von Miriam Suter

Ein KOLT für alle Fälle

Print ist tot, lang lebe Print! Besonders Sparten- und Nischenpublikationen setzen weiterhin und erfolgreich auf das gedruckte Wort. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Kulturmagazin KOLT aus Olten.

KOLT ist der beste Namen für ein Kulturmagazin aus Olten, der sich je jemand ausgedacht hat. Das unabhängige Magazin wurde 2009 gegründet und liefert neben einem Veranstaltungskalender Reportagen, Interviews und Essays – nicht nur, aber vor allem aus der Stadt mit dem bekanntesten Bahnhof der Schweiz.

Das Magazin bietet immer wieder Autorinnen und Autoren eine Plattform, die später auf den grossen Bühnen stehen. Etwa der Oltner Slam-Poet Kilian Ziegler. Ab nächstem Jahr wird seine Kolumne flankiert von Lisa Christ, ebenfalls Slam Poetin und ein grosses Nachwuchstalent. Aber auch etablierte Schreibprominenz wie Pedro Lenz las und liest man in KOLT.

Das Magazin zählt heute rund 1200 Abonnent*innen. Obwohl das gemessen am Einzugsgebiet – Olten hat 18’000 Einwohner*innen – ein respektabler Wert ist, müssten es doppelt so viele sein, um allein damit über die Runden zu kommen. Neben den Abo-Erlösen finanziert sich KOLT heute über Anzeigen und grosszügige Spenden.

Yves Stuber ist Inhaber, Bildredaktor, Geschäftsleiter und Mitbegründer des Magazins. Zusammen mit der Redaktionsleiterin Nathalie Bursac und der Abo-Verantwortlichen Martina Schaefer stellt Stuber jeden Monat eine frische Ausgabe zusammen. Eine ausserordentliche Frauenquote im Team liefert das KOLT zusätzlich zum Qualitätsjournalismus also noch obendrauf

Ich wollte von Yves Stuber wissen, warum man entgegen dem grossen Trend zum Digitalen weiterhin an Print festhält und Monat für Monat ein gedrucktes Magazin herausgibt. Und was man von KOLT in Zukunft erwarten darf. Denn auch das Oltner Magazin muss sich weiterentwickeln, um nicht stehen zu bleiben.

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