DOSSIER mit 120 Beiträgen

Journalistische Praxis

Fürchtet euch nicht, telefoniert wieder mehr!

Es ist eine in den Medien verbreitete Unsitte, in der direkten Kommunikation möglichst auf ein Telefongespräch zu verzichten. Verantwortlich dafür sind einerseits auf Kontrolle bedachte Kommunikationsstellen, die keine Zwischentöne zulassen wollen und darum lieber schriftlich per E-Mail antworten, aber ebenso bequeme Journalisten, die lieber einen fixfertigen Fragenkatalog vorlegen als sich auf ein Gespräch einzulassen, das Weiterlesen …

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

«Manchmal höre ich zum Schreiben stundenlang dasselbe Lied»

So schreibe ich: Die Journalistin Sarah Jäggi («Zeit» Schweiz) über ihren strukturierten Zugang zum Schreiben und der persönlichen Begegnung als Schlüssel für gelungene Porträts anhand ihres Artikels «Narziss und Goldzahn» über das Filmemacherpaar Lisa Brühlmann und Dominik Locher in den Schweiz-Seiten der «Zeit». Ein Porträt kann eine Organisation, ein Projekt oder eine Person vorstellen. In Weiterlesen …

«Was kürzer als 35’000 Zeichen ist, finde ich heute schwierig»

So schreibe ich: Urs Mannhart über seine Reportage «Von Männern und Wölfen», erschienen in «Reportagen» Nr. 37. Aus den Beobachtungen und Notizen von zwei dreiwöchigen Kirgistan-Reisen ist auch eine Kurzgeschichte entstanden, die Mannhart beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt vorgelesen hat. Über die Arbeitsweise eines Grenzgängers zwischen Literatur und Journalismus. «Ich bin mit Schreibabsicht nach Kirgistan gefahren, Weiterlesen …

Weinstein im Tessin? Wie ein verurteilter Hochstapler die Medien an der Nase herumführte

Grosse Aufregung letzte Woche in der Weltpresse: Der wegen sexueller Belästigung, sexueller Nötigung und Vergewaltigung beschuldigte Filmproduzent Harvey Weinstein verbringe die Festtage im Tessin. Von «Guardian» bis «Gala» brachten sie alle die Meldung. Doch sie stimmte nicht. In die Welt gesetzt hatte die Falschmeldung der verurteilte Betrüger und Hochstapler Alessandro Proto. Er soll zudem eine gefälschte E-Mail an die Schweizerische Depeschenagentur SDA geschickt haben, in der die Anwälte Weinsteins die Reisepläne ihres Mandanten bestätigten. Proto bestreitet das in einem Interview mit «Blick»-Tessin-Korrespondentin Myrte Müller. Doch abgesehen davon gibt er ganz freimütig zu, dass Fake News seine Arbeitsmethode sind und er in den Medien immer wieder gute Verbündete findet für seine frei erfundenen Promi-Deals.

Emojis im Journalismus: Wir sind soooo fresh und lustig!

Auf Social Media garnieren einige Schweizer Medien ihre Meldungen mit Emojis. Eine journalistische Bankrotterklärung, findet unser Autor. Auf einmal waren sie da. Die 😂, die 😭 und die😱. Und ich so: 🤦. Sah ich wirklich richtig? Versahen Schweizer Medien ihre Facebook-Posts wirklich mit Emojis? Ja, tatsächlich. Ich wollte kurz abwarten, vielleicht mochte sich ja jemand Weiterlesen …

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So arbeitet «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz

Für die «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SRF hat Moderator Sandro Brotz 150 Interviews geführt in den letzten fünf Jahren. An einem Anlass der Zürcher Hochschule Winterthur bot der langjährige Journalist einen Einblick in Technik und Taktik seiner Gesprächsführung. A und O sind eine gute, sprich: intensive Vorbereitung. Dafür brauche er mindestens zwei Tage und zwei Weiterlesen …