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	<title>Zeichen setzen | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 19 Mar 2022 09:11:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Reporterin in der Ukraine: «Selbst in Afghanistan war das Risiko eher abschätzbar»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/19/reporterin-in-der-ukraine-selbst-in-afghanistan-war-das-risiko-eher-abschaetzbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2022 09:11:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsreporterin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Ukraine-Krieg mehren sich kritische Stimmen, dass teils junge Journalistinnen, Fotografen und Kameraleute unterwegs seien, die grosse Risiken eingingen. Wiederholt gab es in den letzten Tagen Meldungen von getöteten Medienschaffenden. Dies deckt sich zum Teil mit den Erfahrungen der freien Journalistin Stefanie Glinski, die zurzeit aus der Krisenregion berichtet.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Ukraine-Krieg mehren sich kritische Stimmen, dass teils junge Journalistinnen, Fotografen und Kameraleute unterwegs seien, die grosse Risiken eingingen. Wiederholt gab es in den letzten Tagen Meldungen von getöteten Medienschaffenden. Dies deckt sich zum Teil mit den Erfahrungen der freien Journalistin Stefanie Glinski, die zurzeit aus der Krisenregion berichtet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/19/reporterin-in-der-ukraine-selbst-in-afghanistan-war-das-risiko-eher-abschaetzbar/">Reporterin in der Ukraine: «Selbst in Afghanistan war das Risiko eher abschätzbar»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>So will blick.ch wieder an die Spitze</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/10/23/so-will-blick-ch-wieder-an-die-spitze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 09:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Je nach Kennzahl liegen aktuell entweder 20min.ch von Tamedia oder blick.ch von Ringier an der Spitze der meistgenutzten Online-News-Sites in der Schweiz. Peter Wälty, seit einem halben Jahr Digitalchef der «Blick»-Gruppe, will das ändern. «Wir wollen in der Deutschschweiz punkto Reichweite und Nutzungsintensität wieder die Nummer Eins unter den Medientiteln werden», sagt er gegenüber persoenlich.com. Gelingen soll der Sprung an die Spitze mit «Fokus auf Mobile-App, Smartness, Native-Community, Smart Newsroom, User Experience.» Einen ersten Vorgeschmack liefert die komplett überarbeitete Site von blick.ch, die <a href="https://beta.blick.ch/" rel="noopener" target="_blank">als Beta-Version</a> online steht. Ein wichtiges Element im Aufholrennen gegenüber der Konkurrenz von Tamedia, dem langjährigen Arbeitgeber Wältys, liegt in der App. Hier hat «Blick» massiv an Terrain verloren, weil die App ab 2010 kostenpflichtig angeboten wurde. Das sei umso fataler, so Wälty, weil App-Nutzer zu den loyalsten gehören.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Je nach Kennzahl liegen aktuell entweder 20min.ch von Tamedia oder blick.ch von Ringier an der Spitze der meistgenutzten Online-News-Sites in der Schweiz. Peter Wälty, seit einem halben Jahr Digitalchef der «Blick»-Gruppe, will das ändern. «Wir wollen in der Deutschschweiz punkto Reichweite und Nutzungsintensität wieder die Nummer Eins unter den Medientiteln werden», sagt er gegenüber persoenlich.com. Gelingen soll der Sprung an die Spitze mit «Fokus auf Mobile-App, Smartness, Native-Community, Smart Newsroom, User Experience.» Einen ersten Vorgeschmack liefert die komplett überarbeitete Site von blick.ch, die <a href="https://beta.blick.ch/" rel="noopener" target="_blank">als Beta-Version</a> online steht. Ein wichtiges Element im Aufholrennen gegenüber der Konkurrenz von Tamedia, dem langjährigen Arbeitgeber Wältys, liegt in der App. Hier hat «Blick» massiv an Terrain verloren, weil die App ab 2010 kostenpflichtig angeboten wurde. Das sei umso fataler, so Wälty, weil App-Nutzer zu den loyalsten gehören.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/23/so-will-blick-ch-wieder-an-die-spitze/">So will blick.ch wieder an die Spitze</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Auf die richtige Gliederung kommt es an</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/04/03/auf-die-richtige-gliederung-kommt-es-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2016 19:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Komma]]></category>
		<category><![CDATA[Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Gliederung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gliederung von Zahlen soll diese leserlicher machen. Nationale und internationale Schreibweisen, Duden, Heuer, DIN 5008 oder Microsoft Office kommen sich in die Quere. Sprachwerke geben meist nur unzureichend Auskunft. Die Sprache entsteht von unten nach oben, und so gilt, was Usanz ist. Ein Überblick. Zahlen werden mittels Dezimaltrenner in kleinere Einheiten unterteilt, zum Beispiel <a href="https://medienwoche.ch/2016/04/03/auf-die-richtige-gliederung-kommt-es-an/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gliederung von Zahlen soll diese leserlicher machen. Nationale und internationale Schreibweisen, Duden, Heuer, DIN 5008 oder Microsoft Office kommen sich in die Quere. Sprachwerke geben meist nur unzureichend Auskunft. Die Sprache entsteht von unten nach oben, und so gilt, was Usanz ist. Ein Überblick.<br />
<span id="more-27089"></span><br />
Zahlen werden mittels Dezimaltrenner in kleinere Einheiten unterteilt, zum Beispiel 10,5 km. Weiter können grössere Zahlen oder Zahlenfolgen optisch gegliedert werden. So zum Beispiel Telefon- und Faxnummern, Autokennzeichen, Versicherungsnummern, AHV-Nummern usw.</p>
<p><strong>Dezimaltrenner Komma</strong><br />
Die Regelung im deutschen Sprachraum ist klar, Dezimalzahlen werden bei Mengenangaben grundsätzlich mit Komma gegliedert. Das Geschriebene folgt dem Gesprochenen. Man spricht und schreibt demzufolge eins Komma fünf Liter und nicht eins Punkt fünf Liter. Dabei ist es egal, ob die Mengeneinheit abgekürzt wird oder nicht. Zudem sollten im Lauftext keine überflüssigen Nullen gesetzt werden!<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-5_neu.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-5_neu.jpg" alt="Ohne Titel 5_neu" width="450" height="167" class="aligncenter size-full wp-image-27130" /></a></p>
<p><strong>Dezimaltrenner Punkt</strong><br />
Bei Zeitangaben wird zwischen Stunden und Minuten im Grundtext ein Punkt als Dezimaltrenner eingesetzt.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-6.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-6.jpg" alt="Ohne Titel 6" width="450" height="90" class="aligncenter size-full wp-image-27112" /></a></p>
<p>Vorgeschobene Nullen sind, da bedeutungslos, zu vermeiden. In tabellarischen Auflistungen wie bei Fahrplänen oder Datums­angaben sind sie als Füllzeichen toleriert. Sie sind aber nie ­leserlicher: Weniger ist mehr.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-7.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-7.jpg" alt="Ohne Titel 7" width="450" height="167" class="aligncenter size-full wp-image-27104" /></a></p>
<p>In abgekürzten Schreibweisen, wie sie plakativ im Werbeumfeld vorkommen, wird bei Zeitangaben der Punkt gesetzt.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-8.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-8.jpg" alt="Ohne Titel 8" width="450" height="78" class="aligncenter size-full wp-image-27105" /></a></p>
<p>Bei Zeitmessungen im Sport werden der Doppelpunkt und das Komma eingesetzt.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-9.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-9.jpg" alt="Ohne Titel 9" width="450" height="71" class="aligncenter size-full wp-image-27106" /></a></p>
<p>Daten werden mit Punkt gegliedert. Werden Monate in Zahlen dargestellt, kann mit oder ohne Leerzeichen gearbeitet werden. Auch hier sind Führungsnullen erlaubt, sie werden aber nicht empfohlen, da nicht zur Lesbarkeit beitragen.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-10.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-10.jpg" alt="Ohne Titel 10" width="450" height="65" class="aligncenter size-full wp-image-27107" /></a></p>
<p>Der Schweizer Franken und der japanische Yen werden mit Punkt gegliedert, alle anderen Währungen mit Komma. Wenn im Grundtext Euro und Schweizer Franken vorkommen, werden die Gliederungszeichen der entsprechenden Länder verwendet.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-11.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-11.jpg" alt="Ohne Titel 11" width="450" height="73" class="aligncenter size-full wp-image-27108" /></a></p>
<p>In der IT und der Industrie werden Punkte zur Gliederung von Versionen verwendet.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-12.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-12.jpg" alt="Ohne Titel 12" width="450" height="77" class="aligncenter size-full wp-image-27109" /></a></p>
<p><strong>Gliederung von grösseren Zahlen</strong><br />
Ab fünf Stellen werden Ziffern im Lauftext von hinten mit einem Festwert (Achtelgeviert oder geschütztes Leerzeichen) in Dreiergruppen gegliedert. In tabellarischen Auflistungen wie Preisangaben in Offerten werden auch vierstellige Zahlen gegliedert, damit die Ziffern untereinander stehen.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-13.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-13.jpg" alt="Ohne Titel 13" width="450" height="41" class="aligncenter size-full wp-image-27110" /></a></p>
<p>In Deutschland oder im angelsächsischen Raum werden die Tausender auch mit Dezimalpunkt oder Dezimalkomma gegliedert, was in der Schweiz falsch ist. Das Dilemma besteht in Unternehmen, die international agieren. Dort sollen entsprechende Hausregeln aufgestellt werden. Durch Gliederung sollen Ziffern klar und unmissverständlich sein.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-14.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-14.jpg" alt="Ohne Titel 14" width="450" height="38" class="aligncenter size-full wp-image-27111" /></a></p>
<p>Die Gliederung von Zahlen ab fünf Stellen mittels Apostroph mogelt sich zusehends ins Deutsche. In der Typografie ist dies falsch. In der Office-Welt ist es verbreitet, Zahlen mit Apostroph zu gliedern, weil dort kein verkleinerter Abstand zur Verfügung steht. Dies ist zwar typografisch nicht ganz korrekt, wird aber weitgehend ­toleriert.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-15.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-15.jpg" alt="Ohne Titel 15" width="450" height="39" class="aligncenter size-full wp-image-27099" /></a></p>
<p>Das Gliederungszeichen für grössere Zahlen in E-Mails ist nur unzureichend dokumentiert. Wenn Sie zum Beispiel für die Zahl 200000000 ein Gliederungszeichen suchen, kommen das Leerzeichen, das Minutenzeichen oder das Apostroph infrage. Apostroph und Minutenzeichen verhindern beim Umbruch die Trennung von 200&#8217;000&#8217;000.</p>
<p>Andere Gliederungszeichen sind in der Schweiz falsch. Hier zum Beispiel sind einfache schliessende Anführungszeichen oder das Zeichen für Minuten zu sehen.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-16.jpg" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-16.jpg" alt="Ohne Titel 16" width="450" height="68" class="aligncenter size-full wp-image-27100" /></a></p>
<p>Postleitzahlen werden nicht gegliedert, nicht in der Schweiz, auch nicht in Deutschland, wo sie fünfstellig sind.<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-17.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-17.jpg" alt="Ohne Titel 17" width="450" height="40" class="aligncenter size-full wp-image-27101" /></a></p>
<p><strong>Gliederung mit Brüchen</strong><br />
Da in Office-Programmen beliebige Brüche (ausser 1/2, 1/4 und 3/4) nicht für den normalen Lauftext zur Verfügung stehen, greift man dort häufig zu der Notlösung mit Komma oder gar Punkt. In gewissen Fällen ist dies unüblich, zum Beispiel beim Kochen (1 Teelöffel respektive ½ Teelöffel) oder bei Immobilien (3½-Zimmer-Wohnung; 5½-Zimmer-Haus).<br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-x_neu.jpg" data-rel="lightbox-image-13" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/Ohne-Titel-x_neu.jpg" alt="Ohne Titel x_neu" width="450" height="66" class="aligncenter size-full wp-image-27132" /></a></p>
<p>&#8212;<br />
<strong>«Zeichen setzen!»: Buch und App</strong></p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/buchaapp.jpg" data-rel="lightbox-image-14" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26605" alt="buchaapp" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/buchaapp.jpg" width="279" height="130" /></a></p>
<p>Ralf Turtschi, <a href="http://www.zeichen-setzen.ch/" target="_blank">«Zeichen setzen!»</a>, 248 Seiten, Eigenverlag, nicht im Buchhandel erhältlich, zwei Ausgaben, für die Schweiz und für Deutsch- land/Österreich. Bestellungen: www.zeichen-setzen.ch, Fr. 48.– / € 41,12. Gratis-App für iPhone und Android im <a href="https://itunes.apple.com/hk/app/zeichen-setzen-die-app-zum/id751172895?mt=8" target="_blank">App Store</a> und in <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.agenturtschi.zeichen.android&amp;hl=de" target="_blank">Google Play</a>: «Zeichen setzen». iPad-Version in der App <a href="https://itunes.apple.com/ch/app/publisher-kiosk/id653468572?mt=8" target="_blank">«Publisher-Kiosk»</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/04/03/auf-die-richtige-gliederung-kommt-es-an/">Auf die richtige Gliederung kommt es an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine gewisse Willkür</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/01/21/eine-gewisse-willkuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2016 15:13:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Duden]]></category>
		<category><![CDATA[Ortsnamen]]></category>
		<category><![CDATA[Strassennamen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen!]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=26576</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei Strassenbeschriftungen, kommunalen Orientierungssystemen oder öffentlichen Verkehrsmitteln sind Schreibweisen nicht einfach – und schon gar nicht logisch. Über amtliche Bindestriche, durchgekuppelte Adelstitel und abkürzende Sparschreibweisen. Namensgebung und Rechtschreibung Das Recht, Namen so zu schreiben, wie man will, kollidiert manchmal mit der Rechtschreibung. Wenn die Firmen- oder Hausschreibweise oder eine überlieferte Schreibweise «St. Petersinsel» lautet, es aber <a href="https://medienwoche.ch/2016/01/21/eine-gewisse-willkuer/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Strassenbeschriftungen, kommunalen Orientierungssystemen oder öffentlichen Verkehrsmitteln sind Schreibweisen nicht einfach – und schon gar nicht logisch. Über amtliche Bindestriche, durchgekuppelte Adelstitel und abkürzende Sparschreibweisen.</p>
<p><span id="more-26576"></span><br />
<strong>Namensgebung und Rechtschreibun</strong>g<br />
Das Recht, Namen so zu schreiben, wie man will, kollidiert manchmal mit der Rechtschreibung. Wenn die Firmen-<br />
oder Hausschreibweise oder eine überlieferte Schreibweise «St. Petersinsel» lautet, es aber laut gängiger Rechtschreibung «St.-Peter-Insel» heissen würde, ist sprachliche Orientierungslosigkeit die Folge. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb man «Hans-Kaiser-Weg» durchkuppelt und St. Jakobsweg zusammenschreibt oder gutnachbarschaftlich «St. Jakobshalle» und «St. Jakob-Park» geschrieben wird. Einmal eingebürgerte Schreibweisen haben Vorrang, auch wenn sie nach <a href="http://duden.de" target="_blank">«Duden»</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Heuer" target="_blank">«Heuer»</a> falsch oder unüblich sind. Die Folge ist eine gewisse Willkür.</p>
<p><strong>Himmelsrichtungen</strong><br />
Himmelsrichtungen werden nach «Heuer» ohne Bindestrich geschrieben, der Bindestrich wird aber ebenfalls ­toleriert (nach «Duden».)</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-5.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26578" alt="Ohne Titel 5" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-5.jpg" width="460" height="83" /></a></p>
<p>Ich empfehle die einheitliche Schreibweise ohne Bindestrich, da bei solchen Zusammensetzungen auf einen Eigennamen (z. B. Glarus) eine enge Apposition (z. B. Süd) folgt.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-6.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26579" alt="Ohne Titel 6" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-6.jpg" width="460" height="95" /></a></p>
<p><strong>Räumliche Präzisierungen</strong><br />
Zusätzliche Bezeichnungen bei Ortsangaben können einen eigenständigen Namen bedeuten. Oft sind solche Fügungen mit Bindestrich amtlich festgelegt.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-7.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26580" alt="Ohne Titel 7" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-7.jpg" width="460" height="42" /></a></p>
<p>Grammatisch liegt jedoch kein Zusammenhang vor, deshalb ist in der Schweiz im Allgemeinen die Schreibweise ohne Bindestrich vorzuziehen.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-8.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26581" alt="Ohne Titel 8" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-8.jpg" width="455" height="125" /></a></p>
<p>Bei der nachgestellten Ortsbezeichnung ist der Bindestrich grammatisch sogar falsch.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-9.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26582" alt="Ohne Titel 9" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-9.jpg" width="460" height="57" /></a></p>
<p><strong>Ortsnamen</strong><br />
Der Bund führt ein <a href="http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/infothek/nomenklaturen/blank/blank/gem_liste/04.html" target="_blank">Ortschaftenverzeichnis</a>, in dem man sich im Zweifel schlau machen kann. Bei zusammengesetzten Gemeindenamen handelt es sich um Zusammenschlüsse im Sinn des gemeinsamen (politischen oder ökonomischen) Betriebs.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-10.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26583" alt="Ohne Titel 10" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-10.jpg" width="460" height="66" /></a></p>
<p>Ein Schrägstrich wir zur Verdeutlichung der Zweisprachigkeit eingesetzt. Er steht hier für «beziehungsweise». In wenigen Fällen bezeichnet er auch politische Zusammenschlüsse, wo der Schrägstrich für eine Paarformel (wie Obama/Bush) steht.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-11.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26584" alt="Ohne Titel 11" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-11.jpg" width="460" height="70" /></a></p>
<p>Um Ortsnamen zu präzisieren, wird die voll ausgeschriebene Variante empfohlen. Ausnahmsweise gelten auch Abkürzungen.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-12.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26585" alt="Ohne Titel 12" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-12.jpg" width="455" height="124" /></a></p>
<p>Es ist zur Präzisierung möglich, bei Ortsnamen den Kantons­kürzel beizufügen.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-13.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26586" alt="Ohne Titel 13" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-13.jpg" width="460" height="42" /></a></p>
<p><strong>Strassen- und Flurnamen</strong><br />
Namen geografischer Herkunft in Strassenschildern, die die Ableitung -er enthalten, werden zusammengeschrieben und nie abgekürzt. Die veraltete Abkürzung von «-Str.» für «-strasse» ist zu vermeiden. Der erste Buchstabe eines Strassennamens wird immer grossgeschrieben.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-14.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26587" alt="Ohne Titel 14" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-14.jpg" width="460" height="94" /></a></p>
<p>Mehrteilige Namen, die nicht eine Ableitung auf -er enthalten, schreibt man mit Bindestrichen, sofern keine Hausregeln angewendet werden.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-15.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26588" alt="Ohne Titel 15" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-15.jpg" width="460" height="122" /></a></p>
<p>Die Schreibweise Ae, Oe und Ue ist weit verbreitet, aber veraltet. Stattdessen sollen Ä, Ö und Ü gesetzt werden. Falls die alten ­Namen verwendet werden, wird davon abgeraten, zusätzlich die modernere Schreibweise einzuführen.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-16.jpg" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26589" alt="Ohne Titel 16" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-16.jpg" width="460" height="65" /></a></p>
<p>Sprachliche Mischformen von Deutsch und Schweizerdeutsch sind zu vermeiden.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-17.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26590" alt="Ohne Titel 17" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-17.jpg" width="460" height="45" /></a></p>
<p>Eigennamen inklusive Adelstitel oder akademischen Grads in Strassennamen werden durchgekuppelt.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-18.jpg" data-rel="lightbox-image-13" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26591" alt="Ohne Titel 18" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-18.jpg" width="450" height="60" /></a></p>
<p><strong>Hausnummern</strong><br />
Wenn mehrere Hausnummern von voneinander entfernten Liegenschaften vorn an der Strasse angekündigt werden, ist Klarheit wichtig. Das Plus- und das Et-Zeichen sind falsch, und ein Schrägstrich könnte als Bruchstrich gedeutet werden.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-19.jpg" data-rel="lightbox-image-14" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26592" alt="Ohne Titel 19" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-19.jpg" width="460" height="67" /></a></p>
<p>Kommas oder die elegant wirkenden senkrechten Striche deuten auf eine klare Auflistung.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-20.jpg" data-rel="lightbox-image-15" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26593" alt="Ohne Titel 20" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-20.jpg" width="460" height="40" /></a></p>
<p>Der Bis-Strich kann missverstanden werden, weil dann gerade und ungerade Nummern vermutet werden können.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-21.jpg" data-rel="lightbox-image-16" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26594" alt="Ohne Titel 21" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-21.jpg" width="460" height="42" /></a></p>
<p>Angefügte Buchstaben werden ohne Abstand direkt an die Zahl gesetzt.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-22.jpg" data-rel="lightbox-image-17" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26596" alt="Ohne Titel 22" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-22.jpg" width="460" height="40" /></a></p>
<p>Missverständlich sind abkürzende Sparschreibweisen. Stattdessen sind alle Hausnummern, durch Komma oder senkrechten Strich getrennt, auszuweisen.</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-23.jpg" data-rel="lightbox-image-18" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26597" alt="Ohne Titel 23" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/Ohne-Titel-23.jpg" width="460" height="145" /></a></p>
<p><small><strong>«Zeichen setzen!»: Buch und App</strong></small></p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/buchaapp.jpg" data-rel="lightbox-image-19" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26605" alt="buchaapp" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/buchaapp.jpg" width="279" height="130" /></a></p>
<p>Ralf Turtschi, <a href="http://www.zeichen-setzen.ch/" target="_blank">«Zeichen setzen!»</a>, 248 Seiten, Eigenverlag, nicht im Buchhandel erhältlich, zwei Ausgaben, für die Schweiz und für Deutsch- land/Österreich. Bestellungen: www.zeichen-setzen.ch, Fr. 48.– / € 41,12. Gratis-App für iPhone und Android im <a href="https://itunes.apple.com/hk/app/zeichen-setzen-die-app-zum/id751172895?mt=8" target="_blank">App Store</a> und in <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.agenturtschi.zeichen.android&amp;hl=de" target="_blank">Google Play</a>: «Zeichen setzen». iPad-Version in der App <a href="https://itunes.apple.com/ch/app/publisher-kiosk/id653468572?mt=8" target="_blank">«Publisher-Kiosk»</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/01/21/eine-gewisse-willkuer/">Eine gewisse Willkür</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trennungen für Fortgeschrittene</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/02/trennungen-fuer-fortgeschrittene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2015 14:39:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Grafikdesign/Typografie]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen!]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=23553</guid>

					<description><![CDATA[<p>Trennungen sind Notlösungen, wenn ein langes Wort am Schluss der Zeile keinen Platz mehr findet. Sie beeinflussen aber auch das Satzbild, denn es sind die Trennungen, die im Blocksatz grosse weisse Löcher vermindern. In Rechtschreibprogrammen sind Trennalgorithmen hinterlegt, die dafür sogen, dass die Mehrzahl der Trennungen in der deutschen Sprache richtig sind. Ansonsten gibt Duden <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/02/trennungen-fuer-fortgeschrittene/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Trennungen sind Notlösungen, wenn ein langes Wort am Schluss der Zeile keinen Platz mehr findet. Sie beeinflussen aber auch das Satzbild, denn es sind die Trennungen, die im Blocksatz grosse weisse Löcher vermindern. In Rechtschreibprogrammen sind Trennalgorithmen hinterlegt, die dafür sogen, dass die Mehrzahl der Trennungen in der deutschen Sprache richtig sind. Ansonsten gibt Duden Auskunft. Wenn aber Sonderzeichen beteiligt sind, wird es schwierig.<br />
<span id="more-23553"></span><br />
Typografisch gute Trennstellen trennen die Wortteile oder die Silben logisch. Eine Vorsilbe mit zwei Buchstaben abzutrennen, ist akzeptabel: ge-schnitten, be-kommen, ab-getrennt. Eine Silbe am Wortende mit zwei Buchstaben sollte nicht getrennt werden: hat-te, Au-ge, Schu-le, al-le. Wenn eine solche Silbe am Schluss des Absatzes steht, ist dies nicht leserlich und sieht nie gut aus.</p>
<p>Bei zusammengesetzten Wörtern kann die Trennstelle zur Beeinträchtigung des Verständnisses und zu Fehllesungen führen: Man trennt deshalb be-inhalten statt bein-halten, Auto-maten ist verständlicher als Au-tomaten, Bei-gemüse statt Beige-müse. Leider sind solche Trennungen kaum zu vermeiden oder der Aufwand, sie zu eliminieren, ist enorm gross.</p>
<h3>Trennungen am Schluss der Spalte</h3>
<p>Wenn die Trennungen nach logischen Silben erfolgen, ahnt das Hirn bei der Trennstelle bereits, wie das Wort heisst, und sucht die fehlende Silbe auf der Folgezeile oder Folgeseite. Wenn zum Beispiel am Spaltenende das Wort «Kommerzialisie-» steht, ergänzt das Hirn aus dem Kontext heraus richtig den Rest «rung». Eine (gute) Trennstelle am Schluss der Spalte ist entgegen landläufiger Meinung ein Neugierigmachen auf das, was folgt. Die Trennstelle führt gleichsam auf die neue Seite oder Spalte. Sie ist eine Einladung zum Weiterlesen und als solche zu begrüssen.</p>
<h3>Schrägstrich am Zeilenende</h3>
<p>Der Schrägstrich hat verschiedene Funktionen, er steht zum Beispiel für «je», «pro» oder «bzw.». Eine Trennstelle am Schluss der Zeile ist beim Schräg­strich wenn möglich zu vermeiden. Wenn das nicht geht, wird der Schräg­strich als Text gesetzt:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>bis 500 kWh/</strong><br />
<strong>Jahr Verbrauch</strong></td>
<td width="220"><strong>bis 500 kWh pro</strong><br />
<strong>Jahr Verbrauch</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>die alten CD-/</strong><br />
<strong>CI-Vorschriften</strong></td>
<td width="220"><strong>die alten CD- und</strong><br />
<strong>CI-Vorschriften</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
Wenn nach dem Schrägstrich ein Ergänzungsstrich eingesetzt wird, entfällt der Trennstrich und der Bindestrich kommt auf die nächste Zeile.</p>
<p><strong>Wir suchen Projektmanager/<br />
-in mit Führungserfahrung.</p>
<p></strong></p>
<p><strong>Wir hoffen, dass der HIV/<br />
-Hepatitis-Test negativ ausfallen wird.</strong></p>
<table></table>
<h3>Pluszeichen und Trennstrich</h3>
<p>Das Pluszeichen steht bei einer mathematischen Operation, die zur Not getrennt wird, auf der oberen Zeile 3 + 5 +|4 + 1 = 8. Bei Wendungen, bei denen das Pluszeichen integriert ist, wird ein Trennstrich gesetzt. Besser sind allerdings andere Wendungen wie Generation 60+ anstelle von 60+-Generation.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>Verkauf von DAB+</strong><br />
<strong>Empfängern</strong></td>
<td width="220"><strong>Verkauf von DAB+-</strong><br />
<strong>Empfängern</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>Die grosse 60+</strong><br />
<strong>Generation</strong></td>
<td width="220"><strong>60+-</strong><br />
<strong>Generation</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><h3>Apostroph und Trennstrich</h3>
<p>Wörter mit Apostroph können Trennprobleme verursachen, wenn sie mit Erweiterungen gekuppelt sind, zum Beispiel die Verbindung «Rock ’n’ Roll» und «Schuppen». Wenn die Trennstelle nach ’n’ anfällt, wie trennt man dann? Der Apostroph verhält sich gleich wie das durch ihn ersetzte Teil. Bei Ku’damm ist Ku<span style="color: blue;">rfürsten</span>damm gemeint. Das ausgeschriebene Wort trennt man mit Divis: Ku<span style="color: blue;">rfürsten</span>-damm. Der Apostroph ersetzt <span style="color: blue;">rfürsten</span>, man trennt ebenfalls mit Divis: Ku’-damm.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>beim «Rock ’n’</strong><br />
<strong>Roll»-Schuppen</strong></td>
<td width="220"><strong>beim Rock-’n’-</strong><br />
<strong>Roll-Schuppen</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<strong>auf dem Ku’-<br />
damm shoppen</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>die Parkinson’-</strong><br />
<strong>sche Krankheit</strong></td>
<td width="220"><strong>die parkinson-</strong><br />
<strong>sche Krankheit</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><h3>Et-Zeichen und Trennstrich</h3>
<p>Das Et-Zeichen wird als Kaufmanns-Und bezeichnet, es wird nur bei Firmen- und Markennamen richtig eingesetzt, zum Beispiel bei Meier &amp; Müller AG. Was ist korrekt, wenn eine Trennstelle gleich nach dem Et-Zeichen ansteht? Einzelne Buchstaben sollte man generell nicht abtrennen. Bei der Marke B &amp; B wird das Et-Zeichen mit geschütztem Leerschlag abgesetzt. Auch ausgeschrieben heisst es mit Leerschlag Bed &amp; Breakfast – es gibt keinen Trennstrich. Wenn ein Zusatz dazugestellt wird, entfällt der Zwischenraum: B&amp;B-Unterkünfte ist leserlicher als B-&amp;-B-Unterkünfte. Oft ist eine Umformulierung besser: Energie-&amp;-Wasser-Abteilung wird ersetzt durch Abteilung Energie &amp; Wasser.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong><s>Gesucht junge H&#038;-</s></strong><br />
<strong><s>M-Verkäuferin.</s></strong></td>
<td width="220"><strong>Die englische B&#038;B</strong><br />
<strong>Kette ist hier.</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>Energie-&#038;-</strong><br />
<strong>Wasser-Abteilung</strong></td>
<td width="220"><strong><s>Die Abercrombie&#038;-</s></strong><br />
<strong><s>Fitch-Filiale schliesst.</s></strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><h3>Halbgeviertstrich am Zeilenende</h3>
<p>Bei der abgekürzten Schreibweise ist der Bis-Strich sehr verbreitet: 0,0–0,5‰, 4–6 Stück, 4½–5½-Zimmer-Wohnung. Er sollte grundsätzlich nur zwischen Zahlen stehen (mit ein paar wenigen Ausnahmen). Wie ist zu verfahren, wenn dieser Bis-Strich am Zeilenende steht? Kommt dann ein zusätzliches Divis als Trennstrich hinzu? Nein, der Halbgeviertstrich wird nicht mit einem Trennstrich kombiniert. Er wird durch das Wort «bis» ­ersetzt.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>Wir suchen eine 4½- bis</strong><br />
<strong>5½-Zimmer-Wohnung. </strong></td>
<td width="220"><strong>25 000 bis</strong><br />
<strong>30 000 Euro</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>Die Stelle ist für 80 bis</strong><br />
<strong>100% ausgeschrieben.</strong></td>
<td width="220"><strong>von 8 bis</strong><br />
<strong>17 Uhr offen</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
Wenn der Streckenstrich in einer Fügung das Vorderglied einer Zusammensetzung darstellt, wird ein Bindestrich anstelle eines Streckenstriches gesetzt.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong><s>die Erde–</s></strong><br />
<strong><s>Mars-Mission</s></strong></td>
<td width="220"><strong>die Erde-</strong><br />
<strong>Mars-Mission</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><h3>Kombination von Zahlen und Buchstaben</h3>
<p>Zahlen und Buchstaben, die zusammen feste Begriffe ausmachen, werden zusammengeschrieben, wobei «feste Begriffe» ­relativ fliessend ist. Beim A4-Blatt ist klar, dass A-4-Blatt weniger komfortabel ist. Bei der Marke 3M oder bei Audi A6 hat sich die Schreibweise ohne Abstand durchgesetzt. Ich bevorzuge die einfachere und zusammengeschriebene Schreibweise: G20 (Gruppe der 20), 3D-Drucker, A5-Baustelle.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="220"><strong>alles für die Ü40-</strong><br />
<strong><s>Generation</s></strong></td>
<td width="220"><strong>Resultate am G20-</strong><br />
<strong>Gipfel waren keine …</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><h3>Mc und Trennungen</h3>
<p>Die angelsächsischen Namen mit einem abgekürzten «Mc» sind in aller Munde – doch wie trennt man diese? Es steht ein Divis.</p>
<p>
<strong>Die amerikanische Burgerkette Mc-<br />
Donald’s hat starke Konkurrenz erhalten.</strong></p>
<p><h3>Klammern und Trennungen</h3>
<p>Der Einschub «(Frauen-)Rentenalter» in Klammern wird mit Trennstrich getrennt.</p>
<p>
<strong>… gegen ein höheres (Frauen-)-<br />
Rentenalter stimmte der Rat …</strong></p>
<p>&#8212;<br />
<strong>«Zeichen setzen!»: Buch und App</strong></p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/buchaapp.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26605" alt="buchaapp" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/01/buchaapp.jpg" width="279" height="130" /></a></p>
<p>Ralf Turtschi, <a href="http://www.zeichen-setzen.ch/" target="_blank">«Zeichen setzen!»</a>, 248 Seiten, Eigenverlag, nicht im Buchhandel erhältlich, zwei Ausgaben, für die Schweiz und für Deutsch- land/Österreich. Bestellungen: www.zeichen-setzen.ch, Fr. 48.– / € 41,12. Gratis-App für iPhone und Android im <a href="https://itunes.apple.com/hk/app/zeichen-setzen-die-app-zum/id751172895?mt=8" target="_blank">App Store</a> und in <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.agenturtschi.zeichen.android&amp;hl=de" target="_blank">Google Play</a>: «Zeichen setzen». iPad-Version in der App <a href="https://itunes.apple.com/ch/app/publisher-kiosk/id653468572?mt=8" target="_blank">«Publisher-Kiosk»</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/02/trennungen-fuer-fortgeschrittene/">Trennungen für Fortgeschrittene</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anführungszeichen: Verwechslungsgefahr!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/08/19/anfuehrungszeichen-verwechslungsgefahr/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2014/08/19/anfuehrungszeichen-verwechslungsgefahr/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2014 07:52:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Anführungszeichen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=20740</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Anführungs- und Schlusszeichen werden oft mit Akzenten, mit Zollzeichen oder mit den mathematischen Zeichen für «grösser als» oder «kleiner als» verwechselt. In ganz Europa herrscht grenzenlose Vielfalt. Neben den Guillemets «…» werden auch die Gänsefüsschen „…“ verwendet. Man spricht von öffnenden und schliessenden, von primären und sekundären Anführungszeichen. Die verflixten Kringel sind im Grundtext <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/19/anfuehrungszeichen-verwechslungsgefahr/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anführungs- und Schlusszeichen werden oft mit Akzenten, mit Zollzeichen oder mit den mathematischen Zeichen für «grösser als» oder «kleiner als» verwechselt. In ganz Europa herrscht grenzenlose Vielfalt.<br />
<span id="more-20740"></span><br />
Neben den Guillemets «…» werden auch die Gänsefüsschen „…“ verwendet. Man spricht von öffnenden und schliessenden, von primären und sekundären Anführungszeichen. Die verflixten Kringel sind im Grundtext auf dem Screen fast nicht zu unterscheiden, und sie verstecken sich je nach System und Tastatur an unterschiedlichen Orten. Wie bei vielen Sonderzeichen gilt auch hier: eine grafische Annäherung ist immer noch falsch.</p>
<p>Anführungszeichen werden bei der direkten Rede, bei Zitaten, bei Marken und Namen verwendet sowie um bestimmte Textstellen auszuzeichnen. In der Schweiz werden für deutschen, französischen und italienischen Text die winkelförmigen Guillemets eingesetzt, mit den Spitzen gegen aussen gerichtet. Sie werden ohne Abstand gesetzt.</p>
<p>Die Anführungszeichen stehen bei der direkten Rede und bei ­Zitaten.</p>
<h2><small>Manser schrie: «Das werdet ihr büssen!»</small></h2>
<p>Die Anführungszeichen stehen bei Buch-, Werk- und Zeitungstiteln.</p>
<h2><small>Ich lese Martin Suters «Business Class».</small></h2>
<p>Die Anführungszeichen stehen auch bei bestimmten Eigen­namen, etwa bei Schiffs- oder Gebäude­namen, wenn die nähere Bezeichnung fehlt, oder bei Erklärungen von Software. Sie sollten jedoch möglichst sparsam verwendet werden. Die Begriffe können auch typografisch, beispielsweise kursiv, ausgezeichnet werden. Eine Kumulierung von typografischer Auszeichnung und An­führungen ist zu vermeiden.</p>
<h2><small>Die «Costa Concordia» lief auf Grund.</small></h2>
<p>aber </p>
<h2><small>Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia lief auf Grund.</small></h2>
<p>Wenn einzelne Wortteile ironisierend sein sollen, können Anführungs­zeichen gesetzt werden.</p>
<h2><small>Immer kommst du mit deinem «Kopfweh».</small></h2>
<p>Wenn Frage- oder Ausrufezeichen zum angeführten Satz ge­hören, dann stehen sie innerhalb der Anführungszeichen.</p>
<h2><small>Sie fragte: «Wann kommst du nach Hause?»</small></h2>
<p>Wenn der Begleitsatz nach dem angeführten Satz steht, folgt nach dem Schlussz­eichen ein Komma. Man merke sich: Komma und Strichpunkt ­stehen immer nach dem Schlusszeichen.</p>
<h2><small>«Jetzt hast du aber genug getrunken!», mahnte die besorgte Mutter.</small></h2>
<p>Die angeführte direkte Rede wird mit eingeschobenen Kommas unter­brochen.</p>
<h2><small>«Wir werden nächstes Jahr», und da bin ich mir ganz sicher, «höhere Strompreise ­erleben!»</small></h2>
<p>______<br />
Exkurs:</p>
<h1>Guillemets und Gänsefüsschen</h1>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2014/08/bild1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2014/08/bild1.jpg" alt="" title="" width="460" height="977" class="alignleft size-full wp-image-20747" /></a></p>
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		<item>
		<title>Money, money, money …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2014 07:39:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibweise]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Währung]]></category>
		<category><![CDATA[Grafikdesign/Typografie]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Schwarzgeld gibt es neuerdings keine Interpretationsmöglichkeiten mehr. Für die Schreibweise von Währungsangaben gilt das schon länger. Doch in der Praxis ist die Verwirrung gross. Der Wildwuchs im Text grassiert vor allem deshalb, weil die Amerikaner anderer Meinung sind als die Schweizer. Im Grundtext wird hierzulande nach Duden verfahren, nicht nach Excel und nicht nach <a href="https://medienwoche.ch/2014/07/04/money-money-money/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Schwarzgeld gibt es neuerdings keine Interpretationsmöglichkeiten mehr. Für die Schreibweise von Währungsangaben gilt das schon länger. Doch in der Praxis ist die Verwirrung gross. Der Wildwuchs im Text grassiert vor allem deshalb, weil die Amerikaner anderer Meinung sind als die Schweizer.<br />
<span id="more-20474"></span><br />
Im Grundtext wird hierzulande nach Duden verfahren, nicht nach Excel und nicht nach internationalem Bankenstandard. So werden Zahlen ab fünf Ziffern mit einem kleinen Festwert (Achtelgeviert) getrennt. Wo kein Achtelgeviert zur Verfügung steht, setzt man einen geschützten Leerschlag. In tabellenartigen Auflistungen werden auch vierstellige Zahlen gegliedert.<small></p>
<h2>4000 Franken    50 000 Franken    50 000 Franken</h2>
<p></small> Die Gliederung von Zahlen nach ausländischer Manier ist im deutschen Grundtext falsch. Im internationalen englischen Sprachgebrauch werden Zahlen durchaus nach internationalen Standards gegliedert. Welche Regeln zur Anwendung gelangen sollten, ist je nach Unternehmen anders. Es gilt das Gebot der Einheitlichkeit. <strike><small></p>
<h2>50.000 Franken    50&#8217;000 Franken</h2>
<p></small></strike> Die Gliederung der Zahlen hat mit Erkennbarkeit zu tun und mit dem Trennprogramm. Bei normalen Leerschlägen als Trennzeichen wird eine mehrstellige Zahl getrennt, das heisst auf die neue Zeile umbrochen, was ein grober Fehler ist und in Online-Medien mit der reduzierten Formatierungsmöglichkeit zu Problemen führen kann. Der Apostroph hat bei der Zahlengliederung nichts verloren, denn er steht bekanntlich für einen ausgefallenen Buchstaben oder für einen ausgefallenen Wortteil. Der Apostroph ist insofern heikel, weil oft nicht einmal der richtige Apostroph zum Einsatz kommt und alle möglichen Strichlein für die Gliederung eingesetzt werden. Wenigstens bewirkt der Apostroph, dass die Zahl nicht umbrochen wird.  <strike><small></p>
<h2>60ʼ000    60‵000    60′000    60`000</h2>
<p></small></strike> Grössere Beträge sind einfacher leserlich, wenn sie mit Mio. oder Mia. (auch Mrd.) abgekürzt werden. <small></p>
<h2><strike>245 000 000</strike>    245 Mio.    <strike>376 500 000 000</strike>    3,765 Mrd.</h2>
<p></small> Englisch ist nicht deutsch. Im Deutschen: Million, Milliarde, Billion, Billiarde. Im Englischen Milion, Billion, Trillion. Im US-English ist die Trillion identisch mit der deutschen Billion, im British-English steht Trillion sowohl für Milliarde als auch für Billion. Achtung bei Übersetzungen!</p>
<p>Zahlen werden in der Schweiz grundsätzlich mit Komma (nicht mit Punkt) in Untereinheiten gegliedert. <small></p>
<h2>67,3 Mio. Franken     <strike>67.3 Mio. Franken</strike>     15,6%    <strike>15.6%</strike></h2>
<p></small> Bei den Währungen gelten in der Schweiz leider andere Regeln als im umliegenden Europa. In der Schweiz werden wie in Japan Währungsangaben immer mit Dezimalpunkt nicht mit Dezimalkomma gegliedert werden. <small></p>
<h2>Fr. 125.60     <strike>Fr. 125,60</strike>     ¥ 50.–</h2>
<p></small> Im Euroraum und den anderen Ländern werden die Währungsangaben mit Komma gegliedert. <small></p>
<h2>€ 125,60    <strike>€ 125.60</strike>    USD 19,90    £ 9,90</h2>
<p></small> Wenn die Untereinheit Rappen ausfällt, wird zur Gliederung ein Halbgeviert­strich eingesetzt, nicht jedoch zwei Bindestriche, die ins Schreibmaschinenzeitalter gehören. Auch der lange Geviertstrich ist falsch. <small></p>
<h2><strike>Fr. 100.&#8211;</strike>    <strike>Fr. 100.—</strike></h2>
<p></small> Somit sind wir bei den Währungseinheiten. Franken und Rappen werden im Grundtext mit Punkt abgekürzt, auch wenn der Blick in den Titeln (aus Platzgründen?) auf den Abkürzungspunkt verzichtet. Da ist dann zum Beispiel von 400 Mrd Fr die Rede. Im Titel ohne Abkürzungspunkt, im Text mit Abkürzungspunkt: das verletzt das Gebot der Einheitlichkeit. SFR, SFr oder sFr. sind falsch. <small></p>
<h2>Fr.    Rp.   CHF     <strike>sFr.</strike>     <strike>SFr.</strike>      <strike>SFR.</strike></h2>
<p></small> Die Abkürzung CHF ist der ISO-4217-Währungscode in der Finanzwelt für Schweizer Franken. CHF wirkt im Grundtext von der Leserlichkeit her wie ein Fremdkörper. «Man schreibt so, wie man liest» ist damit weniger gut möglich. «Der Dieb klaute CHF 20.–» tönt etwa so, wie wenn er den Betrag aus dem Bankomaten bezogen hätte. «Der Dieb klaute zwanzig Franken» ist sprachlich passender. CHF hat etwas mit Banken, Währungssystemen oder Tabellen zu tun. Fr. passt besser zu Rechnungen, Offerten und in den Grundtext.</p>
<p>Wie steht es mit Euro? EUR ist der internationale Währungscode, der bei uns häufig angewendet wird. Offiziell gibt es das Euro-Zeichen €, genauso wie es ein Zeichen für US-Dollar ($), Pfund (£) und Yen/Yuan (¥) gibt. Mittlerweile sollten alle Schriften mit dem Eurozeichen ausgestattet sein. EURO ist in diesem Sinn keine Abkürzung und wird nicht versal gesetzt, die ausgeschriebene Variante heisst Euro. Die Abkürzung für Eurocent (der Währungsunion angeschlossenen Länder) ist c oder ct (ohne Punkt). Die einzelnen Länder haben eigene Namen für den Cent. In Frankreich rechnet man mit dem Centime, abgekürzt ct. (mit Abkürzungspunkt). Die Einheit Cent bildet in der Mehrzahl kein Mehrzahl-s, es heisst 80 Cent, nicht 80 Cents.</p>
<p><strong>Wo steht die Währung?</strong><br />
Bei ganzen Beträgen, also ohne Dezimaltrenner, steht die Währungsangabe abgekürzt (Fr., Rp., CHF) oder ausgeschrieben hinter der Zahl. <small></p>
<h2>100 Franken   10 Rappen   2000 CHF   3 Fr.   80 Rp.<br />
<strike>Franken 100</strike>     80 Euro     45 Cent</h2>
<p></small> Bei Beträgen mit Dezimalpunkt wird die Währung abgekürzt (nicht ausgeschrieben) vorangestellt. Zwischen Währung und Zahl steht ein geschützter Leerschlag. <small></p>
<h2>Fr. 100.–   Fr. –.80   Fr. 0.–   Fr. 2.50<br />
CHF 67.–    CHF –.80   CHF 0.–   CHF 2.50     <strike>2.50 CHF</strike></h2>
<p></small> Werden in einem Schweizerischen Text beide Währungen gesetzt, gilt die Schreibweise des jeweiligen Landes. <small></p>
<h2>«Ich habe nur noch Fr. 20.– und € 200,– bei mir!»</h2>
<p></small> Die Verwendung eines Betrages mit Dezimalpunkt aber ohne Währungsangaben ist falsch.<br />
<small></p>
<h2><strike>Das Billett kostet 200.–.</strike>    Das Billett kostet Fr. 200.–</h2>
<p></small> In tabellarischen Auflistungen kann der Wert null nach dem Punkt (oder Komma) anstelle des Halbgeviertstriches mit zwei Nullen geführt werden.  <small></p>
<h2>Fr. –.–   CHF 0.–   CHF 25.00   Fr. –.00</h2>
<p></small> Dies kann jedoch zu Unleserlichkeit führen. Beachten Sie den Unterschied: <small></p>
<h2>CHF 2345.00    Fr. 2345.–<br />
CHF 7505.00    Fr. 7505.–<br />
CHF 5670.00    Fr. 5670.–<br />
CHF 3000.00    Fr. 3000.–</h2>
<p></small></p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong><br />
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			</item>
		<item>
		<title>Strich ist nicht gleich Strich</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/06/03/strich-ist-nicht-gleich-strich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2014 12:39:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Bindestrich]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenstrich]]></category>
		<category><![CDATA[Halbgeviertstrich]]></category>
		<category><![CDATA[Trennstrich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der sogenannte Halbgeviertstrich wird multifunktional eingesetzt: als Gedankenstrich, Aufzählungsstrich, Streckenstrich, Bis-Strich, als Ersatzzeichen bei Währungen (für Rp. oder Cent), als Strich für «gegen» oder als Minuswert vor Ziffern und bei Subtraktionen. Ob mit oder ohne Abstand – der Halbgeviertstrich hilft, sich kurz zu halten und die Leserlichkeit zu erhöhen. Der Halbgeviertstrich ist so breit wie <a href="https://medienwoche.ch/2014/06/03/strich-ist-nicht-gleich-strich/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der sogenannte Halbgeviertstrich wird multifunktional eingesetzt: als Gedankenstrich, Aufzählungsstrich, Streckenstrich, Bis-Strich, als Ersatzzeichen bei Währungen (für Rp. oder Cent), als Strich für «gegen» oder als Minuswert vor Ziffern und bei Subtraktionen. Ob mit oder ohne Abstand – der Halbgeviertstrich hilft, sich kurz zu halten und die Leserlichkeit zu erhöhen.<br />
<span id="more-19924"></span><br />
Der Halbgeviertstrich ist so breit wie eine Ziffer, damit deutlich breiter als der Bindestrich. Auf der Windows-Tastatur liegt er unter Alt + 0150 (auf dem Nummernblock), auf der Mac-Tastatur unter Alt + Bindestrich. Den Namen hat er aus der Bleisatzzeit, wo das Geviert ein Leerraum in der Schriftgrösse war.</p>
<p>Der Halbgeviertstrich wird eingesetzt als Gliederungszeichen ­(anstelle eines Kommas) und um Unausgesprochenes, nur in Gedanken Vorhandenes anzuzeigen (wie ein Aus­lassungszeichen). Er kann auch anstelle des Doppelpunktes stehen, um eine höhere Spannung zu erreichen, oder bei Einschüben. Ferner steht er oft zwischen Rede und Gegenrede, wenn der Wechsel nicht durch eine neue Zeile gekennzeichnet ist. Vor und nach dem Gedankenstrich steht ein Leerzeichen, ausser es folgt ihm ein Satzzeichen.<br />
<strong>Man kann eines nicht behaupten – es habe an der Intelligenz gemangelt.</strong><br />
<strong>Das Wetter war – in seiner Betrachtungsweise – die ganze Zeit miserabel.</strong> Einschub in Hauptsatz: ohne Komma<br />
<strong>Er war weg – beim Sport –, als es geschah.</strong> Einschub am Ende des Hauptsatzes, der mit Komma vom Nebensatz getrennt wird.<br />
<strong>«Hast du heute schon gefrühstückt?» – «Nein.»</strong><br />
<strong>Sei bloss still, sonst –!</strong></p>
<p>Der Halbgeviertstrich wird als Ersatzzeichen für die Präposition «gegen» mit einem geschützten Leerzeichen davor und einem Leerzeichen danach gesetzt.<br />
<strong>der Final Real Madrid – Atlético Madrid</strong><br />
<strong>das Doppel Federer/Wawrinka – Nadal/Ferrer</strong></p>
<p>Als Zeichen für « bis » steht der Halbgeviertstrich ohne Wortzwischenraum ­zwischen zwei Ziffern.<br />
<strong>Ich verreise 5–6 Tage.   Ich traf ihn 6–9-mal in der Bar.</strong><br />
<strong>Der mutmassliche Täter ist 45–50 Jahre alt.</strong><br />
<strong>Die Steuerlast beträgt 400 000–500 000 Franken.</strong></p>
<p>Für die Präposition « bis » wird kein Halbgeviertstrich eingesetzt, wenn ausser Zahlen auch Wörter involviert sind oder wenn « bis » zwischen Wörtern steht. Zwischen abgekürzten Wochentagen wird der Halbgeviert­strich toleriert.<br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">2. Mai 1934 – 6. März 2013</span>   2. Mai 1934 bis 6. März 2013</strong><br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">Sa, 3.5.–Mo, 5.5.</span>   Sa, 3.5., bis Mo, 5.5.</strong><br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">Freitag–Montag frei</span>   Freitag bis Montag frei</strong><br />
aber <strong>Fr–Mo frei   Bettenstation: B–E</strong><br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">Der Seegang war ruhig–mässig</span>   … ruhig bis mässig</strong><br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">Hauptsaison Mai–August</span></strong></p>
<p>In der zweiteiligen Formel « von … bis (zum) » darf « bis (zum) » nicht durch einen Halbgeviertstrich ersetzt werden.<br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">von 16–24 Uhr offen</span>   von 16 bis 24 Uhr offen</strong><br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">Ferien vom 16.–30. Mai</span>   Ferien vom 16. bis zum 30. Mai</strong><br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">alles von A–Z</span>   alles von A bis Z</strong></p>
<p>Die Masseinheit steht nur bei der letzten Ziffer.<br />
<strong>4–6 St.   <span style="text-decoration: line-through;">4 St.–6 St.</span></strong><br />
<strong>2½–3½ Zimmer   <span style="text-decoration: line-through;">2½ Zimmer–3½ Zimmer</span></strong><br />
<strong>2,4–2,6 cm   <span style="text-decoration: line-through;">2,4 cm–2,6 cm</span></strong></p>
<p>Der Halbgeviertstrich wird als Minus- oder Wertzeichen ohne Leerschlag eingesetzt.<br />
<strong>Die Temperatur fiel auf –3 Grad.</strong><br />
<strong>Der Aktienindex steht bei –5 %.</strong></p>
<p>Bei mathematischen Operationen wird der Halbgeviertstrich mit Leerschlag eingesetzt.<br />
<strong>13 – 8 = 5</strong></p>
<p>Der Halbgeviertstrich wird in Verbindungen im Sinn von « mit », ­«zwischen … und », « von … zu », « von … nach » eingesetzt, und zwar ohne Leer­zeichen. Wird der Strich zwischen Orten eingesetzt, wird er auch als Streckenstrich bezeichnet.<br />
<strong>die Verhandlungen USA–Schweiz </strong>   (… USA mit der Schweiz)<br />
<strong>das Gezänk Links–Rechts </strong>   (… zwischen Links und Rechts)<br />
<strong>die Achse Nord–Süd </strong>   (… von Nord nach Süd)<br />
<strong>die Reise Erde–Mars </strong>   (… von der Erde zum Mars)<br />
<strong>die Hochgeschwindigkeitsstrecke Peking–Kanton</strong></p>
<p>Wenn eine solche Fügung das Vorderglied einer Zusammensetzung darstellt, wird ein Bindestrich, nicht ein Halbgeviertstrich, gesetzt.<br />
<strong>die Bern-Lötschberg-Simplon-Strecke</strong><br />
<strong>die Zürich-St.-Gallen-Autobahn</strong></p>
<p>Bei mehrwortigen Begriffen mit Abstand kann aus optischen Gründen vor und nach dem Streckenstrich ebenfalls ein Abstand gesetzt werden. ­Geschützte Leerschläge verhindern unschöne Zeilenumbrüche.<br />
<strong>Die Strecke Bern–Hasle-Rüegsau</strong><br />
<strong>Yverdon-les-Bains–Biel/Bienne</strong><br />
<strong>Zürich HB – Altstetten Nord</strong><br />
<strong>La Chaux-de-Fonds – La Brévine</strong><br />
<strong>Basel St. Jakob – Weil am Rhein</strong></p>
<p>Bei Währungsangaben steht der Halbgeviertstrich als Ersatz für Nullen vor und nach dem Dezimalzeichen. Zwei einzelne Bindestriche stammen aus dem Zeitalter der Schreibmaschine – sie sind falsch. Bei Auslandwährungen wird das Dezimalkomma gesetzt. Nur japanische Yen und Schweizer Franken haben den Dezimalpunkt.<br />
<strong>Fr. –.95   EUR 425,–   USD 300,–   JPY 200.–</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Irrsinn ohne Leerschlag</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/05/08/irrsinn-ohne-leerschlag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2014 07:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Leerschlag]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gallen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kanton Sankt Gallen vergreift sich an der Rechtschreibung. Selbstbewusst und in bester Kantönligeist-Manier verzichtet er auf den Zwischenraum nach dem abgekürzten «St.» und schreibt sich seit vier Jahren nur noch St.Gallen. Die Extrawurst ist nicht nur sprachlich falsch, sie schmeckt auch typografisch nicht. Sprachlich ist der Fall glasklar. Bei zweiteiligen Namen wie Sankt Gallen, <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/08/irrsinn-ohne-leerschlag/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kanton Sankt Gallen vergreift sich an der Rechtschreibung. Selbstbewusst und in bester Kantönligeist-Manier verzichtet er auf den Zwischenraum nach dem abgekürzten «St.» und schreibt sich seit vier Jahren nur noch St.Gallen. Die Extrawurst ist nicht nur sprachlich falsch, sie schmeckt auch typografisch nicht.<br />
<span id="more-19517"></span><br />
Sprachlich ist der Fall glasklar. Bei zweiteiligen Namen wie Sankt Gallen, Sankt Fiden, Sankt Georgen, Sankt Otmar oder Sankt Margrethen darf «Sankt» mit «St.» abgekürzt werden. Der Begriff bleibt auch mit der Abkürzung zweiteilig, er besteht aus zwei unabhängigen Wörtern. Solche Abkürzungen existieren auch anderen Sprachen: Santa, Santo, San, Sainte (St-Aubin, St-Ursanne). Die heiligen Orte sind wie auf einem Streuselkuchen über ganz Europa verteilt. Im Deutschen wird ein Name mit dem vorangestellten «St.» in zwei Wörtern – mit Abstand getrennt – geschrieben. Die Usanzen der Schriftsprache gelten von Hamburg bis ins Südtirol. Mit Ausnahme des Kantons St. Gallen.</p>
<h3>«Das einheitliche Erscheinungsbild ermöglicht Imagetransfer und Synergie.»</h3>
<p>In den <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2014/05/sg_grundelemente_m_110108.pdf">Gestaltungsrichtlinien des Kantons St. Gallen von 2010</a> wird (im Kapitel Typografie!) die Schreibweise vorgeschrieben: kein Leerschlag zwischen «St.» und «Gallen». Unter Geltungsbereich wird festgelegt: «Das einheitliche Erscheinungsbild gilt für die ganze Kantonsverwaltung. Es gilt sodann für das Kantonsgericht und das Verwaltungsgericht. Auch der Kantonsrat unterstellt sich dem Geltungsbereich. Einzige Ausnahmen sind interkantonale Gremien sowie Institutionen, die über eine eigene Rechtspersönlichkeit verfügen, also die selbständigen öffentlich-rechtlichen Anstalten.» In bestem Marketingslang wird weiter behauptet: «Das einheitliche Erscheinungsbild ermöglicht Imagetransfer und Synergie; die Kommunikation aller Ebenen verstärkt sich gegenseitig. Auch die Kosten sinken – nicht zu Beginn, weil die Einführung Initialkosten verursacht. Danach aber fallen teure Einzelmassnahmen und Sondergestaltungen weg. Die Pflege unterschiedlichster Erscheinungsbilder ist kostspielig – die Vereinheitlichung bringt namhafte Einsparungen.»</p>
<p>Wie bitte? Man hat ja nichts gegen Markenverständnis und Einheitlichkeit. Wer aber in Staates Namen sprachlichen Gepflogenheiten aufmischt, ist sich wohl nicht ganz bewusst, was er damit auslöst. Im Kielwasser des Staates schwimmen eine ganze Reihe von Institutionen, welche dieses aufmüpfige Gebaren mittragen: St.Galler Kantonalbank, FC St.Gallen, Bistum St.Gallen, St.Galler Tagblatt. Gefühltes Erbarmen mit den Medienschaffenden der Ostschweiz, welche Gewissenskonflikte muss St. Gallen für gelernte Korrektoren und Korrektorinnen bedeuten! Es gibt ja nichts gegen Schreibweisen des Logos einzuwenden, aber wenn eine abartige Schreibweise im normalen Gebrauch amtlich verordnet wird, dann liegt eine andere Qualität vor. Irgendwie erinnert der kollektive Widerstand gegen das Deutsche an «Asterix und die St. Gallier».</p>
<h3>Gilt die Regel auch, wenn Zürcher Journalistinnen über St. Gallen schreiben?</h3>
<p>Die Frage ist nicht: Hats einen Abstand oder keinen? Vielmehr fragen wir uns: Bei welchen Namen mit «St.» wird ein Abstand gesetzt und bei welchen nicht? Denn nicht alle schlurfen untertänig mit, es gibt auch sprachlich vernünftige Köpfe. Und wie soll man Google beibringen, dass in jedem GPS St. Gallen ohne Abstand geschrieben wird? Wie bringt man der Swiss Football League bei, dass «FC St. Gallen» ohne Abstand geschrieben wird? Gilt die Regel auch, wenn Zürcher Journalistinnen über St. Gallen schreiben? Oder wird das St. Galler Tagblatt ausserhalb der Kantonsgrenzen mit Abstand, im Kanton ohne Abstand verkauft? Auf der Website lümmeln beide Schreibweisen unmotiviert herum. Wie bringt eine Lehrperson seinen Schülern bei, dass St. Gallen ohne Abstand zu schreiben sei, St. Fides hingegen mit? Wie sollen nun Landeskarten beschriftet werden, wie verhält es sich bei Autobahnbeschriftungen innerhalb und ausserhalb des Kantonsgebietes? Wie bringt man den Nachbarn ennet der Grenze bei, Strassenschilder doch bitte ohne Abstand zu schreiben? Wie verhält es sich mit weiteren Begriffen: St.-Gallen-Strasse, St.Gallen-Strasse oder St.Gallenstrasse. Heisst es St.Gallen-Problem oder St.-Gallen-Problem? Wie werden alle Datensätze, die einen Abstand aufweisen, migriert? Wie adressiert der Kanton einen Brief nach St. Gallen?</p>
<p>Jeder denkfähige oder zumindest googelnde Mensch folgert, dass dieser typografische Windabgang zu mehr Verwirrung führt, als dass damit ein starker Markenauftritt erreicht wird. Nun liesse sich einwenden, man könne ja beide Schreibweisen gelten lassen, ein bisschen sprachliche Toleranz würde uns gut tun, und überhaupt sei dies eine Lappalie in Anbetracht von Krim-Krise und Gripen-Abstimmung. Okay, stellen wir den Duden in die Stiftsbibliothek, wo er als alterdümmliches Regelwerk sein Auskommen haben wird.</p>
<h3>Nicht unbedingt das, was wir Schreibenden vom Staat erwarten</h3>
<p>Man kann es auch anders sehen: Wer schreibt, ist froh, Regelwerke vorzufinden, denn Wildwuchs fördert weder die sprachliche Schärfe noch das gegenseitige Verständnis. Wir alle haben mit Tippfehlern schon genug zu tun. Regeln sollen die Verständigung erleichtern, nicht erschweren. Sprachliche Ausnahmen-Willkür, verankert durch die Hintertür eines Gestaltungsmanuals, ist nicht unbedingt das, was wir Schreibenden vom Staat erwarten.</p>
<p>Ein Interessantes gedankliches Experiment: Jedermann schreibt nach eigenen Gutdünken. Man könnte (Geltungsbereich nur innerhalb der kantonalen Verwaltung) alle Kommas weglassen, welch ein Segen! Oder die Zürcher schreiben nun Zurich, so wie der Versicherungskonzern. Oder aus Bern wird Bäärn, wie gmögig!</p>
<p>Was ein schlichtes Manual auslösen kann, welches falsch an- und ausgelegt wird! Nochmals zur Verdeutlichung: Der Geltungsbereich wird für die kantonale Verwaltung ausgelegt, nicht aber für Medienschaffende. Mit dem Resultat, dass der halbe Kanton St. Gallen sich plötzlich der Verwaltung zugehörig fühlt und solchen Unfug übernimmt. Kleine Ursache, grosse Wirkung. Man kann den Sankt Gallern voller Hoffnung zurufen: «Zurück auf Feld eins!»</p>
<p>Die formale Ausgestaltung eines Schriftzuges (Logotype) ist wie die Gestaltung eines Signetes keinen Regeln unterworfen. Es ist zum Beispiel erlaubt, einen Buchstaben seitenverkehrt zu zeigen oder ihn anzuschneiden. Wenn im Logotype «St. Gallen» ohne Abstand geschrieben steht, ist dies zu akzeptieren, wie die Wahl der angejahrten Helvetica (1957). Es ist aber eine Unsitte, grafische Spielereien von Schriftzügen und Logos in die normale Sprache zu übernehmen. iTunes oder iPhone geben da ein wohl schlechtes Beispiel ab. So schmuggeln sich auch e-bike, Email oder ePaper gelegentlich in unseren Sprachraum. Es ist nicht gerade hilfreich, drei verschiedene Möglichkeiten vorzufinden. Wenn ein Logo kursiv oder grossgeschrieben ist, wird niemand dieses Logo auch im Grundtext immer kursiv oder grossschreiben. So verhält es sich auch bei «Kanton St. Gallen». Ein Manual mit Gestaltungsrichtlinien darf nicht in die sprachliche Hoheit der Wissenschaft eingreifen, da sich daraus genau das Gegenteil von dem entwickelt, was man sich davon verspricht. Anstelle einer starken einheitlichen Marke entsteht ein unverständlicher Wildwuchs.</p>
<h3>St. Gallen inszeniert sprachliche Unkultur</h3>
<p>Die öffentliche Hand oder öffentlich-rechtliche Institutionen wie Fernsehen, Post, Swisscom sind besonders aufgefordert, sorgfältig und vorbildlich mit der Sprache umzugehen. Es ist keine Kantonsaufgabe, die Schriftsprache föderalistisch zu verkomplizieren, geschweige denn aus einem falschen Markenverständnis heraus ein sprachliche Unkultur zu inszenieren. Man fragt sich zu Recht, wie solches Tun wohl bei der Lehrpersonen oder im Bildungsdepartement ankommt?</p>
<p>Typografisch und sprachlich richtig ist ein Abstand zwischen «St.» und «Gallen». Und zwar setzt man in der Office-Umgebung (Word) im normalen Grundtext einen geschützten Leerschlag, damit beim Zeilenumbruch die beiden Teile nicht auseinanderrissen werden. In der Typgrafie wird als Abstand ein Achtelgeviert als Festwert gesetzt, ein verkleinerter Wortabstand, damit die beiden Begriffe kompakt beieinander bleiben und auch im Blocksatz nicht auseinandergerissen werden. Wenn St.Gallen ohne Abstand geschrieben wird, stolpern wir optisch darüber, der fehlende Abstand wird als Fehler empfunden. Etwa gleich wie Dr.Niedermann, Art.Nr. oder Fr.20.–.</p>
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		<title>Beliebt &#038; verpönt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/04/17/beliebt-verpoent-2-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2014 08:20:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Et-Zeichen (&#38;) wird auch mit Kaufmanns-Und oder Firmen-Und bezeichnet. Es wird als Ersatz für das Wort « und » verwendet (lat.: et). Früher hiessen Unternehmen Müller &#38; Co., Braun &#38; Co. AG oder Maler &#38; Lutz. Das &#38; ist nach wie vor existent. Es schmuggelt sich sogar klammheimlich als «und» in die Normalschreibweise. Soll man auf <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/17/beliebt-verpoent-2-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Et-Zeichen (&amp;) wird auch mit Kaufmanns-Und oder Firmen-Und bezeichnet. Es wird als Ersatz für das Wort « und » verwendet (lat.: et). Früher hiessen Unternehmen Müller &amp; Co., Braun &amp; Co. AG oder Maler &amp; Lutz.  Das &amp; ist nach wie vor existent. Es schmuggelt sich sogar klammheimlich als «und» in die Normalschreibweise. Soll man auf Abstand gehen oder diesem Trend aufsitzen?<br />
<span id="more-19062"></span><br />
Das Et-Zeichen ist eine sogenannte Ligatur, die Buchstabenverbindung aus E und T stammt aus dem früheren Schreiben mit der Feder. Aus dieser Entwicklung stammt die heutige Form, aus der die beiden Buchstaben kaum mehr zu erkennen sind.</p>
<p>Die Schmuggelpfade des &amp;-Zeichens in unseren normalen Sprachgebrauch führen über die abgekürzte Marketingsprache, die fortwährend nach dem Englischen schielt. Auf den Punkt gebracht gehört das Et-Zeichen als abgekürztes «und» zu Firmen- und Produktnamen. In umgangssprachlichen Wendungen sollte das Et-Zeichen jedoch nicht verwendet werden. Falsch sind folgedessen: Copy &amp; Paste, Hinz &amp; Kunz, Krethi &amp; Plethi, Ursula &amp; Robert, Gold- &amp; Silberankauf, Tipps &amp; Tricks. Das Et-Zeichen wird als «und» ausgeschrieben, oder, jedoch unschön, mit «u.» abgekürzt.</p>
<p>In journalistisch aufbereiteten Texten hat das Et-Zeichen auch in Titeln nichts verloren, obwohl es im Marketing oft in Anzeigen oder Mailings vorkommt. Das &amp;-Zeichen sieht in Titeln reisserisch aus, man ortet eine gewisse Nähe zu PR, Publireportage oder Marketing. Zudem ist es schwieriger einzusetzen als «und», vor allem wenns um Kupplungen, Trennungen oder das Verhalten am Zeilenende geht: Bleibt das &amp;-Zeichen auf der oberen Zeile, oder kommt es auf die untere Zeile zu liegen?</p>
<p>Das Et-Zeichen wird heute bei Marken, Produkten und Firmenbezeichnungen angewendet. Die Crux liegt im allgemeinen Problem, ob Marken­schreibweisen im normalen Text übernommen werden sollen oder nicht. Zum Beispiel die Schreibweise eines Logos: Soll sie wie in der formalen Gestaltung in die Sprache übernommen werden? Wenn Tamedia im Logo einen Doppelpunkt aufweist (Tamedia:), wird dieser im normalen Textumfeld zu unleserlichen Satzstellungen führen. Ebenso sind Grossbuchstaben, klein beginnende Anfangsbuchstaben oder ein ®-Zeichen im Logo nicht in den normalen Text zu übertragen.</p>
<p>Für die Markenführung haben einige Unternehmen Hausregeln eingeführt, was die Schreibweise innerhalb des Unternehmens betrifft, zum Beispiel dass der Markenname nie gekuppelt wird. So ist in Medienmitteilungen beispielsweise von bibi® Handschuhen, von elmex Produkten, von publishingNETWORK-Veranstaltungen oder von Kein &amp; Aber-Verleger die Rede. Die Schreibweisen von Marken nehmen über die Kommunikationskanäle Einfluss auf die Wahrnehmung und die Gebräuchlichkeiten. Sie beeinflussen die Rechtschreibung, wie bei iTunes, iPhone, eBook zu sehen ist. Es ist nicht ganz einfach, richtig und falsch überhaupt zu deklarieren, Sprachwerke halten sich aus diesem Thema wohlweislich heraus. Wenn keine Regeln da sind, ist GMV angesagt, zu deutsch «gesunder Menschenverstand». Das Kriterium der Leserlichkeit soll neben dem Sprachlichen auch gewichtet werden.</p>
<p>Vor und nach den Et-Zeichen steht ein Leerschlag. Falls der ganze Begriff zusammengehalten werden soll, setzt man einen geschützten Leerschlag ein: Abercrombie &amp; Fitch, Hennes &amp; Mauritz, Dolce &amp; Gabbana, Kein &amp; Aber Verlag, Kellerhans &amp; Partner, Müller &amp; Co., Adam &amp; Co. AG. Die Abstände werden auch gesetzt, wenn es sich um die abgekürzte Schreibweisen handelt: H &amp; M, C &amp; A, M &amp; Ms, B &amp; B, D &amp; G.</p>
<p>Bei Kupplungen werden einzelne Buchstaben ohne Abstand an das Et-Zeichen gesetzt: Bed&amp;Breakfast-Unterkünfte, H&amp;M-Filialen, D&amp;G-Brillen, C&amp;A-Mitarbeiter. Das Begriffszeichen &amp; soll wenn möglich nicht gekuppelt werden, weil es unleserlich wirkt, also nicht «M-&amp;-Ms-Packung». Bei anderen Begriffszeichen wie dem Gradzeichen oder dem Zollzeichen wird gleich verfahren. Man schreibt 360°-Rundumsicht und nicht 360-°-Rundumsicht oder 17&#8243;-Alufelgen und nicht 17-&#8222;-Alufelgen. Das liest sich einfach flüssiger.</p>
<p>Schreibweisen von Marken oder Produkten werden, wie oben besprochen, oft beibehalten: Bill &amp; Melinda Gates Stiftung, Fichtenhagen &amp; Li Rechtsanwälte, Miller’s Fish &amp; Chips, Kein&amp;Aber-Geschichte. Dies kann zu uneinheitlichen Schreibweisen führen, je nachdem, ob es sich um einen Markenbegriff handelt, der Begriff englisch geführt wird oder ob der Begriff als eingedeutscht gilt.</p>
<p>In einer Verbindung mit dem &amp;-Zeichen steht dieses – durch das Trenn­programm bestimmt – entweder auf der oberen oder unteren Zeile. Dies kann durch entsprechende geschützte Leerschläge beeinflusst werden.</p>
<p>Es gelang den Ordnungskräften von Adam &amp;<br />
Company nicht, die Chaoten zu beruhigen.</p>
<p>Ein Sonderfall ist die Trennung von gekuppelten Begriffen wie Abercrobie&amp;Fitch-Filialleiterin. Die Trennung beim Et-Zeichen sollte mit einer Umformulierung vermieden werden. Falls dies nicht möglich ist, kommt das Et-Zeichen auf die untere Zeile, nach dem ersten Worteil wird ein Trennstrich eingesetzt:<br />
Abercrombie-<br />
&amp;Fitch-Filialleiterin</p>
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		<title>Beliebt &#038; verpönt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/04/17/beliebt-verpoent-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2014 08:20:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Et-Zeichen (&#38;) wird auch mit Kaufmanns-Und oder Firmen-Und bezeichnet. Es wird als Ersatz für das Wort « und » verwendet (lat.: et). Früher hiessen Unternehmen Müller &#38; Co., Braun &#38; Co. AG oder Maler &#38; Lutz. Das &#38; ist nach wie vor existent. Es schmuggelt sich sogar klammheimlich als «und» in die Normalschreibweise. Soll man auf <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/17/beliebt-verpoent-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Et-Zeichen (&amp;) wird auch mit Kaufmanns-Und oder Firmen-Und bezeichnet. Es wird als Ersatz für das Wort « und » verwendet (lat.: et). Früher hiessen Unternehmen Müller &amp; Co., Braun &amp; Co. AG oder Maler &amp; Lutz.  Das &amp; ist nach wie vor existent. Es schmuggelt sich sogar klammheimlich als «und» in die Normalschreibweise. Soll man auf Abstand gehen oder diesem Trend aufsitzen?<br />
<span id="more-24933"></span><br />
Das Et-Zeichen ist eine sogenannte Ligatur, die Buchstabenverbindung aus E und T stammt aus dem früheren Schreiben mit der Feder. Aus dieser Entwicklung stammt die heutige Form, aus der die beiden Buchstaben kaum mehr zu erkennen sind.</p>
<p>Die Schmuggelpfade des &amp;-Zeichens in unseren normalen Sprachgebrauch führen über die abgekürzte Marketingsprache, die fortwährend nach dem Englischen schielt. Auf den Punkt gebracht gehört das Et-Zeichen als abgekürztes «und» zu Firmen- und Produktnamen. In umgangssprachlichen Wendungen sollte das Et-Zeichen jedoch nicht verwendet werden. Falsch sind folgedessen: Copy &amp; Paste, Hinz &amp; Kunz, Krethi &amp; Plethi, Ursula &amp; Robert, Gold- &amp; Silberankauf, Tipps &amp; Tricks. Das Et-Zeichen wird als «und» ausgeschrieben, oder, jedoch unschön, mit «u.» abgekürzt.</p>
<p>In journalistisch aufbereiteten Texten hat das Et-Zeichen auch in Titeln nichts verloren, obwohl es im Marketing oft in Anzeigen oder Mailings vorkommt. Das &amp;-Zeichen sieht in Titeln reisserisch aus, man ortet eine gewisse Nähe zu PR, Publireportage oder Marketing. Zudem ist es schwieriger einzusetzen als «und», vor allem wenns um Kupplungen, Trennungen oder das Verhalten am Zeilenende geht: Bleibt das &amp;-Zeichen auf der oberen Zeile, oder kommt es auf die untere Zeile zu liegen?</p>
<p>Das Et-Zeichen wird heute bei Marken, Produkten und Firmenbezeichnungen angewendet. Die Crux liegt im allgemeinen Problem, ob Marken­schreibweisen im normalen Text übernommen werden sollen oder nicht. Zum Beispiel die Schreibweise eines Logos: Soll sie wie in der formalen Gestaltung in die Sprache übernommen werden? Wenn Tamedia im Logo einen Doppelpunkt aufweist (Tamedia:), wird dieser im normalen Textumfeld zu unleserlichen Satzstellungen führen. Ebenso sind Grossbuchstaben, klein beginnende Anfangsbuchstaben oder ein ®-Zeichen im Logo nicht in den normalen Text zu übertragen.</p>
<p>Für die Markenführung haben einige Unternehmen Hausregeln eingeführt, was die Schreibweise innerhalb des Unternehmens betrifft, zum Beispiel dass der Markenname nie gekuppelt wird. So ist in Medienmitteilungen beispielsweise von bibi® Handschuhen, von elmex Produkten, von publishingNETWORK-Veranstaltungen oder von Kein &amp; Aber-Verleger die Rede. Die Schreibweisen von Marken nehmen über die Kommunikationskanäle Einfluss auf die Wahrnehmung und die Gebräuchlichkeiten. Sie beeinflussen die Rechtschreibung, wie bei iTunes, iPhone, eBook zu sehen ist. Es ist nicht ganz einfach, richtig und falsch überhaupt zu deklarieren, Sprachwerke halten sich aus diesem Thema wohlweislich heraus. Wenn keine Regeln da sind, ist GMV angesagt, zu deutsch «gesunder Menschenverstand». Das Kriterium der Leserlichkeit soll neben dem Sprachlichen auch gewichtet werden.</p>
<p>Vor und nach den Et-Zeichen steht ein Leerschlag. Falls der ganze Begriff zusammengehalten werden soll, setzt man einen geschützten Leerschlag ein: Abercrombie &amp; Fitch, Hennes &amp; Mauritz, Dolce &amp; Gabbana, Kein &amp; Aber Verlag, Kellerhans &amp; Partner, Müller &amp; Co., Adam &amp; Co. AG. Die Abstände werden auch gesetzt, wenn es sich um die abgekürzte Schreibweisen handelt: H &amp; M, C &amp; A, M &amp; Ms, B &amp; B, D &amp; G.</p>
<p>Bei Kupplungen werden einzelne Buchstaben ohne Abstand an das Et-Zeichen gesetzt: Bed&amp;Breakfast-Unterkünfte, H&amp;M-Filialen, D&amp;G-Brillen, C&amp;A-Mitarbeiter. Das Begriffszeichen &amp; soll wenn möglich nicht gekuppelt werden, weil es unleserlich wirkt, also nicht «M-&amp;-Ms-Packung». Bei anderen Begriffszeichen wie dem Gradzeichen oder dem Zollzeichen wird gleich verfahren. Man schreibt 360°-Rundumsicht und nicht 360-°-Rundumsicht oder 17&#8243;-Alufelgen und nicht 17-&#8222;-Alufelgen. Das liest sich einfach flüssiger.</p>
<p>Schreibweisen von Marken oder Produkten werden, wie oben besprochen, oft beibehalten: Bill &amp; Melinda Gates Stiftung, Fichtenhagen &amp; Li Rechtsanwälte, Miller’s Fish &amp; Chips, Kein&amp;Aber-Geschichte. Dies kann zu uneinheitlichen Schreibweisen führen, je nachdem, ob es sich um einen Markenbegriff handelt, der Begriff englisch geführt wird oder ob der Begriff als eingedeutscht gilt.</p>
<p>In einer Verbindung mit dem &amp;-Zeichen steht dieses – durch das Trenn­programm bestimmt – entweder auf der oberen oder unteren Zeile. Dies kann durch entsprechende geschützte Leerschläge beeinflusst werden.</p>
<p>Es gelang den Ordnungskräften von Adam &amp;<br />
Company nicht, die Chaoten zu beruhigen.</p>
<p>Ein Sonderfall ist die Trennung von gekuppelten Begriffen wie Abercrobie&amp;Fitch-Filialleiterin. Die Trennung beim Et-Zeichen sollte mit einer Umformulierung vermieden werden. Falls dies nicht möglich ist, kommt das Et-Zeichen auf die untere Zeile, nach dem ersten Worteil wird ein Trennstrich eingesetzt:<br />
Abercrombie-<br />
&amp;Fitch-Filialleiterin</p>
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		<title>Der Kuppler vom Dienst</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/03/31/der-kuppler-vom-dienst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2014 21:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bindestrich]]></category>
		<category><![CDATA[Divis]]></category>
		<category><![CDATA[Kupplungsstrich]]></category>
		<category><![CDATA[Trennstrich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Deutschen kennzeichnet der Bindestrich, auch als Kupplungsstrich oder Divis bezeichnet, die Zusammengehörigkeit von zwei oder mehreren Bestandteilen. Ausserdem wird er als Trennstrich am Ende der Zeile eingesetzt. Das Divis bereitet beim i-Punkt ­keine Mühe, aber wie stehts bei der Frage: Sieht Rot-Grün schwarz-weiss oder orange­rot? Ob der G-8-Gipfel auf den Punkt kommt oder eine 180°-Kehrtwende <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/31/der-kuppler-vom-dienst/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Deutschen kennzeichnet der Bindestrich, auch als Kupplungsstrich oder Divis bezeichnet, die Zusammengehörigkeit von zwei oder mehreren Bestandteilen. Ausserdem wird er als Trennstrich am Ende der Zeile eingesetzt. Das Divis bereitet beim i-Punkt ­keine Mühe, aber wie stehts bei der Frage: Sieht Rot-Grün schwarz-weiss oder orange­rot? Ob der G-8-Gipfel auf den Punkt kommt oder eine 180°-Kehrtwende vollzieht, macht sich in der richtigen Schreibweise einfach besser.<br />
<span id="more-18927"></span><br />
<strong>Divis bei Abkürzungen, Buchstaben  und Ziffern</strong><br />
Der Einsatz des Bindestriches ist hier nicht immer klar geregelt, auch unlogisch, und manchmal wie die Schreibweise mit oder ohne Divis akzeptiert. So gilt: 25-jährig, 50-Jahr-Jubiläum, 4-Zylinder-Motor, 2-mal, Omega-3-Fettsäuren, 1500-m-Lauf, y-Achse, PIN-Code, Unesco-Weltkulturerbe, EU-kompatibel, GATT-konform, die 10-fache Menge, um das 8-Fache überschritten, die K.-o.-Phase, im ½-Final, der ¾-Takt. Die Abkürzung von Liter liest sich gekuppelt nicht optimal: statt 1,5-l-PET-Flasche schreibt man besser 1,5-Liter-PET-Flasche. Umgekehrt liest sich 2000-W-Gesellschaft leichter als Zweitausend-Watt-Gesellschaft.</p>
<p>Beim Format A4 wird das Kürzel als Einheit angesehen und nicht mit Leerschlag getrennt. Somit heisst es A4-Blatt und nicht A-4-Blatt. Sprachwissenschaftler meinen, wenn der Buchstabe von ­einem Begriff stammt, der nicht direkt dem Buchstaben zugeschrieben wird, dann steht ein Leerschlag. Bei A4-Blatt kommt das A von der DIN-A-Reihe, einer Norm. Daher steht nach dem A kein Leerschlag: A4, A5, C5, C6/5.</p>
<p>Wenn hingegen der Buchstabe für ein Wort steht, soll er mit Leerschlag ­getrennt werden, so die Meinung: Ü-30-Party, U-21-Mannschaft. Persönlich finde ich diese Differenzierung spitzfindig, praxisfremd und unleserlich. Ich empfehle, Buchstaben direkt an die Zahl zu setzen und sie als gesprochene Einheit anzusehen: U21-Mannschaft, Ü30-Party. Denn oft ist die Herleitung nicht ganz klar, weil sie in Vergessenheit geraten ist oder aus dem Englischen stammt. Bei A1-Baustelle und S4-Bahnhof: Woher stammt schon wieder der Buchstabe? In der Regel steht er für ein ganzes Wort, hier für Autobahn oder Stadtbahn. Die A4-Autobahn ist ein ­Quasi-Pleonasmus– ebenso die zurzeit in den Medien beschriebene G-8-Gruppe, was ausgedeutscht ja Gruppe-der-acht-Gruppe heisst. Die einheitliche Schreibweise von Zahl und Buchstabe ohne Kupplung ist einfacher im Gebrauch und besser leserlich.</p>
<p>Bei den Begriffen «3D-Drucker» und «3D-Film» steht die Zahl vor dem Buchstaben, der Duden sieht auch die gekuppelte Version als richtig an:  3-D-Drucker und 3-D-Film.</p>
<p>Bei Zahlen mit Nachsilbe und einem nachfolgenden Wort kuppelt man dieses an: 70er-Jahre, 4er-Abteil, 9er-Tram, 68er-Generation, 94er-Jahrgang.</p>
<p><strong>Wortverbindungen</strong><br />
Der Bindestrich steht bei mehrwortigen substantivisch gebrauchten Begriffen wie Rund-um-die-Uhr-Betrieb, 24-h-Gesellschaft, A-fonds-perdu-Beitrag, Kosten-Nutzen-Rechnung, Pro-Kopf-Verbrauch, Von-Wattenwyl-Gespräche, ­Cassis-de-Dijon-Prinzip, Schengen-­Dublin-Abkommen, Alles-oder-Nichts-Frage, Best-of-seven-Serie. Er steht bei gleichwertigen und eigenständigen Adjektiven: die schweizerisch-italienische Grenze, die rot-grüne Mehrheit im Parlament.</p>
<p>Ab vier Bestandteilen werden Wörter zur besseren Leserlichkeit gekuppelt: Unfall-und-Krankentaggeld-Versicherungs-Prämie. Als Alternative zur Divisschlacht empfehlen sich die Anführungszeichen: «Too big to fail»-Bank.</p>
<p>Das Divis wird eingesetzt, um Missverständnissen vorzubeugen oder einzelne Bestandteile hervorzuheben: Die Hoch-Zeit der Mayas, Schlittenhunde-­Rennen, Viereinhalbzimmer-Wohnung, der 1.-April-Scherz ist nicht das gleiche wie der 1. Aprilscherz (der erste, der zweite, der dritte).</p>
<p><strong>Farben</strong><br />
Der Bindestrich wird bei Farben verwendet, wenn die Farben als eigenständige Farben gemeint sind: Das Kleid ist grün-orange gemustert, die schwarz-weisse Deutung der Populisten. Die Unternehmensfarben liegen im Bereich Rot-Vio­lett-Blau. Hingegen steht kein Divis, wenn es sich um eine Mischfarbe handelt: Die Sonne ging orangerot unter, das Meer zeigt sich türkisblau.</p>
<p><strong>Marken- und Firmennamen</strong><br />
In Zusammensetzungen mit Marken- und Firmennamen wird durchgekuppelt: M-Budget-Linie, Hugo-Boss-Produkte, Betty-­Bossi-Rezept. Hier bestehen aber oft Hausregeln ohne Bindestrich, die in der Werbung eingesetzt werden. 3M Mitarbeiter, BMW xDrive Kam­pagne, Swisscanto Säule-3a-Konto, Voice of Switzerland Kandidaten. Es ist allerdings zu beachten, dass es in einem journalistischen Umfeld andere Regeln zu berücksichtigen gilt als in einem Unternehmensprospekt.</p>
<p><strong>Nachsilben</strong><br />
Im Zusammenhang mit einer Nachsilbe steht ein Bindestrich, wenn damit ein einzelner Buchstabe verbunden wird: die x-te Anfrage, schon x-mal überprüft. Wenn eine Ziffer der Endung vorangeht, steht dazwischen kein Bindestrich: ein 100stel Millimeter, 100%ig richtig, der 30ste ­Geburtstag.</p>
<p><strong>Divis als Ergänzungszeichen</strong><br />
Der Bindestrich wird als Ergänzungszeichen eingesetzt: 2- bis 3-mal, Weiss- und Rotweine, sprach- und hilflos.</p>
<p><strong>Englisch</strong><br />
Im Zusammenhang mit englischstämmigen Wörtern wird ein Bindestrich eingesetzt, wenn der Begriff im deutschen Text (Duden) vorkommt oder mit einem deutschen Wort verbunden wird: Dow-Jones-Index, Prepaid-Abo, SIM-Karte, Time-out-Ankündigung, Full-HD-Bildschirm, die RTL-Soap-Schauspielerin, E-Book-Reader, Win-win-Situation, One-Man-Show, WLAN-Hotspot, Start-up-Unternehmen. Mit den grassierenden Anglizismen sind hier gewisse ungeregelte Freiräume entstanden, Gross- und Kleinschreibung eingeschlossen.</p>
<p><strong>Daten</strong><br />
Die standardisierte Schreibweise von Daten nach dem SchemaJJJJ.MM.TT benötigt einen Bindestrich: 2014-04-01. Im Französischen wird der Bindestrich als Bis-Strich bei Zahlen/Daten eingesetzt: 1-5 pages, 1.5-8.5.2004, 1er-5 avril. Im Italienischen steht das Divis ebenfalls als Bis-Strich. Ausserdem steht im Französischen wie im Italienischen kein Punkt nach der Monatszahl, wenn ihr keine Jahreszahl Folgt. Im Deutschen wird als Bis-Strich der etwas längere Halbgeviert­strich eingesetzt.</p>
<p><strong>Divis und Begriffszeichen</strong><br />
Begriffszeichen (Ideogramme) sind Zeichen, die ohne Sprachkenntnisse gedeutet werden können: ° § % &amp; * ® + © † # @. Im Zusammenhang mit der Einbindung ins Deutsche stellt sich die Frage, ob es vor diesen Zeichen einen Abstand hat oder nicht. Ein Beispiel: Die 360°-­Panoramasicht liest sich besser als die gekuppelte Variante 360-°-Panorama­sicht. Das Gradzeichen verfügt unten über viel Weissraum, was die Einbindung ins Satzbild mit Divisen erschwert. Das Gleiche gilt auch für die beliebte politische 180°-Kehrtwende oder den 50°-Zielschuss. Zeichen, die über einen solchen Weissraum verfügen, soll man ohne Leerschlag direkt an das vorangehende Wort oder die Zahl setzen: 30%, 5&#8243;, 45°, 60+, Sternchen* oder hoch- und tiefgestellte Ziffern wie bei der CO2 -Abgabe und dem m2-Preis.</p>
<p>Die Begriffszeichen werden also nicht gekuppelt: die 17&#8243;-Alufelgen oder die 15&#8243;-Bildschirmdiagonale, die 60-plus-Generation führt in der Kurzform zur 60+-Generation. Ebenso: 5‰-Grenze, nicht 5-‰-Grenze, die 5%-Hürde nicht die 5-%-Hürde.</p>
<p>Das Et-Zeichen (&amp;) wird im Zusammenhang mit Firmen- und Markenbezeichnungen (und nur dort) richtig eingesetzt: Hennes &amp; Mauritz, Bed &amp; Breakfast, D &amp; G, C &amp; A, M &amp; Ms. Wenn solche Bezeichnungen mit einem weiteren Wort eine Verbindung eingehen, werden sie gekuppelt. Dabei steht das &amp;-Zeichen ohne Wortzwischenraum. Statt der unleserlichen H-&amp;-M-Mitarbeiterin ist H&amp;M-Mitarbeiterin besser leserlich. So auch D&amp;G-Brille, B&amp;B-Unterkünfte, Abercrombie­&amp;Fitch-Mode. Lorenz Keisers Soloprogramm «Brot und Chäs &amp; Rock ’n’ Roll» mit seinen drei verschiedenen Schreibweisen von «und» würde sprachlich und aus Sicht der Leserlichkeit Höchstschwierigkeiten bieten, wenn es durchgekuppelt werden müsste. Da es sich hier um einen Werktitel handelt, der angeführt werden muss, entfallen jedoch die vielen Bindestriche: Das «Brot und Chäs &amp; Rock ’n’ Roll»-Publikum applaudierte begeistert.</p>
<p><strong>Geografische Namen und Strassen­bezeichnungen</strong><br />
Das Divis wird bei Ortsbezeichnungen verwendet, die sich aus zwei Ortschaften zusammensetzen: Hasle-Rüegsau, Langnau-Gattikon, Rapperswil-Jona, Ambri-Piotta. Bei zweisprachigen Gemeinden kennzeichnet der Schrägstrich den Sprachwechsel: Biel/Bienne, Domat/Ems, Bosco/Gurin. Zusatzbezeichnungen wie Ortsteile, Rayons, ­Zonen oder Räume werden ohne Divis mit geschütztem Leerschlag angefügt. Die Strassenschilder liegen hier, entgegen den Bundespublikationen, oft falsch. Bei Basel-City, Aarau-Ost, ­Industrie-Nord, St. ­Gallen-Kreuzbleiche, Baden-Zentrum oder Zürich-Hauptbahnhof wird also kein Bindestrich gesetzt. Ebenso: Davos Dorf, Bern Weissenbühl, Nord­ring Zürich, Zürich City, Frauenfeld Ost, Burgdorf Zentrum.</p>
<p>Die Gemeinden bestimmen, wie sie amtlich heissen. Dass es nun bei der Beschriftung von Ortsteilen und Strassen zu unterschiedlichen Schreibweisen kommt, ist nicht für alle gleich gut zu ertragen: Ober-Rifferswil, Unterrifferswil oder ungewohnte Abkürzungen wie Unt.-Rifferswil oder Hint.-Mettliweg erleichtern den GPS-gewohnten Besuchern oder Ausländern nicht gerade, das Ziel zu finden.</p>
<p>Strassennamen werden zusammengeschrieben: nicht Bahnhof-Strasse und Uto-Quay sondern Bahnhofstrasse, Utoquay, Brünigweg, Giacomettistrasse, Hauptplatz, Schillerplatz.</p>
<p>Bei mehrteiligen Namen wird durchgehend gekuppelt: Ferdinand-Hodler-­Strasse, Dr.-Faust-Gasse, C.-F.-Meyer-Strasse, St.-Anna-Gasse, General-­Guisan-Quay, St.-Moritzerstrasse (aber St.-Moritz-Strasse). Adelspartikel in Strassennamen sollten wenn möglich nicht abgekürzt werden: Von-Werdt-­Passage (nicht v.-Werdt-Passage), ­Johann-Wolfgang-von-Goethe-Platz (nicht J.-W.-v.-Goethe-Platz).</p>
<p>Der Bund empfiehlt aus Kostengründen, bestehende Namen nicht nach neuer Rechtschreibung zu ändern, aber bei neuen Schildern danach zu verfahren (konsequent nach Duden). Ebenso ist es mit den Umlauten am Wortanfang: Aegertenstrasse soll nicht zu Ägertenstrasse werden und Oetwil nicht zu Ötwil. Solche Weisungen führen logischerweise dazu, dass Beschriftungen mehr Zeugnis des sprachlichen Wandels sind, als dass sie helfen, ein Ziel zu finden oder in der IT einige Probleme zu verhindern.</p>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
<span style="font-size: 13px;">Bundeskanzlei; Verordnung 510.625 über die geografischen ­Namen GeoNV</span></p>
<p><span style="font-size: 13px;">Bundeskanzlei; <a href="http://www.cadastre.ch/internet/ cadastre/de/home/topics/geonames/streets.html" target="_blank">Empfehlung «Gebäudeadressierung und Schreibweise von Strassen­namen für die deutsch­sprachige Schweiz»</a></span></p>
<p><span style="font-size: 13px;">Bundeskanzlei; Schreibweisungen, Weisungen der Bundeskanzlei zur Schreibung und zu Formulierungen in den deutschsprachigen amtlichen Texten des Bundes</span></p>
<p>SNV; Norm 612040 «Gebäudeadressierung»</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong><br />
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		<item>
		<title>Eine schräge Sache</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/03/13/eine-schraege-sache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2014 00:28:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Schrägstrich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Schrägstrich ist ein Multifunktionszeichen und gerade deshalb nicht immer einfach zu handhaben. Mal setzt man ihn mit Abstand mal ohne, mal dient er als Bruchstrich, mal setzt man ihn zur Schärfung der Sprache ein. Eine kurze Anleitung für den korrekten Umgang mit dem schrägsten aller Zeichen. Wo es keine bessere (oder kürzere) deutsche Entsprechnung <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/13/eine-schraege-sache/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schrägstrich ist ein Multifunktionszeichen und gerade deshalb nicht immer einfach zu handhaben. Mal setzt man ihn mit Abstand mal ohne, mal dient er als Bruchstrich, mal setzt man ihn zur Schärfung der Sprache ein. Eine kurze Anleitung für den korrekten Umgang mit dem schrägsten aller Zeichen.<br />
<span id="more-18577"></span><br />
Wo es keine bessere (oder kürzere) deutsche Entsprechnung gibt, seien Anglizismen erlaubt. Dies gilt für den Backslash, den kaum jemand als umgekehrten Schrägstrich beschreiben würde. Neben dem spitz formulierten Backslash und Slash mutet der trötige Schrägstrich eher altbacken an. Bei der Angabe einer Internetadresse wird sich kaum jemand mit dem Wort «Schrägstrich» abgrenzen, wo doch Slash soviel trendiger klingt. Deutsch-Puristen dürfen kommentieren.</p>
<p>Gedanklich sitzt jener auf der Ersatzbank. Er ist ein Hilfszeichen, welches für ein Verhältnis oder für eine Beziehung im Sinn von «je» oder «pro» eingesetzt wird: 50 km/h oder 175 kWh/Jahr. Der Schrägstrich hilft in solchen Wendungen zur besseren Übersicht und Leserlichkeit. Hundertsechzig Gramm pro Quadratmeter liest sich weniger schnell als 160 g/m². Als Ersatz des Wortes «beziehungsweise» leistet er ebenfalls gute Dienste: CI-/CD-Vorschriften, 200/230 V, Piste 16/34.</p>
<p>Der Schrägstrich wird ohne Abstand gesetzt, wenn er zwischen Einzelwörtern oder mehrgliedrigen kompakten Ausdrücken steht und anstelle von «pro» und Einzelwort (bzw. Masseinheit) eingesetzt wird: und/oder, Fr. 13.–/Monat, 2.8./3.8.2014, 08/15.</p>
<p>Das gleiche gilt auch für Sparschreibung von Paarformeln, wie ich dies bereits bei der Genderfrage besprochen habe – was die guten Schreiber/-innen zu heftigen gesellschaftspolitischen Kommentaren herausforderte. Der Schrägstrich wird, durch die Nähe der Begriffe bestimmt, ohne Abstand gesetzt: Die Eigentümergemeinschaft Huber/Kunz/Milla trifft sich im Dreiländereck Frankreich/Schweiz/Deutschland. Hier wird der Schrägstrich zur Angabe von mehreren Personen, Institutionen oder Orten eingesetzt.</p>
<h3 style="text-align: center;">Verbindung zwischen mehreren Gliedern</h3>
<p>Deutsch wäre nicht deutsch, wenn jetzt nicht die Ausnahmen kämen. Als Hilfszeichen hat der Schrägstrich die Aufgabe, eine Verbindung zwischen mehreren Gliedern zu schaffen. Die Abstände beim Schrägstrich helfen, logisch zusammenzuführen, was zusammengehört. Wenn die oben erwähnte Eigentümergemeinschaft aus mehrteiligen Namen besteht, ist der Abstand vor und nach dem Schrägstrich richtig: V. Huber / G. Kunz / A. Milla. Wenn ohne Abstand gearbeitet wird, ist die Verständlichkeit einiges diffuser: V. Huber/G. Kunz/K. Milla. Die Huber klebt am Geri und der Kunz hats mit der Anna. So ruft der Schrägstrich nach Ordnung, und die Kirche bleibt im Dorf.<br />
Wenn die einzelnen Glieder, die mit Schrägstrich verbunden werden, Abstände aufweisen, soll vor und nach dem Schrägstrich ebenfalls ein Abstand stehen: 3 Erkrankungen / 1000 Einwohner, Windows 7 / Windows 8, 3-türige Limousine / 5-türiger Kombi.</p>
<p>Beim Datum werden beide Möglichkeiten angewandt, mit oder ohne Abstand beim Schrägstrich. Wenn die Daten nach den Punkten mit Abstand geschrieben werden, beispielsweise 20. 3. / 27. 3. 2014, steht auch vor und nach dem Schrägstrich ein Abstand. Einleuchtend und besser leserlich, denn ohne Abstand würden wie in der Politik unheilige Allianzen entstehen: 20. 3./27. 3. 2014. Nun ist es ebenfalls richtig, Daten ohne Abstand zu schreiben: 20.3./27.3.2014. In diesem Beispiel kann vor und nach dem Schrägstrich ebenfalls kein Abstand stehen. Besser leserlich ist allerdings, wenn einer steht: 20.3. / 27.3.2014. Die typografisch einwandfreie Lösung ist ein Achtelgeviert Abstand beim den Punkten und beim Schrägstrich. Es kommt hier auch auf die verwendete Schrift an. Bei manchen Schriften besitzt der Schrägstrich generell viel zu wenig Umgebungsraum, im Fachjargon Fleisch genannt. Bei guten Schriften ist der Schrägstrich besser «optisch gepolstert».</p>
<p>Bei Grossbuchstaben muss der Schrägstrich immer mit einen Leerschlag  vorher und nachher eingesetzt werden. Es sei denn, die Schreiberin sei darauf aus, dass ihr Text überhaupt nicht gelesen wird. Denn schon Grossbuchstaben sind eigentliche Leserlichkeits-Killer, wenn zusätzlich Schrägstriche als Abgrenzungen verwendet werden, dann kann man geradesogut mit Wingdings schreiben: vormittags/nachmittags/abends, aber: VORMITTAGS / NACHMITTAGS / ABENDS.</p>
<h3 style="text-align: center;">Auf die Zahlenart kommt es an</h3>
<p>Zahlen wirken optisch wie Grossbuchstaben. Moderne Schriften, die im OpenType-Format vorliegen, haben zwei verschiedene «Zahlensorten»: Versalziffern, bei denen alle Ziffern gleich hoch sind und Mediävalziffern, bei denen die Ziffern (wie die Buchstaben) Ober- und Unterlänge aufweisen. Im Zusammenhang mit dem Schrägstrich kommt es nun auf diese Zahlenart an, ob vorher und nachher ein Abstand steht. Wenn die Ziffern alle gleich hoch sind, weisen sie typografisch die gleichen Merkmale wie Grossbuchstaben auf und sollten beim Schrägstrich mit Abstand abgesetzt werden.</p>
<p>Kein Schrägstrich steht zur Abtrennung von Vorwahl und Telefonnnummer. Es heisst 044 123 45 67, nicht 044/123 45 67.</p>
<p>Der Schrägstrich wird auch zur Schärfung der Sprache eingesetzt. «Englisch/Spanisch/Deutsch im Free-System» bedeutet, dass alle drei Sprachen im Free-System gelernt werden können. Wenn beim Schrägstrich ein Abstand gesetzt wird, heisst es etwas anderes: «Englisch / Spanisch / Deutsch im Free-System». Hier wird nur Deutsch im Free-System gelernt. Beim Ausdruck«Umbau Mittagstisch/Hort» wird der Mittagstisch und der Hort umgebaut. Beim Ausdruck: «Umbau Mittagstisch / Hort» hingegen wird nur der Mittagstisch umgebaut und der Hort steht als Einzelbegriff dabei. «2 Dusche/Bad/WC» bedeutet, dass diese Kombination zweimal vorhanden ist. Beim Ausdruck «2 Duschen / Bad / WC» handelt es sich um 2 Duschen, 1 Bad und 1 WC.</p>
<p>Im dreisprachigen Satz ist der Röstigraben auf Verpackungen ein Muss. Die einzelnen Sprachen sollen eine gehörige Distanz aufweisen: Ziehen / Tirer / Tirare / Pull.</p>
<p>Der Schrägstrich steht am Zeilenende, nicht auf der Folgezeile, und er wird nicht durch einen zusätzlichen Trennstrich ergänzt.</p>
<p>Zu guter Letzt folgt der Bruchstrich, der ja ebenfalls für das Wort «pro» steht. Der Schrägstrich ist jedoch dicker als der Bruchstrich, der im Aussehen den verkleinerten Ziffern angepasst ist. Den normalen Schrägstrich als Bruchstrich zu missbrauchen, und dazu Ziffern als Zähler und Nenner im Menü hoch- und tiefzustellen, gleicht einer optischen Vergewaltigung. In den meisten Schriften sind die häufigsten Brüche enthalten, mit OpenType-Fonts können beliebige Kombinationen erstellt werden, da alle Ziffern als Zähler und Nenner vorliegen. «1/2 Preis» war im Schreibmaschinezeitalter in der Bürowelt gebräuchlich – im Satz hingegen schon immer verpönt. Wer heute noch 1/2 schreibt, kann dies per Mail oder SMS tun, einer teuren Medienproduktion würde der richtige Bruch ½ besser anstehen. Man geht auch nicht mit Flip-Flops in die Oper.</p>
<p>Es gibt nun einmal Dinge, die werden mit einem Bruch kommuniziert und nicht dezimal. Handschuhgrösse 6–6½ ist nicht gleich 6–6.5 und ½ Teelöffel ist irgendwie lockerer als 0,5 TL. Ein ¼ Wein schmeckt gefälliger als 0,25 Liter, das wirkt irgendwie gepanscht.</p>
<p>Die Kapituluation vor Brüchen wird bei Wohnungsanzeigen sichtbar, wo oft in Dezimalstellen geflüchtet wird. Wir suchen die gewohnte 4½-Zimmer-Wohnung und finden die akademisch verwaltete 4.5 Zimmerwohnung mit begehbarem 0.3er Schrank. Das geht gar nicht.</p>
<p>Mehr zum Thema:<br />
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		<title>Der Apostroph, dem Genitiv sein Grabstein</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/02/26/der-apostroph-dem-genitiv-sein-grabstein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Turtschi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2014 08:47:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Zeichen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen setzen!]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Apostroph]]></category>
		<category><![CDATA[Genitiv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wohl kein anderes Zeichen macht soviel Mühe in der Anwendung wie der Apostroph. Der unscheinbare Kringel spielt sich zuweilen als Platzhalter auf, ohne allerdings eine grammatische Berechtigung aufzuweisen. Der Apostroph ist ein Satzzeichen, das als Ersatzzeichen eingesetzt wird, wenn in einem Wort ein- oder mehrere Buchstaben ausfallen: Ku’damm, Lu’hafen, ’s kommt schon gut, ’s Dschungelbuch, <a href="https://medienwoche.ch/2014/02/26/der-apostroph-dem-genitiv-sein-grabstein/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl kein anderes Zeichen macht soviel Mühe in der Anwendung wie der Apostroph. Der unscheinbare Kringel spielt sich zuweilen als Platzhalter auf, ohne allerdings eine grammatische Berechtigung aufzuweisen.<br />
<span id="more-18275"></span><br />
Der Apostroph ist ein Satzzeichen, das als Ersatzzeichen eingesetzt wird, wenn in einem Wort ein- oder mehrere Buchstaben ausfallen: Ku’damm, Lu’hafen, ’s kommt schon gut, ’s Dschungelbuch, ’ne Superidee, Rock ’n’ Roll. In einer Bildmetapher ist der Apostroph wie ein Grabstein für einen oder mehrere «gestorbene» Buchstaben.</p>
<p>Kein Apostroph steht bei der Verschmelzung von Präposition und Artikel: aufs, ans, durchs, überm, unters. Auch bei Nomen, die von mundartlichem Gebrauch her rühren, steht kein Apostroph: Dirndl, Würstl, Brezn. Bei klaren Wendungen oder Imperativen steht kein Apostroph: Lass wieder mal von dir hören! Diese SMS-Flut find ich echt öd. Ich komm grad rüber. Wechsle dein nasses T-Shirt! Die gesprochene Sprache beeinflusst hier die Schriftlichkeit.</p>
<p>Bei der Verschmelzung eines Wortes mit der Kurzform des Pronomens «es» kann auf den Apostroph verzichtet werden, er ist aber nicht falsch. Hast dus begriffen? Hast du’s begriffen? Wenns halt so ist. Wenn’s halt so ist. Beide Formen sind richtig.</p>
<p>Der Apostroph führt in der Marketingsprache oft auch zu Abkürzungsformen, die im Grundtext verpönt sind. Zum Beispiel sollen Jahreszahlen nie mit Apostroph abgekürzt werden. Es heisst deshalb 2014 nicht ’14. Der 93er-Jahrgang hingegen mundet richtig, nicht aber der ’93er-Jahrgang. Die Brücke wurde 2011/12 erbaut, ist unschön, besser heisst es: Die Brücke wurde 2011/2012 erbaut. ’11/’12 ist auch nicht stimmig.</p>
<p>Bei Abkürzungen bewegen sich Frau Schreiber und Herr Journi auf einem Minenfeld. Wird die Abkürzung als Wort gesprochen, ist sie feminin oder maskulin, deutsch oder englisch? Kein Apostroph steht bei der Mehrzahlform von Abkürzungen. Im Prinzip haben Abkürzungen auch kein Mehrzahl-s.</p>
<p>Nehmen wir das Beispiel PDF (engl. Portable Document Format). Die Mehrzahl kann nun weder PDFs noch PDF’s lauten, richtig ist hier die endungslose Form: Senden Sie mir bitte alle PDF. Ebenso verhält es sich mit der Krankengeschichte (KG). Obwohl man leider in Mundart von den KGs spricht, im schriftlichen Ausdruck werden die -geschichten nicht zu KG’s oder KGs. Ebenso wird die AG (als Abkürzung von Aktiengesellschaft) weder zu den AGs noch zu den AG’S, weil die Mehrzahlform auf -en lautet und nicht auf -s. «Die Junioren des FCZs» ginge ja irgendwie noch, aber «die Junioren des GCs»? Umschreiben oder ausschreiben wird sprachliche Linderung bringen. So lesen wir immer wieder von NGOs, DVDs, PCs, ETFs, ÖVs, RAVs, – die Endungen auf -s sind mit oder ohne Apostroph in den meisten Fällen entweder falsch oder überflüssig.</p>
<p>Der Apostroph kann bei Abkürzungen gesetzt werden, um Singular und Plural zu unterscheiden. Meistens geht der Plural jedoch aus dem Kontext hervor, sodass auf das Mehrzahl-s verzichtet werden kann. Beispiel ID für Identitätskarte: Geben Sie mir bitte Ihre ID (für die Einzahl) – Geben Sie mir bitte Ihre IDs (für die Anzeige des Plurals). Bei den VIP des WEF lagen einige NZZ. Hier ist die Mehrzahlform auch ohne -s erkennbar.</p>
<p>Nach diesem Warm-up nun zum Genitiv.</p>
<ul>
<li>Das Genitiv-s benötigt im normalen Gebrauch keinen Apostroph: Mandelas Begräbnis, Mörgelis Monologe, Hugos Haarschnitt, Mayas Kochkünste. Optional kann der Apostroph zur Verdeutlichung der Grundform eines Eigennamens eingesetzt werden. Hier nicht als Auslassungszeichen, sondern zur Betonung. Die Gauss’sche Normalverteilung, die Parkinson’sche Krankheit.</li>
<li>Der Apostroph steht zur Kennzeichnung des Genitivs bei Eigennamen, die auf -s, -ss, -ß, -tz, -z, -x, -ce oder ähnlich enden und wenn kein Artikel oder ein anderes fallanzeigendes Wort vorangeht: Linz’ Brauchtum, Stress’ Sängerdebüt, Max’ Hosenladen, Beatrice’ Korrekturen, Stanislas’ Majorsieg – aber der Majorsieg des Stanislas (fallanzeigendes Wort).</li>
<li>In Firmen- oder Markennamen wird der Apostroph vor dem Genitiv-s toleriert: Andrea’s Wineloft GmbH, Anna’s Best, Simon’s Bistro.</li>
<li>Im Englischen (oder Französischen) wird der Apostroph wie im Deutschen zur Anzeige eines ausgelassenen Buchstabens oder für Besitzverhältnisse verwendet: C’est l’heure, Christie’s, McDonald’s, O’Brian’s Bookstore.</li>
<li>Bei Fremdwörtern, die im Nominativ auf eine unbetonte Silbe mit einem s-Laut ausgehen, wird das Genitiv-s nicht angefügt. Sie haben auch keinen Apostroph, der Genitiv ist also endungslos: des Chaos, des Radius, des Journalismus, des Präsens.</li>
</ul>
<p>Als Tüpfelchen auf dem i sei hier betont, dass Zahlen ab fünf Stellen mit einem kleinen Abstand (in der Fachsprache Achtelgeviert) gegliedert werden, nicht mit einem Apostroph. In der Officeumgebung wird dafür ein geschützter Leerschlag gesetzt. 10 000 ist richtig, 10’000 oder auch 10.000 nicht. Obwohl in anglo-amerikanisch-stämmigen Softwares wie Excel der Apostroph seine Funktion hat und er in Finanzkreisen oder in der IT sehr verbreitet ist (sogar in der Norm SN 010 130:2010 für den Bürobereich von der Schweizer Normen-Vereinigung akzeptiert wird), kann ihm hier kein Persilschein ausgesprochen werden. Im Grundtext ist die Zahlengliederung ohne Apostroph richtig, weil er als Ersatzzeichen hier eigentlich nichts verloren hat. In der Tagesschau oder bei «10 vor 10»  kann man an der Gliederung von Zahlen leider jeden Tag feststellen, dass die Texteinblendungen nicht auf einer sprachlichen Grundlage basieren, wie man es von der SRG in vorbildlicher Rolle erwarten dürfte.</p>
<p>Und noch was. Der Apostroph hat die Form eines Hochkommas oder je nach Schrift ein sich nach unten verjüngendes Strichlein, welches von oben rechts nach unten links leicht geneigt ist. Zur besagten Zahlengliederung im Schweizer Fernsehen kommt noch hinzu, dass dort keine Apostrophe, sondern die Zeichen für Winkel-Minuten gebraucht werden, die kerzengerade stehen. Wenn schon ein Apostroph eingesetzt werden soll, dann bitte nicht auch noch in Form von Gravis, Akut oder Minutenzeichen.</p>
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