DOSSIER mit 27 Beiträgen

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Sarrazin auf Kriegsfuss mit den Fakten

Die Süddeutsche Zeitung nennt das neue Buch von Thilo Sarrazin das «verlegerische Unglück» des Jahres. Das meint Rezensentin Sonja Zekri vor allem mit Blick auf den Umgang Sarrazins mit den Fakten. Beispiel: Die islamische Welt kenne bis ins 20. Jahrhundert weder Literatur noch planvollen Städtebau, behauptet Sarrazin: «Eine eigenständige islamische Baukultur hat sich nie entwickelt.» Könnte man für solchen Unsinn ein lebenslanges Zutrittsverbot der Alhambra verhängen, es wäre mehr als verdient, kommentiert Zekri. Das sei vor allem für all jene Leserinnen und Leser ein Problem, die meinen, sich mit dem Buch kritisch informieren zu können.

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Ich schreibe, also bin ich

Obwohl immer weniger Bücher verkauft werden, werden immer mehr Bücher geschrieben. Schreibkurse boomen, und auf Internetplattformen kann heute jeder seine Geschichten veröffentlichen. Was fasziniert die Leute am Schreiben?

Ombudsfrau/Ombudsmann je 30-40%, ortsunabhängig (ausserhalb der SRG SSR)

Als Ombudsfrau/Ombudsmann der SRG Deutschschweiz nehmen Sie Beanstandungen zu ausgestrahlten Sendungen sowie dem übrigen publizistischen Angebot von Schweizer Radio und Fernsehen SRF entgegen und vermitteln. Sie stellen einen Austausch zwischen den Parteien sicher, fordern von den SRF-Verantwortlichen vollständige Stellungnahmen im Sinne der…

Neugier statt Netz – der letzte Offline-Buchhändler

Datenbank? Fehlanzeige. Suchmaschine? Nichts für ihn. Luigi Longhena ist seit Jahrzehnten Buchhändler in Bellinzona. Ebenso lang hat er in Schülern die Neugier für Bücher geweckt – und als Erwachsene kehren sie regelmässig wieder zu ihm zurück. Ein Portrait.

Buch: Peter Hossli über sein Engagement an der Wirklichkeit

Der Schweizer Reporter Peter Hossli blickt zurück auf sein bisheriges Berufsleben. Mit Geschichten, Anekdoten und Reflexionen beantwortet er die Frage: Warum schreibst Du? Peter Hossli eröffnet die Sammlung seiner Erinnerungen mit einer amerikanischen Geschichte. Sie beginnt in seinem Buch in einem Hotel in Las Vegas. Zusammen mit einem deutschen Fotografen. Für ein Interview mit dem Weiterlesen …

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Junge Frauen besprechen Bücher im Netz

Wie die Zeitung steht auch das Buch für die sich zu Ende neigende Epoche gedruckter Medien. Doch im Netz erleben Bücher eine Renaissance. Die sogenannten Booktuber, meist jüngere Frauen, die ihre Lektüre auf Youtube vorstellen, erfreuen sich grossen Zulaufs, wie Matthias Zehnder beobachtet. Sechs davon stellt Zehnder in seinem Blog kurz vor, darunter mit dem Prädikat «empfehlenswert» die 27-jährige Freiburgerin Margaud Quartenoud: «Sie erzählt in ihren Videos von ihren Leseerfahrungen, dies aber zuweilen auf sehr journalistische Art und Weise. Eines ihrer letzten Videos handelt vom möglichen Eintritt von Amazon in die Schweiz und den Folgen für den Buchmarkt. Sie spricht ein gut verständliches Französisch.»

Buchproduktion: gedruckt und doch immer aktuell

In der Schweiz gibt es eine neue Buchreihe, die sich die Möglichkeiten und Vorteile der digitalen Produktion zu eigen macht. Die «Essais Agités», so der Name der Edition, veröffentlichen Essays zu aktuellen Themen in gedruckter Buchform. Um den Preis tief zu halten, wird beim Layout gespart. «Der ganze Herstellungsprozess der Bücher ist automatisiert», erklärt Projektleiter Beat Mazenauer. Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass die Autorinnen und Autoren ihre Texte mit wenig Aufwand in einer aktualisierten und ergänzten Form neu veröffentlichen. So können zum Beispiel Reaktionen auf das Buch in einer weiteren Ausgabe bereits berücksichtig werden. «Meines Wissens ist dieser Workflow derzeit einzigartig», sagt Mazenauer.