DOSSIER mit 149 Beiträgen

Medienwandel

Der nächste Zug, den die Medien nicht verpassen sollten

Die Zukunft ist da, aber die Medienunternehmen merken es (noch) nicht. Mit Spracheingabe, smarten Lautsprechern und Künstlicher Intelligenz haben die grossen Technologiekonzerne wie Google, Amazon, Microsoft oder Apple den Weg vorgezeichnet. Bereits jede fünfte Suchanfrage auf Google wird gesprochen eingegeben. Dass diese Entwicklung auch Medien und Journalismus prägen wird in den nächsten Jahren, steht ausser Weiterlesen …

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Medienwandel und Demokratie: wir stehen an einem Wendepunkt

«Ich würde sagen, wir sind im Moment in einer Übergangsphase von der Mediendemokratie alten Typs, gekennzeichnet durch klares Agenda-Setting und Gatekeeping von Journalistinnen und Journalisten, hin zu einer Empörungsdemokratie; jeder kann sich nun zuschalten.»
Medienwissenschaftler Bernhard Pörsksen im Gespräch mit Claudia Schwartz in der NZZ.

Er kämpft gegen die drohende Infokalypse

Es ist eine Frage, deren Antwort ins Verderben führt: «Was geschieht, wenn irgendjemand es so aussehen lassen kann, als ob etwas passiert wäre, unabhängig davon, ob es passiert ist oder nicht?» Mit «Infokalypse» umschreibt der Computerwissenschaftler Aviv Ovadya das Ergebnis. Die grossen Technologieplattformen im Internet setzten fatale Fehlanreize, weil sie irreführende und polarisierende Informationen honorierten, warnte der frühere Mitarbeiter und Berater von Firmen wir Google und Amazon schon vor den letzten US-Wahlen. Gemäss Ovadya war das aber nur ein harmloser Vorgeschmack. Die technischen Manipulationsmöglichkeiten nähmen gerade Ausmasse an, dass kein Kontrollmechanismus mehr dagegen ankommt. Jetzt hat es sich der MIT-Absolvent zur Aufgabe gemacht, gegen die drohende Infokalypse anzukämpfen. Künstliche Intelligenz und Maschninelles Lernen hätten ein ungleich grösseres Potenzial, die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion bis zur Unkenntlichkeit zu verwischen.

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