellen braucht man ein gutes Netzwerk.</p></blockquote>
<p>Diese frühen Jahre waren geprägt von Neugier, der Faszination für das Unbekannte, vielen Fehlern und «Learning by Doing». Vieles war planlos und experimentell, aber ich hatte Spass, folgte der Passion. Mein Magazin wuchs, erreichte mehr Menschen und beschäftigte zeitweise 30 ehrenamtliche Reporter:innen. Einer der Höhepunkte war das Interview mit Sir Paul McCartney im Jahr 2012. Schon hier lernte ich, wie wertvoll ganzheitliches und produktzentriertes Denken in den Medien ist – von der Idee bis zur Distribution.</p>
<p>Ich wurde Mitglied der Jungen Journalistinnen und Journalisten Schweiz (JJS), die damals noch Junge Medien Schweiz hiessen. Später auch noch beim Berufsverband «Impressum». Ich wusste: Für die guten Stellen braucht man ein gutes Netzwerk.</p>
<p>2013 gings dann richtig los mit dem Journalismus-Studium an der ZHAW in Winterthur. Im Praktikum folgte endlich die erste richtige Redaktionserfahrung beim Schweizer Fernsehen SRF und der <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/10/in-der-kampfzone/">Lokalzeitung «Der Tössthaler»</a>.</p>
<p><strong>Zweiter Akt: Kratzer im Lack</strong><br />
Das SRF-Praktikum war ein wilder Ritt mit einem grandiosen Team. Eigentlich interessierte mich Fernsehen überhaupt nicht, aber beim News-Magazin «10 vor 10» lernte ich Video zu schätzen. Gleichzeitig bekam der glänzende Lack des Traumjobs erste Kratzer.</p>
<p>Rückblickend hatte ich üble Aufgaben als Praktikant. Damals befand sich der sogenannte Islamische Staat auf dem Höhepunkt seiner Macht in Syrien und im Irak. Ich musste einen ganzen Tag durch Propagandamaterial ackern, um sendefähiges Material zu finden. Acht Stunden voller Enthauptungen, Massenexekutionen und anderer zelebrierter Gräueltaten.</p>
<p>Trotzdem blieb ich auch nach meinem Praktikum beim «10 vor 10» und arbeitete am Desk als Unterstützung der Produzent:innen. Teil einer Livesendungen sein, das ist reines Adrenalin. Unter Zeitdruck Fakten checken, Schlagzeilen schneiden, Einblender prüfen, die Verbindung zu den Korrespondenten herstellen, Online-Texte schreiben: eine grosse Verantwortung.</p>
<blockquote><p>Als Online-Journalist kämpfte ich stets mit Vorurteilen.</p></blockquote>
<p>Aber es gab viel Fluktuation am Desk, und das wirkte sich natürlich auf die Qualität der Sendung aus. Es waren oft Student:innen oder angehende Journalist:innen, die bei «10 vor 10» ihre Storytelling-Skills verbessern wollten. Leider war es der komplett falsche Job dafür. Also schrieb ich ein Konzept für den Redaktionsleiter, das uns erlauben würde, ein bis zwei eigene Beiträge pro Jahr umzusetzen. Er winkte ab und meinte: «Das ist ein Support-Job und wird immer einer bleiben.»</p>
<p>Es war das erste Mal, dass ich in Kontakt kam mit diesem verstaubten Führungsstil, der sich Veränderungen entgegenstellt, Macht ballt und manchmal gar in grenzwertigem Verhalten mündet.</p>
<p>Als Online-Journalist kämpfte ich stets mit Vorurteilen. Ein älterer Kollege mit leitender Funktion meinte einmal, wir sollten «mehr mit Brüsten machen», damit die Klicks nach oben gehen.</p>
<p>Oder der Chefredaktor einer Lokalzeitung, der mich beim Vorstellungsgespräch nach meiner politischen Einstellung fragte. Nachdem ich der Frage mehrmals auswich, stelle er mich vor die Wahl: «Wenn Sie jetzt einer Partei beitreten müssten oder andernfalls gesteinigt werden, welche Partei wäre es?» – Ich antwortete: «Ich wähle die Steinigung.»</p>
<p>Nach ein paar Jahren als Journalist verspürte ich immer weniger Interesse, über Dinge zu schreiben, die mich nur mässig begeisterten. Hinzu kam das harte Umfeld, das kaum eine gute Life-Balance erlaubt. Viele Medienunternehmen tricksen bei der Zeiterfassung, zu der sie eigentlich verpflichtet wären: Anstatt die geleisteten Stunden sauber einzutragen, füllen die Systeme einfach die minimal notwendigen Stunden ein. Ich kenne kaum jemanden in einer Redaktion, der nicht krass Überstunden produziert.</p>
<blockquote><p>Und trotzdem spürte ich trotz allem weiterhin eine Verbundenheit zur Medienbranche.</p></blockquote>
<p>Der Job wird auch immer komplexer, erfordert ständig neue Fähigkeiten, aber ist weder wirklich gut bezahlt, noch hoch angesehen. Journalist:innen mussten lange nur eines tun: gute Geschichten erzählen. Heute wird erwartet, dass man gleichzeitig noch Fotografin, VJ und Social Media Manager ist. Das einstige Zerrbild der eierlegenden Wollmilchsau wurde zum realen Berufsprofil.</p>
<p>In vielerlei Hinsicht war ich immer fasziniert von diesem Facettenreichtum. Ich sah ihn als Möglichkeit, Neues zu lernen, zu experimentieren und mich zu spezialisieren. Tatsache ist aber auch: Redaktionen sehen aber nur den Zusatzaufwand und die Personaldecke gleicht eh mehr Seidenpapier als einem Daunenduvet.</p>
<p>Und trotzdem spürte ich trotz allem weiterhin eine Verbundenheit zur Medienbranche. Ich suchte nach einer Möglichkeit, eher im Hintergrund konzeptionell und strategisch an der Medienlandschaft zu wirken. Ich bekam das aufregende Angebot vom «Blick», als Projektmanager im Newsroom zu arbeiten. Später wurde ich Head of Community und zuletzt Product Owner.</p>
<p><strong>Dritter Akt: Management, nicht Leadership</strong></p>

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            [rml_read_more]
<p>«Nicht der Journalismus ist scheisse, es sind die Arbeitsbedingungen und Perspektiven», <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mfw8Wb_GEF4" rel="noopener" target="_blank">sagte Simon Schaffer</a> von JJS kürzlich. Die Aussage ist so brutal wie ehrlich und akkurat.</p>
<p>Besonders die freien Journalist:innen darben am Ende der Nahrungskette. Karin Wenger, eine befreundete Nahost-Reporterin, erzählt mir, dass sie einen erheblichen Teil ihres immer kleiner werdenden Honorars für Spesen hergeben muss. Die Redaktionen haben das Budget für Reisekosten oder Übersetzer:innen schon lange zusammengestrichen. Ein Wahnsinn.</p>
<p>Viel zu oft rede ich mit Reporter:innen, die sagten: «Ja, der Journalismus ist meine Berufung» – und wenige Jahre später denken viele über einen Berufswechsel.</p>
<p>Ich habe schon einmal <a href="https://blog.digitalmind.space/leaderships-role-in-mental-health-2/" rel="noopener" target="_blank">über die Mental-Health-Probleme</a> in der Branche geschrieben. Und ich habe sie selbst erlebt, bei mir und bei anderen. Ohne zu überlegen, kann ich locker zehn Kolleg:innen aufzählen, die <a href="https://www.jjs.ch/mental-health" rel="noopener" target="_blank">um die 30 ein Burnout</a> erlitten oder zumindest professionelle Therapie in Anspruch nahmen. Andere begannen, <a href="https://www.edito.ch/und-es-ist-gut-so-das-protokoll-eines-scheiterns/" rel="noopener" target="_blank">Alkohol zu missbrauchen</a>. </p>
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</p></div>
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</div>
<p>Wer ist verantwortlich für die Bedingungen, die Menschen krank werden oder sie aus ihrem Traumberuf aussteigen lassen?</p>
<p>Das Management. Und ja, ich benutze hier bewusst diesen Begriff, weil es an echter Führung, an Leadership fehlt. Das ist der Hauptgrund für meinen Abgang.</p>
<p>Ich muss nicht ins Detail meiner Erfahrungen in den verschiedenen Medienhäusern gehen. Es geht nicht um einzelne Personen, sondern um ein systemisches Problem. Wenn ich die Erfahrungen von Freunden, Kolleginnen und Studierenden am an der Journalistenschule MAZ, wo ich unterrichten durften, mit meinen eigenen vergleiche, dann zeigt sich ein klares Bild: Es fehlt dem Management an Vertrauen gegenüber den Angestellten, es fehlt an Visionen und Strategie.</p>
<p>Dies äussert sich unter anderem so:</p>
<p>    • Echte Experimente sind selten.<br />
    • Die Frage, worauf man verzichten könnte, wird nie ernsthaft gestellt.<br />
    • Gute Ideen werden in endlosen Diskussion verwässert.<br />
    • Es gibt keine Strategie, wie man mit neuen Dingen (z.B. mit TikTok) umgehen soll.<br />
    • Die Arbeit von Internen muss von teuren Berater:innen «gechallenged» werden.<br />
    • Berichte dienen dazu, Schuldige zu finden und nicht um aus Fehlern zu lernen.<br />
    • Fachwissen zählt oft weniger als das Bauchgefühl.<br />
    • Macht und Kompetenzen werden selten verteilt und Hierarchien auf- statt abgebaut.</p>
<p>Immer wieder fand ich mich inmitten interner Machtkämpfe wieder. Darauf hatte ich überhaupt keine Lust; es ist pure Zeitverschwendung.</p>
<p>Echte Leadership bedeutet, ein Umfeld zu schaffen, das die Menschen fördert und es ihnen erlaubt, ihr Bestes zu geben. Ein Beispiel: Wenn ein Medienhaus eine UX-Designerin anstellt, sollte man idealerweise auf ihre Inputs hören. Wieso hat man sie sonst überhaupt angestellt?</p>
<blockquote><p>Der Wandel ist die neue Konstante und erfordert ein neues Führungs-Mindset.</p></blockquote>
<p>Natürlich ist mir klar, dass die Medien in einer misslichen Situation sind: Einnahmen sinken, und obwohl alternative Geschäftsmodelle existieren, gibt es kein Schema F. Die breitere Medien- und Informationslandschaft wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder über den Haufen geworfen von neuen Technologien und Plattformen. Der Wandel ist die neue Konstante und erfordert ein neues Führungs-Mindset, neue Strukturen und eine frische Unternehmenskultur. Aber: Verlage werden geführt wie vor 30 Jahren.</p>
<p>Wie wollen diese Medienhäuser, denen nicht nur das Geld, sondern mit dem Vertrauen auch das Fundament ihrer gesellschaftlichen Aufgabe wegbricht, diese Herausforderung meistern, wenn sie es nicht schaffen, das Vertrauen intern aufzubauen?</p>
<p><strong>Epilog</strong><br />
Nach etwas mehr als vier Jahren entschied ich mich im vergangenen Frühjahr, den «Blick» zu verlassen. Ich war allgemein desillusioniert und frustriert von den Medien. Und ich war psychisch und physisch erschöpft, schaffte morgens kaum aus dem Bett und verspürte keine Freude am Beruf mehr. Das Burnout lauerte.</p>
<p>Ich wollte nicht mehr kämpfen. Obwohl ich talentierte und motivierte Menschen im Team hatte, konnte ich nicht mehr das geben, was ich von mir selbst erwartete. Das ist eine traurige Erkenntnis, gleichzeitig gab sie mir eine merkwürdige Ruhe.</p>
<p>Nach meinen Erfahrungen bei drei der grossen Medienunternehmen in der Schweiz, wollte ich nur raus aus dieser Branche, obwohl ich hart gearbeitet hatte um überhaupt reinzukommen. Und ich bin froh, dass ich raus bin, denn meine Leidenschaft für Journalismus und das Schreiben schmolz dahin wie die Gletscher in diesem Sommer.</p>
<p>Ich reihe mich nun ein in die lange Liste der Aussteiger:innen. Letztes Jahr verliess jede Woche jemand die Branche, <a href="https://www.republik.ch/2021/04/29/jede-woche-eine-journalistin-weniger" rel="noopener" target="_blank">wie die «Republik» nachzeichnet</a>. Auf «persoenlich.com» läuft gerade eine <a href="https://www.persoenlich.com/suche/?term=branchenwechsel" rel="noopener" target="_blank">Serie über Berufssussteiger:innen</a>.</p>
<blockquote><p>Das alles sollte ein schriller Weckruf sein für die Unternehmen, dass es ein ernsthaftes Problem gibt.</p></blockquote>
<p>Ja, auch der Braindrain ist eine Herausforderung, die sich nur mit Unternehmenskultur und Vertrauen bewältigen lässt. Denn es wird immer schwieriger, Nachwuchs zu finden. Praktikumsstellen bleiben unbesetzt, und ein kurzer <a href="https://medienjobs.ch/page/4/?fcat=564" rel="noopener" target="_blank">Blick auf medienjobs.ch</a> zeigt, dass attraktive Stellen lange offen bleiben. Als ich noch meinen ersten Vollzeitjob suchte, war das Gegenteil der Fall.</p>
<p>Das alles sollte ein schriller Weckruf sein für die Unternehmen, dass es ein ernsthaftes Problem gibt. Der Autor und Unternehmensberater <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q-zuTZuYeCg&#038;feature=youtu.be" rel="noopener" target="_blank">Simon Sinek sagte es treffend</a>: «Die sogenannte Great Resignation ist Anklage gegen Jahrzehnte minderwertiger Unternehmenskultur und schwacher Leadership.»</p>
<p>Journalist:in wird ein aufregender Beruf bleiben. Aber das heutige Ökosystem der Medien versagt gegenüber dem Publikum und seinen Angestellten. Vielleicht müssen die grossen Alten verblassen um Raum für Neues zu schaffen, wenn sie sich nicht fundamental transformieren.</p>
<p>Ich werde den Journalismus sicher vermissen, aber nicht das System, das ihn heute produziert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/12/abschied-aus-den-medien-ich-bin-froh-dass-ich-raus-bin/">Abschied aus den Medien: Ich bin froh, dass ich raus bin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>SRF, NZZ, Tamedia</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/28/srf-nzz-tamedia/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 May 2022 09:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Wer fragt, erhält Antworten Wie finden Sie unsere Berichterstattung zum Ukraine-Krieg? Das fragte SRF am letzten Dienstag auf seiner Website das Publikum. Und erhielt gegen 200 Antworten. Erwartungsgemäss fielen diese kontrovers aus. Neben Lob («gut und ausgewogen») und Kritik («zu einseitig»), die sich direkt an die Redaktion richten, entspinnt sich ein gesitteter <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/28/srf-nzz-tamedia/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/28/srf-nzz-tamedia/">SRF, NZZ, Tamedia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220528b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220528b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-97514" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220528b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220528b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220528b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220528b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Wer fragt, erhält Antworten</h3>
<p>Wie finden Sie unsere Berichterstattung zum Ukraine-Krieg? Das <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/was-denken-sie-ukraine-krieg-wie-finden-sie-unsere-berichterstattung" rel="noopener" target="_blank">fragte SRF</a> am letzten Dienstag auf seiner Website das Publikum. Und erhielt gegen 200 Antworten. Erwartungsgemäss fielen diese kontrovers aus. Neben Lob («gut und ausgewogen») und Kritik («zu einseitig»), die sich direkt an die Redaktion richten, entspinnt sich ein gesitteter Dialog unter den Diskussionsteilnehmenden (was auch an der Moderation liegt, die nicht jede unqualifizierte Wortmeldung durchlässt). Mit seinem Feedback-Aufruf hat SRF eine medienkritische Diskussion angestossen.</p>
<p>Nur: Was unternimmt SRF, damit aus diesem Forum etwas hervorgeht? Wenn es einzig einem Stimmungsbild dient, wäre das schade. Tristan Brenn (Bild), Chefredaktor SRF-Video, dämmt zu hohe Erwartungen ein. «Wir werden nie allen Bedürfnissen nachkommen können», so Brenn gegenüber der MEDIENWOCHE. Klar sei aber schon jetzt, dass man die Rückmeldungen zur Ukraine-Berichterstattung <a href="https://www.srf.ch/audio/news-plus/ukraine-krieg-eure-kritik-an-unserer-berichterstattung?id=12198269" rel="noopener" target="_blank">in Sendungen</a> und Online-Formaten aufgreife. Dort können diese von neuem kommentiert werden: Feedback-Kultur und Medienkritik als permanenter Prozess.<br />
</p>
<h3>The Bad – Gefühlte Wahrheiten</h3>
<p>Wenn es darum ging, möglichst breite Resonanz auszulösen, dann haben die NZZ-Inlandredaktorinnen Christina Neuhaus und Katharina Fontana ganze Arbeit geleistet. Ihr Interview mit der Basler Geschichtsdozentin <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/die-studenten-vergeuden-ihre-zeit-ld.1684865" rel="noopener" target="_blank">Andrea Franc</a> sorgt seit der Veröffentlichung am vergangenen Mittwoch weitherum für <a href="https://www.facebook.com/dlandwehr/posts/10226712930758899" rel="noopener" target="_blank">Irritation</a>, <a href="https://twitter.com/ArianeTanner1/status/1529451517899689984" rel="noopener" target="_blank">Kopfschütteln</a> und <a href="https://twitter.com/PhilippeReichen/status/1529457168881274881" rel="noopener" target="_blank">Belustigung</a> in den unterschiedlichsten Mischverhältnissen. Das Interview handelt von faulen Geisteswissenschafter:innen, die – auf Staatskosten ausgebildet – dann nur Teilzeit arbeiten und deshalb kaum Steuern zahlen. Frau Franc wirft dabei mit Polemik («Ist das überhaupt eine Ausbildung?») und Pauschalisierungen («Die Studenten vergeuden ihre Zeit») um sich, bleibt aber oft belegbare Fakten schuldig («Ich kann das nur intuitiv beantworten»).</p>
<p>Wenn Frau Franc als habilitierte Historikerin öffentlich so auftreten und wahrgenommen werden will, sei ihr das freigestellt. Wenn der Journalismus aber nicht als Korrektiv wirkt und die offensichtlichen Mängel in der Argumentation offenlegt, dann verfehlt er seine zentrale Aufgabe: In Interviews kann man auch kritisch nachfragen.</p>

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<h3>The Ugly – Transparenz im grünen Gras</h3>
<p>Bei der Diskussion um die Vermischung von Werbung mit redaktionellen Inhalten stand in den vergangenen Jahren das «Native Advertising» im Zentrum. Nach Kritik von Presserat und Medienschaffenden besserte sich die Deklaration und Erkennbarkeit des Werbeformats, das in der Form journalistischer Beiträge daherkommt. Heute sieht man öfter unmissverständliche Transparenzhinweise wie «Sponsored» oder «Anzeige». Diese Deutlichkeit vermisst man dagegen beim <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/im-schlaf-nach-amsterdam-fahren-480033017596" rel="noopener" target="_blank">gesponserten Reisejournalismus</a>.</p>
<p>So war im <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/Bahnreisen_Tamedia.pdf" rel="noopener" target="_blank">Dossier «Bahnreisen»</a> der jüngsten «Sonntagszeitung» der Hinweis auf «eine Zusammenarbeit der SonntagsZeitung mit den SBB» schön diskret im grünen Gras des Titelfotos platziert, sowie im Impressum der Beilage, das eh nur Medienleute interessiert. Eine Hotelkette, die einen Artikel «unterstützt» hat, erhielt als Gegenleistung einen prominenten Hinweis auf eines ihrer Häuser ­– dargestellt als redaktioneller Reisetipp. Diese mangelnde Deklaration kratzt an Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit des Journalismus.</p>
<p>Aber auch Werbeformate, die als solche deutlich erkennbar sind, können dem Ruf schaden. Wenn zahlende Abonnent:innen beim Öffnen von «tagesanzeiger.ch» den Bildschirm komplett <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/werbung_startseite.jpeg" rel="noopener" target="_blank" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">von einer Werbung verdeckt</a> sehen, dann fühlen sie sich zu recht verschaukelt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/28/srf-nzz-tamedia/">SRF, NZZ, Tamedia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sechs Übersetzungsfehler, die Fernsehgeschichte geschrieben haben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/19/sechs-uebersetzungsfehler-die-fernsehgeschichte-geschrieben-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 11:36:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Fernsehen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96585</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Interview zu geben, ist manchmal gar nicht so einfach. Besonders, wenn Emotionen hinzukommen – und das Interview nicht in der Muttersprache geführt wird. Diese 6 Übersetzungsfehler haben Fernsehgeschichte geschrieben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/19/sechs-uebersetzungsfehler-die-fernsehgeschichte-geschrieben-haben/">Sechs Übersetzungsfehler, die Fernsehgeschichte geschrieben haben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Interview zu geben, ist manchmal gar nicht so einfach. Besonders, wenn Emotionen hinzukommen – und das Interview nicht in der Muttersprache geführt wird. Diese 6 Übersetzungsfehler haben Fernsehgeschichte geschrieben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/19/sechs-uebersetzungsfehler-die-fernsehgeschichte-geschrieben-haben/">Sechs Übersetzungsfehler, die Fernsehgeschichte geschrieben haben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr Köppel, weniger «links»: Diese Punkte will die SVP mit SRF klären</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/09/mehr-koeppel-weniger-links-diese-punkte-will-die-svp-mit-srf-klaeren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2022 07:54:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96390</guid>

					<description><![CDATA[<p>In einer Woche kommt es zur Aussprache zwischen der SVP und dem SRF. watson liefert die ersten Details zum Inhalt des Gesprächs.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/09/mehr-koeppel-weniger-links-diese-punkte-will-die-svp-mit-srf-klaeren/">Mehr Köppel, weniger «links»: Diese Punkte will die SVP mit SRF klären</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Woche kommt es zur Aussprache zwischen der SVP und dem SRF. watson liefert die ersten Details zum Inhalt des Gesprächs.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/09/mehr-koeppel-weniger-links-diese-punkte-will-die-svp-mit-srf-klaeren/">Mehr Köppel, weniger «links»: Diese Punkte will die SVP mit SRF klären</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Antworten auf die Gretafrage: Klimajournalismus in Schweizer Redaktionen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/26/antworten-auf-die-gretafrage-klimajournalismus-in-schweizer-redaktionen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/01/26/antworten-auf-die-gretafrage-klimajournalismus-in-schweizer-redaktionen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oliver Classen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2022 08:10:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Klimajournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ am Sonntag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit ihrem neuen Nachhaltigkeitsbund «2050» landete die «NZZ am Sonntag» einen kleinen Coup: ausgerechnet die NZZ legt vor beim Klimajournalismus. Doch wie will die Zürcher Zeitung genau mit dem Megathema Klima umgehen? Und welche Akzente setzen andere Leitmedien wie SRF und Tamedia im Umgang mit dieser Jahrhundertherausforderung? Anfang Dezember 2020 schrieb Greta Thunberg als «Chefredaktorin <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/26/antworten-auf-die-gretafrage-klimajournalismus-in-schweizer-redaktionen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/26/antworten-auf-die-gretafrage-klimajournalismus-in-schweizer-redaktionen/">Antworten auf die Gretafrage: Klimajournalismus in Schweizer Redaktionen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit ihrem neuen Nachhaltigkeitsbund «2050» landete die «NZZ am Sonntag» einen kleinen Coup: ausgerechnet die NZZ legt vor beim Klimajournalismus. Doch wie will die Zürcher Zeitung genau mit dem Megathema Klima umgehen? Und welche Akzente setzen andere Leitmedien wie SRF und Tamedia im Umgang mit dieser Jahrhundertherausforderung?</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" class="alignnone size-medium wp-image-94334" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b-470x315.jpg 470w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b-728x485.jpg 728w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Medien-Presse-Klima-Umwelt-20220125b.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Anfang Dezember 2020 schrieb Greta Thunberg als <a href="https://www.persoenlich.com/medien/greta-thunberg-als-gast-chefredaktorin" rel="noopener" target="_blank">«Chefredaktorin für einen Tag»</a> das Editorial von Schwedens grösster Tageszeitung «Dagens Nyheter». Der programmatische Titel lautete: «Das hier sind Fakten, keine Meinung.» Damit setzte sie den Ton in der Debatte um die Rolle der Medien bei der Behandlung, respektive Bewältigung dessen, was heute – je nach Standpunkt – als Klimawandel, Klimaerwärmung oder Klimakrise bezeichnet wird. Zum Weltklimatag war der «Stern» kurz zuvor schon eine <a href="https://www.stern.de/gesellschaft/stern-gestaltet-zum-weltklimatag-mit-fridays-for-future-ein-klimaheft-9424620.html" rel="noopener" target="_blank">Kooperation mit «Fridays for Future»</a> eingegangen. Bei der deutschen und österreichischen Konkurrenz, aber auch in den sozialen Medien, löste diese Zusammenarbeit mit einer Aktivistengruppe heftige Reaktionen aus. Hierzulande hingegen gibt es bislang keine öffentliche (oder auch nur brancheninterne) Diskussion um die Notwendigkeit und Machart eines speziellen Klimajournalismus. «Mir scheint, dass die Schweiz in dieser Frage noch hinterherhinkt», meint auch die deutsche Journalistin<a href="https://medienwoche.ch/2022/01/25/den-redaktionen-fehlt-es-an-naturwissenschaftlicher-grundbildung/"> Sara Schurmann</a> vom «Netzwerk Klimajournalismus», die dazu diverse Medienhäuser berät und gerade ein Buch zum Thema geschrieben hat.<br />
</p>
<p>Eine SMD-Abfrage zum neuen Trendbegriff «Klimajournalismus» seit November 2016, als das Pariser Klima-Abkommen in Kraft trat, bringt ganze vier Treffer aus Schweizer Medien, zwei davon aus der NZZ. Die beiden Artikel von 2020 und 2021 warnen davor, dass «ein Mangel an Distanz die journalistische Glaubwürdigkeit untergräbt», respektive mokieren sich über die in vielen Nachbarländern spriessenden Nachhaltigkeitsressorts. Die vergangenen September von der «Zeit» gestartete <a href="https://www.zeit-verlagsgruppe.de/pressemitteilung/start-des-neuen-ressorts-green-bei-zeit-und-zeit-online/" rel="noopener" target="_blank">monatliche Beilage «Green»</a> etwa wird als «Feel-good-Magazin für das links-grüne Bürgertum» belächelt.</p>
<blockquote><p>Wieso kommt der erste Schweizer Zeitungsbund, der sich ausschliesslich diesem Themenkomplex widmet, ausgerechnet aus dem ansonsten ja nicht sonderlich grünen Haus NZZ?</p></blockquote>
<p>Zum Start des Weltklimagipfels in Glasgow am 31. Oktober 2021, also gerade mal einen Monat später, hat die «NZZ am Sonntag» ihren eigenen <a href="https://nzzas.nzz.ch/notizen/2050-ein-grosser-schritt-fuer-die-menschheit-ld.1652879" rel="noopener" target="_blank">«Spezialbund zur Nachhaltigkeit» lanciert</a>. So nennt Chefredaktor Jonas Projer das 14-seitige Pionierprodukt in seinem Editorial. Dass darin primär Klimajournalismus stattfinden soll, zeigt dessen aufs globale Klimaneutralitätsziel «2050» verweisende Titel wie auch der Inhalt der bisherigen zwei Ausgaben. Bloss: Wieso kommt der erste Schweizer Zeitungsbund, der sich ausschliesslich diesem Themenkomplex widmet, ausgerechnet aus dem ansonsten ja nicht sonderlich grünen Haus NZZ? Und handelt es sich bei «2050» wirklich um ein Schweizer Pionierprodukt oder behandeln andere Leitmedien die Klimaproblematik auch schon separat, sind dabei aber einfach etwas diskreter?</p>
<p>Jonas Projer verantwortet die «NZZ am Sonntag» erst seit letztem September und ist etwas stolz auf diese schnelle erste Duftmarke. Besonders stolz ist er aber auf die Mitglieder aus dem Wissen-, Wirtschafts- und Hintergrundressort, auf deren Initiative hin «2050» entstanden ist: «Die Konzeption lief sehr kurzfristig und war ein echter Kraftakt für die gesamte Redaktion.» Motivation für den gemeinsamen Effort war laut Projer einerseits die gesellschaftliche Einmittung der Klimadebatte. «Die einfachen Rezepte und Verbotsfantasien vieler Alarmisten werden zunehmend hinterfragt.» In dieser «Versachlichung» sieht er «enormes journalistisches Potential». Geleitet wird der neue Bund von der bisherigen Hintergrund-Redaktorin Carole Koch, die damit nun dem Wissenschaftschef Andreas Hirstein unterstellt ist. «‹2050› ist ein Satellit des Wissen-Ressorts, weil dort die Fachkompetenz liegt und sich so die meisten Synergien ergeben», sagt Koch. Inhaltlich will auch sie «weder predigen noch erziehen, sondern einen realistischen Blick auf die Klimaerwärmung und ihre Konsequenzen pflegen».</p>
<p>Der Hauptgrund, warum die «NZZ am Sonntag» dem Klima neben der kontinuierlichen über alle Ressorts verteilten Berichterstattung einen eigenen Ort geben wollte, war für alle Beteiligten das schnell gewachsene Leserinteresse. Dass dem NZZaS-Publikum der Umweltschutz besonders am Herzen liegt, zeigte sich bereits Ende 2018, als die Zeitung ihr Publikum fragte, wo sich die Schweiz bis 2050 am stärksten verändern müsse. Knapp drei Jahre später bat Projer die «2050»-Leser*innen um Feedback auf die Pilotbeilage. Der Rücklauf war gemäss Projer «schlicht überwältigend – und zu 80 Prozent positiv».</p>
<blockquote><p>Dient der neue Nachhaltigkeitsbund der «NZZ am Sonntag» als Werbeplattform für die sehr wirtschaftsnahen Aktivitäten von «Sustainable Switzerland»?</p></blockquote>
<p>Skeptisch auf den Klima-Hype an der Falkenstrasse reagiert <a href="http://www.mhaenggi.ch/uumlber-mich.html" rel="noopener" target="_blank">Marcel Hänggi</a>, der sich für die Wochenzeitung WOZ mit dem Klimawandel befasste, als noch niemand Klimajournalismus buchstabieren konnte. Hänggi stösst insbesondere sauer auf, «dass Projer nur sagt, wie er es nicht machen will. Wenn er schreibt, ‹das Thema Klimawandel unideologisch, ohne moralischen Zeigefinger und politische Agitation beleuchten› wolle, insinuiert er, andere würden so darüber berichten. Das macht mich misstrauisch.» Hänggi hat die Gletscherinitiative mitinitiiert und kuratiert einen <a href="https://gletscher-initiative.ch/climate-update" rel="noopener" target="_blank">wöchentlichen Klima-Newsletter</a>, der Medienbeiträge aus der Schweiz und der ganzen Welt kommentiert. Im Gegensatz zu Projer würde er den Aufruf <a href="https://uebermedien.de/52582/journalistinnen-nehmt-die-klimakrise-endlich-ernst/" rel="noopener" target="_blank">«Nehmt die Klimakrise endlich ernst!»</a> sofort unterschreiben, den Sara Schurmann an 500 Kolleg*innen geschickt hat.</p>
<p>Jonas Projer, der letztes Jahr überraschend von «Blick TV» zur «NZZ am Sonntag» gewechselt hat, eilt der Ruf eines Machers an die Falkenstrasse voraus. Er selbst beschreibt sich als «Trial-and-Error-Typ», der das Publikumsinteresse lieber am realen Produkt testet, statt bloss Ideen abzufragen. So hat er es mit «2050» gemacht und so will er nun auch bei der neuen digitalen Plattform für die «NZZ am Sonntag» verfahren, deren Entwicklung er gegenüber der MEDIENWOCHE erstmals bestätigt. «Im Web kann diese Redaktion ihre aufwändigen Hintergründe und Recherchen noch prominenter ausspielen. Das gilt auch für ‹2050›. Von den Lehren, die wir dort ziehen, wird auch die Zeitung profitieren.» Parallel zur neuen Online-Präsenz ihres Sonntagsblatts arbeitet die NZZ Gruppe auch am Projekt <a href="https://sustainableswitzerland.ch/de/" rel="noopener" target="_blank">«Sustainable Switzerland»</a>, einer «Dialog-Plattform zur nachhaltigen Entwicklung der Schweizer Wirtschaft», wie es auf der Website heisst. In den ersten zwei «2050»-Ausgaben wurde diese Initiative jeweils ganzseitig beworben. Unter dem Dach von «Sustainable Switzerland» findet dieses Jahr unter anderem ein Nachhaltigkeitsfestival statt, wo ein Green Business Award vergeben werden soll. Organisatorisch untersteht die Nachhaltigkeitsplattform der Unternehmenseinheit <a href="https://connect.nzz.ch/" rel="noopener" target="_blank">«NZZ Connect»</a>, wo auch andere Veranstaltungen wie das «Swiss Economic Forum» oder die «Xdays» angesiedelt sind.</p>
<blockquote><p>Wolfgang Blau beobachtet bei der Gründung von Klima-Ressorts oder -Beilagen immer wieder einen «PR-Effekt auf Abonnenten und Anzeigenkunden».</p></blockquote>
<p>Da drängt sich die Frage auf: Dient der neue Nachhaltigkeitsbund der «NZZ am Sonntag» als Werbeplattform für die sehr wirtschaftsnahen Aktivitäten von «Sustainable Switzerland»? NZZ-Sprecherin Karin Heim weist die Vermischung von redaktionellen Inhalten und kommerziellen Interessen weit von sich: «Die beiden Projekte werden völlig unabhängig voneinander verfolgt. Mit ‹Sustainable Switzerland› lancieren wir ein Angebot analog zum ‹Swiss Economic Forum›, nur eben themenspezifisch im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit.»</p>

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<p>Einen positiven Zusammenhang von Klima und Kommerz gibt es für Medien indes sehr wohl. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Blau" rel="noopener" target="_blank">Wolfgang Blau</a> ist Mitgründer des <a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/oxford-climate-journalism-network" rel="noopener" target="_blank">«Oxford Climate Journalism Network»</a> und beobachtet bei der Gründung von Klima-Ressorts oder -Beilagen immer wieder einen «PR-Effekt auf Abonnenten und Anzeigenkunden». In seinem Essay «Klimajournalismus wird Chefsache» schreibt der frühere Chefredaktor von «Zeit Online» und Manager von Condé Nast, dass die «Financial Times» ihren Umsatz mit kommerziellen Kampagnen zu Nachhaltigkeitsthemen in den letzten zwei Jahren verdreifachen konnte. Verbirgt sich hinter «2050» also auch ein neues und – im Wortsinn – nachhaltiges Geschäftsmodell? «Wie die gesamte Zeitung, machen wir auch diesen Bund für unsere Leserschaft», erwidert Projer. Und fügt an: «Dass das Klimathema auch vielen Unternehmen am Herzen liegt und im Werbemarkt relevanter wird, halte ich aber durchaus für eine Chance.»</p>
<p>Bei SRF bemüht man sich hingegen weniger um neue Geschäftsmodelle als um die Grundversorgung der Bevölkerung mit Informationen. Das ist beim Klimathema nicht anders. «Im Strategieprozess 2020–2024 haben wir dem Wissenschaftsressort und damit auch dem Themenfeld Klima deutlich grössere Relevanz und damit auch mehr Ressourcen gegeben», sagt Susanne Wille. Als Leiterin der Abteilung Kultur ist die ehemalige «10 vor 10»-Moderatorin auch für die Wissensredaktion zuständig. Diese verfügt gemäss Wille neu über 24,5 Vollzeitstellen, verteilt auf 32 Mitarbeitende. Zum Vergleich: Bei der «NZZ am Sonntag» stehen dafür aktuell knapp 4 Vollzeitstellen zur Verfügung und im Wissensressort von Tamedia teilen 7 Personen 5,4 Vollzeitstellen. Die personelle Stärke der (freilich nicht nur) fürs Klima zuständigen Redaktion zeigt sich in deren Output. Gemäss einer SRF-internen Auswertung wurden vor Corona täglich 5 bis 6 Beiträge zum Klimathema publiziert. Im Corona-Jahr 2021 waren es im Schnitt immer noch 4 pro Tag. Diese Kontinuität und die breite Durchdringung auf allen Kanälen hält Wille für «letztlich entscheidend zur Erfüllung unseres Leistungsauftrags».</p>
<blockquote><p>«Ich rede schon länger nicht mehr von Klimawandel, sondern von Klimaerwärmung, weil dies den realen Sachverhalt ganz klar benennt.»<br />
<small>Thomas Häuser, Leiter Wissenschaftsredaktion SRF</small></p></blockquote>
<p>Gesammelt werden manche dieser gebührenfinanzierten TV- und Radio-Geschichten im Online-Auftritt des Ressorts «Wissen» – seit letztem Sommer sogar unter einer eigenen <a href="https://www.srf.ch/wissen/klimawandel" rel="noopener" target="_blank">«Klimawandel»-Rubrik</a>. Die letzten aktuell dort verfügbaren Artikel datieren allerdings von Dezember. Und angepriesen werden sie in der Unterzeile als «Wissenswertes und Hintergründiges zur Klimaerwärmung». Doch zwischen «Klimawandel» und «Klimaerwärmung» liegen politische Welten. Das weiss niemand besser als SRF-Klimajournalist Thomas Häusler, der das Wissenschaftsressort beim Radio leitet. «Wir hinterfragen unseren Sprachgebrauch und verständigen uns darüber – auch über Abteilungsgrenzen hinweg. So rede ich schon länger nicht mehr von Klimawandel, sondern von Klimaerwärmung, weil dies den realen Sachverhalt ganz klar benennt.» Eine verbindliche Vereinheitlichung der redaktionellen Terminologie, wie sie BBC oder der «Guardian» seit Jahren schon praktizieren, sei beim Schweizer Sender jedoch kein Thema.</p>
<p>Wie die «NZZ am Sonntag» mit ihrer «2050»-Beilage, betreibt auch SRF neben der täglichen Berichterstattung in Sachen Klima ein Leuchtturmprojekt. Es heisst <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/co2ntrol?id=64fc57cd-03f5-4a03-b02e-2af89721d788" rel="noopener" target="_blank">«CO2ntrol»</a>, läuft seit August 2021 jeden zweiten Donnerstag im Frühstücksfernsehen von «SRF zwei» und, weit wichtiger, jederzeit auf dem <a href="https://www.youtube.com/c/SRFWissen/playlists?view=50&#038;shelf_id=1" rel="noopener" target="_blank">Youtube-Channel «SRF Wissen»</a>. Dafür verantwortlich zeichnet Thorsten Stecher, Gesamtleiter der Wissenschaftsredaktion am Leutschenbach. «Dieses frische Format vermittelt das komplexe Thema sehr anschaulich und hilft jungen Menschen, in Sachen Klima die richtigen Alltagsentscheidungen zu treffen.» Die stilistisch irgendwo zwischen Erklärvideo und Sensibilisierungskampagne angesiedelte Sendung dauert Web-kompatible zehn Minuten und erfreut sich intern und bei Youtube schon so grosser Beliebtheit, dass sie es dieses Jahr in die Primetime schafft. «Mit Best-of-Compilations von ‹CO2ntrol› bestreiten wir zwei Spezialsendungen unseres Wissensmagazins ‹Einstein›», kündigt Stecher erwartungsfroh an.</p>
<blockquote><p>Kann nur eine junge Redaktion mit Klimajournalismus ein jüngeres Publikum erreichen?</p></blockquote>
<p>Für Branchenaktivist*innen wie Sara Schurmann ist Klimajournalismus bezüglich der Glaubwürdigkeit und Relevanz von Medien längst zur Gretchenfrage avanciert. Zugleich ist es aber auch eine Generationenfrage. Und zwar gleichermassen für Publikum und Redaktion. Kann nur eine junge Redaktion mit Klimajournalismus ein jüngeres Publikum erreichen? Diese in Aktivist*innen-Kreisen häufig gestellte Frage kann man getrost verneinen, da es beim Klima vor allem um Fachkompetenz und die lange Sicht geht. Für beides braucht es viel Erfahrung. Vordenker Wolfgang Blau sieht hier einen potentiellen Generationenkonflikt, denn «es sind vor allem jüngere Kolleg*innen, die sich von der Klimakrise nicht nur professionell betroffen, sondern auch persönlich bedroht fühlen». Er hofft deshalb auf «eine offene Diskussion mit den Chefredaktionen über die Frage, wie sie der Dringlichkeit journalistisch gerecht werden können, ohne sich dem Aktivismus-Verdacht auszusetzen.».</p>
<p>Erstrebenswert scheint also ein redaktioneller Smart Mix aus Seniorität und Agilität. Das sieht auch der Doyen unter den Schweizer Klimajournalist*innen so. Martin Läubli begleitet das Thema (und das Thema ihn), seit er bei Tamedia arbeitet. Und das sind inzwischen 22 Jahre. «Ich war in dieser Zeit an über einem Dutzend UNO-Klimakonferenzen. Den ersten Artikel darüber schrieb ich im Jahr 2000 von der COP6 in Den Haag fürs Auslandsressort.» Das war zwar seine persönliche Initiative damals, von seinen Vorgesetzten hat der Wissenschaftsredaktor von «Tages-Anzeiger» und «Sonntagszeitung» sich dennoch immer unterstützt gefühlt. Umwelt und Klima seien «vom damaligen Chefredaktor Res Strehle vor zehn Jahren schon zum Schlüsseldossier erklärt» worden. Auf den «2050»-Coup der Konkurrenz ist er nicht neidisch. «Wir berichten regelmässig und viel zum Klima. Beim Wissen markiert das Thema mit der Online-Rubrik «Klimawandel» prominente Präsenz.» Im Angebot ist zudem ein 14-täglicher <a href="https://www.tamedia.ch/de/unternehmen/newsroom/medienmitteilungen/die-tageszeitungen-von-tamedia-lancieren-den-neuen-klima-newsletter-celsius" rel="noopener" target="_blank">Newsletter namens «Celsius»</a>, den Läubli zusammen mit Tamedia-Wetterexperte Martin Steinegger verfasst. Mit den bislang etwa 2500 Abonnent*innen ist er allerdings nicht zufrieden. Das sei wenig im Vergleich zu vergleichbaren «Tagi»-Diensten, zu wenig. «Ich hoffe, dass das Interesse unserer Leserschaft an diesen Themen weiter steigt.» Über allfällige redaktionelle Gründe für diese überraschende Zurückhaltung mag Läubli nicht spekulieren. Eine ständige Struktur, die sich systematisch und aus den verschiedenen Ressortperspektiven um das Klimathema kümmert, hält er aber jedenfalls für «wünschenswert». Ob es dazu mehr Ressourcen für das Ressort «Wissen» oder eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe bräuchte, soll jedoch die Chefredaktion beurteilen. «Vielleicht müsste man da schon mal drüber nachdenken und einen Vorschlag machen», räumt Läubli abschliessend ein.</p>
<blockquote><p>Das journalistische Bewusstsein für diese existentielle Dauerkrise scheint in unseren Nachbarländern wirklich schon einiges tiefer verankert zu sein.</p></blockquote>
<p>Anregungen und Ansprechpartner*innen dafür könnte er bei Portalen wie <a href="https://das-klima-thema.de/" rel="noopener" target="_blank">«Das Klimathema»</a> und <a href="https://www.klimafakten.de/" rel="noopener" target="_blank">«Klimafakten»</a> finden. Oder auch direkt beim <a href="https://klimajournalismus.de/" rel="noopener" target="_blank">«Netzwerk Klimajournalismus»</a>, das in Deutschland und Österreich seit letztem Sommer regelmässig Fachleute zusammenbringt, um inhaltliche und redaktionelle Fragen zu diskutieren. Dessen Mitinitiantin Sara Schurmann hoffte bei der Gründung, dass sich schnell auch interessierte Schweizer Kolleg*innen melden würden, bislang umsonst. </p>
<p>Unter den 50 Erstunterzeichnenden ihres oben erwähnten <a href="https://uebermedien.de/52582/journalistinnen-nehmt-die-klimakrise-endlich-ernst/" rel="noopener" target="_blank">Aufrufs</a> befanden sich nur gerade zwei Journalist*innen aus der Schweiz: <a href="https://twitter.com/vinzgreiner" rel="noopener" target="_blank">Vinzenz Greiner</a>, der bei Ringier das Podcast-Team leitet, und Alex Tiefenbacher, die fürs Online-Magazin «Das Lamm» (<a href="https://twitter.com/tiefenbacherin" rel="noopener" target="_blank">gemäss ihrem Twitterprofil</a>) «über die Klimakrise und anderes» berichtet. Zwei vielversprechende Nachwuchskräfte also, aber keine*r der etablierten Klima-Expert*innen in den hiesigen Leitmedien. Das journalistische Bewusstsein für diese existentielle Dauerkrise scheint in unseren Nachbarländern wirklich schon einiges tiefer verankert zu sein als zwischen Boden- und Genfersee. Doch die Schweiz bevorzugt ja häufig den autonomen Nachvollzug. Mal sehen, ob dieses Prinzip nicht nur in der Politik, sondern auch in der Publizistik gilt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/26/antworten-auf-die-gretafrage-klimajournalismus-in-schweizer-redaktionen/">Antworten auf die Gretafrage: Klimajournalismus in Schweizer Redaktionen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SRF-Sky-Serie Tschugger: Cowboys, Crime und eiskalte Blondinen im Wallis</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/26/srf-sky-serie-tschugger-cowboys-crime-und-eiskalte-blondinen-im-wallis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Nov 2021 17:40:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Sky]]></category>
		<category><![CDATA[Tschugger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaltherzige Blondinen brechen kaputten Cowboys das Herz. Leichen pflastern die verschneiten Weiten. Zeugs explodiert. Und alles zusammen ist ein grosser Spass. Jetzt auf SRF und Sky.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/26/srf-sky-serie-tschugger-cowboys-crime-und-eiskalte-blondinen-im-wallis/">SRF-Sky-Serie Tschugger: Cowboys, Crime und eiskalte Blondinen im Wallis</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaltherzige Blondinen brechen kaputten Cowboys das Herz. Leichen pflastern die verschneiten Weiten. Zeugs explodiert. Und alles zusammen ist ein grosser Spass. Jetzt auf SRF und Sky.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/26/srf-sky-serie-tschugger-cowboys-crime-und-eiskalte-blondinen-im-wallis/">SRF-Sky-Serie Tschugger: Cowboys, Crime und eiskalte Blondinen im Wallis</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zolliker News, Tagi-Interview, SRF-Umfragen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2021 08:45:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Zolliker News]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Nach der Pensionierung lokal Journalistische Laufbahnen beginnen oft bei lokalen Medien – erste Artikel, dann vielleicht eine Anstellung, dann Wechsel zu einem regionalen oder überregionalen Medium. Den umgekehrten Weg geht das Ehepaar Barbara Lukesch* und René Staubli; die beiden haben Anfang November an ihrem langjährigen Wohnort Zollikon (ZH) mit «Zolliker News» ein <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/">Zolliker News, Tagi-Interview, SRF-Umfragen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92865" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Nach der Pensionierung lokal</h3>
<p>Journalistische Laufbahnen beginnen oft bei lokalen Medien – erste Artikel, dann vielleicht eine Anstellung, dann Wechsel zu einem regionalen oder überregionalen Medium. Den umgekehrten Weg geht das Ehepaar <a href="https://www.lukesch.ch/ueber_mich.html" target="_blank" rel="noopener">Barbara Lukesch*</a> und <a href="http://www.lukesch.ch/staubli.html" target="_blank" rel="noopener">René Staubli</a>; die beiden haben Anfang November an ihrem langjährigen Wohnort Zollikon (ZH) mit <a href="https://www.zollikernews.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Zolliker News»</a> ein lokales Online-Medium lanciert.</p>
<p>Lukesch ist seit 1990 freie Journalistin, unter anderem für das «Magazin», die «Weltwoche», «Facts» und «Annabelle». Staubli arbeitete als angestellter Journalist unter anderem bei der «Sonntags-Zeitung», der «Weltwoche» und beim «Tages-Anzeiger».</p>
<p>Sie sind jetzt pensioniert – und tun weiter das, was sie am liebsten tun: Schreiben. Anders als andere pensionierte Journalist*innen, die lange Texte über ihre Fachgebiete publizieren, halten sie sich dabei knapp. Es geht um <a href="https://www.zollikernews.ch/forum-5w-will-wieder-in-den-gemeinderat/" target="_blank" rel="noopener">Dorfpolitik</a>, es gibt <a href="https://www.zollikernews.ch/category/zollikon-kocht/" target="_blank" rel="noopener">Kochtipps</a> (Rubrik «Zollikon kocht») und <a href="https://www.zollikernews.ch/es-gibt-in-zollikon-mehr-isolation-mehr-einsamkeit/" target="_blank" rel="noopener">Interviews</a> (Rubrik: «Menschen»), ausserdem sind sie auf der Suche nach jungen Kolumnist*innen.</p>
<p>Ziel von zollikernews.ch sind Austausch und Vernetzung für den Ort Zollikon/Zollikerberg, so Lukesch. Es sei «unglaublich lehrreich» und mit viel Arbeit verbunden, ein eigenes Medium aufzubauen. Und gleichzeitig sehr lustvoll: «Wir haben unsere eigene journalistische Spielwiese.»</p>
<p>In Zollikon gibt es übrigens bereits eine Wochenzeitung: den <a href="https://www.zolliker-zumiker.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Zolliker-Zumiker-Boten»</a>. Was bedeutet die neue Konkurrenz für ihn? «Fragen Sie mich das in einem Jahr», sagt Herausgeberin Claudia Eberle-Fröhlich: «Aber Konkurrenz wirkt belebend, davon bin ich überzeugt. Und lokale Nachrichten interessieren, ob gedruckt oder online.»<br />
<small>*Transparenz-Hinweis: Die Autorin arbeitet in derselben Bürogemeinschaft wie Barbara Lukesch.</small></p>
<h3>The Bad – Chiesa fügt ein</h3>
<p>SVP-Präsident Marco Chiesa gibt den Tamedia-Zeitungen ein <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/beim-pflegepersonal-macht-eine-impfpflicht-durchaus-sinn-545587165992" target="_blank" rel="noopener">Interview</a> (alle verlinkten Beiträge hinter Paywall). «Problematisch ist, dass die Mainstream-Medien alle Kritiker in einen Topf werfen», sagt er – im Gespräch mit einem Medium, das «Kritiker» wohl als «Mainstream-Medium» bezeichnen würden.</p>
<p>Im durchaus kritisch geführten Interview macht er zwei Aussagen, die stutzen lassen: «Fakt ist aber, dass die Zahl der Betten in den Intensivstationen deutlich reduziert wurde. Zuerst waren es 1500, dann 1100, und jetzt sind es noch rund 850 Betten», und «Studien zeigen, dass bei Moderna der Impfschutz nach sieben Monaten bei null liegt».</p>
<p>Wie bitte? Die Tamedia-Zeitungen selbst haben solche Aussagen schon vor dem Interview widerlegt. Der <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/droht-eine-ueberlastung-weil-in-der-pandemie-betten-abgebaut-wurden-198573236773" target="_blank" rel="noopener">Faktencheck</a> zum Thema Abbau von Intensivbetten kam zum Schluss, dass sich die Zahl der Betten nicht verändert hat. Und in der <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/die-impfwirkung-laesst-auch-in-der-schweiz-nach-547026981627" target="_blank" rel="noopener">Datenanalyse</a> zur Impfwirkung hiess es, dass Moderna nach sechs Monaten «immerhin noch zu 60 Prozent vor einer Erkrankung» schützt.</p>
<p>Warum hat die Interviewerin, Tamedia-Inlandredaktorin Alessandra Paone, nicht widersprochen? «Um die Zahl der Intensivbetten ist ein Konflikt entbrannt, der noch nicht gelöst ist. Die Zahlen werden unterschiedlich interpretiert, und die SVP hat zu diesem Thema bekanntlich eine andere Auffassung als andere Parteien», sagt sie. Die Passage zu Moderna indes habe Chiesa erst beim Gegenlesen eingefügt, und: «Im Produktionsstress ging die Falschaussage in seiner Antwort unter. Das bedauere ich.»</p>
<p>Man habe Chiesa nach der Publikation damit konfrontiert, sagt Paone. Er habe seine Aussage relativiert, und: «Wir haben im <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/booster-fuer-alle-das-muessen-sie-wissen-977590495447" target="_blank" rel="noopener">Artikel</a> ‹Booster für alle: Das müssen Sie wissen› einen Kasten zu Chiesas nachträglichen Präzisierungen gemacht, um den Leserinnen und Lesern eine Einordnung zu geben.»</p>
<p>Schade nur, dass der Kasten nicht auch zum Chiesa-Interview gestellt wurde.</p>
<h3>The Ugly – Umfragen manipulierbar</h3>
<p>Da hat er was ausgelöst: Urs Pfister, Geschäftsführer einer IT-Firma, hat auf seinem Blog maskenlos.ch und dann auf <a href="https://insideparadeplatz.ch/2021/11/16/wir-koennen-beginnen-abzustimmen/" target="_blank" rel="noopener">«Inside Paradeplatz»</a> sehr ausführlich und sehr, sehr technisch ausgeführt, wie er ein User-Voting auf SRF.ch zu Corona-Massnahmen manipuliert hat.</p>
<p>«Solche Votings können alle, die das wollen, beeinflussen», sagt ein erfahrener Programmierer gegenüber der MEDIENWOCHE. Es brauche dafür die entsprechenden «Skills» – oder viele Leute, die zusammen über Stunden wieder und wieder die Umfrage ausfüllen, «oder du kannst dir für 5000 Franken ein Bot-System programmieren lassen».</p>
<p>SRF und andere Medien führen schon seit Jahren solche Votings durch. IT-Sicherheits-Profis wissen um die entsprechenden Risiken. Nun aber, nach Pfisters Artikel, hat SRF «alle eigenen User-Votings zu politischen Themen» <a href="https://medien.srf.ch/-/das-sagt-srf-stellungnahme-zu-manipulationsvorwurfen-bei-umfragen" target="_blank" rel="noopener">gestoppt</a>. Tamedia, die in Pfisters Artikel auch genannt wird, gab bekannt, man verzichte schon länger darauf, über die Resultate solcher «Polls» journalistisch zu berichten. Was SRF unlängst – ganz konkret über die manipulierte Umfrage – noch getan hat. Beide Medienhäuser wiesen überdies darauf hin, dass die repräsentativen Umfragen, die sie von renommierten Markt- und Meinungsforschungsinstituten durchführen lassen, nicht manipulierbar seien.</p>
<p>Das mag sein, reicht aber nicht. In so wirren Zeiten, in denen sogar im Zusammenhang mit der Abstimmung über das Cavid-19-Gesetz von möglichem Abstimmungsbetrug und manipulierten «Wahlmaschinen» geraunt wird, hilft nur eines: Transparenz. Und damit sehr, sehr genaue Angaben zur Art, wie Umfragen durchgeführt werden, und wo sie möglicherweise Schwachstellen haben.</p>
<p>Das gilt für alle Medien, und insbesondere für die, die im Februar auf ein «Ja» zur Medienförderung hoffen. Ohne das Vertrauen des Publikums und ohne Transparenz klappt das nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/">Zolliker News, Tagi-Interview, SRF-Umfragen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Nau.ch, Streaming, SRF</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Nov 2021 09:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming-Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Ein Deal für Qualität Bettelt jemand bei uns per E-Mail um Berichterstattung, bedeutet das in der Regel: Papierkorb. Dieser Fall liegt etwas anders. Was das Nachrichtenportal «Nau.ch» am Mittwoch mitteilte und als «Good» der Woche vorschlug, passt durchaus in diese Rubrik (und wäre auch ohne Bettelei berichterstattungswürdig gewesen). Mit der Beförderung der <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Nau.ch, Streaming, SRF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92655" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Ein Deal für Qualität</h3>
<p>Bettelt jemand bei uns per E-Mail um Berichterstattung, bedeutet das in der Regel: Papierkorb. Dieser Fall liegt etwas anders. Was das Nachrichtenportal «Nau.ch» am Mittwoch mitteilte und als «Good» der Woche vorschlug, passt durchaus in diese Rubrik (und wäre auch ohne Bettelei berichterstattungswürdig gewesen).</p>
<p>Mit der Beförderung der internen Ausbildungschefin erreicht die achtköpfige Redaktionsleitung von «Nau.ch» die <a href="https://www.nau.ch/news/schweiz/nauch-redaktionsleitung-besteht-zur-halfte-aus-frauen-66041308" target="_blank" rel="noopener">Geschlechterparität</a>. Ein Frauenanteil von mindestens 50 Prozent sei ihnen «wichtig, zeitgemäss und verbessert das Niveau der Diskussionen», wird Chefredaktor Micha Zbinden (Bild) zitiert. Weiter sitzt neu auch fix ein Personalvertreter im Gremium. Damit sei die Start-up-Phase abgeschlossen.</p>
<p>«Nau.ch» ist nun offiziell erwachsen. Ob sich das auch in der journalistischen Qualität niederschlägt, steht auf einem anderen Blatt. Anlass zur Hoffnung gibt ein Deal, auf den sich «Nau.ch» mit uns eingelassen hat: Weil wir «Nau.ch» für einmal als «Good» aufführen, will das Newsportal im Gegenzug keinen Anlass mehr bieten, dass wir es in der <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">«Ugly»-Rubrik</a> erwähnen müssen. «Wir geben uns die grösste Mühe, diese – obwohl sicherlich gut gelesene – Rubrik zu meiden», verspricht «Nau.ch».</p>
<h3>The Bad – Dann waren es schon drei</h3>
<p>Wie im Grossen, so im Kleinen: Als ob die Qual der Wahl zwischen Netflix, Amazon Prime und Disney+ nicht schon reichte, muss man sich nun auch für den Genuss von Schweizer Produktionen zwischen drei Streaming-Diensten entscheiden. Nach <a href="https://www.playsuisse.ch/" target="_blank" rel="noopener">Play Suisse (SRG)</a> und <a href="https://www.bluewin.ch/de/entertainment/tv-film/blue-play-938824.html" target="_blank" rel="noopener">Blue Play (Swisscom)</a> geht am kommenden Dienstag auch noch <a href="https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/streamingdienst-zuschauer-in-der-schweiz-moegen-das-fiese-nicht-darum-lanciert-der-chef-von-3-tv24-und-co-einen-streamingdienst-ld.2211707" target="_blank" rel="noopener">Oneplus (CH Media)</a> an den Start. Konkurrenz belebt hier wohl weniger den Markt, als dass sie das potenzielle Publikum weiter verwirrt. Die drei Anbieter werben für das heimische Filmschaffen mit austauschbaren Slogans: «Top Auswahl an Schweizer Spielfilmen», «Hier finden Sie die besten Schweizer Filme, Serien und Dokumentarfilme», «Geniessen Sie eine grosse Auswahl bekannter Schweizer Filme».</p>
<p>Auf Streaming-Diensten hatte der Schweizer Film bisher einen schweren Stand: Das Angebot ist klein und die Nutzung gering, wie kürzlich veröffentlichte Zahlen des <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/kein-mensch-schaut-schweizer-filme-auf-netflix-180143321356" target="_blank" rel="noopener">Bundesamts für Statistik</a> zeigen. Schweizer Filme schaut das Schweizer Publikum lieber am Fernsehen oder im Kino. Dass sich dies nun ändert, weil die neuen Plattformen mehr oder gar ausschliesslich heimische Film- und TV-Produktionen zeigen, wäre ein etwas gewagter Schluss. Streaming reimt sich weiterhin auf Netflix und nicht auf Playsuisseblueplayoneplus.</p>
<h3>The Ugly – Tiefrotes Warnsignal</h3>
<p>Bis jetzt waren es meist einzelne Stimmen, die anonym aus dem Inneren des Unternehmens ihre Besorgnis äusserten über die Entwicklung von Schweizer Radio und Fernsehen. Jetzt bestätigen die Ergebnisse einer <a href="https://medien.srf.ch/-/umsetzung-stellenabbau-und-ergebnisse-personalbefragung?redirect=%2F" target="_blank" rel="noopener">Personalbefragung</a> in erschreckender Deutlichkeit diese Eindrücke. Symptomatisch dafür steht der Anteil jener Angestellten, die SRF im Bekanntenkreis als Arbeitgeber weiterempfehlen würden: das sind nur magere 29 Prozent. Mehr als ein Drittel würden sogar davon abraten, bei SRF zu arbeiten – kein Wunder, wenn weniger als die Hälfte (43 Prozent) mit ihrer Führungskraft zufrieden sind. Ein Blick auf die Ergebnisse der Personalbefragungen zwischen 2006 und 2015 lässt erahnen, dass dieser Wert damals fast doppelt so hoch gewesen sein muss. Ein genauer Vergleich mit den aktuellen Zahlen ist leider nicht möglich, weil SRF die Befragungsmethode geändert hat.</p>
<p>Wenig erbaulich sind auch die Werte rund um das Transformationsprojekt SRF 2024. Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmenden äussert grosse Skepsis, ob mit dem eingeschlagenen Weg auch wirklich ein jüngeres Publikum erreicht werden kann. Noch skeptischer ist man gegenüber dem Versprechen der Führung, flachere Hierarchien einführen zu wollen. Beides sind zentrale Postulate von SRF 2024.</p>
<p>So deutlich die Ergebnisse der Umfrage daherkommen, so diffus erscheinen die von SRF nun angekündigten Reaktionen auf die offensichtlichen Missstände: Die Vorgesetzten sollen bessere Vorbilder sein, das Gemeinschaftsgefühl will man stärken und die Feedbackkultur verbessern. Als ob das reichen würde. Wer ein tiefrotes Warnsignal übersieht, rast ins Verderben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Nau.ch, Streaming, SRF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Nackte in der SRF-«Tagesschau» sorgen für heftige Kritik</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/21/nackte-in-der-srf-tagesschau-sorgen-fuer-heftige-kritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Oct 2021 09:22:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ombudsstelle]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92023</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein «Tagesschau»-Beitrag über eine Tanzaufführung mit nackten Männern erhitzt die Gemüter. Gleich mehrere Beschwerden gingen bei der Ombudsstelle dazu ein – und diese strotzen vor Kritik.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/21/nackte-in-der-srf-tagesschau-sorgen-fuer-heftige-kritik/">Nackte in der SRF-«Tagesschau» sorgen für heftige Kritik</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein «Tagesschau»-Beitrag über eine Tanzaufführung mit nackten Männern erhitzt die Gemüter. Gleich mehrere Beschwerden gingen bei der Ombudsstelle dazu ein – und diese strotzen vor Kritik.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/21/nackte-in-der-srf-tagesschau-sorgen-fuer-heftige-kritik/">Nackte in der SRF-«Tagesschau» sorgen für heftige Kritik</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rüstungsreport, «Bund»-Chefredaktor, SRF&#160;@&#160;Facebook</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/27/ruestungsreport-bund-chefredaktor-srf-facebook/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 17:29:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Der Bund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Teure und wichtige Transparenz Anstatt mit Kühen und Käse posiert der Appenzeller Senn mit Geldscheinen, Gewehren und Granaten. So harmlos wie die Illustration aussieht, so brisant liest sich der Inhalt des Rüstungsreports. Die «Wochenzeitung» WOZ wollte in ihrer Recherche «wissen, welche Schweizer Firmen mit welchen Produkten im Rüstungsgeschäft sind». Das erklärten die <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/27/ruestungsreport-bund-chefredaktor-srf-facebook/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-90606" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/08/MW-Good-Bad-Ugly-20210828b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/08/MW-Good-Bad-Ugly-20210828b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/08/MW-Good-Bad-Ugly-20210828b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/08/MW-Good-Bad-Ugly-20210828b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/08/MW-Good-Bad-Ugly-20210828b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Teure und wichtige Transparenz</h3>
<p>Anstatt mit Kühen und Käse posiert der Appenzeller Senn mit Geldscheinen, Gewehren und Granaten. So harmlos wie die Illustration aussieht, so brisant liest sich der Inhalt des <a href="https://www.xn--rstungsreport-wob.ch/" target="_blank" rel="noopener">Rüstungsreports</a>. Die «Wochenzeitung» WOZ wollte in ihrer Recherche «wissen, welche Schweizer Firmen mit welchen Produkten im Rüstungsgeschäft sind». Das erklärten die Autoren am Mittwoch anlässlich einer Online-Präsentation.</p>
<p>Das ist einfacher gesagt als getan. Nur mit viel Geld und Geduld und dem Gang vor Gericht schafften es die Journalisten, dass das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco die gesuchten Daten der heimischen Rüstungsbranche zusammentrug und aushändigte. Letzte Woche hat die WOZ die Ausgabe des Rüstungsreports für 2020 veröffentlicht – und will die Recherche fortan jährlich aufdatieren.</p>
<p>Das geschieht auf einer Online-Plattform. Frei zugänglich bereit stehen dort sowohl die aufbereiteten Daten und deren journalistische Interpretation wie auch die Rohdaten für vertiefende Recherchen durch Dritte. «Der Rüstungsreport sollte zum Standard werden, wie international über den Waffenhandel berichtet wird», zitiert die WOZ <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Feinstein" target="_blank" rel="noopener">Andrew Feinstein</a>, Autor eines Standardwerks zum internationalen Waffengeschäft («Waffenhandel. Das globale Geschäft mit dem Tod»).</p>
<h3>The Bad – Verlust für Bern und Tamedia</h3>
<p>Die Kündigung passt nicht ins Drehbuch. Kontinuität wäre wichtig bei diesem Umbruch, von dem das Publikum möglichst nichts mitkriegen sollte. Doch nun hat Patrick Feuz die anstehende Zusammenführung der Redaktionen von «Bund» und «Berner Zeitung» zum Anlass genommen, die <a href="https://www.tamedia.ch/de/unternehmen/newsroom/medienmitteilungen/patrick-feuz-verlaesst-den-bund" target="_blank" rel="noopener">«Bund»-Chefredaktion abzugeben</a>. Das ist ein grosser Verlust für Bern und für Tamedia. In der künftigen Einheitsredaktion, die ab 1. Oktober 2021 beide Berner Blätter befüllt, wäre Feuz die Rolle zugekommen, die «Bund»-DNA gegen innen und aussen zu bewahren.</p>
<p>Doch nun hat sich der 54-jährige Journalist nach 30 Jahren als Lokal-, Inland-, Bundeshaus- und Chefredaktor entschieden, den «Bund» und den Journalismus zu verlassen. Was er künftig machen wird, könne er noch nicht sagen. Nur so viel: «Ich habe verschiedene attraktive Möglichkeiten», sagte Feuz gegenüber der MEDIENWOCHE.</p>
<p>In seiner langen Zeit beim «Bund» prägte der ausgebildete Historiker das Blatt massgeblich. Auch wenn er mit seinen bürgerlich-liberalen Kommentaren regelmässig den Ärger der rot-grünen Leserschaft auf sich zog, blieb er wegen seiner Sachlichkeit und Nüchternheit ein geschätzter Journalist. Tamedia-intern verschaffte sich Feuz über die Jahre eine gewichtige Stimme, auf die auch der Verleger hörte.</p>
<p>Die Redaktionen von «Bund» und «Tages-Anzeiger», die seit 2009 zusammenarbeiten, fanden mit «paf» zu mehr bernischer Gelassenheit und weniger Zürcher Aufgeregtheit. Entsprechend bedauern viele Kolleginnen und Kollegen in Bern und Zürich seinen Abgang.</p>
<h3>The Ugly – SRF hält User auf Facebook fest</h3>
<p>Es ist ein Ärgernis, aber ein gewolltes. Wer auf Facebook einen Post von SRF liest, findet sich nicht selten in einer Sackgasse wieder. Kein Link führt weg von Facebook auf srf.ch. Stattdessen muss man sich mit Häppchen und Kurzfutter begnügen. «Beiträge auf Facebook werden selten mit einem Link versehen. Im Idealfall sollte der Kern einer Story aus dem jeweiligen Clip erkennbar sein», <a href="https://twitter.com/SRF/status/1421031985758212096" target="_blank" rel="noopener">beantwortet SRF</a> eine Anfrage zum Thema auf Twitter.</p>
<p>Wer aber nicht nur den Kern, sondern die ganze Story will, muss sich mühsam auf die Suche machen. Was aber spricht gegen eine konsequente Verlinkung? Facebook sieht es nicht gerne, wenn ein direkter Weg raus ins freie Netz führt; die User sollen auf der Plattform bleiben. Beiträge ohne Links, dafür mit Bild oder Video, honoriert Facebook dagegen mit grösserer Sichtbarkeit.</p>
<p>SRF verzichtet zwar nicht systematisch auf Links. Oft steht ein Verweis auf das eigene Webangebot im ersten Kommentar unter dem Posting; das scheint Facebook nicht abzustrafen. Auch klassische Link-Posts finden sich. Aber das macht die Sache nur bedingt besser. Schliesslich lautet einer der Grundsätze von SRF im Umgang mit Facebook &amp; Co., die «Nutzerinnen und Nutzer auf unsere eigenen Plattformen» zu ziehen mit exklusiven Angeboten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/27/ruestungsreport-bund-chefredaktor-srf-facebook/">Rüstungsreport, «Bund»-Chefredaktor, SRF @ Facebook</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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