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Roboterjournalismus

Tamedia-Roboter Tobi erklärt die Abstimmungsresultate

Die Autorenzeile des Artikels lautet: «Ihr Tobi, Textroboter» Tobi hilft dem Tages-Anzeiger bei der Abstimmungsberichterstattung. Für 526 Gemeinden der Kantone Bern und Zürich produzierte der Textroboter am vergangenen Abstimmungswochenende «individualisierte Texte aus Textbausteinen». Wer eine Postleitzahl eintippt, kriegt einen Artikel angezeigt, der die Resultate der betreffenden Gemeinde referiert. Der automatisch generierte Text lässt sich zudem personalisieren, indem man sein persönliches Abstimmungsverhalten angibt und Tobi dieses im Verhältnis zu den Ergebnissen reflektiert. Der Einsatz von Tobi zeigt, wohin die Reise mit dem Roboterjournalismus gehen könnte. Im vorliegenden Fall gleicht das Experiment noch weitgehend einer Spielerei und bietet gegenüber «händischer» Berichterstattung keinen wirklichen Mehrwert. Wie es weitergeht? Die Autoren schreiben: «Wenn die Ergebnisse ermutigend sind und die Reaktionen der Leserinnen und Leser positiv ausfallen, können wir uns vorstellen, Tobi bei zukünftigen Abstimmungen oder sogar Wahlen einzusetzen.»

Schreib-Maschinen: Voll im Trend

Wer hat es geschrieben – Mensch oder Maschine? Diese Frage wird sich bei Artikeln zukünftig immer häufiger stellen. Inzwischen verfassen Algorithmen zehntausende Texte pro Tag. Der sogenannte Roboterjournalismus ist vor allem in den USA schon angekommen. Die Technik ist umstritten: Profitieren Journalisten von der Arbeitserleichterung oder stehen sie schon in wenigen Jahren auf der Straße? Weiterlesen …

Online Redaktor 100% (w/m)

Ihr Profil: Sie haben Erfahrung als Online-Redaktor – Sie verfügen über ein stilsicheres Deutsch – Sie wissen, worauf es bei einem Liveticker oder Liveblog ankommt und können ihn bedienen – Sie kennen sich mit Social-Media aus und können Videos verarbeiten…

Wenn der Roboter konservativ, kontextfrei oder konfrontativ berichtet

In England beliefert die Nachrichtenagentur Press Association PA zahlreiche der noch verbleibenden Lokalzeitungen mit automatisch generierten Meldungen. Solcher «Roboterjournalismus» verarbeitet Datensätze, etwa Behördenstatistiken, zu Textmeldungen. Auf Netzpolitik.org wirft Alexander Fanta die wichtige Frage auf: Wie wirkt es sich auf den öffentlichen Diskurs aus, wenn Algorithmen immer mehr solcher Texte generieren? Anhand dreier algorithmisch generierter Nachrichten zeigt Fanta, dass der «Roboter» nicht so neutral berichtet, wie man dies vermuten könnte, «denn die Vorlagen, auf deren Basis die Software Texte schreibt, zeigen die politischen Neigungen ihrer menschlichen Erzeuger.»

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«Wir sind noch weit davon entfernt, dass ‹Roboterjournalisten› Meinungsstücke oder Hintergrundgeschichten schreiben»

Die Automatisierung hält auch in den Redaktionen Einzug. Doch was sind die Potenziale automatisierter Textproduktion? Und wo liegen die Grenzen? Für Fachleute ist klar: Das kreative Element bleibt dem Menschen vorbehalten. Aber wie lange noch? Eine aktuelle Bestandesaufnahme zum sogenannten Roboterjournalismus. Als am 17. März 2014 die Erde in Kalifornien bebte, dauerte es nur drei Weiterlesen …

Achtung: dieser Text wurde nicht von Menschenhand verfasst!

Sollen journalistische Beiträge speziell gekennzeichnet werden, wenn sie von Computersoftware generiert wurden? Für Journalistenverbände und Medienethiker ist das keine Frage: «Robotertexte» müssen als nicht von Menschenhand verfasst ausgewiesen werden. Das gebiete allein schon die Quellentransparenz, wie sie auch sonst für den Journalismus gelte. In einer Umfrage des Medienmagazins «journalist» sprach sich eine Mehrheit der Befragten Weiterlesen …