Autor

Nina Fargahi

Man spricht über Namen statt über Menschen

Der Versicherungskonzern Swiss Life steht in der Kritik, weil er ausländischen Mitarbeitenden anbietet, ihre Namen im Kundenkontakt einzuschweizern. In der darauf folgenden Rassismus-Debatte vermochten die meisten Medien aber nicht bis zum Kern des Problems vorzudringen. Es geht nicht um den Klang von Namen, sondern um das Menschenbild de Unternehmens. «Aus Mehmet wird Tobias», titelte unlängst Weiterlesen …

Können nur Clowns mit Migrationshintergrund Bundesrat werden?

Er ist ein Secondo, cool, unflätig und alles andere als staatsmännisch. Und plötzlich wird er Bundesrat. Gewählt mit 162 Stimmen im ersten Wahlgang. Was sonst nicht einmal in Märchen vorkommt, ist die Storyline einer von Swisscom, Samsung und Watson produzierten Webserie. Ohne Klischees kommt das Kurzformat allerdings nicht aus. Ferdinand Hugentobler alias Hamster heisst der Weiterlesen …

Der «Blick» auf den Spuren der «Schweizermacher»

Mit einem sogenannten Integrationsvertrag möchte der «Blick» angeblich Flüchtlingen bei der Integration in der Schweiz helfen. Hierfür wird ein Katalog mit Rechten, Pflichten und Normen präsentiert, die nach Meinung des «Blick» in der Schweiz gelten würden. Die Forderung lautet: «Jeder Flüchtling soll diesen Vertrag unterschreiben. Als Bekenntnis zu den Werten dieses Landes.»

Kampagne mit Kollateralschaden

Der «Blick»-Appell an die türkischen Stimmberechtigten in der Schweiz, gegen Erdoğans Referendum zu stimmen, ist legitim. Die damit verbundene Aufforderung, das Land zu verlassen, wer für Erdoğan stimmt, verkehrt das hehre Anliegen in sein Gegenteil.

Medien im Echo-Modus

Zur Kampagne gegen eine erleichterte Einbürgerung machten die Medien nicht die beste Figur. Die faktenfreien und themenfremden «Argumente» der SVP («Burka-Plakat») wurden oft ungefiltert und unwidersprochen verbreitet. Aber Journalismus darf nicht blosses Echo politischer Kampagnen sein.

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