DOSSIER mit 47 Beiträgen

Medienkritik

JOURNALISMUS

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Er hat «Neger» gesagt!

Online-Journalisten interessiert immer weniger, wie die reale Welt mit einem Thema umgeht. Stattdessen sagen sie der Welt, wie diese mit einem Thema umgehen soll.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Schelte der «Kollegenschelte»

Kritik gehört zum Journalismus wie das Amen zur Kirche – solange Politiker oder andere Menschen des öffentlichen Lebens betroffen sind. Journalistinnen und Journalisten die andere Medienschaffende kritisieren, werden hingegen nicht sonderlich gerne gesehen, meint unser Kolumnist Matthias Dell.

«Lieber Kurt W. Zimmermann …»

Sie schreiben in der Weltwoche «Die Party ist vorbei» und bis jetzt weiss ich nicht, was dieser Titel mit dem Abbau von 14 Stellen in der grössten Frauenzeitschrift der Schweiz zu tun hat. Uns hole der Zeitgeist ein, schreiben Sie und ich frage mich, von welchem Zeitgeist Sie sprechen.

Infotag: CAS Digital Communication Excellence

Besuchen Sie den Infotag der HTW Chur vom Samstag, 23. März 2019 und informieren Sie sich über das neue Weiterbildungsangebot. Der Unterricht des CAS findet in Zürich, Berlin und online von zu Hause aus statt.

«Clickbait» für guten Journalismus

Sie sind bis heute eine verkannte Grösse im Nachrichtengeschäft: Junge Portale, wie «Buzzfeed» oder «Vice», bieten viel mehr recherchierten und originären Journalismus, als man ihnen beim Blick auf all die Soft-Stories, die sie auch bringen, zugestehen würde. Daniel Bouhs hat sich für das Medienmagazin «Breitband» die Angebote für die junge Zielgruppe genauer angeschaut und kommt zu einem wohlwollenden, aber skeptischen Schluss: Buzzfeed & Co. seien letztlich der neue Boulevard, mit allen Vor- und Nachteilen dieses Genres.

Kornkreis-Fake als angewandte Medienkritik

Kornkreise faszinieren, Kornkreise irritieren. Und Medien mögen Kornkreise. Das wusste auch das junge izzy-Magazin aus dem Hause Ringier. In einer generalstabsmässig geplanten Aktion schuf ein Team um Reporter Cedi Schild gleich selbst einen Kornkreis auf dem Feld bei einem in den Plan eingeweihten Bauern. Danach verschickten sie «Leserreporter» getarnt Bilder von ihrem Kunstwerk an die Redaktionen im Land. Und wie nicht anders zu erwarten, bissen etliche Medien an und berichteten vom Auftauchen des unerklärbaren Phänomens der Kornkreise. Derweil liefern die izzy-Leute genüsslich das Making-of und legen ihre Inszenierung offen, zeigen, wie sie ahnungslosen Journalisten Schlagzeilen diktierten und spektakuläre Drohenbilder lieferten.

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Kornkreis-Fake als angewandte Medienkritik

Kornkreise faszinieren, Kornkreise irritieren. Und Medien mögen Kornkreise. Das wusste auch das junge izzy-Magazin aus dem Hause Ringier. In einer generalstabsmässig geplanten Aktion schuf ein Team um Reporter Cedi Schild gleich selbst einen Kornkreis auf dem Feld eines in den Plan eingeweihten Bauern. Danach verschickten sie als «Leserreporter» Bilder von ihrem Kunstwerk an die Redaktionen im Land. Und wie nicht anders zu erwarten, bissen etliche Medien an und berichteten vom Auftauchen des unerklärbaren Phänomens der Kornkreise. Derweil lieferten die izzy-Leute genüsslich das Making-of und legen ihre Inszenierung offen und zeigen, wie sie ahnungslosen Journalisten die Schlagzeilen diktierten.

Medienjournalismus als Beziehungsarbeit

Ulrike Simon, eine der führenden Medienjournalistinnen Deutschlands, gibt einen Einblick in ihre Arbeit. Das A und O für eine erfolgreiche Berufsausübung sind für sie Vernetzung und Kontaktpflege – nicht anders als dies auch für andere Ressorts gilt. «Vertrauen ist extrem wichtig, das ist Beziehungsarbeit», sagt Simon im Interview mit dem Magazin «Fachjournalist». Das bietet denn auch die Grundlage für ihre Recherchen: «Viele Geschichten ergeben sich nebenbei, weshalb ich viel auf Terminen bin, zum Beispiel auch auf Kongressen, oft ohne vorher zu wissen, ob und was dabei herumkommt.» Vom Berufsverständnis her sieht sich Ulrike Simon nicht als Medienkritikerin. «Mir geht es darum, Hintergründe zu beleuchten und zu erklären.»