DOSSIER mit 38 Beiträgen

Automatisierung

TECHNOLOGIE

Die Lesetipps dieses Themenbereichs werden kuratiert von Thomas Paszti. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

Eine App hilft kleinen Fussballclubs, professionelle Spielberichte zu erstellen

Ist dies der Anfang vom Ende der von Journalisten verfassten Matchberichte? Ein Unternehmen aus München hat eine App entwickelt, mit der sich die Fussballberichterstattung automatisieren lässt. Dazu arbeitet der «ReportExpress» mit wiederkehrenden Textelementen und verspricht, «selbst hochkomplexe Spielverläufe und aussergewöhnliche Situationen realitätsgetreu» abbilden zu können. Zielpublikum sind indes nicht die grossen Redaktionen, sondern die Öffentlichkeitsarbeit Weiterlesen …

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Als Redaktion am Puls bleiben oder auch das Zuhören wird digital

Die Rheinische Post RP ist eine überregionale Tageszeitung mit 25 Lokalredaktionen. Diese bestehen oft aus nur wenigen Journalistinnen und Journalisten. Damit diese mitkriegen, was um sie herum läuft, hat die RP ein sogenanntes «Listening Center» geschaffen. Das ist eine Software, die rund 40 Millionen digitale Quellen aus dem Einzugsgebiet der Zeitung im Blick hat. Dieser Themenradar ersetzt zwar das persönliche Recherchegespräch nicht, hilft aber, die richtigen Leute zu finden oder die Redaktion auf Themen zu bringen, die sie sonst verpassen würde. Ein gutes Beispiel für den Nutzen des «Listening Centers»: Dank der digitalen Fühler erfuhr die RP von einer lokalen Spitzenpersonalie der AfD, über die die Partei selbst nicht informierte hätte, und konnte so zum Thema reherchieren.

Kreativwirtschaft – eine Chance für die Druckindustrie?

Kreativität ein Erfolgsfaktor der Wirtschaft – erst recht, in einem rohstoffarmen Land wie der Schweiz. Eines ist klar: Je stärker Druckbetriebe in die Kreativwirtschaft eindringen, desto mehr Chancen zeichnen sich für sie ab. Erläutert wird an diesem Feierabend-Apéro die Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Schweiz und die Druckindustrie. Erklärt wird, welche Faktoren Kreative erfolgreich machen und…

Soll man Maschinen zu Debatten zulassen?

Meinungsroboter galten nach dem Brexit und der US-Präsidentschaftswahl als verfemt. Doch es gibt Beispiele, wie Bots fair und transparent an Debatten mitwirken können. Von dem Twitter-Account «Abolish_ICE_Now» werden seit ein paar Wochen in schöner Regelmässigkeit Fotos und Informationen zu US-Flüchtlingszentren, sogenannten «detention centers», gepostet: Luftaufnahmen, Ortsangaben, Kapazitäten, Kosten für den Steuerzahler. Wie der Account bereits Weiterlesen …

Tadam! Weitere Hiobsbotschaft für die SDA

Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA kommt nicht zur Ruhe. Nach den Wirren im Frühjahr mit Entlassungen und Streik kommt die nächste Hiobsbotschaft von Hauptaktionärin Tamedia. Der Zürcher Verlag will für seine Zeitungen keine Sportmeldungen von der SDA mehr beziehen. Ein Testlauf in der Westschweiz habe ergeben, dass man die Sportberichterstattung auch ohne Agentur bewältigen könne. Von dem Entscheid betroffen sind bis zu 18 SDA-Journalistinnen und -Journalisten. Tamedia setzt anstelle der Agentur auf ein internes Tool namens Tadam, kurz für Tamedia Data Mining. Das kann zwar keine Meldungen schreiben, aber aktuelle Informationen und Sportresultate aus dem Netz zusammentragen.

Durchzogene Bot-Bilanz

Angesichts der verbreiteten Nutzung von Messenger-Diensten, wie jene von Facebook oder WhatsApp, suchten Medien nach wegen, ihr Publikum auch dort anzusprechen. Ein Weg dazu sind Chat-Bots. Sie können automatisiert Anfragen erledigen und etwa Artikel zu einem vorgeschlagenen oder gewünschten Thema servieren. Das Fachmagazin Digiday hat sich bei grossen internationalen Verlagen umgehört und festgestellt, dass Chat-Bots nur beschränkt auf Interesse stossen. Mehrere Medien wie der «Guardian» oder die Washington Post haben ihre diesbezüglichen Aktivitäten nach eher ernüchternden Erfahrungen zurückgefahren. Prominenter Anbieter, der weiter auf Chat-Bots setzt, ist die News-Plattform Quartz.

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Schreib-Maschinen: Voll im Trend

Wer hat es geschrieben – Mensch oder Maschine? Diese Frage wird sich bei Artikeln zukünftig immer häufiger stellen. Inzwischen verfassen Algorithmen zehntausende Texte pro Tag. Der sogenannte Roboterjournalismus ist vor allem in den USA schon angekommen. Die Technik ist umstritten: Profitieren Journalisten von der Arbeitserleichterung oder stehen sie schon in wenigen Jahren auf der Straße? Weiterlesen …