Tag mit 69 Beiträgen

Tages-Anzeiger

Die Konzern-Chefredaktoren

Die Kandidatur von Roger Köppel als SVP-Nationalrat stellt die Frage nach seiner Unabhängigkeit als Journalist. Doch wie unabhängig sind die Chefredaktoren der grossen Medienkonzerne? Die Medienkrise hat dazu geführt, dass bei den grossen Verlagen nur noch Journalisten in Führungspositionen kommen, die bereit sind, in erster Linie die Interessen ihres Arbeitgebers verfolgen und verteidigen.

Keine Motivation mehr für den «Tagi»

Bruno Schletti, langjähriger Wirtschaftsredaktor beim Tages-Anzeiger, hat am 5. Februar sein Redaktionspult definitiv geräumt. In einem Brief an seine Ressortkollegen und die Chefredaktion hat Schletti seinen Abgang begründet und Kritik am aktuellen Kurs des Medienhauses formuliert. Die Folge von prominenten Abgängen beim Tages-Anzeiger ist auffallend.

Mehr Frauen in den Chefsesseln

Am Samstag wird im Volkshaus in Zürich das 3. Schweizer Reporter-Forum stattfinden. Die Veranstaltung ist seit Wochen ausverkauft, aber das Abschlusspodium zum Thema „Mehr Frauen in den Chefsesseln – Mission Impossible?“ wird öffentlich sein und der Eintritt gratis. Sie beginnt um 17.45 und wird bis 19 Uhr dauern. Es werden diskutieren Lisa Feldmann, Andreas Dietrich und Kathrin Bertschy, Moderation Mikael Krogerus.

«Synergien suchen, Produktivität steigern»

Mit Patrick Feuz leitet seit 15 Jahren erstmals wieder ein Berner Journalist den «Bund». Wobei Feuz, wie er im Interview sagt, nur eine halber Chefredaktor sei. Die Redaktion der Berner Tageszeitung «Der Bund» arbeitet unter dem gemeinsamen Verlagsdach von Tamedia eng mit dem Zürcher Tages-Anzeiger zusammen. Patrick Feuz über «brutalen Kostendruck» bei Tamedia, Open Journalism Weiterlesen …

Der fusionierte Chefredaktor

Ab 2016 leitet Arthur Rutishauser in Personalunion zwei der grössten Zeitungen der Schweiz. Der amtierende Chefredaktor der Sonntagszeitung wird in einem Jahr auch die Nachfolge von Res Strehle als Tages-Anzeiger-Chef antreten. Mit der faktischen Fusion der beiden Titel verabschiedet sich Tamedia vom redaktionellen Binnenpluralismus.

Ad Content

Jean-Martin Büttner: «Ich habe den besten Beruf, den es gibt»

Jean-Martin Büttner liebt Neustarts. Nun hat der langjährige Tagi-Journalist ein Buch über Anfänge veröffentlicht. Im Gespräch mit persoenlich.com kritisiert der 55-jährige Büttner, dass beim Tages-Anzeiger die Onliner weniger verdienen als Print-Journalisten. Viele seiner Kollegen gingen, weil ihre Arbeit zu wenig geschätzt werde. Er selber sei jedoch in einer komfortablen Situation.

Tschüss Traumjob

Dass Journalistinnen und Journalisten Jobs kündigen und neue annehmen, kommt oft vor. Etwas seltener geschieht dies, wenn es eigentlich ein Traumjobs war. Noch seltener nennen Kündigende die Situation in der Medienbranche als Kündigungsgrund. EDITO+KLARTEXT hat mit zwei von ihnen gesprochen.