AUF DEM RADAR

Täglich lesen, was die Medien bewegt.
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Von Montag bis Freitag vier aktuelle Lektüretipps aus schweizerischen und internationalen Publikationen zum Medienwandel. Ausgewählt und kommentiert von Nick Lüthiredaktion@medienwoche.ch Jetzt auch als Newsletter abonnieren.

Tamedia will weiterhin als Medienhaus wahrgenommen werden

Mitten im grössten Umbauprozess seiner Geschichte feiert der Zürcher Tages-Anzeiger, und mit ihn auch die Herausgeberin Tamedia, sein 125-jähriges Bestehen. Aus dem Zeitungsverlag ist längst ein «Gemischtwarenladen» geworden mit weit mehr Angeboten als nur Medien. Doch Verleger Pietro Supino betont in einem Interview in der Sonderausgabe zum Jubiläum: «Die Publizistik ist seit 125 Jahren der Kern unseres Familienunternehmens.» Damit das auch weiterhin so bleibe, müsse ein besserer Journalismus geboten werden. «Wenn es nicht gelingt, dann wird man zu Recht sagen, wir hätten Werte zerstört.» Er sehe aber positive Zeichen, dass Tamedia das schaffe. Doch die Aufgabe, aus weniger mehr zu machen, gleicht einer Quadratur des Kreises. Dass die (noch?) nicht recht gelingen will, sieht man zum Beispiel hier.

Kampf gegen teure Heftli aus Deutschland

Ein weiterer Anlauf, um die überteuerten Preise für Zeitschriften und Magazine aus Deutschland zu bekämpfen: Am Montag berät der Nationalrat darüber, wie er «eine möglichst effiziente Lösung für die unangemessen hohen Differenzen zwischen in- und ausländischen Zeitschriftenpreisen» finden will. Der Preisüberwacher sieht in den Preisen für deutsche Publikationen, die in der Schweiz bis zu 70 Prozent teurer sind, «ein Problem für die Schweizer Konsumenten». Er würde es begrüssen, wenn er von der Politik ein stärkeres Instrument in die Hand erhielte, um dagegen vorzugehen, etwa in Form eines Spezialgesetzes zu Zeitschriftenpreisen oder mit einer Anpassungen des Kartellgesetzes.

Jetzt mischt Facebook auch im Stellengeschäft mit

Eigentlich kann man sich fragen: Warum erst jetzt? Noch vor dem Sommer will Facebook in der Schweiz ein neues Angebot für die Jobsuche starten. Stefan Mair von der Handelszeitung sieht im Markteintritt des blauen Riesen die «lange befürchtete Attacke des grössten sozialen Netzwerks auf Portale wie LinkedIn und Jobs.ch». Ob es Facebook schaffen wird, den Markt aufzumischen, steht indes auf einem anderen Blatt. Schiere Grösse allein garantiert noch keinen Erfolg. Ausserdem mangelt es in der Schweiz nicht an erfolgreichen Angeboten auf dem Markt. Facebook sieht sein Potenzial darin, kleine und mittelgrosse Unternehmen während des gesamten Bewerbungsprozesses zu begleiten. «Firmen können mit Bewerbern kommunizieren, etwa Gesprächstermine abmachen und Reminder verschicken», teilte das Unternehmen mit.

Alle reden vom Potenzial. Aber was bringt Blockchain den Medien?

Noch gibt es keine massentauglichen Anwendungen, aber nicht wenige, die sich damit beschäftigen, sehen darin ein riesiges Potenzial: Blockchain soll auch den Medienbereich revolutionieren. Aber womit und wie? Auf dem Blog der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien äussern sich Experten zu möglichen Einsatzfeldern der digitale Krypto- und Transaktionstechnologie. Konrad Weber, Projektleiter Digitale Strategie bei Schweizer Radio und Fernsehen, sieht sowohl redaktionelle als auch kommerzielle Anwendungen. Etwa für die einfachere Verifizierung der Authentizität von Bildern und Videos oder für die direktere Abrechnung durch Micropayment von digitalen Inhalten. Philipp Otto, Direktor von iRights.Lab, sieht eine mögliche Stärkung der Rechteinhaber: «In einem Blockchain-Netzwerk lassen sich Rechteinhaber schnell ausfindig machen, was sowohl Anbietern wie auch Lizenznehmern nützt.»

Weitere Beiträge dieser Woche

25 Jahre ausländische Werbefenster im Schweizer Fernsehen

Am 1. Januar 1993 sahen Schweizer Zuschauer des deutschen TV-Senders RTL erstmals Reklame für Schweizer Produkte: das Werbefenster war geboren. Verantwortlich dafür war Klaus Kappeler, damals Chef von IP Multimedia und später langjähriger CEO von Goldbach. Im Interview mit dem Kleinreport blickt Kappeler auf diese nicht unumstrittene Innovation zurück. SRG, Bundesrat und Medienpolitiker versuchten aktiv zu verhindern, dass Werbegelder aus der Schweiz ins Ausland abfliessen, ohne dass die Sender dafür eine programmliche Gegenleistung erbringen. Kappeler sieht das freilich anders: «Ich wollte das TV als Leadmedium entwickeln». Und letztlich habe auch die SRG von der positiven Entwicklung des TV-Werbemarkts profitiert: «Die SRG konnte dank den Werbefenstern ihren Umsatz ja sogar verdoppeln», gibt Kappeler zu bedenken.

Netflix, Facebook und BBC kommunizieren mit Schweizer Schriften

Schweizer Typografie geniesst seit je her einen exzellenten Ruf. Der bekannteste Schriftgestalter war der 2015 verstorbene Adrian Frutiger. Mit der nach ihm benannten Schrift kam Frutiger zu Weltruhm. In seinen Fusstapfen bewegt sich Bruno Maag. Sein 50-köpfiges Typografie-Atelier in London entwickelt Schriften für Weltkonzerne wie Netflix oder Facebook. Maag selbst versteht sich nicht als Künstler: Buchstaben sollen nicht in erster Linie Kunstwerke auf Papier sein, sondern jede Linie dient der Leserlichkeit. Er selbst hat seit 15 Jahren keine Schrift mehr entwickelt, wie er im TV-Porträt von Henriette Engbersen für SRF Eco gesteht. Das macht heute sein junges, international zusammengesetzes Team.

Frankreichs Öffentlich-Rechtliche vor einem Big Bang

Fernsehkanäle schliessen, Online-Plattformen gründen: Die öffentlich-rechtlichen Sender Frankreichs stehen vor einem Grossumbau. Wie Jürg Altwegg in der FAZ berichtet, geht es dabei nicht in erster Linie ums Sparen, sondern um eine Weiterentwicklung des Angebots an die Erfordernisse der Zeit. Nicht zuletzt soll auch der Einfuss der «mehr als fünfzigjährigen weissen Männer» beschnitten werden. Zu lange hätten sie den Ton angegeben, finden die für die Medien zuständige Kulturministerin und die Senderchefin von France Télévisons. Das alles sehe nach einem Big Bang aus und erscheine «zum Teil als durchaus sinnvoll», urteilt Altwegg. «Die öffentlichen Sender leiden an einer exzessiven Hierarchisierung und Bürokratisierung, die der Produktivität hinderlich sind und enorm viel kosten.»

Virtuelle Vervielfachung der Werbeplätze im Stadion

Da die Fussballspiele der europäischen Top-Ligen weltweit auf Interesse stossen, globaliseren die Vereine auch die Werbeplätze im Stadion. Mittels virtueller Bandenwerbung können die Reklamen am Spielfeldrand digital der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden. Die TV-Zuschauer in China sehen dann auf sie zugeschnittene Botschaften. Nach der spanischen und englischen Liga setzen neu auch Klubs der deutschen Bundesliga auf virtuelle Werbung im Fussballstadion. Im auf Sportwerbung spezialisieren Magazin #matchplan erklört Philipp Ostsieker wie die Technologie funktioniert.

Zerschlagt Google!

Die Forderung mutet sehr europäisch an, aber die Diskussion scheint nun auch in den USA an Dynamik zu gewinnen. «Zerschlagt Google», fordert der «Boston Globe» in einem manifestartigen Text. Der Technologie-Gigant Google, respektive sein Mutterhaus Alphabet, habe eine für Wirtschaft und Gesellschaft bedrohliche Grösse erreicht, der nur noch mit regulatorischen Massnahmen begegnet werden könne. «Europa hat den breiteren Kampf um das Recht auf Privatsphäre und die Regulierung von Daten angeführt, aber es ist an der Zeit, dass die Vereinigten Staaten beim Abbau von Technologiemonopolen die Führung übernehmen – angefangen beim mächtigsten Akteur.»

Es war einmal das Zwei-Quellen-Prinzip

Ein einziger Tweet eines «Titanic»-Redaktors hat unlängst bei zahlreichen Redaktion die journalistische Sorgfaltspflicht ausgehebelt. Reihum verkündeten sie mittels Push- und Breaking-News den Bruch der Regierungskoalition in Deutschland – um kurz darauf ebenfalls mittels Eilnachricht zu vermelden, dass sie einer Falschmeldung aufgesessen waren. Was für eine Peinlichkeit. Die ganze Aufregung wäre nicht nötig gewesen, hätten die Journalisten am Push-Abzug eine Grundregel ihrer Profession befolgt: das Zwei-Quellen-Prinzip. Und das geht so: «Wenn du eine Information nur aus einer Quelle hast: Halte die Füsse still. Erst wenn du die Fakten durch mindestens eine weitere zuverlässige & unabhängige Quelle verifizieren kannst, berichte. Und nein, andere Medien sind nicht als Quelle zu verstehen.» Aus aktuellem Anlass hat die Plattform «fair radio» einen schon etwas älteren «Appell für das Zwei-Quellen-Prinzip» wieder veröffentlicht.

So gewinnt das Lokale

Wenn der Journalismus eine Zukunft hat, dann im Lokalen. Aber nicht einfach so. Der Medienwandel ist überall spürbar. Welche Voraussetzungen künftiger Lokaljournalismus erfüllen muss, haben 13 Chefredaktoren und Redaktionsleiterinnen aus Deutschland, Belgien und der Schweiz in zehn Thesen formuliert. Vieles klingt vertraut und zeitlos. Das geht von Faktentreue über die richtige Äquidistanz zum Gegenstand der Berichterstattung über strikte Trennung von Fakten und Kommentar. Erstaunlich: Digitale Kommunikation, Internet und Social Media finden keine explizite Erwähnung und sind wohl als Querschnittsthemen einfach mitgemeint. Ob das reicht?

Südkoreanische Kommunkationsguerilla

Das südkoreanische Fussballnationalteam hat im Vorfeld der Weltmeisterschaften mit einer ungewöhnlichen Massnahme versucht, die Beobachter ihrer WM-Gegner zu verwirren. Mit Ausnahme von Captain und Goalie liess Südkoreas Trainer seine Spieler in den Vorbereitungspartien andere als ihre üblichen Rückennummern tragen. «Es ist sehr schwierig für Westler, zwischen Asiaten zu unterscheiden, deshalb haben wir das getan», erklärte der Trainer seinen Kniff freimütig.

Tamedia testet digitale Zeitung für Bars und Restaurants

Wie soll man in Bars und Restaurants Zeitung lesen, wenn es keine Zeitung mehr gibt? Die Frage stellt sich in der Westschweiz ganz aktuell, nachdem Tamedia entschieden hat, die gedruckte Ausgabe des populären «Le Matin» demnächst einzustellen. Wie das Westschweizer Radio RTS berichtet, testet das Zürcher Verlagshaus in der Romandie seit 2015 digitale Ersatzlösungen. In den beiden ersten Testphasen erhielten die Wirte Tablets mit den Tamedia-Zeitung drauf, die sie ihren Gästen ausleihen konnten. Die Akzeptanz für das technische Gerät sei allerdings gering gewesen, weiss RTS-Reporter Ludovic Rocchi zu berichten. Unter dem Projektnamen News Café befindet sich der Test nun in die dritten Phase. Über ein passwortgeschütztes WLAN in der Bar oder dem Restaurant können die Gäste mit ihren eigenen Geräten gratis auf sämtliche Tamedia-Titel zugreifen.

Lynch-Attacke nach RTL-Reportage über Pädosexuelle

Der deutsche TV-Sender RTL zeigte am letzten Dienstag eine Undercover-Reportage. Mittels eines Lockvogels sollte ein Pädosexueller identifiziert und danach vor der Kamera mit seinem Verhalten konfrontiert werden. Dazu kam es aber nicht. Das RTL-Magazin «Punkt 12» zeigte lediglich einen Mann, von dem das TV-Team vermutete, dass es sich um die Person handeln könnte, mit der man in Kontakt gestanden hatte. Offensichtlich war die Anonymsierung mittels Verpixelung ungenügend. Wie die Polizei später meldete, kam es nach der Ausstrahlung der Sendung zu einer lebensgefährlichen Attacke auf diesen Mann durch Personen, die ihn im TV-Beitrag erkannt hatten. RTL weist jede Verantwortung für den Übergriff von sich. Boris Rosenkranz fragt sich im Medienblog Übermedien, «wieso Reporter dieser Art immerzu versuchen müssen, Täter zu stellen, am besten auf frischer Tat. Um Eltern und Kinder vor einer miesen Masche Pädosexueller zu warnen, wäre das gar nicht nötig, aber es würde so einen Film natürlich gleich unspannender machen, ohne Wackelkamera und Verdächtige mit Pixeln im Gesicht.»

Mit Künstlicher Intelligenz gegen Deep Fakes

Geht es um die Erforschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien war das US-Verteidigungsministerium schon immer mit grossem Budget involviert. Das ist auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz nicht anders. Aktuell finanziert die Forschungsabteilung Darpa des Pentagon einen Wettbewerb, bei dem es darum geht, «möglichst überzeugende falsche Videos, Bilder und Ton-Aufzeichnungen zu generieren – und gleichzeitig Werkzeuge zu entwickeln, mit denen sich diese Fälschungen automatisch identifizieren lassen», wie Will Knight in der Technology Review schreibt. Oder anders: Künstliche Intelligenz gegen Künstliche Intelligenz.

Spotify schaltet die Mittelsmänner aus

Die Musikstreaming-Plattform Spotify unternimmt einen eigentlich logischen Schritt: Der Dienst hat damit begonnen, direkte Lizenzierungsverträge mit den Künstlern abzuschliessen. Damit umgeht Spotify die Labels, die bisher das meiste Geld kassierten und die Preise bestimmten. Dieser Schritt sei «selbstverständlich der Beginn eines Konkurrenzkampfes zwischen dem Streaming-Dienst und den Labels», schreibt Christian Erxleben auf Basic thinking.

Bürger-Schwarm kompensiert Medienschwund

Claude Longchamp gibt Entwarnung: Der bekannte Politologe und Meinungsforscher mag nicht in den Alarmismus miteinstimmen, wonach schwindende Medienvielfalt sich negativ auf die politische Partizipation der Bürgerinnen und Bürger auswirke, wie dies jüngst eine Studie der Uni Zürich festgestellt hatte. Anstatt nach staatlichen Subventionen für die schwächelnden Medien zu rufen, sieht er ein grosses Potenzial in der Digitalisierung der politischen Kommunikation. Die Bürger selbst werden zu Multiplikatoren einer Botschaft. Die Rolle der Medien ist dann eine andere: Sie berichten über die Erfolge einer Crowd-basierten Kampagne und werden so zu Multiplikatoren zweiter Ordnung. In seinen Überlegungen bezieht sich Longchamp auf die Ausführungen im neuen Sachbuch «Agenda für eine digitale Demokratie».

Nur ein Boyköttchen wegen Blocher

Als im April bekannt wurde, dass Christoph Blocher das «Tagblatt der Stadt Zürich» übernehmen würde im Gegenzug zum Verkauf der «Basler Zeitung», gingen die Wogen hoch. Linke Parteien und Privatpersonen riefen zum Boykott des Blatts auf. «Watson» hat bei der Tagblatt-Redaktion nachgefragt, wie die Reaktionen auf den Aufruf ausfielen: Laut Chefredaktorin Lucia M. Eppmann haben sich «genau 13 Leserinnen und Leser» gemeldet, «die mit Hinweis auf die Übernahme durch Christoph Blocher das ‹Tagblatt der Stadt Zürich› nicht mehr wünschen». Ein Boykott sieht anders aus.

Was in Deutschland nicht funktioniert, soll bald in ganz Europa gelten

In der Schweiz haben die Verleger wohlweislich davon Abstand genommen, in Deutschland hat das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverleger seit fünf Jahren Gesetzeskraft. Gebracht hat es ausser Spesen – nichts. Keinen Euro-Cent musste Google den Medien überwiesen, obwohl ja genau dieser Geldfluss das Ziel des Anti-Google-Gesetzes war. Trotz des grandiosen Misserfolgs in Deutschland soll nun europaweit ein Leistungsschutzrecht eingeführt werden, mit dem Ziel, dass die Anzeige von Suchergebnissen von Verlagen kostenpflichtig wird. Für Sascha Lobo ist das ein «realitätsfernes Quatschgesetz», weil es um mehr geht als nur um das Verhältnis von Verlagen zu Google: Die Verlinkung von Inhalten Dritter könnte generell kostenpflichtig werden. Darum sprechen Kritiker auch von einer «Link-Steuer». Ein Grundprinzip des freien Internets würde damit ausgehebelt. Am 20. Juni stimmt der Rechtsausschuss des EU-Parlaments darüber ab.

Studie: Blogger und Journalisten – was sie verbindet, was sie trennt

Die Diskussion ist so alt, wie es Blogs gibt und sie ist bis heute nicht beendet, wie eine aktuelle Studie zeigt mit dem Titel «Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten» – ohne Fragezeichen, nota bene. Im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung hat der Medienwissenschaftler Olaf Hoffjann 936 Journalisten und 463 Blogger zu ihren Zielvorstellungen, zu Ausbildung und Verdienst und zum Kontakt mit dem Publikum befragt. Die Ergebnisse werden dem Titel dann doch nicht ganz gerecht. Das «unterschätzt» bezieht sich vor allem darauf, dass die Blogger den Journalisten in fast allen Fragen viel ähnlicher sind als Medienforscher Hoffjann dies erwartet hatte. Markante Unterschiede zeigen sich beim Rollenverständnis: Während Journalisten häufiger Kontrolle und Kritik als ihre Aufgaben angegeben hätten, sei für Blogger Unterhaltung und Service wichtige Ziele, schreibt Sebastian Wellendorf auf deutschlandfunk.de im Artikel zum Interview mit Hoffjann.