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Swisscom

Die Swisscom und die Sache mit der Werbung

Der Entscheid von Swisscom, künftig keine Zeitungsinserate und TV-Werbespots mehr zu schalten, sendet widersprüchliche Signale aus. Der Entscheid steht im Widerspruch zum eigenen Geschäft. Schliesslich will Swisscom mit seinem Werbevermarkter Admeira weiterhin Geld verdienen mit dem Verkauf von eben jener Print- und Fernsehwerbung, die nichts mehr wert sein soll. Einigen Medienanbietern und Werbevermarktern dürfte in Weiterlesen …

Swisscom: Kein Werbegeld mehr für Presse und TV

Der staatlich kontrolliert Telecom-Konzern Swisscom hat gestern bekanntgegeben, fortan «weitgehend» auf Inserate in der gedruckten Presse und Werbesports am TV zu verzichten. Für die Verleger war das eine – weitere – Schreckensnachricht. Immerhin ist Swisscom der fünftgrösste Werbeauftraggeber in der Schweiz. Matthias Ackeret, Chefredaktor von «Persönlich», kritisiert den Entscheid und erinnert daran, dass sich Swisscom «gewissen Gepflogenheiten zu unterziehen» habe als staatlich kontrollierter Betrieb. Ackeret versteht darunter etwa ein «mediales Gemeinwohlhandeln». Aber «vielleicht ist es höhere Ironie, dass schon bald mehr Swisscom-Werbegelder zu den amerikanischen Technologieriesen Google und Facebook abfliessen als in unsere Verlagshäuser.»

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Verleger bedauern den Entscheid der Swisscom

Swisscom will 2019 fast vollständig auf Inserate und Fernsehspots verzichten. Stattdessen setzt sie auf Plakate und digitale Werbung. Das ist brisant, denn die Swisscom gehört dem Bund und sie ist Mit-Besitzerin von Admeria, der grössten Schweizer TV-Vermarkterin.

Zweiklassen-Netz

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit kämpfen Swisscom, Salt und Co. um ein umstrittenes Recht zur Sonderbehandlung: Wer zahlt, soll im Internet Vorrang haben.

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