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Fernsehmarkt Schweiz

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Wie Fernsehsender ihre Zuschauer in die Arme von Netflix & Co. treiben

Fernsehsender beklagen sich darüber, dass Zuschauer die Werbung nicht sehen wollen und sie bei der zeitversetzten Nutzung dank Replay TV einfach überspulen. Die Sender sehen zwei Auswege: Entweder wird das Publikum zum Werbekonsum gezwungen und Replay TV abgeschafft, oder die Provider und Kabelnetzbetreiber sollen für die entgangenen Einnahmen aufkommen. Ruedi Maeder von MoneyToday.ch hält das für untaugliche Optionen. «Notwendig wäre, darüber nachzudenken, weshalb TV-Werbung überspult wird. Ist sie schlecht? Zu wenig unterhaltsam? Zu plump?» Denn die «TV-Zuschauer werden ihr Verhalten nicht ändern. Im Gegenteil, zeitversetztes Fernsehen wird noch zunehmen.» Sollte das Spulen verboten werden oder die Abopreise steigen, um den Verlust aus überspulter Werbung zu kompensieren, würden die Zuschauer zu Diensten abwandern, die für weniger Geld einen grösseren Nutzungskomfort bieten: «Netflix und Co. werden sich freuen.»

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Der Anfang vom Ende der Schweizer TV-Sport-Insel

Ab der bald anbrechenden Spielzeit der Fussball-Champions-League gibt es nicht mehr alle Partien mit Schweizer Beteiligung im Free-TV, sprich: auf den Kanälen der SRG, zu sehen. So kommt es, dass die Partie Juventus Turin gegen die Berner Young Boys nur im Bezahlfernsehen gezeigt wird. Da ist so, weil sich Teleclub (Swisscom) die Übertragungsrechte der Spiele gekauft hat und diese nun monetarisieren will. Die SRG kriegt derweil noch ein paar Brosamen, wie lange weiss niemand. Peter B. Birrer kommentiert dazu in der NZZ lapidar: «Mit etwas Verzug erreicht der banale Mechanismus die Insel Schweiz, der in grossen Fussballmärkten seit Jahren die Preise in die Höhe treibt.»