DOSSIER mit 87 Beiträgen

Investigativer Journalismus

JOURNALISMUS

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Calibri-Schrift als «Kronzeuge» in Geldwäscherei-Verfahren

Nachwehen der Panama Papers: Ein Dokument, das die Tochter des pakistanischen Präsidenten vom Vorwurf der Geldwäscherei entlasten sollte, ist auf das Jahr 2006 datiert, aber im Schrifttyp Calibri verfasst. Microsoft hat den Font aber erst ein Jahr später veröffentlicht. Nun tobt auf Wikipedia ein Editwar um das Calibri-Erscheinungsdatum. Derweil liess sich eine pakistanische Zeitung vom Weiterlesen …

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Redaktor/-in mit Produktionsverantwortung 60-80%

Deine Aufgaben: Du bearbeitest Texte von Autorinnen und Korrespondenten redaktionell – Du gewichtest Inhalte nach Aktualität und NZZ-Kriterien – Du gestaltest in Zusammenarbeit mit den Fachressorts Seiten – Du schreibst unter Zeitdruck kleinere Meldungen – Du erfasst die Quintessenz von Artikeln – Du erkennst Verbesserungspotenzial in der Aufmachung von Artikeln…

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Reporter-Forum: von den Besten lernen

Das Schweizer Reporter-Forum 2018 ist zwar vorbei, aber auf der Website sind sämtliche Diskussionen, Gespräche und Vorträge in Ton und/oder Bild dokumentiert. Erfolgreiche und preisgekrönte Autorinnen, Journalisten, Reporterinnen und Herausgeber bieten wertvolle Einblicke in ihr Schaffen. Sei das ein Daniel Ryser, der noch einmal ausführlich zu seiner Köppel-Biografie und der daran geäusserten Kritik Stellung nimmt. Seien es die Macherinnen und Macher journalistischer Start-ups, die über Fehler und Erfolge Auskunft geben. Oder die Bestseller-Autorin Susanna Schwager, die erzählt, wie sie Gespräche führt. Alles in allem ein paar Stunden Gratis-Unterricht für besseren Journalismus.

Informantenschutz: Wie anonym ist anonym?

Vor einer Woche haben mehrere deutschsprachige Medien über den massiven Steuerbetrug mittels sogenannter Cum-Ex-Geschäfte berichtet. Darunter auch das ARD-Magazin «Panorama». Das Magazin zeigte in seinem Beitrag auch einen Insider, den sie anonymisiert vor die Kamera brachten. «Mit Schminke, Silikonmaske und Brille soll ihn niemand wiedererkennen. Seine Stimme wird verzerrt», schreibt Peter Welchering, langjähriger Journalist und Spezialist für Informantenschutz, in einem Gastbeitrag für das Medienblog Übermedien. Nur: Solche Verfremdung bietet keinen vollständigen Schutz, weiss Welchering. «Journalisten, die ihre Informanten umfassend schützen wollen, dürfen ihre Aussagen vor der Kamera nur noch von Schauspielern nachstellen lassen.» Denn jede Tonaufnahme, und sei sie verzerrt, enthält einen «Fingerabdruck», der sich mittels Netzfrequenzanalyse identifizieren lasse. So nutzen etwa Geheimdienste diese Methode. Die «Panorama»-Macher rechtfertigen ihr als fahrlässig kritisiertes Vorgehen damit, dass es sich beim gezeigten Insider nicht um einen Informanten handele und es daher keine vollständige Anonymisierung brauche, weil er auch als Kronzeuge namentlich auftreten werde.