DOSSIER mit 245 Beiträgen

Medienwandel

Wir verblöden uns selbst

«Warum zum Teufel», fragt der Physiker und Wissenschaftspublizist Florian Aigner, «ist das Internet voll von banalen Beauty-Tipps, politischen Hetzparolen und dummen Verschwörungstheorien?» Die Antwort ist einfach und zugleich kompliziert. Es geht um Aufmerksamkeits-Ökonomie, also darum, wem wir welchen Teil unserer Lebenszeit im Internet widmen. «Mit jeder Stunde, die wir an nutzlose Pseudoinformation verschwenden, verzichten wir auf eine Stunde wertvolle Geistesnahrung», schreibt Aigner. Aber wie ändern? Hier bleibt nur der Appell an die gesellschaftliche Verantwortung von uns allen bei der Mediennutzung. «Wir sollten sie nicht jenen schenken, die uns kurzfristig unterhalten, sondern jenen, die uns als Gesellschaft besser, klüger und zukunftstauglicher machen.»

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In den USA hat die Journalismusbranche das Jammern über die Krise überwunden und setzt auf Unternehmergeist – zu Gast beim Entrepreneurial Journalism Summit in New York.

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Der «letzte Büezer» geht

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Medien beissen in den magischen Apfel

Apple ist zur kulturellen Ikone geworden, zum Sinnbild für den heutigen Zeitgeist. Der Computerhersteller und Unterhaltungskonzern ist die moderne Religion, die trotz des Rücktritts ihres Gralshüters Steve Jobs ihre Magie – sicher noch eine Weile – bewahren wird; eine Magie, der auch Medienunternehmen nicht widerstehen können.